Indiana Tribüne, Volume 23, Number 110, Indianapolis, Marion County, 8 January 1900 — Page 1

o A. m. A n 0 rfO ks f'yf) I v y O W V O' w j y yy v Office : No. IS Güt CJWfcarsa Oteaszs. Telephon 1171 3 Indianapolis, Ind., Montag, den 3. Januar 1900 Jahrgang S3 Slo.SlO

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Deutsches Theater.

Sonntag, 14. Januar Vorstellung deS Dramatischen KlubS im Deutschen Hause. ?tgd K Gesellschaftliche Pflichten. uftlxi! t 4 kt, von Znstiw. Eintritt 50e und 25t. SKseroirt Sitz ftad i Dtttsch Hal i had,. nfau, tlci! K Uhr. MW vollständig 35c, 50c, 65c. Mantels 5c, 20c, 25c, 35c. Standlampen, Dekorirte Schirme und Glocken. Spezielle Preise füründler Schreiben Sie für Preise. Consumers Gas Trust Co., No. 43 ??ord Capitol Ave. Neue holländische Häringe in halben Fasiern oder'in Äeg. Neue schottige häringe Geräucherte öalmon. Geräucherter alibut Bl. Robins. EQmenthaler Schveizerkäse, Llmdurger, Stilton, Roquefort. Importirtes Snuerrnut. Schteö deutsches Roggenbrod frisch jeden Dienstag und Freitag. JToUftm) Uff. Andiniig Nachfolgn ioa Eu, Viältt, No. 310 Oft Washington Straße. Xtlt$ 7. Union Trust Co., Office : (Gebäude der Gesellschaft) No. 118 und 122 Ost Market Qtr. Jsdn t). volltday, J5tlUta.. Henry Eitel, i. viu,Präsidt fc Schatztftn. H. M. Skoltz. ,kläk. Connty vnd Municipal Sich erheiten negoeirt. Geschäfts'Agent in allen Capaeitäten, speziell oder allgemein. Interessen werden an Depositen bezahlt für eine bestimmte, übereiogekommene Zeit. Kapital an dem bestimmten Tag zurückbezahlt. Versicherungen aller Art io erster Klasse Gesellschaften. Testamente werden ausgefertigt und Vormundschaften und persönliche Vertrauensposten alle? Art überuommen. Sprechen Sie vor. Rathschläge kosten nichts. Neue Photograph. Gallerte, 150 Süd Illinois Straße. Der Unterzeichnete ladet die Deutschen dr Stadt und Umgkgknd zu einem Bcsuch seiner Sallerie ein. Gute Bilder garantirt. Preise niedrig CDsxiirfl J3?ILj2p&Tr9 Deutscher Photograph. mdDTTEIL! Bar- und Billiard -Boom. Gute deutsche Küche. Qinzslns ZUnhlzsitsn werden ssrvirt. . . . Julius Keller, 127 Fnlton Str. Tel. 1802. Aohlen Eo5e und cholz. iedere Preises' prompte Vesorgunz. Julias Keller. Deutscher Kindergarten im Deutschen Hause, unter LeUunz von alle Best. Dn Unterricht hat bereit begonnen. Lnreldunzen werden jederzeit SSltt.

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Wetterbericht. SchöaeS Wetter heute Nacht; wolkig Dienstag. . Höchste Temperatur inverhalb der letzten 24 Stunden 43 Grad, niedrigste 32 Grad. SchatzamtS-AuöveiS. Washington, D. 7. Jan. Saarbestande 5282.905,790; Goldreserve, Z235.57S.471. Herrn LongS Vorschläge. Washington, D. C., S. Jan. Marine-Sekretär Long hat dem Vorfitzenden deS Ausschusses für MarineAngelegenheiten vorgeschlagen, daS bisherige System der Belohnung hervorragender Dienste vor dem Feinde zu ändern. Das Versetzen um so und so viel Nummern sei ungerecht gegen andere Offiziere, und thatsächlich stün den in Folge dessen heute verdiente Offiziere in ihre Aneiennetät schlechter als zu Beginn deS Krieges. Erschlägt vor, die Rangerhöhung nicht mit der egulären Beförderung in Confllkt reten zu lassen, und außerdem eine Ehren - Medaille zu verleihen, mit welcher persönliche Vortheile verbunden sein sollten. Die Walker-Commission ab New Sork, 7. Zan. Die ComMission, an deren Spitze Rear-Admiral Walker steht, ging heute nach Niearagua ab, um über die Ausführbarkeit des Canal-ProjekteS Untersuchungen anzustellen. Deutscher Schauspieler bricht daSGenick. C l e v e l a n d, 7. Jan. HanS Raven, ein bekannter deutscher Schaupieler verlor durch einen Sturz von der Treppe seines AosthauseS das Leben. Sr brach das Genick. Sine Zeitlang war der Verstorbene Redakeur der Iowa Tribüne in Burlington. R e v. D r. MeSlynn todt. N e v b u r g b, N. S , 7. San. Rev. Dr. Edward McGlynn, der Sielor der St. Marys - Kirche, erlag heute Morgen in seiner Amtswohnung einem Herzleiden ach fiebenwöchigem Leide. Eine unbedeutende chirurgiche Operation, welche gestern Abend an ihm vorgenommen wurde, konnte den Zoftand deS Kranken weder derbessern, och verschlimmern. Amerikanische Gefangene befreit. Manila. S. San. Meldungen auS Magalang, Provinz Pampavga, berichten, daß Capt. Leonhauser mit drei Compagnien vom 25. Regiment, daS von den Insurgenten befestigte Tommanche auf dem Berge Aryat geftern genommen hat. Drei Amerikaner wurden verwundet. Fünf Mann vom S. und zwei vom 12. Regiment, welche von den Insurgenten gefangen gewesen waren, waren, von ihnen schrecklich derftämmelt worden. Drei von ihnen sind todt, die anderen beiden erholen sich. Capt. Leonhauser setzte Stadt und Befestigungen in Flammen Die anderen Gefangenen, darunter Capt Gilmoreverden heute Abend in Manila eintreffen. Die Namen werden morgen telegraphirt werden. 9 BomVurenkriege. London, 7. Jan. General grench berichtet über einen schweren Unfall", welcher daS erste Regiment Szffolk be troffen hat. Vier Compagnien dieses Regimentes griffen eine Stellung der Buren an. Oberstleutnant Wat son, welcher daS Kommando führte, wurde verwundet, und der Rückzug angeordnet. Drei Viertel von den Sri ten erreichten ihr Lager, aber die anderen wurden überwältigt und zur Uebergäbe gezwungen. Siebzig Mann vur den gefangen genommen, darunter sieben Offiziere. Lorevzo Marquez, 4. Jan. Eine Depesche auS dem Hauptquartier der vurea in der Nähe von Dordrecht sagt: Die Briten sind zum Rückzüge auS Dordrecht gezwungen worden. Der Kampf in der Umgebung von ColeS bürg wird fortgesetzt und die Briten haben dort die auSväett liegenden KopjeS besetzt. Die Kugel fallen in die Stadt. y r e t o r i a, 4. Jas., via Lsrruzo

Marques. Der Feldcornet Sisser be-

richtet unter dem 2. Januar auS Kuruman wie folgt : Ich begann ein Bombardement von Kuruman gestern und nahm die Po-lizei-Kasernen aufS Korn. Der Kampf dauerte bis sechs Uhr Abends, um welche Zeit die Garniso sich ergab auS den Forts herauskam und die Waffen niederlegte. Wir machten 120 Gefangene, darunter Capt. Bäte und Capt. Dennifoa sowie der Magistrate Hillyard und acht andere Beamten. Wir nahmen auch 70 Eingeborene gefangen und erbeuteten eine Anzahl Gewehre und Revolver und Munition. Abwarten! London, 3. San. Gen. White berichtet am Sonntag, daß die vurea mit schweren Verlusten zurückgeschlagen sind. , DieBeschlagnahmen. Berlin,?. Jan. Die Erregung gegen England ist auf dem Siedepunkt angelangt. Ein Schrei der Entrüstung über die britische Frechheit geht durch Volk und Presse. Vielleicht mit alleiniger Ausnahme der sozialistischen Blätter, die aber kluger Weise sich auffallend zurückhaltend verhalten, proeftirt die ganze Presse einstimmig gegen die Beschlagnahme deS Dampfers General" und fordert ebenso einstimmig die Regierung zum Handeln auf. Ein großer Theil der deutschen Presse wendet sich gegen daS Verhalten deS Colonial - Vereins, der die öffentliche Meinung durch EntrüftungS - Verammlungen noch mehr angereizt. So aat die Freisinnige Zeitung" : Der Regent von Mecklenburg-Schverin ist der Vorsitzende deS Colonial-Vereivö. Hält er eS mit seiner Stellung für dereinbar. wenn eine solche Sprache gegen ine befreundete Nation geführt wird ?" Der Hamburger Correspondevt" bezweifelt, ob die Zeit für EntrüftungSVersammlungen gut gewählt ist, und die Magdeburger Zeitung" sagt: Wer Sevallmaßregeln befürwortet, weiß nicht, daß Deutschland in einem olchen Confllkte mit England isolirt ein würde. Denn in Frankreich wartet Jedermann mit Ungeduld auf, den Moment eineS großen Zerwürfnisses zwischen diesen beiden Mächten, der hm die Möglichkeit geben würde, zu handeln." Dr. Th. Barth. der freisinnige Abgeordnete sagte : Der Fall mit dem BundeSrath" wird die Wirkung haben, die Flottenvorläge widerstandslos .zur Annahme gelangen zu lassen, da er die Opposition deS Centrums brechen muß Keine Partei, nicht einmal die Oocialdemokraten, kann riSktren, jetzt mit einer Opposition gegen die Borlage vor daS Land zu treten. Sie würbe einfach weggefegt werden." Man erwartet, daß die Regierung die Vorlage beeilen wird, um die augenblickliche Lege auszunützen. L o a d o n, 7. 3an. Die englische Presse wie die foreign Ofsice nimmt die Sache mit der Beschlagnahme der deutschen Schiffe sehr kühl. Die britische Regierung hält ihren Fall gegen den BundeSrath" sehr gut. Aber sie ist der Ansicht, daß nichts Endgültiges geschehen könne, bis die Einzelheiten bekannt seien. Sin amerikanischer Diplomat in London sagte nach Kenntnißnahme der amerikanischen Veschver.den, wegen der Wegnahme deS MehleS: Wie kann vur Jemand annehmen, daß eine so eomplicirte Frage rasch erledigt, oder zu ernstlichen Mißverständnissen zwischen befreundeten Regierungen führen könne 7 Der Kohlenmangel ist so groß, daß 4 Eisenschmelzeu in Schottland die Arbeit haben einstellen müsse. m ,, m Eine Erklärung Portu -galS. Lissabon, 0. San. Sine halbamtliche Note über daS englisch - deut sche Abkommen ist soeben veröffentlicht worden. Sie lautet : Die Regier gen von England und Deutschland haben, nachdem sie sich vorher unter ein ander geeinigt, Portugal benachrichtigt, daß beide Regierungen geneigt sein würden, ine etwaige große Anleihe, deren Portugal zur Reorganisation seiner Finanzen etwa bedürfen möchte, zu garantire. Gleichzeitig wurde mitgetheilt, dieOasiS deS Uebereiakom e5 sei die Okrk?nz ter ??tezri-

tat der portuglenzqen oiontai - Besitzungen und die Legitimität seiner ! Souveränität über dieselben. Weiter ! wurde vorgeschlagen, falls Portugal die Anleihe abzuschließen wünsche, die-

selbe durch die Colonial- und Zoll Einnahmen- garantirt werden solle. Hierauf habe die Regierung von yortugal erklärt, eS habe keine solche An leihe gebraucht, und brauche sie auch gegenwärtig nicht. 9 OytffS.NsyriSkeu. Angekommen in : New -Sork. Belgravia" von Hamburg und La Champagne" von Havre. Liverpool, Ultonia" von voston. y o r t l a d, Me., Van Couver" von Liverpool. m , m Allerlei. Z n den eisigen Fluthen des Ohio ließ sich dieser Tage der Postmeister JameS N. Teeple , von Charlestown. Ind., taufen und zwar an derselben Stelle, wo im verflössenen August sein Weib und Sohn ertrunken sind. Bei einem Picnic war Teeple's jüngstes Söhnchen in'ö Was. ser gerathen und dem Ertrinken nahe, als ihm sein älterer Bruder zu Hilfe eilte. Diesem elang es zwar, den Kleinen an's Ufer zu bringen, dabei ging er aber selbst unter. Frau Teeple wollte nun den luaendlkcken velden retten, aber Mutler und Sohn ertranken. Teeple selbst war während deö Todeskampfes beider nur eine kurze Strecke entfernt. Bei der Berfolauna eines Bären in den Wäldern von Pike County. Ky., kamen einige Jäger an eine Höhle, die einem Greise, Namens Austin Sheldon, schon seit fünfzig Jahren als Wohnung dient. Der alte (ömfleoler war krank, wies aber mt an gebotene Hülfeleistung zurück, indem er erklärte, er sei schon im Stande, für fick selbst xu soraen.' Al5"sunaer Mann hatte er sich verheirathet, war aber nach wenigen Wochen schon Wütwer geworden, worauf er sich von der Welt zurückzog. Er sagte, er. komme ursprunglich von Connecticut, und seine Verwandten seien wohlhabende )Leute. Er nährt sich zumeist von Zemusen und Huhnern, die er selber zieht. . . Ein amüsanter Fall, dessen Verhandlung fortwährend die Lachlust desPublikumS erregte, so daß es dem Richter schwer wurde. denErnst 5U wahren, kam im 2. Distriltsgericht an Newark. N. I.. zur Entscheidung. Michael Meyer und Solomon Oury, zwei bekannte deutsche Burgf?. waren die handelnden Personen. Meyer wettete um $10 mit Oury, er l's'nne keine awei bartaesottene Eier bet nüchternem Magen essen. Oury ah die Eier und . . l u L!. der laieyoloer uoergao iym oic $10, damit war aber Meyer nicht einverstanden Er behauptete. Oury yave verloren, denn sobald er nur ein Theil chen eines Eis gegessen, sei er nicht mehr nüchtern. Demgemäß erhob sein Anwalt Löwenstein gegen Wm.Wrage. welcher das Wettgeld tm Besitz gehalten, eine Klage auf Rückerstattung der 510, Wrage wa? durch die Anwälte Herr und NicoN vertreten und Beide r y i 1 1 IJC V I ucylen Mii lyrer ganzem jacymaiuu chen Gewandtheit den Beweis zu lieern. dak Oury die Wette rechtmäßig gewonnen habe. Trotzdem waren die Geschworenen anderer Ansicht. Richter Guild hatte Wetten ohnedies als Hazardspiel bezeichnet und die Geschworenen waren um so mehr geneigt, die Wette nicht anzuerkennen. Sie sprachen dem Kläger die $10 zu. welche ihm also zurückzuerstatten, smd An Gehirnerweichung gestorben ist in Abingto. Va., Dr. John Baker, einer der Hauptacteure in einem der sensationellsten Mordprocesse Virginiens. Dr. Baker war vermögend, gebildet und hochgeachtet. Er war in eifriger Kirchengänger und hatte eine Capelle erbaut, die nach ihm benannt worden war. Auf einem Picnie lernte er die junge und hübsche Frau des Farmers Wyndham R. Gilmer kennen, und zwischen den Beiden kntsvann sich eine Liebschaft Baker wurde Hausarzt von Gilmer'ö und vernachlässigte seine eigene Frau. Nach einiaer Zeit starb dieselbe. Sie wurde beerdigt, und. man schöpfte weiter keinen Verdacht. Später aber wurden Briefe gefunden, welche Frau Gilme? an Baker gerichtet hatte. UuS denselben ging hervor, daß zwischen den Ltebenden vereinbart war. durch Gift sich von den ehelichen Fesseln zu befreien. Frau Baker's Leiche wurde auSgegia-. ben und in dem Magen Spuren von Arsenjf gesunde. BaZer wurde derhaftet. Sein Proceß dauerte drei Wöchen. . Seine beliebte trat als Zeugin gegen ihn aus. Baker wurde zum Tode verurtheilt, ihm aber auf Betreiben sei ner reichen Verwandten ein neuer Proceß bewilligt, dtt mit seiner Freisprechung endete. Seitdem wurde er von Allen gemieden. Seine Geisteskräfte schwanden, und schon seit Monaten war der Unglückliche, geistig todt.

E i n e n t r a u r i a e n AuS-

gang nahm eine zwischen mehreren jungen Leuten ' in Würzburg verabredete Wette. Der in einer Fahrradhandlung beschäftigte 19 - jährige Mechaniker Heller wettete, als blinde? Passagier mit der Bahn nach Nürnberg zu sahren. Er verschaffte sich von einemBremser eine Dienstmütze und gelangte damit auch auf einen Bahnzug. In der Nähe von Hellmitzheim stürzte er aber Nachts vom Zuge, wobei ihm der Kops vom Rumpfe getrennt wurde. Erst vor einigen Tagen wurde durch dieUnttrsuchung die Versönlichkeit des Verunglückten, in dem man zuerst einen Vahnbeamten vermuthet hatte, festgepellt. JndemMünchenerVorstadtviertel Schwabing entstand in dem Keller eines Hauses eine Gasexplosion, durch die das Haus demolirt. Nach barhäuser beschädigt und die pensionirte Lehrerin VittoreM getödtt wurt. Aus einem GaZleitungsrohr war Gas in großen Mengen in den Untergründ des Hauses und von da in den Keller gedrungen. Als die Frau, die Lehrerin, mit brennendem Licht den Keher betrat, erfolgte die Explosion. Die Frau wurde auf die Straße geschleudert und blieb, gräßlich verwundet, todt liegen. Das Haus mußte gestützt werden. Trotzdem stürzte doch ein Theil trotz der Stützen ein. Die Einwohner konnten nur mit Mühe gerettet werden. Augenscheinlich hat die herrschende Kälte, d. h. das feste Gefrieren des Bodenö, . das Eindringen des Gases in den Baugrund des Hauses begünstigt, obgleich das Haus selbst gar keine Gasleitung besitzt. JndemKurzwaarengeschäft der Frau Boß. Eintrachtstraße 20 in Bremen, erschien ein Mann, der sich Unterzeug vorlegen ließ. Nachdem er ein wollenes Hemd, eine Unterhose und ein Paar Strümpfe ausgewählt hatte, und während Frau Voß die Sachen in Papier wickelte, griff der Unbekannte in die Tasche und zog ein Messer, das er der Frau mit der Aufsorderun zeigte, sie solle ihre BaarMittel herausgeben oder er steche sie todt. . Frau Voß blieb ganz ruhig, legte. daSPacket nieder und sagte,, er rao'ge einen Augenblick warten, sie wolle ihr Geld auS der Wohnstube holen. Der Unbekannte ließ die Frau an sich vorübergehen und wartete im HausNur. Gleich darauf trat Frau Votz m die geöffnete Stubenthür, hielt dem Menschen einen Revolver entgegen und rief ihm zu. wenn er mcht sofort da HguS verlasse, werde sie auf ihn schteßen. Hierauf verließ er unter Mitnähme deS PacketS Unterzeug schleu nigst daS Haus. Frau Voß verschloß ihre Hausthür, brach aber dann infolge der Aufregung zusammrn. i Ein aus Sibirien entwichener Sträfling ist nach einem abenteuemchen Leben dieser Tage in Wner deutschen heiinath wieder eingetroffen, ES ist dies ein aus Dresden gebürtiger Gärtnergehilfe, welcher vor etwa zehn Jahren Deutschland verließ, um ln Rußland Arbeit zu suchen. Aus seiner Wanderung kam er auch nach St. Petersburg. Nach der Angabe des Abenteurers hat er sich an dem dortigen Gouverneur thätlich vergriffen, weshalb er auf Lebenszeit nach Sibirien verbannt worden sei. Nach einer siebenjährigen Deportation sei es ihm und einem seiner Mitgefangenen unter vielen Gefabren gelungen, aus den Bleibergwerken Sibiriens zu entfliehen und glücklich nach Riga zu entkommen. Hier seien sie von einem französischen Dampfer ausgenommen und blS nach Frankreich m.tgeführt worden, von wo auS er dann allein die Reise in feine deutsche Heimath angetreten jjabe. Die Angaben deS Flüchtlings wurden dadurch bestätigt, daß an feinem Körper die Gefangenen - Nummer sichtbar eingebrannt war. 'Anderthalb Stunden etwa von der italienischen Grenze zwischen Simpeln und Gondo liegt an der Simplonstraße ein einsames WirthshauS, in dem dieser Tage ein frecher Raubanfall verübt wurde. Zwei Jtaliener, die in dem Wirthshause eingekehrt waren, benuhten die Gelegenheit, als der Wirth in das obere Stockwerk sich begeben hatte, um die Wirtbin zu knebeln, entnahmen unter Drohungen daS Geld aus der Casse und schlichen dann dem Wirthe nach, den sie gleichfalls überfielen und von ihm Herausgäbe seines Geldes verlangten. Durch Schlage und Drohungen mit dem offenen Messer eingeschüchtert, übergab der Wirth den Banditen die Summe von 3000 Francs, wovon ein Theil Gelder der Gemeinde Awischenbergen, deren Cassirer der Ueberfallene war. Nachdem sie daS Geld hatten, führten die Räuber den Wirth in den Keller, banden denselben dort an einer Säule fest, verschlossen die Kellerthüre und mach ten sich davon. Der Wirthin lang e.5 fvater, sich von ihren Fesseln loSzumachen und auch ihren Mann zu befreien. Der Tapezierer Friemann in Görlitz. ein Mann in den SOer Jahren, hatte wenig Verdienst, weil er sich dem Trunke ergab. Mit diesemLaster hatte er schließlich euch seineFraü angesteckt, so daß diese ebenfalls trank. Obwohl die Frau erst vor Kurzem in Öolge deZ Todes ihrer Mutter eine

Dr.Miles'HeartCnre

knrirt einen prominenten AnkaU. -r-S : mt I ' :vrrMY) zSh fc r ff. he l p der leitende Pension nwalt von Belfast, . y schreibt: .Ich J?ur der Armee entlassen weae schlechter Sesnndbeit und litt seitdem an Her,be schwerdkn. Ich hatt hlu ig Ohnmachten und erftlckeude Anfälle. Ich aing oedeugt wie ei Mann von 80 Jahren. Ich trug fortwährend inkn Ukberrock. selbst im Sommer, um mich nicht u erkälten. Konnte mein Geschäft nicht Verse den. Meine Ruhe war durch hrftige Schmer, i er Herzgegend und der linken Schulter ae brauch von Dr. Mile,' heart Cure, ungeachtet, dad ich so viele Patentmedizinen und Verschrei ungea von Aerzten genommen hatte, ohne dak , mir geholfen Hütte. Dr. Milei' Heart Cure stellte meine Gesundheit wieder her. Qi ist wahr hastig eine wunderbore Medizin und es macht mir diel Vergnügen, diese Mittel Jedermann u empfehlen. . ' Dr. MileZ' Mittel werden ' hurch alle Apotheker verkauft unter einer positiven Garantie: die erst, Flasche nützt oder da! Geld wird zurücker stattet. Buch Über die rankheiten bei Herzenl -und da Nerven frei. m1. v r.TItea' WzzACu Htorc3 i llcc!th7-v Ojxa dreffe: Dr. Nil, M.dteal Co.. Elkdart. Ind. kletne Erbschaft gemacht hatte, ging es ihnen sehr schlecht, so daß sie den Entschluk faxten, sich und ihren neuniäbrigen Knaben zu vergiften. Der Mann holte vorder noch Schnaps und beim Bäcker Brödchen ein, wahrend der Knabe auf der Straße fplelte. Als der Vater zurilckkehrte. nahm er den Kna ben mit in die Wobnunq. SvatAbends wollte eine Nachbarin sich eine Auskunst von Frau Friemann holen. Sie betrat die Wobnuna und eö bot sich ibr ein schauerlicher Anblick dar. . Auf dem Bett lag der Mann neben der Frau, über beiden der Knabe, alle drei anscheinend todt. Ein sofort aerufener Arzt stellte fest, daß die Frau und das Kind noch lebten, während der Mann bereits todt war. Die ffrau und ibr Knabe wurden sofort in's KrankenHauS gebracht, wo eS den Bemiibunaen der Aerzte gelang, die Lebensgefahr zu veselttgen. Frau Friemann verweigerte iede Auskunft über den Vorfall. srn 'S v t r l : l ,1. Bitte, nehmen Sie Platz, Herr Wohl, mann, mein Gatte wird gleich erschei-nen!-Besucher (ein Spiritist): Hm. wußte ja garnicht, daß er schon gestorocn in. AucbeinGrund. ftraii 2s agen Sie. liebe Freundin, warum nehmen Sie sie sich immer so riefen.große Dienstmädchen?" Frau B.: Damit sie nicht meine Sacken tracen. wenn ich verreist bin.'Wer einen Catarrh heilen vill, muß mit dem Blut anfangen. Hood'S Sarfaparilla beseitigt die Urfache diese Uebel und heilt Catarrh dadurch, doß sie da Blut reinigt. S o o d ' Pillen wirken milde, aber rasch und sicher auf die Leber und den Magen. 25c. Der ew lStailirt 1853.) M:..,. Butterick Muft ! Unser jährlicher Verkauf von MuslinUnterkleidern diese Woche. Kommen C;t I i! m mm (ßecu DUepirmaEnn ' t yArj h L V "Vf " kSvI e 1 . X nr ;w93t3Dapdto, Osfi: 23 CSb Seladartp?. ttiSt , , CJ, !, 3, E3 O? VxAp. Sfej;01I. Ojta Zcz tU Kct.

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