Indiana Tribüne, Volume 23, Number 137, Indianapolis, Marion County, 4 February 1900 — Page 9

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Ezlaae DeimKehr. Mne iettere Erinnerung von Wilie' W'emann. .Nnn, haS wäre. Eott sei Dank, bald Oberstanden; noch dies Quartier, mor gen fünf Stunden Marsch, und in Tei nen Armen werd' ich ruh'n!- seufzte Feldwebel Braun, den Degen abhän gend und die Uniforni lockernd. Nach fünfzehn Monden voll unbe fchreiblicher Strapazen und Noth, reich an Schlachten und Siegen, an Schweiß. Blut und Tod endlich wieder in der friedlichen Heimath, nahe der jungen Gattin, die ihm, als er mit Tausenden vor Paris lag. ein Söhnchen geboren hatte. Jetzt hatte die Eisenbahn in mächtigen Zügen daS ganze Korps, das feit dem Friedensschluß als Ottupa. tionstruppe in Frankreich geblieben war, heimgebracht; morgen sollte, nach einer letzten Ouartierruhe in dem kleinen Städtchen der Marsch angetreten wer den zum Einzug in die alte, traute Gar. mson. Ach, es waren bei Weitem nicht alle, die mit ihm hinausgezogen waren andere Offiziere, andere K-meraden und viel fremde Mannschaft, nachgesandter Ersatz aber alle freuten sich der endlichen Heimkehr und die älteren der sofortigen Entlassung. Bon den Alten lagen die meisten in kühler Erde, in den Lazarethen, oder waren entlassen. Ein bescheidenes Pochen an der Thür störte daS schmerzliche Sinnen der allbe liebten Kompagnicmutter. .Herein! Mit vollständigem Gepäck trat ein kräftiger, reichdekorirter Soldat ein, den daS Auge des Feldwebels freundlich musterte eS war noch einer seiner Alten. Einer der Besten, die er vor Ausbruch deS Krieges erzogen. Adam Traugott Tauchnitz. Ueber den freute er sich immer, das war noch einer von denen, die d?n Mantelkragen nicht bochschluaen, mochte eS noch so sehr stur men und frieren aus den zugigen FortS; keine Stunde krank, immer fest auf den Füßen. .Wa5 soll's noch, Aoam Tauchnitz, warum nicht im Quartier?" .Ich bitte um Urlaub bis morgen früh. Herr Feldwebel!" .Du bist wohl nicht ganz munter, mein guter Adam jetzt Urlaub so'ne Idee! Morgen gebe ich, gehst Du, geh'n wir Alle in Urlaub möchtest Du mir nicht andeuten, wer cder was Dich im letzten Augenblick verdreht ge macht hat. Kerl?" .Zu Befehl, Herr Feldwebel, die Grete, mein Mädel siewartet brau ßen. Wohnt eine Stunde welter nach der Garnison zu bei den Eltern in Ball witz. Torf links von Thalheim, durch das wir morgen ziehen. Ich kann mich der Kompagnie unterwegs anschließen und habe dort besseres Quartier als hier .Und .Mit-, nicht wahr? .Zu Befehl, Herr Feldwebel schmunzelte Adam, .Mit!" .Adam Traugott Tauchnitz! Du bist immer ein braver Kerl gewesen und wirst nich! zum Schlüsse dumme Strei che machen ich will 'mal beide Augen zudrücken und Ja sagen der Deibel holt Dich lothweise, wenn Du mich in die Patsche bringst. Gott, der Vorzug .Mit-! Aber erst zeige mir Deine Eva schwacher Adam!Tauchnitz nahm Gewehr auf, daß es knackte, wie noch nie, schritt zur Thür und ließ seine Grete. die horchend der Verhandlung gefolgt war, eintreten. Bis in die Stirnlocken erröthend, die Augen niedergeschlagen, stand daS hüb sche Geschöpf vor dem Gestrengen, der sein Wohlgefallen an .der schönen Ein richtuna- nicht verbergen konnte und ihr leutselig in die runde Wange kniff. .ind, ich vertraue isonen meinen braven Kerl an. Sie versprechen mir. iyn gut zu veyandeln, liefern ilzn mir persönlich morgen früh zehn Uhr in Thalheim ab und rapportiren über seine CV !. . 1t- V V. f. . caiinrpii nanrena cm iinauc. mr standen?.Zu Befehl-, erwiderte die gelehriae Grete. knirte und xoa mit Adam Traugott ab. Mit oicher Mnltllchlelt tote am nächsten Morgen war an keinem frühe ren Tage das Regiment zur Stelle ge Wesen. Der letzte Tag. der letzte Marsch! Schnell war überall Rapport erstattet, schnell ausgerichtet und mit donnerndem Hurrah daS klingende: .Bataillon Marsch- erwidert. Pflichtschuldigst hatte Braun seine eigenmächtige Handlung dem gutge launten Ehef gemeldet, dessen volle Bil ligung und Zustimmung gefunden. Heute ja heute waren alle gnädig gestimmt, wlrum sollte er da nicht 'mal Fünse grade sein lasien? .Ganz recht, lieber Braun, zuver lässiger Kerl, dieser Tauchnitz, wird sichon rechtzeitig eintreffen, also Kleine famoS? Netter Kä'er? Und weiter keine schmerzen?! Nem, weiter keine; also vorwärts der Garnison zu. Mit klinaender Musik wurde daS festlich aeschmückte Landstädten Thal beim durchzogen: spähend musterte Feldwebel Braun die dichten Spaliere 'i der Bevölkerung; nirgends drängte sich eine Uniform heraus, mcht einmal eine Grete. Sonderbar, sehr sonderbar! Sollte ach das! er mußte ix f den Augenblick kommen, zweifellos Adam, der pflichttreueste Mann der Kompagnie! Aber er muß eZ dem Hauptmann melden. Der stutzt auch. Aber nur einen Augenblick. .Kerl, wird schon kommen. Nur kein Bange, kennen doch alle den Tauch nitz. Haben noch vier Stunden Marsch, dann zn?ei Stunden Ruhe Zeit ge vug, unk einzuholen'.- .' Ja, daS war ja alles richtig, aber

öem braven Braun war doch recht un heimlich zu Muthe. Zwar konnte ihn nichts Schlimmes treffen, sein Gebieter

schützte ihn aber die besorgte om pagniemutter vermißte ein Küchlein und dazu das liebste. .Verfluchtes AZeibsoolk macht mir ein:n Mann am letzten Tage verrückt. D.ch soll doch " Kurz, die Freude war ihm vergällt. Seine Hoffnung blieb noch. Vielleicht hatte der Pflichtvergessene die Bahn be nutzt und wartete in der Garnison mit seine? Grete. und er ängstigte sich um sonst. Täu chung. Es meldete sich Niemand. Der glanzvolle Einzug war vorüber. In großen Hallen und Sälen wurden die Heimgekchrten bewirthet. Alt und Jung, Vornehm und Gering durchwan derten froh die im Fahnenschmuck pran. genden Strafen. Freude glün',te aus allen Gesichtern, nur nicht auf dem VraunS. der vor feinem Chef stand. Beiden lag schwere Sorge auf dem Her zcn. .Noch nlt zurück?- fragte er. .Nein, Herr Hauptmann kein Adam, keine (va. keine Nachrichtl.Berfluchtes WeibSvolk-, fluchte nun auch dieser, .nicht über den Weg ist dem Zeug zutrauen! Nehmen Sie zwei Mann, fahren (iilzug hin und untersu chen. Ker! muß her todt oder lebendig,. In drei Stunden erwarte Meldung im i?asino!So, das war nun sein Emzugsver gnügen. Das sür ihn zum Dank da. für, daß er nur einmal rom schmalen Wege der Pflicht gewichen. Vergeblich warteten Freunde und verwandte, vor Allem sein trautes Ehegemahl und sein kleiner Junge der Umarmung. Erst die Ehre, sein geschädigtes Ansehen wie der herstellen. Also mit zwei Mann bis Thalheim, dann ein Stündchen Marsch nach dem seitab liegenden Voll witz. denen Einwohner alle nach der nahen Garnison geeilt waren, um theil zunehmen an dem Festjubel. Ausge storben lag das stille Dorf, in der Thür des Kruges lehnte der dicke Wirth, der die seltenen Gäste staunend eintreten ließ. .Vier haben Sie wohl nicht?- sragt? Braun. .Ne, mei kuter Härr. Bier hamme? keens, thut's nich och e feiner Nordyei ser?.Na, dann mal drei Stück von der Sorte, wenn er gut istr .Na un ob. erste Güte, daS sagte och der Soldatel.Was denn sür'n Soldat?" .Nii, Eener von Sie, hat och die Nnmmer uf dc? Schulter wle Sie. Liegt drüben in Quartier bei Weber Schüd se.t aeitern Abend, un holte sich vorhin vor zehn Pfennige! Die Herren kommen rooll auch hier in Quartler?' .Möglich-.antwoitete kurz der Feld Wedel und bezahlte den Neugierigen. .AdieulSo, das war genug. Bald war es wie ln Frankreich; komplkte Streifpa trouille. Also U auf das HauS, von dem aus man sie vielleicht schon lange .bemerkt hatte. Dort also lebten Adam und Eva lm Paradiese! Die beiden Männer umschritten eS, Braun trat säbeltlirrend ein. Mit raschem Griff öffnete erdie nächste Thür und trat in ein äußerst freundliches Stübchen. An den Fenstern welke Vor hänge, das Bett weiß überzogen, nahe den Fenstern eine blitzende Nähmaschine und an der Nähmaschine m emsiger Thätlgseit d:e Grete. .Verzeihen Sie, verehrtes Fräulein, mein Eindringen in Ihr Paradies. Wollte mir nur den Adam wieder holen, diesen auch von Ihnen so sehr geschätzten Adam. Die Kompagnie will ihn. Nur aus kurze Zelt. Wol len ihm die Orden abnehmen, den Rock ausziehen, den er geschändet hat und sperren ihn dann ein. Nachher können Sie den Kerl wiederhaben. Die zwei Leute braunen sollen Sie derwelle trösten, wenn'S so prefsirt. Verfügen Sie nach Belieben darüber. Aber den Traugott nehme ich sofort mit. Ohne Gewehr und Waffen wird er mit mir zurückfahren, und als erbärmlicher Wubt, als Schürzenjäger dort einne hen, wo vor Stunden seine Kameraden lorbeergeschmückt als Sieger einzogen. er, der beneldete Eroberer erner femd lichcn Fahne!" .Herr Feldwebel beleidigen mich!.Wirklich, mein theures Fräulein? Aber Sie irren, Ihnen galt meine schöne Äede ja gar nicht nicht im Geringsten, die galt meinem sonst so tüchiigen Tauchnitz, auf den kein Flecken fallen konnte, bis Sie ihn umarmten: und der jetzt dort unter dem Bette versteckt ist! Nlcht wahr. Fräu lcin? Aber er wird mir folgen, frei willig folgen und nicht mehr Ihnen; Adam wo bist Du?.Hier, Herr Feldwebel-, antwortete schluchzend der reuige Adam, unter dem Bett hervcrkrlcchcnd. Ein Wint des Feldwebels und die beiden Soldaten traten ein. Tauchnitz, den Tornister tragen Sie selbst; alles andere diese Beiden. Vor wärtS, nach Thalheim, Marsch! Keinen Blick warf der zerknirschte Mann aus die heulende und händerm aende Grete. Mit eisernem Griff schleu certe sie der ergrimmte Feldwebel in die Ecke, als sie einen Versuch machte. ihren Adam zu umarmen. Fort, Dirne! Der Mann gehört mnl- und ab glng s. m m Eine derbe Strafpredigt, ein paar Tege Arrest glichen dm Fall wieder aus. Aber in Ballwi wartet noch heute eine lva aus ihren Adam, wenn sie sich nlcht anderweit getröstet hat. Aha! .Hören Sie mal, Lisett chen, Sie schauen mich immer so U chend an, als ob ich Ihnen gefalle: ist das so?- .Ja. Herr Lieutenant!.Na. was gefallt Ihnen denn so ganz besonders an mir?" .Ihr Bursche, Herr Lieutenant. . . .. . .

Anhänglichkeit. vu? dem Dänischen von M. Hüttlz. Drangen im Walde war eben der

Hofbesitzer Sören Sensen im Learisf, einen Baum ?.u fällen. Der alte Häusle? Frederik half ihm getreulich dabei. .Plötzlich kamen zwel Gendarmen oes Weges geritten. Vor einer großen Eiche machten sie öalt. Der eme nagelte ein knallrothes Plakat cn den Stamm derselben und dann ritten sie wieder weiter der Stadt zu und nur die Spuren der Pferdehufe zeichneten in dem tiefen Schnee den Weg, welchen sie verfolgt hatten. Sobald die Blauen- außer Sicht waren, hatten die beiden sie fcharf beobachtenden Bauern nichts Eiligeres zu thun, als nachzusehen, was denn da zu l(cn l. Es war eine polizeiliche Vekanntma chung. Und Soren Jensen las laut fcnr: .Aus dem Gefananik au Kopenha gen ist der Gefangene Hans Peersen entwichen. Derselbe ist 1,70 Meter groß, kräftig und breitschulterig gebaut, hat braunes Haar und blaue Augen, glattrastrtes lsestcht mit offenem Ausdruck und trägt graue Sträflingsrleldung, die er aber vielleicht auch gegen eine andere eingetauscht haben mag. Besondere Kennzeichen: in große Narbe an dem rechten Ohr. Wer den Entsprungenen der Gesangnißdirection wieder einliefert, erhält 100 Mark Belohnung ausgezahlt." Der alte Hausler bliate scheu zur Seite, als wenn der Gesuchte in der Nähe sein könne. Was ist denn eigentlich los?- fragte er. .Lies doch selber.Das that nun ffrederik nickt, aber er erging sich in Vermuthungen, wo der arme Kerl nun wohl hausen möchte. Ich wurde ja nun das Geld nicht verdienen wollen,- gestand der Hofbauer. Ich auch nicht. Der würde sich auch mächtig wehren. . ' Jfta, diese kalte Witterung maa ihm schnell genug den Muth benehmen. Äver wenn auch, das ist keine rechte Art, zu Gelde zu kommen, er war tüchtig und fleißig, so lange er bei mir diente, der Hans. Einer mun ja schlieklicS daS Geld kriegen, meinte der Häusler. .Schon richtn er wird fi6 bei dieser Hundekälte nicht lange halten rönnen. Damit war der Seaenstand vorlauflg erledigt. Als Sören Jensen heimkam, eräblte er ia?nu leinet jttau, was m im Walde zugetragen hatte. .Ist es denn aber menscbenmöalick! rief die und fuhr vor lauter Anart von lyrem tzsly empor. ' , . " ' " Er wird uns schon nichts thun beruhigte sie ihr Mann. Aber ich dcnke. er wird sebr verwil dert sein, seitdem sie ihn in's Gefäng Nln warten. Ach, wieso? Er bat im Rausck und in der Wuth Einen erstochen, und dann yaben sie ihn gehetzt und gejagt w in wildes Thier. Er war doch ordentlich und tüchtig, als er bei uns diente. Die Frau war doch ängstlich gewor den und wollte die Stube verlassen. Daß Du mir nicht hinausgehst und den Leuten 'was erzählst! Machst mir das ganze Haus wild. Frederik soll oen Munv yatten. hab' ich ihm gesagt Bleib' schon lieber bier'Sie gehorchte ihm, war aber den ganzen Tag über schlecht gestimmt Gegen Abend schlug plötzlich der Hof. Hund an. schwiea aber sofort wieder da ihn offenbar eine bekannte Stimme veschwlchtlate. Die Frau des Bauern stand schon an oer yure. Lauf' doch nicht immer gleich! murrte Sören Jensen. nahm die La terne und ging hinaus, um nachzu sehen. Mitten auf dem steinigen Hofe stand ne vunkle lseftait neben dem freund lich wedelnden Hunde. Guten Abend. Herr!- sagte eine müde Stimme, die vor Kälte stierte. Um Gottes willen, Hans!" rief der zauer und yatte lm ersten Schrecken .! . Vi. ni r w . . vcmaye oie aierne sauen lauen. Ich thue Euch nichts. Herr.Das schon nicht, aber es ist woh besser, ich kenne Dick nickt. Sans.Jch vergehe vor Hunger, kann mich mazt langer halten, klagte der Arme. Soren Pensen tonte einen rascken Entschluß, der Mensch that ihm in der le leid. Warte hier, bis ich wiederkomme. sagte ?, ging in'S Haus hinein und setzte die Frau von der Anwesenheit des Sträflings in Kenntniß. Bist aber i - Um, sag? ich fuhr er sie an, als sie vor Schreck aufschreien wollte. Das ist Alles weiter nicht schlimm. Und angehen thut es auch Keinen. Hast der standen, Bertha?und die Frau sank bald obnmackt a auf einen Stuhl, während der Bauer die Tlzur ymr sich zumachte und sich mn Ui Laterne über den Hof bewegt In dem kleinen Nebengebäude, darin die Knechte ihre Mahlzeiten einnab men und wohnten, verschwand endlich der Lichtschein. Drinnen in der kahlen Ekstube sanen die beiden Männer. Quer über den Tisch zog sich ein heller Lichtschein von der Laterne der. sonst herrschte düsteres Halbdunkel in allen Winkeln und Ecken. Hans aß mit der Gier eines Berhun eerntn trockenes Brot und 5?leisck. Nimm doch Butter zu,' mahnte der Hofbauer. Er lehnte kopsschüttelnd ab und aß toit,?. Qin Weilüen berückte tkfe M?e

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Schluck aus der Branntweinflasche nahm, sagte Svren Jensen: ' . . Wohl bekomm's! Dank Euch, Herr entgegnete Hans, die Flasche aus der Hand setzend. Und Dank auch sur alles Gute. Wir haben uns doch immer gut vertragen, Hans." War m auch meine einzige gute Stelle bei Euch. Herr.Das soll sein. Jetzt mußt Du 'mal sehen, daß Du auf den Heuboden hinauf kommst, Hans. Und dann wach' auf, ehe es Tag wird, dann geh' Dem Wege. Gute Nacht!Hans blieb ruhig sitzen und sah dem Bauern in's Gesicht. . Ich hätte noch ein Wort mit. Euch zu reden, Herr. Was denn, Hans?" Ich kann mich nicht länger halten,sagte er muthlos. Ja, das scheint nur auch bald so. Die Gendarmen sind in Ellerup geWesen. Sie haben da ein Plakat an den Baum genagelt; ich stand ganz dicht dabei, so weit von ihnen ab, wie Ihr jetzt vor mir steht, Herr." Ja, das Ding haben wir auch aesehen." .Ihr habt es gesehen?!" Maßloses Staunen malte sich auf den abgehärmten Zügen des Straf llNgs. Sören Jensen nickte nur. Habt Ihr d?nn auch von dem vielen Gelde gelesen, das auf meinen Kopf gesetzt ist?.Auch das, Hans." Ist aber doch eil Menge Geld.Sören Jensen schwieg. Die w7.ren leicht verdient, Herr.Jtf, Hans, wenn Du Dich nicht selber angibst.Dann entstand eine kleine Pause. Möchtet Ihr Euch das Geld nicht verdienen, Herr? . Der Hofbauer maß den Sprecher mit einem langen Blick. Es wäre leicht verdient.- wiederholte er mit Nachdruck. Sörex Jensen erhob sich jetzt und sagte lelse grollend: Red' doch keinen Unsinn, Hans. Mach', daß Du in's Heu kommst. Und scher' Dich weg, ehe es hell wird, damit ich nicht in Verlegenheit komme. Das könnte nämlich passiren.Aber nicht, wenn Ihr das Geld verdienen wollt, Herr.Nein, will ich nicht!- grunzte der Bauer.Ich meine, es war 'mal die Rede davon, daß Ihr auch solchen Wagen haben möchtet, wie der Anders Jensen. Dazu wäre das Geld ein gute Hilfe. Schließlich Ware es auch ein hubjches Andenken von ewem armen Kerl. Denn kriegen thun sie mich ja doch, fügte er mit traurigem Blick hinzu. , . Ja, aber -dann geht es Dir an den K'ragen, Hans.Das stimmt, habe ja auch nichts Anderes zu erwarten, Herr. Ihr seid doch immer gut gegen Mich gewesen. Sören Jensen fand nichts zu erwi dern. Möchtet Ihr mich dann morgen zur Stadt bringen, Herr? Kann es nun nicht anders sein. Hans, .werd' ich's thun.- sagte der Baue: mit einem langen Seuszer. Am nächsten Morgen wußten sie e! Aue aus dem Hose, daß der Bauer der, Hans Pcersen am Abend zuvor gefaß hatte. Man sagte, er wäre von bei Kälte so mitgenommen gewesen, daß er sich nicht hatte wehren können. Der Wagen stand schon mit d:m Pferde bespannt bereit. Ich will aber keine Zuschauer haben. n:nn ich fortfahre," hatte Sören Jensen gesagt. Macht, daß Ihr an Eure Arbeit kommt, Leute. Ich will auch nicht so viel wie eine Katze hier herumstehen sehen. Die Leute erzählten, daß der Bauer dem Sträfling selber das Essen nach der Stube gebracht, wo er ihn, mit dem Hunde als Wachter, eingesperrt hatte, und nun sahen sie vom verhängten Fenster aus, wie sie Beide den Wagen bestiegen und nach der Stadt fuhren. Hans Peerkn hatte den Schafpelz m nes ehemaligen Herrn an und dieser hatte sich elnen vom Nachbar gehehen. Unterwegs waren sie Beide sehr ein silbig, nur einmal meinte Sören Jen sen: Es ist ein schwerer Gang, den wir zusammen angetreten . hiben Hans.- Und der antwortete: Reden wir mcbt weiter davon, Herr.Jn der Stadt angekommen, fuhren sie gleich am Rathhause vor. Hinter einem Fenster blickte ein gleichgiltiges Gesicht aus die Straße hmauS. Die beiden Angekommenen stiegen vom Wagen herab. In diesem Augenblicke trat ein zunger Mann rn Beamtenklel dung aus dem Thor eines nebenan lie genden Gebäudes. Sören Jensen nahm die Mütze ab. Ja,- sagte er gedehnten Tones hier bringe Ich den Hans Peersen!Hans Peersen? Hans Peersen?" Sofort war der junge Mann in we nigen Säken die Steinstufen emporge eilt und schrie zur Thür hinein: Wir haben ihn, dcn Mörder,. den Mörder!" Einige schwarz gekleidete Herren At( Vt. ' tuttu uui vtu luuutu ijuu tyiuuua. Ist ja nur so ein junger Brausewind,- sagte Sören Jensen mit einem mitleidigen Blick auf Hanö. De schwieg ganz stille. Der junge uniformirte Mensch wäre oelnaye vor Schreck umgefallen. alS er den Hofbauer dem Mörder dit Hand reichen sah. Lebt wohl, Herr, und viele Dank!Ja, HanS, ich danke Dir auch!" Und HanS Peerscn wurde die Stufen hinaukoeführt und unten an seinem üüuuzz stand der Bauer und blickte ihm znach. .... .i

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