Indiana Tribüne, Volume 23, Number 158, Indianapolis, Marion County, 25 February 1900 — Page 3

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siriminalronian von Friedrich Thituie. (2. Fortsetzung.) Obwohl ' leine verschämte Knosp nur, fondern eine zu vollem Glänze erblühte- Rose, der das Bewußtsein ihrcr Schönheit einen weiteren Reiz hinzufügte, stand ich doch, der ich mich sonst einen Freund holder Mädcheneinfachheit nannte, vom ersten Augenblick an in ihrem Bann. Selbstverständlich empfing ich die Eindrücke, die ich hier schildere, nicht alle im ersten Moment, sie sind vielmehr die Summe der aufmerksamen Betrachtung, die' ich ihr Während der kurzen Zeh unseres Bei kehrs widmete. Ich erwähne gleich hier, daß meine Bewunderung nur so lange anhielt, als mich die staunenswerthen gesellschaftlichen Talente der Dame, ihr: zuweilen geistvollen, stets aber sicheren und klugen Bemerkungen und ihre selbstbewußte Ueberlegenheit über den Mangel einer gefühlvollen Seele täuschen. Unsere Begegnung fand im Boudoir Michaelas statt, wo sich auch ihre um etwa sechs Jahre jüngere Stieftochter Jrmgard eben befand. Am mit der schönen Frau einige noch schwebende Fragen wegen der Einrichtung der Villa in Westend zu- besprechen. Im Glänze der bell erhttihten Schönheit der Stiefmutter lern mir die liebliche deutsche Mädchenblume etwas farblos und bescheiden vor, ohne darum des "süßen Zaubers der Erscheinung zu entbehren. Jrmgard war das getreue Abbild ihrer verstorbenen Mutter, sanft, gemüthvoll, edel, von schlanker, fast zu schmächtiger Gestalt, die Wangen von leisem, kaum sichtbarem Roth überhaucht. Aus ihren tiefblauen Augen sprach unmittelbar das weiche, liebevolle Herz, das im Uebrigen seine Herrlichen Tugenden so still bescheiden in sich verschloß, daß nur der aufm!same, mit tieferem Sinn begabte Beobachter sie unter dem schlichten, hellblauen. Hauskleid, dessen Form und Ausputz nirgends die Spuren koketter Prunksucht oder hohlen Stolzes auf den Reichthum ihres Vaters verrieth, zu entdecken vermochte. Jrmgard weigerte, obwohl die vergangenen drei Jahre sie zur Jungfrau entwickelt hatten, dem alten Freunde . ihrer Kindheit den vertraulichen Kuß der Vergangenheit nicht und auch Frau Michaela begrüßte mich mit herzlichem Händedruck, dem ein liebenswürdiges Compliment , und eine in demselben Tone ausgesprochene Einladung, mich wie früher vollständig als zu Hause zu betrachten, erhöhte Bedeutung verliehen. . .Der Freund meines Gatten ist auch der meine," sagte sie mit gewinnender Freundlichkeit. Ich will mich bemühen. Ihnen das Haus meines Mannes auch ferner so zu gestalten, wie es ! Ihnen immer erschienen ist. Also j vitke, Herr Doctor, keme Phrasen, keine Eomplimente zwischen uns, keine leeren Rücksichten. Nehmen Sie Platz." Wir verplauderten eine angenehme halbe Stunde. Ich konnte nicht umhin. Vergleiche anzustellen, die, wie es stets der Fall ist. zu Gunsten der Vergangenheit ausfielen, aber ich schalt mich selbst wegen meiner UngerechtigZeit. Ich fühlte, ich kam mit einem Vorurtheil, und mein Gerechtigkeitssinn verlangte, daß ich es unterdrückte. Das Diner .verlief in derselben Weise, angeregt, sogar beiier. aber nicht eigentlich gemüthlich. Wir wur-. den mcht recht warm, wemgstens icy nicht. Und es kam mir vor, als könnten auch mein Freund und Jrmgard einer gewissen Verlegenheit nicht ganz Herr werden. Nur Walter, mein Psthe, hatte sich mit dem glücklichen Temperament seiner fünfzehn Jahre nicht nur völlig in die neuen Verhältnisse hineingefunden, sondern er fand sie segar interessant. Die junge, schöne Stiefmutter übte einen, leicht begreiflichen Zauber auf ihn aus. Ihre 3ärt lichkeilcn erfüllten ihn mit Stolz und Freude. Man hatte mir für die kurze Dauer des Aufenthalts im alten Hause mein ehemaliges Zimmer angewiesen; nach beendeter Mahlzeit zog ich mich dahin zurück, um ein wenig zu ruhen. Nicht lange befand ich mich jedoch hier, als der Banquier leise eintrat. .Stör' ich dich, Walter?" .Niemals, Arthur." Er rückte sich einen Stuhl an' das Sofa, auf dem ich lag. .Bleib nur liegen ich kenne deine alle Gewohnheit. Du hältst Siesta, aber nur mit dem Körper, der Geist wacht. Wie oft hab' ich dir während dieser Zeit vorgelesen, als wir noch " Plötzlich abbrechend, sagte er: .Du glaubst gar nicht, wie ich mich freue, dich bei mir zu sehen. Weißt du, weshalb ich gekommen bin?" . .Nun?" .Um dir die Geschichte meiner Derlobung und Heirath zu erzählen." .Das ist gerade, worauf ich, am gespanntesten bin." .Wie gefällt dir Michaela?" .Sehr gut sie ist eine imponirende Schönheit!" .Und sonst?" setzte er etwas zaghafter das Examen fort. .Sie begegnete mir mit großer Liebenswürdigkeit. Ein abgeschlossenes Urtheil steht mir nach so kurzer Bekanntschaft natürlich nicht zu; doch meine ich, du mußt in ihrem Besitz glücklich sein." .Ich bin es." .Vielleicht kannst du sogar noch glücklicher werden. Sie besitzt ' Geist und Witz. Sie scheint auch gutmüthig. Sie zeigt viel Aufmerksamkeit für dich." .), sie trägt mich auf den Händen." .Das freut mich. Und ist auch s i t ganz zufrieden mit den neuen Verhält-rissen?"

.O gewiß " I .Offen gestanden, du gabst mir eine ähnliche Antwort heute Morgen mit einer Miene, in der sich eine Art Vorbehalt offenbarte. Wir haben früher nie vor einander Geheimnisse gehabt. Ich weiß aber, daß jede längere Trennung von einer mehr oder weniger tiefen Entfremdung begleitet ist. Freunde treffen sich oft nach Monaten und Iah-

ren eigens zu dem Zwecke, sich einmal gründlich auszusprechen. Mit sehnsuchtsvollem Drang eilen sie einander in die Arme dann sitzen sie zusammen, reden von gleichgiltigen Dingen, und wenn sie auseinander gehen, nehmen sie ihre übervollen Herzen wieder mit fort. Der Mensch bedarf einer gewissen Zeit, um warm zu werden,. um die alte Vertraulichkeii wiederzufinden." .Mag sein. Walter. Zwischen uns soll das indessen nicht gelten. Daher nimm die Versicherung von mir, daß deine Beobachtung dich nicht täuschte. Michaela ist gegen mich und die Kinder die Liebenswürdigkeit selbst, sie scheint glücklich und froh trotzdem steigen mir manchmal Zweifel an der Haltbarkeit meines Glückes auf. wenn ich an den natürlichen Unterschied zwischen uns Beiden denke. Sie ist jung, ich alt sie war arm, ich reich " . .Leitest du daraus Zweifel an der Aufrichtigkeit ihrer Neigung her?" . Der Banquier seufzte. .Du weißt. Mensch ist Mensch Besitz bringt Sorgen. , Ihr Benehmen gibt mir durchaus keine Veranlassung zu thörichtem Pessimismus, aber ich kann nicht umhin, zuweilen solchen Grübeleien Raum zu gestatten. Minbestens sorge ich mich darum, ob es mir. gelingen wird, ihr Herz auf die Dauer zu fesseln; daß ich es jetzt besitze, daran zweifle ich nicht. Ich bin sogar überzeugt, daß ich ihr bitteres Unrecht zufüge, wenn ich der geringsten Unruhe Zutritt gewähre." Driitt Denkweise ist nur natürlich. Welcher Mensch, dessen Kopf nicht von geckenhafter Eitelkeit erfüllt ist. hegte nicht Mißtrauen gegen das wandelbare Glück?" Wir starrten Beide einige Augenblicke schweigend vor uns nieder. Dann fragte Hartwig kurz abbrechend: .Soll ich anfangen?" .Bitte." .Du weißt, was mich nach Odessa führte, und welch' traurige Ueberraschung mir dort zu Theil wurde?" .Ja." .So laß mich diesen Theil meiner Geschichte für jetzt übergehen. Vielleicht sprechen wir ein andermal ausführlich darüber. Ich verließ Odessa nach etwa dreiwöchentlichem Aufenthalt in der Absicht, im russischen Weltreiche oder wenigstens in den civilisirten Theilen desselben flüchtig Umschau zu halten. So sah ich nacheinander Kischinew, Charkow, Tula, NischnijNowgorod, Moskau und Petersburg. In Petersburg, dieser ebenso gewaltigen als großartigen. Repräsentation des modernen Rußland, ließ ich es mir längere Zeit gefallen. Ich knüpfte nämlich Bekanntschaft mit einem Geschäftsfreunde an, mit dem ich schon seit Jahren in Verbindung stehe, und fand in ihm einen ebenso gebildeten als liebenswürdigen Herrn, der sich mir bereitwillig zum Führer anbot und mir in der That fast alle seine Muße widmete. Sein Name war. Kawelin. Durch ihn erlangte ich Zutritt in einen Club, worin Damen und Herren der gebildeten Stände mit jener Ungenirtheit verkehrten, wie sie die modernen russischen Verhältnisse auszeichnet. Die Mitglieder bestanden hauptsächlich aus Gelehrten, Schriftstellern, Kunstlern und Studenten, das weibliche Geschlecht war durch etwa ein Dutzend Schauspielerinnen, Malerinnen und Studentinnen vertreten. , Unter ihnen befand sich eine junge Dame, deren imponirende Schönheit bireits meineAufmerksamkeit erregte, ehe noch ihre geistvolle Convcrsation, ihre treffenden Bemerkungen, ihr sicheres Urtheil meine Bewunderung verdienten. Sie war sehr belesen und hegte ein lebendiges Interesse für die politischen und socialen Verhältnisse Deutschlands. Seit unserer ersten Unterhaltung bewies sie mir fortgesetztes Interesse, ja, bald kam es dahin, daß wir nur noch einander suchten, uns fast ausschließlich miteinander beschäftigten. Du wirst bereits errathen haben, daß es Michaela war. Michaela Rawinska, wie sie hieß, war vierundzwanzig Jahre alt. In einem kämpf- und entsagungsrei chen Leben hatte sie eine unbeugsame Energie bewährt. Die Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns, empfing sie in ihren Kinderjahren eine sorgfältige Erziehung, bis der bankerott ihres Va ters sie und die Ihrigen in Elend und Verzweiflung stürzte. Ihr Vater über lebte den Sturz seines Reichthums und seiner Ehre nicht; ihr, der kaum zur Jungfrau Erwachsenen, lag es ob, für ihre kranke Mutt und ihre drei noch unerwachsenen Geschwister zu sorgen. Was blieb ihr übrig, als mit Hintan setzung ihres tiefen Wissensdurstes al len ihren Bestrebungen zu entsagen? Die Kindespflicht forderte gebieterisch die Ausübung einer pekuniär lohnen den Thätigkeit. Michaela erlernte kurz entschlossen das Putzmachen, trat in ein Geschäft als Arbeiterin ein und erwarb Jahre lang mit ihrer geschickten Hand den Unterhalt für ihre Familie. , Ist das mcht edel?" .Edel und heroisch zugleich." .Später erst, als ihrer Mutter eine kleine Erbschaft zugefallen war, sah sich das pflichtgetreue Geschöpf m den Stand gesetzt, den alten Neigungen ihrer Jugend nachzugeben. Sie widmete sich in Zürich seit zwei Jahren medicinischen Studien. Als ich sie kennen lernte, weilte sie daheim in den Zerren. Du rann u Dir venren. in welch' hohem Grade mich eine Personlichkeit fesselte, welche mit einer so Herrlichen Erscheinung eine so hohe EntWickelung, einen so bewußten festen

Charakter verband. Ihre Geschichte unumwundener man sich in den StztU sprach , noch eindringlicher als . ihr sen der russischen Geistesaristokratie Mund. Ich leugne daher nicht, daß ich über die Mängel und Mißstände des um ihretwillen meinen Aufenthalt in , herrschenden Systems aussprach, als Petersburg von Tag zu Tag verlän- I selbst bei uns in Deutschland wie gerte, daß mein Interesse für sie nach hatte ich mit meiner Meinung zurückdem Maße der Dauer unserer Bekannt- halten sollen? Ich zog ohneScheu e'.:i?n scbaft wucks. 55ck füblte selbst, dak ick Veraleick zwischen der deutschen und

dieselbe mit dem Mantel einer seeli ist w w 91 i i r u . sehen Freundschaft nicht mehr werde zu decken vermögen. Trotzdem wäre ick. in stetem Ringen mit der Liebe zu meinen Kindern und einer. Todten, deren Bild mir, so theuer ist, zuletzt schließich abgereist, ohne einen weiteren Schritt in der Sache zu thun. Doch in den Sternen stand es anders geschrieben." Nach einer kurzen, der Versenkung n seine Erinnerungen gewidmeten Pause, setzte mein Freund seine Erzählung fort: Ich hatte eines Abends in dem Club einen Menschen bemerkt, dessen Verhalten in demselben Grade mein Unbehagen hervorrief, als fein Aeußeres meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Der Mann wurde mir als Baron Wardoff vorgestellt. Er schien etwa dreißig Jahre alt, distinguirt, ein Weltmann-von eleganten Manieren. aber mit mehr geistigem Grunde, als unsere vornehme Jugend in der Regel zu besitzen pflegt. Lang und hager von Gestalt, besaß er einen ovalen, scharfgeschnittenen Kopf mit kurzgeschnlttenem, schwarzem aar. cinc viat und seine Backenknochen traten hervor; die fahle Blässe feiner Wangen und die dunklen Ringe um seine tiefliegenden, stechenden Augen bekundeten entweder eine ausschweifende Lebensweise oder ein angestrengtes Studium. Die düster schwarze Kleidung aus feinstem Tuch ließ seine Länge noch' länger, seine Blässe noch blässer, den stechenden Blick noch stechender erscheinen. Sem Benehmen, seine Sprache, srine Haltung waren die eines vornehmen, feingebilbeten Herrn, sein Lächeln, seine Hoflichkeit, seine Liebenswürdigkeit waren tadellos, und doch sah ich neben einer gewissen drohenden, finsteren Ungebärdigkeit bei stiller Beobachtung in seinen Zügen mehrmals den Ausdruck einer überlegenen, ja dämonischen Ironie. Du wirst fragen, warum ich fo viel Werth auf die Schilderung eines Jndividuums lege, Mit dem mich nur die flüchtigste Berührung zusammenführte. Aber dieses Individuum hat, ohne es zu beabsichtigen, eine seltsam bedeutungsv'olle Rolle in der Entwickelung meines Liebesromans gespielt. Wie fast alle Mitglieder und Gäste des Clubs, drängte auch er sofort an Michaela sich heran, schon durch diesen Umstand meine Eifersucht zur schärfsten Beobachtung herausfordernd. Bei nächster Gelegenheit nahm ich Beranlassung, mit ihr über den Baron zu sprechen, indem ich sie fragte, ob sie ihn schon länger kenne. Ich habe ihn nur zwei oder dreimal im Club gesehen," erwiderte sie mir. Der Baron ist eine interessante Persönlichkeit." Sie zuckte lächelnd die Achseln. .Er ist allerdings das, was vor Allem die Frauen eine interessante Persönlichkeit zu nennen pflegen. Mindestens darf man ihn wohl emen C h a ra kl er nennen." Einen Charakter gewiß! Ob gleich sein ganzes Wesen einen problematischen Zug besitzt " Sagen Sie einen mysteriösen.' Er erinnert mich immer an Byron oder gar Cagllostro. Soll das ein, Lob oder ein Tadel für ihn sein?" .Vielleicht beides oder keines von beiden. Um aufrichtig zu sein, mir floßt er mehr Abneigung als Sympathie ein." .Und doch ist er fehr galant gegen Sie." .ben darum. Er verfolgt mich mit seiner Liebenswürdigkeit." .Rechnen Sie ihm das als Verbrechen an?" .Nein," gab sie mir in ihrer freimllthigen Weise zum Bescheid. .Trotzdem ist es mir unangenehm. Ich bin keine Puppe und bilde mir daraus jt was ein. Ich verkehre ungezwungen mit Männern, weil ich mich ihnen ebenbürtig fühle und meine geistigen Neigungen mich ihren Umgang suchen lassen. Ich verlange ihre Unterhaltung. ihre Freundschaft, ihre Belehrung, nicht ihre Galanterie." Ich. fühlte, wie fehr diese Selbstcharakteristik der Wahrheu entsprach. Michaela Rawmska kokethrte me mit mir. Sie stellte nie eine Frage nach meinen Verhältnissen. Sie nah: nie ein Geschenk von mir an, nicht einmal die Zeche durfte ich auf den wenigen Spaziergängen. ' bis wir zusammen unternahmen, für sie berichtigen. Das war nicht Gleichailtiakeit. das war Princip. .Der Baron scheint ein angesehener Mann!zu sein," setzte ich das Gespräch fort. .Sagen Sie gefürchtet " erklärte die junge Dame flüsternd. .Offen gestan den, ich traue ihm nicht recht. Und ich glaube, den Uebrigen geht es gerade so. Er hat einen russischen Namett, aber sagen Sie selbst, besitzt er nicht bie Physiognomie eines Südländers? Er ist reich, doch Niemand . weiß, woher seine Einnahmen fließen. Jedenfalls befolgen Sie den Rath einer Freundin: Nehmen Sie sich vor ihm in Acht, Sie sind in Rußlalid! Ich dankte ihr für die Warnung, W 9 . oyne m jenem ÄUgenonae daran zu denken, daß ich je in die Lage kommen würde, sie zu beherzigen. Das war aber an einem der nächsten Abende im Club der Fall, als die Convcrsation sich, wie häufig schon, auf die polltl sehen, socialen und juristischen Ver Hältnisse des russischen Weltreiches lenkte.' Ich befand mich em Ehren mann unter Ehrenmännern, ein Ge - bildet unter Gebildeten, ich hatte Ge- ! ..t.tl r . , irginu vipvi, zu ersahen, mz um

I

w . ' ' . . der russischen Executive und unterwarf den Absolutismus einer scharfen, vernichtenden Kritik, zur großen Zufriedenheit meiner aufgeklärten Zuhörer, die jedes meiner Worte mit Beifall und Zustimmung begleiteten. Um so unget ;v ' o . I C1 mrier nen icy mein ou3C wie l "l schon, freien Lauf, als ich, den Baron nicht unter den Anwesenden bemerkte. Plötzlich erfaßte Jemand von hinten meine Hand mit leisem, sanftem und doch bedeutungsvyllem Drucke. Ueberraucht wanvle icy micy um uno oegegnete dem Blicke Michaelas, der jich ernst, fast vorwurfsvoll auf mich richtete. Ihre Augen deuteten nach einer bestimmten Richtung. Sofort folgten . ;t ev ; : t 0le meinen iqccc tfuytuuij, mui ohne den Ausdruck einer gewissen Befremduna auf die lange Gestalt des Barons Wardoff zu treffen, die nicht weit von memem Platze an einer Säule lehnte. Der schwarze Baron, wie wir ihn oftmals nannten, starrte gedankenlos, fast traumverloren vor sich nieder, ich zweifelte, daß er auch nur ein Wort der, ganzen Unterredung in sich aufgenommen hatte. Und doch wie kam er dahin? Ich hatte mich vorhin nach ihm umgesehen und ihn nicht wahrgenommen. Ungeachtet dessen war ich weit davon entfernt, der Mahnung Michaelas die geringste Bedeutung beizulegen. Der Baron befand sich in dem Club, einer Vereinigung . auserlesen aufgeklärter und vertrauenswürdiger Elemente, also hatte ich sicher von ihm nichts zu furchten. Um so mehr erschrak ich, als am anveren corgen icy lag nocy im Bett , mein Geschäftsfreund Kawelm rn meinem Hotel erschien und. ohne jede Anmeldung in mein Zimmer stürzend, mir mit leiser, aber eindringlicher Stimme die Frage entgegenschleuderte: Im Namen aller Machte, Unglücklicher, was haben Sie gemacht?" Was gibt es denn?- fragte ich bestürzt. Was es gibt? Ein Polizeibeamter war in aller Frühe bei mir, um sich nach Ihnen zu erkundigen." .Nach mir?" .Jawohl. Ich war wie vom Donjitz gerührt, denn eine derartige Affectlon unserer Polizei hat für deren Gegenstand selten Gutes zu bedeuten. Haben Sie sich vielleicht irgend eine' Aeußerung über hiesige Verhältnisse entschlüpfen lassen? Und gegen wen? Besinnen Sie sich, Herr Hartwig." Da fiel mir mit emem .Male der gestrige Abend und der Baron ein. Ich erzählte meinem Geschäftsfreunde die Begebnisse im Club. Bedenklich schüttelte er den Kopf. Wie unvorsichtig, rief er mit beinahe verstörtem Gesicht. Wissen Sie nicht, was eine derartige Unklugheit in Rußland besagen will? Sie sind Fremder und unser Gast, Sie dürfen den Herd nicht schmähen, an dem man Sie bewirthet. Oder warten Sie wenigstens damit," setzte er leiser hinzu, .bis Sie die Grenze glücklich im Rücken haben." Was ist aber zu thun?" forschte ich verdutzt. Was zu thun ist? Sie müssen auf der Stelle abreisen!" .So schnell? Und mein Paß er liegt noch auf der Polizei " .Wie fatal!" rief der Kaufmann ärgerlich. .Dann machen Sie sich auf Schlimmes gefaßtli'.ber Hartwig, ich weiß da nicht zu rathen." .Was soll mir denn geschehen können?" - .Wer weiß?" Er zuckte die Achseln. .Sie machen hier wenig Umstände mit den Leuten." . .Pah, unser Gesandter wird mich rasch genug reklamiren." .Wenn er etwas davon erfährt." Ich begann ängstlich zu werden. Die Situation war zweifellos eine kritische. Was sollte ich beginnen? Noch überlegten wir Beide wortlos, als ein Kellner mit einem für mich bestimmten versiegelten Billet hereintrat. .Von wem?" Er zuckte die Achseln. .Ein Bote hat es abgegeben." Eine Ahnung durchzuckte mich, das Schreiben könne mit der Nachricht Kawelins im Zusammenhange stehen. Hastig riß ich das Couvert auf und enthüllte ein Kärtchen mit folgenden wenigen Zellen: .In einer Stunde werden Sie verhaftet sein. Wenn Ihnen an Ihrer Freiheit gelegen ist, so verlassen Sie lofort Ihr Hotel, wie Sie sind. Lassen Sie Ihr Gepäck nach Hause schicken. Gehen Sie zu Fuß bis zum Roswod naiapla, neymen &t dort eine Droschke und fahren Sie den Newskij'rospect entlang bis zum Snamenslijplatz. Dort werden Sie Weiteres mit getheilt erhalten. Ein Freund." Fragend sah ich Kawelin an. der mich nachdenklich betrachtete. .Soll ich den Rath befolgen?" .Wenn man wüßte, daß er in guter Äoncht ertheilt ist. Stammt er da gegen von einemFeinde, so dürfte Ihr beginnen nur dazu dienen, die Verdachtsgründe gegen Sie zu verstärken. .Wieso?"Wer zu fliehen versucht, besitzt Schuldbewußtsein. ' .Allerdings." Haben Sie gar keinen Freund, von dem Sie einen derartigen Fingerzeig erwarten dursten? .Einerr Freund nicht, aber eine Freundin. ' Das Briefchen ist von einer Damenhand geschrieben. - Ich erzählte ihm von der Warnung Michaelas vor dem Baron. Der gut V müthige Mann athmete auf. Frauen sind in solchem Falle besser cm" , , r i tn ais Scanner, oeivnle er ireuolg. .cr

träum Sie sich blesem Einfluss- an, folgen Sie ungesäumt. Sie haben recht, Niemand als der Baron kann Uz Verräther fein. Der Mensch ist mir vonl ersten Augenblick an unheimlich erschienen." .Kennt man denn nicht seine Vergangenheit, seine Stellung? Ist er nicht reich? Verkehrt er nicht in der guten Gesellschaft?" .Man weiß so ziemlich nichts von ihm. Er soll den größten Theil seines Lebens im Ausland: zugebracht haben. Mir sieht er trotz' seines russischen Namens gar nicht wie ein Russe aus, eher würde ich ihn für einen Spanier oder Italiener halten. Manche behaupten auch, er sei Pole." .Wer hat ihn denn aber in den Club eingeführt? Ich denke, es erlangen nur völlig vertrauenswürdige, auf ihre Echtheit sorgsältig geprüfte Personen Zutritt?" .Der Baron scheint eben vorzügliche Verbindungen zu unterhalten. Ich will mich 'einmal nach dem Factum erkundigen. Ich weiß nicht, wie er zu

uns gekommen ist. Aber eilen Sie. drängte der biedere Russe, indem er mir beim Ankleiden behilflich war. Während ich mich wusck, klingelte er nach dem Kellner und bestellte meine Rechnung. Da ich schon seit einigen Tagen von meiner bevorstehenden Abreise gesprochen hatte, war sie bereits vorbereitet und rasch zur Hand. Ich zahlte, gab Weisung wegen meines Koffers und verließ, eine nothwendige Geschäftsreise vorschützend, an der Seite Kawelins das Hotel. An der Thür verabschiedeten wir uns hastig, worauf ich, nicht ohne besorgte Blicke um mich zu werfen, die bezeichnete Richtung einschlug. Zum Glück stellte sich meine Furcht als unbegründet heraus. Noch dachte Niemand daran, das Hotel zu bewachen. Wer hätte auch erwarten können, daß ich sofort von der drohenden Gefahr- Kenntniß erhalten und ihr zu entgehen, am frühen Morgen zu Fuß mein Quartrerhaus verlassen wurdv? Auf dem Roswodnaaplatz rief ich, der erhaltenen Weisung gemäß, eine der dort befindlichen swoscbtscbiks (Droschken) an, die mich bereitwillig aufnahm. Unbelästigt erreichte ich, nachdem ich den herrlichen Newskizprofpect mit seinen Hunderten von Palasten fast m seiner ganzen, tmt halbe deutsche Meile betragenden' Länge durchmessen hatte, den Snanunskijplatz, auf dem ich ausstieg und mich mit erwartungsvollen Blicken nach allen Seiten umschaute ' Ich hatte noch nie einen Buchstaben von Michaelas Hand vor Augen gehabt, trotzdem fühlte ich mich fest überzeugt, daß die Warnung nur. von ihr herrühren könne. Wer außer ihr und Kawclm hätte für mein Schicksal Tbilnahine empsinden' sollen? Kein Wunder, daß ich unwillkürlich in, allen Fenstern und an allen Ecken ihre Gestalt suchte. Vergeblich ich erblickte nrrgends ihre holden Züge. , Schon ergriff neue Vesorgniß mein Herz, da eilte plötzlich quer über den Platz herüber eur zunger Mensch auf mich zu, der mich ganz unbefangen mit den Worten anredete: .Guten Morgen, Herr Hartwig. Wie befinden Sie sich?" Ich begriff sogleich, was daZ bedeuten sollte, und erwiderte: .Danke, wohl. . . .Wir gehen doch zusammen?" .Ich bin bereit." Der Bankier schaltete an dieser Stelle wiederum eine Pause ein, um seine Erinnerungen zu sammeln. c spannt sah ich ihn. an. .Fahre fort sagte ich, .deine Erzählung ist wirklich in hohem Grade interessant." , .Nicht wahr?" Er berichtete weiter: .Sie kommen wohl von Michaela Rawinska?" forschte ich meinen jugendllchen Begleiter aus, als wir den Snamenskyplatz verlassen hatten und in eine der Pereulli (Querstraßen) einbogen. v .Ich bin ihr Bruder versetzte der Jüngling einfach. Zu einem weiteren Gespräch reichten meine paar russischen Brocken nicht aus, deshalb legten wir den übrigen Weg schweigend zurück. Wir durchschritten mehrere Straßen und Gassen, bis wir an dem Zollhof vorbei an den Quai des KalaschnikowHafens gelangten. Eine bescheidene Hafenschenke war unser Ziel. In einem schmutzigen Hinterzimmer des schmutzigen Gebäudes erwartete mich Michaela. Sie stand am Fenster, als wir eintraten: sofort eilte sie auf mich zu und ergriff, die Spuren großer Er- ' r f ri.r?jti regung in iyrem icyonen z)encyi, meinen Arm. O, warum haben Sie nicht auf mich gehört!- rief sie traurig. .Sie haben Ihre Freiheit, Ihre Zukunft aus das Spiel gesetzt. Doch Muth. Herr, noch hofse ich, Sie zu retten." . .Sie mich, gnädiges Fräulein?" .Wenn Sie sich meinen Anordnungen fügen, jal" .Aber wie haben Sie erfahren ?" .In Rußland kann man Alles erfahren, wenn man sich auf Menschen und Dinge versteht. Der PolizeiLieutenant Jgnatieff kennen Sie ihn?" - Nein." . ist ein eifriger Verehrer von mir, der sich seit Jahren mit ebenso viel Consequenz als Erfolglosigkeit, um meine Hand bewirbt. Der Sohn eines Freundes meines verstorbenen Vaters, verkehrt er viel, in unserem Hause. Bei einer dieser Gelegenheiten erzählte ich ihm zufällig von meiner Bekanntschaft mit Ihnen und meiner Freundschaft für Sie. Das war ein Glück, denn dadurch allein ward er in den Stand gesetzt, mich zu benachrichtigenvon dem Ihnen drohenden Schlage. Kaum hörte er Ihren Namen, als er sich auch vornahm, mir' einen Dienst zu leisten. So erhielt ich gleich früh am Morgen Kenntniß' von dun verhängnißvollen Ereigniß."

.Der Varon lst cXü doch ein Berräther?" ,So scheint es, Gewißheit darüber besitze ich freilich nicht. Jgnatieff hat mir , den Namen des. Denuncianten nicht genannt." .Und nun, Michaela?" hernehmen Sie meinen Plan. Er ist einfach, aber kühn und gefahrvoll. Wie Sie wissen, beabsichtige ich in eini gen Tagen nach Zürich zurückzukehrn." .Dadon wußte ich nichts." .So erfahren Sie es jetzt. Ihnen gefällig zu sein, habe ich mein Project geändert ich reise schon heute gleich jetzt. Meine Papiere sind bereits in Ordnung und in meinem Besitz. Sie reisen mit mir." .Als was?" .Als mein Gatte!" Mein Antlitz färbte sich blutroth. Als ihr Gatte sollte ich mit ihr reisen! Und das sagte sie Alles ' so kalt, so ruhig, als sei es so selbstverständlich und gewöhnlich. , Aber ich ich habe keinen Paß!" .Sie werden ihn haben, Herr Hart-wig.-Herr Jgnatieff wird mir auch weiter gefällig sein. ' Meine Bitten sind Befehle für ihn. und falls Sie außerdem noch ein Opfer zu bringen wünschen, so ist ew russischer Beamter einer kleinen Aufmerksamkeit niemals abgeneigt." Sie lächelte mir bei diesen Worten bedeutungsvoll zn. .Im Nebenzimmer liegt ein andere: Anzug für Sie bereit, für den Fall man Ihr Signalement besitzt der Paß wird in einer Stunde hier sein." Wir-hatten das Gespräch im Flüsterton geführt, fuhr Hartwig in seiner Erzählung fort, um seinen Inhalt den Ohren des Bruders von Michaela, der. ein unerfahrener junger Mensch, ih: nicht zuverlässig genug erschien, zu verbergen. Die Situation ließ mir nicht Zeit, über die abenteuerliche Nolle. die. nur zugemuthet wurde, nachzuden ken. In fortgesetzter Aufregung be gab ich mich in den Nebenraum und vollzog die Metamorphose. In dem neuen Habit, und nachdem ich mir den Bollbar. den ich damals' trug, weggeschnittuv und mich glatt rasirt .hatte, hätte mich wohl mein bester Freund nach dun ausführlichsten Steckbrief nicht ohne Weiteres? identificirt. Noch ein Bedenken wandelte mich an. es drängte. mich, sie darüber auszu kundschaften. Ich wollte, mich znihr begeben, fand scdoch die Thür des Zimmers verschlossen. Mein, Pochen blieb fruchtlos. Was war. das? War unser Plan verrathen worden noch ehe seine Ausführung begann? Da öffnete sich auch schon die: Thür;. Michaela, stand vor mir. .Fürchten. Sie nichts lispelte ' sie. .er ist.hier. Der Pafc ist in meiner Hand. Wollen. Sie. den Wechsel aus. stellen?" .Auf welche Sunnne?"' .Pst nicht so laut! ' Er fordert nichts, aber er erwartet etwas, was für Sie gleichbedeutend fein kann. Schrei ben Sie zweitausend Rubel. Ohne Zögern stellte ich den gewünschlen Check aus,, ihr denselben einhändigend, worauf sie. mit. der Mahnung: .Halten Sie sich ruhige bis ich zurückkomme," durch die. Thür verschwand. Fünf Minuten später befand sie sich wieder bei. mir. - .Nennen Sie. Niemand seinen Na-

men, warnte sie erudrinalich. .Der Mann setzt. Wes auf das Spiel." Nun legte, ich ihr meinen Einwand vor. .Wiri es' nicht anssallen. daß eine Studentin einen Gatten besitzt?" Michaela lächelte .Eine ganze Anzahl russischer Stu dentinnen sind verheirathet," beschwichtigte sie mich in gleichmüthigem Tone. .Zudem, rechne ,ich bestimmt darauf, daß. Niemand ein Examen mit uns anstellen wird. Ihre Verkleidung schützt Sie genügend. Der Paß ist nur r l. r- . ri w w inz oen auveruen itau. .Doch wenn man mich inouirirt ich spreche nur höchst mangelhaft Ihre Sprache (Fortsetzung folgt.) Die Thränen des Vüeble. König Wilhelm von Württemberg hatte leine Nestdenz rn's Schlok Fried richshafen verlegt. Auf seinen Spa ziergängen begleiteten ihn zwei hübsch weiße Spitze. Eines Tages ging der König mit feiner Gemahlin und deren Hosdame durch die Straßen der Stad und die Spitze tummelten sich lebhaf um die Herrschaften. Da gewahrte die Königin auf der Straße einen .weinenden Knaben. Mit landesmütterlichem Wohlwollen fragte sie den Knaben: . Bübchen, warum weinst du?" . Keine Antwort, heftiges Schluchzen Die Hofdame legte sich in's Mittel und r 'r.o l r. ' iragle gieicysaus oen naven: . .Kleiner, warum weinst du? Weiß du, die Königin fragt dich, da muß man hübsch folgsam sein und Antwor aeben! Abermals heftiges Weinen und keine Antwort: Nun will der Konig selbsj seine tornst versuchen und wendet sich an den Knaben mit der Frage: .BLeble, warum heulscht?" Jetzt faßt sich der Knabe ein Herz und platzt heraus: .Deine Sauspitzer hent mir meine Hosa verrissa!" Hierauf große Heiterkeit beim KL nigspaar und sicherlich ist dem Knaben reicher Ersatz geworden Rache. Braut: .Denke Dir, Mama, meine Freundin Emma findet es gar nicht der Mühe werth, mir zu meiner Verlobung zu gratuliren!" Mama: .Da würde ich ihr ganz einfach nie wieder eine Verlobungsanzeige schicken!"

Kür bk ü(S)C.

Schlesis.che Selleriesuppe. Zwei dicke Sellerieknollen, eine Porreestange und eine Petersilienwurzel werden gut gereinigt und gewaschen, mit 2 Quart Wasser und dem nöthigen Salz, weich gekocht. Dann werden zwei Eßlöffel voll Mehl mit einem fcwtt voll guter uller bräunlich gemacht, die Brühe dazu'gerührt, das Wurzelwerk ohne Sellerie hineingelegt, und kochend angerichtet. . Etwas Flelschextract macht m Suppe besonders wohlschmeckend. Indisches Curry. Schneide zwei mittelgroße Zwiebeln in Scheiben und bräune sie leicht in etwas Butter; schneide das Fleisch (alle Reste sind hierzu zu verwenden) in kleine Stücke, wasche es und streue einen Eßlössel Curry - Pulver das mit einem Theelöffel Salz vermischt, wurde, darüber. dann füge es zu den gedämpften Zwiebeln, gieße etwas Fleischbrühe zu und lasse, das Fleisch langsam weich dünsten.. Viele lieben: das. Curry, wenn eS am Tage zuvor gemacht, und wieder aufgewärmt ist. Etwas. Rahm und Citronensast verbessert, das. Gericht sehr. Schweizer Sie der Tl.. Feinge schnittene Zwiebeln läßt man in fii scher Butter anlaufen. Eine sehr frische Kalsbleoer wird in ganz feine .gleichmaßige Blattchen aeschnltten und aus die gelHgewordene Zwiebel.gethan..Sobald die Leber.die Farbe verloren hzt kommt etwas Mehl, Salz, Pfeffers und Fleischextrakt dazu. Beim Anrichten werden 2 Eßlöffel Rothwein', darüber gegeben. Das Gericht muß in drei Minuten fertig sein: die Güte desselben hängt von der raschen Bereitung ab.Gulasch von Lammfleisch. 1 Pfund mageres. Lammfleisch, wird,, nachdem es gewaschen, in gleichmäßige Stuckchen geschnitten und leicht gesalzen. Run macht man 2 Unzen Butter? sehr heiß, aber mcht braun, gibt. das. Fleisch hinein nebst einer, Messerspitze Paprika. So wird es im eigenen Sast gedämpft, bis es schön bräunlich, ist,, dann gießt man etwas Bouillon, später em paar Eßlöffel Rahm und Kapern . daran. Wird mit Maccaroni oder Reis.. servirt. Klops mit SardellenBeiguß. Ein Pfund Rindfleisch: und i Pfund Schweinefleisch werden nebst einer Zwiebel und i Pfund ent gräteten Sardellen sehr fein gehackt,. mit emem in Milch geweichten und etnem geriebenen Weißbrötchen, etwas Pfeffer und gewiegter Citronenschale nebst 2 Eiern vermilcht und zu runden Klößen geformt. Aus 2 Unzen Butter. und einem Löffel Mehl macht man eine hellbraune Einbrenne, verkocht dieselbe mit Fleischbrühe und 3 Unzen gehackten Sardellen, legt eine Anzahl Klops, in den Beiguß, worin sie langsam . gar dämpfen, und. fügt zuletzt noch einen Löffel Kapern hinzu. AufgerolltesHa m m elfleisch. Aus dem Nierenstück eines, jungen Hammels löst man die Knochen, aus, reibt das Fleisch mit einem Gemisch von verschiedenen fein gestoßenen Pfeffersorten und Muskatnuß scharf ein und läßt es so 24 Stunden stehen. Nach Ablauf dieser Zeit schabt man 3 Unzen mageren Speck oder Schinken,, sowie 4 Unzen Nierentalg und vermischt dies mit fein gehackten Kräutern,-. 3j Unzen in Milch erweichter und wieder ausgedrückten Semmelkrume,, fein. gehackter Citronenschale, Salz, Gewürz und 2 geschlagenen Eiern, zu öiner glatten Farce. Mit dieser bestreicht, man die innere Seite des Nierenstückes, rollt es dann auf, umwickelt es mit einem Faden und brät es mit Butter im mäßig heißen Ofen halb gar.. Nun läßt man das Ganze, erkalten;, nimmt hierauf das geronnene Fett von. der Sauce ab, gibt diese, in. eine Kasse? role. gießt etwas Fleischbrühe und Wein dazu, legt das Fleisch hinein und läßt es, fest zugedeckt, vollends weich; dämpfen. Man richtet, alsdann das Fleisch auf einer Schüssel an, gibt, die: Sauce durch ein. Sieb,, thut noch 2 Eßlöffel Portwein, und eine Hand voll. inButter sautirteri Champignons dazu., läßt sie, während man sie mit öraune: Coulis bündig verrührt, eben aufko.--chen und gießt, sie dann über das ange. richtete Fleisch. Rorhe Johannisbeere Gelee wird als schmackhafte Beigabe gereicht. Jtal'l'.e.rrr.scher Salat. Mait1 schneidet gekochtes Kalbfleisch. Braten reste, PLZelzungenspitze, Salz-'und Pfeffergurken,, Aepfel. Heringe, etwas. Kartoffeln, und wohl auch Cervelat wurst in krrzc Streifchen, sllgt ein wenig feingehackte Zwiebel hinzu,, würzt mit Sal'5 Psesser und Essig und läßt den Salat verdeckt stehen. Inzwischen , rührt mau, zu vier frischen Eigelben nach und nach Z Quart bestes Oliven ol wodurch sich eine dick: Mayonnaisen Sauce bildet. Mit dieser macht man den Salat an, hebt ihn im Geschmack durch etwas Senf, eine Prise Zucker und das vielleicht mangelnde Salz und richtet ihn an, um ihn mH Citrone, Cervelatwurst, Gurke," Sar-. dinen, gekochten Eiern, Kapern, rothen Rüben, Aspic u. s. w. zu garniren. . Sauer krautsalat. Rohes Sauerkraut wird weich geklopft, eine Minute mit kochendem Wasser über brüht, ausgepreßt und dann mit O:l, wenig Essig und Salz, etwas Pfeffer, einem Löffel Kaptrn und einer Prise Zucker gemischt. Einfacher Punsch. Pfund Zucker wird mit j Flasche Wasser zu einem Syrup gekocht, in diesen die dünne; gelbe Schale von 2 Citronen geworfen und derselbe zugedeckt beiseite gestellt. Später wird er durch eine ausgewaschene Serviette gegossen, mit einer Flasche weißem, leichtem Wein und l Flasche feinem Arrak vermischt und wieder heiß gemacht. tcoUx n a( nicht kKchen darf.