Indiana Tribüne, Volume 23, Number 137, Indianapolis, Marion County, 4 February 1900 — Page 1

I iJ

o o rCvsMVriC? A n . rvo o US. AA AvCS I f I All k V Ky y w v w w ' VVi y Office : No. 18 Oüd OXalJn Cfcas; Telephon 1171

&

t w

mmmmmmmmmmmmmmmmmmKmammmmmgmmmmmmmmmmmmm

Jahrgang 83

mmS!mammmmmmmmmmmmmmmmmlmmm'mmmmmmmmm?mmmm'mm

Legen Sie Ihr Geld da an wo es sicher ist, wo Sie Jnterkssen bekommen und ti mit Interessen jederzeit ziehen können, enn fieö gebrauchen. Contos Können jederzeit Kostenlos eröffnet tvixbett. Keine bestimmte Summe nötyig. llröffaea Sie ein Conto jetzt. Sie werden erstaunt lein oaruoer schnell die Jateressen anwachsen. Enäiana Erust Company Slckerbeit für Deoo site S2,v,vv Okfice im Gebäude der Gesellschaft Populäres Konzert in der Somlinson-Salle. Seute Nachm. um 3 Uhr. ' I -Iiäbpi Ito-Ef lk Frau J,shtni ?rkmn EdmuudI, Cipras. Frl. e?hi, . radkard, 5opc. I. RufftH tot2. tafc h. ltx, r,t :ttst. Hauplflur 1 5c. Baleon 25e. Zum r,sta Ut BiMlot$!foall der Ztttttl ttltt ttau ENGLISH Opera House ! Dienstag, den 6. Februar, I NTSiteS A NNZ örtl xnWWW.il , , I I I I I ' 1 ii I 1 1 1 1 ii Ll U111U1.I U.U U . IMiLUUdl Mal mjmp uaxi qnc m. i w 1. 1.!..4 I Solift: Francis Saville, 6cfran - Vttil, $1 50 SU 23c. I r.t rurndll a. 1 1 m I . . M tff X I Deutsches yenrer in - Deutschen Daus. Freitag, den ?. Februar 1900, Einmalige Gastspiel der Gesellschaft vom Grand Opera House in Cincinnati. Dir.Mon: Luise Schmid. . Nur eine Vorstellung ! Lustspiel.Nevität 1. Range. Jugendfreunde." fcifif.l! ! 4 lften cm tat. ?ld. wrciic ci uia r ii.uw 4"t , ftnb , ttrock. de ?.,itDu,kchl i. ft. MC tt Mtmfa& I d.s.ii sentt ety,u,ut,ch. I 9111 IU DIDII. H" C1I l'l' 1 Hf, l.iptUM! -V , GroßerMlnsken - M de Xnd'pl

s SchwtoBimdesrr "Tr

In der Mozart-Halle! am Donnerstag, 15. Februar 1900. Eintritt 25c die Persor. CirclePark 0Ü ODTT E IL 1 , Bar- und Billiard -Hbon1 Gute deutsche Küche. Qinzolns ZNuhlzeitsn" rvsrdsn ssrvirt. . . . IHICiririlllUcUOO cg.n-'Vu H ,1 aH-w- 1 P.W- ' s nfnwrX? i ' r 1 (.4hL I i-iiS l. I IULkJf4jn Off,::: 26 Qüd Dtlalssreftr. Oe, 220, 222,82 2S, 23 Ost TelrzZsavIl. Ossm Tag r-d 5?-t.

V . CA S

f'-rfv :.Cl f -

in y

&&tftä$gk

hazscy--

AlWllWlel!. Goebel's Ende. grauksort, Z. gebr. bend 7$ Uhr. Um 7 Uhr Abend Yard Gouvernör Goebel im Beisein seiner Verwandten in seinem Zimmer im

Capital Hotel Um 2z Uhr Nachmittags begann der Todeskampf. Dr. ,MeTormick erklärte, daß er vielleicht noch zwei Stunden am Leben bleiben würde. v,, Ankunft seine Bruder, Justus Soebel von Yhoen'z. Arizona, welcher einen Cstrazug genommen, wurde innerhalb einer Stunde erwartet. Man flößte dem Sterbenden Sauerstoff ein, um ihn läager am Leben zu erhalten. Äl der vruder eintraf war der Sterbende bereit bewußtlos. Er erkannte ib. icht mehr, gab auch keine Ant1,, l sein Vruder ihn anrief freunde leiteten den tief ergriffenen Sruder in in Nebenzimmer. Kurz vor Eintreffen dt Bruder hatte ein Verwandter Gouvernör Goebel' den ölev. Dr. Taliaferro, einen Melholften Pastor, an da Bett de Ster benden gerufen. Arthur Goebel. ein w - n...b. er.-, n.-. 4HV(((I VlUHlIf iUUI(il U(UI VIU' beaden in' Odr. baß der Seiftl'tde anwesend sei. Er schlen ihn och zu verstehen,' fiel aber gleich darauf tn ewußllosigkeit. Um 1 Uhr Abend Sarb er, ohne da Bewußtsein wiederangt zu haben. Frankfort. Ky , S. Febr. Der demokratische Vice. Gouvernör Beckkam ist zum demokratischen Leiter ernannt worden. Lundesenator Blackburn, der durch Goebel Bemühungen wiederum zum I undeölenator erwayir soroen war. I traf ffffittaai tonn SJakkioatan. D E. ' ein. Nach einem ku?,e Besuch im ' ' .caBittlteBlriM, (ine iuna mit den demokratischen Lettern im dopitol flotel. Er berichtete über die di- r mit tZkZdknt MeSi. - o ' iuq geyavl und qoo qaupijaquq uer- . ... w w m . r- r . r t I tea k C llAfesllll feM lllklM MtlfT V AM ÜW P WUWIM UIU VHI Frieden mW allen zu Gebote stehenden Mitteln au erhalten und die Entscheidung der Gerichte abzuwarten. granksor t, Y., 5. Febr. ' Da FiSeal-Gericht hat eine Belohnung von !tzl.000 auf die Ergreifung de Mör der gesetzt. Wa ein Fremder erzählt. C o l u m b u , )., 3. gebr. Die ,Dipatch" erhielt au WeLftsn. O., die Nachricht, daß ein elegant gekleideter suvaer Mann. Namen Rodman. A . aCC , , . , . dort emgetreffen sei und erklart habe, . . rm. . . n. . . . . . . daß er an dem 2.age ee Attenlais aus . . a...!... ..M.(.. ... H.i UUCVil m ijiuuiui y(wc(ii ivui uuw er wisse, daß die republikanische Partei nicht Schuld au dem Attentat trage. sondern ein naher greund de von Goebel vor einigen Jahren getöbteten Wm. Sansord. Der Betreffende habe leinen yicuno zu ruqeu. jic ocer, b:r Schuß wäre au einem Fenster d. gegenüberliegenden Hause gekommen. sei einfach absurd. UuKentucky. Frank fort, Ky..Z. gebr. Mch ter Caatrill von der Circuit Court be lligte heute einen temporären Einhaltbefehl, worin dem Gouvernör Taylor untersagt wird, der Legislatur Hindernisse in den Weg zu legen und den O,tz derselben nach London. tj. zu verlegen. Der temporäre Einhaltbefehl bleibt bi -zum IS 3 gebr. in Kraft, an selche Tage die Verbandlangen darüber in Georgetown statt siadea sollen. E wird kein Versuch gemacht wer den, dem Gouvernör Taylor den EinhalUbesehl zuzustellen. Der Nichter U wegen det damit verbundenen Oefahr dem Ch triff dahin lautende 3a ftruktionen. aller Wahrscheinlichkeit noch wird der Sinb2llbekbl oä,liü iotiatirt I ' ' " . I erden. G wird gesagt, daß wen I . ,.r . e . , lvltveamrr vrr,uen ivuien, JOica f. , htthafttn. (in klutia?? Rufan JainBoi Nvermtidlich ist. . r i -.t.f &.eK. ca f.t fxf.jti.. I V90(UC VllUVll IU Verfassung. Hautetnspritzungta von Morphium und Qtrephin find nöthig 'geworden. -MN cn

Ordnung und er bat seit seiner Ver-

vundung fast noch keine Nahrung zu sich genommen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird er bi Einbruch der Nacht sterben. Später : E verlautet, daß Goebel odt sei. ii MontagueWhiteMission. New S ork, 3. Februar. Herr Montagne White, welcher die Buren in Vmerika vertritt, hat heute Abend eine Erklärung abgegeben, worin er sagt, er sei ausschließlich im Interesse de Frieden hier und zwar aus Drängen seiner englischen und amerikanischen Freunde, welche der Meinung varen, dab er in den Ver. Staaten mehr für diese Ziele wirken könne, al in Pretoria, wohin ee ursprünglich hatte gehen vollen. . ,, , Opfer de PhilippinenKriege. San Francisco, 2. Febr. Der Trankportdampfer Ohio, welcher beute au Manila lvtras, hat die Leichen von 150 Soldaten an Bord, welche während de Kriege auf den Phi'.tppinen gefallen find. Der Freisinn fällt um. v erltn. Z. Febr. Dr. Varth, der Führer der Freisinnigen, brachte heute n der Nation einen entschiedenen Arlkel für die Flotten -Vorlage. Sr hält für wahrscheinlich, daß die erhöhen Auga?en durch eine Erhödung der Sinnahmen und ohae neue Steuern aufgebracht werden. Er weist auf die chaelle Zunahme der Bevölkerung hin, welche jährlich 300.000 Köpfe beträgt, und auf den Keichlhum de Ne'chs, in welchem Yreußen allein eine Zunahme de Wohlstände während de Jahre 899 von über 400,000,000 Vtatl eigt. i ver'vurenkrieg. London, 2. gebr. Sin sensaionelle. Gerücht ist im Umlauf und besagt, da Militia Ballot-Sesetz d. b. Zang - ttekrutirung werde am 14 Februar in Kraft gesetzt werden, und Lord Nobert, der Höchftkommandirende der britischen Truppen in Südafrika habe per Draht eitere 90.000 Mann verlangt, welche, wie e heißt, die Negierung ibm zugesagthat, und welche au L0.000 Mann Mlliz und Freiwilligen und 40,000 MilizReserven bestehen sollen. Der Aufftand in. Khartum. .Pari, 5. gebr. Eine Depesche der Ageree Hava au Eairo bestätigt die Nachricht, daß eine Nebellion unter den Sudanesen Truppen in Ahartum vorgekommen ist. Die Depesche sagt : E herrscht hier große Lesorgniß.' E ist eine Anzahl ernster Ereignisse zu verzeichnen, namentlich die steigende Unzufriedenheit in der ägyptischen Ärmee, welche zu einer Meuterei in zwei Sudanesen-Batailloaen geführt .hat. Die Negierung hat Col. Wtvgate abgesandt, um mit den Letzteren zu verhandeln. Die Armee beschwert sich über schlechte Behandlung und die geh ime Ubsendung ägyptischer Truppen N lch Südafrika. E erscheint al sicher, daß 10 Mosim-Geschühe und eine große Partie Sättel ach Durban geschickt worden sind, und daß eine Anzahl eyzlischer Ossi iere unbekimmtea Urlaub erhalten habt, um nach Lüdaflikg gehen zu können, worin an einen Oruch der Neutralität Aegypten erblickt. Die Negieruna ist durch die galtang der schwarzen Truppen beun ruhigt und hat den Khedive ersucht, zy interveniren. Der L,ßtere hat auch dirklich einen Brief abgesandt, in velchea er zum Gehorsam auffordert, aber die vesorgniß dauert trotzdem fort, eil Aegypten fast ganz vo europäi schen Truppen entblößt ist. Die Pariser Depesche der Assoe. Presse vom 81. Zanuar sagte, e ftän den nur 1b0 Nann britischer weißer Soldaten in tthartum, während die Sudanesen 1L00 L?ana park seien N. . ' - . und in zwei vatalllone getheilt letea um Qood's Pillen sind mit der Oand aemaüt und völltz aleiö en Cr2j und CewiL 2 .

Zndianapoli?, Znd., Sonntag, den 4.

00t575.57ariH5e. Angekommen in: New Jorr: Germavie" von Liverpool; Dresden" von Bremen; Clnden" von Amsterdam; Menomi nee" von London. ' Queentovn: Campania" von New vork; . velgenlavb" von Liverpool. . m ii , aller! er. TtrtndrNähtvnRme, Min n., ansässige Farmki Heniy t . i r r -f. Kimperi, svyr mi seiner yiau uno seinem zwi Monate zählenden Kinde auf einer Draisine nach der Stadt, um das Kmd taufen zu lassen. Da' das Wetter sehr ' rauh war, wurde das Kind in mehrere Umschlagtücher einwickelt: als sie aber an ihrem Bestimmungsoite anlangten, stellte eS sich heraus, daß daS Kind stickt war. s Zu acht Jahren Zuchthaus wurde der Banttassirer L. E. Goldsmith, der in Port JerviS), N. A., $100,000 unterschlug, verurteilt. Ja sechs Jahren ist er bei auur Führung damit fertig, hat also dann 7 über $16.000 per Jahr, verdient.". Falls r Mann, was durchaus mcht un wahrscheinlich ist, vor Ablauf . seines StraftermlnS'begnaviat wird, ist sem .Verdienst noch besser. . Nach einem abenteuerlich e n Leben ist im Armenyause bei Coldwater, Mich., dessen Insasse er 30 Jahre lang gewesen ist, ein gewisser Nathan S. Reed gestorben. In New Fort geboren, wurde tz, schon als kleiner Knabe aus d:m Elternhause ge. wiesen und fand bei einem Nachbar Aufnahme. Körperlich entwickelte er sich so schnell, daß er als lOiahnger Knabe schon einen Marken Qart hatte und wie ein Zwanzlgjahrige?aussah. Als Junge von 12. Jähren heiräthete er zum ersten Male und im Alter von 20 Jahren hatte er daS siebente Weib. Dann wurde er als Polvaamist m's Zuchthaus geschickt und nach seiner Freilassung bemühte er sich.' ein ehrbans Leben zu führen. ' Später erlitt er einen Sonnenstich und schließlich mußte er als vollstandiq arbeitsunfähig in's Armenbaus aelandt wrden. I n K a b n ö d 0 r 1 0 1 n tlin ist ein unbemannter Registrirballon niedergegangen, der auf dem meteorologischen Observatorium in Trappes bei Paris aufgestiegen war. Der am Ballon Hangende, die Regi- - l t 1 'a mmmIlruapparaie eniyancn?e verjcywene Kasten ist in ganz .unversehrtem Zustände dem Landrathsamte von Bees jow-Storkow überleben und die Ei-, genthümer deö Ballons sind von seiner. Auffindung benachrichtigt worden. Die Eigenthumer hatten ossenhar nur mit der Annahme gerechnet, daß der Ballon in Frankreich niedergehen werde ; denn in einer am Kasten befindlichen Hülse befanden sich zehn' Francs in französischen Briefmarken, die der hinder zur Aufgabe eines Telegramms henuken sollte, , Dieser Tage starb in Kopenhagen eine alte Frau, die viele ahre an einer merkwürdigen Krank eit gelitten bat. AlS - ganz junges Mädchen wurde sie von einer Schlaff heit im Oberkörper befallen. Sie frei zusammen, konnte sich nicht , aufrecht halten und batte über den Kopf und den oberen Theil des Körpers gar keine Macht. . Ihre Eltern befragten meh rere Aerzt:, die j:doch dieser seltenen Krankheit gegenüb:r keinen Rath wußlen. Um diese Zeit kam der Könio Christian Vlll. mit .s:iner Gemahlin Zaroline Amalie in die Stght,.wö dic arme Kranke wohnte, und als -sie von ein:rn) Arzte, der das Mädche'. untersucht hatte, von dem seltenen Falle horte, ließ die Königin auf ihre Kosten die Kranke nach Kopenhagen führen und in einem dortigen Krankenhause unterbringen. .Aber auch hier vermochkn die Aerzte nicht, die Krankheit bes unglücklichen Mädchens' zu 'heilen.' Ein bekannter Mechaniker in Kopenhagen construirie dann in kunstvolles eisernes , Gestell, Mit . dessen 'HNse das Mädchen im Stande war. sich ausrecht zu halten. Der Janze Kopf war in Eisen eingeschlossen, sod.äß nur das Gesicht srej blieh, die Schultern wurden durch starke eiserne Stüen auf recht gehalten. Dieser eiserne Panzer war so gut construirt, daß er nur zehn Pfund wog. Nur wenn die 5ranke im Bette lag, konnte sie daS Gestell abziehen, dann mußte man v aber' ihren Kopf an das Kopfende des Bettes anschnallen. In diesem Panzer blieb die Unglückliche 36 Jahre lang eingeschlossen. . . " .i Die auffallendsten Heilungen von Skrofeln, die man kennt, ftad mittelst Hood' Oarsavarillä er,ielt. Diese Mt,l suüt seive, Oleiöen bei vlutk-ntttitrn. Oraut orzr Hood'ß.

Februar 130p '

Ein Ausverkauf erstaunlicher

Der Neft übrig gebliebener Stücke d s immensen Lagers ist kolossal hernntere setzt worden. Wenn Sie kommen kaufen Sie auch.

Jiyj,i:"' vXl iltil' Iwii

r VigggaaBA I V s&'i K'-- yg?'

:-rrTr g M v.i f esMi M r-- ! ! r X52-stt ijK chMd- M '- Ti

A

7H

T

... Extra Spezial. ... 300 Schauki'lIahle. alle Sorten, alle Polituren, in drei Sartieen. S niae un $a

Schaukelsttthlez., K4.95. . SS stühlezuS2 9.

S3siim(aLir d2S IS2(B(I3Is.be?o

Größtes eclusiveS'Möbelgcschäft im 219, 221, 223 Vft Washington Slr, gegenüber

?ie paulosscln Itx Diva. . HuraoreSle roa Cren !o!anL Naren anz reizende Vantaffcln. die da vor dem JungzesellenHerrtt'Os .l r, Krause aus dem Tische standen, tigerfellartiae Damenpantoffeln, in die er nun seine Hände grub, um dann die so dekleldeteil Haude inbrünstig an die Lippen zu führen und die Pantoffeln zu küssen und immer wieder zu küssen. Solch' eine liebevolle Behandluna widerfährt nur Pantoffeln, deren Be sltzerin man noch viel lieber persönlich so küssen mochte, anstatt ihrer ffunbetleidung. Und da Damenpanrosseln von schönen Flauen mcht wie Orden an ihre Liebhaber verliehen zu werden Pflegen, so kann man zu derartigen Liebestrophäen nur auf ungesetzlichem Wege gelangen. Das war Quch 'be; Herrn Oscar Krause der fsall; er hatte die tigerfellartigen reizenden Damen'pantoffeln ge stöhlen. Herr Oscar Krause war nämlich nicht nur ein ffreund der Kunst, sondern mehr noch ein freund der Künstlermnen. und seit. Kurzem hatte cr ganz velonders ZZrauleln Charlotte Landcrer. genannt Lolo Landrö, eine canz allerliebste, entzückende Oper.tten Diva, in sein grobes Herz geschlossen. Heute hatte Lolo sich wieder von ihrem Verehrer nicht sprechen lassen. Oscar Krause hatte in dem kleinen, im Rococostll ausgestatteten Salon der Künstlerin gestanden, während die Zofe ihn bei Lolo anmeldete, und es hatte so ewig lange nach seiner Meinung wenigstenö gedauert, ehe sie zurückkehrte, um ihm zü sagen daß das gnädige Fräulein heute leider nicht ganz wohl sei und deshalb bedauern müsse, ihn nicht empfangen zu können. ' Ein anderes Ma! wäre Oscar nach solch' einer, Abweisung ganz betrübt von Kannen gegangen. Heute aber schien er durchaus nicht consternirt und niedergeschlagen, im Gegentheil, ein Freudenschimmer lag über seinem Antlitz, als er seinem 'Heim zueilte. , und kaum war er in seinen vier Pfählen, so entnahm ix seinen Taschen d tignfell. artigen Pantöffelchen, die r im Salon her Loly sttben gestohlen hatte. Ja, wirklich gestohlen!. Die entzückenden Pantösfelchen hatten dort im Salon der Diva gestanden. Und wie K so gepartet hatte und immer noch nicht daZ Kammerkächen zurückkehrte, um ihn vorzulassen, da hatte er sich ge langweilt umgeblickt, und hatte so 'die Pantöffelchen entdeckt, die dann schnell einsteckte und in sein Heim trug.. Die geraubten Pantofselchen, so sagte r zu sich selbst, müssen mir den Weg zu dem Herzen Lolo'S bahnen! .Mein Gott," so deducirte er weiter, .ein Vrillantschmuck kostet ja auch nicht alle Welt. Da werde ich eben in der nächsten Austernsaison mich kasteien und zu den Austern statt des ChahliZ eine andere Weinsorte trinken- - So packte er denn die tigerfellartigen Pantöffelchen fein säuberlich in Sei denpapier ein und txrschloh den kostba ren Schatz in seinem eisernen Geldschrank. ' ' ' ' ' " 1 Dann eilte er zum Juwelier und , Hüfte '''rAerr ZJMantlchmuck., uviit

Nur einige

0 Q K s für dies erstklassige Chtffonier, die ganze 5ront Dop. 01g, pel Serpentine, großer frauz ova?er, oder Must.r.

form Spiegel, feinste Goldeiche, NIahagonie oder Birds.eve f r r M A . . m. ' m . . ' .

staple, sielS sur UV verkauft, auch voll diese Summe werth. "Reguläre $20 Cbiftonkrs 311 Q14 00. Reguläre $10 Clziffoniers 311 07.50. Einige eiserne Bettstellen, werth bis $16 50 zu 9 95. Einige eiserne Bettstellen, werth 89 und $0, beste (Dual , Au5wahl zu SV 95. $Z und S3 Betten zu 5 9S. Große Eisenbetten, werth 54, Zu 98. Einige Goldeiche oder MahaaonZe Zinisk? vrcss'rs, 2$xZQ Voal Glas, franz. Spiegel, werth s?2, zu gl 50. Und Hunderte anderer Auswahlstücke, jedes Stiles ein gro ßer Werth, den großes Aufschwung in Älöbelpreisen.zufo'ge.

und S6 Schaukelstahle zu 93.98 4 und 84.50 Sä?auk.l.

,

zwar den theuersten, aber auch nicht 'en billigsten, den der Juwelier auf Lager hatte, jedoch einen solchen, der eh:r der letzteren Sorte als de? ersteren gleich kam. s -; : " ' !r''":"" ' Mit dieser Erwerbung kehrte Her? Oscar Krause wieder in sein $eim zurück, setzte sich an einen Schreibtisch nieder und schrieb: .Reizende Diva! Entzückendste aller Frauen! Ms ich heute, schmachtend nach dem Glück, in Ihre schönen, lieben Augen zu sehen, in Ihrem Salon stand, ward ich zum Diebe. Ich bekenne mich hiermit schuldig, aus Ihrem Salon ein Paar Pantöffelchen gestohlen zu haben, die schönsten, zierlichsten, die je meine Augen cesehen, würdig der reizenden Füßchen, die sie zu umhüllen bestimmt waren. Keine Macht der Erde wird .im Stande sein, mir meinen Raub wieder zu entreißen, aber ich hoffe, daß Sie freiwillig aus die süßen, kleinen Pantöffelchen verzichten werden. Ich bitte die Beraubte demüthig um Entschuld:gung und als kleine, geringfügige Entschädigung für den geraubten, werthvollen Schatz lege xq die beifolgende kleine Gabe zu den zierlichen, kkinen Faßchen nieder, deren reizende Umhüllung ich jubelnd mein eigen nenne. In Scnsucht und Treue Oscar Krause." Herr Oscar Krause las noch einmal den Brief durch, und ein Schmunzeln der Selbstgefälligkeit lagerte über seinen Zügen, als er dann das Schreiben in ein Couvert steckte. Dann trug :s ein dienstbarer Geist in die. Wohnung der Diva, mit dem Brillantschmuck zusammen. Am anderen Tage hielt Herr Oscar Krause das' nachfolgende Schreiben: .Verehrter Herr! Wenn man seine Fehler in so liebenswür'.iger Weise gut zu machen sucht, so verdient man nicht Straff sondern Belohnung. Auch Jbnen, verehrter Freund, soll eine Be-, tojnung zu Theil werden! Um einen so kostbaren Preis" Herr Oscar Krause unterbrach hierbei die Lectüre des Briefes mit denWorten: .Gut, daß ich keinen theuren, Schmuck gewählt habe! Dann las er toeiter: .so kostbaren Preis verzichte in, gern auf die Pantosseln. zumal ich weiß, daß dieselben so gut aufgehoben sind, und ich verzeihe Ihnen sogar, daß ich geftern zwu. volle Stunden vers?blicö ..ach rxn geraubten aniLeln l.c,u. habe. J) erwarte Sie hcute um zwei Uhr bei mir, um Ihnen persönlich nock zu danken. Vielleicht lasse ich mir be dieser Gelegenheit, wenn Sie hübsch artig sind, zu den geraubten, Pantoffeln auch noch ein Kuschen rauben. Bis dahin einen heMchen Gruß dem Räuber von dn Beraubten!Herr Oscar Krause schwamm, nachdem e den Brief zu Ende gelesen, in einem Meere öon Seligkeit. Er halte die Pantö'ffelchen aus ihrem Versteck chervor und schwang sie übermüthig wie eine Trophäe in der Lust umhe''.. Wer hätte daS aehofZt! Der' Erfolg war leicht genug erkauft. Gleich um zwei Uhr also zur Diner stunde, sollte er kommen. Das wird ein herrliches Vergnügen sein, mit Lola allein zum Diner und mit einem Küßchen zum Deneri!

No. 137

Werthe.

Beispiele : Staate. dem Courthause. auin kon::te er d:e eit erwarten. Er machte sorgfältig Toilette, eilte zum Blumenhändler und kaufte den tostbarsten Rosenstrauß. Dann macht: n sich auf den Weg zur Diva. Wie schrill die elektrische Klingel heute ertönte, als ob sie kicherte. Oder hatte wirklich die Zofe, die eben die Thür öffnet' hinter derselben in das Klingelger'äusch hineingekichert? Herr Oscar Krause trat ein. .Ach. die he'rrlich:n Rosen!" rief die Zofe aus. ".Sollen die auch für m:ch sein?" Für Sie,?' fragte scharf Herr Oscar Krause. .Run ja, das gnädige Fräulein ist nicht zu Hauses .Aber sie erwartet mich ja heute um zwei Uhr! . ' .Das ist unmöglich, denn sie dinirt heute mit dem Baron Königsbrück. Aber ickj H:rr Krause, war so frei, Sie für heute zu mir zu bitten. Ich mußte hnen doch noch persönlich für den 's. ff jf r i e t c herinnen rluanlicymuT canven; cic dummen, alten Pantoffeln, die Sie mir gestohlen, waren ja kaum d:r Rede werth. Ich danke Ihnen noch vi:lmals. Ich hätte mir doch in den nachsten Tagen neu: gekauft. Ich war nämlich gerade beim Ausräumen im Salon beschäftigt oeivesen, als Sie neulich klingelten, und da hatte ich die alten Dinger in de? Eile stehen lassen Herr Oscar Krause hatte, während das Kammerkätzchen so plauderte, seinen Rückzug angetreten. Indem er die Thür in die Hand nahm, warf er das Rosenbouquet dem 55ammerkächen in's Gesicht und eilte hinaus. .Aber Herr Krause," rief tos Mädchen ihm nach, .warum eilen Sie denn schon weg? Ich dachte, weil das gnä dige Fräulein heute gerade mit dem Herrn Baron spelit, konnten wir hier so gemüthlich zusammen sein!" Herr Krause hört: nichts mehr von den Worten, die. dem lachenden Kammerkätzchen so gut von ihrer Herrin einstudirt worden waren; cr eilte sofort wieder' diesmal aber finsteren Gesichtes heimwärts, holte die tigerfellartigen Pantöffelch:n hervor, nicht abr. um dieselbcz, wie am Tage zu vor, mit Inbrunst zu küssen, sondern ira t seiner Hauswirthin zu qtivx mit ten Worten: .Frau MertenZ. schaffen Sie doch sofort diese scheußlichen Dinger auZ dem Hause; verbrennen Se sie. werfen Sie dieselben hinaus oder verschen ken Sie sie meinetwea-n. Nur sorgen Sie dafür, daß ich sie nie rnehr wieder zu sehen bekomme. ft sind ja zu. abscheulich!" .Na. aber det kann ick doch nich sinden!" meinte Frau Mertens, indem sie mit den Pantoffeln hinausging. AuS 5cooleZville. Jnd sollte Frau J:ff:rson Billhymer. die ihre siebenjährige Tochter mit Shtten. gift umgebracht Hütte. in'S Irrenhaus gebracht werden. Als man der Frau die Nachricht hinterbrachte, lief sie n:ch der Küche und goß siedendes Wissec über ihren Kopf i der Absicht sich zu tödten. Sie zog ftch schlimme Brandwunden zu..

d