Indiana Tribüne, Volume 23, Number 130, Indianapolis, Marion County, 28 January 1900 — Page 5
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Frauen fürchten La Grippe und-Katarrh.
,z?eruua ein zuverlässiger Schutz
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grau Theophile Schmitt von Chicago.
Frau TheophZle Schmitt, die Frau des j Medizin, welche die unangenehmen und ge
Ez-SekretärZ vom deutschen Konsulat, schreibt den folgenden Brief an Dr. Hartman von 2417 Wabash Avenue, Chicago, tll Frau Schmitt sagt: .Ich hatte die-
sen Winter an einem schweren Anfall von La Grippe zu leiden und hatte wiederholt von dem großen Werth von Pe-ru-na in solchen Fällen gehört, daher beschloß ich' es zu probiren. Ich gebrauchte es vtu trauensvoll und bereits am zweiten Tage bemerkte ich einen Wechsel zum Besseren, und im Zeitraum von einer Woche hatte sich mein Zustand bedeutend gebessert. Ich bin überzeugt, daß Pe-ru-na eine wunder volle Familien-Medizin ist underfreut, es bestätigen zu können. Achtungsvoll, . Frau Theophile SchmUt Frau M.-5. Wheeler, Rockford, Tenn., söreibt: -5tä bin sehr erfreut, Ihnen mit
' " .
lyeuen zu rönnen, daß ich in jeder Weise von' cta tarrh " geheilt bin, mit dem ich seit zehn Jahren oder länger be haftet war. Ich bin Ihnen sehr dankbar, daß Sie mich vom .Ka tarrh befreit ha
den. da es ein
sehr hartnäckiger
war. Ich habe seit mehr roxt einem Jahre keine Symptome von ttüarrh gespürt. Wenn Sie glauben, daß dieser Brief von iraend welchem Nutzen für die leidende ? , .1 ' n t- ri. :., c.
ZVitTlamtll 10 . iUlincii ic iv vc nützen. L Grivve ist akuter, epidemischer Na
sann. Es aibt keine andere Medizin in
der Welt, die dem Katarrh so entschieden entgegentritt, wie Pe-ru-na. Während fcel ersten Stadiums von La Grippe ist
We-ru-na ein unfehlbares Heilmittel.
Leute, welcke La Gnppe hatten und loeil
torife ebeilt wurden, aber noch halb
krank sind, werden finden, daß Pe-ru-na für ihren Fall genau paßt. Es giebt keine
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Frau M. E. Wheeler.
fährlichen Folgen von La Grippe so ent schieden beseitigt, wie Pe-ru-na. Die bedeutendsten Schauspieler und Schauspielerinnen dieses Landes sind sich in Bezug auf Pe-ru-na darüber einig, daß i - i , nr r -r .9 r:.i-
ie es INI! iqicu vsjjcigc uiijuucuuuuy
ansehen. Mlle. Jane
Delorme.
die berühmt
hanteuse
von FolieS Bergere, Paris sagt:
'Pe-ru-na
sor evcr', sage ich. Ich habe viele logenannte
Heilmittel ürverschie ene ka
tarrbale Afsektionen
gebraucht.
aber keines
hatte die
riesige Heil-
kraft,rzelche
5 tu na at. That
ächlich bat
es eine Hei lung be wirkt. Ich betrachte eS als einen Artikel, der nie auf dem Toilettisch einer fehlen sollte
Mlle. Jane Delorme, New York. Alle Frauen loben Pe-ru-na nach einer Probe. Es kann mit Sicherheit gesagt werden, daß keine Frau eine Flasche Pe ru-na gebrauchte, ohne dadurch nicht einen lebenslänglichen Nutzen von dieser Vorzug lichen Medizin zu haben. Niemals erwieZ sich eine Medizin werthvoller für Frauen. Ein Buch. Winter Katarrb", frei versaßet durch Dr. Hartman, Columbus, O.
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Helle Dich Selbst
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Hineile, anamedme Wirkung in rnnoxw?
uc aZin Magen, 8tbrc nd UntrtlciMUibcB. 25 m Test. '
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Dr. PtfCUCCI. A C !!ü U S.ll, l . CHICAGO
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war der Kaschier. Er W gar mt ans mache gekonnt, was die Matter war, un Hot reittweg gestart, zu inwestigehte. Er Hot auch bald genug ausgefunne, was es war. Denke Se nor emol, do Hot doch so en Toff e Bohrd autseit vor das Loch gestellt un den Weg Hot das Bohrd mein ganze Schreibebrief geketscht un Hot ihn dann Widder von sich gewwe. !Las war zu duhn? Ich den mich hingehockt un h:n noch emol Alles geschriwwe; tTx war en Schapp! Ich hätt lieber vier Stunde lang 5iindlingwutt getschappt, als wie das Schreiwe zu duhn. Well, ich sin aro wer doch mit durch komme, blos denk ich, Sie wer'n den Brief e wenig zu spät kriege. Mehbie Sie könne dann den weierlose Tellegräf for Demm?tsch suhe. Wie ich mit das Schreibe fertlg war'n, do war auch der Tellegräf widder gefickst un ich hen gedenkt, ich besser tellegiäfe Jhne noch emol e wenig, wie die -Sache hier stehn. 'Sehn Se, die Englische hen blos en Weier iwwer England un do duhn se off Kohrs alle Dispätsches fickse, wie se wolle. For den Riesen is auch Alles, 'was Sri die Dispätsches kriege, voll 'von Leis. Die Lauern, ei tell juh. das sin Fegers, d ferchte sich nit vor dem Deiwel un vor die Englische erscht recht nit. Mir sin all in forscht Klä'b Schehp. Pauder un Gonns hen mer, tu tiet die Bänd, un Futterche. das biet einiges. Alles is do, blos Ehks hen mer nit, die hen all die Ehkdielersch in die Iuneited Stehts uffgekauft un hen sich se eingesalze. Un mit das Schmohke do is das t arig schönes Ding. An den Platz, wo mir sin, do wächst der Tobäcke wild, grad wie in die Juneited Stehts die Dendilein. Un wann mer do t Sickahr schmohke will, all was mer do zu duhn Hot, iö, daß mer sich e Lief abpulle un e S.ckahr draus rohle duht. Ich kann Jhne sage, sell duht schmohke, als wie e Bahnfeier, wo mit Tahr gemickst is. Un wie schön is das erscht, wann m:c sich e Klehpeifche stoffe. will. Do Hot mer kein Batterun kein Truwel un auch keine EäspenzeZ. Am Beste hen ich awwer gegliche, daß mer denTobäcke auch für Schnusf juhse kann. Ich sin jetzt noch nit korz an Schnuff, bekahs ich hen mich en dicfente Supplei mitgebracht. Awwer dann un wann hen id doch emol en Schnuff von die Tobäc!: liess genomme; ich kann Jhne sage, d&2 spürt mer . bis in die große To:'?. Guttneß, was soll denn en deitsckec Mann de ganze Dag duhn, for d':: cit zu p.lle? Die Englische hen so ebaut alle Stund emol nach uns geschosse, ich denke, se hen uns damit dran riemembere wolle, daß se noch nit all doht sin. Bis jetzt Hot awwer noch nie nit e einzige ctugel getroffe. Mir duhn dann jedesmol als e Ressiet auch t Gönn abfeiere, awwer dann rappelt's anmischt, dann fliege die Fetze un e paar Dag zurück is sogar en englischer'Sohlsch?r in unser 5amp gefloge komme. Es Hot ihm awwer kein Harm gedahn. Off Kohrs Hot der nit schlecht geguckt, wie er uns uff eemol gesehn Hot. Mir
hen ihn e gutes Dinner gewwe un do Hot er laut greine müsse so arig war er von unsere Gutheit qetotscht. Dann
hen mir lhn m,de Schickenkuhp emgelackt for Sehfkieping. daß ihn nicks bassirt L Ich hen e nterfju mit ihn gehabt un do Hot er mich verzählt, daß
r?,'S in rn 'RtHt nit m?hr leinn ftnnr1
iV i V 7 ß ?ö:m:e. Se hätte nicks mehr zu esse
un olle Katze un Hunde wäre schon zu
Stnh gekocht. Jetzt dchte se nor noch
an Meis un Ratte 5kwe. Die Gäspeips
hätte se auch scöon angeknuboeit. aw-
wer die Ware viel zu toss an lhren Stommeck. der nor zu Steh! gewöhnt wär.' Könnt Ihr Eich dann nit iwwergewwe?" hen ich gesagt un do sagt er, se hätte sich schon so oft iww:rg?wwe. dak es aar'nit mehr schön w'ä?.
Am Abend hen ich von den Tschenerrell
m.. , ... t V. t I UWitV IU .VII VUl ,MVk. Lsscntt Sftrf itcttuf CtS JJIjUtpp Schubert Order kriegt, die ganze Nack.t
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Für 14 Cents.! o r.;. m.kt kMtl litt 100,000 n
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Deutscher Kindergarten
w Oeutschea Hause, tintL:it, von rriu. ett. Der Unterricht hat fcrntt
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werden jederzeit
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Mein lieber Herr NedacZtionär!
denke, seilen Brief wer'n ,e e
wenig Trubel hen, zu kriege. Miss: Z, .. r r -r ,L ?l r . . 1 i
mit das Hsuearase, zeu qoi nn e,!
ae chaf t. tzen o tt ttoyrs
ganze Schreibebrief Widder in das Loch
ene: getahkt un lch hen so Hauern qemißt, daß ich puttinier die Lackschah hen
kriegt, das. bot awwer alles mcls aus
gemacht, bezahle hen lch doch mujfe uns
zu watsche, bikahs mer dehte in e korz: Zeit ebbes erlewe. Do hen ich denn off Nohrs mei Retschiment gleich antrete
losse. Ich hen gesagt: Beus, dat meto tänstikor utan swafel ook sos fohr,"
das heißt uff deitsch: .Heft Nacht derf
einer e Auge.zumacye, lewen mt q?uo-
nerauge muffe uss blelwe.' Äo Yen e Hurrah gehaflert. haß mezsch sechs lv-t . n''?i (C-i C!. rr- je - -
uceug weil qcnori noi UN ple U lvui
gesettelt. Ich kann Ahne sage, ich sin keinder norwes aewese. mt . daß ich
effreht gewese wär, o no, awwer ich hn
ennlhau so e fonrne ??leyitna aeyavl.
Ich denke,- in mein nächste Schreibebrief
do kann ich Jhne mehr rieporte.
' Womit ich verbleiwe Jhne Jhrn liewer Philipp Sauerampfer. Das Elück derMUllien. Wiener rpn Helene Mlgerkg.
Ja sie wär, häßlich.-darüber gab es leinen Zweifel mehr, 'denn schön zwei
zunge Maler der neuesten Schule, ta:
ien sie gebeten, ihmn. gitz aJ(PJW sitzen, " ;' ' - Malt Grauhuöerlwar die einzige Tochter eines tyrannischen Herrschers, eines Hausmeisters nämlich, auf ' der
Mieden. Es war ein elegantes Haus,
in dem sie wohnte, rkr Vater nannte
sogar mehr wie ewiger annerer, betaho rlÄ ciacntlicb Vortier" Den rMen
der Feuer :n die Kaschoffls Hot gejagt. Stolz des Hauses, richtiger gesäeö.
laz oeyk mtt mkineeugwiiiq oas gunzc PgrS bildete t n SeräUMlgeZ. vo;. Instrument sveule. Jetzt bitt ich jni -m ' Vtnaetcteä Maler . Ätelier. tXV . ? C? CTTK .f 1 . . T CV I - . . . m
um 'ucs 1 im cii, WUUN p c ii eine Art Treibhaus, in dem viele mo
1 M . . .. t '1m !1 still
Nrumen: rni cmoi un ere iqone w derne Zukunftsgrößen,,th:ilS mit Hilf sche Lengwitsch stende kann, dann is se .Z Meisters, theils aus eigener en schie. Wie ich noch an's Bezahle künstlerische Ein- undAuZ. war'n, do fangt's uff eemol rn den In wxmn 5ierr lZraububer
Wrthhri- 5i
strumen: an zu rappele UN e vum zn r;;s,s., rrf ,w!ss,rmak,n als Mäcen
mache, daß es en Hund lammttt. Der dieser ungen Maler und provhezelte Mann Hot die Klapp uskgtmacht un fim Vlt herrlichPest'Erstzlge. be MM Msmol, do ls mem ganz nS u. NeÄhr'unv dann, wenn Schreiweörief Widder reduh? kommeZ lt Znem ihrer öfter? w Ateli:r Awwer auch ledesWörtche, Ms lch. veranstalteten Gela5. Zlu denen er ib.
tellegraft gehabt hen, Widder . jei. nin immx M Bier besorgte, sich mit gesaund awwer ich hendoche paar geo. reichlichen Sperrsechsern und Trink, graphische Fchln in daS Spellmg ge. . m verabschiedeten. Frau xpZNst. wo rch schuhr nit gemacht ge. mn H.n Grauhubers Gattin, war habt hen, Jch varrlaurvrelst un lo m fyulu ansaTiaL chj
auf ihre heranwachsende Tochter, nicht ganz erwünscht gewesen; da aber der
armen Mall m ihrem Aeußeren immer mehr ein sicherer moralischrSchutz des Unverloclenden, Reizlosen erwuchs,
beruhigte sie sich allmahllg, und ihre
Gefühle schwankten, oft zwischen dem
Schmerz gekränkter mütterlicher Eitel-
eit und der Befrledlaung darüber, dak
sie so unbesorgt sein konnte. Aber sie hatte nicht mit der Gegenwart gerech-net
Mali war nun 18 Jahre alt gewor-
den und ging ins Nähen". Da sie wenig Aussicht hatte, jemals den höchsten Beruf der Weibes" zu' erfüllen sollte
sie sich dereinst als Weißnäherin ihr
Brot verdienen. Da hatte eines Tages. wie schon erwähnt, einer der jungen Maler sie angesprochen. Ihm war
ihre hagere, eaigeFlgur angenehm ausgefallen. Das war die Gestalt, die er für sein neuestes Gemälde Citronen-
falter" suchte. Bald folgte diesem
Maler ein zweiter mit dem Ansuchen,
ihm als Modell zu dienen.- Mali hrelt
die Sache zu ernit sur einen schlechten
Witz. Frau Netti war empört, aber, der Vater mit seinem Kunstverständniß
wußte sie beide eines Besseren zu be-
lehren.
Geh.. was sollen's , denn mit der
Mali für Absichten- haben?" meinte
er auf die Einwendungen seiner Frau.
Dös is nir als die Kunst, die's sör.
dern woll'n, wirst es schon sehn."
Ja aber d' Mall, wann's sich halt
doch verlieben thät in einen von die
Maler," sagte Frau Netti ängstlich. '
Geh' hör' auf, dazu is unser Ma-
del doch zu g'scheit," tröstete sie Herr Grauhuber.
Zu ihrer Beruhigung führte er ' sie
vorher einmal in das Atelier, damit sie wisse, wie es oben ausschaue. Ohne die Führung ihres Mannes wäre ; sie wohl an der Thüre stehen gebliehen.
sich ängstlich bekreuzend vor all den un-
helmlichen Dingen, die sie da sah und nicht vergehen konnte. Ihr Mann imponirte lhr ungeheuer, er verstand
les sehr gut. Ja weißt, dös is halt versakrisch, so nennt man dos," sagte
er ihr bei den meisten Bildern, nach deren Erklärung sie fragte. Im Gan-
zen war sie befriedigt, denn sie fand die
Darstellung von Krankheit und Elend,
von unschönen Gestalten von ihrem
Standpunkte aus viel nützlicher und
murallscher, als wenn s allweil aur
die Weiber mit die schön' Leiber ma-
len." Und die zungen Herren, die sich
mit solchen Dingen Plagen, mußten doch einen größeren Ernst in sich haben und Vertrauen verdienen.
So war denn Frau Netti's Wider-
stand überwunden ' und Mali konnt: bald ihren Weg in' Atelier statt ins
Nahen antreten. Als sie'da! erste Mal dort erschien,
in einem grasgrünen Kleide,. das :'.h?
ein Maler zur Verfügung gestellt hat-
te, .mit bloßem Hals und Armen, brach
ein Sturm des Entzückens los. Die
ses Gesicht, diese langen Arme!
Sehen Sie den eckigen Halsansatz!" Diese mageren' Schultern! Das
ist ein ganz herrliches Modell!"
Mall war verblüfft und sprachlos.
Daß an ihr so viel zu sehen und zu be-
wundern sel, hatte sie nie für möglich
gehalten. Alle wollten sie malen. Der eine in Grün, der andere in Grau, ein dritter in Cifronengelb und Zinnoh'.r-
roth. Mali wunderte sich, daß 'alle
Maler dasselbe Bild malen wollten.
doch lernte sie bald verstehen, daß es auf die Auffassung ankomme und daß
jeder ihr Gesicht ganz anders sah. Be-
merkte dieser violette Flecken -darin, 0 sah es jener mit rothen und ein anderer
wieder meinte einen Nebelschleier darüber gebreitet zu sehen, aus 'dem nur ihre Augen grün hervorleuchteten.' ,So
entstand jedesmal ein ganz verschiedenes Bild. Daß es so viele Ansichten
von einem Gegenstande, von einer Person geben könne, hatte sie bisher gar nicht gewußt. Sie selbst lzatz M auf keinem de,r Bilder wietterkcuv r.n, .1.1 V.- .iiii.-MJ i f. '
l?r jcyuc ucn tucugc llll oaiur.. " Mali ' verdiente 'viel, datz Sitzen wurde gut bezahlt und sie sand 0V$ in hohem Ansebe.5 im Wlkr. Außer, ihrem spitzeil. G$si.cht und ihrer eckigen Gestalt hatte sie nämlich auch nock selten Fähigkeit.' die unmöglichsten Stellungen, die für einzelne, besonders feine Studien gebraucht wurden, mit Leichtigkeit festzuhalten. Keine konnte ihren Körper so cewaltsam verdrehen wie sie, den Hals vorstrecken, als sollte der Kopf abfallen, die Hüften verrenken, als müßte sie umsinken, und älzn liche Kunstleistungen. Mali war pik
lich ein unbezahlbares M.otzeK, . JH5 Nuhm drang HM bij nl Auslaß
denn b'.e Künstler beschickten wrjchtt den; ÄüöMüngen vx ihren Por trass. "Keines nzürds zurückgewiesen, was'man zum Theil gewiß ihr dankte:
Hunden, sogar vertauft. Jhre
MM begann, sie au eme Art bolze-
S Wesen anzusehen. Mali'S ?Rede,i weise mit den fremklingenden ausdrücken," die sie von den, alrn an genommen hatte, imt)o.irts lhr itQ$U tig. Und wie wuM sie begehrt nicht nySzuömmen' wär. ylZ den Anforderungen Herr' Grauhuber, dessen
Sinn, immer auf'2 Praktische gerichtet
war, o.esiel sich in der Stolle meö HlZ presarwS. - Nur den am besten zshle.n.
den Malern durfte seine Tochstr. sitzen ES bedürfte oft eines whÄtLreichen, Händedruckes von stey eines Kunst; lers, bis er ihm gnadig seine. PryUl tion zusagte. .' Mit 'Eifer laS : alle
Bespreckunaen'. 'W übe, Bilde? und
unstler erlchienen. und erläuterte sie
einer E',ehalfte. ihrer geringeren Fck
'ungskrokt angepaßt. Frau NeM hatte.
lchon an Kunstverständnis cwonyen:
wenn sie eine Ausstellung besuchter m ki n v.& -crnfi m,ktts,,??,A,
Ulk l( UULUf JJ,it n u.uivv4öy karten bekamen, erka.nntt. sie.-Zlzgar.,b:
einzelnen Bildern' rJa.stt'.darKelliTn. Immer wieder erklärte sie sich' mit der
Moral der neuen Kunstrichtung sehr
einverüanden. die dock vor allem vgx
die Häßlichen besorgt sei, und dieLeute nie in Versuchung führe, sich in cin schönes Weibsbild ZU vergaffen. Und wie stolz war sie, wenn sie dort zuweilen Mali mit verdrehter Kopfhaltung und der Miene einer Königin durch die mysterisch beleuchteten Räume schreiten sah. Die Maler hatten es gerne, wenn sie hinkam, sie paßte in diese Umgebung, war so stilgerecht. . Eine Gestalt von zauberhafter Keuschheit hat der' geniale Künstler hier festgehalten. Es ist der menschgewordene Gedanke, den wir in diesen geradlinigen, reinen Formen zartester Weiblichkeit verkörpert sehen. Losgelöst von allem Irdischen, gleichsam körperlos, nur durch die enganliegende Gewandung an die Erde gefesselt, hält sie mit. hoch, erhyöenen Händen oas Banner der Wahrheit. Ihre zarten Arme scheinen dabei ins Unendliche zu wachsen, das schmale, hagere Antlitz is.
empor gerichtet aufwärts zu den
Sternen. .' Ein Traum der Sehnsucht, ein Meisterwerk." Langsam, mit stockenderStimme las Mali den Eltern diese Zeilen vor. Das war über sie gesagt worden, über ein Bild, das sie darstellte! Ein Maler hatte ihr die Zeitung gegeben, auch das Buch hatte er ihr geschenkt, in dem das besprocheneVild als Titelblatt prangte. Jessas na, das haben's über d' Mali g'sagt. Du. Alter, jetzt steht d' Mali gar in ein'm Buch drin und in der Zeitung. Ng aber die Freud'!" Frau Netti lehnte sich sprachlos in den Sessel zurück. Selbst ihres Mam nes entnüchternde Bemerkung, daß Mali im Leben doch noch nicht so ara aussehe wie auf dem Bild, konnte ihr! Freude nicht stö:en. Hast's nit g'hört, vvn'die Formen zartester Weiblichkeit?" entgegnete Tu empört. Ein Gugelhupf mußte gebacken un die ganze Verwandtschaft
zu emer Jause eingeladen werden, um ti r.. i C ... n 1
Kleine
diesenTriumph zu feiern. Mali strahlt
vor Lstolz und Vergnügen.- Wiealle sie beneideten! Sie war der Stolz der Familie. Das Buch lag aufgefchlager, unter einem Glassturz und jedem, dez es hören wollte oder auch nicht wollte wurde erklart, wen das Bild darstelle, und was man in der Zeitung darüber geschrieben hatte. Stzt es, sixt es, was hab' i g'sagt.meinte Herr Grauhuber. .Die Malt hat ihr Glück g'macht. und dann is noch dös Glück dabei, wann's auch steinalt wird und vawurzelt im G'sicht. ma wird's alleweil noch malen, für die Bilder heutigentags paßt's alleweil. Na und reich werden wird's, sag. i hab'S g'sagt!" Mali lächelte überlegen. Der Va. ter hatte nur Sinn für'S Geld. Natürlich waren ihr die rächen Einnah. men auch recht, a5er sie hatte dabei noch Verständniß für das Höhere sie wußte, sie diente der Kunst! Was waren die anderen veralteten Modelle mij ihrer langweiligen Schönheit gegen sie. deren Gesicht und Gestalt die Höhcrc Schönheit, die der Wahrheit- zeigte. Sie war. durchdrungen von. diesem künstlerischen Selbstgefühl, denn sie hatte die neue, die wahre Kunst kenn:r und verstehen gelernt und war glückl?cl !n d:m Bewußtsein ihres ieaenen Werthes für tiih'tt. Die Hauptsache. Dam (zur F.eund!n): Was ich sagen wollte, )ie Amtsrichterin müssen wir aber auch mbedir.gt für unser liternifchesKränzhcn ?.u gewinnen suchen!" Ist ' sie vm.x so gebildet?" Nein, aber - sie .oeiß die Geheimnisse der ganzeo Stadt!-
RalMA.
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nin s.TI... C! 1 i.Li
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