Indiana Tribüne, Volume 23, Number 193, Indianapolis, Marion County, 1 April 1900 — Page 10
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Jiidjtcr unft chw'cgermullcr. Humoreske von Stephan Szomohazv. Im Mai des vorigen JahreZ geschah es. daß der bekannte, Schriftsteller Csatar die Erwählte seines Herzens vor den Traualtar führte. Das schöne Kcithchen hatte bei einem Costümball als Gretchen das leicht entzündliche Herz des Dichters erobert und dr?k Tage nach dein Balle flogen duftige poste restante - Briefchen hinüber und herüber und Mama Glachs hatte Gelegenheit ihre mütterliche Tyrannei herauszukehren, indem sie dem verliebten Käthchen mit Enterbung drohte, worauf die junge Dame mit haarsträubendr Entschiedenheit erklärte, sie werde unbedingt in die Donau sprin-
gen, wenn Mama den Freier mit einem Korb heimschicke. Das Facit. der Sache war natürlich wie qewohnlich: Käthchen bekam ihren Dichter und die Mama schoß während der ganzen Trauungsceremonie feindlich durchbohrende Blicke auf den Schlviegersohn. Der junge Ehegatte entsagte der Literatur für einige Monate, Mama Glachs behauptete bittersüß, well es bequemer sei, das Brod der Frau zu essen, als sich's selber zu verdienen." Aber nach drei Monaten, an einem herrlichen Sommermorgen, weihte er seinen prachtvollen Schreibtisch feierlich em. Das Stubenmädchen hatte soeben -begonnen relnzumachen, die junge Frau polirte d Kupferbeschlage des Speisezimmerschranks, als der junge Gatte plötzlich erklärte: Ich werde jetzt schreiben Was wirst Du schreiben, Schatz?" Eine Novelle, und zwar eine Liebesaeschichte. Genug des dolce far niento, wenn das so fort ginge, würde ich bald das Schreiben vergessen." Käthchen blickte ihren Gatten mit strahlenden Augen an und ließ sofort das Reinmachen einstellen. Lassen Sie das Staubabwischen, Lisette, der Herr schreibt drin eine Novelle. Keinen Laut will ich boren, bis die Novelle fertig ist." Lisette schlich aus den Fußspitzen in die Küche hinaus und flüsterte der Köchin ganz bestürzt in's Ohr: Ter gnaoige Herr macht onnnen Nockerln." , Juselas Gesang verstummte plötzlich, sogar das Feuer im Herd prasselte leiser und der Milchmann, dem Beide mit Zeichen entsetzt abwinkten, nahm schleunigst Neißaus ... Im Speisezimmer ' aber kauerte Käthchen gleich einem bangen Kätzchen am Sopha, von wo sie sich erst erhob, als der zunge Ehemann, die engoeschnebenen schmalen Bogen triumphirend in den Lüften schwenkend, auf der Schwelle erschien. Bist Du schon fertig?" fragte Käthchen blaß vor Aufregung. Na und ob! Und eme Novelle bad' ich oeschrieben, um die mich Dickens beneiden könnte. Für die vierzig Gulden Honorar, die mir das einträgt. kauf ich memer einzigen, süßen, kleinen Muse einen neuen Hut." Käthchen nel ihrem Gatten vor Freude weinend um den Hals. ' ' Drei Tage spater war die reinde kleine Novelle auch schon erschienen und der aluckstrahlende, zunge Ehemann brachte mit der Aufregung eines. Studenten. der sein ganzes Zeugniß nach Hause bringt. . dem jungen Frauchen das erste Honorar. ' Aber im Vorzimmer blieb er bestürzt stehen, denn 'bitterliches Schluchzen drana an sein Ohr. Entsetzt öffnete er die Thüre.- Im Schaukelstuhl lag Käthchen krampfhaft schluchzend uno die Schwieaermama raste wie eme Tlgerin durch's Zimmer. Der junge Ehemann eilte, in der Meinung, es sei seinem Frauchen etwas zugestoßen, liebevoll besorgt auf sie zu, aber die Schwiegermama herrschte ihn entrüstet an. Rühren Sie sie nicht an. Ich verbiete Ihnen, das unschuldige Geschöpf zu insultiren." Was soll das bedeuten?" fragte Csatar. mit naiver Verwunderung., 2öas das heißen soll? Das heißt, daß alle Ihre Niedertracht an's Licht gekommen ist. Nein, von dem Gelde meines unglücklichen Kindes werden Sie keine Maitressenwirthschaft füh. ren! So, also eine Primadonna möchten Sie haben! So ein sauberes Früchtchen, was? O, hätte mein armes Kin.d nie den Augenblick erlebt, der sie mit Ihnen zusammenführte." Weib, von wem reden Sie?" schnaubte sie Csatar wüthend an. Die biterböse Schwiegermama griff nach einer illustrirten Zeitung, die auf dem Tische lag es war dieselbe, in welcher Csatars Novelle erschienen war und fuhr vor Wuth kreischend fort: Da, steht's schwarz auf weiß, das sieht jeder Blinde.- daß Sie in irgend einen lockeren. Vogel verschossen sind. Pfui, schämen Sie sich, das unschuldige Geschöpf an den Pranger zu stellen. Sogar das gestehen Sie, daß Sie sie am Korso getroffen haben, daß Sie ihr den Miethszins bezahlt haben, oh. mein armer Seliger, wenn Du diese Schande erlebt hättest." . . . Dem verblüfften Ehemann ging endlich ein Licht aus und er lachte hell auf. : ,O Jerum, also von der Novelle ist die Rede? Aber, liebe Frau Schwiegermama, alauben Sie denn wirklich, da ich in dem Weibernarren mich selber gezeichnet habe? Wissen Sie denn nicht, daß ein Schriftsteller sich in den Seelenzustand eines Andern hinelndenken kann?" ' Frau Glachs ballte die Zeitung zu einem KnLuei zusammen und schleu derte sie zu Boden. ' j Papperlapap. mir können Bit lang reden, mich werden Sie nicht zum Rarren halten, wie dieses arme Kind Woher wüßten. Sie das, wenn Sie'S nicht selber gethan hätten? Warum bat mein seliaer Mann so etttaS nik
beschrieben, oder warum schreien andere anständige Leute nicht so was nieder?" Csatar warf einen bittenden Blick auf seine junge Frau, abet Käthchen rührte sich nicht, und wüthend stürzte er fort. Die frische Luft verscheuchte aber gar bald seinen Zorn und in versöhnlicherer Stimmung sprach er: Ach was. schließlich sind's doch einfältige Weibsbilder, die von der Poesie wenig verstehen. Eigentlich sollte ich noch stolz darauf sein, daß meine Schwiegermama die Beschreibung gar so lebenswahr findet. Und schließlich, muß ich denn Ehebruchsgeschichten schreiben? Von heute ab widme ich
mich der moralischen Erziehung und komme vieÄeicht sogar in die Akademie hinein." ' So geschah eZ, daß unser Schriftsteller mit der dekadenten Richtung ganzlich brach und zur Urform der Novellistik übertrat. Er schilderte bleiche Millionärssöhne, die an-Weibnachts-abenden plötzlich in - den Mansarden armer Nähmädchen erscheinen und auf den Knieen liegend gestehen, daß sie nur für sie leben., und sterben. Und Käthchen.' die mit der Zeit den goldenen Falter' ganz veraessen hatte, spa zierte stolz an, Arm ihres berühmten Gatten in den Akazienalleen der Andrassystraße. Endlich aber kam die Zeit, da unser Dichter schon sämmtliche armen, aber tugendhaften Naherinnen . an . edelden-' kende Millionäre verheiratbet hatte und in bangen Themanöthen wieder unter den Frauen Umschau hielt. In seiner Angst vor jeglichem pikanten Thema nahm er seine Zuflucht zu dem armen Jüngling, dem der hochmüthige Nabob höhnisch die Thür weist; der abgeschaffte Freier entfernt sich vernichtet, aber auf dem Treppenflur drückt ihm Jerome, der Kammerdiener, ein Zettel-' chen in die Hand, auf welchem geschrieden steht: Ich werde mit dem Manne vor den Altar treten, den mein Vater gewählt hat aber dann . Leben Sie wohl. Tibor, hoffen Sie!" ' Als Csatar nach dem Erscheinen der Novelle nach Hause kam, fand er im Vorsaal einen Berq von Kisten und 5offern-aufgestapet, und das Stubenmädchen stand daneben, wie Marius auf den Trümmern Karthagos. In der Wohnung war alles Oberste zu unterst gekehrt und aus dem Tischchen der Vorsaalgarderobe fand er folgende Zeilen: Ich habe mein unglückliches Kind mitgenommen. Kehren Sie - zu der Millionärsgattin zurück, die Ihnen als Braut so schändliche Hoffnungen gemacht. . Der arme Ehemann brach in ein Wuthgeheul aus und als eine Stunde später der Möbeltransvortwagen . vor seiner Thüre erschien, zagte er die unschuldigen Blousenmänner mit Stockschlügen davon. Dann aber begann er zu Philosoph!ren. Muß ich denn ä tont prix Liebes geschichten schreiben? Liebe ist ja ohnedies nur Chimäre; zum Teufel also mit dem Spiritus, pardon, mit der Liebe, schreiben wir Kindermärchen." So ward aus dem dekadenten Slttenschilderer ein lammfrommer Kinderpoek, der das sanfte Lämmchen und das falsche Kätzchen und des treue Hündchen gar rührend , in klingenden Versen preist zur Freude taufender Kinder, zur Beruhigung seiner Frau und last not ieast zur Bändigung der Frau Schwiegermutter. . Eine interessanke Neisegescll. Mast. Von Benno Gni'er. Sonderbar, wie sich -unmerklich daö harmonische Geläute weidenderHeerden in einen schrillen, ängstlichen Glockenton umwandelte, die schöne glänzende Sonnenschelbe zu emer, flackernden Wac?.enlaterne zusammenschrumpfte und statt des lieblichen Gesanges heimkehrender Hirten die rauhe Stimme eines Schaffners , mir in die Ohren schallte: Station U. 3 Minuten Aufenthalt!" Grausamer Schaffner ' grausame Eisenbahn - Direction! Ist es denn unumgänglich nothwendig, den glucklich entschlummerten und von den Schönheiten eines ländlichen Paradieses so süß träumenden Passagier durch die sonore Mtttheilung der scheußlichen Thatsache: Station U.' 3 Minuten Ausenthalt!" in die schnöde Wirklichkeit zurückzurufen?! Ach sie ist nur zu wahr. die oft gesungene und gesagte Klage, daß uns das Dampfroß die Poesie des Reifens geraubt habe. '0 hier sitzt erst ein Menscht (dieser Mensch war ich) ruft der Schaffner., Die Thür, die sich, im Einverstandniß mit mir. heftig klemmU, weicht der Gewalt des muskulösen Condukjeurs .und eine Gestalt, triefend von Nässe,' wird zu mir hereingeschoben.. , Verfluchtes Wetter!" Ich wagte nicht zu widersprechen. Aber gar nichts gegen die Schneestürme Norwegens!" Hm! Hm!" Sie waren nicht in Norwegen?" Ich war nicht da.- Verächtliches Achselzucken. - Dann kennen Sie za gar nichts!" Ich gab zu, gar nichts zu kennen und glaubte dadurch die Verachtung meines neuen Reisegefährten in so hohem Maße anzuregen, daß er. mich zu. den ländlichen Fluren meincs Traumes zurückkehren lassen würde."-- Weit gefehlt!" ' ' Mit einem starken. Ruck hatte er die Emballage feines Kopfes herunter und sah mich. mit einem Paar dunkler unruhiger Augen an,' die seinem bleichen, mageren Gesicht, das von langem Haar eingerahmt war, einen unheimlichen ich Mochte sagen . .wahnwitzigen Ausdruck gaben. . '
Mit einem zweiten Ruck öffnete ti eine Reisetasche und holte aus derselben eine Karte eine Spezialkarte von Norwegen, . die er mit fieberhafter Geschwindigkeit entfaltete, indem er dabei bis dicht zu mir heranrückte. Sehen Sie " ' Ich wendete ein, daß ich gar nichts sähe. ' Halten Sie einen Augenblick!" ,Er schob mir die Karte auf den Schooß, stieg auf die Bank und versuchte die an der Decke des Wagens befestigte Lampe aus ihrem Gehäuse zu nehmen. Vergebens bedeutete ich ihm, daß dieselbe gleichzeitig das Nebencoupe zu erleuchten habe . , Thut nichts im Nebencoupe ist wahrscheinlich Niemand ' ' oder die Leute schlafen!" Ich. wünschte aufs Lebhafteste, im Nebencoupe zu sein! Er, hatte die Leuchte wirklich heraus und , stieg ' damit . siegesfreudig, wie weiland, Aladin mit seiner Wunderlampe. von der Bank herunter.' Sie sehen, hier wo dieser Oelfleck ist " er hatte mittelst der für wissenschaftliche Zwecke wahrscheinlich -nicht constrüirten 'Lampe soeben, einen' Oelfleck von de'r Größe eines mäßigen Tellers. auf die Karte gemacht. , Sie sehen. hier das Dovre Fjeld-Gebirge. welches- sich zwischen Trondjem undAggerhuus,m südwestlicher Richtung, hinzieht. Das Gebirge ist, wie sie leider hier auf. o;r Karte r.icht sehen können, rauh, und zerklüftet kahle Felsen 'bis in den Sommer hinein mit Schnee bedeckt plötzliche und j'ähe Abhänge kurz, das Ganze trägt den Charakter äußerster Wildheit!", .. . , u: Ich war nun schon recht munter geworden und fing an. mich mit dem weitgereisten Manne auszusöhnen. Eine Fragi nach Sitten und Lebensweise des Volkes beantwortete er fließend und ziemlich eingehend. ' ' ' 'Ein Abenteuer aber" fuhr 'er .fort, zu meinem. Schreck die schmierige Lampe, um sie los zu werden auf. den gepolsterten . Sitz 'stellend' ein Abenteuer ' ' bei. ' der Besteigung ' des Snechätian muß' ich Jhnen.doch' erzählen, das Ihren von den 'Gefahren einer Gebirgsreise . in Norwegen ein kleines'! Bild geben mag. Wir kiaren, mein Begleiter ein englischer Marine - Officie'r und ich, von zwei kundigen Führern'geleitet, gegen fünf. Uhr Nachmittags aus einem elenden Nest, am Fuße- des Sneehättan mitten in der felsigen Einöde 'gelegen, aufgebrochen, um bis zum Sonnenuntergangen eine Ha fo nennt man hier die weitsichtbaren ; Spitzen -der Vorberge auf der halben Höhe des Sneehättan zu erreichen. Im Anfange ainq es leidlich rasch vorwärts.'
bald aber kamen wir an unwegsamere' Stellen, mächtige Felsblocke - versperrten den Weg und wenn wir uns muh: sam um dieselben herum - gewunden.' gähnte uns eine Schlucht von . unabsehbarer .Tiefe entgegen. Wir hatten cm Mondschein gerechnet, aber zu unserm Unglück bezog sich dir Himmel Mit dichten schwarzen Wolken, die käunueinen Schimmer des freundlichen Gestirns hindurchschließen. Zwar hatten sich die Führer mit Laternen, versehen, doch bald wurde der Schneefall so dicht, daß auch dieser letzte Hoffnungsstrahl kaum zwei Schritte vor 'ns den Weg noch zu beleuchten vermochte. - , . Mein Interesse für den Mann wuchs von Wort zu Wort; mit der gespanntesten Ausmerksamkeit lauschte ich sei ner Erzählung. Mit Mühe und Noth erreichten wir einen überhängenden Felsen. derunL wenigstens aufAugenblicke einen Ruheplatz unter seinem -schützenden Dache öot. denn ein längeres Verweilen würde die von Minute zu Minute steigende Kälte verboten haben, wir schüttelten den Schnee von unsern i Kleidern und stärkten uns durch einen erwärmenden Schluck Branntwein. In diesem Augenblicke aber stieß der eine Führer, welcher an den Eingang dieser kleinen, natürlichen Felsenhöhle , getreten war, einen Schreckensruf aus. .Bestürzt eilten wir nach vorne und bemerkten, wie die mächtige Schneelast, welche auf. der ziemlich abschüssigen Deckplatte sich angehäuft hatte, anfing hcrabzugleiten. Wenn wir blieben,' wurden wir verschüttet gingen wir auch nur wenige Schritte weiter. ' ehe der Mond den Wolkenschleier durchbrochen, so stürzten wir unfehlbar in eine der -durch die weiße Decke trügerisch, verhüllten Klüfte. Hier das bleiche, grinsende Gespenst des ' langsamen Hungertodes dort vielleicht ein jäher Sturz dann -Alles vorüber! - Ich war sest entschlossen,' das Aeußerste zu wagen und erklärte entschieden. Vxt verrä'therische Felsenhöhle verlassen zu wollen. während mein Begleiter.' schon in jene dumpse Apathie der höchsten Verzweiflung versunken, weder-durch Biiten noch durch 'Gewalt zum 'Weitergehen zu vermögen war. Der Führer, welcher zuerst jene gräßliche Entdeckung gemacht, hatte unsere Entschlüsse' nicht abgewartet, sondern war, schuftig genug, davon geeilt, in Sturm und Wetter. dem gewissen Tode zu entgehen, um dem ungewisseren in die Arme zu stürzen. Der zweite hatte sich in feiger Furcht auf den Boden geworfen und tiefe Seufzer waren das einzige Lebenszeichen, das er von sich gab. So sah ich mich von Allen verlassen. Das Herz zitterte mir in der Brust rr mein Haar sträubte sich empor und elp kalter Schweiß drang aus allen Poren! Schon stürzten mächtige Ballen Schnee herab von der Felsdecke und häusten sich uns vomLeöen abschließend gegen dieselbe empor; in o Angst des Todes, ohne mehr-rect zu wissen, waö ich ttzat, rrgriff ich die Lalerne brach mir mit der letzten Anstrengunz meiner Kräfte Bahn durch die stürzende Schneemassr das Licht
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Theodore Stein, t&flbtnt. Lorenz Qchnildt. OeKttS?. 0ld lAl)ATlti Icä. der. Laterne erioiq uerj grakitche 'Grabesdunkelheit umgiebt mich ich wanke' emen Schritt vorwärts da fühle ich. wie der Boden' unter meinen .Füßen weickit vergebens suchen mein ' i ' li V. ne erilarrien zanoe einen reiienven Salt - '. Der Mann machte eine Pause, mit seinen großen Augen gespenjteryafl vor sich hinstarrend: ich selbst aber '.hatte in der Äusregung seinen Arm gepackt, ich hing an seinen Lippen unz konnte seinem Innehalten kauo die Worte herausstoßen: Weiter, weiter ! Wie'wurden.Sie gerettet!!?" Ja da liegt eben der Hase im Vfeffer! Das letzte Capitel fehlt mir noch ich habe selbst noch keine Idee, wie ich mich aus dieser Klemme ziehen werde . Station P.!" rief der Condukteur. .den Wagen öffnend. Wö ist oer Herr nach P.?- . wAh, das bin ich!" rief der Mann, seine Sachen hastig zusammenrasfenb. Leben . Sie wohl! Vielleicht fällt Ihnen ein passender' Ausgang ein ; dann haben SiV die Güte, mich davon zu benachrichtigen hier meine Karte!" - Ich rieb mir die Stirn sah die Karte an sie enthielt nur die Worte: W. K. B. Singer, Literat aus Münchhausen." . Verdammter Federfuchser!! , ! Z e fa h r l i ch e s U n t e r n e hwen. Stammtischler: , Kinder, wer bringt jetzt, unseren bezechten Meicr zu feiner' Frau . , . . Freiwillige vor!" Bosheit. Mr Rhcndier Schnäbele is sie awer ein ganz gemeenerÄerl! Neilich will ich ihm aus Bosheit uf de Hihnerogen treten, indes Hot sie der Gerl'gar.geene!" ' . .; Bergaloppirt. Dame: Der Stoff gefiele mir recht gut. aber die Farbe ist zu jugendlich für mich." Kommis: O, gnädige' Frau sind gewiß noch, lange nicht so alt, wie Sie aussehen!"
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eine Specialist. nugeschälten Nüssep ; t I . I it 44jähngei ehrenhafte Seösude Theodor Reyer. chatmetv August Uopper. i-rtl. trV i?t-fP.Vgg Ter voö!)afie Star. Der praktische Arzt Doktor Müller hatte. den Obersörstcr Wahrmund beim Stammtisch öfter geärgert, und' yer Oberförster tischte nun Geschichtch, auf, welche ihm die Lacher 'auf' die Seite brachten. - , ' ' - ' Ich hatte 'mal einenStar", erzählte er eines Abends in Gegenwart des Doktors, der eben wieder eine seiner Stichelreden zur .Geltung gebracht hatte, der fast alle bekannten GassenHauer pfeifen konnte. Eines Tages Ivurde unsere alte Magd bedenklich krank, und da ' alle Hausmittel 'wirkungslos blieben.schickten wir nädj dem Arzt. Der Star, welcher der alten Magd besonders zugethan war .saß in der Krankenstube und ließ traurig daL Köpfchen hängen. Als nun der Doklor eintrat, guckte das Vieh den. Ankömmling neugierig an. spreizte plötzlich die Flügel aus und pfiff wehmüthig: . . ' O. du lieber Augustin. Alles ist hin." . S ch v n h e i t s - T a 5 i r u n g. Wie sieht eigentlich Fräulein Olga aus. haben an ihrer Wieze die Grazien gestanden?" Ja, aber nicht ganz dicht daran." Vorbedacht. Baronin (zum Diener): Johann, es muß doch schon Zeit zu meiner Singstunde sein und der Gesangsprofessor ist noch nicht da?? Dienerr Gewiß ist es schon Zeit, in der .Nachbarschaft sind schon die Fenster geschlossen!"SturzausdemHimmel. Erster Schriftsteller: Siehst Du die Tafel an dem Hause?. Hier wurde Lessing geboren. Nun, wenn Du einmal stirbst, 'wird an dem Hause, wa' Du wohnst. a.uch' eine ' Tafel "angebracht werden.", , Zweiter Schriftsteller (mit freudigem Schmunzeln): Meinst Du? Und r?aö wird darauf zu lesen sein?" Erster 'Schriftsteller: . Hier ist ein rnöblirtes Zimmer zu vermiethen
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