Indiana Tribüne, Volume 23, Number 329, Indianapolis, Marion County, 18 August 1900 — Page 1

I ; X ) r .s. t VI cr V 's, A S öcnt t Tag K ' oo ' o I Ä -TüfLttütSgr- j Blatt ,1-perWoche 7 ::: & -Vft K 0VO V 1H 1V (GvXdjcixxt ic&cu'ltadjmitta$ ititb Sonntag Morgens. I ahrgang 23. Indianapolis, Ind.. Samstag, im-IS. Angnst1900. No. 321)

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zllZsZand Depeschen yach Dsian Kl Ist der kaiserlich chiuesljche5Mcmsioycn, TTitrsi?rtm 7it l?rrsif?nirf nn ilfsl xJlluljiJt lll Ulb UllUUUUillll uiv Slaül Wig croöcrl Gallen. Kaiser Kwang Fu befindet sich bei der Kaiserin Witttve. Peking wurde anscheinend ohne Schwertstreich besetzt. Tie Engländer in Thznghai. Mißtrauen gegen AlbionZ Versöhn uungs-Politik. Sie Ver. Staaten erzielen 1931 Preise auf der Pariser Weltzusstellung. ft . f 5 t f ,i f f n r. L t l u I Mwau London, 13. August. Peking würd: in der Ncht auf den 15. August besetzt." Dies: Nachricht traf am Frei'.tag Abend im London:? Zolhrnte vom Zolloinfior in Cheeszo ein. Dies ist die einziast: off:zi:lle Depesche, die übe? Vie Besetzung Pekings öis jetzt in Lon don einzetrosfen ist. mit Ausnahme von Admiral Reiney's Depesche, die indessen zu spät eintraf, um in den Morgen blättern veröffentlicht zu werden. Ueber das durch die Besetzung Pe. kincs erreichte Resultat schreibt, die Morninz Post": Dies ist nicht nur ein Dz nationaler Freute, sondern ein 'Tag d:r BeMck.DÜnschunz für alle Großmächte der Welt Ueber die zunächst zu unternebnienden Schritt! liTMli das Blatt, daß di: Vereiniaten Staaten Willens zu sein scheinen," oon lveiteren Feinoselizkeiten Ab stanz zu nehmen, daß aber die EtoillU guna Deutschlands und der andern Mächte zu einer solchen versöhnlichen Politik zweifelhaft sei. Wie der Morning Post" aus Berlin geneidet wi, hat die chinesische Regie runz oder n?as noch davon exisiirt bis jetzt kein Gesuch um Waffenstillstan) an die Mäch:: gelangen lassen, und wenn dies der Fall wä:e. wür:e das Gesuch voraussichtlich abschläziz beschieoen XZZXvlii Die übrigen Blätter drüben sich An Gesichts der Thatsache, daß mehrere oi fizielle Vericbte noch fehlen, sehr vorsichtig über die Lage aus, verlangen ,abc? sämmtlich ein: genaue Untersuchung der Angriffe auf die Gesandten und strenge Bestrafung der Schuldigen, Qllch wenn dieselben über das ganze chinesische Reich verfolgt werden rnüß ten. Der Daily Graplzic sagt in einem offenbar inspirirten Artikel daß keine Macht das stillschweizendeUebereinkominen, die Integrität des chinesischen Reiches zu wahren, verletzen wird. Die Besetzung Shanghai's. fährt das ge--nannte Blatt fort, geschah nicht aus der Initiative der Briten, sondern auf Wunsch der chinesischen Behörden, aU Zerdings mit dem Vorbehalt, daß die 'Besetzung durch englische Truppen nicht .rfolgen sollte, wenn die anderen "Mächte Anstoß daran nähmen. Dies beweist, bemerkt der Daily Graphic" weiter, daß an der Nachricht, ier Vizekönig von Nanking habe unter dem Drucke der andern Konsuln die Landung englischer Truppen verweigert, nichts Wahres ist. Die Engländer da gegen werden auch Frankreich und. den bereinigten Staaten, falls dieselben es -ebenfalls für nöthig erachten sollten, Truppen in Shanghai zu landen, sei Tierlei Opposition machen, Nachrichten aus Shakghai melden, daß Kaiser Kmang-Su die Kaiserin Wittwe nach Hsian-Fu begleitet habe, obschon gegen seinen Wunsch. Prinz Zinan kornrnandirt die Nachhut der kai iV,X rcsi.-L. , it. rr'i . t44iu,tii lisiuiic, icciajc zu jivzi juw ttln aus Boxern besteht. Man erwariete. daß General Tung Fuh Sianz nach Ankunft der Alliirten dem kaiserlichen Hoflager folgen würde. Alle Schätze aus den kaiserlichen 'Pa lasten wurden nach Hsian Fu in Sicherheit gebracht. Die Versionen über die Einnahm: Pe lings sinö widersprechend. Nach einigen Berichten sollen heftige Kämpfe stattze funden haben, während nach andern die Stavt sich ohne Gegenwehr ergab. New ?öw,in.i wurde am 139surt', nfpr?rnT2 "j jj www "t w m von den Chinesen angegriffen, doch wur . den dieselben mit schweren Verlusten von den Nüssen zinürkzeschlagen. Lrtzie latterr nrdeffu? zuub ..großen VeiluÄe, .

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Äuz xzixz w:rö b?rtcy::r. dan Tkapan zu Gunsten des Kaisers und der Kaise-?in-Wittwe interveniren will, dazu die slieferung von Prinz Tuan sowie von Kianz Ai, dem Präsidenten des Krieasrathes. und von Hsu Tung, dem Vormund des Präsumption? Thronfolgers, sowie von Chao Shu Shiao; dem Kommissär des Eisenbahndepartements, peremptorisch verlangt. Li Hung Chang ist von der Kaiserin msikuirt worden, Rußland zu bitten, eine Vermittelung mit den anderes Nächten herbeizuführen und lüe'Felnd, felizkeiten in der Mandschurei einzu stellen.' Paris. 18. Aug. General Frey, der die französischen Marinesoldaten in China kornrnandirt, meldet unter dem Datum des 9. August, daß das schnelle Vorrücken der Verbündeten auf Peking eine Folge des ausgezeichneten Kundschafterdienstes der Russen und Japaner war. General Frey kehrte nach Tien Tsin zurück, um die französischen Verstärkungen an die Front zu führen. Tokio. 18. Aug. Auszüge aus einer langen Depesche, welche oas Vorrücken der Alliirten von Tien Tsin aus beschreibt, sagen, daß General Ma währeno der Schlacht bei Fang Tsun verschwand, daß das sofortige Vorgehen auf Peking in einem am 7. August in gang Tsun abgehaltenen Krieasrath beschlössen wurde" an dem 3So Offiziere Theil nahmen und daß die Kolonnen in folgender Reihenfolge marschirten: Japaner. Russen. Briten und Amerikaner. Die Franzosen mußten in Fang Tsun bleiben, da ihrVersorgunzs-Devarternent nicht ausreicheno aenug war. Berlin. 18. Aug. Mehrer: arnt. liche Depeschen sind angekommen, welche besagen, daß Peking gefallen und die Verbündeten in die Stadt eingezogen sind.- Die Zeitungen weisen darauf hin. daß Deutschland sich auf einen langen Winterfeldzug in China vorbereitet. Die preisgekrönten Ameri k a n e r. Paris. 18. August. Die Liste-de, Preise, welche amerikanischen' Ausstellern aus der Pariser Weltausstellung zugesprochen wurde, wurde Freitag veröffentlicht. Die Ver. Staaten erzielte nn Ganzen 1931 Preise. Dzvzn waren 22j große Preise. 486 goldene. 533 silberne und 422 bronzene Medaillen, 270 ehrenvolle Erwähnungen und eine lange Liste von Gold-, Silber- unÄ Bronze Medaillen für allerlei Aussteller. Jede Art von Industrie und Kunst hat Anerkennung gefunden. Amerikanische Farm - Produkte, ameri kanische Minen und das Forstwesen erhalten gnnd prir" und dasselbe gilt von Barnwolle-, Wolle- und Seidenwaaren. Ernte- und Nähmaschinen, Druckerpressen, freien Künsten .Und Transport - Facilitäten, während Silberwaaren. Schmucksachen. Kunst und Erziehungswesen ebenfalls vornan st:hen. Aus der Pariser Ausstellung im Jahre 18L9 wurden nur 1000 Preise erlangt und der General - Kommissär der Ver. Staaten. Herr Peck und seine Mitarbeiter sind höchst zufrieden mit icn Resultaten, da sie die Ueberlegenheit zer amerikanischen Produkte wie überHaupt der ganzen amerikanischen Sektion beweisen. Unter den auswärtigen Kommissären. welche mit dem Abzeichen de? Eh-ren-Legion beehrt sind, befindet sich au chde? Generalkommissär Ferdinand W. Peck von Chicago, der einer Veröf fentlichunz im amtlichen Journal zu Folge zum .grand officier" der Legion ernannt ist Aus dem Deutschen Reiche. B e r l i n , 13. Aug. Die Verösfentlichung der Rede, welch: Kaiser WilHelm bei der Abfahrt der zweiten ostasiatischen Brigade von Bremerböen nach. China an die Offiziere g:haltea hat und deren Inhalt von einem der Offiziere an einen Berliner Freund brieflich mitgetheilt wurde, der sie an die Presse weitergab, hat in Offizierskreisen besonders wegen'de? in der Rede enthaltenen Kritik des britischen Admirals Seymour sehr peinlich berührt. Es werden Erhebunzen angestellt, welcher Offizier seinen Verwandten Gelegenheit gegeben hat, die Rede zu veröffentlichen. Die National-Zeitunz bemerkt dazu, daß der Kaiser sicherlich berechtigt ist. in Mllitärkreisen militärische Vorgänge zu kritisiren. aber bei den heutigen Preßzuständen wären Kaiser reden nur dann vor Mißbrauch sicher, wenn sie überhaupt nicht gehalten

wurden. Es wird vielfach angeregt, dieses Iah? von der Sedan-Feier abzusehen, weil Deutschland und Frankreich gemeinsam die Chinesen bekämpfen. Die .Post" protestirt energisch gegur eine derartige Rücksichtnahm: und weist" darauf hin, daß sich die Amerikaner ihre tlnaöhängizkeitsfeier nicht nehmen lassen. Eben so sollt: Derrtchlan sein: -nationalen ' Gedenktage ohne. Rücksicht aus rö.enÄ Fernand ieitnC

Ver Werstarbeiter-Streik in Hanburg ist eingeschlafen, die streikenden Werftarbeiter haben das Verrnittelungsanerbieten des Cewerbegerichts angenommen. Durch die Ausrüstung des Chinakorps ist die Armeekonservenfabrik in Mainz fast über die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit hwaus in Anspruch genommen. Um dem Mangel an Ar beitspersonal abzuhelfen, sind Solda ten der Mainzer Garnison zum Rächt betrieb der Fabrik kommandirt worden. Feldmarschall Graf Waldersee und Gemahlin dinirten am Freitag Abend mit dem Kaiser 'Wilhelm auf Schloß Wilhelmshöhe bei Kassel. Fürst Münster-Derneburg, der deut sche Gesandte in Frankreich war an wesend. Professor S. C. P. Langley vorn Smithfonian Institut in Washington weilt in Berlin. Der Voerenkrieg. , Kapstadt. 18. August. .Ein amerikanischer Konsular-Veamter ist von Lourenzo Marquez nach-Nooitge-dacht abgegangen, um Gelder , unter die dortigen englischen Gefangenen zu oertheilen. Auf jeden Mann kommen etwa vier Pfund Sterling. Lord Kitchener hat nach längeren Eilmärschen Oberst Hoare - und der britischen Garnison am Elands River Entsatz gebracht. Feuerwehrleute ausKan sasCity auf der Paris e r A u s st e l l u n g. Paris. 18. Aug. Etwa 5000 Feuerwehrleute verschiedener Nattonalitäten betheiligten sich Freitag an den Kontesten der internationalen Ausstellung von Feuerwehr-Apparaten. Chef George C. Hale und seine Leute von Kansas City erregten große Bewunderung durch ihr schnelles Anfchirren. die Lebensrettungs-Methode u. s. w. Man brachte ihnen eine Ovation und auf allgemeines Uebereinkommen wurde ihnen der erste Platz zugesprochen. Die Kcnteste werden Samstaz fo?taes:!:t. .'rei Personen err? unten.. Q u t be c. 18. August. Die Aat St. Francis schlug auf der Höhe vor: White Island um und die fünf Personen an Bord, Kapt. Foster, A. Saoard. C. Morin, P. Morin und' P. Boncher, fielen in's Wasser.' Der Jacht ..Ja'.boree" von Quebec, die in der Nähe war. gelang es, Boncher und Savard zu retten, die Anderen werden aber vermißt und sind wahrscheinlich ertrunken. Die Beulen pest. Donnerstag wurden fünf neue Fälle von Beulenpest angemeldet, trotzdem die Regierung bekannt gegeben hat, daß die Pest ausgerottet ist.

I n einem Anfalle von Geisteszestörtheit verletzte der Schuhwacher Schaper in Selxen seine 13 Jahre alte Tochter mit einem Schustermesser sehr schwer, indem er ihr achtzehn Stiche beibrachte. Dann versuchte er.sich selbst, die Pulsader zu durcschneiden, was ihm jedoch nicht vollständig gelang. Vater und Tochter wurden in das Krankenhaus zu Ha rneln überführt. An beider Aufkomn wird aezweifelt. 3 ver Stadt Kisbei würd der Advokat und leitende Director der dortigen Sparkasse, Karl Csüiy, begraben, welcher durch einen Reooloerschuß seinem Leben ein Ende machte. Er war 52 Jahre alt, hinterließ eine Wittwe und zwei Kinder. Im Komorner Comitate war er eine seh: angesehene Persönlichkeit; seine mate rielle Position war seh: günstig, trotzdem aber befand er sich immer in düsterer Stimmung, und kein Mensch hatte ihn noch lachen gesehen. Der Selbstmord dieses allgemein geachteten Mannes hatte großesAussehen gemacht, noch größere aber die Leichenrede, welche ihm sein intimer Freund, der reformirt: Geistliche Ludwi? Antal, am offenen Grabe hielt, undin welcher das überraschende Motiv des Selbstmordes enthüllt wurde. Csüty hatt: nämlich vor 20 Jahren ein amerikanisches Duell. in welchem er die schwarz-e Kugel zog. Den , Duell - Bedingungen zufolge sollte sich Csüty an dem Tage erschie ßen, an welchem er die schriftliche Auffordrung hierzu erhalten werde. Seit 20 Jahren erhielt er am Tage des Duells ein Billet, in welchem dieWorte standen: Ich lebe noch!". Schließlich scheint er die Aufforderung zu'mSelöstmord erhalten zu haben. Die beim Vegräbniß Anwesenden. Gunter welchen sich auch die Reichstags Abgeordneten Franz Thaly und Nikolaus Kühn bewnden. hörten schaudernd die Erzäh!ung des Geistlichen an. und der Bruder des Unglücklichen schwur am offenen Grabe, nicht eher zu ruhen, als bis er. denjenigen eruirt uaben werde der seinen Bruder nach einem LOjähri gen TodeZkarnpfc w da2 Cfcab- gestürzt hat. .

Inland Depeschen. Victoria.

M.MWelm.jklM jlkg' ' reich .Ik.Mlng. -m Herr Couger und die übn gen Gesandten in Sicherheit. ?cr Einzug nach hartnäckigem Kampf erzwungen, , Admiral Nemy und Konsul Fon lcr übermitteln die Nachricht. In Libcrtn, County, Ea. steht ein Zasscnlricz in Aussicht. i Die Miliz ist alarmirt worden, um dem - Sheriff zu helfen. J Peking eingezogen, lüashin gton, D. C., 18 Aug. Die Verbündeten haben Peking eingenommen und sind in die Stadt einzezogen trotz hartnäckigen Widerstandes seitens der Chinesen. Die Mtglieder der auswärtigen Gesandtschaften befinden sich in Sicherheit. Die amtliche Bestätigung des Falles dcc chinesischen Hauptstadt ging der Regierung Freitag Abend in der Gestalt von zwei Kabelgrammen zu, eins von Admiral Remey und ' das andere von Konsul Fowler in Chefoo. Remy's Botschaft kam zuerst an und da das Staatsdepartement wußte, wie begienz das Publikum auf die letzten Nachrichten aus China ist,, wurde die Depesche sofcrt bekannt gemacht. Sie besagte, daß die Alliirten am 15. August in Peking eingezogen seien und er die Einzelbeiten bald berichten.werde. Konsul ' Fowler's Depesche enthielt schon mehr Einzelheiten. Die erlösende Nachricht. Wlshingto n, D.' C., 18. Aug. Der stellvertretende Staatssekretär gab Donnerstag Abend die folgende ' vom Ver. Staaten Konsul in Chefoo eingelaufene Depesche bekannt: Chefoo, 17. August. (Eingetroffen um 7 Uhr 55 Min. am 17. Aug.) An den Staatssekretär in Washington: Der japanische Admiral meldet, daß d'.e Alliirten am 15. August Peking angriffen. Hartnäckiger Widerstand. Abends zogen die Japaner mit den anderen Streitkräften in die Stadt ein. Umzingelten die Gesandtschaften sofort. Die Bewohner derselben sicher. Ver luste der Japaner 100, Chinesen 300. Fowler." Allem Anschein nach ließen die Kornmandeure ihre Leute bei Tung Chow rasten, da sie annehmen mußten, daß schwere Kämpfe bevorstanden. Vielleicht wurde auch Halt gemacht, weil die Chinesenllnterhandlungen bezüglich de? Auslieferung der Gesandten anknüpf ten. Wenn das Letztere der Fall war, so müssen dieselben resultatlos gewesen sein, denn die Armee setzte ihren Marsch fo-.t und griff Peking drei Tage, nachdem sie 2ur Chow erreicht hatte, an. Die ? .mten hier wußten, daß die Vcxer besonders stark in der Chinesen stadt waren und daß die Verbündeten vieellicht zurückgeschlagen werden würden, wenn' sie versuchten, nach der Tartarenstadt. wo die - Gesandtschaften, sind, durchzudrinzen. Man wußte auch, daß ' große - MunitionSvorrätbe und Kanonen in dem Stadttheile stq befanden, in dem der Angriff der Verbündeten - erwartet werden - - durfte. Wahrscheinlich wurde dies dem General Cbaffee mitgetheilt und die Verbündeten beschlossen, die Stadt vom Ostea her anzugreifen. Im Gegensatz zu den während -des Tages angekommenen Preß Depeschen besagt die Nachricht v2y Konsul Fowler. daß die Verbündeten aus hartnäckigen Widerstand stie ken.'Die Japanesen scheinen mit 10,000 Mann angegriffen zu haben und ihre Verluste waren demnach über ein Prozent. Die Truppen der übriaen Länder werden in gleichem Maße gelitten haben. - X Der Präsident war außer sich vor Freude, als er hörte, daß der Gesandte Conger und die Lbriqen Mit glikder der Gesandtschaft in Sicherheit sind. Er. hat immer gehofft, daß Herr Conger lebend angetroffen und .gerettet werderr würde und seine Hoffnung ist j:?t in Erfüllung gegangen. Vorn General Chaffee ist noch keine direkte Nachricht eingetroffen, aber der General - Adjutant erwartet dieselbe stündliche ' Nea.era.ufstaud. . Atla.nta . Ga. Auq. Aus

Ersuchen des Hilss-Syernss Hendry t Liberty County hat Gouverneur Cand ler die Liberty-Garde. eine Kompagnis der Georgia'er Staatsmiliz, unter die Waffen gerufen, um einen Negeraufstand in jener Gegend zu unterdrücken, wo auf jeden Weißen drei Farbige kommen. ' Der Aufstand scheint größere Dirnensionen annehmen zu wollen. Die Depesche. welche Hendry an den Gouverneur sandte, lautete wie folgt: - Die Neger, welche R. H. Curtts ermordeten, erhal ten in den Wäldern Verstärkung von andern Negern. Liberty City wurde ge stern Abend in Brand gesteckt und in Lamöert waren zu gleicher Zeit Brand stifter an der Arbeit. Die Geleise der Savannah, Florida und Western Bahn werden aufgerissen, um den Zug zur Entgleisung zu bringen, auf dem sich Sheriff Bremer und ein Theil der Posse befinden. Ein Mann wrde gestern von den Wachen festgenommen. Ein Mann

wurde aetootet, als er sich der Veroas tung widersetzte. Die Bevölkerung ist sehr aufzereqt und Unruhen werden er wartet. Kann den Mob nicht länger kontrolliren und die Lage wird stündlich schlimmer. Bei Airnars Mill wurde in der That ein energischer Versuch gemacht, einen Passagier - Zug des Plant - Systems zur Entgleisung zu brinaen. Zwei Ne ger sind dieserhalb verhaftet . worden. Außerdem sind die Telephondrähte durchschnitten. Während der Nacht ! wurden mehrere Farbige aus ihren j Häusern geholt und gehörig verhauen, j Vcn verschiedenen Plätzen aus dem Countn kommen Meldungen über Feuersbrünste.. C. P. Huntington's Leiche beigesetzt. New York. 18.. Aug. Nur sehr wenige Personen hatten sich vor der Huntington'schen Wohnung eingefunden, als die Zeit des Leichenbegängnis ses C. P. Huntington's gekommen war. Die Familie hatte den Wunsch geäußert, daß dasselbe privat" sein sollte. und diesem Wunsche wurde Folge ge leistet. Nur ein halbes Dutzend Wagen folgten dem Sarge zum Grand . 1 y r . m. ' . , Central Baynyos. lim üspeziaizuz brachte die Leiche und' die Leidtragenden nach dem Familien-Mausoleum in Woodlawn. -". Sacrackeyto. Cal.. 18. Aug. Eme Feier zum' Andenken von ColllZ P. Huntington wurde Donnerstag in den Höfen der Central Pacific Eisen-bahn-Werkstätten veranstaltet. Die Letzteren waren schwarz drapirt. Etwa 1500 Personen, meistens Angestellte, waren zugegen. C h i c a g o, 18. August. Als die elfte Vormittagsstunde in New Fork erreicht war, wurde zu Ehren des verstcrbenen Herrn Collis P. Huntington der Betrieb des ganzen Southern Paci sic - Systems sieben Minuten unterbrechen. Die Geschäftslage desLandes. New York, 18. August. Der ; Wochenbericht von R. G. Dun & Company, der Sonntag erscheint, wird solgenderrnaßen lauten: . Nach anhaltendem, bedeutendem Steigen der Preise ist der Optimismus mit Bezug auf das Geschäft im Allgemeinen gefährlich. Der Gipfelpunkt wurde Mitte März erreicht und seither hat eine Reaktion in jeder großen Industrie eingesetzt, so daß Konsumenten fragen, ob Einkäufe aus der jetzt gen Preis - Basis nicht ziemlich sicher sind. Es sind ferner Beweise von Schwäche in Roh - Materialien vorHanden, .besonders auf dem Gebiete des Baucisens, aber überall macht man sich dieselbe zu Nutze und placirt grotze Kontrakte. I New Jork bewillkornrnnet Käufer aus dem ganzen Lande in größerer Zahl denn je und sie kaufen Ellenwaaren. Groceries, Schmucksachen und Eisenwaaren. Wenn die Kontrakte nicht ganz so bedeutend sind, wie man erwartet hatte, so ist der Grund darin zu suchen, daß aus weiteres Herabgehen der Preise gerechnet wird. Hier eingetroffenen Berichten von anderen Plätzen zufolge wird auch dort stark gekauft werden, wenn die Zeit geeignet scheint. Es wird immer klarer, daß die niedrigsten Preise in Eisen und Stahl erreicht sind. Der Rückgang war bedeutend und der Markt kann sich nur langsam erhoen. Mit Ausnahme von Stahtschienen wird Eisen in jeder Form, dom RohMaterial bis zum fertigen Produkt eif rtz gekauft, ohne daß bedeutende AnstrenZungen gemacht werden, weitere Kcnzessionen im Preise zu erlangen. Die erste Wirkung "des amtlichen V?richts über Weizen, der eine Ernte von 512,997,000 Bushel in Aussicht stellt, war. die Preise zu festigen, als aber der Acerbau - Sekretär von Dollar-Wei-zen vor Ablauf desJahres" sprach, wies der Markt Anzeichen davon auf, daß er nicht damit übereinstimmt und zum ersten Male seit - zwei , Monaten ging September Option in New Iork unter 80 Cents tzzab. .

' Der Versandt von Schuhen und Stiefeln von Boston aus belief sich in diesem Fiskaljahr auf 2,735.443 Kisten gegen 2.914.885 im Vorjahre, aber das diesjährige Geschäfts - Volumen war nur dreimal vorher größer. Häute verkaufen sich besser als der Ledermarkt rechtfertigt. Während' der Woche kamen in den Ver. Staaten 161 Bankerotte vor gegen 156 im Jahre 1899; Canada hatte 24. ebensoviele als im Vorjahre. Familienfehde inKentucky. Morehead. Ky.. 18. August. Die Adkins und die Howards lieferten, sich eine blutige Schacht in Elliott County. in der ein Howard getödtet u:d ein anderer lebensgefährlich verletzt wurde. , Drei Männer getödtet.- ' Allentown, Pa.. 16. Aug. Bei Palin in Montgomerh County fuhr, ein Passagierzug der ; Perkiommerr Bahn gegen ein Fuhrwerk, auf dem

John F. und Harvey G. Wolle von hier, und ihr Schwager John V. Gottschall von New Fort saßen. Alle drei wur den auf der Stelle getödtet. Die Leute Waren auf dem Wegezu einem Camp. Union Reform Party. . S p r i n g f i e l d . O;. 18. Aug. Die Union Reform-Partei macht das folgende Ticket bekannt, das durch ein direktes Votum aufgestellt ist: Staatssekretär. Frank Frankenberg von Columbus; Oberrichter. Lambertis V. Logan von Alliance; Mitglied der Behörde für öffentliche Arbeiten. Rei Rathbone von Springsielo; Lebens-mittel-Komrnissär. W. F. Barr von Bri; Staats-Schulkommissär. I. W. Seeley.' Wooster; Elektoren at large, Joseph Evans von Orbiston und Jephtha Girrard von Cincinnati. Auflösung des Whisky- ? T r u st s v e r l a n g t.' Trenton. N. I.. 18. Aug. Henry I. Dittrnan und K. 'Haas von New Fort, Aktionäre der Kentucky Distilleries & Warehouse Company, lie ßen Donnerstag im Chancery-Gericht ein Gesuch um die Auflösung der Distilleries Company von Amerika einreichen. Die Gesellschaft ist unter den Gesetzen des Staates New Fork mit einem Kapital von $123,000,000 in korporlri. ' Die Antragsteller gehören: einer der Gesellschaften an, welche von der Distilleries Company von Amerika absorbirt wurden, und sie behaupten, daß die Leitung der Letzteren der Kentucky Company schädlich ist. Ann Jngersoll irrsinnig. I o l i e t . Jll.. 18. Aug. Ann Ingersoll üon Painesville. O.. welche im Mai 1893 den kleinen Gerald Lapiner raubte und über ein Jahr verborgen hielt, ist nach einjährigem Aufenthalt im Zuchthause irrsinnig geworden. Sie wurde ins Irrenhaus in Kankakee ge. schafft. : . . Seinen Nachbarn S o l o -m o n Roberts soll der Farmer Cheers in Centreville, Md., erschlagen haben. Cheers hatte seine Frau im Verdacht, daß sie verbotenen Verkehr mit Roberts unterhielt. Neulich Abends fand er die Frau und Roberts zusammen in einem Heuschober. Er schlug Roberts todt und deckte ihn mit' Stroh zu. Die Brille des Erschlagenen wurde im Ofen der Wohnung Cheers gefunden. MitgenauerNothentging die ganze Familie des Farmers Lewis Connor in JrvingvilleGa., dem Tode durch Vergiftung. Frau Csnnor hatte in einem neuen kupfernen Kessel Erb sensuppe gekocht, und einige Stunden nach eingenommenerMahlzeit erkrankte die Frau und drei Kinder heftig. Ehe noch arztliche Hilfe ' zur Stelle war. starben zwei Kind, und erst nach stundenlangen Leiden wurde dieMuttc und. das dritte Kind gerettet. Die Aerzte erklären, daß eine Metallvergiftung vorliege. Die 17 Jahre alte Anna Bruntin. deren Eltern ' unweit von Brandenburg, Ky., ansässig sind, fuhr allein zur Kirche und später wurde sie als Leiche im Straßengraben gefunden. Ihre Kehle war durchschnitten und der Kopf vollständig zu Brei geschlagen. Das Verbrechen wurde berannt, als dre Pferde ohne Lenkerin ZU öause eintrafen. Jesse Durham, ein Verwandter deö Mädchens, ist als verdächtig verhaftet worden und wurve der Sicherheit halber nach Louisville gebracht. Ein 13 Jahre altes Mädchen Namens Mattie Äddington in In- . dependence. Kan.'. ist an den Verletzungen gestorben, die es vor wenigen cl gen beim S;'.: litten hatte. Ein 8jähriger Knabe war auf Mattie's Rürn gesprungen, l,:tte seine lniee gegen denselben rrbiüt und so das Mäd:n rr -er, ") xZSzxiZ zu tt i v - - f - vWvl J i, . - w . kkWiVtk derartig c::f:' l ; : :.:nd T.ZC) m I " - 9 - , " ' f Uivi , . . . 4 giilt:r;r;;.: ; V--. w ..