Indiana Tribüne, Volume 23, Number 158, Indianapolis, Marion County, 25 February 1900 — Page 5
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i .'O-.-CNiSWUU K S ,ft iLJX lim Mn Für all tSrtältungen und bwn ffslge. ColJ isldConghCare. SOe ver Post. öerztlicher ZlalH frei. l.C 830 US&lUlfenot. CHICAGO. Dr. J. A. Sutcliffe, Wund-Arzt, Geschlechts-, Urin und Bectum Krankheiten Office: 155 OstMarkctstr. Te!. 941 Ossiftuudn : 9 bis 10 Nhr vrm.; 2 di 4 Uhr m 0TT0 DEPPERMANN, Deutscher Zahn-Arzt, Majestic Gebäude. Zimmer No. 207. r.O.G.Wftff hat fetue Offtee na dem Vilioughby Gebäude, No. 224 Nord Meridian Str., erste Stage, verlegt. Qfäce. Stunden : Bon 2 bii i Uhr Nachuüttag Xelöo: OMceas Wohnung Die Wohnung befinde ftch wie biher : 1337 ikord Pennsylvania Straße. Dr. S. Wühler, 206 Oft ZVcSnrty &tz. Sprechstunden: 8 bis 9 N!r Vorm. : 2 H8 8 l r artrn. ; bis 9 Mr Send? Sonntag von S-9 Uhr Vorm. und 7-8 Uhr Abends. Telephon 144S. Die Offfce von Dr. H. FINE und Dr. C0LE, befindet sich in No. 31 Ost Ohio Strasze. gZCT" Telephon No. 927 wie biShn. C. C. EVEBTS, Deutsck:r Äabn- Arzt. 1 v w Ro. 8z Nord Pennszlvauia St?. a wird auf Ounsk) anzevsndt. Dr. Jos. E. Morrow, Geschlechte u. arnkrankheiten, 2 West Ohio Straße. Dr. J. B. Klrkpatrick, Vhdlt Frauenkrankheiten und Krankheiten des Nectums. - SSmsrrhoiden ohne Messer und anteristrnvg geheilt,' Ofnce : Hume Building, 31 Ost Ohio .Str. Dr. Louis Eurckliardl, Willoughby Blocks ' No. 224 Nord Meridian Sttaße. p rechst 9 -lakhr Cra. 4 Uhr Rch. e,nt, : 10 Uhr kr. Offtee'Televbo 1893, neu nb . t8Vng: 4U 6pitt nu. th. Teledbo 2323. eu nd lt. WALTER FRANZ, Zahn-Arzt, ,io. 90K Oft Market Straße. Coffin lock. - AtN 43. nu....i..ku. ainnna 1 12 K Vm TftllQ fTTCi.utno.a 0 vi u . - . Rdiad. CobUI 10 Nhr B. d Nie Je Schwache, nervöse Personen, geplagt d-, SoffnnngSlostgkeli und schlechte TrLu ,,. erschöpfenden SuIUüsi,. ruft, ücken und Kopfichmerjrn. öaarauifall. Qdaahme de Bkhör uud Gkiztt. Katarrh. Auslchlag. rröthe. it er. Herzklopfen, gyl'chknt. Trübstn. u.s.iv.. erfahreir dem ,Vt. nsck,frrund-. ,uverlä,sg.'r ärjuiljft Rathaeder für Jnng und Alt. toif nfadi nd billig WcfcbiccMiFranfhcitni und fielen fiT 3nfiiti unten rundlich kdei'.t und volle Gesund tit u ArohÄn wiedererlangt werkcn kSnven. G.;:i neue frnüxrfatjr. Jeder sein eigener r,t. Xiejcl aukerdrdeutiich inlertssanu und lehr reiche Buch rsird nach Smpsuiig von 25 Een Bnesmartea erstegeit versadt von der PRIVAT KLINIK, 181 6lh Ave., Uey Yark, N.T. CJJF! ASe Teutschen ii lasen k-t-"u Seebach's Thee. (Deutsche Schweizer Kräuter.) r tessuigt rtvve. inigt eint, Tl'Qtu lulirt.tLebe?. stärkt fcU Nie?. besSrdert ttulnmi tesonder Granen i empfehlen. Pftfti. geat .langt. . S. Seedsok. Peru. Lll. AigmAiLiwyy 1 14 Chmh toerben tZonarriöa d mulflus unncijunt durch Eamtal.Mi'', 'tkobe ,dne Undequelichkelten. Prei Zl.. b'i klle SrnggiH der V. O. Vor mU Vno ork. nilUIOHDOllfWra?ol Za'iitx'l irtoffkl.1 .r.d??-ungnnein er Q zikdg. Je? TetrfTfr jltt lavens pgar,e. , Für 10c. u?s -.e kkoeiz V ' sden w a ?.t'.ovuen 1 furrmtbmrfcbeniJa-ili (ii: Ö4t ' 1 ' 1 bun; tcrJUiiion Jclr"ÄartofftL
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M 5, IM? Mein lieber Herr Redacktionär! Sellen Schreibebrief schick ich Jhne Widder mit den Tellegräf mitaus Weier. Wisse Se den Weg, do kann wer doch ebbes schicke, wo mer nit Wi Mehl schicke kann. Das meint, die Briefe wer'n all uffgemach! un gelese un die englische losse nor daZ dorch gehn, was se wolle un bieseids daß lrieg se oft ärig werthvolle Jnformehschen bei den Weg. Mit die weierlose Tellegrämms do is d?s different. Wann emol e Wort gesproche is, dann is es en Gahner un do könne se noch so fest rönne un se duhns doch nit mehr ketsche. Mit den War, wo mir hier an Hand hen, do is das so e iesiges Ding wie nor was. Wisse Se mir Bauern sin gar nit zu biete. Mir losse die Englische als emol e wenig ettwehnse, for daß se nit die Luscht derliere un wann se dann denke, se hätte wunner was gewönne, dann tschehse mer se Widder zurück un verhammatsche se dabei, daß en Hund jammert. Off Kohrs duhn se bei jedem Stepp, wo ehett komme, Dispätsches an die alte Vickie schick: un ganz England is obseit daun for lauter Vergniege. Wann ' mir n dann de Buckel voll gewwe hen un se doppelt so weit wie se ettwehnst sin rezuhr gejagt hen. dann sage se. das wär ihre eigene Ticktack odder wie mer da Ding rufe duht, gewese. Es is unser Jntenschen, e Träpp for die Englische zu stelle un dann, so bald als se inseit sin die Geschicht zuzumache un dann sin se de Katze. E paar Dag zerick is auch der Mister Krüger bei mich gewese un Hot gefragt wie ich duhn. Ich hen gesagt, mir mache ganz gut, ich deht nor wische, das Bißnes deht emol ehett gehn. Newwer memo. Hot der Mister Krüger gesagt, nor ruhig Blut Phll, mir wolle d biq schon tackele. Wann mer noch e wenig warte, dann hen sich die Englische in Lebdleschmldt aeaesettlg usfgesresse un dann gehn mer inseit, mitaus daß en Droppe Blut vergösse werd. Do hen ck aesaat. dann ls es 10 gar kein Juhs. daß mir hier erum liege un nit wisse wie mer die Zelt kille solle. Do sag: er awwer, das wär 'sein Bißnes, m sollte nor gut watsche, daß die Eng. lische aus Lehdleschmldt mt dorch brenne dehte, sonst wär jo gar kein Fonn. Ahlrecht Mister Pressendent ben ich aesaat. Er Hot mich sor e Mätsch gefragt un Hot sich sei Peif ge i cyya n . rn . rr c l t. 1 ICH. 9 llsier rcucnücni, ycu gesagt, for warum duhn Jhne dn t n - h r . r w o Ts immer Die AICll wjqm ruycs vasznz Hot mich schon so oft geposselt, daß ich mein Meind uffgemacht'hen, Jhne froge, wie ich die erschte Tschehns hen Do Hot er geschmeilt un sagt: Wett. wann's weiter nlcks is, das ls lestg. Sie wer'n gut .genug wisse, daß mr frieher in dle alte Kontrie sor Bariil Ohm gesagt Hot, duhn Se nit? Well, so e Ohm'auszudrinke, das is for mich gar nicks gewese. un for den Riesin rufe se mich jetzt, all Ohm, Sieh" Denks. hen ich gesagt un ich sin sruy gewese, daß ich's jetzt gewußt den. Herr Nedaktionär, pr.lntp Se d?s ' i svi . . n Jt awwer nor in oas Peyper, yliays iy sin schuhr, daß noch Niemand ebbrs davon weiß. Der Mister Pressendent Hot mich auch geprammist. daß er mih ein von seme alte Stohspeips hawwe läßt, wann er ihn emol auögewohe bott. Dofor sin ich sroh. Wisse U mei Kids, die hen mich schon oft gebattert. dak se en Platz hen wolle, wo st sich Räbbits drin rehse könne un do iö die Stohfpeip ecksäcktlie was se tn wolle. Mir hen dann mch t gaiuc Weil zusamme getahkt un der Mister Pressendent sagt, die schmahrteste Le!t wäre doch die Jenkles, die hatte sich doch aleich for aeae se zu feite e Ney schen ausgepickt, wo schon ' an Old Ehtsch in die letzte Zuge gelege Hot un die Svehnjerds die wäre ja auch schnell verhammatscht gewese,' Die Englische awwer wäre verdollte Fühls, bikahs se hätte mit so Herohs wie die Baure sin angefange un das Riesolt sönnt gar nit ausbleiwe. daß sie die PehntS ver--tloppt dehte kriege, daß awwer auch noch kein Körnche Dost mehr drinn bleibt. Mir mache die Englische so schmal aucke, daß se uns zuletzt frage. ob mer nit auch das ganze England hawwe wolle. .Sell wolle mir awwer off Kohrs nit. Mir hen alles wo mer Kehr for nemme könne un die JenkieS hätte auch so schmahrt sei solle un hätte ihre 5)änds von . die Philippe!nohs losse solle, ich denke die hen doch Trobbels of dehr ohn.- Off Kohrs hen ich gesagt, daß er recht hätt un ich hen mich fest vorgenomme. wann tch Widder reduhr ,komme soll, daß ich Mrnt emol an den Mister MackKinnsi? kahle un ihn sage will, waS der Mister Ohm 5Nüz:r von die Juneitet StehtS denke duh. Mister Redaktionär, ich hen auch w'.dder ?n Brief von den P!edesweiler krit. Er schreibt, ich sollt bald wieder h?tm komme, bei uns wär alles obbleit daun. die ihdö.wqre die
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lossste an die ganze Stritt un M Liz-, zie was mei Altie is. die dehi gar nicks drum gwwe. Alle Morgen, wann er sein Platz uffmache deht, dann wäre e paar Fensterscheiwe eingeschmisse un das deht Niemand annerscht wie mei Kids. 'Er Hot mich auch geschriwwe daß er sei . Bier getschehnsckt hätt. Seitdem ich fort wär. do dehte all die Leit kicke un dehte komplehne. daß es
Schlapp war. Off Kohrs wär das nele Bier eckspensief, awwer wann ich widd?r deht komme, dann deht er ennihau das alte Bier Widder nemme. Ich deht's ja doch drinke un die annere dehte dann auch komme, for die Stoh ries zu höre, wo ich zu verzehle hätt. Dann müßte se das alte Bier Widder drinke, bikahs se hätte kei anneres. Ich muß sage, ich hen mich iwwer den Brief ganz ferchterlich gefuchst: also for mich is sei schlechtes Bier gut genug. Hunnert mol hen. ich schon bei ihn komplehnt iwwer sein stehle Stoff, awwer er Hot nicks drum gewlve. Well, wann ich mit die Englische fertig sin. dann will ich mich emol den Wedesweiler, den traurige Saluhnkieper kaufe. In mein nächste Brief will ich Jhne mitdeihle, was ich ihn uff sein Brief 'geännsert hen. Der soll nit denke, daß ich so t Rmdsvieh sin, Womit ich verbleiwe Jhne Jhrn liewer ' Philipp Sauerampfer. Ilses ZZrautfahrt. Humoreske von Albert Hermann. Hurrah, ein Brief!" SU hat geantwortet?!" Und wie! Ganz dick ist das Couvert!" Paul riß seinem Freunde den Bri:f fast aus der Hand Seine Augen funkelten vor Neugierde. Max, der Aeltere von den Beiden, machte ein bei stigtes Gesicht. Wie kann man nur so wild sem nach einem Damenbrieflein! Ein Evatöchterchen, das man noch gar nicht kennt! Natürlich keine Unterschrist.Jadoch!" Nun?" .Jgnota." .Das hätte sie auch auf gut Deutsch sagen können: Eine Unbekannte. Wenn das zarte Geschlecht' mal in paar Brocken Latein aufgeschnappt hat, gleich muß es überall sein Häppchen Weisheit serviren!" : Max und Paul waren Compagnons) Während Paul seinem Socius den Brief vorliest, will ich die Zeit benutzen, um zu sagen, wer diese belden Leutchen ferner sind und was eigentlich an ihnen daran ist. Max Färber, einHerr von 28 Lenzen, war nicht nur der Theilhaber des fünf undzwanzigjährigen Paul Romann, er war auch zugleich sein einziger Freund. Durch Intelligenz und Ausdauer hatten die Beiden schon in so jungen Iahren ihre Papierfabrik zur Blüthe gebracht. Aber mcht nur den Ernst und die Arbeit theilten die Zwei mit einander. Auch ihre von harmlosem Hu mor und Frohsinn gewürzten. Mu stunden verbrachten sie gemeinsam. - An's Helratyen dachte Ketner. Zwei sich verstehende Seelen vom gleichen Geschlecht sind besser als die Ungewißheit des Verständnisses zweier von verschiedenem Genus. Aber was ist menschliche Vornahme gegen die Tücke des Schicksals! Eines schönen Tages las Max em Inserat, aus das er wegen seiner originellen Fassung sofort Pail' aufmerksam machte. Die Annonce lautete: - Junge, leichtgläubige Dame, ge'argert von den Versicherungen ihrer äußeren Vorzüge, wünscht eine anregende, wenn möglich geistreiche Correspondenz, um sich der von ihr höher geschätzten Schönheitspflege ihres Innern präktisch widmen zu können. Meerhausen, Meerhausener Anzeiger, unter Jznota". Aus Abenteuerlust und Scherzes hal ber beschlossen die Freunde, einen Versuch zu machen, sich der Unbekannten penn auch nur geistig zu nähern. Jeder sah es dem Anderen an den Augen an, daß er einen Brief asi Jgnota" schreiben wolle, Weißt Du, Max, ich mache Dir einen Vorschlags Ja?" Damit keiner von un? Beiden zu kurz kommt, .machen wir's wie viele Theaterschriftsteller." Wie machen die's denn?" Es schreiben Zwei ein Stück zusammen." Max sah seinen Socius VerständnißloS an. - , Ja was - Na, wir machen'S ebenso Was. Du meinst, wir " Jawohl, wir verfassen den Brief an die geärgerte Dame gemeinsam." Du, das ist aber . doch bedenklich, Wenn zwei Dichter ein Lustspiel schrei? ben. dann Ödet's stets mit einer Hei, rath. Auch hier wußte Paul Rath. .Wir maclxn's wie die modernen Schriftsteller. Wir lassen über den Schluß im Unklaren. Gehenathet wird Nicht. " Aher waö soll denn die ganze Sache für einen Zweck haben?" Den Reiz der Romantik! Etwas Ulk! Ja, ist denn das nichts? Sind das nicht kostbare Güter? Schmücken sie nicht das banale Dasein?!" - Obgleich Max noch immer nicht ganz von de.r Nothwendigkeit dieses brieflichen Verkehrs ä trois überzeugt war. ha6 er doch endlich nach und willigte ein w dle. gemeinsame Abfassung der gelstreichen" Correspondenz. Wenn die beiden jungen Herren dieSache als scherz und'Ult;" aufgefaßt hatten, so bewies her'Pttlauf des. merkwürdigen Gedan jenaustausches geradezu daH Gegentbeil. .5kanota- schrieb Briefe von ei. ner solch?n Tiefe des Gemüths, von so
herrlichem Gedanenreichthum, Liß Max und Paul vollständig die humoristische Basis vergaßen, die sie ihrer Bekanntschaft zu Grunde legen wollten. Aber auch die Briefe der beiden Freunde zeugten von einer Veredelung des Geistes, von einer Schärfe der Be obachtung, die sich Ma und sein brieflicher Mitarbeiter früher gar nicht zugetraut hätten. Schließlich sprach man von ruchts Anderem als nur noch von Jgnota", und betrachtete den Montag und den Donmrstag .als Festtage. Denn an diesen Terminen holte man die Briefe'regelmäßig von der Post. Ich muß jetzt aufhören, davon zu sprechen. denn die beiden Romantiker sind soeben mit der Lectüre des Briefes fertig geworden. Sie sind heute besonders aufgeregt. Jgnota hatte nach langen und oft wiederholten Bitten endlich nachgegeben und ihr Bild gesandt. Der Zufall hatte merkwürdig gespielt.' Jgnota war eine Schönheit, eine wirkliche Schönheit! Auch ihrer zweiten Bitte hatte die Dame willfahrt: Sie gab ihre Adresse an. Sie wohnte' in einem benachbarten Städtchen, und zwar bei ihrem Vater,
der dort Burgermeister war. k Merkwürdig, seitdem die merknntilischen Castor und Pollux das Bild und die Adresse ihrer Geistesfreundin. erhalten, schien so etwas wie eine kleine Entfremdung zwischen ihnen eingetreten zu, sein. Sie sprachen unterwegs kein Wort. Allerdings gab es schon vorher eine kleine Zwistigkeit. D Freunde wollten nämlich unter die Radfahrer gehen. Selbstverständlich wünschten sie sich unter den vielen pomphaft angepriesenen Rädersorten die beste Maschine auszuwählen. Paul war Feuer und Flamme für ein Rad, das vom Fabrikanten mit dem hochtönenden Namen Elsenfest belegt wor den war. Max dagegen hatte sich längst für eine Marke entschieden, die Ilse" hieß und ihm von mehreren Bekannten und Geschäftsfreunden als eines der besten Räder empfohlen war, die gegenwärtig gebaut werden. Jeder ärgerte sich nun über den Anderen.' Aber Keiner mochte nachgeben. Am nächsten Tage wurden die beiden Räder abgeliefert. Jetzt war eine wirkliche Verstimmung vorhanden, dle sich in Mienen und Blicken bekundete, die nicht mißzuvzrstchen waren. Endlich brach Max das Schweigen. Er stellte sich seinem Soclus gegenüber an das linienbeklexte Stehpult und setzte sich in einige Positur. Seine Mienen belandeten ine gewisse Wurde. Du Paul!" .Hm?" Das kann aber so nicht weiter gehen." Was?" ... Einer von uns muß der Verständigere sein. Wir sind bis jetzt Freunde, gute Freunde gewesen. Soll das nun plötzlich aufhören? Ich denke nein. Wahre Freundschaft kann durch feinen Takt und durch Versucye, ein liebevolles Einverstandnlß zu -erzielen, mcht untergehen. Sprechen wir uns also aus, ehrlich und offen. ; Wir sind ein wenig eifersüchtig au einander. Da kommt davon, wenn man gemeinsame Briefe verfaßt und sie mit Anonym mus" unterzeichnet. Wlr haben uns Beide verliebt, .verliebt in die Seele und das Bild von Jgnota. oder Bella Meinhold, wie sie m Wirklichkeit heißt. Dann haben wir noch so einen kleinen lächerlichen Grimm: Unsere Fahrräder. Du schwörst auf Eisenfest" und ich lobe mir meine Ilse". Nun, den Kauf der Räder können wir nun nicht mehr rückgängig machen; aber warum denn auch? Die Rader sind ledensalls beide gleich gut und solide gebaut. Das ist eine Bagqtelle. Aber Bella Meinhold? Einer von uns nur kann sich ihr persönlich nähern. ' Aber was wäre Freundschaft,' die keine Opfer kennt Nun denn, ich will nicht der Eine sein. . J , r v " ' " cj" Ich xrcic; jtciroiuxg zurucr uno iveroe. mich freuen, wenn Du m mer spate ren Vereinigung mjt d ehemaligen ' -r. l i rK . TM" r Uyzrksponoenlin ein unu . smoen würdest." ' . . .Paul antwortete nicht. Ihm war eine Thräne, (n3 Auge getreten. Dann sagte er langsam,' indem er den Händedruck des Freundes rgajM erwioerie: - ' .Ich' nehme Dein vpst nicht an VZun Sab es. einen edlen Wettkampf, her sict) bis zum Ahend hinzog. Beim gewohnten Schoppen ahm die Gach? plötzlich eine Wendung. D!ax machte den Deckel- seines Stammtischkruges mit einer von ihm nicht gewohnten Langsamkeit zu und sagte hedLchtig; - Meinst Du, daß wir in drei Wo chen so weit sein werden, um gemeinsam eine größere Tour sahren zu lönnen?" - Aber entschieden.Gut. Dann veranstalten wir eine Wettfahrt.- Da Ziel ist das RathHaus auf dem Marktplatze von Bellas Städtchen. Wer zuerst ankommt, hat. daS beste Rad und führt die Braut heim. Der Andere aber muß sofort umkehren und jedem Ansprüche tnU sagen." , , - Paul nahm d?n originellen Vorschlag ohne Weiteres an. Daß in den nächste.n Wochen fleißig Radfahren geübt wurde, läßt sich leW denken. - ' ; Wie der Blitz ging'S. Der Tag war da. Der Tag der Brautfahrt. Paul war schon eine ganze Strecke voraus. Wie rasend trat er in die Pedale. Sein Eisenfest" klapperte und klirrtewas ein gutes Stahlroß eigens lich nicht soll. Der junge Mann schonte sich nicht und verschwendete sofort seine Lanze Kraft. i YorMrtz- vorwärts!
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Kapitol Gebäude, Salem, Oregon. . Ein Brief von der Exekutive Office von Oregon.
Der Gouverneur von Oregon ist nn großer Bewunderer von Peru-na. Er hält es beständig im Haus. In einem vor Kurzem an Dr. Hartman gesandten Briefe sagte er: State of Oregon, ) Erecutiv Department, Salem, 9. Mai 1899. ) An die Pe-ru-na Medizine Co., Columbus, Ohio. Werthe Herren: Ich hatte Belegen-heit,-Ihre Pe-ru-na Medizin in meiner Familie zuebrauchen für Erkältungen, und es bewles sich als eine ausgezeichnete Medizin. Ich hatte noch keine Gelegen heit, es für andere Uebel zu gebrauchen. Ihr ergebenster, W. M. Lord. Jedermann, der vollkommen gesund sein will, muß vollständig frei von Katarrh sein. Katarrh ist anerkannt allgemein; fast allgegenwärtig. Pe-ru-na ist daS einzige absolute Schutzmittel, welches bekannt ist. Eine Erkältung ist der An- . Das ist cua: Vorwärts vorwärts! Das dauert eine oanze Weile. Max. der bis dzhin mit mäßigerAnsirengung gefahren war. setzte jetzt seine ganze Energie ein. 'Im Nu hatte er Paul überholt und schoß auf seiner ,Ji r wie ein Pfeil dahin. An einer Biegung der Chaussee entschwand cr 'auiö Ällüen . Aber Mensch. Vaul. daZ ist i'a mein Rad! Was willst Du denn von memer t"i' Ent cku diae. lieber Mar das ist meine Maschine!" ' Aber da steb 's doÄ arost. und breit: Ilse! Das lassen die seife - Fahrrad werke auf alle ihie Räder setzen. Jawohl! 2as heißt doch icht etwa' " Du bast Dir wirklick 'bon aestern bis heute auch ein ltu - Rad anae- . w TT t - ' -tj schafft?" Ich mußte wohl, nachdem mir mein Eisenfest in Zwei Stücke alolahi mxr. In zwei Stücket Der Rahmen! Unter . i ti meinem orper! Ach! Darum habe ich gestern so schnell siegen können!' An meinem ?llse" . Rad ist absolut nZN Krtiri Es heißt zwar nicht Eisenfest", aber eZ ist eisenfest. und das ist ja wohl die Hauptsache. Ich möchte meinem Pferde . . . . i . c f. i , j yeuie ocn oeslen uno lyeuerjten Hafer der Welt aebcn. 'wenn es eben nickt ein anspruchsloses Stahlrößlein wäre. A.. Mi ' m Ä. enn meiner isr yave jch das Gelingen der Brautfahrt zu danken!" ' Ich., der Verfasser, bin nämlich der Schwiegervater Max Färbers, daher kann ich die Geschichte so eingehend erzäblen. 5ktt knn nur fanen. m?in? Bella hat an Max ein großeß Glück ae- & &
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' im Sregon
V in seiner Familie M tt7;-Kk "rr? fSShjSri -r iTny" 17 ' i ln, . -xTfa!'..M1B 1 1 1 I fang von Katarrh. Um Erkaltungen zu verhüten, muß man sie heilen, dann entreißt, man dem Katarrh ein Opfer. Pe-ru-na heilt nicht nur Katarrh, sondern es verhütet ihn. Jeder Haushalt sollte mit dieser großartigen Medizin für Husten, Erkältungen und so weiter versehen sein. Man wird bemerkt haben, daß der Gou verneur sagte, er habe keine Gelegenheit gehabt, dieselbe bei anderen Uebeln zu er proben. Die Ursache ist, daß die meisten Uebel mit Erkältung beginnen. Der prompte Gebrauch von Pe-ru-na zur Heilung von Erkältungen schützte seine FamZ. lie vor anderen .Leiden. Dies ist genau das, was jede andere Familie in den Wer. Staaten thun sollte. Haltet Pe-ru-na im Haus. Gebraucht es für Husten. Erkältungen, La Grippe und andere klima tische Affectionen im HauS. Solche Fa. milien sollten nach einer Copie von Dr. Hartman's freiem Buch, betitelt: Win-ter-Katarrh-schreiben an Dr. Hartman. Columbus, Ohio. mach. vzme resondere Freude war t mir aber, daß auch meine Zweite, die Rosa, bei der Gelegenheit zu einem Mann kam. Seit anderthalb Jahren ist sie mit Paul verheirathet, und ich bin glücklicher Großvater. Ganz besonders gut meinte es das Schicksal, daß Bella gerade Max und Rosa Paul erhielt, denn umgekehrt hätten, so besürchte ich, die Charaktere nicht so vortrefflich gepaßt. Im Glück soll man aber auch Derer nicht vergessen, die es in der Hauptsache veranlaßt haben. Wer das wohl in meinem Falle gethan haben könnte? Aber das liegt doch klar auf der Hand. Präctsirte Bestätig g u n g. Die Töchter d?s Millionärs Meyer sind nun auch bald erwachsen.' Jawohl, dessen. Millionen werder. demnächst hcirathZfähiZ." Im A t e l i e r." Aber warum haben Sie denn Wald und Wiese so violett gemalt, Herr Professor?" Auf-, trag. Auftrag gnädige Frau! - Dr..f Bild soll zu gelben Meuöles passen!" Jn-Arizona. Lcnucn Sie hier im wilden Westen , fo'l da Hinri ütung von Uebelthätern ebenfalls Elektricität?" fragte der Reisende au New York. Und wie! .erwiderte der Fricdensrichtcr. Wir ktmgen jt: sei! undenklich? etien an TelegraphenPfosten auf." ' i l ' Naive Kriti k. Znc! Bauern sehen in einem Gasthaus in der Stadi zwei Herren in HemdSarrneln Billard spielen, ' Siehst', S'PP." sagt dtt Ha?Zl, nicht mal a Nsck haben s' am Leib an. ao?r Billard si.'i:'0N'iiiüss:n's. diese StadtlM!"
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Cs tobt imkande rings der Streit : wie sind wir dran mit unsrer Zeit ? wann ist's Jahrhundert um, und wann Sängt eigentliche das neue an ? 's wird geistreich hin und her durchdacht, Sie kämpfen tief bis in die Nacht ; Sie kämpfen dort, die kämpfen hier, Sie trinken'hell und dunkles Bier ; Sie kämpfen schon ein halbes Zahr, Der Zall ist immer noch nicht klar. Doch einer steht von ferne, ver lauscht dem Streit gar gerne ; Ihm ist so wohl ums erz dabei Denn er besitzt 'ne Brauerei. . Sddln Oorrnann.
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Joshua . Florea. Seorg, Ceidenpicker. d,lph eeidensiiFrr. ?1orea & Seidensticker, Advokaten und Notare, 211 Süd Delatvare Str. relerikoii 1772.
Gelder auf hypothekarische Sicherbeit zu verleihen. ZMersou Havs 115119 Ost South Strafe, ist eine Hcrberae nacb deutlSer Trr 3Vr j Durstige findet einen kühlen runk. der ungrrge einen reich besetzten Tisch, ter Müde ein gutes, reines. Bett und jeder Gast eine zuvorkommende Behandlung. Kost und Logis beim Tag oder bei der Wcche. Jedermann ist freundlich eingeladen. Geo. Peter Hammerle. tyn Tr- Tr y j mu tu. rxt 431 Süd Delauare Straße. (Zum Btnger Loch.l Die feinsten Mosel, und Rheinweine in der Stadt. Jederzrit ein gutes ElaS fcte. Pool ind Billiard. Alles erster Klasse. Zu zahlreichem besuche ladet ein Heinrich Kurz, 431 Süd Delaware Str. ?n der gemüthlichen ?tfe" giebt eS nur die besten GetrZnke und immer emcn feinen Lunch, desbald ist es euch .die gemüthliche Ecke.- " Haup.'quartier des Skatttubs Hätte mer nor Geld." Skatabende Dienstag unb Donnerstag JOHN.; "WEBER-, RkdegScke Noble und Markt St. New Telephon 2011. :: Jmportirten :: e;n sowie Das befte Bier : : und den : : schmackhaftesten Lunch findet man in derj Arcade Kneipe. 2 somT 401 und SOS Virginia Llve. J. P. SCHILTGES, XTcDTjELiin.'Ctcallirx Saloon U.Billiard-Hall No.192 Oft Washington Str. Jokn Meilacher, Sigentbörse? li i M Vi u
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