Indiana Tribüne, Volume 23, Number 137, Indianapolis, Marion County, 4 February 1900 — Page 6
Z)es Wrudcrs Z)xscr. Von Anton Barr. Juni war's der Monat der ftoJen. Ein junges Paar fast eng aneinan 'der geschmiegt im Schatten timZ FlielierstraucheZ, durch dessen Lücke? das Nachtgestirn seinen Glanz funkeln ließ und das Haar des jungen Mädchens mit silbernen Pfeilen durchslocht. Etwas trübe blickte die Jungfrau gleich Geiebten an ihrer Seite in das Shal hinab, aus dem durch die Fenster der niederen Hütten die bescheidenen Lämpchen funkelten, roth wie Vlut. Was focht wohl die müden Leute an, daß sie, die den Tag über im Schweiße ihres Angesichts gearbeitet hitie, anstatt ibre Nuhestätten aufzusuchen, mit düsteren Augen in die zuckenden lämmchen starrten? Vlut sahen sie in Strömen flichen. 'die rauchgeschwärzten verstümmelten Leichname ihrer Söhne das Schlachtfeld decken. Krieg sollte es geben. Der LandesHerr wollte ein neues Stück Land gcbinnen. Was that's, wenn auch öafür unzählige hoffnungsvolle Menschenkinder hingeopfert werden mußten! Menschen gibt's !genug auf Erden. Die sorgen ja selbst dafür, daß sie nicht aussterben. Aber Land? Davon hat kein Herrscher genug. Darum appellirte der Herrscher an den Patriotismus seiner Unterthanen. Und dann wurde die Conscription ausgeschrieben. Die Blüthe der Jugend mußte zur Urne schreiten, sich die Nummer ziehen, 'die darüber entschied,ob man für das theure Vaterland in den Feldzug mußte, oder aber schön bei Muttern daheim bleiben konnte. Nun und unser junges Paar war durch das besorgte Walten des Königs um die Vergrößerung des Reichs auf das bitterste getroffen worden, der rme Bursche hatte eine der niedrigsten Nummern gezogen, die ihn zum Theiluehmer am Feldzug weihte. Jetzt, da er neben der Geliebten saß, durchlebte er die Qual, die er während 'der Ziehung der Lose empfunden hatte, Don Neuem. Er dachte daran, wie 'lange er mit zuckenden Fingersp'hen in 'den Losen gewühlt hatte, wie er beiinahe zusammengebrochen war, als 'er eine der niedrigsten Nummern in der Hand hielt. Er schauderte zusammen. Seine Geliebte schmiegte sich eng an 'ihn. O, daß Du doch der einzige Sohn Deiner Mutter wärst!- flüsterte sie mit ähränenerstickter Stimme. Ach, dann wäre alles, alles gut!" llang es ebenso zurück. Sie boren es nicht, daß droben im
Giebel leise ein Fenster klirrte und ein schmerzverzogenes, blasses Gesicht mit ' mädchenhaft weichen Zügen ver--1 schwand. Das war der Bruder des . .zum Militär Ausgehobenen. Wenn dieser, der einzige Sohn se:7i:r Mutter, einer Wittwe wäre, dann wäre freilich alles gut. Der Wortlaut des Gesetzes sagt es ja deutlich genug: Der einzige Sohn einer Wittwe ist als deren Ernährer frei vom Militär." Aber so? So hatte er einen Bru"der! Der war zwar schwächlich und zu keiner großen Arbeit geeignet. Aber was kümmerte das das Gesetz! Für das blieb er der zweite Sohn der Wittwe. Zum erstenmale war der Aeltere 'beinahe im Stande, dem Dasein seines .'Bruders zu fluchen. Aber schnell griff 'wieder das zärtlichste Mitleid zu diesem an sein Herz. Was konnte der czü Teufel dafür, daß er sich auf der Welt befand. Er hatte ja doch gar .nichts vom Leben. Der Bruder oben in der Giebelstube 'aber barg sein thränenüberströmtes Gesicht in beiden Händen. Mein Gott, nicht einmal das bischen Leben gönnte man ihm mehr, wollte ihm der große Äruder auch das noch nehmen? .Hatte er ihm doch ohnehin die Ge! sährtin seiner Jugend, das Mädchen, mit dem er groß gewachsen - war, genommen. Er verfluchte sein Dasein aim der Stillgeliebten willen, für die dasselbe vielleicht gleichbedeutend war mit der Zerstörung ihres GlückeS. Dieser Gedanke litt ihn nicht mehr rn dem Zimmer und trieb ihn hinaus in das Freie. Still und leise, damit er sich nicht verrathe, hastete er die Treppe hinunter, eilte auf dem schmalen Pfade nach dem Weiher und warf sich aufschluchzend in das Gras. Der 'perlende Schweiß rann ihm von der Stirn. Er brauchte nur zu sterben und alles war gut, sein Bruder blieb der GeAebten erhalten. Sein Blick irrte empor zu den ewigen Sternen, da wollte er Rath und Hilfe suchen, aber die strahlten milde und tröstlich hernieder und schwiegen und wanderten weiter. So verharrte der Arme einige Minuten und dann erhob er sich plötzlich. Der Weiher spiegelte den Schein 'des Mondes, die alten Weiden hielten Zwiesprache mit den Wellen und das Schilf rauschte, und flüsterte. Einen letzten Blick warf der zum ' Sterben Bereite auf das D?rfchn zuTück. Lebt wohl, Ihr alle!" flüsterten leise seine Lippen. Dann schloß er die Augen. Ein Sprung hoch auf spritzten die Wellen und funkelten im Mondesstrahle. Ein paar Fröschlein flohen eiligst und drüben im Röhricht rauschte ein erschreckter Wasservogel mit ttatschendcm Flügelschlage empor. Und später trieb eine stille Leiche Tirit zum Himmel gewandtem Gesichte auf den schmeichelnden Fluthen dem Ufer zu. Der einzige Sohn einer Wittwe aber war frei vom Militär. Ein krummer Schnabel macht .noch keinen Adler.
Jene Iuyrer. - i Die Niederlagen, die die Engländer in Südafrika erlitten, haben diese genöthigt, ihre letzten Streitkräfte aufzubieten und ihre bewährtesten Generäle auf den Kriegsschauplatz zu entsenden: Lord Roberts als HöchstCommandirenden und Lord Kitchener als Chef seines Generalstabs. 1832 geboren, trat Roberts 1851 in die Armee ein, wurde 1860 Hauptmann und gewann in dem indischen Aufstand die seltene Auszeichnung des Victoriakreuzes. Im Jahre 1868 nahm er an dem abessinischn Feldzug theil, führte 1878 im afghanischen Krieg eine Heeresabtheilung durch den schwierigen Peiwarpaß und zog siegreich in Kabul ein. Als dann aber nach der Niederläge eines anderen britischen Heeres bei Maiwand das von den Engländern besetzte Kandahar von Ajub Chan eingeschlossen worden war, zog Roberts
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L o r d R o b e r t s. in Eilmärschen zum Entsatz der belagerten Truppen nach Kandahar, und dieser Marsch gilt für eine der hervorragendsten britischen Waffenthaten. Er traf noch gerade zur rechten Zeit ein und besiegte 2Jjuo Chan. : Im Jahre 1831 wurde er zum Baronet gemacht und in demselben Fahre nach den Niederlagen der Engländer bei Laings Neck und Majuba Hill zum ersten Mal nach Transvaal entsandt, wo aber, noch ehe Roberts und die von ihm mitgeführte Streitmacht sich mit den Voeren messen konnten, Frieden geschlossen wurde. Später erhielt Roberts den Oberbefehl der Truppen in Indien, und nachdem er 1892 zum Peer und 1895 zum Feldmarschall ernannt worden war, übernahm er in demselben Jahre das Ober-Commando in Irland. Der Kriegsruhm des Lord'Kitchener ist jüngeren Datums. Kitchener wurde im Jahre 1850 geboren und trat 1871 als Lieutenant in das Jngenieurcorps ein. Bereits 1874 verließ er den activen Dienst, um acht Jahre lang in besondern Missionen thäiig zu sein. Als im Jahre 1832 unter General Evelyn Wood eine egyptische Armee organisirt LordKitchener. wurde, meldete Kitchener sich sofort als Freiwilliger und erhielt den einen der beiden Majorsposten in der damaligen egyptischen Cavallerie. Er wurde Adjutant und General-Quar-tiermeister bei der Nilezpedition des Jahres 188485. Bei den Operativnen der egyptischen Armee vor Suakin ,m December 1883 commandirte K:t chener bereits eine Brigade und nahm an dem Gefecht von Gemaizah theil. Auch an der Schlacht von ToSki an der Grenze de5 Sudans im Jahre 1889 war er betheiligt. Ansang der neunziger Jahre wurde er zum Sirdar (Oberbefehlshaber) der egyptischen Ar mtt nannt und vernichtete als solcher m mehreren Feldzugen die Macht der Derwische vollständig. Vielfach heißt es übrigens, daß Lord Roberts nur dem Namen nach den Oberbefehl fuhren, die wirkliche Leitung des Krieges m den Handen des Lord Kitchener ru hen wird. Probates Mittel. Hast Du gehört. Karl, die Wer ner's wollen sich scheiden lassen?!. . Wenn ich nur erfahren könnte, was vorgegangen ist! Ganz einfach: arrangire doch ein Kasseelranzchen!. Beim Zahnarzt. Patien j (dem der Gehilfe einen Zahn gezogen hat): Donnerwetter, das war eine ! Leistung; nicht den geringsten Schmerz habe ich gefühlt!" Zahn- ! arzt (entrüstet zu dem Gehilfen): Was .... hat der Herr vielleicht für ' eine schmerzlose Operation bezahlt?"
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Juden als Ackerbauer. Seitdem die Einwanderung ' russischer Juden größere Dimensionen angenommen, hat es nicht än Versuchen gefehlt, einen Theil dieser meist sehr, armen 'Ankömmlinge in besonderen landwirthschaftlichen Colonien anzusiedeln. Die gewünschten Erfolge sind freilich ausgeblieben, denn der großen Mehrzahl nach waren diese Colonisten für die schwere Landarbeit weder geeignet, noch konnten sie derselben Geschmack abgewinnen und sie suchten in den Großstädten rnet)r zusagende Existenzbedingungen. Trotzdem ist von jü-
dlschen Philanthropen der Gedanke, unter ihren ärmeren Glaubensgenossen Propaganda für die Landwirthschaft als Erwerbszweia zu machen. nicht aufgegeben worden und diese Aufgabe soll mit Hilfe der Ackerbauschule in Wone. N. I.. der mit Hilfe des Baron Hirsch Fonds" im Jahre 1892 gegründeten Colorne, ge lost werden. Der Direktor dieser Colonie, Prof. Sabsovitsch, der in Zürich als Agronom ausgebildet ist. begann im Winter 1893 durch populäre Vorträge das Feld dafür vorzubereiten. Ein Stuck unbenutzten Landes wurde behufs praktischen Unterrichtes von den ersten Schülern unter Anleitung der Sachverständigen bearbeitet und verschiedene Gebäude wurden errichtet. Diese ersten Schüler, zu denen sowohl ältere wie auch jüngere Leute zahlten und deren Zahl ungefähr 40 betrug., bildeten jedoch noch keine systematische Klasse, da es dazu an den nöthigen Einrichtungen fehlte, und außerdem kamen die meisten nicht mit der Absicht, einen systematischen Cursus durchzumachen, sondern vielmehr, um sich gewisse Fertigkelten anzueignen, die sie dann in ihrer eigenen Wirthschaft so schnell als möglich verwerthen wollten. Dieser bescheidene Anfang genügte aber, um das Interesse für eine solche Schule wachzurufen, die denn auch bald eine feste Gestaltung annahm. Es würd nicht nur theoretischer, sondern Tär feicjlli 3? De Hirsch Hall. auch praktischer Unterricht in allen Zweigen der Landwirthschaft ertheilt und die Zöglinge wurden auch in verschiednen Handwerken ' unterrichtet, um d an ihren Geräthen nothwendig gewordenenReparaturen selbst ausführen zu können. Die guten Erfolge veranlaßten die ludlsche ColornsahonsGesellschaft, die für die Erweiterung der Schule in eine große Anstalt erforderlichen Geldmittel zu bewilligen. und zwar' wird beabsichtigt, die Schule so einzurichten, daß sie 250 Schuler und Schülerinnen aufnehmen kann. Bis jetzt ist blos ein Theil des Programms zur Ausführung gelangt. in dem das Oormitorrum De Hirsch Hall genannt für 80 Knaben errichtet wurde, was mit den in Woodbine wohnhaften Schülern die Zahl der Zöglinge auf 100 steigerte. Die Schulfarm umfaßt ein ausgezeichnet bearbeitetes Areal von 240 Acres, auf dem der Hauptsache nach, Obst, Gemüse und Viehfutter gezogen werden. Der Geflügel- und Viehzucht, sowie der Molkerei wird selbstverständlich die gebührende Aufmerksamkeit aeschenkt und die für diese Zwecke erforderlichen Gebäude errichtet. . i ?jrt . c . l , zver unierrlcyl wiro von oem )vmt tor der Schule. Prof. Sabsovitch, 3 Lehrern und 2 Assistenten (für die Molkerei. praktischen Arbeiten) geleitet. Das Jahr wird in zwei Semester eingetheilt. Während deZ Sommersemesters werden den theoretischen Studien blos 2 Ständen gewidmet und 1 der praktischen Lanowinhschast, die im Sommer hauptsächlich aus Feld- und Gartenarbeit besteht. Außerdem muß jeder Schüler der Reihe nach eine aewisse Zeit im Laufe des Semesters die Kuhe und Pferde besorgen und ge naue Aufzeichnungen über die Menge des ihnen zugetheilten Futters und der von den Kühen hergegebenen Milch machen. Im Winter wird 5 Stunden studirt und 4 Stunden gearbeitet. Die theoretischen Curse umfassen Englisch, Mathematik, Geographie. Botanik, Zoologie. Chemie, Physik. Geschichte und Religion und den Specialfächern: Grund- und Vodenlehre, Düngung und Bodenbestellung, Zeichnen und Landvermessung. Ferner wird Unterricht in Buchführung und Correspondenz gegeben, so daß die Schüler nach Absolvirung der - Schule ihr Fortkommen auch auf anderem Gebiete finden können. Besondere Erwähnung verdient übrigens der Umstand, daß die Schule nicht allein den Kindern der amerika. nischen Juden zur ' Verfügung steht, sondern auch denen andererLander, besonders Rußlands und Rumäniens. Juden, die die Absicht haben, nach Amerika auszuwandern und sich mit
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Land'wirihscha.ft zu befassen, sollen dadurch veranlaßt werden, ihre Kinder früher herzuschicken, danrit die Eltern bei ihrer Ankunft ein mit der amerikanischen Landwirthschaft vertrautes Mitglied vorfinden.
Schnclltclcgrllyhie. Auf dem Gebiete der Telegraphie ist das Neueste der Schnelltelegraph der Ungarn Pollak und Virag.. 0.. m.c w r -i . JUll! wvzn oer Zeiten oieni oei oI . . e i . mw:ri:c. lern ein jjcijotincr '-papiciiiciti. welcher auf einer Malze dabinaeleitet. Diese ist mit der Telegraphenlinie elekirisch verbunden. Die Perforirung des Streifens besteht aus zwei Linien, von denen die eine über, die andere unter einer Mittellinie (die aber nicht perforirt ist) liegt. Die obere Linie entspricht den Strichen, die untere den Punkten des Morsealphabetes. Ueber vem persorirten streifen jlno zwei Bürsten aus Metall befestigt, deren eine mit dem voiitiven. die ander mit dem negativen Pol einer galvanischen Batterie verbunden ist. Druckt man diese Bürsten nieder, so berühren sie durch die Lochuna des Vavierstreifens hindurch die Walze, und je nachdem geht ein positiver oder neqanver Ostrom durch die Walze hindurch zum EmpfanaZapparat, einem kleinen Svieacl. der nack reckts oder links ausklagt, sobald em positiver oder . maalirer Strom in den Elektromaane- i ic::, mi! welchem er verbunoen ist, geAmApparat. langt. Auf diesen Spieael fällt das Licht einer kleinen Glühlampe und der I Lichtstrahl aus dieser wird von dem Spiegel je nach seiner Bewegung nach r:chis oder links geworfen. Durch ; eine Sammellinse hindurch gelangt ! der Lichtstrahl, der durch die Linse zu i einem Lichtpunkte zusammengezogen j r .r c Ort . t. I ti, aus iicylempslnoiicyes Papier uno verursacht dort Striche, .die über oder unter einer Mittellinie liegen, je nachdem sie durch das Niederdrücken der tu nen oder anderen Bürste durch den personnen Streifen (am Zeichengeber) erzeugt worden sind. Das lichtempfindliche Papier läuft von einer Trommel ab. Nach der Aufnahme wird das Papier photographisch entwickelt. Auf diese Weise entstehen Striche über und unter der Mittellinie, die dem Morsealphabet entsprechen. Versuche die zwischen. Berlin und Budapest sowie New Vork und Chicago angestellt wurden, .haben glänzendeResultate ergeben. Es wurde unter anderen eme Depesche von 220 Worten in 9Sekunden übertragen, waS, unter Berücksichtigung des im prakhs chen - Dienste unvermeidlichen Zeitverlustes durch Signalgeben, Rückfragen etc. einer Leistung von ca. 88.000 Worten pro Stunde entspricht. Zum Entwickeln des lichtempfindlichen Papiers auf dem gewöhnlichen photographischen Wege waren 45 Minuten nöthig. Die Zeichen waren durchaus scharf und klar. VomMund genommen. Eine Dame kommt aufgeregt und athemlos, gerade als sich der Zug in Bewegung setzt, auf die Station. In ihrer Aufregung hascht sie vergebens nach Arhem und Worten, um ihrem Aerger Ausdruck zu verleihen. In diesem Moment stürzt auch em ältlicher Herr schweißtriefend und keuchend auf den Perron. Hatt' s' zetzt Nicht noch eine Minute warten können" ruft er, dem abfahrenden Zuge nachblickend und seinen Handkoffer wüthend auf den Boden schleudernd die Malefizbande, die elende!Dame (erfreut): O, ich danke Ih nen sehr, gerade das wollt' ich eben selbst sagen!Oft ist nur Schwäche des Verstandes, was man Güte des Herzens nennt. Tin der Qide. .Bitte. scbenken Sie mir was. ich bin ein ordentlieher Mensch!- Wirth: Machen Sie. ?, fSi- if &?nmmrt ?r rtYv4s? rf UUq wtb uauüviiimvn, itt vivviittiuu Mensch traut sich da gar nicht hinein!" ' V ecbl 5andwerksburscke: .Don nerwetter, das ist nun schon das dritte Mal, daß ich Arbeit angeboten kriege . heute habe ich aber wirklich meinen Pechtag!-
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Zweifelhafte Ehrung. Bekannter: Jsta, was machen Sie denn da, Herr Brüller?" Schau fpieler (wüthend): Donnerwetter, die Kerls von Studenten haben mir heute die Pferde ausgespannt, aber nachher sind sie ausgekniffen . . und da kann ich jetzt mit meinem Kutscher den Wagen allein nach Hause fahren!" ' . -
Polizei in der Wildnlß. In dem ungeheuren Gebiete des Nordwestens von Canada, das in seiner Ausdehnung Frankreich um daS Siebenfache übertrifft, dient zur Aufrechterhaltung der Ordnung und zur Ausführung mancher anderen Obliegenheiten ein berittenes Polizeicorps, das in der ganzen Welt nicht seines Gleichen hat. Diese Riders of tlie Plains", wie sie der Volksmund nennt, sind die besten Freunde der Ansiedler, denn sie schützen ihn gegen die Ueberfälle rother und weißer Banditen. an denen es in jenen uncivilisirten Regionen leider nicht mangelt. Außerdem vermitteln sie dort, wo von modernen Verkehrsmitteln noch keine Rede ist, die Beförderung von Postfachen; sie dienen der Regierung als Zollwächter, Friedensrichter, Clerks,
, AufPatrouille. Gesundheitsbeamte, Wald- und Jagdaufsehe?, Licenz - Inspektoren und in vielen anderen Eigenschaften mehr. Daß die Vielseitigkeit dieser Obliegenheiten ausgewählte Männer erheischt, liegt auf der Hand. Körperliche Kraft und Ausdauer allein genügen zur zufriedenstellenden Ausführung des Dienstes nicht. Da in dem viele tausend Quadratmeilen umfassenden Gebiet mit seinen Urwäldern, Strömen, Seen und Gebirgen von einem Gamaschendienst" nicht die Rede sein kann und das wilde Leben für Manchen, der seinen Beruf" verfehlt hat. aber sonst ein forscher Kerl geblieben ist, große Attracticnen hat, kann es nicht Wunder nehmen, daß sich in dem Corps die heterogensten Elemente finden. Neben dem rauhen amerikanischen Grenzer, der als ,,cwpuiicher" sich die Sporen in Kämpfen mit Indianern verdient hat, reiten frühere CavallerieOfficiere aus England und Deutschland; Zeltgenossen .verunglückter" Studenten aus Oxford und Cambridge sind ehemalige Bushwackers", Veteranen der Kriege in Egypten und Indien, Künstler u. s. w. Thatsächlich entstammen mindestens 70 Procent aller Mitglieder den ' gebildeten Ständen der alten Welt. Die'gewaltigen Strapazen, welche die Leute zuweilen zu ertragen haben, machen ...-'VI n d. S p ä h e r. verliehe Rüstigkeit als Hauptbedingung für die Aufnahme in das Corps; zur Zeit ist das Durchschnittsmaß der Leute 5 Fuß 10z Zoll bei einem KörPergewicht von 167 Pfund und Brustumfang von 38 Zoll. Beritten ist das Corps mit einem Pferde, das aus einer Kreuzung indianischer Stuten mit englischen Vollbluthengsten hervorgegangen ist und außerordentliche Ausdauer besitzt. Die Bewaffnung besteht aus Lee - Metford- und Winchester - Repetircarabinern sowie EnfieldRevolvern; dieHauptstationen sind mit Mörsern sowie leichten Feldgeschützen versehen und diejenigen lm Jukon Gebiet mit Maxim - Geschützen. Die Patrouillerouten decken wie ein wohlgegliedertes Netz das ungeheure Gebiet und um von Station zu Station zu aelanaen, müssen oft unaeheure Ent- , fernunyen zurückgelegt werden. So lst beispielsweise die Patrouilleroute vom Fort Saskatchewan nach Fort Resolui tion, am Great Slave Lake, von dort : nach Fort Simpson und zurück über j den Lesser Slave Lake nicht weniger als 2172 Meilen lang. Im verflösse nen Jahre legte ein Qfficier des Corps in Ausübung seines gewöhnlichen Dienstes als. Hilfs-Commissär 13.181 , Meilen zurück, davon 10.461 per Bahn. 900 zu Wasser, 3620 zu Pferd und 200 aus Schneeschuhen. Idyll eausdemchinesischen Familienleben. Geiz ist die Grazie des Verstandes. i ' : - Doppelsinnig. Vater: Bist du denn auf dein Examen gründlich vorbereitet?" Student:, Ich bin auf alles vorbereitet." RotherHumor. Polize--Beamter: - Sie sind also Sozialist? Schsn 'mal gesessen? Sozialist : Jawohl im Reichstag. , .
Die DtlakM-Bal. Im sudafrikanischen Kriege spielt
die Delagoä-Vai eine große Rolle. Transvaal hat keine Verbindung ritt dem Meere, was.seme wirthschaftliche Abhängigkeit von England zur Folge hatte. -Vor drei Jahren haben aber die Portugiesen in ihrer Ansiedlung eine Bahn gebaut und diese wurde mit der Transvaalbahn verbunden, so daß sich die Buren, von England emanciptren könnten, wenn sie in den Besitz der Delagoa-Bai gelangen. Die Engländer furchten dies und es heißt nun, daß rr - v?-. -k ' -- -- Hafen von L'aurenzo Marques. sie den Portugiesen . die Delaaoa-Bai abkaufen wollen. Schon im Jahre 1891 hatte sich (Nigiand m Bezug aus die )eiagoa-Bucht das Ankaussrecht vorbehalten. Die Cession an England wird vermuthlich im März 1900 vor sich gehen. Um zu verhindern, daß Frankreich, Rußland ' oder andere Mächte gegen die Besitzergreifung der Delagoa-Bai durch dieEngländer Einspruch erheben, soll sich England mit Deutschland in einem Geheimvertraz verbunden haben. Die Delagoa-Ba: mißt von Osten nach Westen ca. 15, von Norden nach Süden ca. 21 engl. Meilen und wird durch eine schmale Landzunge gebildet, welcher die Inseln Jnyack, die kleine Elepbinteninsel und zahlreiche Klippen vorgelagert sind. Moderne Mutter. Clärchen: Mama, Carl hat mir die Puppe genommen und mich mit dem Stocke geschlagen! Mutter (Frau Doctor juris): Also: unberechtigter Eingriff in die Besitzrechte Anderer, Mißhandlung mit eventuell gefährlichen Werkzeugen, resp. Mitteln!. . ; Carl, hast Du vielleicht in der Nothwehr gehandelt oder im Mutter: Nun, ich werde den Fall nachschlagen und Euch dann Bescheid zukommen lassen!Zur Mode. Vorschlag für einen Blumenständer Auch ein P f a n d o b j k k t. J ü UfK Wo ist denn Ihr kleiner Junge?' Ja wissen Sie. der hat ein Zehn Markstück verschluckt. Wie das der Gerichtsvollzieher, der mich gestern besuchte, geHort, hat er lhn gleich ge pfändet und mit zum Arzt genommen! Ein guter Kerl. Junger Ehemann (Mittags): Du Frau, das wär' 'was Fein's geworden . . . wenn Du 's nur nicht hattest anbrennen lassen!" , - Grobe Enttäuschung. Spielen Sie immer so gerne Klavier? Nein, nur wenn Sie anwesend sind, Fräulein! Also mir zu Liebe? Nicht doch! Aber sonst spielen Sie! Unfaßbar. Hauswirth: .Was. Sie können Ihre Miethe nicht zahlen, weil Ihre Schwiegermutter gestorben ist? Wie meine Schwiegermutter starb, hab' ich noch 1000 MarZ in die Armenkasse gezahlt." l
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ferv t.s Waas. nur 90 Kilo heute!? Und neulich hab' ich doch 110 gewogen!" .Das alaub' ich schon. Moritz. Du hast ja wieder vergessen. Deine Ring' anzustecken !" DieHauptjache. Sie. Loaenschlieerin. können Sie mir nicht einen anderen Platz geben?" Sehen Sie auf Ihrem Platze nicht gut?" ID doch aber I ch werde nicht gut gesehen!" Ein egoistischer Vater.
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-i'-rv i f-1-Nun. was hat Ihr Her? Papa dazu gesagt. Fräulein Amalie. daß ich beabsichtige, um Jyre Hand aTizuyaittNk' Denken Sie sich nur, er meinte: wenn er Schulden bezahlen soll, will er sie wenigstens selbst gemacht haven!" Gut gemeint. Der Pudding ist mir aber heute gar nicht gerathen, Madam!" Na, ich werde meinem Mann sagen, ich hätt' ihn zubereitet!" Ach ja, gnädige Frau! S.e leg:n noch Ehre damit ein!" Ganz einfach. ce.t tXi mim "4 ' 1 rs -. sRT - I V 1 wtffi '-.y 1 3 4T . 1 ifirl rU ' - "Al ' 1 b.jfltf f vvkV lr i , W. fi.Fi i rnr i JM.wäl v' , " y4 fß--: j j j . Wenn Du Dich nicht getraust, Ed, gar, unserer Köchin, der impertinenten Person, zu kündigen, dann schreibe ich ganz einfach meinem Onkel in Ehica ao, daß er auf einige Wochen zu unS r " rrr ci ycruocr ioinmcn vu uzi ijui ic gleich aus dem Haus!Vielsagend. --Du. wie tanzt denn das Fräulein Adelheid?" Nun, für zweimalhunderttausend Mark tanzt sie nicht schlecht!D a s N e r v e n s y st e m. Er: Na, was sagte denn der ' Doctor zu Deinen Schwindelanfällen und Ohnmachten? Sie: Er sagte, mein Nervencostüm sei ruinirt. Ein Denker. Meine Meinung is. wer große Freide an der Arbeit hat und Kartoffel gerne ißt, - der kann sein janzet Leben lang verjnigt leben." Unverfroren. Ich bitte um die Hand Ihrer Tochter!- So, was sind Sie denn?" Gegenwärtig ohne Stellung!" Nun, da wollen Sie heirathen?" Warum nicht, jejt hätte ich gerade Zeit fcazul .
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