Indiana Tribüne, Volume 23, Number 103, Indianapolis, Marion County, 31 December 1899 — Page 6
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Wlnterfrage.
Von Karl Lanselow. 7DaZ war die blaue Träumezeit. Da wir so fromm geliebt -uns beide. 'Die Wiese trug ein buntes Kleid '-Won Nelkenroth und Wollgrasseide. 'Nun liegt die Wiese weiß und weit. Wo bleiche Nebel schwer fica mühen Verschneit, verschneit, so tief verschneit, Als könnt' sie nie noch einmal blühen. Wohl trägt sie wieder wie einst das Kleid 13on Nclkenroth und Wollgrasseide Wann aber kommt für uns die Zeit, "Daß wir uns wieder finden beide? Ein Vergkeich. . Der Amts- urfd Polizeidiener von 'Drummhausen, Hansertoni geheißen, auch Oeconomie treibt, ist von dem Viehhändler Leeb Hersch bei einem Kuhhandel ganz gewaltig angeschmiert tvorden. Der Hansertoni wußte als Amtsperson recht gut, daß.wenn er btn Hersch, wonach es ihn in allen Fingern juckte, vor Zeugen gehörig .verhaute, er in seiner polizeilichen Ei.genschaft doppelter Bestrafung entge--gensah. Er überlegte also und kam zu dem Entschluß, bei seinem Verfahren fit Öffentlichkeit auszuschließen. Er lockte also Leeb Hersch mit schmeichlerischen Worten in seinenStall und ehe derselbe, dem das Schließen der Thüre seitens Hansertoni höchst 'verdächtig vorkam, noch Zeit hatte, sich in Sicherheit zu bringen, hatte ihn der Erzürnte schon am Kragen und bläute ihn weidlich durch. In der herrschenden Dämmerung War es für Hansertoni schwierig, alle Hiebe so sitzen zu machen, daß sie nicht sofort sichtbare Spuren hinterließen Leeb Hersch verließ daher mit riesig -angeschwollenen Backen den Ort seiner Schmach und hatte nichts eiligeres zu thun, als diese Zcge?" in Buchheim, Keim Amtsgerichte, vorstellig zu rna cht. Daraufhin bekam der Hansertoni -nach kurzer Zeit eine höfliche Einla'.ldung vor dem Amtsrichter in Buch'Heim als Angeklagter zu erscheinen. . . tt, der Hüter der öffentlichen Ordnung in Drummhausen! In voller Uniform stand er vor dem 'Amtsrichter, "dem der gegebene Fall iSpaß zu machen schien, denn er war augenscheinlich ergötzt über die Armsündermiene dieses Armes der Gerechäigkeit. 33tor wir in die Verhandlung eintreten," begann er, will ich, umJhnen größere Kosten, eventuell Strafen zu ersparen, Sie zu einem Vergleiche auffordern Herr Leeb Hersch, wie -stellen Sie sich zu einem solchen?" In Leeb Herschs Gesicht spiegelte sich das maßlose Erstaunen wider, das seine entrüstete Seele empfand. Hab' ich gehört recht, Amtsrichterleben, ä Vergleich sagen Se? ä Vergleich ich bitt' Se, sehen Se an meine Backen, sehen Se an meine Nas' . . . !" Hm", meinte der Amtsrichter, sich aus die Lippe beißend, gut getroffen ;srnd Sie, das muß man sagen aber .andererseits ist auch constatirt, 'das die -von Ihnen an Hansertoni verhandelte 'Kuh minderwerthig lvar . . . überlevgen Sie!" .Dann wandte er sich an den HanserHorn und donnerte ihn an: Ja. sagt einmal, wart Ihr, ein Mensch, dem es zukommt darauf zu sehen, daß in Eurem Machtbereich Ord.'nung und Gesetz resvektirt werde, '.denn des Teufels, den Leeb Hersch zu verhauen? Gestraft werdet Ihr un--Uz allen Umständen, darauf könnt Ihr Euch verlassen!" Wie Se haben recht, Herr Amts"?!chter! Gestraft muß er werden, ge--straft, daß er denkt daran Zeit seines Gebens!" Herr Hersch es bleibt ihm aber -die Widerklage!" Wie haißt?" Und dann wird sich ich glaube 'dessen sicher zu sein Ihr letztes Geschaff in hiesiger Gegend abgewickelt 'haben!" Gott! wollen Se mer ruiniren. Herr Amtsrichter?" .Nun, also den Vergleich?" Könnten Se mer garantiren, daß tx wird trotzdem bestraft, der Hanseroni?" Gewiß denn sein Vergehen ist in doppeltes. Aber der Sanlertoni chat kein Geld, und kann die Strafe -nicht zahlen, und wenn er dieselbe absitzen muß, so verliert er sein stelle als Polizeidiener, wie wäre es also. wenn &it Gott der Gerechte, Se werden mer 'doch nischt zumuthen. Herr Amtsrich--xer, vag racy . . . r Der Amtsrichter zuckte die Ackseln -Lttd Hersch sank in sich zusammen, seitie Nase lief vor Schreck blau an, dann Druckte er heraus: Jach zahl' die zehn Mark, um was estraft ist der Hansertoni . . . ber soll mer Gott helfen, daß ich niz Inn geströmt sor zwa!!" EinanderesVild. 5?rau (deren häufig bezechter Gatte ihr zum Geburtstag sein Portrait geschenkt hat. zu einem Freunde ihres Geinahls): Haben Sie schon meinen Mann in Oel gesehen?" Freund: JRzixii meine Gnädige, bisher immer nur !m Thran!" Der richtige Titel. Slunde: Was schreiben Sie denn da in dem Buch?" Weinhändler: Darin mache ich fortlaufende Einträge über Bestand und Beschaffenheit meinsr Weine." Kunde: Also gewissermaßen ein Taufregister."
FZildcr von Samoa. Die leidige Samoafrage, welche schon viel Menschenblut gekostet hat imb, Dank britischer Hetzereien, wieverholt zu ernsten Zerwürfnissen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland Anlaß zu geben drohte, hat endlich eine friedliche Lösung gesurften und zwar durch ein zwischen dem Deutschen Reiche und Groß-Bri tannien getroffenes Abkommen, das, nach geringen Modifcationen, die Zustimmung unserer Bundes Regierung erhalten hat. Durch daö Abkommen fallen unter Aufhebung der Samoa - Acte die beiden Samoa - Inseln Upolu und Sawaii, sowie die anliegenden. kleinen Inseln als freies Eigenthum an Deutschland, die Insel Tutuila mit ihren Nebeninseln an die Vereinigten Staaten. England verzichtet auf jedes Anrecht auf die SamoaInseln. Das Jnselreich ist von der Natur überreich gesegnet. Daö tropische Klima, der vulkanische Untergrund zeitigen die denkbar üppigste Vegetation. Im Inneren der Inseln erheben sich hohe Berge, die der dichteste Urwald bedeckt, an den Küsten haben die weißen Colonisten wahre Paradiesgärten geschaffen. Die der polynesischen Rasse angehörigen Eingeborenen sind ein schöner Menschenschlag, groß, kräftig gebaut, von hellbrauner Hautfarbe, mit prächtigen dunkeln Augen und lockigem, schwarzen Haar. Den meisten
Samoanerinnen. ' Männern dient der Lovalava, ein vom Gürtel herbhängender weißer Schurz, als einzige Kleidung, die Frauen tragen außerdem eine hemdartige Bluse, die Hals und Arme frei läßt. Bei festliehen Gelegenheiten reiben sie den Körper mit einem starkriechenden, aus der Kokosduß bereiteten Oele ein. Um die Hüften tragen sie alsdann den Titi, das ist ein Gürtel aus grünen Zweigen mit langherabhängenden rothen Blättern, von Blumen und Früchten durchslochten auch wohl ganz aus mehrfarbigem Bast gefertigt. Duftende Hunte Blumen und Früchte dienen zur Bekränzung des Oberkörpers und des Haares, Halsbänder von Hunde-, Schweine- und Haifischz'ähnen vervoll ständigen 'den Schmuck. Ein eigenthümlicher Kopfputz besteht in einer hoben Verrücke von langen, gelbgefärbten Haaren, in der kleine Spiegel, Blumen und rothe Federn befestigt sind. Bei festlichen Auszügen tragt ihn die Taupou, das heißt ein jungesMädchen, von ihrer Ortscbaft erwählt, um diese bei allen feierlichen und festlichen Gelegenheiten zu vertreten. Sie hat die Honneurs zu machen und nimmt vor allen anderen eine bevorzugte Stellung ein. Sie bereitet die Kawä, das Nationalgetränk, aus der Knolle des Kawastrauches, und präsentirt sie den Gästen genau nach Rang und Stand. Die Samoaner sind liebenswürdige, freigebige und gastliche Menschen, fast immer heiter und zu Spielen und FeStraße i n A p i a. sien aller Art aufgelegt. Das Essen spielt bei den letzteren eine große Rolle, Unmengen der' verschiedensten Früchte, wie Bananen, Taro, Iam, werden zubereitet, daneben Fische und Geflügel; vor allem erfreuen sich Schweine der größten Beliebtheit. Sie werden im Ganzen, mit Haut und Haaren gebraten, feierlich zur Festtafel getragen, dort erst zerlegt und die einzelnen Theile mit Hilfe eines Ausrufers den Festtheilnehmern nach Rang undWürden zugesprochen. Den Schluß des Festes bildet gewöhnlich ein Tanz. Siva genannt. Die Vortänzerin ist meist eine Taupön, zuweilen ein cm o " je n. i v c in; jjiuiui. miuuyji juiro oreiiliMMig ge sungen und der Gesang durch Klat schen in die hohle Hand begleitet. Da rauf bewegt die Taupou Hände und Arme, wiegt den Kopf und den Ober körper hin und her, und alle Beweaun gen werden, von den übrigen genau nachgeahmt. Erst nach und nach werden sie lebendiger, erheben sich und füb ren allerlei scherzhafte Scenen auf. Jede Art von Schaustellung ist ihnen willkommen. Bei aller Liebenswürdigkeit sind sie durchaus unzuverlässig, sie versprechen alles und halten mchtS, oder nur so viel, als ihnen ohne die geringsteMühe möglich ist. Die Arbeit lieben sie ganz und gar nicht, ein samoanischer Diener ist nur durch persönliche Zuneigung zu halten, abgesehen natürlich von einem sehr hohen Lohn für recht geringe Leistunaen. DaS lncht und ichnell ver diente Geld rollt ihnen noch viel schneller wieder aus den Händen für
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Putz und Geschenke an ihre Familie und Freunde. Ersparnisse werden nicht gemacht, an die Sicherstellung der Zukunft denkt kein Samoaner und sie haben eS in der That nicht nöthig, sich dergleichen Sorgen zu machen. Was sie brauchen, bringt das Land reichlich hervor, und jeder hat gute Freunde, bei denen er sich auf unbeschränkte Zeit zu Gaste bitten kann.
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Dorfe auf Upolu. In Anbetracht ihrer angeborenen und biöhe? nicht überwundenen Trägheit, sowie ihrer ebenso großen Unzuverlasslgkelt erwies es sich als nothwendig, für die Nutzbarmachung des Bodens fremde Arbeitskräfte einzufuhren. Es sind dies zumeist Schwarze aus Neu - Britannien, die sich auf drei Jahre verpflichten und nach dieser Zeit wieder m ihre Heimath zurückbeordert werden, wenn sie es nicht vorziehen, auf weitere drei Jahre ihren Eontrakt zu erneuern. Die deutsche Handels und Plantagen - Gesellschaft der Südsee beschäftigt nur diese schwarzen Arbeiter auf ihren Plantagen. Es wird vornehmlich die im Lande prächtig gedeihende Kokospalme gepflanzt, doch eignet sich der Boden auch vortrefflich zum Anbau von Kakao, Kaffee und Thee, und es sind damit bereits die besten Erfolge erzielt worden. Die Bcsichtigung einer Plantage bietet eine Fülle nicht nur schöner, sondern auch interessanter Bilder. Hier werden stattliche Rinderherden sie wurden dazu angeschafft, um daS Gras kurz zu halten dort seyen wir Esel mit Traakörben, bestimmt zur Aufnahme der reif von den Bäumen gefallenen Kolosnusse. In der Nähe des Stationsgebäudes sind Schwarze damit beschäftigt, die Nüsse zu zerschneiden, um durch darauffolgende . Trocknung des Fleisches die Kopra zu gewinnen, die den wichtigsten Handelsartikel der Samoainsel bildet. Die Hauptstadt nicht nur von Upolu, sondern auch das Verkehrscentrum für die ganze Gruppe der Samoa - Inseln rfü Kokosmiihle. ist Vpia aus der Nordküste des zuerst genannten Eilandes. Das ganze Stadtgebiet von Apia durchschneidet in westostllcher Richtung eine Fahrstraße, die auf beiden Seiten von ein- und zweistöckigen Holzhäusern begleitet wird, die oft Vorgärten zur Straße vorschieben, immer aber durch Veranden den Aufenthalt in freier Luft möglichst erleichtern. Die Stadttheile Sogi und Savalalo im Westen des Bezirks sind fast nur von Deutschen und Angehörigen der deutschen Han-dels-und Plantagengesellschast der Südsee - Inseln bewohnt. Hier stehen das stattliche Directions- und Wohngebäude dieser Gesellschaft, ausgedehnte Lagerhäuser derselben, die deutsche Schule und das deutsche Lazareth. Im Quartier Matafele 'hatten bisher das deutsche Consulat und die deutschePostagentur ihre Amtsräume; daselbst befindet sich auch das katholische Missionshaus mit Kirche. In Apia im engeren Sinne und im östlichen Stadttheil Matautu wiegt das angelsächsische Element vor. Landeinwärts schließen sich hübsche, von Gärten umgebene Landhäuser wohlhabender deutscher Colonisten und weiterhin Dörfer von Eingeborenen an. Die breite Küstenebene zeigt Pflanzungen .von KokosPalmen, Bananen und Taro, im übrigen dichte Bewaldung. Zahlreiche Flüßchen und Bäche durchströmen das alluviale Flachland, aus dem sich fast unvermittelt der 560 Meter hohe erloschene Krater des Vaiaberges erhebt, an dessen Abhang in 125 Meter Meereshöhe die Station Vaia der französischen katholischen Mission den Seefahrern als Peilungspunkt dient. Die Häuser der Eingeborenen gleichen umgekehrten Booten, von der Seite Menenkörben. Im Inneren dieser Wohnungen, deren Fußboden aus kleinen Kieseln aufgeschüttet ist, sind sehr z!erl?ch gearbeitete Matten ausgebreitet, die auch als Schlasstätte dienen. Protzig. Herr Medizinalrath. ich verspüre in der letzten Zeit immer so ein' Druck in der Magengegend; sollte das vielleicht von meiner goldenen Uhrkette herrühren?" E i n schönerHauch. Dirigent: Pst st st st! Ich bitte, meine Herren, das ist ja kein Pianissimo, das muß gehaucht werden, daß die Fensterscheibcn anlaufen!" Tim WäfÄeladen. .Sagen Se. mei Kutcster, haben Se in Jhrem Geschäfte recht weiße Krägen?" Aber gewiß, in größter Auswahl." Nu, dann sollten Se aber doch eenen anzieh'n."
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Die Vllffaloer
Die Vorarbeiten für die panamertkanische Ausstellung, welche im Sommer des Jahres 1901 in Buffalo abgehalten werden wird, beginnen allmälig definitive Gestaltung anzunehmen; amentlich entwickeln die Architekten eine emsige Thätigkeit. Daß die einelnen Gebäude nicht nur allen praktichen Anforderungen genügen, sonern auch, vom künstlerischen Standpunkte betrachtet, Bemerkenswerthes bieten werden, darf erwartet werden, da die ausführenden Architekten zu den ersten Baukünstlern unseres Landes gehören. Selbstverständlich ist wohl, daß bei der aewaltiaen EntWickelung, welche Das Maschinen- und Transportwesen in unserem Zeitalter erfahren hat, gerade dieses Departement auf der Ausstellung in den Vordergrund treten wird. Die Pläne für die betreffende Halle sind von der Buffaloer Architektenfirma G?'.en & Wicks, für deren Tüchtigkeit zahlreiche Gebäude in verschiedenen Theilen unseres Landes bereits Zeugniß ablegen, entworfen. Das mit der Hauptfront an der sogenannten Mall" liegende Gebäude, dessen Dimensionen 500 bei 350 Fuß bejraaen. zeiat den Styl der Aas Weiße Kaus. Allgemein ist daS HauS deS Prasidenten in Washington als das Weiße Haus bekannt und vielfach glaubt man, daß es Martha Washington in Ehren, deren Heim am Pamunkyfluß in Virginia so hieß, diesen Namen erhalten hat. Diese Tradition hat aber nxnig Wahrscheinlichkeit für sich, denn der populäre Name dürfte vielmehr auf die Thatsache zurückzuführen sein, daß daS Aeußere desGebäudes vollständig weiß ist. Die feierliche Grundsteinlegung drs Weißen Hauses fand am 13. October 1792 unter Theilnahme von George Washington selbst statt, nachdem, im März desselben Jahres die Commissäre der Bundes-Hauptstadt die ersten Schritte zur Errichtung eines Präsidentenhauses" gethan und einen, Preis von $5500 für die besten Pläne ausgeschrieben hatten. Aus der großen Anzahl von Plänen wurde der Entwurf des Architecten James Hoban adoptirt, der das Palais des Herzogs von Leinster in Dublin als Vorbild genommen hatte. Dieser Archiiect wurde, gegen ein Salär von 100 Guinen pro Jahr,- auch mit der Leitung des Baues betraut; derselbe schritt indessen sehr langsam voran, da die erforderlichen Gelder nur schwer flüssig gemacht werden konnten, und wurde erst im Jahre 1799 vollendet. Im Jahre 1814 versuchten britische Truppen das Gebäude niederzubrennen. r Nordfront. aber- nur das Innere wurde theilwelse zerstört. Bis dahin hatten die Kosten für den Bau, die Einrichtung u. s. w. $333,207 betragen, aber der Brand machte weitere Ausgaben in Höhe von ca. $300,000 nöthig. Seitdem sind bedeutendeSummen für Verschönerung der etwa 20 Acres umfassenden Anlagen, neues Meublement, Reparaturen u. s. w. verausgabt worden. Das Weiße Haus, dessen Länge 170 Fuß bei einer Breite von 86 Fuß beträgt, hat zwei Stockwerke mit einem Souterrain und ist mit einer breiten Valustrade umgeben. An dem Haupteingang befindet sich ein großer Porticus mit jonischen Säulen und an der Rückfront eine halbkreisförmige Eolonnade. Durch den Haupteingang tritt man in ein geräumiges und prächtig geschmücktes Vestibül, welches in das große Ostzimmer, das größte des Gebäudes, führt. Dasselbe mißt 40 bei 80 Fuß und zeichnet sich durch sein prachtvolles Mobiliar, aus; seine größte Zierde ist ein lebensgroßes Porträt George Wa, iIPIIU Q n i In, n n. M l j y'J ux i'f JLjt r-ttgjSI vVV'0 ' Vv,' .. VI. " . X. ;.'Vv . ' Südost-Flügel. shington's'von Gilbert Stuart.' Dann kommt daS grüne Zimmer, das nach seinen blanarünen Decorationen so aenannt wird, ferner das Blaue Aimmer., ' 4- m.';r.v..i r.:. rccxv. wu piuiucin tiiic vi-mutiyt viv i hält, und das Rothe Zimmer, das als I c :r:i.-r.- cr. nii7t
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Ausstellung.
spanischen Renaissance mit Anklängen an die eigenartige Architektur der aus der spanischen Zeit stammenden Missionsgebäude in Mexico und California. Das gewaltige Gebäude bildet ein im Innern offenes Viereck mit Arladen auf allen Seiten. Für den Innenhof, der 100 bei 200 Fuß mißt, ist prachtiger gärtnerischer Schmuck mit einem künstlichen Teiche, plätschernden Cascaden und lauschigen Boskets vorgesehen, in denen die Besucher schattioe Ruplätze finden. Die Fanden krinnern mtt ihren Arkaoenesfecten an sdaS pittoreske Aeußere der alten Misfionsklöster. Die Ecken sind von PaBfh C?H-, 55 i !'-r. Ä " villons flankirt. Für die oggien, Balcone und Pavillons ist reicher Schmuck an Blumen und Blattpflanzen vorgesehen, der mit der lebhaften Farbe des Gebäudes, roth und gelb, prächtig Harmoniren wird. Ueber den Oeffnungen befinden sich Gitterwerk von Schmiedeeisen, wie es Bauwerke der spanischen Architektur aus dem 16. Jahrhundert aufweisen. Außer den Haupteingängen in der Mitte der vier Fanden hat daZ Gebäude zahlreiche Nebeneingänge. siar?orö öffnen sich auf einen längen Corridor, an dessen westlichem Ende der Staats-Speisesaal belegen ist. Das zweite Stockwerk enthält die Executivbureaur, ein Empfangszimmer des Präsidenten, das Sitzungszimmer des Eabinets und Wohnräume. Die Zahl der letzteren ist durchaus nicht groß.nxls die Gattin des Präsidenten Benjamin Harrisonzu derBemerkung veranlaßte: Ich verlasse ein Haus mit zwölf Schlafzimmern, um ein solches mit fünf zu beziehen.- An den westlichen Flügel des Gebäudes stößt ein großes Treibhaus mit prachtvollen Pflanzencollectionen. ' Schon längst haben sich die Amtsräume als zu klein erwiesen, namentlich mangelt es in dem Sitzungszimmer des Eabinets an Platz und auch des Präsidenten Arbeitszimmer ist zu beengt. Daß es bei großen Staatsaffären sowohl in den Empfangszimmern, wie in dem Speisesaal an Raum mangelt, ist eine stereotype Klage. Aus diesen Gründen wird der Anbau von zwei Flügeln geplani, für welche Eol. Bingham. Superintendent der Lffentlichen Gebäude, die Pläne bereits entworfen hat; sobald dieselben vom Präsidenten McKinley gutgeheißen sind, werden sie dem Eongreß vorgelegt werden. Die Kosten für den Anbau werden auf 5250,000 veranschlagt. Zusammengewachsen. Zusammengewachsene Menschen hat es zu allen Zeiten gegeben. Erwähnenswerth stnd besonders die siamesischen Zwillinge Tschang und Eng. die ungarischen Schwestern Helene und Judith. diezweiköpfigeNachtigall (Mulattenschwestern Millie und Christine) und die Brüder Jakob und Johann Tocci. Das seltsame Zwillingspaar Rosa und Josepha Blazek. welches wir unseren Lesern bildlich vorführen, ist am 2. Januar 1878 von einer zweiundzwanzigjährigen Mutter in Stkrejchov, Bezirk Mühlhausen, geboren. Die Rosa und Josep.ha Blazek. Hinteren Beckenwandungen sind bei ihnen derartig verschmolzen, daß eine Operation unmöglich ist. Die individuelle körperliche Organisation der beiden Mädchen giebt sich deutlich kund : Das eine schläft zuweilen, während das andere wacht. Die willkürlichen Bewegungen erfolgen für jedes Individuum selbstständig. Geistig sind beide vortrefflich entwickelt. Von ruhigem und friedliebendem Temperament scheinen sie ihre lebenslängliche Fessel wenig zu empfanden. - Sie treten gegenwärtig aus europäischen Schaubühnen auf. M.alit iö s. Dame: O Gott, diese Hitze; wie sehe ich im Gesicht aus. Herr Baron?- Herr: Ganz ver wischt." ' Naiv. Das Pferd vom Varon Stierwitz hat 20.000 Mark gewon-nen.-Jetzt möcht' ich wissen, zu was ein Roß so viel Geld braucht?Der klassische Sternheim. Herr Sternheim (vor dem Spiegel, nachdem er von seiner stark geschminkten Gattin einen Kuß bekommen, citirend): Weim de Rosa selbst sich schminkt, schmißt se auch den Gattttj- -
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Etre russische Kapelle. Die Sommervillegiatur deö russischeu Zaren ist seit seiner Vermählung mit der hessischen Fürstentochter da? weltabgeschiedene Jagdschloß Wolfsgarten, wenige Stunden von Darmstadt entfernt. Dort reifte der Plan zur Errichtung jenes prachtstrotzenden Bauwerkes, das, nachdem kaum zwei Jahre seit der Grundsteinlegung verflössen sind, jüngst in Anwesenheit des russischen Kaiserpaares und anderer Fürstlichkeiten feierlich eingeweiht wurde. Auf einem bewaldeten Hügel, der Ludwigshöhe bei Darmstadt, erhebt sich die neue Kapelle, ein Meisterwerk maurisch - byzantinischen Stils, dessen an und für sich überreicher Cha-
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Die Russenkapelle. rakter noch durch die künstlerische Phantasie des Baumeisters Prof. Joseph Olbrig zum Höhepunkt architektonischer Schönheit geführt worden ist. Hellgelbe Blendsteine, von bunten Maiolica - Einlagen unterbrochen, bilden das Mauerwerk, Säulen von schneeweißem Sandstein reihen sich an und stützen den Giebel, dessen Rampe in einnn reichgegliederten Gitterwerk von Stein endet. Kuppeln und Kreuze erstrahlen in Gold und lassen im Verein mit den ebenfalls vergoldeten Zierrathen weithin ihren blendenden Schimmer leuchten. Angenehme Erbschaft. Anstaltsgeistlicher (zu einem alten Verbrecher): . . .Nun, Dietrich, müssen Sie auch das Zeitliche in Ordnung bringen. Haben Sie etwas, das Sie Ihren Verwandten zuwenden könn-ten?-O ja! Acht Jahre. Zuchthaus hätt' ich halt noch abzusitzen, Herr geistlicher Rath!Vorgebaut. . . .Das ist aber schon g'rad so, als ob Du mir's zu Fleiß thätest, Namn! Jetzt hab' ich heut' den ganzen Tag schon so einen Riesendurst und nun hast Du mir zu Mittag auch noch Erdäpflnudln gekocht?!. . Aber komm' Du nur und sag' 'was, wenn ich heut' Abend in's Wirthshaus geh'!" Arbeitstheilung. Studentin: Eine Bitte, lieber- Onkel pump mir fünfzig Mark!" Onkel: Geh' nur zur Tante hinein ich hab' die Jungens sie die Mä-dels!-Humor in. der Schule. Lehrer (zur Mutter, die ihren Sohn zum ersten Mal zur Schule bringt): Ist denn der Kleine aufgeweckt?" Mutter: Nee, der iZ von alleeue uff fi&&lm '
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1 Annoncen Acquisiteur (der ein Fräulein zur Aufgabe einer HeirathsAnnonce zu bewegen versucht): Ein Risico ist hier vollständig ausgeschlossen, meinFräulein, denn sollte das Inserat wider Erwarten keinen Erfolg haben, so heirath I ch Sie!" v" Probate Mittel. H KWv. Jkr uw ÜkW 'CX' .V C vr.'.v. rfP,; . Y-'xr ' v "k . ; , rv , 'i b Äs'Wlfe 'r-YC Wenn ich auf einem hohen: Thurme stehe. Herr Doctor, ergreift mich oft die Neigung, hinabzusprinJen!-'-Dann sollten Sie eben keine Thürme besteigen!" Komme ich an ein Wzsser, tornn ist's mir oft, als müsse ich mich hineurstürzen l" Dann sollten Sir Flüsse vermnden!" Ferner kann ich nicht allein übn: einen freien Platz gehen!" Dann sollten Sie heirthenlIrrthum. MW Vv '&?&? 3i, . .- --.y-1 .tw; Ni:" mbttM , ' Aber, Kathi wann bekomm" ?ch denn endlich einmal mein Essen, das ich schon vor einer halben Stunde bestellt habe?" Entschuldigen Sie. Herr Doctor, der Kalbskopf kommt sofort er mußte erst ausgelöst werden!" Ja habt Ihr denn sogar die 2e bensmittel im Versatzamt?!" Gemüthlich. Aber, Kellner, wie konnten Sie mir nur den alten Nierenbraten empfihlen?". .Ja sonst kriegen wir ihn!" t V Arg verliebt. Buchhandlungsgehilfe: Hier sind sechs ' verschiedene Liebesbriefsteller. Welchen daäon belieben gnädiges Fräulein? Fräulein: JCd' Verschiedene Ansicht. Frau (die eben etnen Roman beendet yat): Franz, dien Roman mußt Du lesen. Der Schluß, wie sie sich krie en, ist zu schon. Mann: Das nenn Du schön? DaZ kst ja ein schrl: r-.. i . : ' .
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