Indiana Tribüne, Volume 23, Number 207, Indianapolis, Marion County, 15 April 1900 — Page 6

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Konstanz. Keine der deutschen Städte hat eine -so eigenartige Lage wie Konstanz. 'Auf drei Seiten von schweizerischem 'Gebiet umschlossen, durch den Rheinström vom Mutterland abgetrennt und mit diesem äußerlich nur durch die stolze Nheinbrücke zusammenhängend, bildet es ein vorgeschobenes deutsches Vorwerk an der äußersten Grenze des Äeiches. Die rings um die Stadt ruppirten Schweizerorte sind die Vorfiädte von Konstanz, und mit dem einen, mit Kreuzlingen, ist es so eng verachsen, daß ohne die Grenzpfähle schwer zu sagen wäre, wo Deutschland aufhört und die Schweiz beginnt. Inmitten mächtiger Wasserreviere erfreut sich die Stadt am See und Rhein einer hydrographisch so fein ge- , gliederten Umgebung wie keine zweite deutsche Binnenstadt und verdankt dem See und den nahen Alpen eine Gleichinäßigkeit und Ausgeglichenheit der Temperatur, als wäre sie am Ocean selben gelegen. Dabei ist Konstanz ein wahres Schatzkästtein alter Kunst

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Kaufhaus. und geschichtlicher Erinnerungen, wo Wch so vieles die gemüthliche Sprache Zangst vergangener Zeiten redet. Mittelalterliche Thürme und Thore, maleTische Architektur- und Straßenbilder wechseln ab mit Kirchen und Kapellen und alten Patrizierhäusern, die ihre eigene Geschichte haben und von bürerlichem Behagen, alter Wehrhastigkeit und Frömmigkeit erzählen. Wie stimmungsvoll reckt nicht gleich errn Landungsplatz der Bodenseedampfer das massive Kaufhaus sein alters.graues Haupt in die Höhe! Einsam ragt es empor und hat nichts gemein mit der prosaischen Gegenwart. Es träumt weit zurück in die Zeiten des .großen Concils, da der neugewählte 'Papst Martin V. auf weißem Zelter, 'vom Kaiser und vom Herzog Ludwig von Heidelberg zu Fuß geführt, thronend über der weltlichen Macht, im -!. 5V1 V? W i.' , .yf--gcT?: 1 8 4 SsrnTT5 ßMMW O b e r e M a r k t. rmmphzug vom - Conciliumssaal" aus die Gassen der Stadt durchzog. Heute ist die weite Halle für große Festversammlungen und Ausstellungen eingerichtet und übt mit den schönen historischen Fresken, die Bilder aus Zzem Culturleben und der Geschichte alten und neuen Konstanz dorfühxcn, auf Emb''mische und Fremde UNgeschwächte . .ziehungskraft aus. Mitten in der Stadt ist ein gar Malerischer Platz, der Obere Markt, Mnkirt von historisch denkwürdigen Däusern, zum Theil mit hübschen Reiiaissancegiebeln. Schon in den ältesten Zeiten war der .Obermarkt" die Malstätte, öffentliche Jcrichtsstätte, und der Sammelplatz Don Obrigkeit und Bürgerschaft' bei .Geschellen und Gelöffen." Nur wenige Schritte davon fesselt jederznanns Aufmerksamkeit das Rathhaus tnit der Stadtkanzlei, ein schöner Reaissancebau aus dem 16. Jahrhunttii. Die zweigiebelige, maßvoll proflirte Fassade, die romanischen BizgenFenster, die schönen Renaissanceornarnente und das prächtige schmiedeR a t h h a u s. seine Portalgitter würden auch ohne 3cn reichen neueren, von Ferdinand Wagner aus Augsburg herrührenden reLkenlchmnck immer eine interessante 'Sehenswürdigkeit bleiben. Die unteztn Fresken stellen vier HauptbegebZiisse der Geschichte von Konstanz dar. text Lombardischen Friedensschluk durch Barbarossa, den Einzug Kaiser riedrichs II. 1212, die Belehnung des Aurggrafen Friedrich von Nürnberg mit ttz Mark Brandenburg durch Kaiscr Sigismund, den Kampf der Konswnzer gegen spanische Truppen 1543. Darüber finden sich die Bildnisse berühmte? Konstanzer, darunter das des edlen Patrioten I. H. von Wessenberg. Noch mhr aber fesselt der RathhausIjof, mit seinen Thürmen und Wendeleppen unv icvoner Warlemier em Schmuckkästchen der Renaissance. Malerische Zeugen des alten Kon s!anz sind, noch einige Thürme und 2h?re; so der von Pappeln und Wei-

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den umstandene Rheinthorthurm. der alte Wächter der - Stadt am Rheinström; dann das als Überbleibsel der alten Stadtbefestigung noch wohlerhaltene Schnetzthor mit Zwinger, ein charakteristisches Bild aus dem Ende des 13. Jahrhunderts. Ein reizender Anblick harmonischer Verschmelzung des Alten mit dem Modernen ist die alte Konstanzer Insel mit ihrem schattigen, seeumspülten Gartenpark, dessen Reize einstens schon Kaiser Maximilian I. wahrend seiner Anwesenheit beim Reichstag 1507 so sehr zu schätzen wußte, daß er sich von der bischöflichen Pfalz, wo er wohnte.

einen eigenen Gang '..nach der Insel bauen ließ. Die Räume de5 hier im Jahre 1236 errichteten Dominikanerklosters sind heute m em modernes Hotel, das Jnselhotel. umgestaltet. Neben dem geschichtlichen Panorama der Konstanzer Vergangenheit, wie es in den Fresken des Conciliumssaales im Kaufhaus und denen im Kreuzgang des Jnselhotels geboten wird, besitzt die Stadt noch eine Schöpfung eigener Art im Rosgartenmuseum, die sie der Opferwilligkeit der Bürger verdankt. Wa3 immer für die Entwickelung der Stadt und der Bodenseegegend in natur- und kulturhistorischer, sowie m geschichtlicher Beziehung von Interesse sein kann, ist hier zu einer VersammMünster. lung vereinigt, wie nur ganz wenige Städte eine solche in gleicher Reichhaltigkeit ausweisen. Der Rosgarten besitzt auch die berühmte Concilschronik des Ulrich von Richenthal. Als Standquartier für veranüaliche Ausflüge zu Wasser und zu Land, mit Kahn oder Dampfer, ist Konstanz vermöge seiner Lage geradezu unVergleichlich. In fast unmittelbarer Nähe ist der liebliche Untersee mit der Insel Reichenau, den malerischen bürgenund schlössergekrönten Uferhöhen, den vielen kleinen Städtchen und Sommerfrischen bis hinunter an den Rheinfall. Die Perle der vielen Ausflugsziele ist aber das Jnselidyll der lieblichen Maienowe. die allzelt zugängliche Sommerresidenz des badischen Landessurften, die Insel Mamau. Wer, diese Stätte des Friedens kennt, mit dem schönen Schloß und den herrlichen Park- und Gartenanlagen, wo Orangen und Citronen, Palmen und Cedern im Freien üppig gedeihen, und wer von hier aus See und Alpen durch Lorbeer und Cypressen geschaut' den wird es immer wieder dorthin ziehen. Hohe Selbstachtung. c Nun, werden Sie sich an dem neuen Unternehmen betheillgen? Nein! Habe alles genau er wogen und mir dann gesagt: Herr Commercienrath, das ist kein Ge schäft!Ländliches Liebes - Idyll. .Hast Du jetzt g'seufzt, Nanni?" Na, d' Sau war's!" . Ah so! Mir war's, als ob Du's g'wes'n warst!" ' M , Ein Durstiger. Was treibt der Kommilitone Süfje eigentlich?" . Der spült gerade im Salvatorkeller den Rest seiner Erbtante 'runter."

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Das vorstehende Bild stellt das ClectricitätsgebZude der im Jahre 1901 projektirtm Panamerikanischen Aus. stellung in Buffalo dar. Der Bau ist etwa 500 Fuß lang und 150 Fuß weit und umfaßt daher75 .000 Quadrat Fuß Raum. -Die Facade ist äußerst geschmackvoll und wird nicht verfehlen, das Interesse aller Besucher der Ausstellung zu erwecken. Natürlich wird für feenhafte Beleuchtung derselben gesorgt werden. ' Der Entwurf ist das Werk der Herren Green und WickZ in Buffalo.

Die Hyurmuyr. LZon Erich Wienbeck. Pastoren sollten eigentlich nicht wetten. Aber der alte Superintendent Paulus und der junge Pastor Feuerer thaten es doch. In Ihrer Gemeinde bringen Sie keinen Antrag durch!" hatte der Alte gesagt. Wetten wir. daß -?" Um Sie vom Wett:n zu heilen, sehr gern! Ein Fläschchen Rothspohn also, Herr Collega?" Halt' ich!" rief der Pastor und dachte dabei: Der soll mir abr schmecken!" Nun, meine Lieben," so sagte er am Schluß der nächsten Kirchensitzung, noch eine Freudenbotschaft! Ihr wißt, wir entbehren seit Jahren schon an dem stattlichen Thurm unserer schönen Kirche die an solch:nBauwerken übliche Uhr. Leer blicken die dafür vorsorglich angebrachten Ziffcrblatthöhlen in' die Lande und verrathen 5edem. der des Weges kommt, schon von Weitem die UnVollkommenheit unseres Gotteshauses. Diesen Mangel fyat nun auch unser hostrerehrter Patron. Seine Excellenz der Herr Graf, wahrgenommen. Der hohe Herr will mir zittert bei dieser Botschaft die Stimme vor Freude 'in seiner Güte und Gnad: so weit gehen, uns eine prachtvolle Thurmuhr, im Werthe von dreihundert Thalern, zu schenken. Lediglich .der formell correcten Erledigung der Sache halber haben Seine Excellenz mich ersucht, in der heutigen Sitzung den Antrag einzubringen, es wolle diese Schenkung und die Aufstellung der Uhr im Thurme auch dies auf Kosten des Herrn Grafen kirchenräthlich genehmigt werden. Wir thun das natürlich sofort mit begeistertem, freudigem Danke, und nur der Form halber frage ich jetzt: Wer stimmt für den Antrag?" Siegessicher streckte der Pastor bei diesen warmen Worten seine eigene Rechte empor. Aber er blieb allein damit. Stumm saßen die Bauern. Feuerer stand wie versteinert. Er glaubte, nicht recht zu sehen er frug steh, ob er denn überhaupt nicht träume. . Da begann der Schulze: Herr Pastor, die Dormuhr nähm' mer nick!" Wie?" schrie der Pfarrer entsetzt. Was soll denn das heißen?" Ja. wer soll denn die vielen Rep'raturen bezahlen?" meinte der Schulze argwöhnisch. So'n Ding geht doch alle Tage obsternat'sch." Beifälliges Murmeln der Räthe. Der Pastor hob bleich vor Zorn die Sitzung auf und erstattete, in erregter Entrüstung dem Grafen Bericht. Nächste Sitzung. Wieder erhob sich der Pfarrer: Nur der unverdienten ich möcht: fast sagen, übermenschlichen Langmuth Seiner Excellenz habt Ihr es zu verdanken, daß er Euch durch mich, trotz Eures wenig noblen Einwandes, heute die Thurmuhr noch einmal anbieten läßt. Ja, Seine Excellenz beschämt Euch sogar durch die weitere Zustchcrung, für alle Reparaturen Höchstselbst aufkommen zu wollen. Der bloße Anstand erfordert es, daß nunmehr der von mir neulich eingebrachte Antrag sofort und zwar einstimmig angenom men wird. Also wer ist dafür?" Seiner Sache gewiß, erhob er die Rechte. ' Aber wieder allein. , Stumm scifcen die Bauern. Der Pfarrer war fassungslos, keines Wortes mächtig. Herr Pastor," fing wieder der Schulze langsam an, die Dormuhr nähm' mer nich!" . Ja, warum denn wieder "nicht?" stieß Feuerer endlich wüthend hrvor. Ja," meinte der Schulz: mißtrauisch, wer soll sie denn uffziehen?" . Das muß der Küster machen!" Der duht das nich gratis!" Oder ein Schuljunge!" Nee! Unsere Jungens gäb'n mer dazu nich her!" Dann," sagte der Pastor und reckte sich imponirend empor, dann ziehe ich sie eben selbst auf!" Das zog. Die Köpfe hoben sich. Der Bachgottlieb stieß den Schulzen in die Seite. Sag' ja!" flüsterte er dringend. Aber der Schulze warf sich in die Brust. Ihr halt't 's Maul!" knurrte er den Räthen zu. Ich weeß-alleene Bescheid!" Dann wandte er sich an den Pfarrer: Herr Pastor, mer nähm' die Dormuhr doch nach !" Leute," schrie nun Feuerer kirschroth, seid Ihr denn ganz verrückt ge worden?"

Der Schulze schnitt ein wunderliches Gesicht. Es war ihm offenbar peinlich, zu antworten; aber heraus mußte es doch. Ja. ja," sagte er. nischt for ungut aber der Herr Pastor müssen doch ooch mal sterben un' wer soll denn hernach " . Die Gemeinde hat noch heute keine Thurmuhr. Ja, lehren Sie mich die Bauern kennen!" lächelte der alte Superus und schlürfte behaglich den Rothspohn, den der zerknirschte Pastor bezahlen mußte. -

SNldelttcnmeusurcn. Die beiden Paukanten stehen mit scharf geschliffenen Schlägern zum Kampf bereit. Hinter jedem steht der Sekundant mit gezücktem Schläger auf seinem Posten. Einige Schritte ab seits von der Gruppe, aber zwischen die Kämpfenden gleichmäßig .durchblickend, steht der Unparteiische, hinter diesem im weiten Kreis beobachtend die Commilitonen' der Kämpfenden: die Corona. Und nun ertönt das Commando des einen Sekundanten: Auf die Mensur! Bindet die Klingen!" Die Sekundanten legen ihre Schläger in Parade auf die Schläger der Paukanten, und der Sekundant des Gegners antwortet: Gebunden sind!" Ein neues Commando des ersten Sekundanten: Los!" Die Sekunden ten geben die Klingen der Kämpi.i frei, und der Kampf beginnt. Der rechte Arm der Paukanten, der den Schläger führt, ist durch einen dunklen, gepolsterten, bis zur Schulter reichenden Fechthandschuh und zahlreiche Seidenbinden geschützt, unverwundbar und selbst ein Mittel zur Säbelmensur. Parade. Den Hals umschlingt eine dicke, solide Halsbinde aus Leder, die Augen sind durch festgeschnallte Paukörillen verwahrt, Brust und Unterleib durch ein ledernes, gepolstertes Schurzfell gegen den Hieb gebeckt. Der einzige dem Angriff bloßgestellte Theil des Körpers ist der Kopf. Die Sekundanten haben dafür zu sorgen, daß die Kämpfenden ihre Stellung nicht ver-, lassen, nicht zu nahe aneinander gerathen und daß der Kampf unterbrochen wird, sobald ein Paukant verwundet ist. In manchen Universitätsstädten ist es noch Gebrauch, in jedem solchen Fall zu constatiren, daß ein Blutiger gesessen" hat. Die Bedingungen der normalen Mensur lauten bei den allgemein üblichen, den sogenannten Bestimmungsmensuren" auf 15 Minuten, bei Kontrahagen auf 30 Minuten oder bis zur Abfuhr". Die Schlägerkämpfe werden in norddeutschen Universitäten mit Glockenschlägern, in süddeutschen mit Korbschlägern in verhängter" Auslage gefochten, so daß der bandagirte Arm das Gesicht schützt. - Mensur ex. Ernstere Streitigkeiten werden mit dem Säbel ausgefochten. Diese Mensuren werden nur selten in der verhängten Auslage mit dem alsdann sehr stark bandagirten rechten Arm geschlagen, sondern zumeist in der GlaceeAuslage gefochten, d. h. der Fechterarm ist entblößt, und nur an den Gelenken . des Knöchels, des Ellbogens und der Schulter sind die großen Schlagadern mit ledernen Schutzbinden geschützt. Der Kops lst ganz ohne Schutz, ebenso der Oberkörper, und nur der Hals trägt die schützende Binde, t I Ist die Mensur ex", so treten die

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Paukärzte mit Nadeln und Verbandrw i u v;.

zeug in üuniiion, um zu nayen , me Risse in Haut und Fleisch wieder zum M P n mn lammenzusiiaen. nute yauflgittn Mensuren sind die der Verbindungsstudenten, und da diese in der Regel auf Bestimmung" (der beiden Fechtwarte) stattfinden, sind sie nicht allzu gefährlich. Nur wenige Minuten nach beendeter Paukerei sitzt häufig genug die ganze Gesellschaft, einschließlich der Verwundeten, in der Kneipe oelfammen. um den tapferen Kämpfern die Blume zuzutrinken. Zur großen Armee. Die Sache der um ihre Unabhängigkeit kämpfenden Boeren hat einen schweren Schlag erlitten. General Peirus Jacobus Joubert ist in Pretoria einem Nierenleiden erlegen. Der Verstorbene. welcher von einer alten Hugenottenfamilie stammte, wurde im Iahre 1832 m der Capcolome geboren, aber schon als siebenjähriger Knabe nach dem Oranje-Freistaat gebracht. Wiewohl er in seiner frühen Jugeno wenig Schulunterricht hatte, eignete r sich in späteren Jahren doch tüchtige Kenntnisse ln der Geschichte und srem den Sprachen an. Nacö der Einnahme Natal's durch die Briten zog die Familie nach dem Transvaal, Joubert wurde dort Bürger und war als tüchtiger Anführer in den Kämpfen gegen die Eingeborenen bekannt. Die Eingeborenen fürchteten ihn schließlich so, daß sie sich schon ergaben, wenn sie blos hörten, 'er steh: an der Spitze. In diesen , Kämpfen wurde Joubert mit Paul Kruger e GeneralJoubert. kannt und befreundet. 1896' wurde er Vice-Prästdent des Transvaal, 1881 schlug er Sir Georg Colley bei Majuba Hill zurück und wahrend Krugerz Abwesenheit, 18831884, in Europa führte er die Präsidentschaft. as Hauptverdienst Joubert's um die Revublik bestand in einer systematisch: Organisirung ihrer Streitkräfte. Er theilte die Republik in 17 Militär-De-partements, sorgte für die Bewaffnung der Bürger mit den neuesten Gewehren und Anschaffung großer Munitionsvorrathe, so daß die Boeren sofort losschlagen konnten. An den großen Sieacn. welche die Boeren in Natal über die Engländer erfochten, hatte Joubert war keinen directen Antheil, da seine Unter-Generäle dort befehligten, allein die Knegstuchtigkeu der oeren ist zum größten Theil sein Werk und darum gebührt ihm auch der Lorbeer. Verschnappt. V: WK)tn EritrV?n fTfnrt mit . Du hättest mich nur wegm meines' Vermögens geheirathet ist das wahr?" ' - Unsinn! Die Olga sagt das nur aus Aerger, weil sie sich a u ch s o derheirathet hat!" Welche Frage l A.: Unser jüngstes Kind spricht fortwährend!B.: Ist es 'ein Junge oder ein Mädchen?" A.: Ich sage Ihnen dc, eZ spricht fortwährend!" . BeimHeirathsoermittler. Ist die Dame auch musikalisch?" Natürlich; deshalb will sie, ja der. Alte gerade verheirathenlEs scheint so. A.: Die 4VtVttk IltVUltVIlt MtUU luutv tt, TtavL Commercienraty besucht zedes, Jahr drei bis vier Luftkurorte!- B.Z Da kidet sie also an Luftwechselfle kll"

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Ungleiche Menschen. In Deutschland tritt gegenwärtig

eine aus vier Personen bestehende Truppe auf. die , die größten Gegensatze' :n sich vereinigt, was die korperliche Länge anbelangt. ' Oskar Balling ist aller Wahrscheinlichkeit nach der größte Deutsche" der Gegenwart, sicherlich aber einer der größten Zeltgenossen, wenn er auch noch in dem jugendlichen Alter von 23 Jahren steht. Geborener Äayer, hat er 1897 und 1893 beim InfanterieLeibregiment zu München gestanden. Heute weist er zwar schon eine Höhe von 2.18 Meter auf. doch scheint er damit keineswegs seinen Culminauonspunkt erreicht zu haben, wenig' stens hat er rn den letzten Jahren stets um je 2 Cmtr. zugenommen. Balling's Gewicht beziffert sich auf 143 Kilogr. Riesen und Zwerge. Fräulein Hee - Sen verkörpert in sich zu gleicher Zeit Ost und West; sie ist nämlich das Kind eines chinesischen Vaters und einer deutschenMutter und wurde 1880 zu Tonkin geboren. Be! schlanker, schöner Gestalt wiegt sie doch schon 100 Kilogr. Zwar würde sie ihren Landsmann Chang - Au - Sing, der 2.36 Mtr. maß, noch nicht überragen, da sie erst 1,96 Mtr. auszuweisen vermaq, indeß verspricht die regelmäßige Zunahme von je 6 Cmtr. wäh rend der letzten Jahre diese Differenz mehr und mehr schwinden zu lassen. Der Norweger Ole Olsen ist das älteste Mitglied der Truppe, zählt er doch bereits 40 Lebensjahre. Mit seinem ernsten Gesicht, dem wohlgepflegten Bart und vor allem mit der 96 Cmtr. nicht überschreitenden Größe muthet er in seinem ganzen Wesen wie eine sympathische Gestalt aus der nordlschen Märchenwelt an. Wie der Riese der Gesellschaft, so ist auch deren zierlichstes Mitglied von deutscher Herkunft. Willy Wendt, gegenwärtig 16 Jahre alt, ist ein Anhaltiner und in Köthen aufgewachsen; obwohl Eltern und Geschwister eine völlig normale körperliche Entwickelung aufweisen, ist Willy bei 83 Cmtr. Hohe stehen geblieben. Auf Vorposten. Von der größten Wichtigkeit im Felde ist der Vorpostendienst, dessen Aufgabe darin besteht, die Hauptmacht eines Heeres rechtzeitig von dem Anrücken des Feindes in Kenntniß zu setzen und dadurch Ueberrumpelungen vorzubeugen. In der Boeren-Armee liegt diese wichtige Ausgabe den sögeEinDoppelposten nannten Brandwachen ob,' dercnStärke durch die jeweiligen Verhaltnisse be dingt wird. Unsere Abbildung zeigt zwei Boerenkrieger auf Brandwache, welche zum Schutze gegen die Unbilden des Wetters sich ein primitives Zelt aus einer rohen Ochsenhaut construirt haben. Mißverstanden. Schwie gervater in spe: Und wie sind Ihre Verhältnisse, Herr Graf?"- Lieutenant: Alle abieschafft, Hm Commercienrath. Bescheiden. Sehen Sie, Fräulein Agathe, ich bin ein bescheidener Mensch; wenn mich eine Dame mteressirt, und sie ist jung, hübsch, geistreich und vermögend, Heirathe ich sie. ohne mich zu besinnen, vom Fleck weg. Z u q u t. Was haben Sie nur gegen die Ihnen zugedachte Braut? Sie ist sehr hübsch, sehr geistreich und sehr hauslich erzogen! Sehen Sie, Gnädigste, das ist es eben: Weniger wäre mehr Mitgift gewesen! Au! Wcinreisender: Kellner, sagen Sie mal, das Kalb, von dem die Schnitzel hier sind, war wohl Unglücklich verliebt?" Kellner: Warum denn, mein Herr?" Weinreisender: Nun, das Fleisch ist ja jetzt noch vol ler Sehnen. Abgeurtheilt. Warum ist Ihnen denn der Herr Lehmann so verhaßt? Ein fader Kerl das! So oft ich ihn anpumpen will, hcri er kein Geld!" - Falscher Verdacht. Sie: Du, Johannes, ich glaub' gar, Du hast mit unserem Dienstmädchen pous sirt." Er: I, wo, die ist noch haßIlcher als Dur Variante. Studiosus (der einen erfolgreichen Pump gemacht): O, Onkelchen, das Geben ist doch

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.Gewichtiger Auftrag. Maler: Womit kann ich dienen. Herr Commissionsrath?" Protz (350 Pfd. fchwer): Werfen Se mer auf die Leinwand." I m Z w e i f e l. Wirthssohn: Vata, der Fremde hat mir a' Trinkgeld hingelegt! .... Soll ich merci sagen, oder soll ich ihm a' Watsch'n geb'n?" . Trumpf. Weißt Du. lieber Bruder. mein Zukünftiger muß alle guten Eiaenschaften haben, m jeder Beziehung vollendet sein dabei bleib' ich steh'n!" Nein, Anna sitzen!" Eingegangen. ? i

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Ehemann: Ich habe dir doch ielegraphirt, du solltest deine Mutter nicht mitbringer.!" Frau: Das ist's ja gerade. Mama hat dein Telegramm gelesen und nun will sie wissen, was das bedeuten soll!" Auf dem Dampfer. Der kleine Karl: Papa, hat man etwas verloren, wenn man weiß, wo es liegt?" Papa: Nein!" Der kleine Karl: Nun, dann habe ich meine sil berne Taschenuhr auch nicht verloren, denn ich weiß, sie liegt da drinn im Wasser!" 'Grob! Sie (nach dem Zank): Jetzt wollen Sie wohl auch Ihren Ring zurückhaben?" Er: Ach nein, den behalten Sie nur. Ein andere! Mädchen kann ihn doch nicht tragen, wenn sie ihn nicht gerade auf den Dau vzn stecken vsllt"

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