Indiana Tribüne, Volume 23, Number 130, Indianapolis, Marion County, 28 January 1900 — Page 2

Woerensüöne. ' SsoixD. 5 ' Ms ich mich oot'eimgni Jahrm zu Tiaiurwissenschaftlichen Zwecken w dem nordwestlichen Theile der TransvaalRepublik aushielt, war ich häufig ge- . Zwungen, iagelangeReisen in dem aus-V-f 1 - ti.. , ran Vt.1

VjV Wtllllfcil Vi l ilj VVJH VYV sich zwischen Rhodesia und dem Elandsriver erstreckt. Ich reiste meistens allein, auf einem jener kleinen, schmächtigen, aber ungemein ausdkurnden Pferde, deren sich die'Doer: auf iyren Jagden und Kriegszügen zu bemen pflegen. Ich hatte das Land und die Leute bald lieb gewonnen. Der Blick über dxs endlose, mit einem dichten, dunkelgrünen Grilsteppich belegte JÖeldt", daZ nur weit hinten am Horizont in den verschwommenen Schatten der .Zandriverberge ein Ende fand, weitete mir das Herz. Am Abend Pflegte ich, wenn es möglich war, in einer der ein--filmen Boerenwerws einzukehren, die in meilenweiten Abständen von einander lagen und die erhabene Stille des .Veldtes" mehr zu betonen als zu unterbrechen schienen.. Zuweilen war ich -auch gezwungen, unter einem Strauch in einer Geländemulde für die Nacht flüchtigen Unterschlupf zu suchen. lEines Tnges hatt: ich, wie das hauPger vorkam, die Wegrichtung verloren. Unter gewöhnlichen Umständen hatte das -nichts Bedenkliches, denn ich war langst jedes Weges und Steges entwöhnt. An diesem Tage aber war ich nicht 'cchne Besorgniß, da der Abend schon heraufdämmerte, und am Westlichen Himmel eine schwarze Wolkenschichtung dasHerannahen eines schweren Unwetters befürchten ließ. Ich sah "mich um. Weit und breit kein lebendes Wesen, keine Andeutung einer menschlichen Behausung. In einem fahlgrünen Dämmerlicht lag die ungeheure 'Ebene da, über die ein schwüler .Windhauch mit einem von Sekunde zu Sekunde lauter werdenden Sausen strich. Das Gewitter näherte sich mit unheimlicher Geschwindigkeit. Eben wollte ich absteigen, um mich unter einem dürftigen Gesträuch niederzulässen, als ich in einiger Entferuung die schwarze scharfe Silhouette eines Reiters gewahrte, der aus derselben Richtung wie ich kam und eiligst vor dem heraufziehenden Wetter einem bekannten Ziele zuzustreben schien. Ein leichter Schlag mit der Gerte setzte mein Pferd in Galopp, und nach wemgen Minuten war ich an der Seite des einsamen Reiters. Es war ein junger Boer, in langen, sporenbewehrtenStiefeln, mit einem großen, dunklen Schlapphut, die Flinte über den breiten Rücken gehängt. Ich redete ihn auf Englisch an und erfuhr, 'du'ß zu seinem alten Ohm, Pieter Lloem, wollte, dessen Boerderei (Boerenwirthschaft) in so großer Nähe lag, daß man hoffen konnte, sie noch InriT CfrirttrUt TOnTn8 ait rrtrfin wr wr frvvr 0 V V v V . Mein Ohm,"- fügte der junge Mann hinzu, sieht zwar Leute Ihrer Sprache nicht gern unter seinemDache; aber in Anbetracht der Umstände wird er Ihnen ;trn Nachtlager nicht verweigern." Ich brn ein Deutscher," sagte ich berichtigend. Nun, dann mm so besser für Sie." Wir -ritten schweigend eine Geländefalte hinauf. Oben angekommen, sah ich in der Senkung, mitten in Maisund Durrhafeldern, das Haus liegen, ' das unser Ziel war. Gerade fielen die ersten Regentropfen, als wir vor der geschlossenen Hausthür standen. Ein fahlgelber Blitz erhellte eben das im Halbdunkel daliegende Holzgebäude, dessen Fenster unter dem Rollen einer Donnersalve klirrten. Mein Begleiter pochte, ohne abzusteigen, mit kräftiger Faust gegen die Thür. Nach einigen Mirurten öffnete sich fcn obere Theil derselben, in dessen Nahmen der von einem unsicheren Kerzmlicht übergossene Kopf eines Mannes erschien. Macht auf, Ohm Pieicrr rief der junge Mann. .In einer Minute sind wir riaß wie der Pudel.Wen haft Du bei Dir, Neffe?" erwiderte eine scharfe Stimme. Es ist ein Deutscher, der Schutz vor dem Unwetter sucht." Dann sattelt ab!" rief die Stimme aus dem Hause. 5in farbiger Knecht eilte geschäftig heran und war uns beim Absteigen behilflich. Die Hansthür öffnete sich ganz, und wir traten in daS Borhuis, die Bordnstube eines Boerenhauses, das Zimmer des Hausherrn und seiner Gaste. Dr Raum war durch ine an eiserner Kette hängende Lampe spärlich erhellt. Auf dem weißgescheuerten Tische standen die Reste eines einfachen Mahles. Daneben lag ein aufgeschlagenes dickes Buch mit großen Lettern, pie Bibel, wie ich unschwer errieth. Der Alte schüttelte seinem Neffen .kräftig die Hand, that die gewohnheitsmäßigen Fragen nach Wetter, Familie und Wirthschaft und lud ihn dann ein, Platz zu nehmen. Mich betrachtete er eine Weile aus kleinen, mißtrauischen Augen, dann reichte er auch mir die magere, aber ungemein sehnige Rechte und forderte mich zum Sitzen auf. Er ist kein englischer Rothrock sagte er zu sich selbst. Es klang wie eine Selbstentsa)uldigung. Während wir das Abendbrod verzehrten, das der Farbige aufgetragen hatte, saß der Alte mir gegenüber, in der Bibel lesend, so daß ich Gelegenheit hatte, ihn zu beobachten. Er hatte offenbar die Siebzig längst überschritten. Die Augen, klein aber blitzend, lagen in tiefen, unter dem weit vorspringenden Stirndache verborgenen Höhlen. Auf dem mächtigen SÄ'ädel lagerten dünne, weißschimmernde Strähnen. In das trockene, dunkelbraune Gesicht waren )iefe Runzeln eingekerbt. Eine.spärllche, stoppelig Lratfrese umrahmte

Kinn und Wangen. ES war der UrtypuS eines Boerrn der Südafrika!sehen Republik. Nach dem Abendessen blieben noch eine kurze Weile zusammen. Die Unterhaltung wollte trotz meiner Bemühunzen nicht recht in Fluß kommen. Dr Alte war den ganzen Abend über rwch wortkarger, als die Bewohner dieses Landes ohnehin zu sein Pflegen und kehrte nach einem paar der Höflichkeit wegen hingeworfenen Antworten immer wieder zu seiner Lektüre zurück. Es war ersichtlich, daß ihm die Anwesenheit eines Fremden Unbehagen verursachte. Da ich überdies von Müdigkeit überwältigt wurde, empfahl ich mich bald und begab mich unter der Führung des Farbigen in das Dachgeschoß, wo ich in einem schmalen, Dein-

lich sauber gehaltenem Zimmer mein Lager gerüstet fand. Das Gewitter war vorübergezogen. Nur ab und zu leuchtete ein ferner Blitzschein, matt und kurz wie ew flüchtiger Gedanke, zu mir herüber. Bei dem monotonen Geräusch der gegen mein Fenster prasselnden Regentropfen schlummerte ich bald in eine traumlose UnWirklichkeit hinüber. ' Als ich am nächsten Morgen erwachte. glänzte die Sonne schon hoch am Himmel. Die beiden Äeitpferde, von dem Farbigen gehalten, standen schon gesattelt im Hose, mitten unter Ochsenwagen, Pflügen, Karren und anderen landwirthschaftlichen Gerathen. Ich stieg eilig hinunter und fand meinen Reisebegleiter schon zum Aufbruche fertig. Ohm Pieter läßt sich entschuld!gen," sagte er nach der Morgenbegrüßung. Er ist in aller Frühe ausgeritten und kann vor Mittag nicht zurück sein." Das thut wir leid," erwiderte ich aufrichtig. Ich hätte ihm gern persönlich für seine Gastfreundschaft gedankt." Nach wenigen Angenblickm brachen wir auf und fetzten, da unser Ziei zufällig dasselbe war, unsere Reise fort.Ich versenkte meinen Blick in die mit tausend neuen Reizen geschmückte Landschaft. Mein Begleiter, schweigsam wie die meisten Sohne semesLandes, störte mich nicht in meinen Betrachtungen. Plötzlich sah ich aus einem kleinen Gehölz, daS sich einige hundert Schritt vom Wege hinzog,, die Gestalt eines Mannes zu Pferde heraustreten. Ist das nicht Ohm Pieter?" fragte ich überrascht. Richtig!" antwortete mein Reisegefährte. . Der Alte hat einen Besuch bei semer Johanna gemacht. Jetzt reitet er zu seiner Ochsenkoppel." Ich sah, wie Pieter Bloem in entgegengesetzter Richtung über das weite Feld dahinjagte, aufrecht im Sattel, mit der Sicherheit eines Jünglings. Baldwar er unseren Blicken entschwunden. Wer ist Johanna?" fragte ich nach einer Weile. Seine Enkelin, die in dem Busch begraben liegt." Auf meine weiteren Fragen erhielt ich nur spärlichen und abgerisseneAntWorten. Offenbar war es dem jungen Manne nicht angenehm, daß dies Thema angeschlagen worden war. Je mehr sich aber die Erinnerungen, die sich an das einsame Grab im Walde knüpften, in seiner Seele auffrischten, desto gesprächiger wurde er und so erfuhr ich, combinirend und ergänzend, folgende Geschichte. Pieter Bloem war vor der Mitte dieses Jahrhunderts in dem nördlichsten Theile der Kapcolonie als Ackerbauer und Viehzüchter ansässig gewe-' sen. Seine Werw", die er mit seiner aus einer hugenottischen Boerenfamilie stammenden Frau und einigen wenigen farbigen Knechten bewirthschaftete, war in' musterhaftem Zustande. Ohm Pieter war weit und breit als tüchtiger Voerenfarmer bekannt und hatte es zu einem ansehnlichen Vermögen gebracht. Aber wie schaffte" er auch! Er war sein eigener Schuhmacher, .Stellmacher, Tischler und Sattler. Dazu ein ausgezeichneter Schütze, dessen Flinte jedes Stück Wild unfehlbar zu Boden streckte. Ein kerngesunder. gut gearteter Sohn vollendete das Glück der Beiden. Es war um die Zeit, als die Engländer das ganze Gebiet im Norden der Kapcolonie bis an den Vaalfluß mit einem einzigen Federstrich für ihr Eigenthum erklärten. DamU begannen die endlosen Plackereien und Quälereien der auf ' ihre Freiheit und Selbständigkeit stolzen Boereu durch den rücksichtslosesten Krämergeist der neuen Eindringlinge. Nur wenige Jahre hielt es Pieter Bloem mit seinen gleichgesinnten Nach barn aus. Lange überlegte er, hin und her. Dann packte er kurzer Hand seine Vorräthe und seinen gesammtenHausrath aus die langgestreckten Ochsenwagen, schirrte die blanken, wohlgenährten Thiere, zwei und ' zwei davor, zwölf vor jedes Gefährt, und folgte dem großen Trekk", der eine große Zahl von arbeitsamen,., nüchternen, frommen Landleuten aus' dem trauten Heim in eine, entlegene, unbekannte Ferne entführte. So weit wie möglich von den verdämmten Rothröcken!" sagte Pieter Bloem zu sich und machte erst nach einer mehrmonatigen Reise nicht weit von dem Limpopoflusse Halt, um einen neuen Altar für seine Penaten ' zu gründen. Nun begann ein hartes, entbeh rungsreicheö, aber freies Dasein. Nach wenigen Jahren war seine neue Werw schöner und ertragreicher als die alte Dann aber traf den Alten die rauhe Faust des Schicksals Schlag auf Schlag. Ein hitziges Fieber raffte seine treue Lebensbegleiterin dahin. Mit der Fassung, wie sie starkgefügten Seelen eigenthümlich ist, ergab er sich in sein Schicksal. Sein titfwur;:te

des Gottvertraueil und die Hoffnung, daß sein inzwischen zu eirfem stattlichen Jüngling herangewachsener Sohn ihm mit einer Schwiegertochter eine neue weibliche Stütze ins Haus bringen werde, half ihm über die Schwere des Unglückschlages hinweg. Seine Hoffnung schien sich schnell:? erfüllen zu sollen. AIs er gedacht hatte. Schon zwei Jahre später führte ihm sein Sohn eine Tochter zu. Allein es war nicht so, wie der Alte es sich gedacht hatte. Die junge Frau stammte aus keiner der in der Nähe ansässigen Boerenfamilien, sondern war ein Mischling von der portugiesischen Küste Ost-

afrikas, ungemein munter und lebhaft, von der Naivetät eines Kindes, aber flüchtig und leichtfertig. Ein Jahr nachdem sie ihrem Gatten ein kleines Töchterchen geschenkt hatte, das auf den Namen Johanna getauft wurde, verschwand die junge Frau eines Nachts auf Nimmerwiedersehen, mit Zurücklassung des Kindes. Man tu zählte sich, sie sei einem Italiener nachgelaufen, der in einer inzwischen an der Grenze aufgefundenen Goldmine arbeitete. Einige Jahre später büßte der verlassene Gatte in einem Kampfe gegen räuberische Betschuanen sein Leben ein. Dem schwergeprüften alten Manne war nichts als die Enkelin übrig g. blieben Sie war inzwischen zu einem fünfzehnjährigen Mädchen herangewachsen. Hanna hatte nichts von einem Börenkinde. Dunkles, sprödes, buschiges Haar umrahmte ihren Kopf. Aus den kleinen, braunen Augen sprühte eö bisweilen wie elektrische Funken. Ihre Gestalt war zart und schlank, aber geschmeidig wie die einer Wildkatze. Alles erinnerte an die Mutter, auch das leichtbewegliche Temperament, das Flüchtige ihres Empfindens und Handelns. . Und trotzdem war Hanna dem alten Großvater ans Herz gewachsen. Es schien, als ob er nur noch durch und für das Kind lebe. Er hütete es mit der ängstlichen Wachsamkeit eines beunruhigten Thieres. Dieses Mißtrauen war allerdings nicht überflüssig, seit die Werw . des alten Pieter Bloem infolge der Entdecküng großer Goldfelder in der Nähe mehr und seltsamere Gäste sah, als dem Boeren lieb war. Besonders häufig erschien ein junger Engländer, anscheinend auS gute? Familie, der mit dem Alten wegen eines goldhaltigen Feldes in langwieriger Unterhandlung stand.' Er hieß George Colley. Fast jeden Sonntag kam der schmucke, lebhafte junge Mann herüber, und t'i konnte dem Großvater nicht entgehen, daß seine Enkelin den Rothrock nicht mit gleichgiltigc.i Augen ansah. Er beschloß deshalb, das Mädchen in einer entfernt wohnenden Boerenfamilie unterzubringen. . Am Morgen der Abreise war Hanna verschwunden. Bald erfuhr man, daß sie mit George Colley in einem entfernteren Minendorfe gesehen worden war. Nichts verrieth den Schlag, der das Herz des Alten getroffen hatte. Kein Wort der Anklage kam von seinen Lippen. Nur zuweilen berieth das unruhige Zwinkern der Augenlider den Kampf, der in feinem Innern tobte. Er verrichtete sein Tagewerk wie gewöhnlich. Bis spät in die Nacht hinein saß er am Tisch des Voorhuises und las in der Bibel. Es war ungewiß, ob er Trost oder Ausklärung suchte. Eines Abends klingte die Thür geräuschlos auf, und Hanna bleich, keuchend an allen Gliedern zitternd, schlich herein. Sie warf einen scheuen Seitenblick aus unheimlich schillernden Augen auf den Alten und hockte dann lautlos in einer Ecke nieder. Pieter Boem hatte nur einen flüchtigen Blick auf das Mädchen geworfen. Keine Muskel seines Gesichts verschob sich. In dem Raume ' brütete ein banges Schweigen. Geh ins Bett!" sagte endlich der Alte. Das Kind gehorchte augenblicklich. Der alte Boer rührte sich nicht. Die ganze Nacht blieb er auf, in das Studium der Bibel vertieft. Als der Tag graute, klappte er plötzlich das Buch zu, nahm die Flinte von der Wand und prüfte sorgfältig die LadeVorrichtung. ' Dann stieg er die Treppe hinauf und klopfte an die Thür des Giebelzimmers. Hanna erschien. Sie machte einen Versuch zu läckeln. Komm!" sagte der Alte. Mit schwerem Fuß stieg er die Treppe hinunter, schritt über den Hof. auf das Feld, dem nahen Gehölz zu. Das Mädchen, verschüchtert wie ein Vögelchen, folgte ihm mit scheuem Schritt, sich ab und zu. nach dem Hause umseheüd. Eben ging die Sonne auf, als die beiden Gestalten von den Schatten der Bäume verschlungen wurden. Eine halbe Stunde später kehrte Pieter Bloem allein in sein Haus zurück. ' ' , , -mm-'-Er weiß sich zu helfen. Antiquitätenhändler: Dieser Stuhl stammt aus der Zeit Ludwig des Sechzehnten, der hat ihn .selbst benutzt. Käufer: Seinem Styl nach ist aber der Stuhl viel älter. Antiquitätenhändlerr Euer Gnaden haben ganz Recht, er hat ihn nämlich auch alt gekauft. Falsch verstanden.) Hausfrau: Höre.Emma, wie ich merke, gehst Du mir über . den Kaffee, über den Zucker, über Eßwaaren, kurz,. Du gehst mir über Alles. Dienstmädchen: O bktte sehr schmeichelhaft für mich, gnädige Frau! Im Atelier. Photograph: WaS ist das für ein Spektakel in der Dunkelkammer? Assistent: Der neue, Gehilfe entwickelt.' Photograph: WaS entwickelt er denn? Assistent: Hoch.' aradige Ungeschicklichkeit, wie ich eben höre. , '' ' Auch die Fackel der Wahr-' heit kann nicht brennen, ohne zu lchwareu. . f - y'

Ein mntyiges Weiö. Im Norden der Südafrikanischen Republik Transvaal, im Gebiete der Zoutpansberge, und zwar östlich derselben, hat ein junger Deutscher, Rheinländer von Geburt, seine Hütte aufgebaut, um weniger seinen Kohl zu bauen, als Kaffee, Tabak, Bananen, Orangen und dergl. Er hat ein hübsches Stück Land erworben, nach unserem Maß an 12.000 Acres; und da dieser Besitz im Stromgebiete des Limpopo liegt, also trotz der Zoutpansberge wasserreich ist, was man sonst von dem Transvaallande nicht sagen kann, sieht er seinen Fleiß belohnt. Seine KaffeePflanzungen und seine Tabaksculturen gedeihen so vorzüglich, daß er bereits im Jahre 1897 auf der landwirthschaftlichen Ausstellung in Pretoria recht anerkennenswerthen Kaffee und durchaus salonfähige Cigarren neben anderen Tabaks fabrikaten ausstellen konnte. . Natürlich schreitet die Urbarmachung solches Farmlandes langsam vorwärts. Unser Rheinländer, . sein Name ist Joseph Bohlmann, muß mit Kaffern als einzigen Hilfskräften arbeiten, und diese muß er obendrein noch anlernen. Das erfordert sehr viel Zeit und sehr viel Geduld. Es kostet

aber auch Geld, denn der Kaffer arbeitet keineswegs für ein Butterbrot. Aber wie gesagt, so langsam die Bodencultur auf Joseph Bohlmanns Farm fortschreitet, so stetig schreitet sie vor. Jahr um Jahr dehnt er die urbar gemachte Fläche weiter aus, und wenn er sonst gesund bleibt, dann wird er noch erleben können, daß sein ganzer alibaufähiger Boden unter den Pflug gelangt. Er hat auch schon ein ganz hübsches Steinhäuschen auf seiner Farm stehen, mit Glasfenstern, Wellblecydach und verschließbaren Thüren Das will etwas sagen in einer Gegend, die noch viele Tagereisen weit vom Bahnverkehr abliegt, zu der Weg und Steg nur üb:r Stock und Stein führen und in welcher nicht das Geringste von jenen Erfordernissen zu haben war, ohne welche ein Steinhaus mit Glasfenstern und Wellblechdach nicht gebaut werden kann mit Ausnahme der Steine selbst allerdings, die Joseph Bohlmann sich selber aus Thon formen und' brennen konnte. Es will wirklich etwas sagen, dieses Steinhaus in dieser Gegend. Und es hat auch seine Entstehung einem ganz besonderen Anlaß zu verdanken. Als Joseph Bohlmann mit seinem jungen, herzigen Weibe in diese Wildmß ging, um sich hier ein stilles Heim zu gründen, da begnügten sich die jungen Leute zuerst mit einer einfachen Hütte aus Bambusstangen, die mit Gras und Palmenblättern bedeckt, gegen Sonnenfchein und Regen gleichen Schutz gewährte. Indessen mit der Zeit traten doch Anzeichen.', die befürchten ließen, daß dasHüttchen zu eng werden würde. Joseph baute deshalb gleichfalls aus Bambusstangen ein dichtverflochtenes Haus, das bereits eine Feuerstelle barg, mehrere Wohn- und Speicherräume, sowie verriegelbare Thüren und desgleichen Fensterklappen hatte. An Glasfenster war auch damals noch nicht zu denken gewesen. Das genügte wieder eine Zeit lang, ja. es würde vielleicht heute noch genügen, denn dasselbe Haus steht noch unversehrt da. Aber da war eines Tages . Frau Hedwig hatte ihrem Jaseph bereits ein Töchterchen und ein zweites Bübchen geschenkt der " Hausherr 'mal nach einem verlaufenen Ochsentrupp mit seinen Kaffern aus gewesen und seine Gattin mit ihren Kindern allein zu Hause geblieben. Das kam oft genug vor, und. Niemand hatte ein Arg darin gefunden bisher. Auch heute dachte Niemand an irgend ein Arg. Frau Hedwig hantirte an ihrem Feuerherde, ihr jüngstes Bübchen schlief in seinem primitiven Bettchen, während ihr Töchterchen mit Josephs StammHalter vor dem Hause sich herumtummelten. Da überkam die junge Frau ganz plötzlich ein sonderbares Angstgefühl bei ihrer Arbeit. Als ob ein Engel Gottes neben mir stünde und mir'S anwehte!" so hat sie selbst die Geschickte erzählt. Ich mußte von meiner Arbeit ablassen, es trieb mich mit unwiderstehlicher 'Gewalt vor das Haus hinaus zu meinen Kindern." Und hier ihr war, als ob ihr Herz still stehen wollte sah sie wenige Schritte von ihren spielenden Kleinen einen Tiger im Grase .liegen, zum Sprunge auf eines der Kinder bereit. Was eine Mutter in solchem Augenblicke empfindet, das , kommt wohl seiner züm Bewußtsein. Ich weiß nicht, was ich gethan habe in jenemMoment," erzählte Frau Hedwig, ich weiß nur, dort lag die Bestie im Grase und funkelte mich an, dann hatte ich meine Kinder, in jedem Arm eines, fest an mich gepreßt und dann war ich im Hause, in unserem schwanken Hause aus Bambusstangen. Die Kinder warf ich von mir. Die Thür riß ich zu, der Riegel flog davor, und nun nun kam das Schrecklichste: Mit wüthendem Gebrüll hob sich der Tiger in die niedere Fensterluke unseres Wohnzimmers. Im nächsten Augenblick mußte er drinnen sein. Wir waren verloren. Da ich weiß nicht, wo ich die Axt heröekom.men habe, meines Mannes schwere Axt. In seinem Werkraume hing sie, im anderen Giebelbau unseres Hauses. Kurz, ich hatte sie in den Händen, und ich hatte auch die Kraft darin, der blutgierigen Bestie das scharfe Werkzeug in den Kopf zu fchlagen.Ja, hahaha!" lachte hierzuHrrJoseph, und ein herzhafter Schlag war es, mein mutbiger Liebling. Bis auf die Kiefern hm, Herr, hat das brave Weib dem Tiger den Kops gespalten. Dort liegt daS Fell, Sie können den Hieb noch heute bewundern V

Es war GotteS Gnade, Joseph!" wehrte Frau Hedwig. Na ja, mein Herzblatt, GotteS Gnade aller Wegen. Was wären wir ohne sie. Aber seitdem steht das Steinhaus hier. Herr. Es bietet doch etwas mehr Schutz, als Bambusgestänge. Im Uebrigen aber räumen wir mit den Bestien nach und nach auf. Weib und Kinder möchte ich doch nicht noch einmal in solcher Gefahr wissen." Wohlschmeckend". Auf die Anfrage, wie sie ihren Gatten behandeln müsse, hat eine französische Frauenzeitung einer Neuvermählten folgende ergötzliche Antwort ertheilt: Viele Männer, die mit den besten Vorsätzen in die Ehe treten, werden durch schlechtes Kochen verdorben. Manche Frauen brühen ihren Mann zu sehr, andere übergießen ihn zu häufig mit kaltem Wasser, wieder andere legen ihn beständig in Essig und die Mehrzahl heizt den Bratofen, in dem sie ihn schön goldbraun zu rösten wünscht, viel zu stark. Kein Wunder, wenn der Gatte, den eine in der Kochkunst bewanderte Frau sehr 1 c . rjt c . . l

zari uno womjcymeaeno zuoerencn kann, schließlich zäh und ungenießbar wird. Wünscht man nun einen wirklich guten Ehemann, so gehe man vorsichtig zu Werke. Vor Allem ist es nothwendig, ihn persönlich auszusuchen. Marktwaare kann nicht empfohlen werden, die vor die Thür gebrach ten Gatten sind stets vorzuziehen. Man lasse sich nicht durch ein silbern oder gar goldig glänzendes Aeußere täuschen; die zuerst in die Augen fallenden Männer sind die besten. Hauptsächlich achte man darauf, daß die Leinwand, in die man sie hüllt, schön weiß, undurchlöchert und mit der nöthigen Anzahl Knöpsen und Bändein versehen ist. Die kluge Frau wird ihren Gatten nie zu lange und mit Gewalt im Kessel halten wollen. Er bleibt schon von selbst, sobald ihm der Aufenthalt darin angenehm gemacht wird. Man ängstige sich nicht, wenn er einmal überkocht, er beruhigt sich auch schnell genug wieder. Zucker in Form von Küssen mit Maßen angewendet, ist gut. , Essig oder Pfeffer gebrauche man auf keinen Fall, dagegen kann ein wenig Gewürz nicht schaden. Nie aber lasse man sich's einfallen, mit einem scharfen Instrument zu probiren. ob er zart genug ist. Man rühre ihn nur behutsam mit einem herzförmigen Löffel um und überlasse ihn auch zeitweise der frischen freien Luft, damit er nicht ledern und geschmacklos wird. Nach diesem Recept behandelt, wird derGatte seinem Frauchen sehr gut bekommen." WittwenvervrennunsSfteine. Mandi ist einer der kleinen indischen Staaten in de.; Sivalikbergen, 130 Kilometer nördlich von dem der Eisen bahn erreichbaren Simla. Dort befinden sich die sogenannten Satisteine oder Wittwenverbrennungssteine-, welche an eine jetzt fast unterdrückte barbarische Hindusitte erinnern. Jeder der größeren Steine ist das Denkmal r" nn r jr . cm c!. .V sur einen yraocga von Alunoi, jcv kleinere steht da für eine verbrannte Wittwe derselben.' Zur Aufklärung für diesen Brauch, Satisteine zu setzen. diene Folgendes. Sati war die Toqdes Gottes Dakscha und die Gattin Slvas. der mit Brahma um den Vor rana unter den Gotern stritt. Sati verübte Selbstmorr. Sie stürzte sich beim Opfer ihres Vaters in das heilige Feuer, bekümmert darüber.' daß ihr Gatte nicht zum Opfer eingeladen worden war. Seitdem hieß jede Frau, die mit ihrem verstorbenen Manne den Holzstoß betrat, auf dem die Leiche eingeäschert wurde, Sati, der Gebrauch selbst aber Sahangamara, das Mitgehen mit dem verstorbenen Gatten". In den Puranas, welche 2500 Jahre alt sind, wird nur diejenige Wittwe sur tu aendbaft angesehen, welche den für ih ren Ehemann errichteten Scheiterhausen besteigt. Die englische Regierung verbot 1829 die Satis; harte Käinpfe folgten mit den auf dem Gebrauche bestehenden Orthodoxen. Noch 1875 wurde em San bei Lakhnau vollzogen, deren Theilnehmer als Mörder derurtheüt wurden. In den BasallenNaaten Indiens ereignen sich aber Sa iis noch bis in die Gegenwart. NummeliS. Ein bemerkenswertherVottsgebrauch wird in dem Dorfe Weyersheim im Elsaß geübt. Wenn die Bauern, ob iuna ob alt. lustig aufaeleat sind, besonders in der fröhlichen Laune nach einem guten Essen oder nach einem tüchtmen Mannertrunk so spielen lie Mllmme.'is". Dieses fo.iderbre Spiel besteht darin, daß sich je zwei Männer mit den Köpfen anrennen, sei cs in der freien Stube, sei es auch über den Tisch binüber. wobei nicht selten Gläser zerbrochen werden und Teller in 'Tcherbe . gehen. Die Vetheiligten suchen sich ge aenseitia so übel als möglich zuzurich ten und zielen nicht nur auf ' den immerbin harten Schädel, sondern auch auf Lippen, Nase und Augen, sodaß vtiv n3'1fn Oftrnhf rntf nKliXI UlUiluit uu Vbii vuutfk n vtutwu' tem Gesichte Hervorgeht. Regeln gibt es bei diesem Kampsspiel nicht. Preise auch nicht; es gilt blos um die Ehre, den Gegner möglichst übel zuzurichten. Auch ist es verboten, dem Sieger böse zu sein, und .trotz der erlittenen Beulen, Püffe und Stöße muß man am Ende friedlich auseinandergehen. Dieser eigenthümliche Sport, über dessen Entstehung nichts bekannt ist, sieht, so viel wir wissen, im Elsaß ganz vereinzelt da. Der Name Mummelis" ist. zufammen zu bringen mit dem mundartlichen .Mummel" gleich Sti." '

Jür unsere Kinder.

.x.i?'. RS, Gesegnete Mahlzeit! Der Winter thürmt den Schnee zuhauf, Sekt iedem eme Mütze auf. Hüllt Straß' und Zäune, Busch und Baum In seinen weichen Federflaum. Drauf holt er seinen Nebel auch Und bläst darein mit scharfem Hauch, Nun glänzt und blitzt das ganze Land Wie Silber und wie Zuckerkand ! . f Da hebt fürs Vöalein an die Noth. Es bat kein Bettchen, bat kein Brot, ES singt nicht mehr mit hellem Schlag, Piept kläglich nur den ganzen Tag l .Ihr armen Vöglein, kommt zu mir. Ich streu' euch täglich Futter hier ; Mein Vesperbrot hol' ich sogleich. Das reicht gar wohl für mich und euch! Geschwind, geschwinde kommt herein, Ihr lieben kleinen Pickerlein! Je mehr und je näh?r, je größer daS Fest, s.s.t. M)Ks,.Z4 ; fiahon sKXft'f VllUl4fc 4JlUyi0llt, lfc lllVlli Der LNtter auf dem Brunnen. Von GeorL Lang. ES war einmal ein Ritter stolz; Doch ach, der Recke war von Holz, . Sein Schloß war nur ein Brunnen! Dort stand er, stets bereit zumStrauß, Und sah so wild und grimmig aus Wie Etzel, Fürst der Hunnen. Nun kam ein lustig Spatzenpaar, Vom Wandern müd, zum Brunnen klar, . Und wollt' sich dort erfrischen; Da schrie der junge: Bruder sieh! Solch grimmen Ritter sah ich nie; Weh. sollt er uns erwischen! Der aber lachte: Schäme Dich! Mehr als den Ritter fürchte ich Jed' Bllblein auf der Straße. Trink nur getrost. Du kleiner Schelm! Dann ruhst Du auf des Ritters Helm .und ich aus seiner Nase. Der ans seiner Spitze stehende leiftist. Die Figur zeigt, ohne eine weitere Erklärung nothwendig zu machen, die Lösung der Aufgabe: emen Bleistist auf semer Spitze stehen zu lassen. . Man steckt die Spitze eines Federmes sers in den Bleistift hinein, in der Nähe der Spitze des letzteren, und man öffnet das Messer mehr oder weniger, bis die gewünschte Gleichgewichtslage erreicht ist. Ter von dem Bleistift und dem Messer im Verein gebildete Körper ist in stetigem Gleichgewicht, wen sein Schwerpunkt unter dem Ruhepunkt (einer Fingerspitze, einer Tischkante u. s. w.) liegt. Verändert man die Oeffnung des Messers, kann man dem Bleistift auch eine mehr oder weniger schiefe Stellung geben. DomgloSen im Zimmer. , Um den Ton der herrlichsten Kirchenglocken in jedem Zimmer zum Gehör zu bringen, nimm einen starken Bindfaden, der doppelt so lang als Dein Arm ist. Nun wickele das eine Ende desselben um den , rechten, das andere um den linken Zeigefinger. Nachdem dies geschehen ist, nimm das Stocheisen und hänge es in die Mitte des Fadens. Die beiden Zeigefinger werden letzt m die Ohrossnungen gebracht, und in gebückter Stellung lasse das , Stocheisen gegen einen. Stuhl schlagen. Die Töne, welche Dein Ohr wahrnimmt, sind den schonstenGlocken' tönen 'vergleichbar. Versuche es nur, und Du wirst über die Wirkuna rne ses einfachen Spieles gewiß viel Freude haben. Eine Kinderfreundin. - ' : Opruch. Dem kleinen Veilchen gleich, daS im Verborg'nen blüht. Sei immer fromm und gut, auch wenn - Dich Niemand sieht. 'Aewit du geliebt willst sein! -

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Lufilse lbuttverse.

Ich soll Dir 'was in'S Album schrei- , den Und wein nicht waS. Mir wollen gute Freunde bleibend , Gefällt Dir das? ' - 1 . Lebe glücklich, lebe froh. Wie die Gans im Haferstroh. . Wenn Du glaubst, ich lieb' Dich nicht Und treib' mit Dir nur Scherz, So zünde ein Laternchen an Und leuchte mir in's Herz. Ochtuerfest JedwedeS Stäubchen flsg hinaus AuS iedem Winkel in dem HauS, Am Tage, als wir fegten auS : Wir, Liesel und Mar. Eh' wir das Waschfaß hergebracht. Ta haben wir unS wohlbedacht Die Kleiderröckchen hoch gemacht. Wir, Liesel und Marie. Nun haben wir gefegt, gekehrt. Und jedeS .Spinnlein aufgestört. Das uns als Etubengaft beehrt. Wir, Liesel und Marie. Mit Wasser und mit Seife dann, Da singen wir zu waschen an. So fein fast, wie eZ Rile kann. Wir, Liesel und Marie. Schreib' es nun hinter Oehrlein dein Kommst du in unser HauZ hinein. So tritt dir erst die Füßchen rein, -Sonst werdm äußerst böse sein Die beiden Scheuerfrauen klein : Wir, Liesel und Marie. Frau Hüt:. (Eine deutsche Sage.) In etlichen Gegenden Tirols, und namentlich in der Gegend von Jnnö brück, ruft man den Kindern ein bestimmtes Wort zu, wenn sie etwa mit der lieben Gottesgabe deö Brotes unrecht umgehen, es unachtsam wegwerfen, oder sonst Uebermuth damit treiben. Das Wort lautet: Spart die Brosamen lieber für die Armen, damit es euch nicht ergehe, wie der Frau Hütt!" Mit der Frau Hütt aber hat es folgende Bewandtniß: In uralten Zeiten lebte im Lande Tirol eine mächtige Riesenkonigin, Frau Hütt genannt; sie wohnte auf den Gebirgen um Innsbruck, die jetzt grau und kahl sind, damals aber voll prächtiger grüner Wälder, voll reicher Aecker und prangender Wiesen waren. Eines Tages kam das Söhnlein der Frau Hütt heim, ganz mit Schlamm und Schmutz bedeckt. Im Gesicht und an den Händen war eö ganz schwarz, und die schönen bunten Kleider ' sahen schmutziger aus als ein alter Köhlerkittel. Es hatte sich mit seinen jungen Riesenkräfteii eine schlanke Tanne abbrechen wollen, um sie als Steckenpferd zu benutzen, war aber dabei ausgeglitten und in den daneben bcfindlichen Sumpf gesunken, aus dem es sich nur mit vieler Mühe wieder herausgearbeitet hatte. Frau Hütt tröstete ihr Knäblein und versprach ihm schöne neue Kleider; einem Diener ab?r befahl sie, dem Knäblein mit weichen Brosamen Geficht und Hände cbzureiben. Kaum hatte der Diener angefangen, mit der lieben Gottesgabe so sündhaft umzugehen, als ein schweres Gewitter mit ungeheurer Schnelligkeit heranzog; Blitze durchzuckten unaufhörlich die Luft Lnd der Donner rollte ohne Unterbrechung. Da ein Schlag, von dem Himmel und Erde erbebten. Tiefe Finsterniß lag über der Erde. Als aber das Unwetter sich verzogen hafte und es wieder hell und licht geworden war, war auch all die Herrlichkeit bes Landes verschwunden. Verschwunden waren die grünen Wälder, die prangenden Aecker und Wiesen. Kein Blllmlein und keinHälmlein war mehr zu erblicken, überall nichts als. ungeheure Massen von Steinen. Auch die herrliche Wohnung der Frau Hütt war .verschwunden und zu einem mächtig großen Steine geworden. Inmitten der großen Steinwüste aber, stand die Königin selbst, zu Stein geworden. Und so steht sie heute noch und wird so stehen bis zum jüngsten Tage, eine Mahnung, die liebe Gottesgabe nicht zu mißbrauchen. Strkknadelscheide. Höhle zwei Haselnüsse von .n breiten Seite aus, bohre an einer Seite ein Loch hinein, verbinde sie durch eine doppelte Gummischnur, , die in der Mitte eine Schleife erhält,, das gibt eine Stricknadelscheide, womit Du Großmütterchen ein Geschenk machen n M L . rann,!, wenn nu leiojt noch keinen Gebrauch dafür hast. Tante. Susanna. Gedanken, die tief fcric-n:, dringen selten weit. '

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