Indiana Tribüne, Volume 23, Number 186, Indianapolis, Marion County, 25 March 1900 — Page 10

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J t HolcmiaZjt. . Nilitä7?i!.norce?' von 5Zrc Uxx v. Schlicht. Es thut mir leid, es sagn zu müssen: das neue Jahr hat die Erwartungen, die ich aus es setzte, bisher nicht erfüllt. Ich glaubte, die Zahl 1900 würde an Stelle des bis zur Bewußtlosigkeit abgenutzten und abgeschmackten rothen Jadens" ein besseres Bild bringen, aber ich irrte mich. Da bleibt mir nichts anderes übrig, da muß ich das berühmte und berüchtigte Band auch noch einmal citiren und sagen: bci der englischen Marine der rothe Faden ist. das ist bei dem preu-

Kochen Militär die rothe Hosennaht. Die Hose vergeht, die Hosennaht desteht. Ich wem nicht, ob der von m:r und allen anderen Autoren so hochgeschätzte Leser einmal ein Kommißbeinkleid fünfter oder qar sechster Garnitur gesehen hat. Wem dieser Anblick bisher erspart blieb, der freue sich und wünschc sich nicht, daß die kommendenTage ihm den zweifelhaften Genuk bringen. Schön ist solche Hose nicht, zuweilen ist sie schon sechs Jahre getragen, bet jedem Wind und Wetter, und der stolze ötrieger, der rn den Hosenbeinen steckte, hat sich mit ihr, dem Befehl der Vorgesetzten gehorchend, auf demKasernenr.of und im Gelände herumgewälzt. Was bleibt da noch viel nach? Nur Lumpen. Die zahllosen Löcher, die im Königlichen Dienst gerissen wurden. sind mit Flicken der verschiedensten Art rzgenerirt, nur eins blieb heil und leuchtet in vorcicschriebener Schönheit: die Hosennaht." Die darf von keinem Sturm und Unaewitter vernichtet werden, die Hosennaht m.ß bleiben, wenn die Hose auch vergeht, denn das Realcment befiehlt, daß der Soldat, wenn er still steht, die kleinen Finger dicht hinter der Hosennaht haben soll. Es gibt militärische Vorgesetzte, die allen Ernstes behaupten, jeder Civilist sei schon deshalb krumm und schief, weil seinem Beinkleid die rothe Hosennaht fehle und die da ferner der Ansicht sind, die Civilisten schlenkerten nur deshalb so mit ihren Armen und Händen, weil sie nicht wußten, wo oie Knochen von Rechts- und von Linkswegen hingehörten. Hände an die Hosennaht. Es ist kurze Zeit nach der RekrutenVorstellung. Die Compagnie ist zufammengcstellt, oder wie es richtiger heißt, rangirt worden und tummelt sich zum ersten Mal auf dem großen Erercierplatz. Genauer wäre es, zu sagen: sie wird getummelt, aus eigener Initiative tummelt sich nie ein Soldat. Die Vorgesetzten machen ihm so viel Bewegung, daß er sich freut, wenn er seine Knochen, die doch bis zu seinem Tode nicht nur bis zum Ende seiner Dienstzeit vorhalten sollen. etwas schonen kann. Die Compagnie wird getummelt. der Tümmler- ist in diesem Falle der Herr Hauptmann, der hoch zu Noß seinem Fähnlein voran reitet und seine Kerls und seine Herrn Kerls, die Lieutenants, laufen läßt, daß ihnen die Zunge fast zum Hals heraushängt. Der Hauptmann hat sich vorgenommen, seine Kindlein etwas zu schleifen, sie etwas hoch zu nehmen und ihnen zu zeigen, daß sie nicht nur aus der Welt sind, um Commißbrod und dicke Erbsen zu essen. Der Capitano ist wüthend und, wie sich das eigentlich von selbst versteht, nicht ohne Grund: er ist bei der Rekrutenbesichtigung hereingefallen und auch die alten Leute. die gleichfalls besichtigt wurden, vermochten nicht den höchsten Beifall Seiner Excellenz zu finden. Der Teufel hatte den Divisionskommandeur reiten müssen, daß diese? in höchsteigener Person zur Besichtigung kam. Excellenz hatte gar nichts gloot. nicht emmal den Haarscbnitt und den Mützensitz, auf den fast mehr Sorgfalt verwendet war. als auf die ganze Ausbildung, dafür aber hatte der hohe Herr desto mehr aetadelt. insonderheit die Handhaltung, und das war um so schlimmer gewesen, als die Handhal' tung das Steckenpferd Sr. Excellenz war. Der Qauvtrnann war anaevkikken worden, als ob ein Teifun ihn umzureißen drohte. Zuerst hatte er daran qedacht. den Vorgesetzten auf Pistolen zu fordern und ihm eine Kugel vor den Bauch zu schießen, dann wollte er sei nen Abscbied nehmen, er wollte M dcsckweren. ia. was wollte er nicht Alles. Aber schließlich steckte er die Liebens Würdigkeiten ruhig in die Taschen wozu hat der Soldat denn auch sonst die Dinger? .Na. wartet Kinder, ich will Euch schon eine tadellose andhaltuna bei brinaen denkt der Hauptmann. erst will ick Euren Verstand einmal erwecken und meinen Lieutenants will ich ttiaen. dan ick mit der Art und Wette. in der sie den Dienst geleitet haben, ablolut nickt einverstanden bin. Nach einer halben Stunde find die Leute warm: sie dampfen. So denkt der Hauptmann, sur den Anfang maa das aenua sein, nun wollen wir die Sache einmal versuchen. Er ruft seine beiden Lieutenants zu slck beran: .Bitte, meine Herren, über!,:bmen Sie lud ein Glied der fcom pagine. Sie. Herr Lieutenant Aoerg. das erste. Sie. öerr Lieutenant Em bera. das zweite. Stellen Sie Ihre Glieder mit Gewehr ab" auf, aber ta dellos, meine Herren, ta bei los. und tadellose Handyaltung der linken 5,and. ??anaenSie an und wenn Sie fertig sind, sagen Sie mir Bescheid, ich lasse Ihnen 11. "Äie beiden Lieutenants sahen sich an und ein schwerer Seufzer entringt sich ibrer Bnlst. .Wie meinten die Herren?" fragt der Qauvtmann. aber die beiden Ofsl- , ciere beeilen sich, in versickern, daß

zwar ein schlecht besoldetes Amt, dafür aber auch rächt die leiseste Meinung, nach Ansicht ihrer Vorgesetzten sogar

nicht einmal die leiseste Ahnung hätten. Die Lieutenants, übernehmen die Glieder, und als Lieutenant Emberg seine sechzig Krieger vor sich sieht, stöhnt er noch einmal laut auf und wirft seinem Kameraden einen neidischen Blick zu: im ersten Glied stehen tit geraden, gut gewachsenen Leute, im zweiten Glied die krummen. Nur Muth!" tröstet er sich schließlich und er gibt seine Commandos. Stillgestanden! Richt' Euch!" Der Flügelmann stiert, wie das Gesetz es befiehlt, gerade aus. die anderen neunundsünfzig nehmen den Kopf nach rechts und bringen, ohne zu schielen, das Kunststück fertig, mit dem rechten Auge die Brust ihres Nebenmannes, mit dem linken Auge die Knopsreihe des ganzen über ihnen stehenden Gliedes zu sehen. Nach einer kleinen Viertelstunde duden die Heldenbrllste eine schnurgerade Linie. Jetzt kommt der Tragödie zweiter Theil: die Fühlung. Jeder soll seinen Nebenmann mit dem Ellbogen fühlen. Der Lieutenant geht vor die Front, um sich davon zu überzeugen, ob die Sache stimmt. Selbstverständlich stimmt sie nicht: der Eine fühlt zu viel, der Zweite zu wenig, der Dritte gar nichts. Der Eine muß beide Arme mehr ausstrecken, der Zweite muß sie mehr krümmen und der Dritte verdient, daß er ermordet wird, denn er muß mehr nach rechts gehen. Die Leute, die unter ihm siehen, müssen folgen und die ganze schöne kunstvoll aufgebaute Richtung ist zum Teufel. Die Sache sangt wieder von Neuem an: God save the Queen. Der Himmel erbarmt sich über Gerechte und Ungerechte, warum soll er sich da nicht auch eines Lieutenants erbarmen. Nach einer guten Viertelstunde stimmt die Sache. Nun erst kommt die Handhaltung: die rechte Hand umfaßt daS Gewehr mit natürlich ausgestrecktem Arm, Daumen hinter dem Laufmantel, die anderen Finger leicht gekrümmt, Fingerspitzen geschloffen auf dem Gewehrnemen. Bis ein Volak das begriffen hat, kann man auf einem Fahrrad mit luftleeren Reifen dreimal um die Welt fahren. Und wenn der Mann es endlich begriffen hat, 10 kann er damit die Hände noch lange nicht so halten, wie es vnlangt wird. Die Finger der Leute sind von der harten Arbeit krumm und bei Untergebenen findet man selten n loses Handgelenk. Die lmke Hand liegt an der Hosennaht. Der Lieutenant geht die Front herunter und korrigirt die linken Hände: ,Fmger mehr ausstrecken, Finger mehr krümmen, die Hand weiter vor, die Hand weiter zurück; denkt daran, Leute, Jeder von Euch muß die Hosennaht mit dem kleinen Finger fühlen können. Nehmt die Handballen ordentlich auswärts, man muß hineinsehen können, aber denkt daran, daß der kleine Fmger dabei dicht hinter der Hosennaht liegen bleibt. Thut mir den einzigsten Gefallen und denkt daran. denn, wenn der Herr Hauptmann nachher kommt und die Sache dann nicht stimmt, dann ist der Teufel los." Und die Prophezeiung des Lieutenants geht glänzender in Erfüllung als die Wahrsagungen der Kartenlegerin. die, wenn es nicht anders sem kann, schon für fünfzig Pfennig viel Geld, für eine Mark aber schon ein großes Vermögen prophezeien. Der Hauptmann kommt, sein Lieutenant hat ihn gerufen. Schon fertig?" fragt der Capitano. Diese Frage allein läßt den Lieute nant ahnen, daß sein Werk keinen Beifall finden wird, er hat das Glied zu schnell aufgebaut und doch hat er länger als eine halbe Stunde gebraucht. Die Leute können schon nicht mehr still stehen. Da bin ich neugierig, meint der Vorgesetzte er steigt vom Pferde, öesieht sich die Richtung und geht dann die Front hinunter. Aber er kommt nicht weit, schon beinl dritten Mann bleiht ?r stehen. Auf der linken Hand des Kriegers amüsirt sich eine große Fliege, sie tum melt sich dort und treibt allerlerScherze und in ihrem Uebermuth kitzelt sie den Bleisoldaten, ich meine den Soldaten. Das Kribbeln und Krabbeln macht den Mann unruhig, er will daS Thier verscheuchen, er bewegt seine Hand und als er wieder still hält, liegt der kleine Fmger Nicht mehr hinter, sondern vor der Hosennaht. Die Fliege aber ist nicht verschwunden. die sticht und krabbelt und kitzelt ruhig weiter. Aber Herr Lieutenant," sagt der Hauptmann, das nenen Sie eine cor reise Handhaltung? Allerdings, wenn Sie so schnell machen, kann man sich 1 nicht wundern, wenn nichts GescheidteS herauskommt. Mehr Gründlichkeit, Herr Lieutenant, mehr Accuratesse. mehr Genauigkeit, rneS ist nichts, meS ist absolut gar nichts. Sie müssen fick viel mehr Mühe aeben. HerrLieutenanr. wenn Sle wollen, daß ich von Ihren Diensten wirklichen Nutzen haben soll, damit, daß Sie vor der Front spazieren gehen, ist es nicht gethan." Heiß wallt eö in dem Officier auf, er hat sein Bestes, sein Möglichstes gethan, um zu leisten. waS von ihm derlangt wurde, er will sich vertheidigen, ein scharfes Wort liegt ihm auf der Zunge, auch ohne daß eine Fliege auf seinen Händen spazieren geht, kribbelt und krabbelt es in seinen Fingerspitzen, nur schwer kann er die .Hände still hal. ten. aber auch für ibn beibt's:- der

kleine Flnger liegt dicht hinler der Hosennaht. Wenn der dritte Mann schon so dasteht, wird es bei den anderen wohl noch schlechter sein," sagt der Hauptmann, bitte, stellen Sie dasGlied noch einmal auf. Wenn Sie damit fertig sind, sagen Sie mir Bescheid." Der Hauptmann geht davon; aber mein Lieutenant bleibt zurück: er läßt seine Leute einen Augenblick rühren, dann fängt die Sache wieder von vorn an. Der kleine Finger liegt dicht hinter der Hafennaht immer, auch dann wenn der Soldat sana culotte ist. Das kommt zuweilen vor: wenn der Krieger zu Bett geht, wenn er aufsteht, oder bei anderen Gelegenheiten. Nie fehlt der Vorgefetzte, der den Untergebenen beaufsichtigt, damit dieser nicht etwa einmal auf den Gedanken kommen sollte, irgend etwas zu thun, was in den drei Büchern des Soldaten, dem Reglement, der Felddienstordnung und der Schießvorschrift, nicht aufgeführt ist. In einem Lazareth lag einmal ein Mann, der hatte schwer Zahnweh. Man glaubte es ihm, auch ohne daß er es sagte, denn sein Gesicht hatte den Umfang der Weltkugel, und von Schmerzen gepeinigt, drehte er sich abwechselnd um seine Längs- und um seine Querachse: bald stand er im Bett auf dem Kopf, bald auf den Füßen, bald lag er auf der rechten, bald auf der linken Seite, bald auf dem Bauch, bald auf dem Rücken, bald im Bett, bald unter dem Bett. Es ging ihm gar nicht gut. Das traurigste war, daß der Mann nicht im Stande war, seinen Mund so weit aufzumachen, daß die Zange in Thätigkeit treten konnte. Jeden Morgen trat der Chefarzt an das Bett des Kranken, um sich davon zu überzeugen, wie es ihm ginge, und wenn der Arme dann, von Schmerzen gepeinigt, einen doppelten Saltomortale ausführte, sagte der Oberarzt zu seinen Unterärzten, die andächtig seinen Worten lauschten, um von ihm zu lernen: Es scheint, als ob nur eine geringe Besserung eingetreten ist." Bessern mußte sich das Befinden deS Soldaten von Tag zu Tag. denn wozu war er sonst im Lazareth unter der Aussicht eines Chefarztes, eines Obers

stabsarztes. eines Stabsarztes, zweier Assistenzärzte, eines Einjährigen-Arz-i . , ZT" !i"lf 1 ies, eines aniiaissergcanlen, eines Sanitätsunterofficiers und eines Sanitätsgefreiten. So viele kluge Leute müssen doch einen Menschen, wenn sie ihn nicht tödten, gesund machen. Der Kranke hatte Glück: er blieb am Leben, und eines MorgenZ sprach der Chefarzt das große Wort: die Geschwulst hat nachgelassen, morgen ziehe ich den Zahn. Warum er ihn nicht gleich zog.wußte er wohl selbst nicht. Am nächsten Morgen erschien der Oberroßarzt, Pardon, der Oberstabsarzt, mit einer gewaltigen Zange bewaffnet, am Bett des Kranken. So. mein Sohn, nun richte Dich etwas in die Höhe und mach' denMund so weit auf. wie Du nur irgend kannst." Der that, wie ihm befohlen wurde. Die Zange wurde angesetzt und der Arzt zog. Allzu lieblich muß das Gefühl für den Kranken nicht gewesen sein, denn plötzlich griff er mit beiden Händen nach dem rechten Arm des Oberstabsarztes und suchte diesen mitsammt der Zange fortzudrängen. Der Chefarzt war einen Augenblick starr, dann sagte er: Mein Sohn, weißt Du nicht, daß Deine Hände an die Hosennaht gehören?" Und gehorsam streckte der Soldat seine Hände unter die Bettdecke, suchte an seinen Beinen die Stelle, an der, wenn er ein Beinkleid trug, die Hosennaht zu sitzen pflegt, legte die kleinen Finger hinter die Hosennaht, krümmte die übrigen Finger leicht und nahm die Handballen rückwärts. So lag er still und wartete, bis der Art den kranken Zahn gezogen hatte, eS dauerte eine Ewigkeit, endlich aber hielt der Oberstabsarzt den Zahn triumphirend in die Höhe und siehe da, er hatte Glück gehabt, er hatte den fal schen erwischt und konnte zu seiner Suite sagen: Sehen Sie, meine Herren, so sieht ein gesunder Zahn aus, nun werde ich Ihnen gleich zeigen, wie ein falscher aussieht." Und mit den Handen an der Hosennaht lag der Soldat weiter still, bis der Arzt den richtigen erwischt hatte, und sagte: So. meinSohn, nun darfst Du Dich rühren." Die Hände gehören an die Hosennaht nur zur Zierde wird die rothe Biese wahrlich nicht in das Beinkleid genäht. Vrienlalische Kaffeehäuser. Ueberall in der Türkei, wo eine besonders schöne und grsße Plantage ihre schattenspendenden Aeste ausbret tet. in den größeren Städten inmitten der Häuserreihen selbst oder auf einem bequemen Rundplatz. aus flachem Lande in der Nähe einer erfrischend sprudelnden Fontäne, da erhebt sich auch ein Kaffeehäuschen. Oft lehnt sich der primitive Holzbau so hart an den Baumstamm an. daß dessen Zweige geradezu auö dem Dache herauSzuwachsen scheinen. An allen Orten NordafrikaS und Syriens kann man rn den engenstra ßen zu ebener Erde eine direkt in die Hausmauer einspringende, niedrige kammerartige Oeffnung entdicken, die manchmal nur wenige Quadratfuß mißt. Ein Kaffeeverschänker hat hier seinen Standplatz aufgeschlagen und bietet daS duftende Getränk den Gä sten, die im Innern sich hart an einander drangen und dicht um den Ein ganJ herum hocken.

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