Indiana Tribüne, Volume 23, Number 227, Indianapolis, Marion County, 5 May 1900 — Page 1
o O 'rS AfrlCS o 00 Af A CA r V W V k W y o O u P A X'Vsy '- . Office : No. 18 Wd Mabama Gfcaße. Telephon 1171 Jahrgang 23. Indianapolis, Ind., Samstag, den 5. Mai 1900 227
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Editorielles.
Ein Bundeörichter in Minnesota hat entschieden, daß in Porto Rieo vom Augenblicke seiner Abtretung an die Ver. Staaten an die Verfassung dieser Geltung hatte. Für die Negierung ist bat nicht maßgebend, so lange das Oberbundeögericht nicht ebenso entschieden hat. Meine Aeußerungen bezogen sich aus keine europäische Regierung der gegenwärtigen Zeit, noch aus irgend welche bekannte Absichten oder Pläne irgend einer europäischen Nation. Ich habe auch nicht gemeint, daß ein unmittelbarer oder demnächftiger Krach wegen der Monroe-Doktrin bevorstehe. Mein Bemerkungen waren nur akademischer Natur. Der Seift der Colonisation, der commereiellen Eroberung und politischen Expansion ist zur Zeit in der ganzen Welt stark ausgeprägt. Früher oder später wird dieser Geist mit der Monroe-Doktrin in Conflict kommen. SS mag sich daS nicht in zehn, in fünfundzwanzig, ja nicht in fünfzig Jahren ereignen, aber wenn der Fall eintritt, sollten die Ver. Staaten, daraus vorbereitet sein." So hat sich der Kriegssekretae Root dem Washingtoner Correspondenten deö Chicagoer Times-Herald gegenüber über seine vielbesprochene Nedr geäußert. Sagten wir'ö nicht gleich, daß nichts dahinter steckt ? ES ist eine nothwendige Haupteigenchaft der Diplomaten und Staatsmänner schweigen zu können. Unsere Politiker aber können nicht schweigen, da Schwatzen ist ihnen Herzenßbedürfniß und Berufsgewohnheit. In New Sork hat am letzten Freitag ein Nichter streikenden Cigarenmachern mittelst zeitweiligen EinhaltSbesehlS verboten 1) ihre bei der Arbeit gebliebenen BerusSgenossen in den Wohnungen auszusuchen, um mit hnen über Streikbetheiligung zu sprechen; 2) Picketö" (Auspasser, um Arbeitsuchende abzufangen) aus den Straßen auszustellen; 3) diePicketS" ür ihre Dienste zu bezahlen; 4) UaerstützangSgelder an Streiker auSzuzahlen. Am 7. Mai soll die Verhandlung ftatzsinden und dann entschieden werden, ob der temporäre SinhaltSbefehl n einen permanenten zu vervandeln ist. . Vielleicht geschieht daö nicht. Wahrcheinlich aber geschieht eö ja, denn wenn der Richter nicht der Ansicht wäre, daß er die erwähnten Dinge verbieten könne, hätte er sie nicht zeitweilig verboten. Offen gestanden, wir begreifen nicht. wie ein Richter auch nur einen Augenblick daran denken konnte, ein solches Verbot zu erlassen. Man bedenke doch:' er verbietet den Streikern die bei der Arbeit gebliebenen Genossen in ihren Wohnungen auszusuchen und mit ihnen über den Streik zu reden. Man saßt sich mit den Händen an den Kopf und fragt sich, ob so etwas möglich ist. Hier liegt ein Eingriff in daß Privatleben vor, wie er nirgends in der Welt möglich ist, selbst in Rußland nicht. ES ist selbstverständlich, daß ein solcheS Verbot nicht durchführbar ist, nichts destoweniger ist eö da. Auf gleicher Stufe steht daS Verbot, Unterstützungsgelder an Streiker auszuzahlen. Dergleichen ist ja ganz unerhört, greift so ganz und gar in die Privatbeziehungen deS Individuums ein, daß man eS gar nicht begreifen kann. Und was immer noch aus diesem EinhaltSbesehl werdenmag, selbst vevn er beseitigt wird, so bleibt doch die Thatsache bestehen, daß er eine Zeit lang bestand und in Wirkung war und daß ein solches Verbot unter Umständen in der Zeit seines Bestehens die Bestrebungen , der Arbeiter zunichte machen kann. SS ist völlig klar, daß unsere republi kanischea Einrichtungen und Formen nicht vor den schlimmsten Gewaltthaten schützen.- Wir sind überzeugt, daß eS überhaupt keine Art der Staats- und RrgierungSform giebt, sie sei wie sie volle, welche unter einem wirthschaft lichen System, daS Klassenunterschiede erzeugt und ausrecht erhält, vor solchen Gewaltthaten schützen kann. Politische Rechte und Freiheiten mögen sich aus dem Papiere noch so
schön auSnehmen, sie haben keinen Werth, wenn die wirthfchastlichen Zustände sehlen, welche deren VorauSsetzung sind. , Die Grundlage der Freiheit und
ihrer Anwendung ist in der ökonomischen und nicht in der politischem Struktur der Gesellschaft zu suchen. m ni MglMWn. Wetterbericht. Wärmeres schöne? Wetter morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 59 Grad, niedrigste 41 Grad. Zum Göbel Mordprozeß. Frankfort, Ky., 4 Mai. 3. F Hawn von SarbourSville bezeugte heute Morgen, daß Caleb und John Powerk zehn Tage vor der Ermordung GöbelS zu ihm gekommen seien und ihn ersucht hätten, seine Compagnie als Bürger verkleidet nach Frankfort zu bringen. Er habe daS Gesuch abgelehnt und sich nur dann dazu bereit erklärt, wenn Gouvernör Taylor ihm Befehl dazu geben würde. Sin solcher Befehl sei erst nach der Ermordung GöbelS, am 30 Januar, eingetroffen. Sack China, welcher sich an dem verhängvißvollen Morgen in Begleitung GöbelS befand, sagte auS, daß er sicher sei, dab der Schuß auS dem Ezecutiv gebäude gefeuert wurde. , Ed. Steffen stand zur Zeit der Ermorduvg in dem Säulengang deS KapitolS und sah Göbel . fallen. Unmittelbar daraus wandte er den Blick nach oben und er glaubt den Lauf eineS Gewehrs auS dem Fenster der Office deS Staatssekretärs stecken gesehen zu haben. 3m Kreuzverhör gab Steffen an, daß er glaube, Pulverbamps über dem Fenster emporsteigen gesehen zu haben, auS welchem kurz vorher der Flintenlaus hervorsteckte. Daraus betrat Richter B. G. Williams den Zeugenstand. Er gab an, am Morgen deS betreffenden Tages Culton in Gesellschast Berry Howard'S im Hose deS Kapitals gesehen zu haben. Sie unterhielten sich leise mit einander, doch, über was sie sprachen, wisse er nicht. Wade Watts, ein Schuhputzer im Ecutivgebäude, hörte Jemanden die Treppe in? Basement hinablaüsen, unmittelbar nach der Ermordung und sah dann, wie Loutsey durch daS Basement lief. Er hörte einige Männer, welche er nicht kannte, davon sprechen, die Demokraten in der Legislatur zu tödten. Am Nachmittag erörterte das Gericht die Frage, ob die Telegraphengesellschast gezwungen werden kann, Abschristen der zwischen den Angeklagten gewechselten Depeschen vorzulegen. Die Telegraphengesellschaft hatte sich geweigert, dies zu thun. Das Gericht entschied, daß die Gesellschaft nur solche Depeschen vorzulegen habe, welche sich direkt aus die Ermordung Göbel's beziehen. Darnach wurde das Zeugenverhör wieder aufgenommen. Ezstaatsauditor ö. C. Norman bezeugte, daß er vor der Ermordung Göbels gehört habe, wie Richter George Dennh von Lexington gesagt habe: Jemand sollte Göbel tödten und Souvervör Taylor sollte den Mann begnadigen, der es unternimmt, dieS auszuführen. Zeuge theilte diese Bemerkung Göbel mit. , AuS dem dongreg. Washington, D.-C., 4. Mai. Herr Wolcott, der Borsitzende deS PoftcomiteS, berichtete heute im Senat die Bewilligungsbill für daS Post Departement ein. Herr Teller brachte seine Sympathie. Resolution sür die Buren ein, welche aus morgen zurückgelegt wurde. Herr Procior rief die Bill zur Reorganisation der Armee auf, welche verschiedene Veränderungen in der Bildung der Stäbe enthält. Unter anderem wird dem General MileS der Rang eineS GeneralleutnantS und dem General Corbin der Rang eineS Generalmajors verliehen. Nach Annahme einige? Amendements beantragte Herr Tillman, den Rang des Generalleutnants dauernd sür den höchsten Offizier der Armee einzusüh ren und diesem Amendement wurde die Zustimmung ertheilt. Die OevilligungSbill.sür Oesesti guvgen, welche 137,733.628 oder $8,540,140 mehr als die HauSbill auS wirft, wurde kLgrns:?.
Die Veulenpest. San Francisco, 4. Mai. Der aus dem Orient kommende Dampfer
,Coptic, welcher am letzten Freitag von Honolulu abging, berichte, daß dort seit 25 Tagen kein Fall der Beulenpest mehr aufgetaucht ist, und die Quarantane, welche seit dem Dezember bestanden, ist am letzten Montag aufgehoben worden. Die Katastrophe bei Sco sield, Utah. Oalt Lake, Utah, 4. Mai. Die letzten Depeschen auS Scosield lassen erkennen, daß die Anficht, eS wären bei dem Grubenunglück 300 oder gar no mehr Menschen umgekommen, sich nicht ausrecht erhalten läßt. Mehr Wahr scheinlichkeit hat die Annahme, daß 250 Moximal-Zzhl ist. Es fehlt indem Minenlager an Särgen, um alle Le, chen mit solchen versehen zu könne und man hat deßhalb bereits vorge schlagen, die Leichen, welche schnell in Verwesung übergehen, zu verbrennen. Die Schulkinder in hiesiger Stadt haben eine Waggoaladung Blumen gesammelt, welche i einem Spezialvaggon, den die Bahn zur Verfügung gestellt hat, nach Scosield geschickt werden. DaS UnterftützungSwerk wird jetzt systematisch in Angriff gensmmen und Beiträge lausen reichlich ein. Tonserenz der B'nai B'rith. New Orleans, La., 4. Mai. Die Conferenz der B'nai B'rith, welche seit einigen Tagen hier in Sitzung gevesea ist, hat ihre Arbeiten beendigt und Leo N. Levi auö New Sork zum Präsidenten und Jacob Furth auS St. Louis zum Biee-Präfidenten gewählt. Die nächste Conferenz wird im Jahre 1905 in New OrlnvS stattfinden. :. " ' v.C Kaiser Wilhelm und die Hungersnoth inZndien. S im la, Indien, 4. Mai. Kaiser Wilhelm hat dem Vicekönig von 3ndien, Lord Curzon, in einer Depesche seine Theilnahme an der bestehenden HungerSnoth unter der indischen Bevölkerung ausgedrückt und ihn von der Absenkung einer zum Besten der Nothleidenden in Berlin gesammelten Summe von einer halben Million Mark in Kenntniß gesetzt. Der Vicekönig von Indien hat im Namen der darbenden Bevölkerung dem Kaiser sür die reiche Labe seinen Dank übermittelt. -i Vom Kriegsschauplatz in Südafrika. London, 4. Mai. Das Kriegsamt veröffentlichte heute Abend solgende Depesche von Lord Roberts, datirt Brandfott, 4. Mai : Die berittene Infanterie ist bis an den Betfluß vorgedrungen, die übrigen Streitkräfte werden morgen folgen. Die Eisenbahn ist bis nach Brandfort wieder hergestellt worden. General Hunter berichtet, daß er den Vaalfluß überschritten habe ohne aus Widerstand zu stoßen." Am Morgen hatte Lord Roberts gemeldet, daß er Brandfort besetzt habe, gu einem Kampfe kam eö hier nicht, denn die Buren hatten sich zurückgezogen, nur die irisch-amerika-nische Brigade setzte den Briten einigen Widerstand entgegen, doch zog auch diese sich bald zurück. Obgleich nur wenige Schüsse gewechselt wurden und den Briten nicht ein einziger Gefangener in die Händ fiel, so herrscht in London doch geval tiger Jubel über die Besetzung Brand fortö. Daö Ereigniß wird sür ebenso wichtig gehalten wie die Gefangennähme Cronje's, trotzdem verhehlen sich Viele nicht, daß den Briten noch große Ueberraschungen bevorstehen. Was ans dem Lurenkommando welches unter Delarey in Brandfort lag, geworden ist, ist nicht bekannt ebenso venig weiß man, welchen Weg die Engländer jetzt einschlagen werde Bon Lrandsort aus geht die Eisen, bahn nordöstlich nach Kronstadt, doch ist diese von den Buren zum größten Theil unbrauchbar gemacht und zerstört wor den. Es sührt serner von hier aus eine Hauptstraße in fast östlicher Rich tung über Winburg nach den Pässen in den Drakenbergen. Möglich, daß Lord Roberts diesen letzteren Weg ein schlägt, um sich mit General Lnller in Natal in Verbindung zu setzen. DU Buren in Nasal haben neuer
dings die Positionen ihrer Kanonen
geändert und eine Long Tom" Kanone wurde so aufgestellt, daß fie Wessel'ö Neck beherrscht. Die Buren in der Nähe von Tha.banchu scheinen kick ebenfall inrMae I zogen zu haben, obgleich daö britische l Lager zeitweilig mit einer Kanone be schössen wurde. Kundschafter meldeten. daß ein Theil derselben-fich in der Richtung von W,pener znrückzog,wäh rend die Uebrigen sich aus verschiedenen Wegen nach Norden wandten. Aus den Philippinen. Washington. 4. Mai. .Die Ordre, welche General OtiS von seinem Posten in Manila entbindet, tritt mor ge in Kraft, und General MaeArthur übernimmt an seiner-Stelle daS Kommando, . während an seineStelle Generalmajor Wheaton als Kommandeur des Departements Luzon tritt. Washington, 4. Mai. Das Kriegsdepartement hat die folgende Depesche von General Otis aus Ma nila erhalten: Während deö Monats April wurden von dem Feinde 30 Geschütze, 1209 Gewehre, eine beträchtliche Menge Munition und große Vorräthe erbeutet. In Anfange des Monats war der Feind im äußersten Norden und Süden der Insel Luzon und auf einigen Viayischen Inseln thätig. Unsere berichteten Verluste während des Monats betrugen 13 Mann todt, Ofsieiere und 24 Mann verwundet. Gerüchtweise verlautet, daß in Samar 19 Mann gefallen und verschiedene verwundet worden find, aber darüber st noch nichts berichtet worden. Dies ist darauf zurückzuführen, daß leine Detachements in den Gebirgen m Janern der Insel kundschaften. Die feindlichen Verluste sind nach sen amtlichen Berichten : 1721, Mann todt, verwundet oder gefangen genommen warben. Die angesehensten Filipinos sprechen das Verrauen aus, daß die Inseln in Kurzem pacisicirt sein werden. Sie sagen, der Krieg sei zu Ende. Hervorragende 3nsurgenten ergeben sich. (Sez)Otis. Festlichkeiten in Berlin. L e r l i n, 4. Mai. Kaiser Franz Joseph traf pünktlich heute Vormittag am Potsdamer Bahnhof hier ein. Die gegenseitige Begrüßung der beiden Kaiser war eine äußerst herzliche. Das Wetter war herrlich und die Stadt erglänzte im FesttagSschmuck. Der Zug bewegte sich in folgender Ordnung durch das Brandenburger Thor: Zuerst kam eine Schwadron der Leibgarde in schwarzen Kürassen und Helmen,, welche mit silbernen Adlern gekrönt waren. Sie ritten eine ossenen Hofwagen mit reich geschmückten Vorreitern voran, in welchem die beiden Kaiser mit ihren Adjutanten saßen. Hierauf folgten Prinz Heinrich und der preußische Kronprinz, darauf die jungeren Prinzen. Hieran schlössen sich die Generäle und die höchsten Würdenträger des Staates. Nicht weit vom Brandenburger Thor war ein 75 Fuß hoher Triumphbogen errichtet worden. Als der Zug hier ankam, hielt er an und der Bürgermeister von Berlin, Kirschner, hielt die Begrüßungsrede, in welcher er Kaiser Franz Joseph als den treuen Verbündeten der ersten drei Herrscher deö neu erstandenen deutschen Reiches bezeichnete. Hieraus ging es in rascher Fahrt nach dem Schloß. Hier angekommen ließen die beiden Kaiser drei Regimenter Revue pasfiren Nach der Revue erfolgte Begrüßung der deutschen Kaiserfamilie und um 42 Uhr wurden im Schlosse 'Erfrischungen eingenommen. Zwischen o7cht und zehn Uhr Abends fand auf Uix Ochloßho großer Zapfenstreich statt, der von ollen Musikkapellen des SardecorpS ausge führt wurde. .,,. OH!ssS-55aqr!Ste. s Angekommen in :" Liverpool: WSsland" von Philadelphia. Neapel: Kaiser Wilhelm II." von New Sork. Hamburg: Hamburg" von New Sork. N e v S o r k : Norge" von Copenhagen. H a v r e : La Touraine" von New Sork. H. OSmedel, Bürsten-Fabrikant, 170 O? NeTarty Otrs?,.
Ein zerrüttetes Nervensystem
Ochliebttch Herzdeschverden. Gesundheit wldrHerSeftertt durch Sr. tteS'S ervine. ät Edward Hardv, der jovial Maa fj des grob" S:ore, der Shepperd So. VG juraville. Jll.. schreibt? .stch war i einem Tag krank in meinem Leben, bik 1390. Ich litt so schlimm an nervös Erschlaffung, dai ich meine Etelle nicht dersebe konnte und ,u medi, Untren ansangen mudte. Ich versuchte unser, Lokal'Aer,te und ?inea i hottet, aber keiner kon.1t mir helfen und ich dachte, ich bürde fter, den. Ich würd der,agt und stand unsägliche Angft au, onnte weder essen, noch schlafe, und ruhen, ei schien al! könne ich nicht eiiktren. ach Verlauf von sech! Monaten war tch nur ei Schatten und lulcfct wurde mein Her, erarif se und ich war wahrhaft elend. Ich nahm sech oder acht Flaschen von Dr. VileZ' Nervine. die mir von Anfang an Linderung brachte und mich schlikblich kurtrte. Ter gröhte Segen meine Leben. Dr. Milei' Mittel werde durch alle pothcker verkauft cnter einer popltsea Garantie: die erfte lasch nützt der da ?ld wird lurücker stattet. Vuch übe? die Krankheit de Her, er und der Nerven ftei. - 5 r''AKcrvinoi T - " - I?"tftrfn ZSiÜ v rtJ dresse: S) r. M i l M d i a l .. Elkharl. Jnd Seino(jäKrtgeSJustlanm als Fri?dcnsr:chter kann John Hanrc , , i r 4 f ! I L I V ln 5e!l)l:r.em, .vunl'roonounry. Jersey feiern. I n der Nähe von Charleston, S. Ct., gibt es eine Spar gelfarin von 200 Acres; dieselbe wirst sehr reiche Ärvenuen ab. Durch den Jiß eineS an Itx 2:touih leidenden Pferdes ist dsr Farcc Jchn Wllllams. der m Corr?gznsri?. Md.. ansässig ist, ebenfaJ tolln?i!!z geworden. Williams nahm das Pferd aus dem Stalle auf.ein offe nes Feld und erfchoß es; dabe, brß daö Thier dem Farmer in den Arm, wodurch eine kleine, ganz unbedeutende Verletzung entstand. Seit dem bekommt der Mann alle sieben Stunden Wuthanfülle. Wenn 'sich ein solcher Anfall einstellt, laßt Williams sich von seinen Angehörigen anketten, bts der Anfall vorüber ist. der in der Regel änderthalb Stunden anhält. Währcnd seiner furchtbaren Leiden bittet er die Nahekommenden, ihn zu erschießen, damit er von der Qual ioft ri. Einen furchtbaren Selbst mordversuch . un Berlmer Unter suchungsgefä'ngnib beging der Telegraphenaufsehe.r Neumann, der der Ermorduna semer Ehefrau beschuldigt ist. ' Er führte von dem Tische seiner Zelle einen Kopfsprung gegen den Fußboden aus. Die Schädelverletzung, die er hierdurch erlitt, ist derart, daß der Kopf vom Wirbel bis auf die Stirn wie durch einen Scheitel getheilt ist. Fln seltener Tausakt st in einem Schwimmbad zu Hannovollzogen, worden. Es hatten sich ::nige 30 Personen, Frauen undMänner erner Glaubensgemeinschaft der Wiedertäufer, mit ihrem Prediger eingefunden. Die Taufe wurde an 13 Personen in allen Altersstufen vorzogen. Unter diesen befand sich auch eine alte, etwa 65jähr!ge Frau. Der Prediger hielt eine Ansprache, worauf er sich mit denTäuflingen, die sich ihrer entbehrlichsten Kleider entledigt hatten (Heen behielten Hemd und Hose, Frauen Hemd und Unterrock an), in den Badercmm für Nichtschwimmer begab. Bei den Worten: .Ich taufe Euch nach Eurem GlaubensbekenntmjiV, nahm er jrtx Person einzeln und' tauchte sie nach rückwärts unter. Eine geyeimnißvollk Angelegenheit hält gegenwärtig die Pefte? Kreise in Spannung. Der 61jährige, im Rufe eines MllionärS stehende Großgrundbesitzer Arthur Palik-Ucseoni heirathete vor eini. gen Wochen ein bildhübsches Mädchen, die 22jährige Baronesse Flora Glaubitz. Die Vermählten machten eine Hochzeitsreise nachWim, geriethenaber yier gleich am ersten Tage in einen so heftigen Streit, daß die junge Frau ihren Gatten verließ und auf der Heimreise im Zuge einen Selbstmordversuch machte. Palik-Ucseoni kehrte auf sein w Südungarn gelegenes Gut zurück, wo er dieser Tage mit der Post ein sorgfältia eingehülltes Paket erhielt. Im Paket befanden sich zwei mit Erplo sivstosfen gefüllte Flaschen. Eisenstücke, Pulver und Zündschnüre. Die letzte ren roaren so gelegt, daß sie durch die Reibung be? der Eröffnung des Pakets in Brand gesetzt worden wären,, wenn daS Paket auf dem Wege von der Post bis zum Herrenhose nichtzufallig naß geworden wäre. Der Sendung war em Zettel beigelegt, der in deutschn Sprache folgende . Worte enthielt : Hund, wenn Flora nicht die Meine sein kann, wird sie auch nicht dir ge-hören.-Von dem Absender deö Pa. k:t5 tt Kun visier sei 5H)ur.
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