Indiana Tribüne, Volume 23, Number 191, Indianapolis, Marion County, 30 March 1900 — Page 3

Dr. J. A. Sntcliffe, Wund -Arzt, Geschlechts-, Urin- und Xectum-Krankheiten.

Office: 155 OstMarletstr. Tel. 941 Ossicistunden : S bis 10 NZr Vor.; 2 li 4 Uhr Die Offlce vou Dr. H. PEffi und Dr. C0LE, befindet sich in No. 2 Oft Ohio Strafze. Telephon No. 927 wie bisher. C. C. EYEKT3, Deutscher Zahn -Arzt. Ro. B Nord Peausylvania St?. Sa wird an? Wunsch an3e.0cr.bt. Dr. Jos. E. Morrow, Geschlechts u. arnkrankheiten. 2 West Ohio Straße. Dr. J. B. lürKimtrick, Vhadlt Jrauenlranlheiten und ttranlheiten des Ncctums. HSmorrhoiden ohne Messer und anteristrung gekeilt. Office : Hume Buildinz, 31 Ost Ohio Str. Dr. Louis Burekhardt, WillongHby Block, No. 224 Nord Meridian Straße. Exrtchftund,: 9-wNhr sonn. 24 Uhr Rachm. Sonntag : 910 Uhr B,rm. OffleeTeledbon 1SZ. eu und lt. ,hnung: 417 Capital venut, North. Telephon 2323. neu und alt. QTT0 DEPPERMANN, Deutscher Dalin-Arzt, Majestic Gebäude. Zimmn 31. 207. hat seine Office nach dem Willoughby Gebäude. No. 224 Nord Meridian Str., ist Staae. verlegt. Of'ice.Stundea : en 2 bi 4 Uhr Nachmittag Telepho: Office 292 Wohnung 03. Die Wohnung befindet sich wie bisher : 1337 Nord Pennsylvania Straße. Dr. I. Btthler, 206 Sst ZJc(5Nrty ötr. Sprechstunden : 8 biZ 9 Uhr Vorm. : 2 li 3 Uh, Nachm. ; S bis 9 Uhr Send Sonntag? von S 9 Uhr Vorm. und 7 S Uhr Abend?. Telephon 1448. WALTER FRANZ, ZaHu-Arzt, No. v)4 Oft Market Straße. Soffin lock. Zim 43. Ofstct.etuade: 9bl1Z V., l iil S., 7 Hl 9 kUnU. Sonnte. , 10 Uhr V. bi, 2 TIU RlPANS TABU1ES Are intenuca jorcmiaren, uaie aaa u wKo prcTer a medicine foguised cost Cectjoncry. They'rnay r.ovbehad (put vp in T in Boxes, serenty-twö in a box), price. twenry-sive ernu or sive boxes ibr . . ... - H one doiiar. Any dr uggrn ww gci man is you nstst, and tney rnay alway. bc cbtained by rcrnitung the pricc to fc ;oooo( "Wcbstcrs jl irt ernatloraal ictionaryl.ivluabte In the Hotnc; School. n1 Offlc A thoroügh revLslon of the Unabrldgcd i!e purpose es which hu been not display rn.r ihe Provision of matcrbl for toasti-.: and howy advertisement, but the due, judiciou. cholarly, thoroügh pcrfectnR of worlc which m flll the tages of its crowth hss obtamed in an equaj de?ree the f avor and confidenc of icholars and of the gencral public. Tne ont ureai sunuaru Authorlty. So writr. N". V. J. Trvrrr, Jaaiie U. S. Baprein Courk niTTTHE BEST. Ei sanoföi fy-Snd for ipeimeii tn DCTorarar, G.1C MEHR1AM CO.. Pub!ish?rs, brsuianuo, uam. Adoüjpli Frey, (014 ?NAZam M El&U) Hotary Putollc, Translator, Corresponrtent etc. No. 970 West Walnut St. Tak Bttk St. Cmx . I3000Ü A TEAR! üBdMt.t.iflDr ' lntrüo, Hl wxk duwrloo.lj, rfeo tu ral ad H aml wtM ur lirlTi"l.!ii-o m if'W t.wtn lbtr.iTB WHtiM.whrrvwtb.T Hvl wir lMfSnHM nra lim i mhh , Um tutio raaD!uTnMt whlch ca Mm Umi umBt ktwmf IbTMWlMt mnwM .boe. Eutlyaad qaicfcl ml i)Mlrl bat warkar froo -ch diatrlct oraouaty. I,,, aiait, Maftil ad arovtd4 wkk a.ployvaBl a r-i 1 ntW-i WIT Ll- AM-. aa, - .Mnpuacm rT 71

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Von Leo Hildeck. (Fortsetzung.) Nun, dann bringe ich eS übers Herz", sagte er mit gelassener Freund l'chkeit. Glauben Sie, meine Gnädige, das sei die erste Hoffnuna. die Herrn Archner scheitert? Deshalb bringt kein vernünftiger Mensch sich um. Ich werde ihm sagen, daß ich selbst Ihnen die Geschichte auZzeredet habe. Er wird noch ein blschen wüthender auf mkch sein alk zuvor aber das macht nichts. Ich trage eS ihm, weiß Gott, nicht nach. Im Gezznthell. is t ja nur zu begreiflich, bah er in die Höhe will. Seien Sie überzeugt, daß ich selbst nach etwas Passendem ausschauen werde; bei mir ist er in den besten Händen." Erleichtert streckte die Hofräthin ihm die Hand hin. Gott sei Dank! Dann kann ich ja beruhiat sein. Denn, sehen Sie, ich verliere ihn wieder aus den Augen, sobald ich Berlin verlasse; und er meinen Sie, er ist !m Stande, sich im Nothfall brieflich an mich zu wen den? Dazu ist er viel zu stolz .... ES gefällt mir ja gerade von ihm, aber sür ihn selber ist es ein Unglück....VII. Bald von dn Wkllkn umkoft und erfrag, Pal argrn starrende Klippen geschlaeen, Schllumu'.'krsriilt, Cturmuntkiiri'dlt Nun in dk KorntnbUlt aleikkndrm Vkttt L,bkn. nf.iieiVnfl?, tücfiidkS Ulttxl ?!it dkii r'n Lchlnrr. Lkukstkka. rette, jtiibrf i'rn Sand ttr Pdöakkn mich hkrZ Den g2NM Morgen summten Archner diese Verse im Kopse. (Zr hatte sie vor Jahren einmal nach einer durchschwärmten Nacht in seinem Notizbuch gesunden, in seiner eigenen Schrift folglich mußte er sie wohl selber im Nausch erfunden und niedergeschrieben hlben. Heute sand sich von selber eine vöge Melodie dazu, die er vor sich hinträllerte. Er war so froh gestimmt, so gleichmäßig heiter in seiner Hoffnung, wie seit fang:. Zeit nicht mehr. Wohl bemerkte er beim Morgenkaffee MayS etwas trübe Augen, aber er schrieb sie noch dem vorgestrigen geselligen Abend zu, der sie trotz, ihres frühen Ausbrucks lanaer. als in wefcocnneit war. wacl) haiten hatte. In Wahrheit ha.se die Angst vor dieser schrecklichen Möglichkeit, als Hausmutter einer Stiftung ibr Leben zu vertrauern, sie seit gestern Morgen von neuem ergriffen. Sie war still und zerstreut. Den ganzen langen Sonntag hatte er von nichts anoerm gesprochen, als von der erhofften Ansiellung. Er küßte sie auf die Augen, wieder und wieder, und neckte sie mit ihrem langen Katzenjammer. Sie erwiderte nichts und blickte ihn still und traurig an, während er, ungewohnt gesprachig, sein Ärotchen zerbrach uno avwechselnd zwischen ein paar Schlucken heißen Kaffees ein Stück davon zwischen die Zähne schob. Höre, wenn sckon heute ulcorgen ein Brief der Hofrätyin kommen sollte . . Ach. Unsinn, das ist ja nicht möglich! Bor elf Uhr kann sie den Leuten nicht lommm. den Herren vom Kuratorium mein' ick. Aber vielleicht spricht sie selber vor. Räume möglichst früh aus und recht genau und ordenuicy aber das thut m:me Uni n rn immer. Meine Vussri! Vussy mit dem weinen Häubchen!" Und er sana nach der Melodie des Liedes .Mädchen mit dem rothen Mündchen": .Vussv mit dem weißen Häubchen, mit den Schlüsseln klingr vn n . r jc.:.rfi jc w ÜNgllNg jv OUß IC UCjllty ÜCll Mund ein wenig zum Lachen verzog und lym riety, sich vetm Äpollolyealer oder dem Wintergarten anstellen zu lassen. Sobald er fort war. beaab sie sich ans Ausräumen, ließ aber mitten drin alles stehen und liegen, als ihr der Saucenfleck einfiel, den sie sich gestern Abend auf die neueVluse gemacht hatte. Schnell zog sie die Kattunbluse an und Nes aus die Straße hinunter, um enzin zu holen, ehe Nickn daö Unheil bemerken konnte. Pussy mit dem weißen Häubchen " er hatte ihr das Verschen in den Kops gesetzt, und fortwäbrend seufzte sie es vor sich bin. Pussy mit dem weißen HausmutterHäubchen ach. arme, arme Pussy. was soll aus dir werden, wenn du den ganzen Tag mit den Schlüsseln klinglingling" von einem Schrank zum andern laufen mußt, nur an Haushaltunasdinge denken darsst, den kleinen Mädchen tmponiren mußt und hinter ihren Unarten herschnuppern! W sie so mit einem kleinen Körbchen am Arm. ohne Hut über dieStraßc lief, sah sie auö wie ein Kammerkätzchen, und die Soldaten und Arbeiter und KommiS, die ihr begegneten, pfiffen ihr nach und suchten ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Sogar ein . Osfizier, der an ihr vorbeiging, wandte den Kopf und ging langsamer. Alles daS tröstete sie ein bischen; aber der Ge. dnke, daß sie nun vielleicht bald in ei. ner langweiligen Vorstadt versauern sollte, ließ sie nicht recht zum Genusse ihrer kleinen Triumphe kommen. Wieder fragte sie sich, ob sie recht gethan habe, diesen Mann zu heirathen; aber ihr kleiner Kopf verwirrte sich. Sie liebte ihn ja so sehr, ihren klugen, dummen Nicky; er war ja so unglaublich gut aeaen sie aanz aewik aab es keinen so guten Mann mehr aus der ganzen mw Jt ( mm r . . .: a Welt, und ne yatte mt keinen ichiechtern mehr ertragen können.... Wenn sie an frühere Zeiten dachte. Aber sie wollte" nicht an frühere Zeiten denken. DaL alles war jetzt nur noch ein bedeutungsloses Durcheinander, , auö dem ein paar Gesichter auftauchten. ?kn der Droauerie war es noch leer: die junge Frau des Droguisten, in einer recht schlampigen Morgentoilette, bediente sie. und sie aerietben ins Vlaukern. DaS kleine TLchterchen kam her. ein. und Man bockte sich auf den Bo den, um mit ihm zu schwatzen. .So ein r . m. T t n Y . . T .'..I rerziaes iurngi a?, wer uucq o ein hätte! Und sie koletttrte mit lyrem 5rraurina. denn die Droouistenkrau hatte sie Fräulein" genannt, und freute sich nun an dem erstaunen der undern, daß eine so junge Dame schon xeeirstket fct it fr:i.

I desto den er; jo ist man am besten vor ! Dummheiten bewahrt. Nebenan das

hübsche blonde Dienstmädchen z. B. beim Kaufmann Nosenberg ! Ja. und dann hier in der Johannisstraße, wo es so schlechtes Volk gibt und so gemeine Kneipen. Von so waS weiß ich garnichtS, sagte May pretiös, mein Mann er laubt mir nicht, obne ihn auszugehen, und erzählen thu4 er mir auch nichts. Er ist Osfizier gewesen, und da kann man wohl denken, daß er alleö nur fein haben will.... Nein, danke, für zehn Pfennig genügt. Ach, was die Kleine für schone blaue Augen hat!" Sie sind wohl keine Berlinerin?" fragte die Frau neugierig. Ach, das hören Sie wohl, daß ich eine Engländerin bin. Aber ich weiß schon ziemlich gut deutsch zu sprechen." Sie verstärkte ihren englischen Akzent absichtlich ein wenig, denn es machte ihr Spaß, sich von dieser Fu bestaunen zu lassen. Uebriaenö that' es ihr leid, keinen Hut aufgesetzt zu haben; nun. Nicky erfuhr eS ja nicht. Sie eilte heim, diesmal nicht,. ohne die Eroberung eines stattlichen Fleischerburschen zu machen. Aber sie warf das Köpfchen hochmüthig zurück und gönnte ihm keinen Blick. Oben angelangt, rieb sie mit Benzin vorsichtig den Fleck auS dem weißblauen Seidenstoff. Gottlob, er verschwand! Was würde aber auch Nicky gesagt haben! Ob sie als Frau HauSverwalterin wohl auck Gelegenheit zum Tragen de. Bluse haben wurde? Nasch begab sie sich anS Aufräumen. ES verlangte sie sehr, rau Wille von ihren vorgestrigen Triumphen zu erzahien. Ein paar der Komplimente, die man ihr gesagt.' sowie einige ihrer drolligsien Antworten darauf waren ihr im Gedächtniß geblieben; sie rekapitulirte sie, wahrend sie die Betten machte und das Sofa abbürstete. Dann machte sie nochmals auf das SorgfältigstcToilctte Nicky hatte ja gesagt, es sei möglich daß die Hofräthin komme. Eine rech! nette Frau, die Hofrathm; freilich, da! ganz Besondere und Wundervolle, das Nicky an ihr fand, hatte sie nicht bemerlen können. In NlckyS Augen hatter, die Menschen eben ganz andere Gesich ter. das hatte sie nun schon raus. Und nun rasch Nickys zerrissene Strümpfe nebst der passenden Wolle und dem Arbeitszeug und hinüber geschlüpft zu Frau Wille. Frau Wille stand in der Küche und hatte einen großen Topf auf dem Feucr stehen, in dem sie Kllchenhandtücher auskochte, während sie zugleich an einem neben dem Herd befindlichenTisch Gemüse putzte. Von Zeit zu Zeit fuhr sie mit einem langgestiellen Holzlöffel in den Waschtopf und duckte ein hervorquellendes grobes Handtuch unter das brodelnde W.isser. worauf regelmäßig daö Wasser überlief und auf der Hcrdplatte laut zuchend verdampfte. May holte sich einen wackeligen Stuhl neben den Tisch und begann, Strümpfe zu stopfen. Das war aber nobel vorgestern. Frau Wille!" begann sie feierlich. Da hatten Sie nur dabei sein müssen, sonst glauben Sie mir's ga? nicht!" Frau Wille zuckte die Achseln und stieß eine sich aufblähende blaue Küchcnschllrze in die Tiefe ihres Hezenkessels zurück. Jotte, wo meinem Mann sein Onkel mit 'm Bankier befreundet war!" sagte sie geringschätzig. Ich dachte schon. e5 wäre jarnischt los jewefen, weil Sie jesiern nich erzählen kamen." Sonntags gehe ich nicht von mei nem Mann fort, das wissen Sie doch", sagte May und ließ ihreNadel flink auf und ab fahren. No, wat jab et denn?" fragte die Wille herablassend. May hatte sich aus dem Kochbuch, das Nicky ihr geschenkt, um ihr Lust zum Selberkochen zu machen, ein derblllffendesMenu zusammengestellt. Die Wille horchte stumm auf diese Folge theurer schwerer Speisen, bei deren Anhören einem Kenner der Magen weh thun mußte, und zuckte mehrmals die Achseln; aber sie schluckte fortwährend und wischte sich schließlich mit dem Handrücken über den Mund. Das ist so ziemlich fein!" entschied sie schließlich, indem sie vor unwlllkürlicher Hochachtung ein besseres Deutsch als gewöhnlich sprach. Aber wenn es schließlich keinen englischen Sellerie un keine Schalen zum Mundspülen gab. dann war es doch nicht ff prima." Aber dafür gab es nachher noch Pfirsichbowle!" triumphirte May. De Firsiche kriegt man dies Jahr reine nachjeworfen!" erklärte Frai' Wille geringschätzig. Wenn keen Schampannjer un Ananas oder Weinblüthen drinne-war, denn könn' Se se alleene trinken." ..Natürlich war Champagner drin!" log May. Und nachher große Polonaise durch den Park, der ganz mit Lampions und bengalischem Feuerwerk und Marmorsäulen verziert war. " Nun war sie im Zuge. Kühnste Dichtung und Wahrheit durcheinander quoll ihr über die Lippen; sie wußtr selber nicht mehr zwischen beiden zu unterscheidm. Ein Trumpf überbot den l M-Aaf andern. Jyre Pyanra ne war uner. schöpflich. Frau Wille mochte einwer fen, wak sie wollte, Pussy schlug si.nieder. Und wie sie sich amüsirte! M't lachendem Munde phantasirte sie weiter ins Blaue hinein, die Arbeit sank in d?n Schooß, die vor Uebermuth blitzenden Augen fuhren suchend an der rauchgeschwärzten Decke der Küche umher, um von dort neue Eingebungen herunterzu- , t j bolen. Vaiwi en arm ne na mau WilleS Gemüse, nahm eine gelbe Rübe und knusperte daran mit ihren weißen Zahnen, während sie von einer verkleideiin Musikbande zählte, die in flammender bengalischer Beleuchtung plötz. lich im Garten gestanden von einem nie dagewesenen Feuerwerk auf einem erlogenen See, bewimpelten Booten, deren Flaggen die Namen der Gäste trugen, geheimnißvollem Flotenspiel hinter blühenden Büschen, emer Qua drille m venezianischem Kostüm", wobei sie selber sich nickts Bestimmte? vorstellte. So sah sie in Frau Will schmutziger Küche wie daS leibhaftig Märchen, mit dem süßen Schelmengekicht un!:k üzi llCkllzz tiftunta

Haar, und schwatzte und schwatzte, dah selbst das nüchterne Weib am Küchentisch widerwillig mit fortgerissen wurde in das geschilderte Zauberreich ohne weitere Zwischcnworte zu wagen, mit denen sie zuerst sich verzweifelt gegen

die glühenden Schilderungen ihrer Be sucherin gewehrt hatte. Sie konnte selber nicht mehr prüfen, was von die sem bunten Gcplzuder erdichtet sein mochte; sie horchte voll Spannung, und ein schwaches Kopfschütteln von Zeit zu Zeit sprach allein noch von ihrem fast überwundenen Willen zur Ungläubig kett. Der Topf auf dem Feuer brodelte und zischte und füllte den kleinenRaum mit seinem sadcn. heißen Brodem, hin ter dessen steigenden Wolken das wenige Kupfer und Messing der Küchengeräthe matt und geleimnißvoll aufschimmerte. Jetzt fuhren die beiden Frauen empor. Es hatte draußen geschellt. Frau Wille streifte die Aermkl herunter.' Es schellte zum zweitenmal, kurz und energ!sch. Jotte doch, ja!" sagte Frau 2Me verdrießlich, band die nasse Schürze ab und ging hinaus. Da nebenan bei Archners ist wchl Niemand zu Hause?" fragte eine Mannerstimme, bei deren Klang May em porfuhr. Ich schelle mir die Seele aus dem Leibe, und es kommt keener." .Ja. die Frau Leutnant ist da", hörce May Frau Wille antworten. Und dann ein Ruf : Frau Leutnant! Da ist Besuch!" May hatte sich bestürzt erhoben. War denn das nicht? Großer Gott, was war geschehen? Es mußte etwas mit Nicky sein! 'Sie stürzte auf wankenden Knieen aus der Küche auf den Vorplatz hinaus. In ihrem Schrecken wußte sie plötzlich kein einziges deutsches Wort. "Dear nie dear nie Herr Nechtsanwalt wliat's the matter? My husbaml is ill is dead " Aber um Gotteswillen. Frau Archner! Arink stand lächelnd da. un leichtenSommerröckchen, ein paar blaßgelbe Glacehandschuhe mit dem Daumen gegen den Rand des Strohhuts pressend, den er in der Hand trug. Ihr Mann ist vollkommen gesund!" Er schüttelte eine ganze Weile vorwurfsvoll lächelnd langsam den Kopf gegen sie. Wenn ich gkwußt hätte, daß ich Sie so erschrecke ! Ich komme nur p. p. c. und dann noch wegen einer ganz nebensächlichen Angelegenheit " Mit zitternder Hand suchte si? -in ihrer Tasche nach dem Etagenschlüssel und öffnete die Äcrplatzthür, während Frau Wille mit offenem Munde dastand und kein Wort von diesem Gespräch verlor, das sie nur zur Hälfte verstand. Bitte, treten Sie ein"," sagte May verwirrt. Dann fiel ihr zu ihrer unauSsprechlichen Erleichterung ein, daß sie das Wohnzimmer, des erwarteten Besuches der Hofräthin halber, ganz besonders sorgfältig aufgeräumt habe. Dieser Gedanke machte sie sicher und vergnüat.. , lgortsetzung folgt.) pariser Wahrsagerinnen. Nicht weniger als 1921 Kartenlegerinnen handeln in Paris mit Blicken in die Zukunft und in die Vergangenheit, und in diese Zahl sind die geheimen. den Nachforschungen der Obrigkeit sich entziehenden weisen Frauen, sowie die Pnestermnen des Kaffeesatzes und schließlich die Chiromantinnen und Somnambulen nicht inbegriffen, die. gleichfalls mehrere hundert Köpfe stark, die besten Geschäfte unter allen Schicksalskünderinnen machen. Denn der Schwindel ist erfinderisch, wenn er den Weg zur Dummheit sucht, und die Dummheit stirbt bekanntlich nicht aus auch in Paris nicht, wo die Skepsis der Kinder Voltaires" sich ganz gut mit dem albernsten Zauberglauben verträgt. Es giebt in Paris in allen Gesellschaftsschichten eine Menge freigei sternder Leute, für die die Religion ein überwundener Standpunkt" ist, die aber auf den übersinnlichen Hokuspokusplan hineinfallen, den die plumpste Kartenlegerin ihnen vorgaukelt. Die Annahme wäre jedoch irrig, daß die Pariser Wahrsagerinnen ihrHandwerk mit einem besonders phantaslischenApparat umgeben und durch einen thaumaturgischen Kram auf die Phantaste zu wirken suchen. Nur einige Wenige gefallen sich in einer mystischen Ausstattung, bringen Vorhänge mit kabbalistischen Hieroglyphen an, stellen ausgestopfte Thiere auf, streuen Gerüche aus und lassen in farbigen Vasen schlanke Flammen züngeln. Die Erfahrung lehrt, daß diese Zurichiungen nicht sonderlich ziehen; die lxrühmte Pariser Skepsis geht nicht auf diesen Leem. Darum wählt die Mehrzahl der Prophetinnen, ob sie nun ihre Wissenschaft aus dem magnetischen Schlafe, aus den Karten oder aus dem Kaffeesätze schöpfen, einen einfachen, a?täglichen Hausrath,' wie schlichte Bürger, die ihr bescheidenes, aber sichereö Auskommen haben. Zumeist be gnügten sie sich mit drei Räumen: dem Wartezimmer, dem Consultationszim mer und der Wohnstube. Nur die .Sterne" der Zukunft gönnen sich eine größere Wohnung und einigen Aufwand, der sich namentlich bei- den Chiromantinnen häufig zu Glanz und Luxus steigert. Die letztere Gruppe bildet die Elite des Berufs. Um'die Linien der Hand mit Abwechselung und immer neuen Ergebnissen entziffern zu ' können, bedarf eS ewiger Menschenkenntniß und Gewandtheit, zumal da die Clienten öfter, manche jede Woche vorsprechen, obschon ihre Hand immer . die gleiche bleibt. Aber wenn man ein Idiot ist. läßt man sich durch derartige pedqntische Bedenken nicht stören Immerhin ist die Ausübung der Chiromantie nur intelligenteren Personen zug'änglich, die etwas Geschmack mitbringen und ihrem vornehmen Kundenkreis, der auch gut bezahlt, etwas Comsort schuldig sind. Die Miethe ihrer Ateliers schwankt demnach zwischen & 10,000 Francs, vorausgesetzt, daß sie eS nicht so weit bringen, wie die Madame de ThSbeS, auf deren Orakel lllrdre DumaL Sob lchwur und

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. f.".' vu" i- , Sirnovaior grvrauail uno suv:e lc&t bksser. al? doradrrn. Ich bin überzeugt, da die großen Erfolge Ihrer Heilmittel die erha'.tenen BkkanntmacdukVkn rechkfenigen. Ich füb'i? durch und durch krank, ermüdet und binfäU,. Ich gebrauchte itzren Renovator vorschrisiSmübig. In den ersten Tagen füblte ,ch mich ae ""ach er Woche weiteren (öcdrauchi jnqte sich ein mnklichkr Wkchskl zum Bescr werden, nehme ictzt gelegentlich. ,e nach Se:.ürfn.k. jeden Nachmittag e,n b wei Tosen. Turch den ebrauct, Idre Rrnovatrr habe ich einer natürlichen Weise meine Sin nmrir liihä in Klät rtihtrii Irifirtf. m 1

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?l-?-r-iu?-' Die in den ElysäiZchen Feldern eilvvon den größten Damen der Foubourg Saint-Germain überlaufenes Hotel bewohnt. Noch größeren Zuspruchs kann sich jedoch die berühmte Madame Augustine berühmen, die zunächst der Börse in einem geradezu fürstlichen Appartement haust. Vier große mit discreter Pracht moblirte Salons, zu denen Lakaien die hohen Flügelthüren offnen, umrahmen das Boudoir der Hausfrau, deren sehr elegante Toilette die ehemalige Modistin verräth. Das Boudoir selbst ist mit einer Ueppigkeit ausgestattet, die sich nur Zauberinnen gestatten dürfen, die zwei Gebiete der schwarzen Kunst zugleich beherrschen. Madame Augustine liest nicht nur aus der Hand, sie giebt auch aus den Karten Aufschlüsse über Wettrennen und Börsenspekulationen. Ihre Clientel besteht aus Frauen von Welt, Schauspielerinnen. großen Cocotten. Sportsmännern und Börsenspielern. vornehmlich aus den beiden letzteren. Auch der Finanzschwindler Mac6-Berneau unseligen Angedenkens, der vor ungefähr einem Jahrzehnt mit einer Schuldenlast von achtzehn Millionen durchweg anvertrauten Geldern durchbrannte, pflegte sich vor jedem Börsen-, coup bei Augustine Raths zu holen. Ein solcher Rath, was immer er betreffen mag, kostet mindestens fünfzig Francs, an Freitagen, die dem Aberglauben besonders Vertrauen einslößen. das Doppelte. Fällt der Freitag gar auf einen 13., dann müssen alle Pythien von Paris, die kleinsten wie die größten, von acht Uhr Morgens bis fünf Minuten vor Mitternacht arbeiten. Auch für Augustine ist dies Honorar für den Besuch auf zehn Louis hinauf, kürzt jeden nach Thunlichkeit ab die gewöhnliche Dauer ist eine Viertelstunde und hat am Abend ihre fünf- bis sechstausend Francs verdient. An gewöhnlichen Tagen muß sie sich, einen wie den anderen, mit fünf- bis sechshundert begnügen. Die Aermste! Die zahlreichste und uninteressanteste Gruppe ist die der Kartenlegerinnen gewöhnlicher Art, der Weissagerinnen für das Volk, die sich zur guten Hälfte aus dem Heere der Köchinnen rekrutirt. Die Kartenlegerin sitzt an einer langen Tafel, zumeist einem auseinandergezogenen. durch ein Einlegebrett getheilten Speisetisch, auf dem zwölf' Päckchen Karten ausgebreitet sind. Zwei davon sind die landläufigen Piquetspiele, zehn sind Tarotö. Das Tarot darf nicht mit dem öfterreichischen Tarcck verwechselt werden. Es besteht aus 72 Karten und soll aus dem alten Egypten sommert und pon Zigeunern vorerst nach Spanien gebracht worden sein, wo es heute noch gespielt wird. In den anderen romanischen Ländern dimt es nur zu? Wahrsagerei. Diese unterscheidet zwei Arten von Tarots: solche, auf denen die magische Bedeutung jede? Figur verzeichnet steht, und solche die nichts Geschriebenes enthalten und erst gedeuc tet werden müssen. Die Pariser Kartenlegerinnen benutzen bald die eine, lald die andere Sorte, wie es ihnen gerade einfällt, und sie sagen auch, was ihnen gerade einfällt. Sie stellen sich dabei nie bloß, denn sie bewegen sich in den banalstenAllgemeinheiten, in denen der beliebte blonde -Mann", 'die .schwarze Frau" und der wackere Briefträger- immer wiederkehren. Der Preis einer Cor.sultation steigt von drei bis zu zwanzig Francs; das hängt von dem Range der Pythia und auch von der Dauer des Besuches ab. Die Opser sind zumeist kleine Bürgersfrauen, Arbeiterinnen, Ladenmädchen und Dirnen geringerer Klasse, die noch so viel erübrigen, um gelegentlich eine Frac.e an das Schicksal thun zu sönnen. Die Antwort fällt meistentheilk befriedigend aus. Ein reicher Russe wird Ne hesratben.

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