Indiana Tribüne, Volume 23, Number 213, Indianapolis, Marion County, 21 April 1900 — Page 1

OMk. - . - -. . v r 9 rvo T r0 kS' -fvs III I f I I I IV 1 W W v V o W V w vV 4 Office : L2o. 18 Cöb Alabama Gfcraftc Telephon 1171 Jahrgang S3 Indianapolis, Ind., Samstag, den 21 April 1900 No. 213

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Editorielles.

Der türkische Sultan schuldet der amerikanischen Regierung seit Langem iinn fisn iifcnsrtfe k? ff ASMrtinrt ' &V,VW W Ms W V w y w v j i g amerikanischer Missionäre. Sr will, oder kann nicht zahlen, unsere Regiernng drängt aber jetzt aus Zahlung. Nun heißt eö, daß der Sultan beabsichtige, eventuell die Mohammedaner der zu den Philippinen gehörenden Sulu Inseln zur Revolte aufzuhetzen. Wenn er daö thut, so würden wir einen weiteren kleinen Krieg bekommen und die Sreeution könnte kostspielig werden. Unsere imperialistische Politik treibt sehr hübsche Blüthen. General Otik wird nächstens von den Philippinen abberufen und dann wird ein Anderer unk von dort von Zeit zu Zeit melden, daß der Aufstand nahezu erloschen" ist. In Wahrheit aber ist dort die Lage nach den Berichten gut informilter (Korrespondenten so hossaunzöloö, wie je. Selbst auS den offiziellen Berichten von dort kann man Thatsachen entnehmen, die erkennen lassen, in wie trauriger Lage sich unsere Truppen auf jener Insel befinden. Noch kein Tropenkrieg hat eine verhältnißmäßig so große Ziffer von Selbstmorden und Irrfinnisällen mit sich gebracht, wie dieser philippinische Sroberungkkrieg. Nach amtlichen Angaben beliesen sich vom 1. Mai 1893 biö 1. April 1900 die Selbstmordfälle i der amerikanischen Armee auf 83; fast jeder in Folge von Irrsinn. In dem nämlichen Zeit raum wurden nahezu 1000 Soldaten von Hawaii, Porto Rico, Cuba und den Philippinen-Inseln irrfinnig nach den Ber. Staaten zurückgebracht. 90 Prozent dieser Unglücklichen kamen von den Pdll,pplnen-In ein. Vte Selbstmorde erstrecken sich nicht nur aus die Mannschaften. Auch sech Offiziere endeten durch Selbstmord. Wer von den ungeheuren Beschwerden liest, denen die Truppen bei jenem Eroberungskrieg ausgesetzt find, von den Märschen in der tropischen Hitze oder bei strömendem Regen durch die Dschungeln und Sumpfgegenden jene unwirthlichen LandeS, von den Kämpfen gegen einen Feind, ber unerwartet aus dem Hinterhalt angreift und immer wieder rasch verschwindet, ehe unsere Truppen sich sammeln können, der wird die große Menge von Irrsinnsfällen begreiflich finden. Durch unaufhörliche Märsche zum Tode ermattet, schlecht ernährt und noch schlechter bekleidet, ohne Obdach und vielfach ohne Fußbekleidung, müssen die bedauernöwerthen Soldaten den Krieg unter den heißen Strahlen der Tropensonne führen. Ist eS da überraschend, wenn sie in immer größerer Zahl diesem ungesunden Colonialabenteuer zum Opfer fallen? IedeS von den Philippinen zurückkehrende TranSportschiff ist mit einem Raum für die zurückgesandten Irrfinnigen auSgestattet, von denen die Meisten unheilbar tobsüchtig find. Und die Meisten Derjenigen, welche geistig zurechnungSfähig zurückkehren, sehen ihre Gesundheit durch Tropensieber zerrüttert. DaS Kriegsministerium in Washivgton sucht noch immer die Meinung zu verbreiten, daß auf den PhilippinenInseln AlleS gut geht. SS findet aber damit wenig Glauben mehr. An die Stelle des SLpanfionSrauscheS ist bei einem immer größer werdenden Theil deS amerikanischen Volkes die richtigere Erkenntniß getreten. Die Regenzeit steht auf den Philippinen-Jnseln abermalS vor der Thüre. Sie wird den Feindseligkeiten abermals bis zum Herbst ein Ende machen und eS stellt sich heraus, daß auch in dieser zweiten Campagne nichts erreicht worden ist. Trotz der beruhigenden. Versicherungen von Otis ist noch kein Ende jenes abexteuerlichen Krieges abzusehen. AuS den letzten Berichten der in Manila weilenden Correspondenten kann man deutlich genug erkennen, wie wenig die beruhigenden Versicherungen deS KriegSminifteriumS dem wirklichen Saöverbalt entsprechen. Der Correspondent der Philadelphia TimeS schreibt auS Manila : Die Offiziere unserer Truppen stimmen in der Anficht überein, daß die Unterwerfung der Insel vor Beginn der Regenzeit eine Unmöglichkeit ist. Nach ihrer Anficht wird eS noch zwei oder mehr Jahre erfordern, die Srsberung der Insel zu vervollständigen. Die Meisten gluu den, daß eS mindestens S Jahre erfor

der wird. Die Berichte über unsere Verluste und über die Gefangenen, welche die Filipinos machen, werden

möglich? unterdrückt in den Berichten 'von Otiö." i So und ähnlich lauten jetzt die Berichte der (Korrespondenten, die noch im vorigen Jahre so sanguinisch klan gen. SS ist kaum mehr zu bezweifeln, daß der zweite Feldzug auf den Philippi nen vergeblich war. Die Amerikaner haben zwar an verschiedenen Orten, die sie. besetzt hielte. Eingeborene alS Verwaltunggbeamte eingesetzt, aber es ist auch gemeldet worden, daß auf Luzon viele derselben heimlich oder offen zu den Rebellen," ihren Landsleutev, halten, während auf NegroS die von den Amerikanern eingesetzte Polizei einfach zu denselben überging AraMllchrWll. Wetterbericht. Regenschauer heut Nacht wolkiges Wetter am Sonntag. Höchste Temperatur innerhalb ber letzten 24 Stunden 59 Grad, niedrigste 66 Grad. Rötgen geehrt. 'Washington, D. C., 20. April. Die National Akademie der Wissenschasten hat heute eine Anzahl neuer Mitglieder ernannt und dem Professor Wilhelm Sonrad Röntgen, dem Sntdecker der nach ihm benannten Strahlen, die Bernard-Medaille verliehen Diese Medaiü? wird nur einmal in fünf Jahren verliehen und zwar an Den, welcher in dieser Periode die größte wissenschaftliche Entdeckung gemacht hat. Sprung von der Brooklyn Brücke. New v o ? k, 20. April. Fräulein Marie Dinse sprang heute Nachmittag um 2 Uhr von der Brooklyn Brücke in den East River, ohne sich nennenSverthen Schaden zuzufügen. Wegen Nichtbezahlung der Miethe war sie am vergangenen Mittwoch auS ihrer Wohnung an der 23. Str. gefetzt worden und dies, hatte sie schwermüthig gemacht; sie beschloß, sich daS L.ben zu nehmen, welches ihr indeß n'üt gelang Sie wurde aufgefischt und nach dem Hospital gebracht, wo sie sich in kurzer Zeit erholte. Viele Männer haben vor ihr den Sprung von der Brücke gemacht und die meisten find dabei umgekommen, von grauen ist dies erst der zweite Fall. Dynamit-Explosion. Bay Sity, Michigan, 20. April. DaS WaarenhauS der Ajax Dynamitfabrik nahe Kawkawlin flog heute Nachmittag in die Luft und drei Männer, William Weaver, S. Halligan und W. Van Vlassar wurden bei der Katastrophe i Stücke zerrissen. Filipino -Guerillas verurtheilt. Manila, 20. April. Die Philip. pinen-Sommission, vor welcher drei Filipinos, die als GuerillaS gefangen genommen worden waren, in Leallamba prozessirt worden find, hat alle drei schuldig befunden, zwei von ihnen zu lebenslänglicher und den dritten zu dreißigjähriger Gefängnißyrafe verurtheilt. General-Mojor OtiS hat daS Urtheil bestätigt, die Strafe aber auf 15 Jahre herabgesetzt. Zwei Männer, welche deS RaubmordeS schuldig befunden wurden, find in Odonnel zum Tode durch den Strang verurtheilt worden. m ,, m CIu6 der Kongreß. Washington, D. C., 20. April. Im Senat erstattete Herr Cullom den Eovferenz-Bericht über die Bill bezüglich der Regierung Hawaiis und erklärte die Abmachungen der Conferevz. Hierauf wurde daS Civilgefetzbuch für Alaska wieder in Berathung genommeu, und Herr Bäte führte in längerer Rede auS, daß weder daS HanSbrough'sche, noch daS Cartesche Amendement angenommen werden sollte. DaS Gesetz sollte unverändert gelassen werden, nachdem die Ansprüche einmal erworben seien. Im Hause blieb die Narinevorlage wegen Mangels eines Quorums unerledigt. AmesdkMtntS wurden nicht ehr zugelassen.

Sin wüthender Volks-

hause. 'B lue si eld, W. V., 20. April. SS ist hier die Nachricht eingetroffen, daß am vergangenen Dienstag der Farbige Zohn PetorS bei Tazdell, 20 Meilen westlich von hier, einen ver brecherischen Angriff aus ein ISjShrigeS weißes Ma chen, Namens Katie Richie, machte, woraus er entfloh. Bluthunde wurden hinter ihn hergesch'ckk, eS gelang, ihn einzufangen und er wurde ins Gefängniß gebracht. Bald, nach Mitternacht jkdoch versammelte sich. vor demselben ein maSkirter VolkShaufe, die Thüren. deS Gefängnisses wurden erbrochen und der garbige herauSgeschleppt. Er gestand seine Schuld und bat sein Leben zu schonen. Doch damit kam er schlecht weg. Man warf ihm einen Strick um den Hals und schleppte ihn auf dem Eisenbahngeleise dem nahen Gehölz zu. Der wüthende Haufe konnte indeß nicht warten, bis der Baum erreicht war, an den sie ihn aufhäsgen wollten und einer nach dem andern feuerte seinen Revolver aus ihn ab, so daß, a!S sie ihren Bestimmung? ort erreichten, daS Opfer todt war. Der Strick wurde dann über einen Ast gewerfen und der Leichnam in die Höhe gezogen. ,, Vom Kriegsschauplatz in Südafrika. L o n d o n, 21. April. AuS Bloemfontein wird unter dem 19. April FolgendeS gemeldet : Der Caledon Fluß (welcher einige Meilen westlich von Wepener vorbeifließt) ist bereits dreißig Fuß hoch und noch immer im Steigen begriffen. Alle DriftS am Modderfluß find unpasfirbar. Der Verkehr aus der Bahn nach dem Süden ist temporär unterbrochen, da die Ge leise stellenweise unterwaschen sind. Die Gegend um Bloemsontein bildet einen Sumpf und Farmervagen können die Stadt nicht erreichen. Inzwischen rücken die Generäle Thermfide und Rundle aus den durchweichten Wegen langsam vorwärts, und der Regen kam in Strömen herab, als sie am Donnerstag Nachmittag achtzehn Meilen westlich von Dawat'S Dorp ihr Lager ausschlugen. Die Eisenbahn und die südliche Grenze deS Freistaates halten sie mit 20.000 Mann besetzt. Wie viele Truppen die Generäle für den Angriff aus die Buren bei Wepener mitnehmen werden, wird in der letzten Depesche auS OorlogSport, wo die Briten am Mittwoch Abend ihre Zelte aufschlugen, nicht gemeldet. Dort ist auch die Endstation deS Feldlelegrapen. Am Donnerstag hielten die Buren Col. Dalgoty noch fest eingeschlossen. London, 20. April. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß Lord Roberts seinen Marsch nach Pretoria angetreten hat, denn nördlich von Bloemfootein fanden kleinere Scharmützel statt. Die Censur wird strenger denn je gehandhabt und Nachrichten über Bewegungen der Truppen dringen nicht in die Außenwelt. Pretoria, 20. April. Generalmaior qalrvurger t zum niict Präsidenten von Transvaal ernannt worden, an Stelle des verstorbenen Generals Joubert, und dem General LouiS votha ist daS Generalkommando über die Transvaal Truppen übertragen worden. In Maseking wüthet der TyphuS, welche Krankheit die Reihen der britischen Truppen stark gelichtet haben soll. Sin Brief deS Bürgermeisters von Maseking meldet, daß Lord Roberts Sol. Baden-Yowell gebeten habe, noch bis zum 20. Mai auSzuhalten. In Natal hat sich die Lage denig geändert, den nördlichen Theil bis südlich nach Ladhsmith halten die Buren besetzt. General Buller soll den Farmern zwischen Ladhsmith und den Drakendergen anbefohlen haben, sich nach Sstcourt zurückzuziehen. ,, Die HungerSnoth in ' Indien. 0 i m l a, Indien, 20. April. Die HungerSnoth breitet sich unter der Oevölkerung immer mehr auS und fünf und eine halbe Million Personen erhalten jetzt Unterstützung. , ,,, Antiamerikanische Strömung inJapan. London, 21. April. Die Daily Mail" publizirt einen Orief auS Sokohams, welcher die täglich wachsend

Amerika feindliche Stimmung in Japan

beschreibt und die folgt schließt : Diese Entwicklung der Dinge ist der BeHandlung zuzuschreiben, welche die Japanesen von den Amerikanern in Hawaii zu erdulden haben und dem Glauben, daß die amerikanische Re gierung damit umgeht, die Sinvan derung von Japanesen nach den havaiischen Inseln ganz zu verbieten. Sin Zollkrieg und andere WiedervergeltungS Maßregeln werden die unauSbleiblichen Folgen dieser Beschräa kung der Japanesen seitens Amerika sein. - Böhmen wankt stark. London, 20. April. Auö Wien wird dem Daily Telegraph" gemel det, daß in dem ganzen Gebiet zwischen Elbe und Sger Erdrutsche stattfinden. DaS mittlere GebirgSland dieses Staates scheint völlig in Bewegung zu sein. Großer Schaden wurde angerichtet. In 30 Dörfern sind Häusern und Kirchen eingestürzt, EisenbahnStrecken wurden verschoben, Bäche abgeleitet und Straßen versanken. Menschenleben gingen biö jetzt jedoch nicht verloren. Mercier verursacht Radau P a r i S, 20. April. Heute fand in der Notre Dame Kirche eine Gedächtnißfeier für den. in Südafrika gefallenen General VilleboiS Mareuil statt. Die Consuln der beiden südafrikanischen Republiken und ein zahlreiches Publikum wohnte ihr bei und die Kirche dar schön dekorirt. AlS ber berüchtigte General Mereier sie verließ, veranstalteten seine Anhänger ine Demonstration, welche eine Gegen demonstration und Prügelei folgte,. so daß die Polizei den Platz vor der Kirche räumen mußte. Der bekannte Natiovallft Millevoje inseenirte ebenfalls einen Spektakel mit denselben Folgen Einige Personen wurden verhaftet. Hauptmann DreyfuS. Genf, 20. April. Der frühere Hauptmann DreyfuS ist hier gestern Mittag eingetroffen und fuhr mit seine Reffen, Herrn Paul Valabrohue, nach Köln, wo er sür den Sommer eine Villa gemiethet hat. OiffS-NaHriQten. Angekommen in : New Sork: Kaiserin Maria Theresa" von Bremen; Palatia" von Hamburg. Genua: SmS" von New Sork. Boston: New England" von Liverpool. Havre: Aquitaine" von New Sork. allerlei. Ac a ; y ! a n d h a't d i e s e S Jahr gute Aussicht auf eine der besten Pfirsichernten seit vielen Jahren. Die Pfirsiche haben erst in diesen Tagen im südlichen Maryland zu blühen begonnen. Wenn keine Nachtfröste die Vlüthezeit unterbricht, dann stehen die Aussichten auf eine gute Ernte Vorzug lich. In den Obstgärten von Orleans County. N. Y.. hat sich die gefürchtete San Jose - Schildlaus gezeigt, nachdem die dortigen Farmer viele Jahre mit anderem, allerdings weniger gefährlichen Ungeziefer in ihren Obstgärten zu kämpfen gehabt hatten. Es steht für die Farmer viel auf dem Spiele, da die Obsternte des Countys im vorigen Jahre über eine Million Dollars einbrachte. An Handfestigkeit und Muth scheint es dem Fräule.n Burges aus Boston, Mass., die sich mit ihrer Mutter zur Zeit in Neapel aufhält, nicht zu fehlen. Die junge Dame hatte gerade in Begleitung ihrer Mutter tu mn Laden verlassen, als ein Spitzbuie ihr die Börse entriß. Die junge Dame aber f:bte ihn an der Kehle und roarf ihn auf die Erde, worauf sie ihre Börse wieder an sich nahm und dann gelassen zu dem Räuber sagte: Nun mache, daß Du fortkommst!" DerinderNähevonSisseton, S. D.. ansässige Farmer P. Beivalstad faßte die unsinnige Idee, auf seine eigene Faust" die Wirthschaften in Sisseton zu schließen. Sr bewaffnete sich mit einem Revolver, betrat die Wirthschaft deS Herrn Anderson und verlangte von diesem, sein Lokal sofort zu schließen. Da derselbe sich weigerte, dies zu thun, zwang er ihn dazu, indem er . seinen Revolver zog und mit Schießen drohte. Lhe Beivalstad jedoch sein Vorhaben, alle Wirthschaften zu schließen, zur Ausführung bringen konnte, wurde er verbaftet und in's Gekänanin aeüeckt.

165,000 Fuy Läuholz sinv von San Francisco nach Cape Nome für ein dort von Robert Blei zu er-

bauendes Theater gesandt worden. Blei war früher Geschäftsführer für Koster & Vial in New Nork und erbaute vor einiqen Jahren das erste Theater in Dawson City. Das für L,ape Vlomt geplante Gebäude wird zwei Stockwerke haben und 140 Fuß lang und 50 Fuß breit sein. Mit Blei werden von Seattle aus vierzig Balleteusen von vitro York und eine Anzahl anderer Künstle? nach Nome ge hen. Jeden Abend sollen in dem Mu sentempel" Vorstellungen und nach den Ausführungen allnächtlich em Ball stattfinden. In Groß - New York scheint k.. i - . ' oie nienilooiensrage vurcy ymesen gelöst werden zu sollen, denn immer mehr kommen die Söhne des Reiches . cm ? 1 1 (mi y . r - . ver 'jjcuzi ai9 jrnaoegen sur Älles m Aufnahme. Eine Familie hatte sich Jayre lang mit Dienstmädchen herumgeärgert. Schließlich engagirte man einen Chinesen, der sur die beiden entlassenen Madchen in Dienst trat. Der Zopfträger hatte zehn Jahre lang treue Dienste geleistet, und als er nach an Francisco zurückkehrte, nahm ein Landsmann von ihm die Stelle ein. Auch dieser wurde bald der Liebling der Familie. Dabei erhalt der Chinese 30 Lohn, während zwei Mädchen 534 kosteten. Jetzt trifft man schon mehrere Häuser mit chinesischen Menstboten an, und überall ist man mit den ruhigen, nüchternen Leuten zufrieden Mehrere Agenturen befassen sich mit der Stellenvermittelung sur Chinesen. In sensationeller Weise wurde die Bestattung der Frau Anna Laufenberg in East New Sork unterbrachen. Die letzten Gebete waren gerade von dem amtirenden Geistlichen gesprochen worden und die Träger machten sich bereit, den Sarg hinauszutragen, als plötzlich Polizisten an dem Orte der Trauer erschienen und den Leichenbestatter aufforderten, die Todte im Hause zu lassen. Ein von der CoronerS - Office spater gesandter Arzt stellte angeblich fest, daß der Arm der Frau gebrochen war und der Körper Spuren von Mißhandlungen aufzuweisen hatte. Die Polizei soll InFormationen erhalten haben, welche sie veranlaßten, in der beschriebenen Weise vorzugehen. ES verlautet auch, daß Frau Laufenberg sich oft über ihr unglückliches Familienleben beklagt I)abe. Auf dem Beerdigungqschein wai Herzkrankheit als Ursache des Todes der Frau anoeaeben. r ' n c i ii t x Ortschaft dc 'ar.ir.'er Comitats wurde dcr GntZ Besitzer Stephan Jakab von seinen Winzer meuchlings erschossen. Dn Mörder erklärte bei dem Verhöre, daß er von dem eigenen Sohne sowie de: Schmiegertochter desGeiödteten zu diesem Morde gedungen worden sei Der Sohn hatte nämlich auf sein Gut ein größeres Hypothekdarlehen aufnehmen wollen, wozu jedoch der Vater, der die lebenslängliche Nutznießung besitzt, die Einwilligung verweigerte. Dieser Wei gerung wegen hat der entmenschte Sohn sowie dessen Frau den Winzer gedungen, um den Vater aus dem Leben zu schassen. Dem Mörder war eine Belohnung von 1200 Gulden versprochen worden. Hundert Gulden hatte er. conto bereits erhalten. Alle &it wurden in jftaft nenonfn. 2in v e r i l 01 e s aonctirrenzmand'ver hat in der russischen Ortschast Slawkvw bei Sosnowice schweren Schaden angerichtet. - Als der Bäcker Moschek Malezik im genannten Orte den eben erst fertiggestellten Backofen, welchen er m ferner neuerngenchteten Bäckerei hatte bauen lassen, zum ersten Male heizen wollte, erfolgte plötzlich im Innern desselben eine heftige Detonation. Gleichzeitig ging der ganze Backofen mit großem Krachen in Trümmer. Malezik wurde durch die im Raume umherfliegenden Sprengstücke, sowie die aus dem Ofen geschleuderten brennenden Holzstücke schwer verletzt. Die russische Gendarmerie verhaftete sofort nach erfolgte? Anzeige zwei Maurer, welche den Backofen gebaut hatten. Diese stehen im Verdacht, beim Bau des Ofenö Dynamit eingemauert zu haben, und sollen zu dieser That von einem Concurrenten 'des Malezik angestiftet sein. Als man auch den Anstister verhaften wollte, war dieser klücbtia worden. I5fnan&alt5mu5four d e auf dem von der Schichauwerft in Danzig erbauten Passagierdampfer Großer Kurfürst" verübt. Von muthwilliger Hand wurden in 14 Kammern die Möbel und Einrichtungsstücke mit einem scharfen Werkzeuge, anscheinend Stemmeisen, arg beschädigt. ' Unter dem Verdacht, den nichtswürdigen Bubenstrelch ausgeführt zu haben, wurde der früher auf der Werft beschäftigt gewesene Tischler Theodor Hübner von dort zur Haft gebracht. Auch mehrere Diebstähle werden ihm zur Last gelegt. Ber einer in seiner Wohnung vorgenommenen Haussuchung, fand man verschiedene Handwerkzeuge, Schrauben. Mutter etc., welche als Eigenthum der Schichauschen Werft erkannt und beschlagnahmt wurden. Der In haftirte giebt zwar die Diebstähle zu. bestreitei jedoch entschieden, bei der Beschätigung to Schiffsräume auf dem Großen Kurfürst" betheiligt gewesen zu sein. Er wrde in Haft behalten.

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