Indiana Tribüne, Volume 23, Number 130, Indianapolis, Marion County, 28 January 1900 — Page 7

ifi M uon mue aoia. r Eine Tante hat mir eine Angorafetze hinterlassen, die wohl die dümmste Bestie ist, die ich kenne.. Diese Katze hat mir eines Winterabends, vor. dem verglimmenden Kam!nfeu:r, folgende Geschichte erzählt. r Ich war damals zwei Jahre alt und wohl die fetteste und naivste Katze, die man sich denken konnte. In diesem zarten Alter bekundete ich noch den ganzen Eigendünkel eines die Annehmlichkeitm des häuslichen Herdes verachtenden Thieres. Und wie viel Dank schuldete ich doch der Vorsehung, die mich zu Eurer Tante gebracht hatte! Die gute Frau vergötterte mich. In der Tiefe eines Schrankes besaß ich ein echtes, rechtes SchlafZimmer mit Federkissen und dreifacher Decke. Die Kost war dem Lager eben bürtig; nie Brod, nie Suppe, immer nur Fleisch, gutes blutiges Fleisch. ' Nun denn; inmitten all dieserFreuden und Genüsse fühlte ich nur Einen Wunsch, hatte ich nur Einen Traum: mich durch'L geöffnete Fenster hinauszuschleichen und auf die Dächer zu flüchten. Die Liebkosungen schienen mir fade, die Weichheit meines Bettes erregte mir Ekel, ich war fett, daß mir's vor mir selbst graute. Und den ganzen Tag langweilte ich mich in mtu uem Glück. . , y Ich muß erwähnen, daß ich vom Fenster aus, als ich den Hals nur ein wenig reckte, das Dach gegenüber erblickte. Dort wälzten sich an jener Tage vier Katzen mit gesträubtem Fell und hochaufgerichtetem Schwanz, mit wildem Freudengeheul, im Sonnenglänz auf den blauen Schiefern. Ein so wunderliches Schauspiel hatt? ich noch nie gesehen. Seit jenem Tage stand meine Ueberzeugung fest. Daö wahre Glück war nur auf diesem Dache zu finden, hinUx diesem Fenster, das man so sorgsam schloß. So wußte ich. schloß man auch die Thüren der Schränke, in denen man das Fleisch verwahrte. Ich faßte den Vorsatz, zu entfliehen. Es mußte im Leben noch anderes geben als blutige! Fleisch. Dort winkte das Unbekannte, das Ideal. Eines Tages vergaß man, das 'Küchenfenster zu schließen. Ich sprang auf em kleines Dach, das sich unterhalb des Küchensensters befand. H. Wie waren die Dächer so schön: Breite Dachrinnen begrenzten sie und strömten köstliche Düfte aus. Mit unsagbarer Wollust verfolgte ich diese Rinnen, wahrend meme Pfoten m unem feinen, unendlich weichen, mollig warmen Kvih versanken. Mir war, als wandle ich auf Sammet. Und die Sonne schien so warm, und ihre heißen Strahlen schmolzen m?m Fett. Ich darf Euch nicht verhehlen, daß ich an allen Gliedern zitterte. Meine Freude war eine mit Furcht und Be klemmung gemischte. Besonders deut lich entsinne ich mich einer entsetzlichen Erregung, die mich beinahe aufs Pflaster geworfen hätte. Drei vom Giebel eines Hauses herabkollernde Katzen kamen mit furchtbarem Miauen auf mich zu. Als sie mem Erschrecken sahen, lachten sie mich aus und sagten. sie hätten nur zum Spaß miaut. Ich begann mitzumiauen. Es war allerliebst. Die Kerle besaßen, nicht meine fette Dummheit. Sie machten sich über mich lustig, als ich wie eine Kugel auf den von der Sonne durchglühten Zlnkplatten umherrollte. Ein alter Kater aus der Gesellschaft fühlte sich in besonderer Freundschaft zu mir hingezogen. Er machte sich er . bötig, meine Erziehung zu überneh men, ein Anerbieten, das ich mit Dank annahm. Ach! wie weit lag das mollige Heim Eurer Tante hinter mir! Ich trank aus der Dachrinne, und keine ge zuckerte Milch hatte mir je so süß geschmeckt. Alles erschien mir gut und schön. Ein Katzenfräulein spazierte vorbei, ein ganz entzückendes Geschöpf, dessen Anblick mich mit ungekannter I vitai t r n rtitTT viiuutu Bis dahin waren diese Geschöpfe mit dem so gottvoll geschmeidigen Fell mir nur im Traume erschienen. Wir stürzten der Neuankommenden entaegen, meine drei Genossen und ich. Ich eute den Anderen voran und wollte der entzückenden Katznjungfrau meinCom pliment machen, als einer meiner Ka meraden mich entsetzlich in den Hals biß. Ich stieß einen Schmerzens schrei aus. Bah!" beruhigte mich der alte Ka ter, indem er mich fortzog, du wirst noch genug andere seyen. . HL Nach einstündigem Spaziergang spurte ir nen Rtesenyunger. Was icist man denn auf den Da chexn?" fragte ich meinen Freund, den toter1 , ' Was matt finvet," - belehrte mich d:ez er. Diese Antwort brachte mich in Wer fe&ercheit, denn so eifrig ich auch suchte ich fand nichts Endlich fand ich in einer Mansarde eine junge Arbeite rin, die ihr Frühstück bereitete. Auf del Tisch vor. dem Fenster lag em schön: s Cotelett von appetitlichstem Rosa. Das ist mein Fall," dachte ich in aller Unschuld. Und ich sprang auf den Tisch und ergrisf das Cotelett. Die .rl eiterin aber versetzte mir, sobald si mich erblickte, mit dem Kehrbesen rvv. furchtbaren Schlag auf daö Fell, I. ch liefe daö Fleisch fahren und suchte rr.it l'.nem entsetzlichen Fluch? das Weile v- ' , i

Aas Katzen? aradie

I Was denkst du nur?" schalt mich der Kater. . Das Fleisch auf den Tischen ist nur dazu da, von Ferne angk-

schmachtet zu werden. . In den waq rinnen mußt du suchen." Daß das Fleisch in den Kuchen nicht den Katzen gehörte, das war eine Wahrheit, die mir stets unbegreiflich blieb. Mein Magen begann ernstlich sich zu empören. Der Kater brachte mich mit der Versicherung, daß man die Nacht abwarten müsse, vollends zur Verzweiflung. In der Nacht wurven wir in die Strafte binabsieiaen. die Kehrichthaufen durchwühlen. Die Nacht abwerten wie ruhig er vas sagte, mit welch verhärteter Ptjtiojo Phie! ., . 3tö turne mick einer Ohnmacht nahe bei dem bloßen Gedanken an dieses endlose Fasten. IV. Lanasam kam die Nacht heran, eine Nebelnacht, die mir die Glieder erstarren machte. Bald fina der Regen zu fallen an. ein feiner, durchdringender. von heftigen Windstößen gepeitschter Regen. Durch die verglaste Oenung einer Treppe stiegen wir von unseren Dächern herab. Wie bäklicb die Straße mir erschien! Das war nicht 'mehr die wohlige Wärme, der helle Sonnenschein, das waren Nicht mehr diese glanzenden, lichtübergossenen Dächer, auf denen sich's so köstlich faulenzen ließ. Meine Pfoten glitten auf dem feuchten Pflafier au. Mit bitterer Wehmuth gedachte ich meiner dreifachen Decke und meines Federkissens. Kaum waren wir auf der Straße angelangt, als mein Freund, der Kater, zu zittern begann. Er machte sich klein, ganz klein und schlich verstohlen die Häuser entlang, indem er niir befahl, ihm so schnell als möglich zu folgen. In daö erste Hausthor, das er fand, flüchtete er sich in größter Eile und ließ V ein zufriedenes Brummen hören. Als ich ihn über diese' Fluchi befragte, antwortete er mir: Hast' du jenen Mann mit der Butte und dem Haken gesehen?" Ja." Nun denn, wenn er uns erblick! hätte, er hätte uns gepackt,, am Spieß gebraten und verspeist." Am Spieß gebraten und verspeist!" rief ich. Aber gehört denn die Straße nicht uns? Man ißt nicht und man wird gegessen! ...." V. Indessen hatte man die Kehrichthaufen vor den Häusern leert. Ich fand zwei oder drei magere Knochen in Schutt und Asche vergraben. Da begriff ich. wie köstlich das frische Fleisch ist. Mein Freund, der Kater, durchwühlte die Misthaufen mit künstlerischem Verständniß. Bis zum Morgen ließ er mich umherlaufen, hetzte mich auf jedes Pflaster. Zehn Stunden lang blieb ich im Regen, an allen Gliedern zitterte ich vor Kälte. Verdammte Straße, der dämmte Freiheit, wie sehnte ich mich nach meinem Gefangmß! Als der Tag kam und er mich kraft los schwanken sah. fragte er mich mit seltsamer Miene: Hast du genug daran?" Q ja!" erwiderte ich. .Du will nach Hause zurückkehren? Gewiß, wie aber das Haus wiederfinden?" Komm. Als ich dich gestern Morgen von dort , herauskommen sah, wußte ich wohl, daß eine fette Katze wie du nicht für die Freuden der Freiheit geschaffen fei. Ich kenne deine Wohnung, ich will dich bis vor deine Thur fuhren. Er sprach das mit solcher Einfachheit, der würdige Kater. Als wir angelangt waren, sagte er mir Lebewohl, ohne die geringste Rührung zu bekun den. Nein!" rief ich, so können wir uns nicht trennen. Du mußt mit mir kommen. Wir wollen dasselbe Bett und dasselbe Fleisch miteinander theilen. Meine Herrin ist eine brave Frau Er ließ mich nicht ausreden. Schweig!" sagte er barsch, du bist ein ein Narr. In deiner weichen Wärme ginge ich zu Grunde. Euer Treibhausleben ist gut für entartete Katzen. Die freien Katzen werden nie um den Preis eines Gefängnisses deine Leckerbissen und deine Federbetten er kaufen... Adieu!" Und er kehrte auf die Dächer zurück. Ich sah seine große magere Silhouette unter den Liebkosungen der aufsteigen den Sonne sich vor Behagen schütteln. Als ich eintrat, ergriff Eure Tante die Ruthe und verabreichte mir eine Züchtigung, die ich mit tiefer Freude empfing. Ich schwelgte in dem köstlichen Ge fühl, warm zu haben, und geschlagen zu werden. Während sie mich schlug. gedachte ich mit Entzücken des Bratens, den sie mir hernach geben wurde. Seht Ihr." schloß meine Katze, sich vor dem Kamin ausstreckend, das wahre Glück, das Paradies, mein lieber Herr, besteht darin, eingesperrt zu werden und Schläge zu bekommen in einem Raum, m dem em Stuck Fleisch f t I Ml ' lio) oeslnoel. Ich spreche im Sinne der Katzen. Letztes Mittel. Arzt: Ja, mein-Lieber, alle Mittel helfen bei Ihrer Frau nichts mehr, machen Sie sich aufs Schlimmste gefaßt!" Michel: Vielleicht versuchen wir's noch mit Durchprügeln, das hat bei meiner Frau noch immer geholfen." E insonderbarerTbierfreund. Dame: Sind Sie auch ein Thierfreund? Lieben Sie die Thiere des WaldeS? Herr: O gewiß! I esse z. B. Hasenbraten leidenschaftli kern! '

Zlahrungssorgen.

Humorette von Resa. .Mein anädiaes Fräulein gestatten Sie mir. Ihnen Ihr Eigenthum wieder zuzustellen ich hatte zufällig das Glück, hinter. Ihnen zu gchen, eis Sie es verloren." Die junqe Dame, die leichten Schrittes die Straße hinuntergeschritten, war bn der Anrede stehen gevUeben und nahm mit ein paar verwirrten Dankesworten und sehr tiefem Erröthen das kleine Packet in Empfang. Sie war dabei sichtlich bemuht, den merkwürdig düsteren und vorwurfs'vollen Blicken des jungen Mannes auszuweichen, verneigte sich . und setzte schnell ihren- Weg fort. Walter Berg sah ihr schmerzersuuten Blickes nach. Er stand so eine ganze Weile, und em paar BerlinerSchusterjungen. diese Quintessenz des Begriffes Range", fingen schon an, ihn zur Zielscheibe ihres Witzes zu machen. ( Da. weck: em Heller Ruf den Aersunkenen. 'n Tag. Walter!" em derbe? Schlag auf die Schulter vollendete daö Erwecken gründlichst. Walter Berg seufzte erst sehr tief. ehe er den Gruß seines Freundes Leo Adler, etwas weniger nachdrücklich, erwiderte. Aha!" sagte dieser, indem er die sich immer mehr entfernende junge Dame bemerkte. Bist mal wieder hinter der kleinen Leite - Schülerin her! Aber warum folgst Du denn nicht errothend ihren Spuren und stehst hier, so steif wie 'n Besenstiel?" Leo, lasse das!" wehrte Walter be leidigt ab ich vertrage es nun einmal nicht. Du wtißt, ich hab' sie wirklich lieb, nicht bloß so zu Spiel und Spott!" Na a doch, zumDonnerwetter noch 'mal, meine Einwilligung hast Du! Deshalb brauchst Du doch mcht da zu stöhnen, daß man's fünf Kilometer weit hört aus in, 'den Kampf, Torero!" Leo ich bitte Dich laß ein einzigesmal Deine dummen Redensarten; 'ich bm nicht m der Stimmung dazu wo ich solchen Kummer habe!" und abermals seufzte Walter herzbrechend. Na was ist denn los mag sie Dich nicht?" Ach Gott! ich hab' sie doch noch gar nicht gefragt. Sieh mal, das weiß ich, daß sie, eine Waise ist, und aus guter Famlie und Buchführung lernt und nichts hat und ein süßes, braves, liebes Mädel ist" Na also!" Ach Gott! siehst Du, Leo, Du weißt ja, ich hatte eine Stiefmutter. Sie war auch lieb und gut aber sie war zerstreut, nachlassig und vergeßn 3 frn höchsten Grade. Alles verlegte un verlor sie. Me haben wir darunter ge litten, und was für Geld hat eS gekostet, all das Verlorene und Verdor bene zu ersetzen! Sieh mal, ich kann meiner Frau em gutes, sorgloses Le ben bieten, aber reich bin ich nicht, und wenn ich denke, es könnte mir gehen wie Papa und ich sollte eine solche Lodderwirthschaft ertragen nein! das konnte ich mcht da ginge Liebe und Freude und alles drauf. Gerechter Himmel, Mensch, waZ faselst Du zusammen? Warum soll denn die kleine Leite - Schülerin durchaus so 'ne Schusselgritte sein? Ich dächte, die sähe so zierlich und adrett aus, wie aus dem El gepellt!" Ach ja!" Walter seufzte zum drittenmal abgrundtief: das ver hält sich so: ich gehe zufällig denselben Weg. wie sie, seit Wochen Du brauchst nicht zu husten zufällig! sag' ich, und zufällig gewohnlich hinter ihr Mensch, kauf Dir doch Bonbons, wenn Du immer krächzest. Glaubst Du wohl, daß ich bereits drei mal in diesen vier Wochen ihr etwas Berlorenes ausgehoben und nachgctra gen habe?" ' Hm, hm!" machte Leo nachdenk lich. Und das ist noch nicht alles zweimal hat ihr ein anderer was auf gehoben und. nachgetragen und zwei mal hat sie dasselbe Päckchen noch ein mal verloren. Ich hab's beobachtet. Und das das ist doch gewiß nicht in der Ordnung! a Leo pfiff leise. Ich trage ihr nichts nach- be gann Walter duster. Na hör mal. alter Sohn ich denk' Du trägst ihr jedesmal was nach", kalauerte Leo schon wieder, Mensch, mach mich nicht toll! wo ich schon so viel Kummer hab'! Ader lieh nur, sieh bloß da! Sie waren der jungen Dame unterdessen naher gekommen und bemerkten. wie sie soeben ein Packetchen, das ein Junge ausgehoben hatte, in Empfang nahm. Das zweite Mal heute das erste Mal hob ich's ihr auf." sagte Walter -.- V mli raoesulmme. or mar, melnle xto nacy einer Pause laß mich sie mal beobachten geh Du einen anderenWeg in Dein Bureau es gibt ia zufallia cmen der zwanzig Minuten kürzer ist. Geh es wirklich so fort, so hast Du recht. Ein so gedankenloses und leichtsinni ges Mädel wird nie eine Hausfrau Gib ihr Zeit ich beobachte kaltblü tig, während Du Dich todtärgerst Ich melde Dir alles treullS." Walter seufzte wiederholt und schlug zögernd ein. 2. D kleine Leite - Schülerin saß sehr hungrig vor dem, mit einer Ser viette überdeckten, wmzigen Tisch ih reS kleinen Stübchens im viertenStock der V.-Straße und klopfte ungeduldig nnt dem Löffel auf den Til&

Wanda Lipsius hieß sie . und war

wirklich ein sehr hübsches ' frisches Mädchen. gibt's bald was, Frau Weber?" rief Wanda. Jotte doch, nadierllch!" sagte eine ette Stimme in der Thüre erchien die dazu gehörige rundlicheFrau Weber, WandaS Koch- und LvLiswirhin, und brachte einen dampfenden Teller Suppe. Wanda hob das feine Näschen. Kartoffelsuppe!" meldete Frau Weber .hoheitsvoll. Die essen Sie man a so zerne." Gott sei Dank ja!" seufzte Wanda und sah aus, als ob sie von großer Sorge erlöst sei. Und dann . libt'ö Sauerbraten". fuhr Frau Weber fort, mit einem Gesichtsausdruck, als wenn sie jemand meldete, daß er daö große Loos geWonnen habe. .Sauerbraten!" wiederholte Wanda entzückt. Un un Appelmuß!" vollendete Frau Weber, und ihr Gesicht strahlte wie die liebe Sonne. Apfelmuß!" jauchzte Wanda da kann ja' der Kaiser nicht besser speisen!" Frau Weber aber nahm den leeren Suppenteller fort und brachte ein großes Stück. Braten. 'worauf sie im Bewußtsein, ein gutes Werk vollbracht zu haben, stehen blieb und zusah, wie Wanda das Fleisch zerschnitt und den ersten Bissen seiner Bestimmung' zuführte. Herrieh!" rief Wanda aber sofort und die glorreiche Sonne" ihres Blickes wandelte. sich in den 'Winter bitteren Mißvergnügens" Herr jeh, Frau Weber der Sauerbraten, der ist ja süß!!" Na iewiß doch!" nickte Frau Weber. Und Rosinen sind drin!" rief Wanda mit trübem Erstaunen. Das wird sich auch so jehören!" sagte Frau Weber stolz. Aber zu Haus aßen wir ihn doch immer, sauer und ganz ohne Rosinen und und " Schmeckt er Ihnen .etwa nich?" sagte Frau Weber, und machte Augen, wie ein gereiztes Nilpferd. Das wohl gewiß " beeilte sich, Wanda zu sagen, aber . . ." . Na also Sie scheinen ock nich zu wissen, was jut is wie h im Sprichwort heißt: was nützt der Kuh Muskate? sie frißt bloß Haberstroh." Jetzt wurde aber auch Wanda böse. Haberstroh ess' ich nicht und 'ne Kuh bin ich nicht und Sauerbraten muß einmal sauer sein und Lor beerblä'tter und Gewürz muß dran und mit Speck muß er gespickt sein. Ihr süßer Sauerbraten der schmeckt wie wie . . ." Na wie denn? Genieren Sie sich man mch wie schmeckt er wie? Wie gekochte, Särge" platzte em . - - - ' - xiwnoa heraus. Frau Weber that einen Wolter Schrei. Dann riß sie den Teller an sich und fuhr zur Thüre hinaus aber die knallte nur zu, um sich im nächsten Moment wieder zu öffnen. Und in dem Spalt erschien, gleich dem Äntllk der Medusa, Frau Webers Kopf und öffnete den Mund zu einer Ztteve. Sie können sich für nächsten Ersten man 'n andere Kost- und Lomswir thin suchen denn das möcht' ich nich auf mein Jewissen nehmen, daß ich das jnädje Freilein wie 'nen Vampyr behandle, die ja woll jekochte oder rohe sarge sressen. Bums! flog die Thüre wieder zu. Wanda aß mit nassen Augen ihr Appelmuß" und ein Stück Brot dazu. Ach' Gott!" seufzte sie ich werd's wirklich thun müssen alle Tage ein neues,, schreckliches Gericht und ich bin noch so hungrig! , Wir Mädchen Haben's halt gar zu schlimm. Ess'' ich im Restaurant, starren mich die Menschen an ess' ich daheim, kann ich verhungern wenn das der nette Mensch wüßte, der mir .immer nachlauft, wie schlecht mir's geht! Und Wanda weinte halb aus Kum mer und halb aus Hunger. ' 3. Walter und Leo gingen, ganz verUeft in ihr Gespräch, durch die Gänge des Thiergartens. . Viermal, sagst Du?" - stöhnte kalter, rhr ewigen Gotter . vier mal!Viermal!" bestätigte Leo. Hör mal, mein Alter, wenn Du vernünftnt bist, schlägst Du Dir das Mäde a.s dem Sinn. Ich fürchte, ich fürchte .... das ist keine Liederei die will die Sachen verlieren!" Walters Augen wurden so groß Nie em Paar Untertassen, vor Er staunen. . Gestern" Leo senkte . seine Stimme bis zum Flüstern hab ich sie auf der Janowitzbrücke beobachtet. Sie stand .dort lange Zeit, übe das Geländer gelehnt, wie traumver unken. Plötzlich -sah ne mit einem freuen Blick um sich und ließ, da :e sich unbeobachtet glaubte, em tut nes Kästchen in den Strom fallen. Die verliert nichts die scha ft et was beiseite. Weißt Du vielleicht Schmuck gestohlenen, aus dem die Steine gebrochen worden oder Banknoten! Mensch fasse Dich doch: es ist ia nur em Verdacht Aber neulich ist doch 'ne Falsch. münzerbande aufgehoben worden da sollen Weiber mit im Spiel sein. Anbringen können sie die Roten Nicht mehr da müssen sie so nach und nach bei Seite geschafft werden." .Hör auf Du iodtest mich! stöhnte Walter. ' ' . ..r':..

Ich meine nun, nnr ertappen sie. beim nächsten Mal zwingen sie, das Packet zu öffnen und ein Gesiändniß zu machen. Oder, wir machen die Criminalpolizei auf sie aufmerksam. Es mag Dir weh thun aber ein ' rascher Schritt ist besser als lange verzehrende Qual." Erst wir!" bat Walter wir wollen ihr ins Gewissen reden, wenn es sich wirklich so verhält Gott ich hab' sie doch so liebgehabt, das

reizende, liebe Mädel!" Gut also auf morgen! 1 Leo ging, und Walter schwankte nach Haus wie ein Betrunkener. Das sollte das Ende sein das?!" 4. Die B.-Straße entlang schritt Wanda. Sie ging leichten Schrittsvollkommen ahnungslos, daß hinter den Spitzendorhängen eines CaföS vier scharfe Augen sie beobachteten. Ein kleines Packchen trug sie in der Hand.' Bums! da liegt's !7 rief Leo und stürzte hinaus, auf den zierlich verschnürten Karton zu, der soeben, scheinbar zu fällig, Wandas Hand entglitten. Die schnellen Schritte neßen sie stehenblerben und zurückschauen. Da hob Leo gerade das Päckchen auf, und Walt stand gesenkten Hauptes dabei. Wanda erglühte bis unter daö lockige Stirnhaar und stand ein Bild fassungsloser Scham, das hübsche Köpfchen tief gesenkt, vor ihren Richtern. Leo faßte sich zuerst. Er zog höflich den Hut. Mein Fraulem! begann er aber Walter fuhr dazwischen. . . . wie können Sie o wie kon nen Sie nur! und ich habe Sie so sehr verehrt ..." Halt doch den Mund, dummer Kerl!" rief Leo warnend und faßte WandaSArm. Bitte, kommen Sie einen Augenblick mit uns dort in die Conditorei!" Wanda versuchte sich loszumachen, und faßte mit. zitternden Händen nach ihrem Päckchen. New!" wehrte Leo, nachher! kommen Sie machen Sie vurchJhr Sträuben kein Aufsehen derSchutzmann wird schon aufmerksam." Und ich hab' Sie so lieb gehabt, so lieb!" klagte Walter. ' - Wanda blickte gänzlich verstört von einem zum andern. Wortlos und zitternd schritt sie an Leos Arm über die Schwelle. ' Endlich 'war die -bestellte Ehocolade gebracht, und das Ladenfräulein hatte sich entfernt. Die Stube war sonst noch ganz leer in dieser Morgenstunde. Mein Fräulein, wir beobachten seit ca. vier Wochen Ihr merkwurdi ges Thun und Treiben. Sie werden Mir selbst zugestehen, daß es ein äu ßerst seltsames rst.7 Wanda vergrub ihr Gesicht in den Handen. . - Wir wollen Sie schonen", flüsterte Leo schon meines Freundes willen, der sie aufrichtig geliebt hat. Aber wir wissen, was dieses Packet, das Sie absichtlich verlieren, enthält wissen, was Sie fortwährend auf diese raffinirte Weise fortschaffen. Wie war es möglich, daß Sie auf die se Bahn geriethen? Also gestehen Sie es ehe ich es offne, was enthält die ses Packet?" Und ich. habe Sie so sehr geliebt" jammerte Walter. Still doch! nun, mein Fräu lein? Dieses Packet enthält ...?" Bo Bo " stammelte Wanda Ba. Ba " corrigirte Leo. Banknoten" formte er lautlos mit den Lippen. Bohnensuppe" schluchzte Wanda vor Lochen laut auf. Die beiden Herren sahen nicht gerave zu geistreich aus. Bohnensup pe?!" wiederholten sie Verständnißlos. Walter riß das Päckchen an sich und zerfetzte Schnur und Papier. Ein Karton kam zum Vorschein er ent hielt gallertartig erstarrt aber nach Geruch und Aussehen unverkennbarnun eben ' Bohnensuppe. Wanda schluchzte noch immer vor Lachen das war so ansteckend die beiden lachten schließlich mit, bis ihnen die Seiten schmerzten warum das wußten sie noch immer nicht recht. Endlich faßte sich Wände, trocknet die Lachthränen und schöpfte tief Athem. Aber erklären Sie unS doch " .stammelte Walter. Gern!" lächelte Wanda also ich otn in Berlin, um einen Kursus im Leite - Verein durchzumachen ", Buchführung!" unterbrach' ' sie Walter itrablend .Eltern und Geschwister haben Sie nicht "' Wanda erröthete und warf Walter emen sanften Blick zu. Ich komme aus ' einer kleinen Stadt...." Wiesenburg", .schaltete Walter ein ... . und konnte mich nicht entschließen, im 'Restaurant . zu essen well ich mich vor den vielen Herren geniere." Bravo!" sagte Walter. Also aß ich bei meiner Hauswirthin. Sie war aber so furchtbar empfindlich. wenn ich mal etwaö nicht essen konnte, daß ich nicht wagte, etwas stehen zu lassen, was mir widerlich war. Ach Gott waS sie mir alles kochte! Denken sie nur Sauerbra ten der süß war, und Rosinen dazu Wasserrüben Bouletten. das toller Jateö" . hieß. ich bin fest überzeugt, daß mal einer, der Jakob hieß, tollaeworden ist. weil er eö essen

mußte Hammelfleisch - mit Knob-, lauch! Empörend!" murmelte Walter. Ich konnte es nicht essen und stehen lassen durft' ich's nicht . da hab' ich's eingepackt und es unterwegs einem Ziehhund hingeworfen oder, wenn keiner da war, hab' ich's verloren." Stimmt!" lachte Leo. Ach Gott was hat mir das für

Muh' und. Sorge gemacht. Ich glaube, ein Mörder kann eher sein Opfer bei Seite bringen, als ich meine Wasserruben - und Frikandellen. Und hatt' ich's glücklich verloren, da ist es mir nachgebracht worden dreimal manchmal und sie wollten zuweilen auch noch Fmderlohn. Und wie hab' .ich mich vor Ihnen geschämt!" wandte sie sich an den sengen Walter. Und ich hab' Sie so . . ." Ach ; und diese Nahrungssor gen!" unterbrach ihn Wanda schnell diesen Hunger, den -ich so oft litt! , Fräulein!" schrie Walter bitte bringen Sie sofort Pastetchen und Cremetörtchen und Apfelkuchen mit Schlagsahne und . . ." Um Hammels willen!" wehrte Wanda lachend ab. ... und Sie sollen nie mehr Hunger haben und ich liebe Sie so sehr und Wasserrüben sind meine ganze Aversion und ich bitte Sie tausendmal um Verzeihung- und Frikand'ellen mag ich auch nicht und ich ihabe mein gutes Auskommen und will Ihnen das Leben froh und hell machen und ach! versuchen Sie doch mich ein bißchen lieb zu haben." Nach dieser merkwürdigen, kulinarrfchen Liebeserklärung saß Wanda ganz still dann aber stahl sich leise ihr Handchen in Walters hingestreckte Rechte. Das Fraulem" erschien mit einer Riesentcrb leite und seroirte Apfelkuchen mit Schlagsahne, Cremetörtchen, Pastetchen. Leo stand auf und griff nach seinem Hut. Empsehl' mich den Herrschaften", sagte er lachend. So ein süßer Anblick und so viel süßer Kuchen, das ertrage ich nicht am frühen Morgen. Gratuliere aber herzlich und hoffe, das Leben ist euch immer so süß und das einzig Saure bleibe darin ein für allemal der Sauer braten!" Arbeitsamkeit. Eine fleißige Hausfrau war zu allen Zeiten und ist heute noch, wie vor viel tausend Jahren schon, des Hauses Zierde und der Familie Stolz; die fleißige, arbeitsame Frau ist der treue Hüter, der das Haus bewacht, damit die Armuth nicht einsteige, sie ist ein Muster und Beispiel den Dienstboten, eine Führerin der Kinder - und das Glück des Gatten und dennoch, wie 'mag es wohl kommen, daß es trotzdem so viele Frauen und Mädchen gibt, die-da über Langeweile klagen? Arbeitsamkeit ist ein Allheilmittel gegen Langeweile und gegen tausend Modekrankhelten, und wer sich in ihren Dienst stellt, der wird nicht nur frisch und lebensfroh, werden, nicht nur verhüten, daß die Armuth bei ihm einsteige, sondern auch'inne werden, daß sie meist zu gutem Auskommen führt. Die arbeitsame Hausfrau kennt keine höhere Aufgabe, als Frieden, Ordnung, Gemüthlichkeit und Glück zu schaffen für die Ihrigen, sie hält mit ernster Güte ihre Untergebenen zur Thätigkeit an, durch gutes Beispiel auf ihre ganze Umgebung wirkend: ' der blühende Hausstand ist ihr Stolz, und wenn sie nach gethaner Arbeit die Lebensfreuden im Kreise ihrer Lieben ge nießt, oder nach treu vollbrachtem Tagewerk sich zur Ruhe legt, wird der Segen gewissenhaft erfüllter Pflicht sich beseligend tief in ihr Herz senken. Arbeit ist ein lebendiges Gebet," sagt ein alter Spruch, und gewiß ist, daß die Arbeit den Körper frisch und elastisch erhält, die Seele erheitert und veredelnd auf den ganzen Menschen wirkt. Der Trieb zur Thätigkeit liegt ja in jedem lebenden Wesen; instinktiv , sind wir Menschen zum Lebensunterhalt auf Arbeit angewiesen, sei es zur Beschaffung von Nahrung und Kleidung für d5n Körper, oder von höheren Genüssen für den Geist. Vielleicht fragt sich da manche liebe Leserin: Warum soll ich aber arbeiten, wenn ich dafür meine Dienstboten bezahle?" O, es gibt so mancherlei Arbeit, die kein Dienstbote für uns thun kann, ein Unterlassen so mancher Pflichten, das ein Unrecht ist! Welche große Aufgabe ist es für eine Mutter, ihre Kinder brav, und tüchtig zu erziehen! Das ist nicht die Arbeit.eines Tages oder Jahres, das ist die Aufgabe des Lebens. Ein altes Sprichwort sagt: Wer mit der Schaufel arbeitet! kann keine Seide spinnen" 5 aber. ob wir schaufeln oder spinnen, das bleibt sich gleich. Nur 'müssen wir nicht müßig die. Hände in den Schooß legen, sonst könnte die Armuth gar leicht einmal gewahr werden, daß die Arbeit das Haus nicht mehr bewacht, und sie würde bei uns einsteigen. Wo aber der Geist der Arbeitsamkeit entflohen ist, da nistet sich nicht nur leicht Sorge und Armuth ein, sondern auch Trübsinn und Verzweiflung. Arbeit beglückt Jeden, der sie ausübt, und nicht nur die fleißige Frau ist . des Hauses Zierde, sondern jeder fleißige, pflichttreue, arbeitsameMenfch ist ein herzerquickender Anblick und der Stolz derer, die ihn erzogen. DerVrivatdocent. Das hatte ich nicht von Dir gedacht, an die fünf Yahre schreibst und liest Du über JdeallSmuS und heirathest jetzt eine reiche ältliche Wittwe." Eben, um noch weitere Jahre darübe? lese und schreiben zu lönnen. . - .

Der Künstler,

Ein Pariser Skizze, von Paul Alttzos.' Am Ufer der Seine gehen d Zwer im Abenddämmern. Du hast eben keinen Muth, keineEnergie!" sagt sie lächelnd und denkt dabei an etwas ganz Anderes. Du mußt viel arbeiten, große Bilder ma len, dann wirst Du mich vergessen. Ich bin zu alt, um wieder wie em. Schüler zu arbeiten, und zu verrückt. um nicht mehr an Dich zu denken. Dann mußt Du für Deine ar?. kranke Frau sorgen." Du hast früher nie so gesprochen. Du warst grausam und schlecht gegen, sie." . Unsinn! Dein Leben nar verhärmt und versauert durch diese ewig kranke klagende Frau, und ich habe Dir herausgeholfen aus der täglichen jämmcr lichen Trübsal." Und jetzt läufst Du einem Andere nach!" Mein Gott ja! Er hat zu mir gesagt: Willst Du Deinen Wagerr und Dein kleinesHotel in den Champ Esys6es haben?" Und ich habe meiir Leben lang geschuftet und mich geplagt, immer Kleider probirt, die vonc Anderen getragen wurden von großen Damen. Und die Sehnsucht, die ich dabei hatte nach etwas Anderem etwas Schönem! , Als ich in Dein Atelier kam, hoffte ich das Schöne dort z finden. Aber Du bist arm, und wen man arm ist, ist auch die Kunst eine häßliche Sache. Du maltest nur, um ' essen zu können, um nicht delogirt zu. werden. Und Deine Bilder verkauft man schwer, sie sind alle so miselsüchtig. Und Du bist auch ein traurig Liebhaber! Ich aber bin lustig, siehst Du? Ich passe besser zu dem Andern, der ist auch lustig, einSausewind. D versteht zu, leben! Aber gib Acht, wenir ich dann recht viel Geld habe, kaufe ich Dir alle Deine Bilder ab!" Sei still, ich bitte Dich! Ich habe keine Bilder mch?. Sie sollen morgen alle gepfändet werden." 'Erschrocken packt sie seinen Arnr. Er schluchzt. ' Eine Equipage kommt vorbei. ES sitzt eine hübsche Frau darin, in reiches Pelzwerk gehüllt, und neben ihr eis entzückend schönes Kind mit einem großen hellblauen Sammthut, vonwelchem Straußfedern nicken. Ein toti ßes Hündchen liegt auf der Wagens decke. Die kleine Probirmamsell steht ganzbezaubert da. Es kommt ihr wie ein Duft von Luxus und Schönheit ent gegen. Lächelnd sieht sie dem Wagen nach, der über die Seinebrücke nach, den Champs Elys6es rollt. Dann faßtsie sich Plötzlich und sagt: Ich habe Eile. Nimm diesen Hundertfranken schein . . . schäme Dich nicht . . . Et hat noch Geld genug . . . und Dir ist geholfen! Lebe wohl!" Sie ist weg. Er steht auf der Brücke und denkt? Sie hat mir ein Almosen gegeben und ich habe es behalten. Pfui, wie ist, das gemein! Ich muß ihr das Gellr zurückgeben ..." Er hält inne. Das nackte Elend zu Hause, und seine kranke Frau! - Wenn er ihr das Geld brächte? Nein, das ist ihm zu schmutzig. Afo haben soll sie es doch, es wird sie wenigstens einige Zeit vor dem Berhun gern bewahren. Und wenn er todt ist wer weiß? Die College sind gegen Verstorbene immer neidlos und theil nehmend. Sie werden vielleicht EtwaZ für irie Wittwe thun. Entschlossen geht er in den 'nächsten Schnapsladen und verlangt einen Briefbogen, ein Eouvert und eine Marke, auch ein Glas Absynth. Sorgfältig schlägt er die Banknotr in Papier ein und adressirt sie an seine Frau. Er vergißt den Absynth, geht hinaus und wirjt den Brief in den Ko sten. ' Es ist völlig Nacht geworden undblaue Nebel steigen vom Flusse auf. Langsam .kriecht er die UferbSschunz hinab und verschwindet dort unten. Schön gesagt. Der Herr Rector Pfahlmann ha! einen gottgesegneten Appetit und ißt jeden Morgen in der Frühmesse un. Bären" sein halb Dutzend Bretzeln, um sich zum Mittagessen vorzubereiten. Dies hat er auch unlängst einmal besorgt gehabt, da sieht er, wie ein paar Herren am Nebentisch sich einige Bockwürstchen zu Gemüthe führen. Er ruft deshalb die Bärenwirthin unk sagt: Frau Färberin, bringen Sie mir auch ein Pärchen Bockwürste!" Aber, Herr Rector," sagt diese als uneigennützige Frau, wie mögen Sie nur so auf Ihren Appetit hineinhausen! Ihre Frau hat ja heute eine prächtige Kalbsbrust zum Mittagessen!" . ). Frau Färberin," sagt da der Herr Rector schmunzelnd, wenn idj ein Pärchen von den Würstchen da esse so ist das gerade, wie wenn ein OchS. ein Veilchen verschluckt." - Von der Schmiere. Schauspieler: Das Scheunendach, un ter welchem wir spielen, ist rcparirt worden. Schmierendircltor: Ich glaube, da können wir unsere nächste Vorstellung ruhig als Ausstattu.Zstück ankündigen. Sein R a t h g e b e r. Besucber: Also'endlich, 5zerr Professor, haben Sie sich doch verheirathet! Sind Sie glücklich? Professor: Ich weib nicht, ich muß meine Frau fragen. In der Sommerfrische. Mutter (zu den ZNndern): Seht do3 nur, wie die Hühner in dem Misas? fen iherumkratzen .. . . und da wunder!, man sich, daß man faule Eier kriegt.