Indiana Tribüne, Volume 23, Number 130, Indianapolis, Marion County, 28 January 1900 — Page 3

Die Kodje Des Spiets. Roman auS der Zeit des spanifch-ame rilanischm Krieges. Won Karl Neutcr.Kerger. Copyright ,899 by the Grrman Presi & Plt Co (10. Fortsetzung.) 2cm allgemeinen Gemunkel nach soll die Geschichte bald losgehen", entgegnete Johnson, Cerveras Flotte ist rettungslos eingestöpselt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis Schley'und Eampson ihn derartig kitzeln, daß er aus dem Loche kommt, und dann: Good bye!" spanische Flotte!" Aber wir, wann kommen denn wir daran?" sprach Ainsley, dies in dem Busch herumkrauchen wird schließlich recht langweilig." Nur Geduld", entgegn'ete Capit'än Broussard, General Shafter weiß schon, was er thut, sobald er denkt, daß wir's riskiren können, wird die Jagd losgehen!" Hoffentlich!" seufzte Ainsley, und füllte die Gläser wieder. Ich habe eine Idee", fuhr er dann fort, nachdem die Gläser geleert waren, wir machen noch ein Spielchen und wer das meiste gewinnt, muß am 4. - Juli traktiren. Sind Sie damit einverstanden, meine Herren?" 5s gilt!" sprach Broussard, und Johnson nahm die Karten zur Hand, während Williams anfing, die Spielmarken abzuzählen. . In diesem Moment betrat eine Ordonanz das Zelt und überreichte dem Capitän mit den Worten: Bon General Shafter!" ein Schreiben. Broussard entfaltete das Schriftstück hastig, las es und rief: Jungens, da giebt es eine Gelegenheit, sich Lorbeextn oder eine Kugel zu holen. Es wird ein Lieutenant gesucht, welcher in Begleitung eines Unteroffiziers und eines Gemeinen aus Recognoszirung ausziehen soll, man vermuthet, daß die Spanier in der Nähe sind. Wer will es wagen?" Ich!" riefen die drei jungen Offiziere wie 'aus einem Munde. Halt! Nur derjenige kann mit diesem gefährlichen Auftrag beehrt werden, der vollständig der spanischen Sprache mächtig ist, einen solchen hat man bis jetzt noch nicht finden können." Hurrah, dann ist er jetzt gefunden!" rief Ainsley. ich spreche spanisch fast so gut wie meine Muttersprache, obschon ich ein Amerikaner bin, die 'es meistens in ihrem einfältigen GrößenWahn nicht für nothwendig halten, eine fremde Sprache zu erlernen. Wann soll's denn. losgehen?" - Der Betreffende hat sich sofort beim General zu melden und seine Ordres in Empfang zu nehmen!" Bravo, ganz mein Fall, lange Berzögerungen lieb' ich nicht," sprach Ainsley und erhob sich. Haben Sie denn schon eine Wahl betreffs Ihres Begleiters getroffen?" fragte Johnson. 'Gewiß, ich nehme den Unteroffizier Linden mit, der kann den dritten wählen." Die Wahl ist gut," sprach der Capitän, dieser Alfred -Linden ist der beste Soldat im ganzen Regiment, und, unter uns gesagt, meine Herren, oft kpmmt es mir vor, als ob dieser Deutsche mehr vom Militärwesen dersteht, wie wir alle zusammen. Freilich, er hat drüben als Einjährig Freiwilliger gedient." Inzwischen hatte Ainsley sich den mit Patronen gespickten Gürtel umgeschnallt. Seine Kameraden waren aufgestanden. Williams leerte den Rest der Flaschen in die Gläser, welche auf das Gelingen der Expedition Ainsleys geleert wurden. Alle schüttelten dem jungen Mann herzlich die Hand zum Abschied und keiner ahnte, daß sie ihn nie wiedersehen, würden. 23. Sie schritten dahin durch die sternenklare stille Nacht; Lieutenant Ainsley. Corporal Linden und der Gemeine Bergren. An beiden Seiten erhoben sich dunkle Höhen, mit Palmenwipfeln gezackt, und in fahlblauer Ferne blinzelten schläfrig und blaß die Sterne. - Ainsley und Linden schritten nebeneinander, einige (Schritte hinter ihnen folgte Bergren. Jeder hatte seine Hand an ttm Revolver. Sechs scharfe Augen blickten angestrengt in die zusammengeballte Finsterniß der Schluchten und Gebüsche an leiden Seiten. Dann und wann, wenn von irgendwo her ein fremdartiger Laut erllang, blieben sie wie auf Eommando stehen und lauschten. Sie vernahmen aber weiter nichts, wie allerlei seltsame Stimmen der Thierwelt, . ein geheimnißvolles Summen und Schwirren, das unaufhörlich und einförmig durch die schwüle Nacht zitterte. So waren sie schon Stunden lang fortgewandert, immer in derselben Richtung, sich immer weiter vom Lager entfernend. Allmälig traten die Hügel l .Lf! Jt 1 . .

zurucr uno enoiiq gciangitn ne an cm weites dämmeriges Thal. Ainsley blieb stehen. Halt!" sprach er in gedämpftem Tone, hier wollen wir ein wenig verschnaufen!" Er setzte sich auf den Boden nieder und seine Begleiter folgten seinem Beispiele. , Ainsley wischte sich mit dem Taschentuche, das er sich zum Schutze gegen die Mosquitos lose um den Hals geklungen hatte, den Schweiß von der Stirn und sprach: Jungens. wenn man ehrlich sein will, muß man eingestehen, daß eine solche Lauferei in's Blaue oder vielmehr in's Dunkelgraue hinein und bei einer 'solchen Wackofenathmosphäre gerade kein Bergnügen ist!" , . I Die beiden dachten jedenfalls dai-

selbe, wenn sie eö auch ihrem Borgesetzten gegenüber nicht laut äußerten. Letzterer zog ein Papier aus der Tasche, faltete es ' auseinander und fragte: Wer von euch hat ein Streichholz," wollen mal sehen, ob wir auf der Karte nicht ausfinden können, wo wir denn eigentlich herumwimmeln." Mit einem Streichhölzchen kann ich dienen, 'Herr Lieutenant." sprach Alfred und zog eine Dose aus der Tasche. Ainsley studirte nun die Karte beim matten Schimmer eines Streichhölz chens. Als dasselbe ausging und Alfred Linden ein zweites anzünden wollte, sprach er: Lassen Sie nur, es ist ja schließlich gleich, wo wir uns befinden, wir sind ausgeschickt worden, auszufinden, wo die spanischen Banditen sich eigentlich befinden. Also gut, finden wir es aus. Ich gebe Euch seinen Befehl als Vorgesetzter, sondern mache Euch einen Vorschlag als Kamerad. Wollt Ihr mit dabei sein?" Wir sind dabei, mag es sein was es will, nicht wahr Bergren?" 'sprach Alfred rasch. . Gewiß!" entgegnete dieser, ich bin dabei wenn's meinetwegen in die -Hölle geht!" So ist's recht Jungens", sprach Ainsley, jetzt will ich Euch sagen, was ich vorhabe. Wir sind doch nicht in den

Krieg gezogen, um uns zu langweilen, wir wollen Unterhaltung haben, Abenteuer erleben, nervenprickelnde Gefahren bestehen. Wohlan, wir haben hierzu jetzt die beste Gelegenheit. Zuerst ruhen wir unö ein Weilchen auS. Dann geht's weiter und nicht eher machen wir Hctt, bis wir den Schlupfwinkel der Spanier ausfindig gemacht haben. Machen wir eö unö bequem. So! Und jetzt, zuerst: an die Gewehre!" Linden und Beßren sprangen auf. Ainsley brach in ein lautes Gelächter aus. So wars nicht gemeint, hier, fetzt Euch wieder. Nicht an die Feuerwaffen wollte ich Euch commandnen, sondern an's Feuerwasser. Ich habe nämlich ein Fläschchen echten Bourbon von Kentucky eingesteckt. Zur Anfeuerung deö Muthes brauchen wir den Stoff zwar nicht, aber er versetzt uns vielleicht in eine Stimmung, in welcher uns die Geschichte minder langweilig erscheint." Er nahm einen tüchtigen Schluck aus der Flasche und reichte sie Alfred, welcher ebenfalls trank und sie Bergren gab. Als sie wieder an ihren Eigenthümer kam, war sie fast leer, Ainsley fetzte sie an die Lippen, sog die letzten Tropfen heraus und schleuderte sie in weitem Bogen von sich. Klirrend zerschell sie an einem Felsen. Glück und Glas, wie leicht bricht das", sprach der junge Lieutenant seufzend. Dann streckte er sich lang auf den Rücken hin, faltete die Hände unter seinem Kopf zusammen und blickte eine ganze Weile unverwandt zum sternenklaren Himmel empor. Mitternacht war schon vorüber und die Stille schien immer intensiver zu werden, immer leiser und traumhafter wurde das Schwirren und Surren ringsum. Nicht der leiseste Laut verrieth die Nähe von Menschen und wie ein im Universum schwebender dunkler Schatten lag daZ Land. Plötzlich richtete sich Ainsley in sitzender Stellung auf und sprach: Das geht nicht Kinder, bei dieser Stille kann man ja vor seinen eigenen Gedanken bange werden. Schlagen dürfen wir auch nicht, also plaudern wir. Apropos, da fällt mir etwas ein. Ich habe da vorhin mit meinen Kameraden einen Disput über Patriotismus gehabt und was der eigentliche Grund bei den meisten Soldaten ist, für Onkel Sam oder vielmehr für die Cubaner und für eine Horde von Poli tikern und Spekulanten die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Warum Sie in den Kr.ieg gezogen sind, Herr Linden, das weiß ich, aber hier unser Freund Bergren, könnte uns mal erzählen, wie er dazu kam', das Gewehr zu schultern. Wir haben Zeit genug, machen Sie die Geschichte nur etwas ausführlich, Bergren!" Zu Befehl, Herr Lieutenant", entgegnete Bergren, aber würden die Herren erlauben, daß ich mir meine Pfeife anzünde?" Aber gewiß!" rief Ainsley. das heißt, die Pfeife können Sie nur stecken lassen, hier sind Cigarren, Sie rauchen doch auch Herr Linden?" Sie sind sehr freundlich, Herr Lieutenant, ich bin so frei", sprach der Corporal. und entnahm dem Etui, welches Ainsley ihm und Bergren hinhielt, eine Cigarre. Nachdem dieselben in Brand gesetzt worden, begann Bergren: Es klingt vielleicht etwas merkwürdig, wenn ich sage, daß ich schon einmal Soldat war, vor einigen Jahren, bei der regulären Armee, und daß ich desertirte ; daß ich diesmal freiwillig den blauen Rock anzog und doch nicht freiwillig!" Das klingt allerdings etwas fonderbar", meinte Ainsley, und verspricht recht interessant zu werden, also ur los!" Um die Geschichte auSfürlich zu erzählen, muß ich etwas weit ausholen", begann Bergren. Ich bin in Hambürg geboren, mein Vater- war ein Schwede und Seemann, doch kann ich mich seiner kaum noch erinnern,- denn ich habe ihn nur als kleiner Knabe einigemale gesehen. Dann kam er lange Zeit nicht und meine Mutter weinte oft. und endlich kam die Künde, daß sein Schiff fern auf dem indischen Ocean untergegangen sei und er und alle, die am Bord waren, auf dem Grunde des Meeres ruhten. Ich be T..J.I. C 3 r j ! f 7 J$ juajic oamaia jcgon oiz toajuic und weiß noch, daß meine Mutter eine hüb, sche Versicherungssumme erhielt, sc daß wir, ich hatte noch drei Schwer stern, die ältere waren wie ich, abständig leben konnten. Meine, älteste Schwester heirathete dann, aber ihr Gatte war ein Taugenichts, der es ver

stand, meiner Mutter das Geld unter dem Vorwande, ein Geschäft zu grün, den, so nach und nach abzulocken, und eines Tages hatte sie nichts mehr und mußte wieder für andere Leute waschen. Als sie dann kränklich wurde und nicht mehr arbeiten sonnte, mußte ich einspringen und meine Studien, ich wollte mich zum Ingenieur ausbilden, unterbrechen. Da ich für mein Alter ungemein stark und kräftig war, fand ich Arbeit, am Hafen beim Verladen der Schiffe. Achtzehn Jahre war ich alt, da starb meine Mutter, und da mich nichts mehr an die Heimath fesselte, denn meine Schwestern waren sämmtlich verheirathet und kümmerten sich wenig um mich, wanderte ich nach den Vereinigten Staaten aus. Hier wollte es mir gar nicht gelingen, auf einen grünen Zweig zu kommen. Jahre lang wanderte ich in den östlichenStaaten von einer Stadt zur andern, in allen möglichen Branchen arbeitend. Der Verdienst, hielt meistens nur kurze Zeit an, der Arbeitsmarkt war überfüllt und die Zeiten wurden immer schlechter. Ich wanderte dann weiter nach Westen und kam endlich nach Eincinnati. Auch dort konnte ich keine Arbeit finden und es ging mir ganz

miserabel. An einem fchönen Septembertage schlenderte ich die Central Avenue entlang. Ich hatte riesigen Hunger. . Zu betteln schämte ich mich, aber ich hatte noch eine silberne Uhr,' das einzige Andenken von meinem verstordenen Vater, und die wollte ich versetzen. Bei zwei Pfandlokalen hatte ich schon eine ganze Weile vor dem Schaufenster gestanden, aber beim Dritten wagte ich es, und ging hinein. Mein Herz klopfte heftig und meine Hände bebten, als ich die Uhr auf den Tisch legte. Der Pfandonk'el warf einen fluchtigen Blick aus dieselbe und fräste: Wieviel?" Zwei Dollars, bitte" flüsterte ich. Ohne ein Wort zu sagen, kehrte er mir den Rücken und nahm eme Zeitung zur Hand. Wie viel wollen Sie denn geben?" fragte ich ängstlich. Nichts, höchstens fünfzig Cents!" lautete die Antwort. Am liebsten hätte ich dem Kerl etwas ins Gestcht geschleudert, aber ich nahm schweigend meine Uhr und schlich hinaus. Für fünfzig Cents die für mich so werthvolle Uhr hergeben nein. lieber noch weiter hungern. Wie in einem bösen Traum befangen, schritt ich weiter, wohin war mir ganz gleichgiltig. Nachdem ich eine Straße, die ich eingeschlagen hatte, eine Strecke wett gewandert war, blieb mem Blick auf einem buntenPlakat haften,das am Eingänge emes kahlen Gebäudes klebte und besaate. daß dort Rekruten für die Armee der Ver. Staaten angeworben würden. Wie ein Blitz durchzuckte mich der Gedanke: Hier ist Rettung!" Wenn ich mich anwerben ließ, war ich für emen Zeitraum von suns Jahren allen Nahrungssorgen enthoben und ich konnte von den dreizehn Dollars monatlichen Lohn noch ein hübsches Sümmchen zurücklegen. Ich bedachte mich mcht lange und ließ mich anwerben. Ich wurde mit mehreren andern Rekruten nach den Jefferson Barracks bei St. Louis geschickt. Hier herrschte strenge Disciplin, neu Willkür. Ich war sehr enttäuscht, denn ich hatte erwartet, als freier Mann und nicht als Sklave behandelt zu werden. Dabei war die Beköstigung eine sehr schlechte und magere. Deserürungen kamen fast täglich vor, ich dachte auch wohl zuweilen daran, aber es wiederstrebte mir. feige meinen Schwur zu brechen. Da kam . der erste Lohntag. Das heißt, ich erhielt noch nichiS, denn die Löhne von einem Mo?" wurden den Rekruten zurückbehalte... Ich war in . der vorhergehenden Nacht auf Wache gewesen und wurde nicht zur Arbeit im Garten oder zum Reinigen der Wege und Anlagen commandirt, wie mir und den übrigen Deutschen das gewöhnlich seitens der Vorgesetzten, größtentheils Jrländer, passirte. Gleich, nach dem Essen begab ich mich auf den Schlafsaal, um mich auf die Nachmittags Dreß-Parade" vorzubereiten. Oben bot sich mir ein überraschender Anblick: Mitten im Saale stand ein Thei! der Mannschaften in einer dichten Gruppe zusammen. In der Mitte derselben saß auf einem hohen Stuhle der Sergeant O'Leary. Vor ihm stano ein mit einem grünen Tuche behangener Tisch, auf welchem eine Wachsdecke mit rothen und schwarzen Feldern lag. Bald war es mir klar, daß der Sergeant den Rekruten ihre Löhne im Hazardspiel abnahm. Und dann fiel mir auf, daß eine gewisse Clique von Landsleuten deZ Sergeanten fast, sämmtliche Gewinne zogen, die gemacht wurden. Ob die andern etwas von dem Schwindel merkten, wußte ich nicht, möglich war's schon, daß sie lieber ihr Geld verloren als sich die Feindschaft des gefürchteten Vorgesetzten zuzuziehen. Ich afcn war empört! Und als nun ein gutmüthiger Schottländer seinen letzten Dollar setzen wollte, flüsterte ich ihm zu: Sei doch keinNarr, gieb doch dem Schwindlcr nicht all Dein Geld!" In meiner Erregung hatte ich fo laut gesprochen, daß jeder der Anwesenden meineWorte verstehen konnte. Es folgte eine unh:imliche Stille. Aller Augen waren auf den Sergeanten gerichtet. Er war ganz blaß geworden und seine Augen funkelten. Tann stieß er einen furchtbaren Fluch aus und stürzte mit den Worten: You darnnedDutcliman!" auf mich los und schlug mir so unverhofft und wuchtig mit der geballten Faust ins Gesicht, daß ich rücklings zu Boden taumelte. Es nahm mich nicht lange, wieder auf die Füße zu kommen und der Kerl kann noch heute unserm Herrgott danken, daß ich ihn nichtunter die Finger bekam, aber ich konnte gar nicht an ihn herankommen, ein halbes Dutzend von seinen Landslellten warf sich auf mich und ich wurde von der Uebermacht überwältigt und zur Wache geführt. Das Schönste ka

dann noch, ich wurde wegen Widersetzlichkeit 'gegen den Vorgesetzten zu sieUn Tagen strengen Arrests verurtheilt. Ich wurde' mit den eingefangenen Deserteuren zusammengesperrt, mußte ihr miserables Lager theilen, unter Aufsicht eines Postens mit schaifgeladenem Gewehre in den Steinbrüchen arbeiten und wurde behandelt, wie ein Verbrecher. Da faßte ich den Entschluß. zu desertiren. - Während einer stürmischen regnerischen Nacht führte ich diesen Entschluß aus. In St. LouiS fand ich einen Bekannten aus Hamburg, der mir einen Civilanzug gab. Ich reiste zu Fuß und als blinder Passagier weiter westlich und erreichte nach einigen - Tagen KansasCity. Dort fand ich Arbeit als Gärtner auf dem Landsitze eines reichen Fabrikanten. Es gefiel mir ganz gut dort, und doch war ich nicht zufrieden, ich wollte emporkommen in der Welt!

.Als der Winter' kam, bat ich meinem Prmzipal, mir eine Stellung m seiner Fabrik zu geben. Er that es. Nun, ich habe dann gehörig gebüffelt und war schon nach zwei Jahren Vormann in einem der Hauptdepartements der Fabrik. " Ich wurde in einer deutschen. Familie bekannt. Anfangs ging ich hin, weil Herr Wagner mein engerer Landsmann war, und dann, weil er eine hübsche Tochter hatte.' Eigentlich ist das zu wenig gesagt, denn Elsie Wagner war eine Schönheit und an Bewunderern mangelte, es ihr nicht. Sie war sehr kokett, - einmal war sie lieb und freundlich, fast zärtlich zu mir, am nächsten Abend spröde und kalt wie ein Eiszapfen. Einmal ging ich mit der festen Ueberzeugung nach Hause, daß sie meine Neigung erwidere, das andere Mal wieder, daß ich ihr vollständig Luft sei. So standen die Sachen noch, als der Krieg aus-' brach. Beinahe hätte ich vergessen, zu erwähnen, daß John Miller, ein Sohn von Wagner's Nckchbar und Freund, mein gefährlichster Nebenbuhler war. Also der Krieg kam und viele von den jungen Leuten aus der Nachbarschaft, besonders solche, welche keine Arbeit hatten oder keine wollten, ließen sich bei den Soldaten anwerben. Mir natürlich fiel so etwas im Traume nicht em. ich hatte eine gute Stellung und guten Verdienst. Da theilte mir Elsie eines Abends mit betrübter Miene mit, daß John Miller gegen die Spanier in den Krieg ziehe. Na, traurig war ich über diese Nachricht nicht und sie mochte mir das wohl ansehen können. Sie fing nun an. mir mit glühenden Farben zu schildern, wie herrlich es sei, fürs Vaterland zu kämpfen und zur Befreiung der armen gräßlich unterdrückten Cubaner behilflich zu sein, und daß sie schon jetzt in John Miller den Helden schätze und bewundere. Das , war mir doch ein wenig zu stark und ich wagte zu bemerIcrt, daß es doch vielleicht klüger sei, sie warte noch ein wenig mit ihrer Verehrung, bis sich der junge Mann wirklich als Held erwiesen habe. Da lachte sie spöttisch und meinte, ich könne so et was freilich nicht begreifen, John sei. ein echter Amerikaner, hier geboren, während ich als Dutschman" keie Anlage zum amerikanischen Helden habe. Ich ärgerte mich und erhob mich rasch zum Fortgehen. Ich hatte gehofft, sie würde ein Pflaster auf die Wunde legen, die ihr scharfes Zünglein geschlagen hatte, aber das fiel ihr gar nicht ein, im Gegentheile, sie rieb noch Salz hinein. Sie lachte und fragte spöttisch: Du hast wohl Eile, nach Cuba zu kommen?" Nun ging ich aber wirklich ohne noch ein Wort zu sagen. Und was that ich in meiner eifersüchtigen Wuth? Ich ging am nächsten Morgen hin, legte meine Stellung nieder und ließ mich bei Onkel Sams Freiwilligenheer anwerben. Ich konnte es doch nicht übers Herz bringen, ohne Abschied von Elsie fortzugehen und am Abend vor unserer Abreise ging ich zu Wagner's. Elsie erblaßte, als sie mich sah, dann lachte sie. aber die Thränen traten ihr dabei in die Augen. Und nun erfuhr ich. daß John Miller seine Meinung geändert habe und gar nicht UNter die Soldaten gehe. Mir war es, als schlage mir Jemand mit der Faust ins Gesicht. Ich meinte, ich müsse Elsie eine herzlose Kokette nennen, als ich aber sah. wie bleich ihr liebes Gesicht war.' konnte ich es doch nicht übers Herz bringen. Ich wußte auf einmal, daß ich ihr nicht gleichgültig war, daß es mich nur ein Wort kosten würde, sie an meine Brust zu bringen. Aber mein Zorn war noch nicht verraucht, es war mir ein gewisses wonnig-schmerzliches Gefübl. sie leiden zu sehen, und ich sprach das Wort nicht. Ich drückte dem alten Wagner, welcher ganz verblüfft dreinschaute, stumm die Hand und eilte fort. Aber kaum hatte ich die Thür hinter mir geschlossen, da bereute ich es schon und wäre gerne wieder zurückgegangen, doch eine falsche Scham.mehr noch ein dumpfer schmerzlicher Zorn hielten mich zurück. Keine Minute habe ich während der ganzen Nacht geschlafen und es war sicher die längste und miserabelste, die ich jemals erlebt hatte. Je länger ich über meinen unüberlegten dummen Streich nachdachte, desto wüthender wurde ich gegen mich selbst, gegen Elsie, gegen die ganze Welt. Wohl tauchte der Gedanke an Desertirung in mir auf, aber nur flüchtig, ich fühlte, daß ich nicht zum zweitenmale meinen Fahneneid brechen durfte, besonders jetzt nicht, wo es in den Krieg ing und .man meine Flucht als Feigheit, hatte .auslegen können. Am folgenden Morgen ging es fort. Wir wurden mit einem größern Truppentheil direkt nach Florida geschickt. Aber nicht nach Tampa, sondern nach einer gottverlassenen elenden Gegend, wo selbst das Wasser kaum zu genießen war. Und warum mußten wir gerade dorthin? Weil irgend ein prominenter " Staatsmann dort große Ländereien eignete und in der Näbe eiStadt, welche freilich erst ändert-

! halb Hauser eufwkeS, angelegt taut, cr." r , . ! r m es.

uno oasur wir ais neiiame meneu. Und zu dem, übelriechenden Wasser, das noch übler riechende eingemachte Fleisch ; ich saje Ihnen, meine Herren, es war eine miserable Wirthschaft. und wären wir nicht nach einigenWochen weiter geschickt worden nach Tampa und Key West, so wären die meisten entweder desertirt oder es wäre eine offene Meuterei ausgebrochen. Besonders mir war das Leben, wie wir es da führen mußten, geradezu verhaßt. Nun, schließlich gewöhnt man sich auch an die Hölle und es wäre mir schon Alles gleich, wenn ich nur Eins wüßte!" Vergren seufzte tief auf und hielt inne. Und was möchten Sie wissen?" fragte Ainsley. Ob Elsie noch an mich denkt und auf mich warten wird!" Ainsley lachte. Ihre Geschichte ist ganz interessant.- Also der Laune eines hübschen Mädchens hätte es Onkel Sam in diesem Falle zu verdanken daß es um einen tüchtigen Soldaten reicher wurde. Aber dieser Fall bestätigt wieder die Richtigkeit meiner Ansichten über Patriotismus. Well Jungens. ich denke, wir marschiren jetzt weiter, bis Tagesanbruch müssen wir dies offene Thal hinter uns haben." 24. Und wieder schritten die drei jungen Krieger weiter durch die stille friedliche Nacht auf der Suche nach dem Feind. Sie waren auf eine Art Landstraße gekommen, wenigstens war auf einem etwa acht Fuß breiten Streifen das lange schilfähnliche GraS niedergeheten, so daß sie nun rüstig weiter, schreiten konnten. Das Thal schien gar kein Ende zu nehmen. Stundenlang waren sie schon gewandert, und immer noch wurde kein Grenzhügel in dem dämmerigen Dunkel der sternenklaren Nacht sichtbar. Plötzlich blieb Alfred stehen und flüsierte seinen Begleitern zu: Seht dort ist das nicht ein Gebäude?" Wirklich waren es die Umrisse eines solchen, die einige hundert Schritte vor ihnen auftauchten. Das sieht aus wie ein Plantagengebäude. dem hohen Kamin nach," sprach Amsley .das ist jetzt aber eine kitzliche Sache, sind Spanier oder Cubaner in dem Gebäude, oder steht es leer?" ' Da möchte ich mir erlauben, einen Vorschlag zu machen, Herr Lieutenant," sprach Alfreds sind Feinde dort, fo ist es genug, wenn einer von uns sich in'dieGefahr begibt, von ihnen entdeckt zu werden, sind es aber Freunde oder ist das Gebäude leer, so ist einer ebenfalls genug, das ausfindig zu machen, und ich. möchte Sie bitten, Herr Lieutenants mit diese Auftrag zu geben." Bitte lassen Sie mich gehen. Herr Lieutenant V fiel Beigren. rasch ein. Klüger wäre es vielleicht, entgegnete Ainsley,"' wenn nur einer von uns ginge, aber ich denke, keiner sollte vor den andern etwn? voraus haben, wir stehen und kämpfen zusammen wie ein Mann. UebrigenS können , wir es eventuell schon mit einer ganzen Anzahl Spanier aufnehmen besonders weil die Kerle auf einen solchen Besuch nicht vorbereitet sind. Also gehen wir zusammen, aber aufgepaßt, jedes Geräusch muß vermieden werden". Tief gedukt, damit sie nicht über das Strauchwerk ragten, das Gewehr schußbereit, schlichen die drei Soldaten an das Gebäude heran. Es war. wie Ainsley vermuthet, eine verlassene Plantage. Ein 2heil des Hauptaebäudes lag in Trümmern. von einem Schuppen war das Dach gerissen und ' tm Kesselhaufe, auf welchem ebenfalls ein Thei! des Daches fehlte, lag ein Haufen eiserner Stangen, Rohren und Räder wirr durcheinander und eine tiefe Höhlung im Boden zeigte, daß die Maschinenraume , vermittelst Dynamit m die Lust gei sprergt worden waren. Die drei jungen Männer überzeugten sich baldaß keine menschliche Seele in den Ruinen hauste. ' , Das wäre mal wieder nichts gewesen." meinte Ainsley. stehen bleibend und sich eine Cigarette anzündend, also weiter, sehr weit kann die Bande nicht mehr sein!" I Nach ungefähr einer halben Stunde zeigte sich am östlichen Horizonte ein bleicher Schein, welcher rasch an Ausdehnung gewann. Eine eigentliche Morgendämmerung gibt es in .den Tropen nicht und nicht lange dauerte es, da zuckten die ersten Sonnenstrahlen über den blauen Hügelwellen. Jetzt erst gewahrten die Soldaten, daß der Endpunkt des Thales nicht mehr allzufern war. Als die Sonne so hoch gestiegen war, daß ihre Strahlen anfingen, seng'nd zu werden, erreichten sie eine enge Schlucht. Die felsigen Hügelwände an beiden Seiten ragten fast senkrecht empor.' Die Kämme waren mit einem Dickicht blühender Lianen , und Strauchwerk gekrönt und hier und da neigte . sich eine Palme über die Schlucht. Lieutenant Ainsley blieb mit seinen Begleitern am Eingange stehen, wischte sich die Schweißtropfen von der Stirne und sprach: Glück muß der Mensch .haben, besonders der Soldat. In dieser schattigen Schlucht läßt es sich doch wenigstens aushalten; wie es scheint, ist's ein ausgetrocknetes Flußbett, welches sich jedenfalls weit in's Land hineinzieht. Den ganzen Tag im heißen Sonnenbrande, zu marschirei., wäre doch wahrhaftig kein Vergnügen! Und diesen Durst, ich könnte schon jetzt eine ganz anständige Quelle leer trinken!" . Einen riesigen Durste habe ich auch," meinte Alfred, u,,d ich denke. Wir brauchen nicht weit zu gehen, ehe wir an eine Quelle kommen, die For

mation ?eS Gesteins Tagt das schon erkennen." Na, dann nur vorwärts!" sprach Ainsley.' "' " Der Marsch wurde fortgescht. Ein bequemer Weg war es gerade nicht. Stellenweise mußten sie über Steingerölle klettern und sich dann wieder durch dichtes Gestrüpp einen Weg bahnen. Aber die heißen Sonumstrahlen konnten sie wenigstens nicht erreichen. Als sie etwa eine Stunde lang so weiter gewandert, geklettert und gekrochen . waren, stieß. Ainsley plötzlich ein freudiges Hurrah! aus. Aus dem bläulichen Gestein rieselte ein klarer Wasserstrahl. Die Quelle bildete den Ursprung eines Bächleins, welches sich durch eine nach rechts abzweigende schmale tiefe Schlucht einen Weg bahnte. Hier wollen wir drei Hütten bauen." sprach der Lieutenant, als die Quelle erreicht war, stellte sein Gewehr gegen die Felswand und warf seinen Hut zu Boden. Seine Begleiter folgten seinem Beispiele u?id entledigten sich ihres Gepäckes. Bergren führte ein Blechgefäß mit sich, welches er mit der klaren kühlen Fluth füllte und diensteifrig seinem Lieutenant darbot, welcher sich auf den' Boden gegen die Felswand gehockt hatte. Er leerte das Gefäß mit einem' Auge. Ah. köstlich, der Stoff schmeckt, mir besser wie gesternAbend der. Cham-' pagner sprach er, zog sein Etui her-' vor: und zündete sich eine Cigarette an. Alfred, welcher in der Zwischenzeit auch? getrunken hatte, setzte sich neben seinem Vorgesetzten, der ihm eine Cigarre- anbot. Es ist die-reHte,- sprach er. bedauernd zu' Bergren. fönst würde ich Ihnen auch eine anbieten." Macht nichts' Herr' Lieutenant, ich rauche' gerade ser gern meine Pfeife." Während er dies sagte, ließ er seinen Becher voll' Wasier laufen, trat einen Schritt zurück und führte ihn an dieLippen. . Da ein 5ürall, iroendwo in der Nähe. ; Im selben Moment taumelte Bergren, wie vomiBlitze getroffen, rücklings zu Boden:. Entsetzt sprangen Ainsley und Alfred auf und. standen einen Augenblick wie erstarrt:. Der junge' Soldat hatte seine Hand auf die Brust gepreßt und zwischen den Fingern durch, quollen dunkelrothe Bluttropfem. Der Feind!' nef Ainsley halblaut. Um-Gotteswillen, halten Sie sich doch nahe an-die Felswand!" fuhr er fort, als Alsrev zn dem Verwundeten trat. Der Corporal. that aber, als habe er diese Warnuna7 nicht vernommen. Rasch hob er-seinen verwundeten Kameraden auf.'. Wieder krachten schnell aufeinander- zweu Schüsse. Die Kuaeln klatschten in der Nähe gegen die Felswand. Alfred schleppte den Bewußtlosen in die Seitenschlucht, durch das seichte Bächlem watend. Der Lieutenant: hatte sein Gewehr ergriffen und) blickte wild um sich. Wo war der- heimtückische Feind verborgen? Err wußte es nicht. Jedenfalls aber in dem Dickicht oben am Rande des Hügels an der anderen Seite der Schlucht. ' Aber so sehr er seine Augem auch anstrengte, er sah nichts Verdächtiges. Sein Herz klopfte heftig-und seine Hand zitterte leise. Er war nicht feige, im offenen Felde hätte er- ffch einem ganzen Dutzend Feinde gegenübergestellt, aber die Ungewißheit, der Gedanke, daß irgendwo aus denn blühenden Dickicht die tödt'iche Kuaell ihm . gesandt werden könr e, legte, sich: wie ein lähmender Druck auf sein? Glieder. Er wagte es nicht, seine-schulende Stellung zu verlassen und' die dicken Schweißtropfen traten ihnr auf die Stirne. , Alfred hatte unterdessen den Verwunderen nach einer geschützten Stelle hinter einrr vorspringenden Felsenkante gebracht wo er ihn sanft auf denBoden niedergkeiten ließ und neben ihn: hinkmete. Vergren schlug seine Augen auf und blickte fernen Landsmann ' groß an:. Und diefenr zuckte dieser ängstlich fra--gende Blick wie ein Dolchstich durch die. Seele. So kann nur ein Menschblicken, der in dem heiteren Sonnenscheine des Lebens wandelnd, plötzlich die dunkle Pforte des Todes vorr stch sieht und nicht glauben kann, daß er dieselbe im nächsten Augenblicke passtren soll. ' .Großer Gott," murmelte er dumpf, ist es denn möglich, soll ich denn muß ich denn schon sterben? Nein ich will nicht " Er versuchte sich aufzurichten doch sein Haupt sank kraftlos zurück Aus einer Brust drang ein unheimliches Gurgeln, dann trat ein blutiger Schaum auf die Lippen des Sterbenden. Ein konvulsivisches Zucken ging durch den Körper- und die Glieder streckten sich aus. Elsie warum hast Du mir das gethan Elsie " Nur noch wie ein Hauch kam es über die Lippen, dann noch ein kurzer Seufzer und das Leben war entflohen Alfred starrte, wie in einem dustern Traum befangen, auf das bleiche Ant litz, das noch vor .fünf Minuten von Lebenskraft strotzte. Da drang das Knattern mehrererSchüsse an seinOhr. Hastig sprang er auf, ergriff sein Gewehr und eilte kampfbegierig nach dem Orte Zurück, wo er seinen Lieutenant gelassen hatte. . Ainsley stand gegen die Felswand gelehnt und feuerte aus seinem Redol, ver mehrere Schüsse nach dem Felsenkämm ihm schräg gegenüber, wo aus dem Buschwerk eine blaue Rauchwolke emporstieg. Plötzlich griff er Nch in die Seite, taumelte und wäre gefallen, wenn Alfred ihn nicht in seinen Armen

I aufgefangen hätte. 1 ' (Forschung folgH

Für die Mcge. Pommersche Suppe. Man zerhackt Bratenknochen oder rohe Knochen, setzt, sie mit Wasser aufs Feuer, thut Wurzelwerk und ein Stück Speck oder Schweinefleisch hinzu, läßt dieseS so lange langsam kochen, bis der Speck oder das Fleisch weich ist, gießt die Brühe durch ein Sieb, entfettet sie und laßt sie wieder kochen. Auf 2 Quart Suppe kocht man 2 Unzen Graupen mit etwas Wasser weich und seimig und thut sie in ' die kochende Brühe; dasselbe geschieht mit 2 bis 3 Händen voll gelber Erbsen, die durch einen Durchschlag gerieben werden müssen, falls sie zu dickhülsig sind. Geschälte und in Stücke geschnittene Kartoffeln kocht man in Wasser halb gar, thut sie-an die Suppe und läßt sie vollends, gar kochen, fügt noch etwas gehackte Petersilie und die in Stücke geschnittenen Wurzeln aus der Brühe hinzu, würzt: die Suppe mit Salz und richtet sie über das in Stücke geschnittene .Fleisch mit. gerösteten Semmelscheiden an: Reispud'rnss mit Aepfeln. Ein halbes Pfund' gewässerten und blanchirten ReiS kocht' man in Quart Milch mit einerrPriese'Salz und etwas Zimmet oder- Vanille- weich unfr dick, schüttet ihn. aus'-und? läßt ihn ertalten. Schon zuvor- hat: man 8 IS gute Aepfel geschält,, in: dünne- Scheibchen geschnitten) mit: Zucker.,, Zimmet, der abgeriebenen" Schale einerr Citrone und 1 2 Löffelm feinern: Rum vermischt und' mindestens - eine Stunde- zugedeckt hingestellt; diese' Aepfel: schüttet-man auf den Boden, einerc mit Butter, bestrichenen Form' und breitet, sie.' gleich-mäßig-aus, worauf' man: Pfund Butter schaumig rührt,' .6 Eidotter, 2z Unzen". Zucker, ein wenig'Zimmei,. gehackte.' Citronenschale, den Reis und zuletzt den Schnee 'der Eiweißes hinzumischt die. Masse? über die. Aepfel schüttet'. Zücker.- und feingehackte Mandeln,' fowie:kleme Butterstückchen oben darauf streuttund' die- Speise eine Stunde bei mittelmäßiger: Hitze bäckt.. Gebr a t?n e.'W i l d t ni e. 'Die gerupfte und ausgenommene Ente 'wird inwendig mit Salz, gestoßenem. Pseffer und einer gestoßenen Netteemgerieben und dressirt.. Dann läßt man halb Butter, halb Rmdernierenfett' heiß werden, legt die, Ente hinein,, gießt eine Tasse Milch und eine Tasse Wasser und später, wenn die Sauce eingekocht ist, abwechselnd einen Löffel Was. ser dazu und läßt die Ente mit einigen Champignons' braun und glänzend braten. ' Prinzensüppe. Man dämpft eine Portion gemahlenen Hafer, in guter Butter und füllt - mit leichter Fleischbrühe auf. So läßt man die Suppe zu einem seinen Schleim kochen und passirt sie vor dem Anrichten. Kurz vor demselben legt man folgende Klößchen bereit, welche man dann, in' die 'Terrine giebt. Man schneidet Semmel in kleine Würfel, weicht sie: in etwas Milch und einem Ei an, falzt und formt hübsche runde Klößchen,, die man in Semmelbrösel wälzt undrafch ausbäckt. - Deutsche VeefsteakÄ'. Zu. thaten: feingewiegtes Rindfleisch, fettes Schweinefleisch, 1. Kartoffel, (gekocht und gerieben), 2 Priesen Salz. 1 Priese weißer Pfeffer, . Schn von 1$ Eiweiß, 2 Unzen Butter Unze kleingeschnittene Zwiebel. Fleisch,, geriebene Kartoffel, Salz,.Pfeffer7imd' Eischnee werden, gut- miteinander der mischt und pikant, abgeschmeckt. AuZ der Masse formt, man mit. zwei Holzkellen 1 Zoll dicke Veefsteaks.imDurchmesser von etwa . 2 Zoll..Jn der Butter wurderr.die Zwiebelniangebräunt und zurr späteren Verwendung heransgenommen. Die.'Beefsteaks werden unte, mehrmaligem Umwendem irr der Zwiebelbutttn schnell hübsch brauir gebraten und. mit den. gebratenem Zwiebeln in Häufchen auf. ihrer: Oberfläche, garnirt, ' recht: heiß, angerichtet. Diese Masse kanrr. auch zu?.Füllunn- van Zwiebeln, Gurken Khlrollen: usw Verwendung finden. G fcfc&ttch t rrenSchrn ken zu 60 ch e n Ein ganz gekochter Schinken ist immer besonders, saftig. Kocht man nur? ein Stück vvnr Schinken, so wird dasselbe immer ein: wenig trocke'ner. wenn: auch vollkommen weich und schön. Der Schmlen muß mit heißem Wasser angefetzt werden und die Hauptsache beim Kochen ist, daß er nie. mals wellen, sondern immer nur ganz leise ziehen muß,; er kocht natürlich auf diese Wche mehrere Stunden bevor. er wnch ist. wird aber auch so vorzüglnh, wie sonst niemals. Soll er zum Kaltanfschneiden dienen, so darf er nicht auZ der Brühe genommen werden., sondern muß in dieser erkalten. Will, man ihn aber warm reichen, so kommt doch der Rest gleich nach dem Essen, wieder in die Brühe, bis er vollfcmmen kalt ist. Man giebt keinerlei Wurzelwerk oder Gewürz an dieBrühe und salzt, sie natürlich sehr schwache Stark gesalzene Schinken läßt mark über Nacht wässern, man thut aber wohl, nicht zu stark gesalzene zu nehmen, die man nicht zu wässern braucht;. Immer aber müssen sie gut.mit einer. Bürste in lauwarmem Wasser abge. waschen werden, wozu man, wenn de.r Schinken sehr braun geräuchert ijjr,, etwas Weizenkleie nehmen knn, du. zum schnelleren Reinigen dient. ' Feine Suppeneinlage..Zwei große, schöne Sellerieknollen wer den geschält und in fne runde Schei ben geschnitten. In- Salzwasser kocht man dieselben halb weich und läßt sie auf einem reinen Tuch gut abtriftn.

Nun macht man einen kleinen, guten Eierkuchenteig, pcndet darin jede ein zelne Scheibe um und bäckt olle in hei ßem Schmalz heraus Kln Bouillon und dies: Einlage geben tint vx Suppe.