Indiana Tribüne, Volume 23, Number 165, Indianapolis, Marion County, 4 March 1900 — Page 4

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ttt tägliche Xrlöflnc" kost durch den Xrlg entö per Woche. d!e Sonnt!lz.rrid2e'k iti ptx I3oS. etde luftcrw IS et kr 3xtl y ?i,t. Pst Yft ierhaU JUd zeschi in 9ttKlilUu3 5' Jl. Ofttc! SO VülK ws Indianapolis, 3nb., 4 März 1S00 Sonntags piitol Wirklich, die Amerikaner rnüsstn ein hochmoralischeö Volk sein ! Wenn eö keine Moral gäbe ,so würden sie ohne Zweifel eine solche ersinden,wenn dielleicht auch zu keinem anderen Zweoe als um sie gelegentlich einmal vor der Oessentlichkeit zu retten. Ob auch, um sie privat zu üben, daran erlaube ich mir zu zweifeln. Eine solche Moralrettung ist eben in New Jork im Gange und in Chicago wurde eine vollendet. In New öork wurde in' einem der besseren Theater allabendlich dai Schauspiel Tappho", eine Dramatifirung deö gleichnamigen Romanö von Alphonse Daudet gegeben. Alphonse Daudet ist einer der bedeutendsten Roman- und DramenDichter unserer Zeit. Ja der Schilderung deö französischen sagen wir lovr life ist er häusig sehr realistisch. Aber Daudet ist Franzose und Kunstler und die Prüderie in der Kunst gehört zu den Todten. Und nun ereignete eö sich, daß sich gegen die darftellung der Sappho daö moralische Bewußtsein eineö Reporter der World" empörte und daß er die Verhaftung der Schauspielerin Olga Nethersole, sowie die ihre Managers und Regisseurö verursachte. Daö moralische Bewußtsein eineö Reporters der World"! Lache nicht lieber Leser ! Deun die Perversität, die World" für moralischer zu halten, als die Werke eineS Daudet gehört ja nicht zv den Unmöglichkeiten, besonders für stinen, der Reporter an der World" ist. Dieser Reporter wurde klagbar (4t rief daö Gesetz an um die Moral zu retten. Und nun ereignete sich, waö in solchen Fällen meist geschieht. Am nächsten Abend war daö Theater gefüllt bis zum letzten Platze. Die Polizei batte nämlich beschlossen, bis nach ersolgter Entscheidung die Vorstellungen nicht zu stören. Sechs Mal wurde die Nethersole vor den Vorhang gerufen. Beim sechsten Mal fragte sie daS Pub likum, ob sie auö diesem Beifall schlie ßen dürfe, daß daö Publikum sich auf ihrer Seite besinde und - daö ganze Hau? schrie : 3a". Mit 3b.nen hinter mir, bieteich der Welt Trotz", sagte die Schauspielerin und daS Publikam gerieth in eine wahre Eztase der Bewunderung und deS Beifalls. Brauche C) zu sagen, daß nun alle Welt in New Sork Sappho" sehen will und daß daö Theater jeden Abend bis auf den letzten Platz gefüllt ist? Soll man sich darüber wundern? Die Welt findet längst die spießbürgerliche Komödie noch langweiliger alö die Spießbürgerlichkeit selbst. Wir machen hier wieder die alte Erfahruntz, daß jeder Versuch die Moral zu erzwingen, bloß zur Reklame für die Unmoral wird. Daö wäre in diesem Falle erwiesen, auch wenn' dar Stück nicht unmoralisch ist. Die Schilderung der Unmoral ist ja an sich nicht unmoralisch Ein und dieselbe Handlung kann moralisch oder unmo ralisch sein, je nach den Motiven, welchen sie entspricht. Jedenfalls hat in diesem Falle der Moralietter eine ganz riesige Reklame für daö Stück gemacht, so riefig, daß schon mehr als Einer auf den Gedanken gekommen ist, die Klage fei bezahlte Arbeit gewesen. EineS ist sicher. mit der Thatsache, daß die Klage von einem Reporter der World" auSging. läßt sich diese Annahme sehr wohl dereinbaren. Inzwischen ist in Philadelphia ein Buchhändler wegen Verkaufs deS Romanö Sappho" zu einem Jahr, ZachthauS verurtheilt worden. In wer Stadt, in welche? die Verwaltung noch corrupter ist, als Tammany. DaS will gewiß etwas heißen. Et ist geradezu zum Tollwerden. Während eS in jeder amerikanischen Stadt Theater von dem Schlage deS hiesigen Empire giebt.xin denen die Zote, die Schamlosigkeit und die Gemeinheit sich breit machen, während die abscheulichste Schundliteratur unbeastandet derbreitet wird, schickt man den Bucktänd'er, der daS Werk eineS Künstlet verkauft, inS Zuchthaus. ES ist unerhört! Selbstbetrug und Heuchelei 'ohne Grenzen. Niemand tadelt die Sünde '

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Der berühmte französische Sänger .

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y schreibt wie folgt : H Ich gebrauche das echte Johann Hoff0 fche flüssige Malz-Extrakt und

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U finde, daß eS meiner Stimme und meinem 0 allgemeinem Gesundheitszustände sehr wohl ZC&

f ' : 83 Gi Dutzend Flaschen des Johann Hoff'fehen flüssigen Malz U Extrakts enthalten mehr Nährkraft wie ein Faß Bier oder Porter. $ Johann Hoss's flüssiges Malz.Extrakt macht Fleisch und Blut.

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mehr als die Sünde selbst und Niemand verfolgt die Sünde mehr als die Schuld. Der Plauderer. Der Parademarsch. Won Jreihcrrn n, Schlicht. ' Seine Excellenz der neue kommandirende Herr General, der erst vor kurzer Zeit den Besehl über das Armeekorps übernahm, lzat fein Erscheinen für die nächste Woche angemeldet Excellenz will das in der kleinen Stadt garnisoni rende Infanterie Regimznt beäugenscheinigen". Excellenz kommt!" Mit der Geschwindigkeit eines elektri schcn Funkens, der durch die Welt saust, verbreitet sich die, jZunde, und selbst die Nachricht Sie Pest ist da! könnte keine größere Erregung, keinen größeren Schreien, hervorrufen, als das Wort Excellenz tommt! Die Gemüth-r fangen an zu zittern und unruhig zu werden.. Man kennt Seine Excellenz nur dem Renommee nach, und der Ruf. der ihm vorangeht, ist nicht der btste ach nein, im Cegenthelll Excellenz hat den Vor zug, ein Schwabe, ein Württemberger zu sein, und man erzählt sich, dav er die diesem biederen Volksstamm eigene Cf senherzigkeit und Geradheit des Aus drucks im höchsten Maße besitzt. Excellenz soll von einer Grobheit sein, die alle? bisher ante und post Ehristum natum Dagewesene in den Schatten stellt, und so macht .man sich denn auf Verschiedenes gefaßt. Tcr Herr Oberst ist weise genug, sich zu allem bereit zu machen denn man kann doch nie wissen, wie eine Besichtigung endet. Er schickt seine Eivil Anzüge zum Schneider, läßt sie reinigen und aufbügeln und überzeugt sich durch einen Blick in die Hutschachtel davon, daß es seinem Ey linder, den er sich als junger Lieutenant einmal kaufte, noch gut geht. Er bittet seine Frau, nachzusehen, ob an den Plätthemden, die er nur in Eivil auf Urlaub zu tragen pflegt, auch keine Knöpfe fehlen, und erläßt dann den Befehl zu einer Offiziersnersammlung. Meine Herren.- spricht er mit erhobener Stimme, wie Ihnen vielleicht schon Allen bekannt sein wird, werden wir in der nächsten Woche die große Freude haben. Seine Excellenz, den kommandirenden Herrn General, bei uns zu sehen. Meine Herren, das ist für uns eine große Auszeichnung, und ich bin fest davon überzeugt, daß Sie sich mit mir freuen, Excellenz hier begrüßen zu dürfen. Meine Herren. eS ist mir bekannt geworden, und Seine Excellenz hat die Güte gehabt, es mir auch zu schreiben, daß Excellenz den allergrößen Werth auf den Parade marsch legt. Excellenz ist der durchaus richtigen Ansicht wenn ich mir über Haupt erlauben darf, über die Ansicht Seiner Excellenz eine Meinung zu ha ben , daß man an dem Parademarsch einer Truppe am besten die in dem Regiment herrschende Strammheit erken nen kann, und darum, meine Herren, werden wir von jetzt an bis zum Ein treffen Seiner Excellenz täglich Parademarsch üben." Als die Beine des . Herrn Leutnants diese entsetzlichen Worte hören, knicken sie vor Entsetzen ein und am liebsten würden sie ihren Abschied nehmen und sich pensioniren lassen aber das geht nicht, sie sind noch zu jung, sie müssen noch weiter dienen. Am nächsten Morgen steht daö Regi ment auf dem großen Exerzierplatz, der eine Stunde außerhalb der Stadt liegt, zum Parademarsch üben. Einein die Erde gesteckte Nohnenstan ge vertritt den ' kommandirenden Gene ral. Ter Herr Oberst reitet mit seinem Etatsmäßigen und seinem Adjutanten, den gezogenen -äbel vorschriftsmäßig aus die rechte Lende stützend, in dem be fohlenen Abstand vor der ersten Eom pagnie. Sobald er sich mit seinem Stäbe dem in die Erde gesteckten Stock Seiner Excellenz nähert, salutirt er den Säbel und nimmt scharf Augen rechts-. Er weiß, Excellenz liebt es, scharf an gesehen zu werden. In sausendem Schritt reitet der Her? Oberst die Bohnenstange scharf ansehend vorüber dann aber.setzt er durch den Druck seiner Schenkel seinen Rappen in Galopp, reitet rechts heran?, hinter Seiner Excellenz- herum und parirt fein Roß dann neben dem stellvertreten den hohen Vorgesetzten. Und dabei ist es ihm Passirt... daß er S.eine Excellenz" schon zweimal umge ritten hat. Wenn er die wirkliche Excellenz nur anreitet, ist er ein tcdter Mann, das TtmU ttt lkidd kam trfllut 4 4t Z 7 ni t ccaimMiirTicu I1 111 C II C ersiditdungk. 'chmerzdafte, n..ftn.H.... f.'t niM, MrptM TV M . II, f kheilt nxTtrn sann, rrripr ich, ranb einer f nt.iic icivm tditctt, mit tgrbtntrr tieft, in einem ro siegelten Cafet. eine 50 Cent Cchicbi tcl ren einem einia&en (aulmittcl tu senden, welche mich nch Mxa Unaern Leiden keilt lat. I ist abi I jelut tonenfrei. ttttdt ,ch het, 1 1 nch selbst der eine ftenndHU Sbrtsic : Zlt. L. Ctt) Gt,

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1 weiß er an das, was geschieht, wenn er sie umreitet, mag er gar nicht den ken. Daß der Gaul die Sporen bekommt und dafür bestraft wird,' daß sein- Reiter lein Reiter ist, bedarf, als seldstver stündlich, nicht der besonderen Erwäh nung. Dieses Mal aber hat der Herr Oberst Glück gehabt. Excellenz- ist stehen ge blieben, und der Kommandeur hält nun neben dem hohen Vorgesetzten er drängt sein Pferd ganz dicht an Excel lenz- heran, um kein Wort zu verlieren, das die Bohnenstange ich meine Ex cellenz zu ihm-spricht. Er markirt eine ledhafte-Unterhaltung und als Ercellenz ihn nun entlaßt, will er mit einer eleganten Volte davonreiten. Er legt den linken Sporn hinter den Gurt, aber sein Roß ist kitzlich, eö schlägt hin ten auS und trifft den kommandirenden General so unglücklich, daß der hohe Herr nieder rn den Sand fällt. Mit Entsetzen sieht dies das Regi ment, denn sie wissen alle: nun müssen wir noch einen Parademarsch machen. Aber sie machen nicht nur noch einen, sie machen noch viele, und als daS Re giment endlich todtmüde nach HauS marschirt, weiß es ganz genau: morgen früh geht es wieder von neuem los. Auf dem Kasernenhof befiehlt der Herr Oberst sämmtliche Ofnziere und Unteroffiziere zu sich und setzt ihnen rn längerer Rede auseinander, daß das, was er heute Morgen von dem Regi ment gesehen habe, ihn in keiner Weise hätte befriedigen können. Was wir von dir sahen, befried'gte uns auch nicht, denken die Untergeoe nen, aber im Gegensatz zu dem Borge setzten sind sie zu wohlerzogen, als daß sie lhre Ansicht frel und onen sagen. Oder sollte Furcht vor Strafe das Ge hege ihrer Zähne, wie Homer sagt, ver schließen? DaS mu ganz, ganz anders wer den,- schließt der Herr Oberst, 'ich werde darüber nachdenken, wle tch Jh nen alle den Parademarsch beibringe!" Und ein Oberst denkt nicht vergebens nach schon nach einundzwanzig Stun den ist ihm ohne daß ihm dabei ein anderer als sein, Adzutant geholfen hat te etwas eingefallen; WaS er sich aber ausgedacht hat, er fahren die Beine seiner Untergebenen schon am nächsten Tag. Die Lieutenants erhalten Privatim terricht im Parademarsch durch den jüngsten Hauptmann. die Unteroffiziere durch die Adutanten, die Mannschaften durch die Unterosll.ere. Und die Jolge dv?scr Dressur ist, daß ein vollständiger Parademarsch Wahn sii.n die Beine der Mannschaften ergreift wohin sie gehen, sie gehen nur noch im Parademarsch. Im Parademarsch morschiren sie des Abends zu Bett und wenn sie am nächsten Morgen aufge standen sind, marschiren sie im Parade marsch zu den Waschtischen, um sich dort zwar nicht mit Oel, ttchl aber mit Hirlchtalg zu salben, denn die Knochen gehen .dabei entm-el. Zwei Leute liegen sogar mit entzwei geschlagenen Kopsen im Lazareth: der eine hat versucht im strammsten Parademarsch, mit durchgedrückten Knieen und auswärts qenom nenen u!ptken die Treppe in der Kaserne hinunterzugehen und der andere wollte im Parademarsch die Treppe hinaufgehen. Beide schlugen die Länge nach hin der eine vorneüber, der andere hinten über und zu spät sehen sie ein, daß man selbst von Soldatenbeinen nichts Unmögliches verlangen kann. Tag für Tag rückt das Regiment nach dem großen Exercierplatz und mit Stolz und Befriedigung sieht der Herr Oberst, daß der Parademarsch immer besser und besser wird, er ist wirklich ausgezeichnet, und eine Steigerung erscheint aus geschlossen. Die Truppe kann sich sehen lassen und der Herr Oberst auch. Seitdem er sich stumpfe Sporen an seine Stiefel hat schlagen lassen, ist sein Pferd plötzlich nicht mehr kitzlich und Excellenz- ist in den letzten Tagen nicht mehr umgerit ten worden. Die wirtliche Excellenz mag nur kom men. Und ne komnl.. Am Abend vor der Besichtigung trifft der Herr General schon ein 'und steigt in dem ersten Hotel ab. vor dem ein Doppelposten auf- und abgebt, um aufzupasscn. daß Excellenz über Nacht nicht gestohlen wird.. Es würe ja auch schade um ihn schade auch für den schönen Parade marsch, den man so fleißig übte und für den man nun morgen' hohes Lob ernten will. Allen graut vor dem morgigen Tag, und sie hoffen und wünschen, daß die Welt untergeben oder. der Exerzierplatz abbrennen mö.e. Aber nichZS von beiden geschieht, und der Roth gehorchend, wahrlich nicht dem eigenen Triebe, rücken am nächsten Mor gen die Offiziere mit ihren Leuten nach dem Exerzierplatz: aber eine Frcudc be seelt doch alle, sie wien. heute ist es für lonae Zelt das letzte Mal.

Ter kommandsrende Herr General

hat dem Herrn Oberst ein schnstlichausgearbeitetes VergnügungsProgramm nach dem sich die Besichtigung abspielen soll, zugehen lassen, und so steht denn das Regiment, als Excellenz auf dem gronen Platz ankommt, schon zum Pa rademarsch bereit. Ter Reaimentsadiutant galoppirt dem Herrn General entgegen und geleitet ihn zu der Stelle, wo bisher der Ver treter Seiner Excellenz gestanden hatte die Bohn?nstange. die ihre Schuldigkeit gethan hat, liegt zerbrochen an der Erde. Sobald der Kommandirende an der richtigen Stelle hält, nimmt der Parademarsch in Zügen seinen Anfang. Tie SpicUeute schlagen das Locken, die Rcgimcntsmusik setzt mit einem Ar. meemarsch ein, der Oberst springt an die linke Seite des Generals und mit zweiundzwanziig Schritt Abstand mar schiren die Züge vorbei. Dem Oberst lacht das Herz vor ftmi de im Leibe, als er sieht, wie seine Kerls und seine Heren Kerls, die Lieutenants, die Beine werfen. Ter letzte Zug ist vorüber erwartungsvoll sieht der Oberst die Excellenz an, die aber sagt kein Wort und der Kommandeur reitet davon, um den Pa rademarsch in Kompagniesront in Scene zu setzen. Auch dieser nimmt einen tadellosen Verlauf und das Auge des Herrn Oberst kann sich nicht satt sehen an der Stramm heit, mit der die Leute Vorbeimarsch: ren. Tie letzte Compagnie ist vorüber erwartungsvoll szekt der Herr Oberst die Excellenz an. die aber sagt kein Wort und der Kommandeur reitet davon, um den Parademarsch in der Re gimentskolonne in Scene zu setzen und sein Regiment in eigener Person vorzuführen. Jetzt wird es Ernst! Mit einer energischen Handbewegung dreht der Herr Oberst .seinen Schnurrbart in die Höbe, reckt die Brust heraus und streicht den Rock glatt. Die Sahnen mit deeiden jüngsten Lfsizleren treten i,w die Mitte des Re gimentö die Musik spielt den Preu ßcnmarsch dann das Eommando frei uc.- und die Beine lzimmel doch werfend, marschirt das gezchlossene Regiment vo:üder. Tie Hauptleute, die der Anciennität nach in einer Lnie hinter der letzten Compagnie reiten, sind vorüber er wartungsvoll sieht der Herr Oberst die Excellenz an, die aber sagt kein Wort, und der Eommandcur schickt sich an. den nächsten Theil der Programms in Scene zu setzen. Aber als er sein Pferd wenden will, um davon zu reiten, hält ihn der Eom mandirende mit der Frage zurück: Aber sie wollten mir doch zuerst- den Parademarsch zeigen.. Herr Oberst? Fangen ie bald ankTer Commandeur ist starr, sprachlos. und wenn ihm daö Wderaufsteigen nicht zu unbequem wäre würde er am liebsten vom B;eröe fallen. Er sieht den Vorgesetzten mit stieren Blicken an--hat der denn die ganze letzte halbe tun de geschlafen, hat der denn nichts gest hen von dem, waZ sich vor- seinen Au gen abspielte, nichts gehört von der Musik, die einen Parademarsch nach dem anderen spielte? Ist denn der Eommandircnde mit Erlaubniß zu denken 'über Rächt verrückt gewor den? Tie Excellenz sieht den Herrn Oberst erwartnngsvoll an der aber schweigt. er welsz nicht, was er sagen soll. Excellenz." stottert er endlich, das. was ich Euer Excellenz soeben gezeigt habe, war doch der Parademarschr Mit großen verwunderten Augen sieht der Vorgesetzte den Untergebenen an, dann sagt Excellenz im reinen württembergischen Dialekt: So? des wer des Parademärschle? Erfch kam e Hause Spielleit un de Musik vorbeige trollt und bliese so cbbcö ähnlich's wie e Marsch und dahinner kam e Maffe Volk daß se Uniform trug, macht sc noch nich zum Soldaten. Des wer al so dc? Parademärschle? Wisse Se, was l glaubt hab? I meint, des sei e Volts fescht.Ta neigt der Oberst sein Haupt und erglebt sich in sein Schicksal er if gerichtet der Parademarsch ward für lhn zum Todtenmarsch. H. Scbmedel, Bürsten. Fabrikant, 176 OK McKarty Straße. Thoasanda Ilave Kldney Tronble and Don't Know it. Now To Find Out. 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