Indiana Tribüne, Volume 23, Number 186, Indianapolis, Marion County, 25 March 1900 — Page 4

Fudwns Äriöüne.

WchruS TozliÄ sr.d s2 Die tS zlicke.Triba- fottt Iut$ Im Txlttx H Sentk per Woch, die eowntaaTt6ÜK"l tut! per Oo4fc Leide tust ttSentl le t, p Xnt. Ver V Jt x,zschi I ?,rN,oh!nz V K ötzr. . SW, 10 oäd CIaöö Otrst. Indianapolis, Ind., 25 März 1900 omiliios putal ' Gegen Fred. Kissel wurden kürzlich an die hundert Anklagen wegen Versaufe von Lotteriezetteln anhängig gemacht. Wenn der Richter nicht ein Einsehen gehabt und eine Gesammtbürgschaft von 510,000 festgesetzt hätte, so säße issel noch heute im Gefäng. nisse. Denn dann hatte er sür jeden einzelnen Fall Bürgschaft stellen müssen und dat wäre eine so riesige Summe geworden, daß der Angeklagt, sie hätte unmöglich ausbringen können Nehmen wir nun an, daß ihm jeder einzelne Fall nachgewiesen werden kann, so kann er ebenso ost schuldig befunden und ebenso ost bestrast werden. Nach dem vuchftabea de Gesetzkö kann dann eine so immense Straf, summe angehäuft werden, daß, wenn Kiffel sie nicht bezahlen kann, er sein ganzes Leben im Gefängnisse zubringen muß. Er kann in solchem Falle mit einer längeren Freiheitsentziehung bestraft werden, als der schlimmste Verbrecher. Geschieht daö nicht, so liegt daS nicht am Gesetze, sondern an dem guten Willen deS Richters oder des Staatanwalte. Man wird zugeben müssen, daß daö eine lächerliche Anomalie ist. Meines WisseuS ist das in keinem Lande möglich, wo nicht das englische gemeine Recht die Grundlage der Rechtspflege bildet. Nirgends sonst theilt man ein fortgesetztes Vergehen in seine Sinzelfälle. Glücklicher Weise wird auch hier, wie daS so ost in Amerika der Fall ist ein Unsinn durch einen andern neutralisirt. Wir haben nähmlich die schöne Sinrichtung, daß der StaatSanvalt in jedem Falle, in welchem Verurtheilung erfolgt, Gebühren erhält, welche dem Äerurtheilten als Kosten angerechnet werden. Ob sich in Folge dessen nicht in jeder staatöanwaltlichen Brust der Wunsch nach Zuständen regt, unter welchen recht viele Verbrechen begangen werden, will ich dahin gestellt sein lassen. Unter allen Umständen wird er wie Jeder, der nicht StaatSanwalt ist, denken, daß ein Vogel in der Hand besser ist als zwei im Busch. Der AuSzang eineS Prozesses ist immer zweifelhaft und eine Verurtheilung ist vom staatöanvaltlich - finanziellen Standpunkt besser als zwei und zuweilea als noch vielmehr Prozesse. Ein ähnlicher Gedankengavg vollzieht sich im Kovfe des Angeklagten. Nur daß dieser nicht wie der Staatsanmalt mit Besorgniß die Möglichkeit der Freisprechung, sondern die Möglichkeit der Verurtheilung voraussieht. Da treffen sich denn, wenn eS sich nicht um wirkliche Verbrechen, sondern um bloße Polizeivergthen handelt, die dlen Seelen meist aus halbem Wege. Seh? oft geht der StaztSanwaltdem 'Angeklagten viel weiter entgegen, al dieser den Ttaatöanvalt. ES erfolgt tin Handel, der Angeklagte bekennt sich in einem oder in mehrere Fällen schul. big, zahlt seine Strafe, und waS für den StaatSanwalt die Hauptsache ist. die Kosten, und der Rest der Anklagen wird niedergeschlagen. SS ist dieS ein ganz glatteS Geschäft, bei dem, wie eS scheint beide Theile ihre Rechnung finden.. Denn eS vergeht keine Woche, in der nicht solche Geschäfte gemacht werden. Dem StaatSanwalt liegt ja auch nichts daran, einen Wirth zu ruiniren, denn die Wirthe find seine besten Kunden. An den Verbrkchern, welche inS Zucht haui müssen, verdient er nichts. Auf diese Weise wird ein Unsinn del amerikanischen Gesetzes durch den amerikanischen HandelSgeist wieder gut gemacht. 3a andern Ländern würde man einen solchen Handel zwar nicht sehr reinlich sinden, aber ländlich. sittlich. Wo anders hat man auch nicht so viele dumme Gesetze, durch die man den Menschen zwangsweise moralisch machen will. Der Plauderer. Tapeten! Tapeten! in den neuesten Mustern, zu sehr niedrigen Vreisen. Fennervorhänge, MouldingS usw. bei W. S. Amthor. 810 Virginia Ave. Telephon (neu) 2808. m in Home-BrewQock in Flaschen für den Famllienbedarf. Teleplon 1030 .... ,, Die beste 5 Cent Sigarren der Otait: Nncho'S Longsellov.

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."-. und gesund. Araft ist nicht immer, ein natürliches Erbtheil. Der kür. zeste N?eg zu Araft und voller Gesundheit geht durch den Magen, haltet den INagen in Ordnung und unterstützt die Verdauung durch den Gebrauch von Jogann Koff's WalzeXtrakt. bei Euren Mahlzeiten. Eugen Sandow, der stärkste Mann in der Welt, schreibt: Das Geheimniß meiner Araft ist vollkom. mene Verdauung. Icb gebrauche Johann soff's Malzertralt und finde, daß dasselbe mir bei Itt ordentlichen Assimilation der Nahrung sshr hilft." Johann Hofe'S Molzeztrakt eingeführt in 1.847 ,ist anerkannt als das beste Stärkrngsmittel für Schwache und Leidende. Alle anderen sind Nachahmun gen. Johann Hoff? New lZork, Berlin, . )aris. 3er Auswmlöercc, Etizze von Wilyelm Eücer. J3rüg Gott!" Ich fahre aus meinen Gedanken auf. ' Vor mir sieht ein hübscher, kräftiger Bursche. Nir fi!c unguet!" Und er rückt mit der Hand an dem grünen Filzhute mit keckem zZederstuken. Gin Auswanderer, dem städtische Sitten fremd' sind!" sage ich mir und biete lhm, durch ferne ländliche Höflich seit angenehm berührt, auf unsere Weise outen Tag . Die hellen Augen desMannes blicken mich treuherzig an. Um den stolzen, hochgedrehten Schnurrbart könnte ich ihn beneiden. Die Begegnung hat auf einem je ner lauschigen Wege, an denen die rm ff m ' r c rill zauamagen remens retcn nno, jiaii qefunden. Ich fetze meinen Spaziergang fort. Doch der Sohn der bayerischen Berge will mu nicht aus dem Sinne. Mr ist es, als habe in seinem Gesichtsausdrucke etwas ganz Besonderes gelegen, als habe er mir mit fernem Gruße etwas sagen wollen etwas sagen müssen. Zwar bin ich es gewohnt, auf den Straßen der alten Hansastadt täglich ganzen Schaaren europamüder Leute zu begegnen. Stets habe ich Mitleid mit ihnen. Niemand verläßt die Heimath gern. Aber so, nein, so wie dieser junger Mann hat mich noch sei ner kein einziger von ihnen angese hen. Inzwischen habe ich den Osterdeich erreicht, von dessen Höhe aus das Auze auf die Weser und die Marschen hm abschaut. Was würde jener junge Mann mir hab?n sagen können, wenn ich nicht fremd an ihm vorübergeeilt wäre, wenn ich ihn gefragt hätte: Woher wohin des Weges? Freund, was U drückt Dich?. . Meine Blicke schwel fen über den guten, alten Strom hin weg und hasten auf den freundlichen, sonnenbeschienenen Wiesen, die sich mit dem ersten zarten Lzgrun schmucken. In diesen Augenblicken hätte ich 'die Arme ausbreiten mögen, das Bild der Hnmath hebend zu empfangen, ade zwei alte Stadtväter streifen mich, den Schwärmer, schon so wie so verwun derten Blicks. Ich fahre in meinen Betrachtungen fort: .Dann dann würde er mir aesagt haben: Mensch - Menschenkind, wie beneide ich Dich um das Glück in der Heimath! Mich trei ben die Verhältnisse fort. Mir blutet das Herz in wehem Schmerz. Komm sag mir, daß Du mich verstehst, daß Du mir nicht ganz fo fremd bist, wie Du mich willst glauben machen. . Und in plötzlicher Eingebung, lenke ich den Fuß zurück. Noch ist nichts versäumt! Auf einer Bank, unfern der Stelle, an der ich ihm begegnet bin, sitzt der Fremdling. Er hat von dem blühenden Eorchorus ein Zwerglein gebrochen, mit dem er jetzt sinnend spielt. Als ich mich nahe, erhebt sich der stille Träumer und grüßt abermals, doch sichtlich dabei in Verlegenheit. Nun, Ihr habt Euch ein hübsches Plätzchen unter blühendem Gezweig gesucht!" Nehmen's nit übel. Herr! 's ist ge wiß nit erlaubt?! Des Straußel hab' ich halt gepflückt. Aber bös war's nit gemeint.Ich lächle und biete dem Manne die Hand. v . Hört einmal, junger Freund, ist's hübsch von Euch, die Heimath zu verlassen?! Ihr seid aus dem Wege nach Amerika?! Darum brauch' ich Euch nicht erst zu fragen!" Um die Mundwinkel des. Burschen zuckt es. Er schlägt die Augen nie der. Ei nun, eZ wird seine Gründe haen! Ohne sie verlädt kein wackerei

Gesell sein Vaterland. I freilich, auch Ihr habt die Heimath gern!" Und ob!" Wieder liegt die Rechte des jungen Auswanderers in der meinen. Thränen schimmern ihm in den Augen. Ich ziehe ihn neben mich auf den Sitz nieder. Ihr geht also nicht gern?" Nit gern, Herr, weiß der liebe Herrgott, nit gern!" Und wird ein Bursche fix und stark wie Ihr nicht Arbeit genug bei uns finden, wenn er nur will?" Arbeit ? Die halt genug! Aber ich kann nit, darf ja nit bleiben!" In größter Erregung blickt mich der bedrängte Mann erst scharf, dann treu herzig an und meint: Der Herr schau'n so lieb und treu aus dem Gesicht! Dem Herrn könnt' ich mein Herzleid sagen!" Dann erzählt er in seiner schlichten, fast kindlichen Weise, daß er. derFranz Steinbach, daheim noch ein Mutter! hat. das sich sein Brod durch Waazen und Spinnen im Dorfe verdient. Er selber hat bei einem Bauern in Arbeit .gestanden und. wie mir ein Zeugniß, das mir der Bursche reicht, beweist, die volle Zufriedenheit seines Brodherrn erlangt. Aber außer dem Mutterl hat der Franz daheim auch noch ein Dirn del. die Tochter eines Kleinbauern, gern gehabt. Und das Dirndel hat den Franz. wie er gemeint hat, recht? schaffen wiedergeliebt. Ja, der Franz und die Toni wären aller Voraussicht nach ein Paar geworden, wenn der Teufel wie's droben in den Bergen nur zu leicht geschieht! seine Hand labet nicht im Spiele gehalst yane. Denn eines Abends, als der Bursche in der Wirthschaft ganz friedlich bei seinem Schoppen gesessen, hat des Bergdauern Sepp mit ihm Händel gesuazt. Da ist eö zum Schlimmsten gekommen. Der Franz hat zum Messer gegrifs:n und den Sepp durch den Arm gefto chen. Dafür hat der hohe Gerichtshof den Sünder volle sechs Monate in Ob Hut genommen. Und hernach, als der Franz wieder frei geworden ist. hat fetn Dirndel ihn, sakramentschen Todtschlage?, nicht mehr gewollt. Lassen's gut sein! Bös hab' ich's nit gemeint. Herr, bös ganz gewiß nit!" versichert mich Franz Steinbach, als ich die Gründe seines Fortgangs erfahren habe. Zwar hat mich die Schand' aus der Heimath getrieben, aber als ich nach München kommen bin, hat's mich halt "doch gereut. Denn die Heimath, das weiß der liebe Herrqott. hab' ich lieb, wie sonst nix auf der Welt!", Uud dennoch seit Ihr nicht heimgekehrt?" erwidere ich gerührt und klo pfe dem armen Burschen, der vor sich hin in das trübe Wasser des Stadtgra bens starrt, die Schulter. Eure Schandthat ist. weil sie nicht böse gemeint war, vom lieben Herrgott längst

vergessen. Und Euer Dirndel nun, Franz. wenn das Euch um die sechs Monate Gefängniß, nicht mehr mag, so hat es Euch nimmer rechtschaffen liebt gehabt!" n Beinahe fassungslos sieht er mich an, sperrt den Mund auf und sagt kein Wort. Nun", fahre ich fort. Ihr werdet die Ueberfahrt bezahlt haben? An Euren Entschlüssen wird nichts zu an dern sein?" Noch immer schweigt er. Nun nun, am Ende wenn Ihr doch gar zu gern in der Heimath bliebet " Nix garnix hab' ich bezahlt! Nichts?!" rufe ich erstaunt. Nix nein, garnix!" Dann erfahre ich. daß der Franz. um dem armen, alten Mutterl einen Theil seiner Ersparnisse lassen zu kön nen, auf einem Dreistmasier, der im Hafen vor Anker liegt. Arbeit genom men hat. Dafür erhält er die Ueberfahrt frei. Franz-, ich schüttle ihn derb, wenn Ihr nur wollt, lch lch konnte wohl etwas für Euch thun! Wenn Ihr draus eingeht: uns bliebe ein wackerer Bursche im Lande dnnin wackerer Bursche, Franz. der seid Ihr!. . . In der Halde die kennt Ihr freilich nicht die Haide ist ein Land ähn lich dem Euren) darum, weil die Lust in der Halde frisch und frei wie dro ben auf Euren Almen weht, ihm nur ein bissel unähnlich, weil's gar keine Berge hat. In der Haide zwischen Bremen und Hamburg hab' ich einen Freund wohnen, bet dem schon manch einer Arbeit gefunden hat, der mit sich und der Welt glaubte fertig zu sein, weil er allerhand Dummheit beging. Arbeit giebt's dort die Hülle und Fülle. Und arbeiten, denk' ich, mögt Ihr, wenn Ihr dafür in der Heimath, in der lieben, großen, deutschen Heimath bleiben könnt!". Thräne auf Thräne rinnt dem jungen Auswanderer über die Wangen. Herr, Arme Arm' undBeine wie 'n Stier!" Dabei krempt er die Aermel hoch und zeigt mir stolz die starken Mus kein. . Nun! Bleibt bei uns! Schlagt ein!" mm . Und Franz Steinbach das)oe:ß ich hat's nimmer bereut, damals in meine Hand eingeschlagen zu haben. Jetzt arbeitet er schon seit Jahr und 'Tag bei meinem Freunde in der Haioe. , : Wenn ich zu Besuch komme, pflegt der Gutspächter mir regelmäßig meinen Schützling als Kutscher auf ton Bock zu setzen. Denn unbewußt bin ich, als ich den Fkanz in der Heimath zurückgehalten habe, sein Lebensretter geworden. Jener Segler, auf dem der junge Auswanderer hat fahren wollen, ist an der englischen Küste mit Mann und MauZ untergegangen. : Aber heute treibt mlch eine besondere VexanlaFunL hinauZ in die Hai-

de. Diesmal güt die Fahrt nicht metnem alten Schulgenossen .und Jntimus, sie gilt einem anderen. Heute soll ich bei Franz Steinbach's und seines Wieschen Jungen Gevatter stehen.

In der schlichten, freundlichen Kirche zu Slttensen w:rd die Taufe sem. Die Tom hat den sakramentschen Tootschläger" nach Verbüßung seinerStrafe nicht mehr gewollt, aber Wieschen, das dralle, blühende Sachsenkind, hat sich nicht lange bedacht, sondern den gooden, fixen Keerl" frischweg zum Manne genommen. Ettdk vom ?itd. Zcn Emil Warnet .Sie fcaisa wieder h:iraih:n." In allen Tonarten hörte er es singen, dieses Lied: Seden ':e. 5)err Werlfuw rer, in -Siaun ohne F:au mit drei kleinen Bindern aus dem Halse, das geht nun einmal ni'i;t. Aus bezahlte Leute ist kein Merlan, die wollen nur ihre Taschen füllca und betrügen Sie hinten und betriiaen Sie vorne. Und Ihre armen ZUndcr. die ohne Mutter sind, die den ganzen Tag sich lelvn überlassen bZeib'n und auf diese Weise in beständiger Lebznsgefahr schweben! Bon dem Schaden d:u sie an ihrer Seele nehmen, ganz zu schweigen. Wer weist si denn auf den rechten Weg? Wer saat ihnen, was sie thun und was sie lassen sollen? Die Dienstboten? Daß Gott cröarm'! Man kennt diese Nace. Und haben Sie denn, was Sie brauchen? Ihre gewohnte Ordnung. Ihre wohl bestellte Häuslichkeit? Nichts hab:? Sie!" Und immer klang das Lied, das er von allen Seiten singen hörte, in dc:, gleichen Refrain aus: S sollten roder qeirathen." Aber der W:rk'sührer' wollte nicht wieder heiratden. So überaus glücklich war er in seiner zwölfjährigen Ehe nicht gewesen; stine Frau hatte, bei allen ihren guten Eigenschaften, die er keineswegs bestritt, auch ihre Fehler gehabt und hatte ihm das Leben ost recht sauer gemacht. Und der Abschluß: die lange Krankheit, die tausend Launen dr reizbaren und ungeduldigen Kranken und endlich das bittere Sterben, dieser Abschluß lag dem armen Wittwer noch in allen Gliedern und er verspürte nicht das leiseste Berlangen, die immerhin riskante Ge. schichte von Neuem anzufangen. . Man möge ihm Zeit lassen, sagte er und füate etwas heuchlerisch, um die Dränger los zu werden, hinzu, daß seine Frau erst seit einem halben Jahre todt sei. er sie noch nicht vergessen habe. und dan es seiner kmvslnouna wider strebe, so bald schon an ine neue Ehe xu denken. Natürlich suchte man solche zarte Bedenken zu beschwichtigen. Er veraesse ia seine Todte nicht, wenn er. den Kindern zu Liebe, eine. Frau nehme. 3. einiae wollten von der Seligen selbst gehört haben, wie sie gewünscht habe, ihr Man mochte sich, wenn er t verloren, schnell wieder verheiraten, der Kinder wegen. Sie hätte sogar Eine für ihn ausgesucht. Un) 'man nannte ihm die' betreffende Dame. Bon Alledem glaubte er kein Wort. Die Sdige war, zumal seit sie krank und durch Krankheit reizlos geworden, sehr eifersüchtig gewesen und hatte ihm eine Scene gemalt, wenn er in der harmlosesten Wise von einem Frauenzimmer sprach. Und gerade Jene, die sie für ihn ausgesucht" haben sollte. hatte sie nicht ausstehen können und hatte ihm einmal gedroht: Du. wenn Du Dich nach meinem Tode von dieser falschen Kanaille fangen läßt und sie heirathest. dann komme ich bei Nacht als Gespenst und drehe Dir und ihr den Kragen um." Davon sagte er nichts und meinte nur, di Betreffende sei keine Kinder frcundin und Eine, die Kinder nicht mag. könne er nicht heirathen. UeberHaupt höre und lese er so viel von schlechten Stiefmüttern, daß r seine Kinder vor der Gefahr bewahren wolle, eine solche zu bekommen. Es sei so unendlich schwer, einz richtige Wahl zu treffen. Seine Freundinnen waren über diese Worte fast entrüstet. Er hatte. seit er Wittwer geworden, so viele Freundinnen, daß ihm ost ganz bange davor wurde. Wie die Pilze schvssen sie aus der Erde, waren immer da, Kätsl5lten und Lre'ckelten eine Kin D0 YOÜ GET UP WTTH A LAME BACK ? Kidney Tnmdle Maies You Miserable, Älmost everybody who reads the newspapers 1s sure to knowof the wonderful eures maae vy ur, Kilmer's Swamp-Root, the great kidney, llver and bladder remedy. It Is the great med cal triumph of the nlne teenth Century; dis covered akter years of scientific research by Dr. Kilmer. the eminent kidney and bladder srieefanst. anA-im wonderfully successful in promptly curlns lame back, kidney. bladder, uric acid troubles and Bright'j Disease, which !s the vors! form of kidney trouble. Dr. Kilmer's Swann.Pnnt i ommended for everything but If you have kidney, liver or bladder trouble it will be f ound just the remedy you need. Ithasbeentested in so many ways, in hospital work, ia private practice, among the helpiess too poor to purchase relief and has proved so successful in eyery case that a special arrangement has been made by which all readers of this paper who have not already tried it, may have a sample bottle sent free by mail, also a book telling more about Swamp-Root and how to sind out if you have kidney or bladder trouble. When writtngmention readintr this eenerous oner in tms paper and send your address to Dr. Kilmer & Co.,Blnghamton, N. Y. The reguiar miy cent and Boom of awwnpBoot doUar sizes aro so 14 by all goo4 dniggitf.

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der und nahmen .ein so warmes Inte-

resse an fernem Schicksale, als ob es st: näher anginge, als alles Uebrige aus der Welt. Da& er sich dafür so undankbar zeigte, ihnen nicht- vertraute und sich nicht leiten ließ, von chnen. verargten die Trefflichen ihm sehr. Keine richtige Wahl! sagten sie em pört. Als tvenn sie nicht wüßten, was er brauche und wie eine Frau beschaffen sein müsse, um seinen Kindern eine gute, eine wahre Mutter zu sein! Und sie nannten ihm Die und nannten ihm Jene und erzählten ihm von einer Dritten, die nur einen Wittwer mit Kindern heirathen wollte, um der Welt zu beweisen, daß es auch brave und liebevolle Stiefmütter geben könne, und dem armen Manne wurde schließlich ganz wirr im Kopfe. Alle diese Damen wollten ihn heirathen? Er war sich gar nicht bewußt gewesen, ein so begehrenswerthes Geschöpf zu sein. Aber er ließ sich nicht unterkriegen, sagte Nein und wieder Nein und wurde am Ende grob. Er wollte Ruhe haben! Und er sorgte für feine Kinder, so gut es ging nahm eine Wirthschaften in's Haus, die Haus und Kinder zu betreuen hatte, und ging am Abend nicht selten in's Gasthaus, wo er mit seinen Freunden trank und Karten spielte und sich sehr behaglich fühlte. Zu Lebzeiten seiner Seligen hatte er das nicht thun dürfen. Umso mehr freute er sich jetzt seiner Freiheit, und vergnügt ging er nach Hause: die Kinder schliefen bereits, wenn er kam. und es empfing ihn keine erboste Ehefrau, die ihm eine schneidigeGardinenpredigt hielt. War das angenehm, diese Ruhe und Stille! Aber ... die Wirthschafterin. Im Anfang-ging alles schön und gut. Die Kinder binden an ihr. die Frau be' hütete dir kleine Ziiaaz, war sparsam, ehrlich und hielt das Haus in rd; nung. Bald aber rückte sie mit ihren geheimen Wünschen heraus: sie wollt geherrathet werden. Darum gab sie sich ja alle diese Mühe und darum war sie überhaupt in's Haus gekommen. Der peinlich erstaunte Wittwer sah -ich die Person nun erst genauer an. , Sie war älter als er. haaer und bar jeden Reizes. Er beobachtete ihr Wesen und fand sie bet näherer Prüfung falsch. süßlich und ilatschsüchtia. Und diese Häßlichkeit! Das sind die Schlimm sten entschied er bei sich. Diese Süßlichen haben wenigstens zehn heimliche Teufel im Leibe."' Er kriegte eine H'öllenanqst und verabschiedet die Frau, die nun natürlich kein gutes Haar an ihm ließ und ihm wie den Kindern alles Mögliche und Unmögliche nachsaqte. Doch darum kümmerte er sich nicht; und da es kaum anders ging, nahm er eine zweite Wirthschasterin in's Haus. - Diesmal war er vorsichtiger gewesen und hatte Eine gewählt, die katholisch war. sich von ihrem Manne, mit dem si: sehr unglücklich gelebt, geschieden hatte und sich nicht wieder verheiraihn konnte. Sie war jünger und hübscher als die Andere, auch derber und aufrichtiger. Er meinte, eine sehr glückliche Wahl getroffen' zu haben, und in der ersten Zeit zeigte sich auch keine Spur vom Gegentheil bis der Elmann eines Taaes vom Schlaa aetrof fen und sie dadurch zur Wittwe wurde. Damit hob die alte Plage von vorne an. Nun wollte und erwartete sie. daß er sie sculeunig heirathe. Da er .sich weigerte, gab es Scenen und Thränen. Und grob konnte das Weib werden eZ war ganz unheimlich. Wie wohl begriff er nun den Verstorbenen, der es mit dieser Person nicht ausgehalten hatt! Und er sollte das zweite Opfer werden. Besten Dank! Nach einem fürchterlichen Krach ver ließ sie sein Haus, und er wagte es nicht mehr. . ihr eine Nachfolgerin zu g:ben. Wenn ich nur noch eine Mutter hätte oder eine Schwester oter eine Tante!" dachte er bekümmert. Auf so Jemanden konnte man sich doch ver lassen. Oder wenn ich noch wenig stens eine l'.dize Cousine hätte. Nein. nein: eine Cousine nicht. Die .wollte wahrscheinlich auch geheirathet werden. Warum sie nur alle auf d Ehe so versessen'sind? Gott mag es wissen: ich weiß es wirklich nicht. Aber sie sind nun einmal so, und es stehen nur zwei Wege osfen: entweder nachgeben ode? sich ohne zu behelfen. Der zweite Weg erschien ihm der bessere. Und zur Noth ging es ja auch. Freilich: die Magd schaffte manches bei Seite, und die Kinder waren ztem? lich verwahrlost und ungezogen Aber er tröstete sich: es war sa immer noch besser, als wenn sie eme schlimmeStief mutter hätten. Seine Freundinnen fuhren emsig fort, sich für ihn zu bemühen, trugen ihm Partien" an und machten ihn mn Damen bekannt. Er blieb aber widerhaarig und verstockt.. An einer Jeden hatte er etwas auszu setzen, keine gefiel ihm, und so schob er, um sich mit Anstand aus der Schlinge zu ziehen, immer die Kinder vor: Mir wäre ja bald Eine recht, ich bin nicht anspruchsvoll. Aber meine Kinder! Ich darf nicht unbesonnen wäh len: die Kinder hätten den ärgsten Schaden davon. Bis ich nicht von Einer überzeugt bin, nehme ich Keine.Und dabei blieb er. - Sie sollen keine Stiefmutter kriegen, die Armen." dachte er. .Dazu habe ich sie zu lieb." Vielleicht wäre unier Vielen, die man ihm antrug. Eine, mehr als Eine gewesen, der es Ernst war . mit dn, was sie qelobte. und die seine Kinder geliebt hätte. Da Keine ihm gefiel, verwarf er Alle, ohne gmauer zu prü fen. schützte vor sich selbst und vor den Anderen seine Kinder vor und wiederholte immer wieder, daß dieKindek keine Stiefmutter bekommen sollten. Und dann . nach zweijähriger Wittwerschaft fand er Eine, die ihm gesiel. Auf der Straße . lernte er sie lennfn; eine Hübsche, draltz Person,

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' Gestern war der erste Tag an dem wir Schuhe verkafken. dtxoit etwa, Neuei bei uuö und wir hatten alle Hände voll zu thun. ,Von allen Seiten wurden unö Complimente zu Theil, wecen des schönen Verkaustlokalek. als auch wegen de vortrefflichen und wohlauögeftatteten Sch.'lhlagrrS. Wir hatten

etnen neltgen Berkaus von Queen Qualität. Diese S hübe, haben günstige Aufnahme gefunden, sie werden sich so gut wie im Osten einbürgern durch verhältnißmäßig niedrige Preise und vortreffliche Qualität.

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Queen Quality" kommt auö der

einer Fabrik, welche sich nur einer Specialität widmet, nämlich der Versertigung feiner Frauenschuhe. '

Wir haben vierzig verschiedene Sorten und jede in jeder Größe nnd Weites Boots" kosten $3.00, Oxfords" 82.50, wenig genug für einen durchaus guten Schuh und wunderbar wenig sür den Grad der Eleganz und Vortrefflichkeit der Queen Qualtty " Wir verkaufen keine theueren Schuhe, weil wir auch für einen höheren Preiö keine besseren verkaufen könnten. Die neue Schuh-Abtheilnng stößt an unsere Kleideralbeilung im zweiten Stock und wird ra'ch durch d,n Westauszug erreicht. Die Leitung derselben liegt in den Häaden deß wohlbekannten Herrn Frank Merl.

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deren rund-e VTjrrn i--m in die '.'lugen stachen. Und prüfte er nicht erst ängstlich, ob sie auch die richtige Mutter für seine Kinder wäre, ob sie gut sein würde zu seinen Kindern. Än die Kinder daüte er gar nicht. Er wollte daZ Weib Ipfon, für sich haben und so mußte sie auch den ! Kindern recht sein. t ' Und er hat sie geneiratbet. Er siebt ganz genau, daß'die, Kinder es nicht gut haben bei ihr. dag sie verschüchtert sind und verängstigt, und sich. vor der T"Li.r 11 f " ' Y i e,, . siicsinllller surcyien. Aoer er ist verliebt in das Weib und darum machtlos vor lhr. und so schließt er die Augen, um nicht sehen zu müssen, wie seine Kinder leiden, und sagt noch so weit geht sein Selbstbetrug daß er sieb der Kmd.'r wegen wieder verhelrathet habe, daß Kinder eine Mutter haben müßten, die sie überwache und erziehe . . . und wenn die Kinder blaue Flecke baben, oder eine rothe, verschwollene Backe und roth gemeinte Augen, lst er feig w Andere m seiner Lage, thut, als wenn er nichts davon sähe, unt hütet sich, eine Frage zu stellen. Und das ist das Ende vom Lttde, vom wohlbekannten alten Liede. Beim Taufschmause. Hausfrau (zur Amme, die den Gänse, braten herumreicht): Minna, gelxr. Sie dem Herrn Lieutenant die Brust!" Minna: .Aber Madammeken!?" Ä u r cy scy a u t. Eommis : 5):r? Goldberg, unser Freund Silberthal hat Pleite gemacht.- Chef: Drücken Sie ihm sofort unser Bedauern aus aber stilisiren Sie dcnVrief so. daß er wie ein Glückwunsch aussieht! T Erfaßte Gelegenheit. Herr (bei der Probe im Liebhaberthea. ter): .Pardon. Fräulein, der Kuß klappte noch nicht recht, den müssen wir ncchmal machen." Auch eineEhrenerkla. r u n g. Hiermit erklare lch, daß mir die Aeußerung, der öerr V. Mcver sei ein ordinärerLump, sehr leid thut, und ruae noch hinzu, dan derselbe kein or binarer Lump ist.Schlukfokaeruna Eine Dame begegnet in einer Gasse einem Betrunkenen und gebt, um ausuweichen. mehrere Mal von einer Skite zur andern, steht sich aber immer wieder dem Taumelnden gegenüber. Betrunkener: Aha. anä ffraulein. öaben Sie auch ein bis! zu viel erwischt!

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s größten Schuhfabrik der Welt, aber sTU W vv. vv yv. 00000 r F V O Ö Ö O o o o o o o o o o o o v ten Ziamilienbedark tut uns Leicht l)evauiubtommttu A.: Denk' Dir nur. was mir neu lich passirte! Ich sitz' todtmüde Ui meinem Zimmer auf einmal war mir's, als riefe mir mein Better aus China, ich soll schnell in's AiktoriaHotel kommen und mit ihm soupirea ! Ich bestellte mir dort einen Kalbskopf fc tortue und eine Flasche Champazner und alles Weitere habe ich total vergessen, so da ich gar nicht weiß, ob ich gewacht oder geträumt!" B.? Das ist leicht zu erforschen: Wenn Du nicht geträumt, sondern in Wirklichkeit im Viktoria gespeist hast, dann bist Du ja sicher dort Alles schuldig ge. Wen!Splitter. Geist, Dn weißt Ist eben Im Leben Nicht immer von Nöthen. Erbeten Jedoch ist immer Cin Schimmer j-. Von Geist und Gemüth Das zieht; Zwar lügt's. Doch genüg:'. Der Pessimist. A.: Sie sind also nicht für das Sprichwort: 23 niAt N,st W,z lM.Zs. rtur,? . 7 , wn( -wv b v. vrv 1 14 it u A.: .Nein, weil Alles falsch ist - Hieb. Gattin: Waö sagst iz Zu der Müller'schen Heirath er ist taub und sie ist stumm." Gatte: Na, da ist sein Eheglück- ja doppelt der. bürgt." Durchschaut. A.: Bai sagen Sie dazu: wir sind zehn Jahre derbeiratbet und fian ,,s v 7 - iVW tllUyi ein einziges Mal gezankt.- I.: Da n..S fcTim Vnn&f fit lt,' : l 2 nit iiiv v-6uaii3tcijcrioeif Ist Ön bin. PrfftM w:-. j - - - r- w v., 4 civ uic Dame dort an! Das ist die Wittwe, dieunser freund Müller fit, ;m 7"Vk4 VlUi t .roo&I 5i,l h9 orn:. "vi" " - -vi f -iic Heu!" .Und Verstand?" Auch ! rfhEMiinrmrtnii krimfkirrt tli UlLUVnU JLU1 V v , r-3 1 -alzer'1 zrtffkl,Wunder uLgcmem ttJ big. Jkdkr DeuHcke? sollt baten' vflarntn. ür 10c. un Hee ttstii ( senden wir 10 ffarmsa,.n.5 c sammt deutsche?, Katalog und Bescern. oung ecr-AUiion Dollar" RaxtofltL V

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