Indiana Tribüne, Volume 23, Number 158, Indianapolis, Marion County, 25 February 1900 — Page 4
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Die iäzliche. Tribüne Zoet surch dtiiXrSjti st ütv.tk per Woche, die eontaa.TNSae-! Wut pec Coii. veide lustcwt 15 Sentf fcr f Ccutt per ttmtt. Per Psft uier?5li tt& zzeschi im ,rIieiZ?z W t j!. SffUt 10 Sä5 ttsbSMS Indianapolis, 3nb., 25 Februar 1900 Sonntags - pntecL Also die Pop.-Konzerte bezahlen sich nicht, sondern haben ein Defizit ergeben. Pop. bedeutet in diesem Falle nicht etwas zum Trinken, sondern ist eine Abkürzung von populär. Vielleicht hätten sich die Konzerte bezahlt, wenn es etwas zum Trinken bedeutete. Die Pop. -Konzerte, um den Namen, den sie im VolkSmunde erhielten, beizubehalten, fanden bei niedrigem EintrittSpreise an Sonntag Nachmittagen in der Tomlinson Halle statt und der Ertrag sollte der Central Labor Union zu Gute kommen. Eö wurde auö diesem Grunde, und weil die Arbeiter überhaupt selten gute Musik zu hören bekommen,' erwartet, daß die Arbeiterbevölkerung unserer.Stadt diese Konzerte sehr zahlreich besuchen würde. Und es waren ganz gute Konzerte, so gut, wenn nicht besser a!S die Sommerkonzerte im Deutschen Hause. Da wurde nun von einigen Zeitungen den Arbeitern ein Vorvurs darauö gemacht, daß sie nicht Gemeinfinn genug besäßen, um diese Konzerte zu einem pekuniären Erfolg zu mache. Ich zweifle, daß dieser Vorwurs gerechtfertigt ist. Ich bezweifle auch, daß man auö dem Mißerfolge den Schluß ziehen kann, daß der Arbeiter keinen Sinn für Musik habe. ES ist wohl kaum zu bezweifeln, daß bei dem Deutschen der Sinn für Musik entwickelter ist als bei dem Amerisän er. Trotzdem glaube ich kaum, daß sich hier oder in Deutschland fünf, sechs oder sieben hundert deutsche Arbeiter zu einem Blechmusik-Konzert einsinken würden, wenn eS nichts dabei zu trinken giebt. Und daS nicht deS TrinkenS sondern der Geselligkeit wegen. Uad fünfhundert bis siebenhundert Leute waren immer da, manchmal auch mehr. Zum vollen Genusse von Blechmusik ist aber daS gesellige Moment fast unentbehrlich. Blechmusik ist viel zu geräuschvoll, um ausschließlich an den Kunstsinn appelliren zu können. Ich möchte einmal sehen, wie viel Leute die Gartknkonzerte im Deutschen Hause 'besuchen würden, wenn man sich nicht an den Tisch setzten, sein GloS Bier trinken und gemüthlich plaudern könnte, kurz, wenn die Geselligkeit da bei fehlte. Gerade die Geselligkeit aber istS, die der Arbeiter am Sonntage sucht, den die Woche über hat er blutwenig davon, und in der Geselligkeit liegt mehr Erholung von der Arbeit Last und Mühe, als in der Muik. Einstweilen werden Pop. -Konzerte in Amerika kein Erfolg sein, wenigstenS so lange nicht, alS man von dem Gedanken ausgebt, daß die Populär!tät bloß in der Billigkeit steckt. Die Billigkeit allein macht eine Sache nicht populär. Vo!kSthümlich kann nur daS werden, waS dem-VolkSgeiste und dem Volköbedürfnisse entspricht. Nachmittagikonzerte in der'Tomlinson Halle werden auch noch auS einem anderen Grunde nicht populär werden Wer einsolcheS Konzert besucht, derthut eS um sich zu erheitern.. Zur Erheiterung aber eignet sich die Tomlinson Halle schlecht. DeS Abends, wenn für Extrabeleuchtuvg und schöne Dekoration gesorgt ist, da geht eS noch Aber am Nachmittag und noch dazu an einem Wlnternachmittag kann in dem düsteren Raume kein Mensch heiter wer' den. Ich kann eS keinem Menschen verdenken, wenn er einen Nachmittag, welcher der Crhohlung und der Erheiterung gewidmet sein soll, nicht in der Tomlinson Halle zubringen mag. 3ct möchte eS auch nicht. Man braucht sich also über der Mißerfo'g der Konzerte durchaus nicht zu wund.'rn. Er läßt sich erklären, auch odne den Arbeitern Vorwüfe zu machen. Ich kann zwar nicht leugnen, daß der amerikanische Arbeiter wirklick nicht viel Gemeinsinn befitzt und das; er allen öffentlichen Unternehmungen gegenüber, selbst wenn sie seiner Klasse nützen, . apathisch ist, aber der Mißerfolg dieser Konzerte ist alS Beweis dafür völlig ungeeignet. Der Plauderer. Wer wird selbst backen, wenn man Brot und Kuchen, so gut und billig kaufen kann wie bei Bernhard Thau. Marktstand No.. 123 und HoSbroo! Str. No. 861. DaS beste Roggenbrot i der Stadt.
Mrkt Mr eines DMignngsmittels? )hr möget starke Esser und doch schwach sein und nicht ss viel wiegen wie ihr solltet. Das kommt daher, daß hr von Eurer Aost nicht gehörige Nah. rung erhaltet. Wünscht )hr stark zu sein und Euer Gewicht zu erhöhen, so nehmt Johann Hoff's Malzextrakt, wenn bei Mahlzeiten eingenommen, wird dasselbe die ordentliche Ver. dauung der Nahrunq fördern und letztere leicht assimilirbar machen. Ihr werdet dann von Eurer Aost die größte Menge Nahrung erhalten. Aobann Okrs Malzextrakt . ! ist nicht nur rn wirklich ernD5 rendes Belebungsmittel, sondern an und für sich ein yahrungs Mittel. ' Dr. H. V. Wuterbaugh von Indiana, Pa., schreibt: habe Johann !?off's Malzextrakt mit sehr befriedigenden Erfolgen . gebraucht. Ich bade einen Patienten, welcher vor unzeiabr sechs Wochen anfindasselbe zu gebrauchen. Lein Gewrcht war damals 95 Pfund. r wiegt ietzt Pfund und ist stark und gesund." Verschafft Such US echte Johann Hoff's Malzeftrakt. Bemcldet Sudstitute. Gewitter. Lon Anna Behnlsck. Das ging nun schon . in's dritte ei t-C . . ? Ts ' juyr, oaiz jie oci lym iiuoirie. dreimal in jeder Woche verbrachte sie mit ibrer äi'teren Vealeiterin die Vormittage in seinem schlichten Atelier und koptrte seine Originale, versuchte selber Neues zu aestalten und mübte fick mit einem ihr sonst fremden, rastlosen lser. Warum sie gerade den unbekannten Junalma zu ihrem Meister erkoren? Eine Marotte" nannten es die sie umschwärmenden Cavaliere der vornehmen Gesellsckaft. der sie anaebörte. Sie sucht immer das Absonderliche". Nur über ihre Beständigkeit wunderte man sich. Sie hatte schon in allen Künsten dilettirt und ihre' unfruchtbaren Studien bald kurzer Hand'wieder aufgegeben. Sie konnte sich solches Herumnaschekl ja leisten; denn sie war reich und unabhängig. Und sie suchte eine Lebensausfüllung, die pflichtenlose Wittwe, die noch immer auf das unbekannte Glück wartete ... Ihr Wesen zwar verrieth von dieser Sehnsucht wenig.' Es war hochfahrend und ablehnend; den Dingen wendete die verwöhnte Frau Interesse zu, doch nicht den Menschen. Ihr pikantes, unregelmäßigesGesichtchen zeigte herbe, kalte Züge, die sie oft älter erscheinen ließen, als sie war. Nur in ihren dun-kel-sammtigen Augen, die sie selten voll erhob, lags bisweilen - wie eine schwüle Erwartung stürmender Wetter, die einst die gebundenen Kräfte ihres Seelenlebens auslösen sollten. , Aber der Bildhauer schaute nie in diese Augen. Er wußte garnicht, wie schön sie sein 'konnten, wenn sie es wollte. Und ob sie gewollt hätte! Er betrachtete nur das Schaffen ihrer Hände, wie es seine Aufgabe als ihr Lehrer war, und tadelte und -kritisirte schonungslos, wenn es zu- tadeln gab. Und das gab es immer. Magdalene war völlig talentlos. Manchmal biß er die Zähne zusammen, damit er sich nicht vergäße und ihr die harte Wahrheit mit bitterer Ironie oder mit zornigen Worten entgegenschleuderte. Denn er lebte von ihrem Stunden-Hono'rar. Franz Büttenfels war einer von den Glücklosen, denen nie ein freundlicher Zufall zu Hilfe kommt, um die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkei.' auf ihren Namen zu ziehen. Er war ein scheuer, verschlossener, eigensinniger Mensch, der in der Stille vergrub, und das Höchste erstrebte, aber jede BerMittelung einflußreicher Persönlich!ten verschmähte, weil er für nichts anderes dankbar sein wollte als für seine eigene, elementare Kraft. Doch wie die Dinge in der KunstweU einmal liegen. trotz seines Könnens kam er auf diesem Wege nicht vorwärts. Er schlug sich eben durch von Tag zu Tag, und manchmal hatte er schon gehungert. Das duftige Billet der fremden Dame, in dem sie ihn bat. sie als Schülerin anzunehmen, bedeutete eine Art Lclxnsrettung für ihn. Nachdem er erkannt, wie wenig Frau v. Heldern zu leisten versprach, hätte er sie trotz der glänzenden Bezahlung, die sie ihm bot. zurückgewiesen. wenn s seine BerHältnisse wie seine Stimmung nicht gerade auf dem Tiefpunkt angelangt geWesen wären. Aber fortgesetzt emPfand er es als ejne UnWürdigkeit, daß er gezwungen war, seine Zejt an soviel Unbegabung zu verschwenden. In der ganzen Art. in der er mit dez iungen,
Jrau verrei)rle. war etwas Wtverwil-' liges. Sie hatte sich's auch anders gedacht ... In ihr eigenes. Palmen beschattetes, mit Werken berühmter Meister geschmücktes Ateliers hatte sie ihn kommen lassen wollen, wo poetische Plauderwinkelchen und malerische Esfekte, die auch die weibliche Schönheit erhöhtn, in Fülle zu finden waren. Dort hatte sie so ein wenig Künstlerin zu spielen gedacht.' Allein das Spielen hatte er nie gelernt. In der richtigen Erkenntniß seiner Unbeholfenheit in vornehmen Räumen hatte er es zur Bedingung gemacht, daß Magdalene sich zu ihm bemühte in seine solide, ernsthafte Werkstatt, mit der er verwachsen war und in der kein Firlefanz von strenger Arbeit ablenkte. Bon seinem Willen gezwungen, lernte sie arbeiten, zum ersten Mal in ihrem Leben. Sie fühlte sich in allen -Dingen unter seinem Zwange,, obwohl ihm alles an ihr gleichgiltig war, was nicht mit der Kunst in Zusammenhang stand. Nur eben die Kunst vermochte er sie nicht zu lehren. . Und sie, die erst nur spielen wollte, fing an, in ihm die heilige, hehre Kunst zu lieberl, die sich ihr verwehrte,- und sie machte es -sich zur Ehrensache, es doch noch zu etwas Rechtem zu bringen, um ihm, den sie als Weib nicht besiegte, als Künstlerin Bewunderung abzunöthigen. Sie gab es auf, mit ihrer Schönheit und Liebenswürdigkeit um ihn zu werben, wie fie' im Anfang mit anmuthiger Koketterie wohl versucht. . Sie trat des Morgens im einfachen Kleide in seine Schasfensstätte und warf die große,, rothe Arbeitsschürze darüber; kaum, daß sie .,ein Lächeln hatte, wenn sie ihn begrüßte. Sie stellte sich vor ihre begonnene Thonfigur und modellirte; nur ihre Fragen und seine Anweisungen unterbrachen das stundenlange Schweigen. So ging es Jahr um Jahr. Kaum eine Silbe privater Natur wurde zwischen ihnen gewechselt; nur manchmal schaute sie ihn lange an gewitterschwül .... und dann fürchtete er sich fast...' . ' '
Es setzte sich allmählich ein verhaltener Groll gegen sie in ihm fest, der sich zum dumpfen Haß des Demokraten gegen die Begüterte steigerte, als sie ihm eines Tages ankündigte, sie gedenke, sich für ein halbes Jahr nach dem Süden zu begeben, um dort Galerien und Museen zu studiren. Sie, die Satte, die die Qual ungestillte? Schönhcitssehnsucht , nie gesannt, sollte an der Quelle trinken von der Herrlichkeit, die cr nur hatte in Tröpflein rinnen sehen. Reisen! sein Blut fieberte bei dem Gedanken und seine Seele brannte. Jahrzehnte seines Lebens hätte er darum gegeben, wenn's ihm' vergönnt gewesen wäre, jetzt in der Vollkraft seines Schaffensdranges. in der Elastizität d:r Jugend die Welt zu fehm.- Ihr stand sie offen mit allem ihren Zauber, denn sik war ja reich. Alle Höhen des Lebens waren ihr zugänglich, denn sie war reich. In ihrem Salon verkehrten du ersten Künstler, die ihm hätten Aufträge überweisen können. die hervorragendsten Schriftsteller, von dencn wenige Zellen genügt hatten, ihn oekannt zu machen. Anfangs hatte Frau von Heldern ihm mehr als einmal nahe gelegt, daß sie bereit sei, ihn in die Gesellschaft einzuführen und ihm so seine Lausbahn zu schaffen. In seinem Starrsinn hatte er sie nicht verstehen wollen. Dann hatte sie geschwiegen; doch immer hatte er empfunden, daß es ihn mir; eine Bitte kosten würde, um ihr Haus für sich offen zu sehen, ja, daß sie vielleicht auf diese Bitte wartete . . . Und manchmal hatte er. ' sie wirklich thun wollen, er war inzwischen lebenskluger geworden. Doch sowie e, den Mund öffnete und ihre schwarzen Augen in ' schnellem Aufblitzen halb bangend, halb triumphirend aus sich gerichtet sah, erfaßte ihn die Angst vor drohenden Gewittern und er blieb stumm. In seinem Herzen lebte ein anderes Frauenbild. Zwar sagte ihm das Leben, das so wenig Sonne für ihn hatte, täglich, er solle jenes Bild begraben, und die paar. Freunde, die von seinem Geheimniß wußten, sagten es auch. Einer Jugendliebe hing er nach, der er einst die Treue versprochen mit. seinem Mannesworte. Nur jedes Jahr einmal, wenn er in seineHeimath reiste. sah er das blonde, schlanke Mädchen wieder, und unter der Honüngslosigkeit der äußeren Verhältnisse waren sie einander scheinbar fast fremd geworden. Aber er wußte, daß sie trotzdem auf ihn harrte, und ihm verkörperte Marias Erscheinung und Wesen all die Poesie, die er für sein Schaffen und für sein Glück brauchte. - Je strenger er sein Herz verbarg, desto inniger fühlte es. und mit der Zähigkeit, die seiner ganzen Weise eigen war, nährte er heimlich seinen Liebestraum. ' Die Geschichte von seiner Unglücklichen Liebe war natürlich in den üblichen Entstellungen in weite Kreise gesickert, man nannte sogar Marias Namen. Auch Frau von Heldern hatte davon gehört, noch ehe sie sich als seine Schülerin gemeldet. Die Sache hatte ihn gerade noch ein bischen interessanter für sie gemacht; sie nahm sie als lebenskundige Frau nicht weiter ernsthaft wie alle Jugendschwärmereien. Und mittlerweile hatte sie sie längst vergessen. Voll stolzer Hoffnungen reiste sie ab. dieStudienfahrt würde sie das Wesen der Kunst ergründen lassen! Schöner, sieghafter und arbeltsfroher kehrte sie wieder. Sie, setzte Franz durch die Reise, j.hres künstlerischen Urtheils und eine neu erworbene Geschicklichkeit in der That in Erstaunen. ' Er fürchtete fast, ungerecht gegen sie gewe
fen zu itttt. 5ie merkte eS und war glücklich. Ihr Ehrgeiz erhob sich, zu maßlosen Anstrengungen, um ihn zu befriedigen. Er verkehrte jetzt verbindlicher und milder mit ihr. Seine Selbstachtung wuchs in der Hoffnung, durch den jahrelangen Unterricht nicht nur sein Leben gefristet, fondern doch ein Talent geweckt zu haben. Seine selbstlose Liebe zur Kunst hatte etwas Fanatisches. Da zeigte -sie ihm einmal eine kleine Portraitstudie, die sie daheim in der Stille geschaffen. Er sah das Werkchen an und streifte dann, beinahe erschrocken, mit ungläubiger Scheu das Gesicht seiner Schülerin. Und als sie lächelnd nickte.' da kam etwas wie ein jubelnder Aufschrei von seinen Lippen, und in aufquellender Leidenschaft faßte er sie bei beiden Händen und bat ihr in ungewägten, erregten Worten das Unrecht ab, das ihr sein Urtheil oft gethan. Ein seliger Künstlerstolz durchloderte ihn. nicht nur aus Marmor durfte er Lebengleiches formen, mit feiner Kraft hatte er in Lebendigem junge Schöpferkraft entzündet! Magdalena bebte unter Schauern der Siegeswonne. Doch nichts von Stolz war mehr in ihr; sie hätte vergehen mögen in. Demuth - und Hingebung. Ihr Äunstlerehrgeiz schwieg; sie war in dieser Stunde nur noch Weib voll unendlichem Liebesverlan gen. Ihre Augen schössen Blitze, und in ihres Seele dröhnte ei wie die Donner des Weltgerichts, die grenzenlos Seligkeiten einleiten. Plötzlich war sie verschwunden; si hätte das Gluthen und Flammen in ihrem Innern nicht länger zu bemeistern vermocht und sie fürchtete ihre Gesellschafterin, die jeden Augenblick eintreten mußte. Aber nach wenig. Stunden hatte der von zwZefachcr'Offenbarung fast lttäubte Bildhauer ein Brttflein in der Hand, in' dem si' ihn mit dem Freiheitsrecht beglüuler Liebe unter Jubel und Sehnsucht, unter süßer Kinderthorheit und heißem Wonneräusch bestürmte zu kommen. Er verschloß sich bis tief in die Nacht in seinem Atelier. Ueber ihn war da Wettcr a,:fonttn mit schier vernichtender Gewalt. Ihre wilden Worte versengen ihn wie Blitze, gleich Donnerruf erscholl in ihm das Pflichtgebot, ein Orkan durchbebte seine Brust, und die Schwüle um ihn her war unerträglich. v Magdalena wartete. Sie - hatte Rosen in alle Räume ihres Heims bringen lassen, si? hatte ihre frei hernieder fluthendcn nächtigen Haare und den schillernden Gürtel ihres festlich weißen Gewandes mit Roftn geschmückt, si: ließ sich auch auf ihren Duftwellen schaukeln in blühende Paradiese. Der nächste Morgen brachte ihr den Ersehnten. - tr. vCar VTOttl ' a44 ?ts
jUill JJlUll VtllUl IJlUllj VU Schatzkästlein ihrer Villa. Sie wollte auf ihn zufliegen; bei diesem Anblick sanken ihre Arme schlaff herab. Er . fam; um ihr zu sagen, daß er sie nicht länger unterrichten könne. Das Werk der Künstlerin habe ihn zur Eztase entzuckt;, sem Herz bewahre einem an deren Weibc die Treue. Er hätte es ihr schreiben sollen; doch er verstand von solcher Schonung nichts, und um seiner Schroffheit willen, die ihn in Gegensatz zu all den anderen Mannern setzte, die ihre Skla den waren, hatte sie ihn geliebt. Um der Herbheit seiner Werke willen, die ihr nach all der gesellschaftlichen Verweichlichung einst auf einer Ausstellung so wohlgethan, hatte sie ihn sucht als 'ihren Meister. Und er kam, um vor sich selber die Kraftprobe zu bestehen, die er sich schuldig war. nachdem er in langem, tosendem Kampf dem Locken 'd:r Sirene fast erlegen Ware, die ihm mit ihrer Liebe zugleich die Herrlichkeit der Welt bot ... Er kam, um mit diesem Wege und dieser Grausamkeit an der Anderen zu sühnen, was er ihr durch sein Schwanken im Verborgenen angethan ... Magdalena lag zerbrochen am Boden, als sie wieder allein war. Tage lang währte das Wettern verschmähter Liebe in ihr und drohte sie zu zerreißen Ihre Seele wand sich im Krampf. Dann fand sie Thränen vereinzelt, konvulsivisch. Und endlich strömten sie befreiend w e.n milder, befruch tender Gewitterregen Als er ver The Eminent Kidney and Bladder Specialist. tte Kscorerer es SwtnKoot . tt T7crk Ix " . Hij Litcrttor. ' 1 "r'-L , There ts a disease orevaiHns' n tfeu country most dangerous because so decep ihre. Manysudden deatha ara caurf kv
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Itegte, war der Tag um sie verglom men; aber aus den brechenden Wolken tauchten versöhnende Sterne ... Ein neues Lebensziel war ihr auf gegangen. Nicht in der Kunst, die sie mibbraucht hatte, als sie eine Büste von der Hand eines, fremden italienischen Künstlers ihrem Lehrer als ihr Werk ausgegeben. nicht in der Liebe, um die. sie die Wahrheit verleugnet. aber in der Sorge für die Menschen, denen ihr Macht gegeben war zu helfen. . Erst nach Jahren, als Franz und Maria sich längst emporgerungen und man immer neue Proben von Frau von Helderns Wohlthätigkeitssinn berichten hörte, ahnten jene Beiden, wer die Spenderin jener Summe gewesen, die dem jungen Mädchen einst durch ein Bankhaus von Freunden der Kunst ihres Verlobten" zugegangen war und die für sie ein Capital bedeutet hatte, durch das es ihnen möglich wurde, ihr in Gewitterstürmen gereiftes Lebensglück zu begründen.
Spatzenköpfe als Steuer. Gerade hundertfünfzig Jahre ist es her, da wurden die Bewohner Nieder Oesterreichs mit einer neuen Steuer überrascht: die Sorge für den Landbau bewog die Gesetzgebung, die beiden 'größten Feinde des Getreides zu bekämpfen, als solche galten der überwucherndeWeinbau, der mit allen Mitteln eingeschränkt wurde, und die armen Sperlinge. Den Nutzen übersehend, den diese Proletarier der Vogelwelt" durch Vertilgung schädlicher Insekten der Obstcultur gewähren, nicht anerkennend die Geringfügigkeit des Schadens, welchen diese Thierchen durch Verzehren von Fruchtkörnern anrichten, befahl man im Jahre 1750 die Ausrottung der Sperlinge und wählte hierzu folgendes Mittel: Jedes Haus im Dorfe sollte je nach der Lage des Ortes drei bis fünf Spatzenköpfe" abliefern und der Herrschaft", die dafür verantwortlich gemacht wurde, übergeben; fehlte' etwas am Quantum, so mußte per Kopf ein Kreuzer Strafe gezahlt werden. Da gleichzeitig das Verbot, Schießgewehre zu benützen, erneuert und verschärft wurde, blieb den Ländleuten nur übrig, die Sperlinge zu fangen und zu tödten. Die Erwachsenen, durch harte Frohnden und Robot in Anspruch genommen, überließen den Fang den Kindern, und so wurde schon in den jungen Herzen der Hang zur Grausamkeit genährt. Noch im Jahre 1765 wurde das Gesetz vernewert", und erst die Auflösung der Herrschaften" setzte es außer Kraft. Interessant ist hierbei, daß man sich auf das Beispiel Jtaliens berief, wo die Massenvertilgung der Singvögel seit jeher einen ErwerbZzweig bildete und, wie man weiß, noch heute lebhaft betrieben wird. Gemütb'l ich. ' Dienstmäd. chen: Die Herrschaften können leider nicht empfangen, sie sind im Neglige." Gerichtsvollzieher: O. das macht :jc c: ' i m7 mufis, iuf um ja cm gllier aller Bekannter." Freundinnenbosheit. rv d j . ' elcye Crvm: Du glaubst gar nicht, wie viele Serren mir ??enstervromenade machen." Die gute Freundin: Ist venn von der Straße aus Dein Geldschrank sichtbar?" C t n g u t e r R e ch n e r. Vater: Junge, Du hast heute schon wie der den ganzen Taa die Schule ae schwänzt, wie ich höre." Sohn: Na ja. Vater, dafür babe ick aber dock auch in dieser Woche schon dreimal je zwei tunven nachgesehen; da gleicht sich's doch mit der Schulzeit wieder aus!" Protzig. Klavierlehrer: Ich wiu ven Unterricht zwar ganz gern übernehmen, doch muß ich mir die Bemerkung erlauben, daß daS Fräulein Töchter eben in den Jahren doch schon etwas vorgeschritten ist eine Kunstlerin wird sie wohl -nicht mehr werden." Frau: Das hat meine Tochter auch nicht nöthig!" Immer bei den Karten. Die Mitglieder eines Skatclubs begleiten einen Genossen zur letzten Ruhe. Die irdischen Reste sind zur Erde hinabgesenkt und einer der Freunde bemerkt mit einem Anflua von Rührung: Wer hätte das gedacht! Vor acht Tagen saß er noch ganz munter mit uns beim Skat und jetzt liegt er unten!" Der zerstreute Herr Meher,(aus tiefem Sinnen auffahrend): Was liegt unten?" EinPraktikus. Schwester (mit der Arztrechnung in der. Hand): Dein Freund, dieser Dr. Meyer, ist doch ein ganz unverschämter Mensch!" Bruder: Weshalb' denn?" Schwester: Du weißt doch, daß er mich in meiner Krankheit behandelt hat. Nach meiner Genesung setzte er seine Besuche zu einem ganz anderen Zwecke fort und hielt schließlich -um meine Hand' an.' Nachdem ich Ihm aber einen Korb gegeben hatte, rechnet mir dieser Scklauberaer alle seine BeWerbungsbesuche als Krankenbesuche am oocccccc3ccccccocceoococoa Östi lä GentS. : tei'x ml&it H(frt I,, V0.000 ( rat ftunfc tfoinnen, d tnfenn jj teil tn'tunmt itint. 1 Cic alwt'i ' ' Cinttn ttnnul Vitn, Cic kcnUlkm tmm U ,d,ch rfctn, i w t"tTTtt: O 1 OaU Vrrli t ffster 9uxtt M .11 M . C.1.4 15c. O fax. VtatUt 6aUt 1!. O ? fernst ttetht fUk . 1 Zai Stcttta ... Ttbrnni Vitlent i-0 10c IOC n Vati Hit traut 9att tinnrt Zw'tbl loc loc U Xiluaut 15c. O .m. av fc . . 2 ' HkNNchk ttwimM, f rdt fl.OO, sammt X fctutfdxrn Xatalco, krt BUr illlU O 3pUav jtart.tl cO fccrnlt, ott ( rt,MfanfclrfRrttlBJlarO 14 Ct 000 ttunitn U enintuiu () . .f.f. -kl Im r?aif in Tia4t4i tül O 9 'WrirBVCTT t - i wen. rimni, . i- j v . . . Cys5Va4rtfTuWtteertfnnuicfnirn,ttfefti O UxaTaUc4utkiütt tuttiUuUgttuictttiW. ( j j Zolu VL Galtet ed Co tu Ctvfo, C3i.
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