Indiana Tribüne, Volume 23, Number 163, Indianapolis, Marion County, 2 March 1900 — Page 1

o f riCvAO nC H sVO ft ?v?) jj. f V v o v k W y vv '7- V r n Offlee : ?K?. 18 Güt Olo5an:a Otraszo. Telephon 1171 Indianapolis, Ind., ZreitaZ, den 2. März- lg00 Jahrgang 83 No. 103

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iIrttTl Carl Joertter, ach llngn Lei. WlUlU des, im Alter von 7t Jahre, am Donnerftag, I. SKlr, Morgen m halb 1 Uhr. Dl Beerdigung findet fUlt am Samstag. 8. Zärz. achm U tag! aiijt vom Trerhaule. ?!o. 7iiZ Welt ZZork Straß,. Freund ad Lekannt sind iazeladea. I "" ' '.Irs, ... . föe IHIefi'i'iiaaimia &TAlr&z. JEC2?Z3 KsichsnbsßMsö, Off.:: 2K Süd Delawareft?. SlÄZe , 220. 222, 22t, 22s, 223 Ost Pearlstr. Telephon 911. Offen Tag und Nacht. Sozialer Tnrnerein. Sonntag, den 4 März, ieud 8 Uhr, im Auditorium deS Deutsche HaoseS. Bortrag a3 deS Herrn BETER SCHEUER, Thema: Waö kann die Familie zur Entwicklung der Intelligenz deS Kiadeö beitragen ? Eintritt frei. IGIlectloM Noticc. Notice is hereby given, that the Beerbrewers Benevolent Society of Indianapolis will elect i trustee for the terrn of 5 years, on Saturday, March z, 1900, 8foclock P. M at Columbia Hall. Louis Schuck, Pres. F. Weiffenbach, Sec'y. 2sh . Flore. cargi Etidenpitt. dolxh Eeidensticker. Florea & Seidensticker, Advokaten und Notare, 27 Süd Delaivare Str. Telephon 1772. CZT Stlder auf hzpvthekansche Oicherhkit ja vrleihk. Uergert Dich Dein Auge s tci&c cl nicht aal, und werfe cl nicht on Ih jdr wende Dich an , man Dir für Dr! Auge bo nötb!fte la! nferttzt. ßänjtlüi Lugen rrerden fdjmeijUi ngelktzt. Brillen erde ach bee itb der lae auCBU Union Trust Co., Office : (Sebaude der Sesellsqr.ft) No. US nud 123 Ost Market Str. J,d v. volliday. Prä,g HeurY Eitti, . Vt-Hiäsid,t nd echatzmeift. H'??ol. erlkk. CountY und M,ieipal Sich' erheiten egoci. Geschäftslgent in allen Capacitäten, spezieder allgemein. Jnteressc werden an Depositen bezahlt für bestimmte, übereingekommene Lett. Kapital an dem'bestimmten Tgg zurückbezahlt. Versicherungen aller Art in erster Kla Gesellschaften. Testfmente erden ausgefertigt und Vaundschaftea und persönliche vertrenSpopen ' aller Art übernomvt. L?reöen Ct vor. Rathschläge kostttniSts. Li?o1s?Wk WW'sriüiLi x i Bar-und Billiard -Koorn. : Gute deutsche Küche. GzAixi& ZUnhlzoiten rscrfcn ctvixt. . . . ntttfZüSt die SS. hg, Nie ?JssiKZdch. -2Z2 233 Virginia Ovenue. 'I:on:crvttts,NLLsztk.

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Editorielles.

j Ueber den Krieg in Südafrika . wird heute nicht viel Neue? gemeldet. !3n Sngland herrscht eitel Zubel und ' Rrtnh fnnixi ht ffnalZndkk allerdinaS ? v g w wm v,., Y gute Ursache haben. Die Buren ziehen, wie eS heißt, eine Armee von 60,000 Mann zusammen, und so dürste ei bald zu einem Hauptschlage kommen. Vom Standpunkte der Menschlichkeit auö ist es jedenfalls vünschenSverth, daß die Sache in einer oder der andern Weis; so rasch wie möglich erledigt wird. General Oti5 hat kürzlich von Manila nach Washington depeschirt, daß man ihm Handschellen und Zwangsjacken schicken solle, die er für jene Soldaten brauche, die daö mörderische Klima in den Philippinen um den Verstand gebracht habe. Sensationelle Zeitungen haben diese Thatsache benutzt, um übertriebene Berichte über den Gesundheitszustand der Armee auf den Philippinen und besonders über die Zahl der Jrrfinnöfälle zu veröffentlichen. DaS KriegsDepartement hat diese Angaben als grobe Uebertreibung bezeichnet und rückt nun zum Beweis dieser Behauptung mit einigen Z'ffern heraus, die aber, wie unS scheint, gerade genügend zu denken geben. Insgesammt, so wird da gemeldet, seien seit Beginn deS spanischen Krieges nur" 233 Soldaten wegen Geistesstörung in Gewahrsam genommen worden : nämlich 134 Reguläre, 70 StaatsFreiwillige, 10 Bundes. Freiwillige und 9, die bereits auö dem Heere entlassen worden waren. Davon wurden geheilt und entlassen 66 Reguläre, 51 Staats- und ö BundeS-Freiwillige. Gkftorben find S und eine? ist entwischt. so daß jetzt noch 6 Reguläre, IS StaatS-greiwillige, 4 Bundes. Freiwillige und 8 ehemalige Soldaten in dem Washingtoner Hospitale find, wo alle irrsinnigen Soldaten Aufnahme finden. Unter der gesammten Anzahl waren, wie daS KriegSamt versichert, nur" 37, die auf den Philippinen gedient hatten, und von diesen sind bereitS 11 als geheilt entlassen .,, DaS Repräsentantenhaus deS CovgresseS hat die sogenannte Porto Rico Tarisbill" passirt. SS ist wohl noch niemals ein Fall dagewesen, in welchem die kapitalistischen Interessen so sehr allen Sinn für Recht und Gerechtigkeit verdrängt haben, wie hier und in welchem daS so auffallend zu Tage trat. Alle politischen und alle patriotischen Erwägungen, selbst alle Parteiinteressen traten zurück vor dem Willen dei Geldsaeke. Richtiger diel, leicht, die Vertretung der JnttresskN deS (hbad wurde zum Parteiprinzip erhoben. 22s Ha ,elbst ein so durch und durch mit der rtpublikanischen Partei derwachseneS Blatt wie daS hiesige Journal" sich entschieden gegen die Aufstellung von Zollschranken zwischen den Ver. Staaten und Porto Rico erklärt, wenn selbst diese Blatt entschieden Stellung gegen die Geldsackpolitik deS Repräsentantenhauses nimmt, so kann man sich darauf verlassen, daß es kaum einen SotschuldigungSgrund dafür giebt, welcher verdiente, anerkannt zu werden. Die Zustände auf Porto Rico werden in einer Weise geschildert, welche daS Mitleid jedes fühlenden HerzenS hervorrufen muß. Wir haben die Insel erobert, erworben, unS angeeignet, ode? welchen Ausdruck man sonft gebrauchen will. Jetzt -wäre eS unsere Pflicht, zwischen den Bewohnern der Insel und denen unseres Landes ein Band der Freundschaft herzustellen, vor allem dadurch, haß wir unS bemühen die mißlichen wirthschaftllchen Verhält nisse, welche aus der Insel in Folge deS Krieges herrschen, zu beseitigen und bessere wirtschaftliche Zustände zu schassen. Statt dessen behandeln dir die Insel wie ein feindliche? Land und thun alles, um uns bei den Bewohnern derselben so verhaßt, die möglich zu machen. Und daö lediglich aus Rück ficht auf die Interessen Weniger, die zu dem Vielen, dsS sie bereits haben, noch mehr wollen. ES wird speziell darauf aufmerksam gemacht, daß durch dieses Zollgesetz die Verhältnisse sür Porto Rico geradezu verschlechtert werden. Unter dem vo dem Kriege geltend Handettrertrsz

konnten Zucker, Molasse, Kossee und Häute von Porto Rico auS ohne Zoll nach den Ver. Staaten gebracht werden

und 76 verschiedene Artikel konnten auö den Ver. Staaten zollfrei in Porto Rico eingehen. Wir behandeln also die Insel jetzt schlimmer, als zur Zeit da sie spanisch war. Den vielfach hervorgehobenenPunkt, daß daS Verfahren nicht mit der Verfassung unsere? Landes übereinstimme, vollen wir veiter nicht hervorheben. Für Seldinteressen giebt eö keine Conftitution. Aber eö iebt immer noch Leute, welche vor der Verfassung Repekt haben und diese werden der repn blikanischen Partei ihr gegenwärtige Thun schwer verargen. MVMWN. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht und morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten Z4 Stunden 30 Grad, niedrigste 26 Grad. .,..' Sinnahmen und Ausgaben. Washington, D.E., 1. März. Der monatliche vergleichende AuSweiS über die Einnahmen und Ausgaben der Bundesregierung zeigen, daß wah. rend deS Monats Februar im Ganzen $45,631,265 vereinnahmt und 537,738,472 verausgabt wurden, so daß ein Ueberschuß von .57,892,793 verblieb Die Einnahmen auS Zöllen berügen $19.882,252, vaS eine Zunahme gegen den Februar deS Vorjahres um Z3,000,W0 bedeutet; die Binnknsteuern beliefen sich auf 520,767,437 und nahmen gegen daS Vorjahr um 51,600,000 ab; die Einnahmen auö diversen Quellen betrugen 54 931,574 waö einer Zunahme von 53.000,000 gleichkommt. Die Ausgaben, welche dem Kriegsdepartement zur Last zu schreiben waren, beliesen sich während deö Monatö auf 59,43S,803 und find somit gegen den Februar deö Vorjahre? um annährend 5S.000,000 gefallen. Die Auögaben für daS Marine-Departe-ment betrugen 54,04S,724,. daS einer Abnahme um 5350,000 gleichkommt Während der letzten acht Monate haben die Gefammt-Einnahmen die Ausgaben um 537,763.000 überstiegen. DieSdaho-Afsaire. Washington, D. C , 1. März. Der Militär-AuSschuß deS Repräsenantenhauseö verhörte in der IdahoAffaire William Randolph Stinson, Schul-Eommissär in Soshone Eounty. der seiner Sympathie mit den Bergtuten halber summarisch und gesetz widrig abgesetzt und dann auch noch berbastet worden war. Alö Gefangener in der berüchtigten Bull-Penn" konnte er auö eigener Erfahrung über die Zustände daselbst berichten. Er gab den Mitgliedern des Ausschusses Anschau-ungö-Unterricht, indem er eine große Anzahl Photographien der Pen", der an sie angebauten Holzhütten und deö Stacheldrahtzauneö zeigte. Stinson bezeugte, daß die Vull-Pen". aller sanitären Vorkehrungen bar und ein richtiger Schweineftall sei. Tische und vanke gab eö nicht; die Gefangenen mußten) am Boden fitzend, essen. Den Platz reinhaltea var nicht möglich. Der Regen kam durch'ö Dach und oft varen die Gefangenen durch und durch naß. Stroh war aus den' Boden gestreut; durch die Feuchtigkeit von unten, den Regen von oben und den Verkehr der vielen dicht zusammengedrängten Gesangenen verwandelte sich daö Stroh sehr bald in Mist, aber eö wurde nicht erneuert. Die die Bundeötruppen beehligenden Ossiziere ließen sogar nicht zu, daß Heu ..hereingebracht werde. Soldaten betranken sich und benahmen sich schamlos roh, so daß sie eingesperrt verden mußten. .,,. EinneuerTrust. N e v S o r k, 1. März. Die gabrikannten von Ableitungö-Röbren haben sich vereinigt und mit 510,000,000 eine Combination abgeschlossen, über deren Bedingungen seit einen Jahre verhau delt wurde. 28 von den 45 Fabriken sind betheiligt und die übrigen dürsten bald folgen. ,,, , Gratulationen. London, 2. Mrz.. ttaiserOil hel, Kaiser Franz Joseph und König Humbert haben der slösiia Uhzxu phisch cr-tulirt.

Der Burenkrieg. j London, 1. März. General Bullertelegraphirt vonNelthorpe : Ich klömme soeben von Ladysmith zurück. Der Feind hat sich in aller Eile zurück-.

gezogen. Südlich von Ladysmith befindet sich nicht ein einziger Bure mehr. Die Rationen in Ladhsmith varen in letzter Zeit aus ein halbeö Pfund Mehl und Fleisch von Pferden ode? Mauleseln reduzirt. Die Leute bedürfen der Erholung, ehe -fie wieder inö Feld rücken können. Den Buren scheint eö gelungen zu sein, sämmtliche Kanonen und ihre ganze Baggage von Ladysmith fortzuschaffen. Dr. Leydö sagt, daß General Ioubert eine Armee von 50.000 Mann bei Winduö, 70 Meilen nordöstlich von Bloemfontein zusammenziehe. Oberst Albrecht behauptet einer Depesche von Paardeberg zufolge, daß die Buren noch 70.000 Mann im Felde haben. Paardeberg, 23. Febr. ComMandant Albrecht beschreibt die britische Strategie biö zur Schlacht von Mageröfontein als dumm und verrückt. Er sagt, daß sich in den Gräben von MagerSfontein blos 4000 Mann befanden und daß bloß die Hälfte derselben im Kampfe var. Er lobt die Strategie deS Lord Roberts, sagt aber, daß der Krieg noch keineswegs zu Ende sei. Die Republikaner haben noch 75,000 Mann im Felde. General Cronje habe den Fehler gemacht sich in ein Loch zu vergraben, anstatt die Bergspitzen zu besetzen. . ,, Drei Kinder erstickt. N e d S o r k, 1. März. Gegen Mit ternacht brach in dem MiethShanse 1691 Third Ave. ein Feuer auS, welcheö mit großer Schnelligkeit-um sich griff und . daö Leben dieler Leute gefährdete. Nur dem schnellen und umsichtigen Eingreifen der Polizisten und der Feuerwehrleute war eö zu verdauken, daß die meisten Bewohner inö Freie gebracht werden konnten. Nachdem man den Flammen Einhalt gethan, fand man drei Kinder von Edward Friedner in ihren Betten im obersten Stockwerk todt auf. Sie waren durch Rauch erstickt. Die Kin der standen im Alter von 6 Jahren, beziehungsweise 4Iahren und 18 Monaten. , UM BankpräsidentDreyermuß inö Zuchthauö. Chicago, I. März. Edward S. Dreyer, der frühere Präsident der Bank der Firma E. S. Dreyer k Co , und einstiger Schatzmeister deö West Park Board, wurde heute schuldig befunden, seinem Nachfolger im Amte deö SchabMeisters von den Fond de West Park 5516,000 vorenthalten zu haben, und zu Zuchthausstrafe verurtheilt. um Neun Bergleute verschüttet. Redding, Cal.,1. März. Neun Bergleute wurden heute durch einen Einsturz von Gestein in der Big Cave Mountain Mine verschüttet. DieRöhre, durch welche frische Lust zugeführt werden kann, ist geborsten und man befürchtet daß die Verschütteten ersticken werden. Vorläusig verständigt man sich mit ihnen durch Klopsen. Die Namen der Verschütteten find wie folgt: MaeVrown, R. McTallic, I. Gates, O. Gakeö, . Eanaugh, A. Van Buren, D. E. Roß, H. Cantillon und ein Unbekannter. .. Deutscher Offizier gesangen. Berlin, 1. März. Unter den bei Paardeberg von den Briten gemachten Gesangenen befindet sich ein Neffe deö Berliner Poliz ipräfidenten von Heister. Er hat früher in einem preußischen Regiment gedient. .,,. .. Auö Manila. M a n i l a, 1. März. Sieben Meilen von San Fernando de la Union überfielen etwa hundert Insurgenten 10 Mann vom dritten Kavallerie-Regi ment, welche einen Proviantzug eskor tirten. Die Amerikaner trennten sich und bei der Rückkehr nach dem Lager vurde ein Mann getödtet. Die In surgenten erbeuteten vier Pferde und eine Quantität Proviant. Bei einer nachfolgenden Rekognoseirung fand man eine Abtheilung von etwa 800 Insurgenten verschanzt und daö dritte avallerie-Rezittknt trifft Anstalten s.e zu vrrtrri:

Der'kürzlichgekaufte Marine-Trans

portdampfer Alava wurde nach R lgey am Golf von Liberale geschickt, um Spanier abzuholen und kehrte m't 500 Personen, darunter 10 Amerikanern, zurück. ; SHiffS.NaHrigten. Angekommen in : . Antwerpen: Svitzerlanh" von Philadelphia. - B r e m en: Lahn" von Nev Sork. Neapel: Trave" von Nev Sork. 'Plymouth: Graf Waldersee" von New Jork nach Hamburg. 'Stew Sork: Kaiser Wilhelm der Zweite" von Neapel; Saale" von Bremen. allerlei. ' Während de r Ka l k be w u r f eines Zimmers im Hause des Kaufmannes N. L. Ogle in Hagerstcwr Md., herab gerissen wurde, fand man einen, alten Rock, hintcr den Latttti hängend, vor. Bei näherer Besichtigung fand man in demselben daS Skelett eines Kindes. Erschossen wurde Charles E. Brewster aus Bath, S. D., beim Emerercieren einer Mili, - Comva.-l-nie,' deren Capitän er war. Bor der Fronte stehend, gab er Befehl zumFeuern, nachdem blinde Patronen ausgetheilt waren. Ein Pfropfen aus einem der Gewehre traf ihn hinter dem Ohre und er starb bald darauf. VI n d e r E ck e v o n D u a n e und Centre Str. in Tute Fork machte Catharin'e Dreiser, die 23 Jahre alteGattin des Polizisten Philipp C. Dreiser, den Versuch, einen Schuß auf .ihren Ehemann abzugeben. Dreiser, der mit seiner Frau und einer Tochter in No. 342 Ost 31. Str. wohnt, nahm seine bessere- Hälste in Hast und brachte sie nacl'cr Nevler'wc'che miikfr.ll, .wo, er eine Anklage wegen versuchten m'örderischen Angriffs gegen sie erhob. Frau Dreiser hatte einen Revolver schweren Kalibers in den Falten ihres Kleides verborgen und folgte ihrem Gatten schön längere Zeit, bevor sie an jener Ecke angelangt die Waffe hervorzog und einen Schuß auf ihn abfeuerte. Die Kugel ging fehl und, ehe die Frau Zeit hatte, zum zweiten Mal abzudrücken, hatt-: ihr Mann sie entwaffnet. Im Stationshause spielte sich eine kleine Scene ab, indem die Frau rcumüthig um Verzeihung bat, um ihn zum Zurückziehen der Anklage zu veranlassen, er aber blieb fest und ließ sie einsperren. Ueber die Ursache zu dem Zcrwürsniß wollte keines der Beiden etwas saaen. Ein ländliches Bittenbild entrollte sich vor dem niederbayerischen Schwurgericht in Wllrzburg. Ein verheiratheter Schneider in Walburgskirchen hatte seine beiden, 6 und 3 Jahre alten Töchterchen angewiesen, das 6 Wochen alte Kind einer NachbakM, mit der er wegen einer Geringfü gigkeit in Feindschaft lebte, aus der Wiege zu holen, in den Wald ZU tragen und dort zu ermorden. Die Km der handelten getreu nach der Weisung. faßten im Walde das arme Würmchen gemeinsam an den Füßen und schlugen es so lange an die Straßensteine, bis ihm der Kopf zerschmettert war. Dann ließen sie das arme Opfer liegen, das alsbald starb. In der GerichtsverHandlung stellte es sich noch heraus, daß der Schneider mit einer seiner Töchter Blutschande triek. Der Mann erhielt 12 Jahre Zuchthcrus, die 5ln der kommen in eine Besserungsanstalt. In Grasheim bei KarlsHuld hat der Colonist Josef Mader. holz seine Ehefrau erschlagen. Maderholz hatte als Wittwer vor einigen Jahren die Ermordete, eine Wittwe, J i c . . n . rc-. I aeeyeiiazi, oie aus einer einen in Grasheim verheirateten Sohn hatte. Diesen soll sie mit LebenSmitieln u. s. w. unterstützt haben, worüber es zwischen den Maderholz'schen Eheleuten öfters Streitigkeiten absetzte. Neulich Abends war Josef Maderholz noch in Karlshuld in einem Wirthshause und kehrte ungefähr gegen 8 Uhr, jedoch nicht angetrunken, heim. Dort scheint es wieder zu Streitigkeiten gekommen zu sein, in deren Verlauf Maderholz seine Ehefrau mit einem Althiebe tödtete. Einem bei dem Ehepaar wohnenden alten Manne theilte der Mörde? nach geschehener That sein Berbrechen mit und verließ dann in der Nacht das HauS. Am folgenden Morgen stellte er sich der Gendarmerie. BeiCarloFrigerio wurden 1000 Exemplare einer zu Verbrechen mittels Dynamits, Brandlegung .,nd Minn aufreizenden -Druckschrift mit dem Namen lnianacco Socia list.i Anarcliico" vorgefunden. Der BundeSrath hat gegen den Heraus .qcber Frigerio. seinen Mitarbeiter Samaja. einen italienischen Studenten aus Gens un verschiedene ändere Personen Strafunterfuchung auf Grund des schweizer Anarchistengesetzes beschlossen. Die Druckschrift war sp:z!:ll sür die Propaganda uvMx den italienischenSozialisten und UnT ch.rn h;re7.:t.

Dr.Milcs'ScartCnre

kuntt einen prominenten Andalt. err N . Pielp. der leitende PenstonZ. h Anwalt von Belfast. S!. Y ichreibt: .Ich Kurse am der Armee entlasse we schlkchter Gesundhkit und litt seitdem an Herzbe schwerden. Ich hatte lzlufig Ohnmachten und erstickende Ansäll. Ich ing gedeiiat wie ein Mann von S0 Jahren. Ich trug fortwährend inen Ueberrock. selbst im Sommer, um mich nicht ,u erkälten. Konnte mein Eksckäft nicht verse dt. Meine Ruhe war durch hkstige Schmerze in der Herzgegend und der linken Schulter ae, brauch von Dr. MilcS' teart Cure, nnzeachtct. vad ich so d,ele Patentmedizinen und Verschrei düngen don Aerzten genommen hatte, ohne dak ek mir geholfen hötte. Dr. MileL' Qeart Cure stellte meine Gesundheit wieder her. dl ist wahr hastig eine wunderbare Medizin und eö macht mir viel ergnligen. diese Mittel Jedermann ,u empfehlen. Tr. MileZ' Mittel werden durch alle Apotheker verkauft unter einer positiven Garontie: die erste fflische nützt oder daZ Geld wird zurlicker stattet. Buch über die Krankheiten det Herzen! und der Nerven frei. f&: WXiM 1 ßtexlCiz Festere? w V Keclth i T.S. . . . J A Adresse: J-tiV ' D r. M i l 5 M e d i c a l o.. Udur. Ind. Bezeichnend für die Zustände im Innern Griechenlands ist die in mehreren Zeitungen verösfentlichte Kundgebung grenzenloser Entrüstung eines jungen Mädchens Namens Aglaja Kontzia. Sie erzählt, daß sie auf offener Landstraße von zehn Bewaffneten den Armen ihrer Mutter entrissen wurde. Nachdem die Telegraphendräte durchschnitteni.und die Acten des Friedensrichters geraubt waren, um eine Vermittelung der Nachricht des Uebersalls an den Staatsanwalt zu verhindern, wurde sie vergewaltigt und dann einem der Burschen von einem dazu mit der Pistole gezwungenen Popen angetraut. Da die zehn Burschen freigelassen worden sein sollen, hat sich die Entehrte an den König, die Negierung und die Zeitungen gewandt. Ihre Kundgebung schließt mit der Versicherung, daß sie ihren Entführer mcht emmal als Diener, viel weniger als Gatten annehmen wolle, da er ein Räuber und Verbrecher sei. Ein eigenthümliches Vorkommniß ereignete sich auf der Eisenbahnstrecke Munchen-Dachau. Wahrend der Fahrt des Schnellzuges oft'. nete sich plötzlich auf bisher unaufzeklarte Weise eine Thür des Vahnpoftwagens, in deren Nähe Geldbeutel mit einem Gesammtinhalte von etwa 30,. 000 Wlaxt lagen. Durch die -Erschüt-tttuna des dlo'dlichen Oessnens fielen die Geldbeutel aus dem Wagen hinaus. Da ihr Verschwinden sofort bemerkt worden war, wurde auf der nächsten Haltestation Pfaffenhofen die rückwältigen Stationen und Bahnwärter von dem Verluste telegraphisch bcnachrlchtlgt. Die mfolge dessen angestellt. ten Nachforschungen waren auch von Erfolg gekrönt; denn unweit der Station Üllach fand man zwei der Geldbeutel, während der dritte nach Verlauf tiner Stunde ebenfalls auf der Strecke liegend gefunden wurde. Der Finder des letztgenannten Geldbeutels. welcher den Betrag von 10,000 Mk. üntbi?lt, war ein Privatmann. ES lohnt sich, Sood'ö Garsaparilla zu brauchen. Bei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zu haben vor Grippe, Lungentzünduna, Diphtentiö oder gieber. So ob Pillen find von den ausgesuchtesten Pflanzen sorgfältigst zubereitet. 25e. Der' E3s Y; ew 7ora n n 1 (CtaMitt 1853.) V.!..,,. Butterick Muster I Der AuMons' Verkauf von Orieiital Bugs, Draperieen und Bric-a.Vrac üM on Oanstag fottjefejt in dritten Ctuf.

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