Indiana Tribüne, Volume 23, Number 164, Indianapolis, Marion County, 3 March 1900 — Page 1
o O H S 00 rlC? 0 ,A 4V i tyly & W V V w v0 4 Office : No. IS Süd Alabama Otrasze. Telephon 1171 Indianapolis, Ind., Samstag, den 2. Alärz 1900 Jahrgang 83 9?o;lG4
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Sozialer Tnvttncrein. Sonntag, den März, lbendt 8 Uhr, im Auditorlnm dcö Deutschen H.aseS.
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Editorielles.
Unmittelbar nach der Nachricht über die in Deutschland beabsichtigte Verschärfung der Fltichbefchau-Maß regeln wurde von Wajymgion oeriq4 v c v;. ntss,, Deutschland abgebrochen worden seien. . Berlin au, erfolgte daraus weiter nichts alö Schweigen. Da? Philadelphia Tagblatt bespricht dieses Zageständniß der deutschen Regierung an die Agrarier in sehr in teressanter Weise. Die Ver. Staaten sind geneigt, deutschen Industrie - Erzeugnissen, gegen Auknahme-Beftimmungen bestehen, Vergünstigungen einzuräur. r r . . . ..11 men. eyr aro weroen ne ja wom nicht sein; daS werden unsere Schutzzöllner sckon zu verhindern wissen. Aber ein solcher Vertrag ist mit Frankreich geschlossen worden und mag, auch dort gegen den Widerstand der Agra- , . w rler, von oer ammer ot,iang, erven und dann btsiadet sich Frankreich Deutschland gegenüber in einem Boreuropäischen Staaten sich von den JankeeS gegen einander ausspielen. r ;) amerikanische Riese drückt immer starker aus diese Staaten und anstatt sich gegen ihn zusammenzuthun in einem europäischen Zollverein,- welcher noch lange nicht so groß wäre, wie daS Gebiet der Ver. Staaten, suchen sie sich einzeln bei diesen auSzustechen, um dadurch nur um so sicherer in wirthschaftlicheö Vasallenthum zu denselben zu gerathen. Denn aller Redensarten ungeachtet, müssen die westeuropäischen Länder für einen beträchtlichen Theil der Rohstoffe ihrer Industrie, für Baumwolle, Petroleum, LebenSmittel, neuester Zeit sogar für Kohlen, zu den Ver. Staaten kommen, während dieses eventuell von England, daS sich einem europäischen Zollbund natürlich nicht anschließen würde, und auS den tropischen Ländern dai beziehen kann, was eS nicht selbst produzirt. Die deutschen Industriellen und in diesem Falle' auö die Arbeiter müssen daher einen Zollkrieg zwischen den Ver. Staaten und Deutschland verabscheuen, denn ek ginge dabei um ihre Haut. DaS läßt aber die Agrarier kalt. Warum sie auf deutschem Boden, der durchschnittlich produktiver ist als der amerikanische, nicht den Mitwerb ffle. taaitn knebme können. mi, ., hnc. ihf, Hpi VM . M I Grundrente ihren Bedurfnissen entsprechend sehr hoch sein muß. ES mag hier ausdrücklich betont werden, daß hr itfitftffft fl7?itfitrir für htt Uleinbautrn kaum in Betracht kommt. , . .. . V!Xi o.v on einem 10 oikvl oeovllerier! cun wie Deutschland kommt der Kleinbauer mehr und mehr vom Körnerbau ab zur Milchwirthschaft, Hühnerzucht, Gernüsebau, Gärtnerei und darin kann ihm Amerika keine Conkurrenz machen. Den Bezug von Getreide auS dem Ausland aber einzustellen, daS wäre mörderisch sür die Arbeitermassen, die zum Theil so schon schlecht genährt find. Auch daS kümmert die Agrarier i" Wl VUVltUUjjV UVlUUlll, WVUIU 1( einen autonomen Tarif, der die Zölle so hoch schraubt, daß sie sür ihre Srzeugnisse fordern können, waS ihnen beliebt. DaS kann nun aber die mehr und mehr auf den Ssport angiviesene Industrie nicht dulden und so muß v : t isl.t k raiceci ein vam cniuccn, an ecci indirekt die Ver. Staaten auch ein großes Interesse hätten. Dieser Kamps würde gar nicht zwei seihast sein, wenn die preußische Regie rung nicht in den hochgeborenen Agra nein die eigentlichen ..vtüden des Thrones" sähe, welche sie ausrechterhalte will und gegen welche sie selbst dann nicht vorzugehen wagt, wenn sie "belliren, wie neulich gegen die Sana! vorläge. DaS allgemeine Stimmrecht, in gerechter und gleicher Eintheilung der Wahlkreise, würde kurzen Prozeß mit den Junkern machen. Da aber davon keine Rede ist, so wird eS eben ein recht langer, langwieriger Prozeß werden. Wie dem Hund dei Herrn Lieutenant der Schwanz zollweise abgehackt wird, damit et nicht so weh !t, s facht in lOauii uui vca unseren nuvgeoroqen a,atn htn vntaana hit dali 1 " f. s . a m m M
apigen Z!anolrly,qasl rarnpsen pkjhosst, eap sie sich bald einigen und sich
'ganz vergevltq. ineventuellersou-
krieg gegen die Ver. Staaten wurde nur dazu beitragen ihren Untergang zu beschleunigen.
ArHMichlell. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht und morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten Z4 Stunden 31 Grad, niedrigste 25 Grad. i Drei Depeschen von Otiö. Washington, D. d , 2. März. Drei Cabeldepeschen deS General OtiS find im Kriegsdepartement eingelaufen. Die erste enthält eine weitere Liste von Todesfällen unter den Soldaten auf den Philippinen, und die zweite meldet, daß ein RegierungS-TranSport-dampfe? von der Ostküste der Provinz TayabaS in Manila angekommen ist, welcher acht Amerikaner und 410 Spanier an Bord hat, welche in Ge angenschaft der Insurgenten waren und in jüngster Zeit befreit worden ind. Die dritte Depesche giebt an, daß eit der vor Kurzem erfolgten Eröffnung deS Handels mit den übrigen Häfen der Inseln 13,000 Tonnen Hans und 70.000 Ballen Tabak in Manila angekommen sind. Diese, sowie eine Menge anderer Waaren, werden baldigst nach den Vereinigten Staaten und anderen Ländern weiter geschickt werden. Der Umstand, daß General OtiS über die militärischen Operationen seit dem Abgang der pedition unter General BateS nach dem üblichen Luzon nichts berichtet, wi.d von oea Beamten et 9 Departements dahin ausgelegt, daß die Campagne befriedigend fortschreitet und daß die Truppen auf keinen bedeutenden Wierstand stoßen. Der KriegSsekretär Root hat daS Gerücht, er wäre ob deS langen SchweigenS deS General OtiS besorgt gewesen und habe von demselben einen soforigen Bericht gefordert, entschieden in Abrede gestellt.' ttr sagt, er wäre im Gegentheil mit der Lage sehr zufrieden Oie Beamten sind der Anficht, daß die stärke der Insurrektion gebrochen ist und daß keine Feindseligkeiten im größeren Stil mehr vorkommen werben. Sie glauben, daß die Verhältnisse auf den Inseln sich immer mehr bessern und bei Ankunft der neuen Philipp!-nen-Commisston, die etwa Mitte Mai erfolgen dürste, die Verwaltung auS der Hand der Militärbehörden in die der Civilbehöeden wird übergehen können. General OtiS wird auf Utlaub nach den Vereinigten Staaten zurückkehren. obald die Commission dort angekommen sein wird. Sr wird die Philippinen nicht eher verlassen, da er der Commission erst die nöthigen Auschlüsse geben wird, zu welchen ihn eine Erfahrungen in den Stand setzen. Nach der Abreise deö General OtiS wird General McArthur zeitweilig den Befehl über die Truppen auf den Philippinen übernehmen. , ,, Gar nicht amerikanisch. Chicago, 2. März. Simon R. Chapin hat alle Schulden seines vor vielen Jahren verstorbenen Vaters bezahlt. Dieselben beliesen sich aus nahezu I40,000. Chapin war noch ein Knabe, als sein Vater bankerott machte, und die Schulden sind längst verjährt. Die Gläubiger waren höchst überrascht, als sie das Geld bekamen. Geburtstag des Papste. Rom, 2. März. Der Papst empsiag heute Rachmittag im Thronsaal die Mitglieder deS heiligen Kollegiums und die römischen Prälaten, welche Seiner Heiligkeit ihre Glückwünsche anläßlich seines Geburtstages darbrach ten. Die Antwort deS Papstes wurde durch Msnsignor MiSeiatelli verlesen. Nachdem er den Prälaten für ihre Wünsche für seinen Gesundheitszustand gedankt, sprach der Papst von der göttlichen Gnade, welche zuweilen den Schwächsten dazu benutzt, Petri Barke zu steuern. Sr vahn Bezug aus die Festlichkeiten anläßlich deS heiligen Iahret und der Demonstrationen zu Ehren deS italienischen Philosophen Giordano Bruno, dessen Werke er dem Satan zuschrieb und schloß mit dem Ausdruck des innigsten Wunsches, daß va tut aufhöre in cucafttca zu fließen, wo zwei Völker, welche verbrüdert find, einander abschlachten. E t Uttetenkkusse uu:arka wttd.
Der Burenkrkeg
New S ork, 3. März. Von Brüssel auö wird gemeldet, daß die Buren die Belagerung von Mafeking aufgehaben haben. Die Nachricht ist unbestätigt, aber wahrscheinlich wahr. London, 2. März. Lord Ro bertS steht bei Oöfontein, sechs oder acht Meilen östlich von Paardeberg einer Burenarmee von L000 bis 6000 Mann gegenüber. Es mag dies bloß ein BeobachtungöeorpS sein, daS bereit ist, sich in eine vorbereitete Stellung zurückzuziehen. Zweifellos erhält eS Verstärkung durch die bisherigen Selagerer von Ladysmith und anderen Punkten. Lord Roberts hat indeß genügend Truppen zur Hand, um die Buren erfolgreich zu bekämpfen. DaS KriegSamt hat folgende Depefche von General Buller: Lady.smith, 2. März. Ichsiade die Niederlage der Buren vollständiger als ich glaubte. Die ganze Gegend ist leer von Buren. Ihr letzter Zug verließ Modder Spruitt Station gestern um 1 Uhr und dann sprengten sie die Brücke. Sie packten ihre Wagen vor sechs Tagen und brachten sie nach einem Punkte nördlich von Ladysmith, wo ich sie nicht aushalten konnte, aber sie haben eine große Quantität Munition und gutter zurückgelassen. Ihre Kanonen haben sie bis auf zwei fortgebracht. R e n S b urg, 2. März. Der größere Theil der in ColeSburg wohnenden Holländer wurde alö Rebellen verhaftet. Die Buren befanden sich gestern in vollem Rückzug in nördlicher Richtung. Die Briten folgten ihnen. Kapstadt, 2. März. General Cronje kam heute in SimonStown an. Cr wurde von Sir Forestier-Walker und einem Vertreter Sir Alfred MilnerS, deS GouvernörS der Kapkolonie empfangen. Am Oranje Fluß wurden umfassende Vorbereitungen getroffen, daS Publikum zu verhindern Cronje zu sehen. Selbst die Offiziere mußten die Station verlassen und daS Speisezimmer wurde abgesperrt. General Cronje sah sehr niedergeschlagen auö Er betrat das Speisezimmer mit seiner Frau, seinem Sohne und seinem Dollmetscher. Er nahm seinen Sitz an einem Tische und bedeckte daS Geficht mit seinen Händen, während er betete. London, 3. März, MorgenS 2 ihr 30. Lord Roberts telegraphirt dem Kriegsdepartement auS Oöfonein unter dem 2. März, 4 Uhr 15 Nachm., wie folgt : Ich bin soeben auS Kimberley von einem eiligen Besuch zurückgekehrt. Ich war äußerst erfreut über den Enthusiasmus, mit welchem die Bewohner von Kimberley sich der Kranken und Verwundeten annehmen. Alle Häuser sind in Hospitäler verwandelt, und die Leute find in der bequ,msten Weise untergebracht. Ich war überrascht über die freundliche Art, in welcher die verwundeten Suren und unsere Leute sich über ihre Campagne - Erlebnisse mit einander unterhielten. ES freute mich, zu sehen, wie unsere Soldaten ihre Nationen und ihren Zwieback mit den gefangenen Buren theilten, ehe sie den Marsch nach Modder Niver antraten. Etliche von den armen Kerlen waren unersättlich, nachdem sie in dem Laager halb derhungert waren. AnS dem Kongreß. Wash ingto n, D. C., 2. März. Der Präsident sandte heute dem Tongresse eine Botschaft zu, in welcher er die sofortige Pasfirung einer Bill empfahl, welche alle Gelder, die bis jetzt für Zölle auf Waaren bezahlt wurden, die von Portorico kamen zur Verwendung für die Insel selbst an weist. Die Bill wurde sofort mit 162 gegen 107 Stimmen pasfirt. Die Demokraten waren zuerst sehr überrascht und unschlüssig, stimmten aber schließlich gegen die Bill, weil sie e nicht sür gut fanden dem Präsidenten die eigenmächtige Verwendung solch großer Geldsumme zu überlassen. Die Botschaft deS Präsidenten und die rasche Pasfirung der Bill find jeden falls die Folge der allgemein sich kund gebende Mißbilligung der vehandlung Portoricoö. Diese Mißbilligung hat sich in einer großen Menge von Briefen und Telegrammen an die Congrehmitglieder ausgedrückt, beson derS seitdem daS Haus die Zollbill vasKrt bat. r 7 Totzden werden die Nepublikane k
versuchen, die Bill auch durch den Senat
zu bringen, in der Hoffnung, daß sich der Sturm schließlich schon wieder legen werde. ' 3m Senat wurde die Botschaft deS Cty ? -? A m. m mtm Pranoenien an oas Bewilligung?Comite verwiesen, voraus die Debatte ber die Portorico - Bill fortgesetzt wurde. Deutschland und Amerika. Berlin, 2. März. Der Vorvärtb" (sozialistisch) veröffentlichte heute den Text geheimer Instruktionen, welche don dem gegenwärtigen preußischen Minister deS Innern als Regierungkpräfident in Bezug aus die Antwort ertheilt wurden, welche auf Anfragen der amerikanischen Consuln zu geben sind. Unter keinen Umständen soll darnach den Consuln statistische Mittheilungen über Vergehen der NahrungSmittelsSlschung, deS VerkaufeS ungesunder oder verdorbener Nahrungsmittel oder ungesunder Spielwaaren etc. gegeben werden. Der Vorwärts" versichert ferner, daß nach der Kriminalstatiftik im Reiche jährlich über 2700 Personen wegen solcher Vergehen bestraft werden und fügt hinzu: Die Regierung wird wohl gezwungen werden, bei der Debatte über die Fleischbeschau. Vorlage Farbe zu bekennen. Der Vorwärts" sagt dazu: Ohne ZVeisel hat Baron von Rheinbaben das Dekret auf Befehl der Regierung unterzeichnet, so daß die Ver. Staaten diese Mittheilungen nicht gegen uns benutzen können, während wir heucherischer Weise vorgeben, daß ihre ungenügende Fleischbeschau der Grund st, warum wir ihr Fleisch ausschließen. Die ganze Posse wird zum Besten der Agrarier aufgeführt. Per deutsche Consument muß angeblich gegen uvgeundeS Fleisch geschützt werden, um den Preis desselben aus die Spitze zu reiben.' Wir haben jetzt dokumenarischen Beweis dafür, wie die Dinge hinter den Coulissen aussehen. Die Äbendzeitunzen besprechen die Sache eingehend. Die freifinnigen Blätter tadeln die Regierung sehr hefig und sprechen die Befürchtung auö. daß wenn die Fleischbeschau. Vorlage in ihrer gegenwärtigen Fassung angenommen wird, der Export nach Amerika ungemein bedroht ist. Die zweite Lesung der Vorlage ist auf den 8. März angesetzt. Der amerikanische Gesandte White sagte heute : Ich halte die deutsche Regierung vollständig darüber informirt, welche Wirkung daS Fleischbeschaugeetz auf die Handelsbeziehungen zwichen Deutschland und den Ver. Staaen haben wird und Deutschland weiß, daß ein Zollkrieg in Aussicht steht. Ich werde morgen wieder eine Konferenz im auswärtigen Amte haben. SchittS'NachriSts. Angekommen in : New A o r k : Cevie" von Liverpool; Saale" von Bremen; Corean" von Glasgow; Germanic" von Liverpool. QueenStown: Campania" von New Lork. , Genua: Trave" von New Sork. H a v r e : La Touraine" don New Sork. m ,, m allerlei. Ein verkrüppelter Beteran des Bürgerkrieges Namens L. McCarthy, der auf einer Farm bei New Brunswick, N. X, wohnt, war nach dcr Stadt gekommen und machte sich bei heftigem Schnfall, trotz aller Warnung seiner Freunde, zu Fuß auf den Heimweg. Am nächsten Tage fand man seine Leiche in einer Schneewehe abseits der Straße. Er hatte im Sturm den Weg verfehlt, und war erfroren. An Orangen und Bananen zu Tode gegessen hat fich die 103 Jahre alte Frau Bertha Morgenstern, eine Insassin des jüdischen Altenheims in New Fork. Trotz ihres ungewöhnlich hohen Alters hatte Frau Morgenstern einen phänomenalen Appent uno na mentlich liebte sie Obst. Letzthin gab eine Gesellschaft von jungen Damen den Insassinnen des Altenheims ein Dinner und Frau Morgenstern war eine der lebhaftesten unter den Gästen. Als das aus Obst bestehende- Desert kam, aß sie so lange, bis d:e Wärterin ncn sie abhalten mußten. Bald darauf erkrankte sie und nach zwel Tagen war sie eine Leiche. DaS Nonplusultra von einem eifersüchtiaen Othello ist der 65
Jahre alte Bruno Uylmann lN ?5orty
Bergen, vc. I.. trotzdem er mit ferner Gattin schon 40 Jahre verheirathet ist. ' Der alte Gentleman hat einen Enkel von 19 Jahren, in Bezug auf den seine Eifersucht den höchsten Grad erreicht. Er bildet sich ein. daß seine Frau in den jungen Mann sterblich verliebt sei und daß die Beiden sich mit den Augen eine TurteltäubchenPaares betrachten. Der Enkel ist jedoch nicht der einzige Beargwohnte, der Fleischer, der Bäcker und ein halbes Dutzend Andere sollen ebenfalls seinem Ehefrieden nachstellen. Die alte und graue Frau hat sich genöthigt gesehen, den Schutz des Gerichts geaen den eifersüchtigen Narren anzurufen. Der70JahrealteFarmer Daniel Smith in Wolfsville, Frederick Co., Md., wurde vom Sheriff Dan. Stottlemeyer auf die Anschuldigung hin verhaftet, seine 67 Jahre alte Gattin vergiftet zu haben. Friedensrichter C. E. Renner überwies den Mann dem Gerichtsverfahren und sandte ihn in's Gefängniß in Frederick. Wie es heißt, lebten die beiden alten Leute recht unglücklich zusammen. Neulich Abcnd brachte er Wurst mit nach tzäuse und Frau Smith genoß ein gutes Abendbrod, während ihr Mann die Wurst nicht anrührte. Sie besuchte später ihren in der Nähe wohnenden Bruder Wm. King wo sie erkrankte und über Krämpfe klagte. Sie erbrach sich wiiderhylt und litt große Schmerzrn ; einige Stunde später starb sie. Schlechtundrechtverdiente ein junger Mann Namens James Halcrast in Lyuisville. Ky.. mit Schezrenschleisen sein Brot. Niemand kannte ihn und Niemand kümmerte sich um ihn, bis er neulich in dem Hause einer Familie, die früher in Alton. Jll.. gewohnt hatte, um Arbeit vorsprach. Dort wurde er als der Sohn des vor Kurzem in genannter Stadt verstorbenen reichen Dampfschiffs Capitän Chas. Halcraft erkannt. Jim Haicraft. war das sog. schwarze Schafin der Familie, und da er sich nicht gut mit seinen Geschwistern vertragen konnte, verschwand er eines TaaeZ. Niemand wußte, wohin er sich gewandt hatte. In dem bewußten Hause wurde er freundlich aufgenommen und dort erfuhr er zum ersten Male, daß sein Vater gestorben war und ihm $25,000 hinterlassen hatte. Der verlorene Sohn trat natürlich sofort die Reise nach Alton an. Ein etgenartiger Unglücksfa hat sich in Kohlitz bei Greiz ereignet. Dort belustigte sich eine Anzahl Schulknaben damit, großeSchneeMassen zu einem Hügel zusammenzu ballen. Dieser Hüael wurde dann von unten her ausgehöhlt, so daß im Schnee ein kleiner höhlenartiger Raum entstand. In diesen kroch der Confir mand Jung hinein. Plötzlich brach aber das lockere Gebäude zusammen, und der Knabe wurde im Schnee begraben. Es wurden sofort von den Splelkameraden Leute herbeigerufen, welche mit fieberhafter Eile .an der Beseitigung des Schnees arbeiteten. Bald wurde auch ein Bem sichtbar. Doch lag. der Schnee so fest, daß man den Knaben noch nicht hervorziehen konnte. Um dem Verunglücken Luft zuzuführen, legte man ihn nunmehr bis zum Halse frei, aber auch dann gelang es noch nicht, ihn aus dem eisigen Gefängniß zu befreien. Er war inzwischen bereits bewußtlos geworden, und die Augen quollen ihm auS dem Kopfe. Endlich wurde die Arbeit vollendet und der Verschüttete seiner verhängnisvollen Hülle entkleidet. Es gelang dann bald, ihn wieder zum Bewußtsein zurückzurufen. Nur durch die rasche Hilfeleistung wurde der Knabe vor dem Erstickunastode bewahrt. V o n seinem Au S'g ä ng e kehrte dieser Tage in Paris der Jnfanterist Paul Courtier mit dem Czako eineö Artilleristen auf dem Kopfe heim. Vom Wachposten am Kasernenthor anehalten und zum Unterofficier gebracht, erklärte der Soldat die Verwechselung. Er hatte sein Liebchen besucht, und dieses schlimme Mädchen hatte ein zartes Verhältniß mit einem Artilleristen, der am selben Tage auch seinen Besuch machte. Bei diesem Zufammentreffen hatte eS nun eine fräs tige Keilerei gesetzt, während welcher Beide vom Hauswirth vor die Thür befördert wurden. Da muß eS nun geschehen sein, daß er in der Eile den Czako de& Anderen aufsetzte. Das ist die Liebe! Vorder Criminal - Ab heilung deS Bezirksgerichts in Riga stand ein Mann, der eine Leistung vollührt hat, die sehr selten ist. Er ist nicht weniger als sechs Mal aus Sibirien entflohen. Gegen die Mitte der achtziger Jahre war er zu zwei Jahren Gefängniß verurtheilt, und da ihn nach Verbüßung der Strafe seine Dorfgemeinde nicht wieder aufnehmen wollte, wurde er nach Sibirien, nach dem Gouvernement ToboUk vemiesen, ES gelang ihm. von dort mit großer Kühnheit und unter den unalaublichsten Strapazen seine Flucht immer wieder zu veMrkstelllgen und immer mmt ergriffen ihn die BeHorden im europai schen Rußland, verurteilten ihn und schickten ihn zur Berbußung seiner Strafe nach semem Ansiedlungsort zu rück. Mesmal wurden ihm acht Mo nate Gefängniß zuerkannt und er be findet sich jetzt zum siebenten Male auf
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