Indiana Tribüne, Volume 23, Number 109, Indianapolis, Marion County, 7 January 1900 — Page 6
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Ast Tanzen gesund? Ist Tanzen gesund? In dieser lait 'gorischen Form ist die Frage schwer zu beantworten. An sich bildet der Tanz, "-:m bereits die ältesten Culturvölker, jtnn auch in wesentlich anderer Form als wir Kinder einer modernen Zeit huldigten, eine gesundheitlich durchaus inwandsfreie Gymnastik unseres Kör4is. Daneben fördert der Tanz das harmonische Zusammenwirken der derschiedenen Muskelgruppen und verleiht .uns eine gewisse Sicherheit und Eleganz der äußeren Form, die man bei ckanzunkundigen Personen oft als einen gesellschaftlichen Mangel vermißt. Daher ist es entschieden zu bebau ern, wenn unsere jungen Leute von heute" im Allgemeinen jede Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen, geradezu Lngstlich meiden und für das kindliche .Lämmerhüpfen" nur ein mitleidiges .oder spöttisches Lächeln übrig haben. Das Tanzen ist ebenso gesund wie z. "38. das Radeln, das ja von vielen Aerzten geradezu als ein schätzenswerther .Heilfactor angesehen wird. Wir wollen nicht zu entscheiden suchen, welcher Tanz der Gesundheit im meisten zusagt, ob das Menuett im serer Großväter oder der Contre von 'heute, ob Walzer, Polka oder Mazurka indessen, es gibt doch auch aus diefern Gebiete gewisse Gesichtspunkte, die -eine hygienische Betrachtung rechtfertien, z. 23.: Wie sollen wir tanzen? Das hängt in erster Linie von dem Gesundheitszustande ab, von dem, was man gewöhnlich als Constitution bezeichnet. Schwächliche Personen, zumal solche mit Erkrankungen des Herzens und der Athmungsorgane, auch bleichsüchtige Zunge Mädchen sollten gar nicht oder doch nur so viel tanzen, wie der Arzt, im Einzelfalle erlauben würde. Leider huldigen gerade sie dem Tanzvergnütn häufig über Gebühr. Gleichviel aber, ob' man nun gesund u?der nicht gesund ist, stets soll man den einzelnen Tanz unterbrechen, sobald sich stärkeres Herzklopfen oder Schwin'delgefühl einstellt. Vor Allem darf der erste Rundtanz nie zu lange ausgedehnt werden; es muß immer erst eine gewisse Gewöhnung an die veränderte '.Art der Körperbewegung eintreten. Einen besonders wichtigen Punkt -unserer ballhygienischen Betrachtung bildet die Kleidung, weniger vielleicht bei den Herren als bei dem schöneren Geschlecht, das leider nur zu häufig die ? einfachsten Forderungen der Hygiene '.den tyrannischen Vorschriften der lauNischen Mode unterordnet. Die KleiIrnng muß leicht und so bequem ange.ordnet sein, daß die Bewegungen des .Körpers, zumal die Athmung, in keiner Weise gehemmt werden. Darum vor Ällem nicht zu eng geschnürt! Auch das Schuhwerk, das beim Tanz getragen wird, läßt Vieles, wenn nicht Alles zu wünschen übrig. Statt .ni:driger, bequemer Tanzschuhe enge Stiefelchen, in die der Fuß hineinge.zwängt wird, mit spitzem Schnabel nnd hohen Hacken so dictirt es die .liebe Eitelkeit, mögen auch die Füße wie Feuer brennen, mag schließlich jeder Schritt schmerzhaft sein. Was auf diese Weise gesündigt wird, soll in anderer Beziehung wieder gut gemacht werden. So soll ein kalter 'Trunk, wenn man sehr erhitzt ist, übermis schädliche Folgen nach sich ziehen, iund darum versagt man sich mit rühSender Enthaltsamkeit jedes erfri.schende Getränk. Thörichte Tanta'.lusqualen! Ein Schluck Bier, SeltersWasser, Limonade ist ohne Weiteres zu gestatten, vorausgesetzt, daß man nach dem Trinken weitertanzt. Es ist viel.leicht nicht Jedem bekannt, daß der -größte Theil unseres irdischen Men,schcn aus Wasser besteht; die meisten .Körpergewebe sind sozusagen mit Feuchtigkeit getränkt. Nun führen die .vermehrten, lebhafteren MuskelbeweZungen beim Tanzen im Verein mit der .erhöhten Temperatur des Ballsaales zu einer gesteigerten Wärmeabgabe beson.ders durch Wasserverdunstung an der lörperoberfläche wir nennen das Prosaisch schwitze". Unter normalen Verhältnissen verliert der Mensch 900, it stärkerer Körperanstrengung bis zu 2500 Gramm Wasser auf diesem Wege, und das hat naturgemäß eine Austrocknung der organischen Gewebe zur Folge, die sick in einem mehr oder Minder lebhaften Durstgefühl äußert. 'Es ist demnach ein ganz natürlicher Ärieb, eine Art regulirenden Raturgesetzes, das uns trinken heißt. Freilich, Alles mit Maß und Ziel! Man trinke stets nur schluckweise und chte darauf, daß das, was man genießt, nicht allzu eisig sei. Ferner setze man, wie schon hervorgehoben, nach itm Trinken das Tanzen fort, verineide es aber jedenfalls, sich sofort der tälteren Außentemperatur auszusetzen. Die Abkühlung im Innern durch die Zuführung kalten Getränkes und die intensive Wärmeentziehung von der Hau: aus durch die plötzliche EinwirFung der kälteren Außenluft summiren sich hier gleichsam in irem schädigen- - den Einfluß, und eine Erkältung ist die ZZsolge dieser Unvorsichtigkeit. Es ist besser, man verläßt den Ballsaal nicht eher, als bis man genügend abgekühlt ist; noch besser, man tanzt Ziberhaupt nicht kurz vor dem Verlassen des Ballsaales. Indessen stürzen sich
gerade zum Schluß die Paare mit unbegreiflicher Vorliebe in die tollen, zügellosen Wogen eines Galopps, und in wüstem Durcheinander wirbelt Alles mher. Das ist eine Unsitte, die vom gesundheitlichen Standpunkt auf ' das Schärfste zu verdammen ist. Eine von beiden. A.: Jch höre. Deine Braut hat mit ihrer Tante einen Erbschaftsprozeß; wenn sie nun verliert?" B.: Ja, dann muß ich in Gottesnamen ... die Tante heirathen !-
Wargarine. Infolge der Zunahme der Bevölkerung, mit der die Butterfabrikation nicht gleichen Schritt zu halten vermag, haben sich die Chemiker schon lange damit beschäftigt, ein Product herzustellen, das die theuere Butter durch ein billigeres Surrogat zu ersetzen im Stande ist. Diese Aufgabe löste 1869 der französische Chemiker Möge-Mou-riös durch die Erfindung der Margarine - Fabrikation, die seit jener Zeit außerordentlich vervollkommnet worden ist. Wir geben hier eine kurze Schilderung der Fabrikation dieses für die Volkswirthschaft in neuester Zeit außerordentlich wichtig gewordenen Nahrungsmittels. Das in der Margarine - Fabriktion zur Verwendung kommende Fett ist bestes, frisches Rinderfett. 2as geschätzteste ist das sogen. Nierenfett, das unter allen Fettpartien des Thierkörpers das festeste und körnigste ist. DaZ Rinderfett besteht aus einem Gemenge von Stearin, Palmitin undOlein, und zwar kommt im Durchschnitt auf drei
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Buttermaschine. Theile festes Fett (Palmitin und Siearin) ein Theil flüssiges Fett (Olein). Diese Gehaltsoeihältnisse schwanken nach dem Alter, der Ernährungsweise und der Rasse der Thiere und hängen auch von dem Körpertheil ab, von dem das zur Verwendung kommende Fett herrührt. Der flüssige Theil des reinen Rinderfettes hat die Beschaffenheit des Oeles. Bei der Erzeugung der Margarine kommt es zunächst darauf an, dieTren nung dieses flüssigen Theiles des Rinderfettes von dem festen im Großen durchzuführen. Die Vorarbeiten zur Gewinnung des Oleomargarins, desjenigen Rohmaterials, das zur Herstellung der Margarine verwendet wird, zerfallen in Waschen des Rohfettes, Zerkleinern desselben, Schmelzen des Fettes, Krystallisiren des gereinigten Fettes und Pressen desselben. Das Oleomargarin, das in großen Hölzernen Fässern versandt wnd. zeigt eine appetitliche, weißgelbliche Farbe, zergeht wie Butter auf der Zunge, ist vollkommen geruchlos und erinnert im Geschmack an zerlassene Butter. I m K ü h l r a u m. Es leuchtet ein, daß in der Margarinefabrikation der Großbetrieb den Vorrang hat, da die verschiedenen neusten Hilfsmittel der Technik, wie Dampfkraft, Elektricität, Kühlmaschinen, zweckmäßige Bauart der, ganzen Anlage im Großbetrieb, die vollkommenste Verwendung finden. Das Oleomargarin wird in der Margarine-Fa-brik geschmolzen und, durch Beimischung feinsten Speiseöls geschmeidiger gemacht, unter Beimengung einer gleichgroßen Quantiät bester und fettreichster Vollmilch oder des von solcher Milch gewonnenen Rahms, in derselden Weise wie Naturbutter verbuttert. Die Buttermaschinen der MargarineFabrikation weichen in ihrem Aeußeren allerdings nicht unbeträchtlich von den gewöhnlichen Buttermaschinen ab. beruhen aber in ihrer Construction auf demselben Grundsatz. Zwei innerhalb derselben um ihre Achse sich bewegende, vertical gestellte Wellen mit einer Anzahl horizontal abstehender Flügel werden durch Motorkraft in Bewegung gesetzt und bewirken dadurch die Vereinigung . der Fettkügelcyen des InHalts. Knetmaschine. Nach der Verbutterung der Nohmaterialien get'angt die verarbeitcteMasse durch eine Röhrenleitung von der Buttermaschine unter eine Douche von Brunnenwasser, das durch Kühlmaschinen abgekühlt ist. Die Douche bewirkt eine schnellere Ausscheidung der Buttermilch. Nach beendigtem Douchen wird die Waare gesalzen, die nun durch eine Knetmaschine läuft und nach dieser Procedur zum Versandt fertig ist. Ausgedehnte Milch-' und Rahmkeller dienen zur Aufnahme der in großen Qualitäten zur Verarbeitun gelangenden Milch. Aus dem Versandtraum wird die nach auswärts bestimmte Waare in die mit Kühlvorrichtung versehenen Eisenbahnwagen verladen. Auf dem ganzen Wege, den
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Unter den Attractionen der pan amerikanischen Ausstellung in Buffalo werden die Departements für Gartenbau, Forstwesen und graphische Künste besonders hervorragende Plätze einnehmen. Die Pläne der betreffenden Gebäude, welche eine pittoreske Gruppe am Ende des Westgartens- bilden werden, sind von Herrn R. S. Peabo-
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dy von der Bostoner Architektenfirma Pcabody & Stearns, den Erbauern der Maschinenhalle auf der Chicagoer Weltausstellung, entworfen. Die Gartcnbau - Halle steht in der Mitte der Gruppe und wird von der Halle für graphische Künste im Süden und von dem Forstgebäude im Norden flankirt; alle drei Gebäude sind durch Arkaden mit einander verbunden, so daß die ganze Gruppe in der Vorderfront einen halbkreisförmigen Hof bildet. Der rwÄWM '"r: jZ'S. Flächeninhalt der Gartenbau - Halle beträgt 45,000 Quadratfuß, während die beiden anderen Gebäude einen solchen von je 30,000 Quadratfuß haben; wie in ihren Größenverhältnissen, fo sind die letzteren auch in der Architektur einander ähnlich. Die GartenbauHalle bildet ein Viereck mit einer Laterne in der Mitte, die sich an dem die Herstellung dieses Nahrungsmittels zurückzulegen hat, wird das Fabrikat auch nicht ein einziges Mal von Mert schenhand berührt. Hinsichtlich der chemischen Zusainmensetzung gestattet die nachfolgende Tabelle einen Vergleich zwischen Mar garine und Naturbutter: Margarine Naturbutter. Wasser 8.7 Proc. 12.24 Proc. Kochsalz 2.12 " 1,40 " Käsestoff 1,45 " 0,63 Milchzucker 1,45 " 0.30 " Fett 87.73 " 85.43 Der Vergleich zeigt, daß Margarine bester Güte einen höheren Fettgehalt besitzt als Naturbutter. Nur die Art des Fettes bedingt den Geschmacksunterschied. Der Pflug im Uriege. Der Pflug galt sonst immer als Symbol der friedlichen Arbeit, in der alle Völker einig sind, aber Col. Templer, Leiter der englischen Militärluft-schiffer-Abtheiwng, will ihn nun auch im Kriege verwenden und zwar zum Ausheben von Schützengräben. Ein von ihm construirter Dampfpflug ist vor Kurzem in der Nähe von Aldershot eine? Probe unterzogen worden. In einer Stunde zog er durch steinigen und unebenen Boden einen 1,20 Meter tiefen Graben von 4,8 Kilometer Länge; leichte Lenkbarkeit nach rechts und links ermöglichen ihm. der tactisch besten Liie für eine Schützenstellung zu folgen. .Seine Verwendung ist so gedacht, daß er auf einer bestimmten Entfernung von der feindlichen StelDampfpflug. lung und gleichlaufend mit dieser also im Bereich des feindlichenGewehrseuers einen solchen Graden auswirft, in dem alsbald die vorrückenden Schützen der Infanterie Deckung sinden sollen. Vorderhand und ganz besonders mit Rücksicht auf den südafrikanischen Kriegsschauplatz ist man U rechttgt. diesen Daipfpflug für nicht mehr als eine militärische Spielerei zu halten. Das Instrument selber hat ein gewaltiges Gewicht und seitlich sind Locomobilen aufzustellen, um eS in Bewegung zu setzen. Die rechtzeitige Besörderung dieser Dinger auf ein von heute zu morgen sich ergebendes Gefechtsfeld erscheint kaum durchführbar. An der Festtafel.A. (leise): 3ch denke. Sie wollten einen Toast ausbringen?" B.: Dazu muß ick) angeheitert sein!" A.: Sind Sie denn nicht?- B.: Nein, ich habe den richtigen Augenblick verpaßt . . . jetzt bin ich schon betrunken!-
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Ausflellungsoikder.
Schnittpunkte der vierArme eines gnechifchen Kreuzes bis zu einer Höhe von 240 Fuß erhebt; letzteres schließt in seinen Winkeln vier kleine Kuppeln ein. Im Mittelpunkt einer jeden FaLade befindet sich ein gewölbter Eingang. Die beiden anderen Gebäude haben vier Eckthürme. und an der Ostfaxade bildet eine gewölbte Loggia von drei Bogen den Haupteingang. Ueber dem rothenDache aus spanischen WZF ,
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Gartenbau -Gruppe. Ziegeln erheben sich zahlreiche Thurmchen und venetianische Flaggenmasten, deren buntfarbige Banner dem Ganzen ein farbenprächtiges Aussehen verleihen werden. Für die weiße Außenfläche der Gartenbauhalle ist schöner Frucht- und Blumenschmuck vorgesehen, der mit Darstellungen von Kindern und Blumen belebt wird. Ueber dem Eingange wird Ceres auf ei- . nem von Löwen gezogenen Wagen dargestellt werden. CQtllMT 'Ulf T MMUlCN IIMtlTlM Plaza. Der nördliche Theil des Ausstellungsplatzes umfaßt ein Viereck von ca. 500 bei 350 Fuß. Der Entwurf der drei Seiten dieses Vierecks einfassenden Gebäude und die Ausschmückung des Platzes selbst ist der New Yorker Firma Babb, Cook & Willard übertragen worden. Dieser Platz hat den officiellen Namen Plaza" erhalGejallcn. Eine Filipinokugel hat in tom Gefecht bei San Mateo dem Leben des General - Majors Henry W. Lawton ein Ende gemacht. Der Gefallene, welcher am 17. März 1843 auf einer Farm in Ohio 'das Licht der Welt erblickte, hat von der Pike auf gedient. Im Secessionskriege trat er als Sergeant in das 9. Regiment vonJndiana ein und seine außerordentliche Tapferkeit im Felde brachte ihm schnelle Befötderung; im August 1861 wurde er Ober - Lieutenant. Mai 1862 Capitän, November 1864 Oberst - LieuteG e n. L a w t o n. nant. Man 1865 Oberst. Im Juli 1 1866 trat er als Unter - Lieutenant in die reguläre Armee ein, diente erst im 41. Infanterieregiment und seit 1871 im 4. Cavallerieregiment. Mit dem Range eines Majors wurde er im Jahre 1883 zum Generalinspector ernannt. Bei Ausbruch des spanisch-ame-rikanischen Krieges hatte er OberstLieutenant -'Rang, wurde aber gleich zum Brigadegeneral der Freiwilligen ernannt- und mit dem Commando einer Division des 5. Armeecorps unter Gen. Shafter betraut. Nach Beendigung der Campagne auf Cuba ward er im Januar 1899 nach den Philippinen geschickt, wo er Gen. Anderson im Commando ablöste. Während seiner ganzen militärischen Laufbahn hat General Lawton sich stets als tüchtiger Krieger und Truppenführer bewährt. Beim Antiquar. Für diese Bücher geb: ich Ihnen 20 Mark, weil sie noch wenig gebraucht sind!Ja, können Sie das dem Packet von außen ansehen?Nein aber ntnr
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ten, da bei seinen Arrangements modificirte Formen der spanischen Architektur zur Anwendung gelangen. Den mittleren Theil wird eine, die Ebene nur wenig überragende Terrasse einnehmen, die einen tiefer liegenden Garten mit einem Orchester einfaßt. Dort werden berühmte Kapellen concertiren und der Musik wird man sowohl im Garten wie auf der Terrasse lauschen können. Außerhalb und nördlich von
m c iJi I x 3 . m t. ; ' M der Plaza befindet sich die Station für die Dampf- und elektrische Bahn, die selbst durch eine von zwei gewaltigen Bogen flankirte Colonade maslirt wird. Die Westseite der Plaza wird von einem 350 Fuß langen Restaurationsgebaude eingenommen werden, durch welches man die Vanity Fair" erreicht. An der Ostseite wird ein zweistöckiges Gebäude errichtet, das im Aeußern mit dem Restaurant Aehnlichkeit hat und durch welches man auf das Stadium" oder Athletenfeld gelangt. Dort werden nicht nur athleti. sche Schaustellungen und Spiele, sondern auch Rennen, Ausstellungen von Thieren u. s. w. stattfinden. Das Stadium wird mindestens 25,000 Zuschauern bequemen Raum bieten. An der Südseite der Plaza wird sich der Electricitätsthurm erheben. Präsident der Schweiz. Für das Jahr 1900 hat die vereinigte , Bundes - Versammlung der Schweizer Eidgenossenschaft Herrn Hauser, den bisherigen Vorsteher des Finanz- und Zolldepartements, zum Bundes - Präsidentenewählt. WaltherHauser. Walther Hauser wurde am 1. Mai 1837 zu Wädensweil geboren. 1868 wurde er Mitglied des zürcherischen Verfassungsrathes und gehörte seit der Annahme der neuen Verfassung ununterbrochen bis 1881, in welchem Jahre er in die Regierung eintrat, dem Kantonsrathe an. Zweimal präsidirte er dem Regierungsrath. Schon im Jahre 1869 war Hauser in den Nationalrath gewählt worden. Er machte in dieser Stellung die beiden Revisionsbewegungen mit. 1879 wählte ihn das Zürchervolk in den Ständerath, dessen Präsident er 1883 war. Am 13. December 1883 wurde Hauser in den Bundesrath gewählt. LetzterVersuch. A (in der Buchhandlung zu dem mit ihm befreundeten Principal): Sag' 'mal. neuestes Kursbuch mit Schnellzugsverbindungen schon vorräthig? . . . , - jr ' ii f -: . 3 er2ttocyie sHwicgciiiilliier ucmc tu sent damit machen!UnnöthigeSorgt. Nun, Du da t woyl vle Äekannr dxrn im: Deiner Nachbarin aufgegeben; Du gehst ia jetzt immer allein.- Ich fürchte mich vor 'der Liebe; nur zu oft läuft mit der Liebe der Verstand da-von.-Oh, das brauchst Du doch nicht zu befürchten. Boshaft. Hausfrau (zu dem entlassenen Dienstmädchen): Leider muk ich in Ihr Zeugmß schreiden: Diebstahl, Naschhaftigkeit, Frechheit Dienstmädchen: Schreiben Sie auch noch Ungehorsam- 'dazu ... ich sollte namlico Iilzrem 'cann einmal emen Kuß geben, und das habe nicht ge than!" .. - -
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Elgenariige Vebräuchc. Tin den lebten Taaen des DeceTber
werden in verschiedenen Gegenden N-der-Oesterreichs zwei ganz eigenartige Gebräuche ausgeübt, in denen unschwer die lekten Ueberreste der in uralte: Zeit gebräuchlichen Opfer für die Elcmente zu erkennen sind. Der Zusammenhang mit diesen Opfern wird noch durch die Bezeichnung des 29. und 30. December als Wind- und Wassertagweiter verdeutlicht. Am verbreitetsten f?V VI r f , . t rjt r 'i ino cic an oicjcm auqz woyl U)un )ai vielen Jahrhunderten ausaeübten Gebräuche in den Bergthälern, die sich an der Gölsen und Traisen hinziehen, sowie im unteren Vbbsthale. Die emzelnen Gehöfte sind m diesen Gebieten oft weit von einander entfernt und die Bewohner derselben daher viel mehr auf sich selbst angewiesen, wie auf dem Flach lande, und darum spinnen sich die alten Mythen und Sagen hier auch noch immer fort und uralte Gebräuche erhalten sich in der primitivsten Form. S'Windfüttern. Der Gebirgsbewohner läßt sich, wie diese Gebrauche zeigen, noch heute von denselben Vorstellungen leiten, die einst die alten Griechen und Romer, sowie die germanischen Völker erfüllt haben. Er legt am Windtag (29. December) von jeder Speise, die aufgetragen wird, einen Theil zurück und begibt sich dann mit den gesammeltenSpeiseresten an die Umzäunung seines Besitztums. Dieselbe umschreitend, legt er dann aus jeden Zaunpflock- kleine Stückchen dieser Speisereste als Futter sur die Windsbraut- nieder. Wenn er dann seinen Rundgang beendet hat und in das Haus zurückgekehrt ist, kommen die Raben- und Krähenschaaren krächzend angeflogen und machen sich über die Speisereste her. Wenn an diesem Tage, wie das im Gebirge meistens der Fall zu sein pflegt, schon seit längerer Zeit eine dichte Schneedecke den Boden verhüllt, finden sich an den Stellen, wo sich die Umzäunung am Walde hmzieht, auch Füchse ein und machen den Raben und' Krähen d?s leckere Mahl streitig. In den Abendstunden wird von der Hausfrau in manchen Gehöften auch noch eine Schüssel mit füßer Milch, die S' Wassermandl st reuen. gleichfalls als Windfutter" bezeichnet wird, vor die Thür des Wohnhauses gestellt. Die im Hause befindlichen Katzen wittern auch hier bald den Schmaus und tbun sich daran gütlich. Der 30. December. Wassertag, ist be-, sonders für die Mühlen von Bedeutung. Der Oberbursche nimmt an diesem Tage beim Mittagmahl von jedem Gericht, das auf den Tisch kommt, einen Theil und streut die früher zerkleinerten Stückchen in den Wehrtümpel, der sich vor dem Mühlrade befindet. Dieser Brauch, der auch 's Wassermandlstreuen- genannt wird, hat dieselbe Bedeutung wie das Windfüttern- und wird in den Bauernmühlen auch meistens von dem Bauer selbst ausgeübt. In diesen Gebrauchen am Wind- und Wassertagehat sich das volle Gepräge des Heidenthumes ganz erhalten. Sie beruhen noch heute auf -dem Abh'angigkeitsgefühle des Menschen vom Elemente und nur die Form der Opfergaben hat sich geändert, indem statt Feld- und Gartenfrüchten jetzt Speisentheile verwen.det werden. Kleines Mißverständniß. . .O. es ist allgemein bekannt. meine Gnädige, daß das Radeln für das Herz gefährlich ist!" Für mich nicht, Herr Doctor t radelt ja immer mein Mann mit!" Zuvorkommend. Gnädige Frau (zu dem neuen Diener): . . . Noch eins, Jean: Ihr Vorgänger, den ich weggeschickt habe, hatte ein Ver'hältniß mit meinem Dienstmädchen..Diener (gutmüthig): DaS werde ich eatürlich übermhmen. gnädige Frau
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Nach der Kneiye.
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Was hat denn mei' Radl? Was is' denn jetz' dös! Möcht' all'weil' in'n Erab'n 'nein Jetz' wer' i' bald bös; Laust hinum und herum. Wenn i' noch so g'rad sitz' Jetz' glaub' i's bald selber: Mei' Radl hat an' Spitz! Von der Schmiere. Director des Schmieren - Ensembles: Müller! Müller! Wenn Sie mir noch ein einziges Mal die Kriegsfahne von der Jungfrau, von Orleans" als Schnupftuch benutzen, wer de ich Ihnen fünfzig Pfennig von cer Monatsgage abziehen!" EinSchwerenöther. 'J- 7 ,y' h'-ll'Pr "; . j ..ii , . " ..- u Herr: Sind Fräulein schon 'mal durch einen Tunnel gefahr.'.i und da.ei geküßt worden?Fräulein (verschämt): Ja!Herr: Würden mir d'.es. gnädiges Fräulein, dann auch ohne Tunnel gestatten. Im Zweifel. irrn(h fcr Wenn ich jetzt nur wüßte: soll ich noch eine Maß trinken oder heimgeh'n?! . . .Sie, Herr Cassier, reden S' mir doch a' bissel zu, daß ich noch a' Maß trink'!Gemüthlich. jkr&& -sj. Passagier (auf dem Vicinalbahnhof. ungeduldig): Der Zug scheint heute gar nicht zu kommen!" Stationsrorstand: Was wetten wir?- ' - Selbstgefühl. , Nun, wie sind Sie mit meinem Sohne zufrieden, Herr Professor?- ' Nicht so ganz. Herr Oekonomierath er lacht immer!" Herr Professor, der kann auch 'la chen!- - m rrry ri Aericynappl. xinc xy denn. Dein Vava wollte dock drei Monate verreisen?- Nein, die Reise ist ja in eine Geldstraft umgewavdl votdenl"
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