Indiana Tribüne, Volume 23, Number 103, Indianapolis, Marion County, 31 December 1899 — Page 5
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Mein lieber Herr Redacktionär! Wisse Se was, Herr Redacktionär, es hätt nit viel genomme, dann wär ich gekillt morde. Äwwer was wär dann gewese, dann wäre Sie en Correspondent schei gewese un das hatte Sie doch schuhr genug nit stend gekönnt. Wer sollt Jhne dann do auch Un Philipp Sauerampfer seine Schreibebriese schreiwe? 'Unner die Zirkumstenzes do hen ich gedenkt, du besser läßt dich nit kille. Ich wär ennihau auch der erschte, wo die Englischmänner gekillt hen. Awwer Eckseitements hen ich dorchgemacht, das duht einiges biete. Also mir hen vor Lehdieschmidt gelege. Lehdieschmidt is t arig große Zittie un heißt uff deitsch Fraa Schmidt. Rings um hen se Fohrtz gehabt UN in die Wahls do wäre e ganze Latt Hohls, so daß es aus e Distenz geguckt Hot wie e Siehf. In die Hohls do hen lsonns gestoche un mit die hen die Englische geschuht, wann se grad nicks annerschter zu duhn gehabt hu Ich hen nickö drum gewwe, bikahs getroffe hen se jo doch nicks. Wisse Se, wann Se nach unsere Köpp geehmt hen, dann hen die Vahls de Graund gestrocke un wann se uns die Vein unner den Körperche ab schieße hen wolle, dann hen se die Spatze in die Lust gekillt. Well, uff en schöne Morgen do hen ich mich uff die Lappe gemacht un sm aus unernAusck uff die Zittie losgemahrtscht. Ich hen rncks gewähre, als wie t Paar wutten Schuhs, weil mic mei Korns so gebattert hen un wer Pehnties. Die hen ich hawwe gemüßt, bikahs ich hen noch nit los getobt, mich das Recktet, wc hier so steilisch is, um mei Hipps zu teie. Ich hen mich e Klehpfeifche geleit un sin dann uff die Dohr von die Zittie gemahrtscht, als wann ich in Frankfort an eme Schawwesobend die Zeil erunner en Wahl nemme deht. Ich hen, wie ich nier von die Wahls komme sm. 0 laut wie ich gekonnt Heu gesunge: .(sott tm da Kind , was die Enall tö ihre Wacht am Rhein is. Ich hen V,!. 1 1 ! fi c P. r - r c gleich genohtlst, daß se mich von den Fort aus gesehn un geHort hen, denn die Gonns hen gestoppt mit schuhte un das Dohr is uffgemacht morde. Do stn ich so unschemrt en gange, als wann's den Wedesweiler sein Platz aewese wär,. Ich sm gefrogt worde, was ich wollt UN do hen lch dann IM reinste englisch gesagt, daß ich ganz mer bei e ueme Farm hatt un daß lch emol ausfinne wollt, ob se kein Juhs sor stricktlie sresch Ehls hatte,'bikahs ich hätt 'ere plentie. Do is dene Feger 2 Wasser im Maul zusamme gelaufe .. s. t "i. c;' r. v.;L UN se sagte, schuhr Ding UN se dehte auch nicks orum gewwe, wann se nit strlcktlle sresch wäre. Ja. seid Ihr denn so hart ab?" hen ich aefroat. Hart ab?" Hot der Vowwerner gesagt, ei schütt schnicker. Die verdollte Lauere fresse uns alles eweck un unser Suppltt Hot schon lang zertck aus gewwe. Wel, sch deht elnes drum gewwe, wann ich e Stehkche hätt un wann's auch nor so groß war, wie en Suppedeller. ' Mir lewe schon seit drei Dag cn Vieftie mitauS Vkef un Eustttkrackers un mein Stommeck, der u schon so zufammengeschrumpelt. wie t aedrocknete Kwetsch. Alles was mer noch hen, das is Gonns un Bahls, aw wer mir tonne doch keine anonekugele lunsche. Ei tell juh, mir sm in t vee e tttaz. Oen venn ntas von die Baum ftter .offtt-. gesagt, du sin schon lang zerlck Widder ; dkhrt. hiekhei ju lomme, Man die noch . rm r w . . i do wäre?" Sell Hot . n eingeleucht. Wei," Hot der Go.wwerner gesagt. dann konnte mec ,o mehbre so n kleine Ausfall riskire. .Schuhr Ding, bcn lch gesagt, ' wag macht's aus? Im schlimmste Fall wer'n Ee . - . -fjtf ' . TQiODit acxia aciciaae un irica? coeq? ens e paar Vonns gtschwelpt un JYr abt ere so plentie." .Das is so.-bot der Gowwerner gesagt, un ich wollt. se dehte se all. schwelpe, dann hatt daö Blknes e Eno, awwer lag Se - nor nick sonst konnt ich in en arige Trubel Wiiiiiii-. aUlik fc. 4v , vtvtv uxiU in.daö.Kontne un ich Cl(x sarrie, daß auch unsere deilsche , rr. m - komme. Mrr hen so wle so mt. viele I jt0cna, wo ynr t;uin wonc, NlckZ in, sell kommt awwer nor' Häher,' wnl ch so gut englisch spreche.' .Mir t;n nr 0 nnviP ntinhlk itn trft I WU,V4 -f no ö;??? rr jn m mjpf M amn In- vTi(KT4f hfst il Watt trn rrtlA Ul MjW W. 4KJ Mj M(Mf tig gemacht Hen sor fort zu sehn, do hn ich noch gefrogt wie ich denn inseit rm.cfa fTTi ! V!. CZ UHCHjl lUlllUlC uui, uumi uf üic EhkS brwae debt. Dv sagt der'Gow- ' m w Werner: Jöei auc, uu w tinier vergesse.; do newe. an die Sest, ta u u'ineDoHr. UimWte lackt, awwer Yler nemme e den kleme Kieh, do könne Se mit ufslacke, awwer for Hewn?en SehkZ, duhn S 'n nit verliere Do brauche & U Vrill." hen ich cefcflt Jö bbeö vexiern ich nie
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nll.- ' Dann sin ich sor! gange, ganz schloh, off Kohrs, awwer inseit do sm ich puttinier geboßt for Freid; ei tell juh. sell is en Drick gewese, den Hot mer mit zehn difsidiere gekönnt. Wie ich zu meine Gang sin komme, do hen ich mich nit mehr halte könne. Do hn ich en Haller gedahn. daß die Luft ganz grien angelaufe is! No, no, wcZ is das t lies gewese, daß ich nach Afrika komme sin! Daß jetzt die Zittie eingenomme werd, das versteht sich am Rand, un wer Hot dann die Ehr derfon? Ich, der Mister Philipp Sauerampfer von die Juneited Stehts. Di Wedesweiler den guck ich gar nit mehr an, wann ich .vidder heim komme, so en seckendhendiger Saluhnkieper. Daß ich sellen Owend en Duft kriegt daß mer iesig zwei hätt draus mache könne un daß noch e bis'che for de dritte iwwrig gebliwwe wär, daß könne Se sich denke. For heit uuß ich stappe. Sellen Brief hen ich Widder mit - den weierlose Tellegräf geschickt un wann ich zu lang an den Zugloch stehn, dann bloht mer der Wind noch mei Ros ab un die brauch ich noch zu viel for in allerhand Sache zu stecke. Watsche Se emol for mein nächste Schreibebrief, do könne Se awwer emol ebbes erlewe. Womit ich verbleiwe ' Nne Jhrn liewer Philipp Sauerampfer. wm m Ein Zvunoer. 8?on 6mma Merk. So elend wie ieftt war'S ihm doch in
seinem ganzen Leben noch nicht gegan gen. Er hatte ein Gcsühl, als müsse er sick auf dem nächsten Kilometerstein niedersetzen und flennen wie em'Kind. Todmüde, hungrig und in dem Sack seiner fadenscheinigen Hose keinen Pfenmg! Nichts nichts mehr ! Allein aus ver ranourüve ln oer sremoen, einsamen Gegend ! l?emiß noch mei lenweit von der Stadt entfernt, in der er Arbeit finden tonnte ! Diele verdammte Erbschaft, die lhn genarrt hatte ! Ein armer Teufel, der sich von seinem zwölften Jahr an sein Brot verdienen mußte und der von der Hand in den Mund lebte, das war er ja immer gewesen. Ader alS Äaxei rergeselle hatte er doch sein Auskommen gehabt. Muß da in der Leitung stehen, lm Oesterreichischen drüben, in einem Torse in Kärnten sei ein Bauer Namen Steingadner gestorben und die Ber wandten sollten sich melden. Nun ja. Etcingadncr hieß er dcch, und daß sein Vater aus Harnten gewesen, das wußte er auch, D denkt einer dcch, es könnte ihm auch einmal ein ßHpck.in den Gcho fallen. Einem Brief traute er nicht. Lieber die paar Sparpsennige herge' nommen und selber hingefahren. Ja, ia, der Hof wär wohl schön gewesen. Und ein Geschwisterkind von seinem Großvater selig war der alte Steingad ner auch. Aber pro st Mahlzeit ! Er muß sich doch den Mund abwischen von der Erbschaft und wieder heimtrollen. Bon Amerika herüber ist ein Bruder des Bauern gekommen, ein steinalter Kerl, den man langst für todt gehal ten. Ter hat ein Tutzcnd Enkelkinder, die sich den fetten Braten theilen. Wenn er in Salzburg nur wenigstens hätte in Arbeit bseiben tönnen ! Aber so ein Pech! Ta wird er auch yoch krank und muß im Spital liegen in der fremden ßtadt. Seine paar Groschen gehen drauf. Die silberne Uhr hat ex verkaufen müssen. Wie ex heiaus, kommt, ist ts Herbst, die Fremden sind fort. Ter Tapezirer haf llichts zu thun, er braucht keinen Gesellen mehr. Zu einem Eisenbahnbillet reicht daZ Geld nicht. Aber nach München muß er, will er, um jeden Pxeiö Sein braver Mtlster Hurtersberger nimmj ihn ja gern wieder. Aber 'eS ist ein weiter Sveg zu Fuß, weiter,' alS er ge': meint. Er- hat auch keine Kraft jn den Knochen von der dummen Krank helt her. Immer noch sind die Berge hoch und nahe. Er steht von dem Stein auf und bückt sich nieder. .Zehn Kilometer noch bis Rosenheim l" . ES geht nicht mehr. Er kann ja nicht mehr vorwärts. Und in Rosen he.m ? Was dann ? Kein Mensch kennt ihn da. Nicht einmal ein Heula ger geben sie ihm umsonst m der frem? den Stadt. Jn Ardeis njnimt ihn fn mand. yigtt und elend wle er ist. ' Soll er bettely ? , ' " Er stellt sich bor, wie er auf dem Bahnhof die Hand ausstreckt und ein. paar Worte murmelt : ' Ein yrner. HandwerkLbursch ! f Wie ihr, hu Gendarm anredet l Witz sitz ikl in das Schubeouree schaben. Nein ! Nein schände, will er nicht er leben Z-Lieber lieber sich aufhängen w ..sin on vn oem noqnen Vum : Er rennt eine Strecke weit, wie im tTAt.l f..... . irnijcgen liicqcno vor lernen eigenen tfT m w t 0k . m m eoanien. vor vem vu neren EntiQiu. Wie im Fieber ist'S ihm wieder. 'AIS ri i f r i t - j 1 nreaie q q;ni m eine iand nach ibm US und vackt; ibn.",errte ihn fort in 'Ven Wald hinein, in ein, hunkizZ A-.- .. - . nJ, . - . . M ' ' ' J wtxnta l Als tUdite er äsn den cidtoi I selnden Strij um seinen Hals.' "! I l5v r?nt .irm(h nnth Pn(i-I V. . T'V! z k v.r lurchtvaren Angpbttlmmuyg z wehrte sich mit lekter Lebenskraft aeaen d'ttfc, Stjmm djf ihm Witz von außen y zuZV.raunen Qein,: .MaQ' ein Eyd'l Eg wird ja doch nichts mehr nit Tlr euDeno kommt er an m Br i m . . aiouciuna, an oas utie icio, t?tr Wieder herauSblicken kann wo t großen, weiten blau Himmel über nq lieyr. wlrv m nwtUküriich leichler, altz würe dit Gefahr hinter ' An.tzinem schmalen Wieienpsad siebt ein Wegzeiger: .Nach Mariensee"! Da unten glitzert ein? stille Fläche und an dem Ufer steht in einem wohlge pflegten Garten ein weißeS HauS mit hellgrünen Lüden; keine Bauernwoh NNl2. eine Villa. LAebaun. Fried:.
Heiterkeit scheinen von dem redenden Besiö auszustrahlen. Es ist nicht Neid, was sich in ihm regt. Dazu ist er zu schlaff, zu niedergeschlagen und müde. Nur ein dampfes Staunen, daß da unten, so nah und doch wie in einer fernen Welt, Menschen leben. de nen es so gut geht, die sich in der Laube an den rolhged'eckten Tisch setzen können, für die eine Menge Früchte an den Bäumen hängen, für die wohl in der Küche gebraten und gesotten wird, denn ein Rauchwölkchen steigt aus dem Kamin in die blaue Lust empor. Er ist erschöpft auf dem Rastn hingesunken zwischen rothblühender Erika, im Schat ten einer Eiche, an der schon leuchtend gelbe Blätter hängen, und wie er so verwundert in dese fremde Wel! hin einblinzelt, die ihm wie ein Parodie? erscheint, fallen ihm die Augen
zu, und er rerglt seinen Hunger und selneHilflosigkeit in einem t.efen Schlaf. Die Sonne ist so gut selaunt an diesem Herbsttage! Sie gießt 5chön heit und wundersamen Farbenreiz' über alle Ecken und Winkel, schüttet solchen Goldregen durch die Zweige der Eiche, verklärt die Landschaft mit solcher Licht fülle und Klarheit, daß in ihrem Zau berglanz auch der arme blasse Mensch, der, lang hingestreckt zwischen den Erika büscheln schlummert, zu einer hübschen Staffage w.rd. Fest und t.ef hat er geschlafen, wohl kine Stunde lang. Und als ihn endlich die kühlere Abendluft weckt, muß er sich lange besinnen, bis ihm das traurige Bewußtsein seines Ichs zurückgelehrt. Ein bischen Kraft meint er wieder zu baben. stelle cht kann er sich dcch noch ins nächste Dorf schleppen iu:d um ein GlaS Milch, um ein Quartier im Stall bitten. Freilich - morgrn wild eS dann sein wie heute! Ein Aufschub ist's nur. Wie er seinen verwaschenen Filzhut zur Hand nimmt, den er neben, sich ge let. da.klarp.'itZ drinnen! Träumt er denn? TaZ tlir.gt ia wie Ge.d Münzen! Erjchroaen schaut er sich um! Will ihn jemand narren? Kein Mensch weit und breit. Nun wagt erL erst zuzugreifen, die Augen aufzu machen. Unhclmlich rieselts ihm über den vtücken. .ahrhastigl Ein Mark stück und ein Thaler! Er sitzt noch im rner mit offenem Mund und großen Vugm und starrt die zwei Mün-.en an. MalwlN fallen ihm ein, die ihm vor zwanzig Jahren seine Mntttr erzählte. So etwas lanns docd gar nicht gelten, so ein Wunder! Und dann mir einem Mal packt ihn die Sorge, es könnten ihm diese zwei Sillerstucke w'.eöer entrissen werden. Ex versteht nun, was sie ihm bedeuten: Warme Suppe, ein Stück Fleisch ? 4 i " I . -3 wtn i eoen : lr kann wieder ausfchr,'iten. Seine Finger drücken sich im Hosensack fest um die' zwei Münzen ; die Berührung gibt ihm Kraft und Muth. Ordentlich athemlsZ kommt er ln daö nöchste' Wirthshaus und verlangt zit teu'.d zu essen. Um jedem Mißtrauen vorzubeugen, legt er gleich das blanke Markstück auf den Tisch. No.dem hat's aschmeckt, Wirthin.sagt die Kellnerin in der Küche. .Wie der mich ang'schaut hat, wie ich ihm die Knödel.uppen hing'stellt hab'. Ja, g'wl' ist's wahr ich hätt' fast weinen muiicn. Erst vor der dampfenden Schüssel hatte er an die Wirklichkeit, des Erlebten geglaubt. - Im nächsten Frühjahr roerdey ln ei ner eleganten Wohnung indyr Leopold' straße ngch her Osterstöberei die Vor? hänge und Portieren wieder aufgemacht, Ter Tapezirer Hurtersberger hat einen Gesellen geschickt. Die junge. Jrgu., die zum ersten Mql' mit lustigem Eifer dieses große Reinmachn in ihrrn schö nem Hei.m udeiwacht hat. war mu dem Arbeiter zufrieden gewesen unh flsistert lhrem Mann,, der lehr ,r?h lst, dles häusliche Unruhe erstanden zn baden, mit. ihren: erhitzten hübschen Köpfchen Z: .Sollen wir den .Tapezirer nicht gleich für die Villa bestellen, Schatz .Sie können Herrn HurterSoerger lagen," wendet sie sich an den Gesellen, da ihr Mann zustimmend nickt, da mir Sie im Mai für ejn rqaj Zygß tq Mariensee brauchen, gus nssrßr Billa ' Dein lrheit.er fki,egt 'eine'rascheRöth fö SsiAt. Mariensee' ryiederhols ef gflnz erregt. .Das ist das weiß ßauS mit den grünen Läden, das s? schön' still und einsam ym See. liegt, cerqdewie g'malt. so Ued und he.. lich. TU junLin Leute sahe?. Ihn verwun tettUfl. ' .Waren Sitrinmal dort? Nur in der Näh'.- gnädige Frau. Aber ich hab' da ein Wunder erlebt, lal icd mein Lebtag nicht ve.rgesj'. Aus der Wanderschaft bin ich g'wesen und wie'S inem IjaÜ manchmal g?ht so bettelarm Md verhunaert. daß ich mir Wr.egt hab', ob ich mich nicht an dem nächsten Bam aufhängen soll. Grad' dct. beydem WegZt'.ger .nach Mariens bin ich hör Lauter Elend eing'schlafen. Wtf vie ich flvch'. liegen vier Mari meinem Hut. Tie Zunge Jr macht unwiöttrsi tne Bemegunz der Ueberraschunc;. La chelnd siebt sie zu ihrem aus. der ihr leise die Hand drtzckr. .So. so. toi Mark.? fragt dieser den Arbeiter schmusend. .Ja, wie sie in den Hut hinemgekom men sind. daö weiß ich hcut noch nicht... ch weiß nur, daß sie mlr dak Le.be ge. rett' hab'n. Wer we Hunger, ahabfc tat. der kann'S ja nicht begreifen. oc8 eS heißt: sich wieder satt, essen. Für em Eisenbahnbillet von Rosenheim nach München Hat'S auch ncch gereicht, ta ind nachher hab ich gleich wieder Wxhit rUH: Aber mich uderläufta heitt nochganZ deiß. wenn. lch vonMeriyrse, reden hör ! Da muß einer doch'a.n ein Wunder glauben, wenn so eine: plöKliche.
Vlls ,ym rem vo.m Hlmmel. 'runter fallt.Ve iynae Frau hatt: ie lachend
Augen gesenkt !Kd lcyaut nachdenNlch vor sich Hirn Der wonnige Herbstnach. mittcg! Wie sie in ihrem Flittcrwochen Uebermuth Arm in Arm in den Wald gelaufen waren und wie sie in ihrer (Älückssülle die Lust angewandelt hatte.
dem vandwerlc'bilrsä'cn. der so - male risch unter der Eiche lag, ein Markstück m den )ut zu werfen. Es war lospaß haft gewesen, aucd ibren rin kerum zukriegn. .Was. Tu aicbit ibm nickts? Schäm' Dich, Tu Geizhals!" Ato lcy yad' ja r;;n Kleingeld, nur einen Thaler! .WaZ liegt daran, und denk' nur. waZ der für überraschte Au gen machen wird, wenn er aufn-lcht!" .Er läuft in das nächste Wirthöhaus und vertrinkt das Geld!- .Ach. laß ihn doch! Er soll auch lustig sein! D.? ganze We'.t soll lustig se.n! Lustig, glücklich w'.e wir!- . Wie su dann fortgefchlichen waren, wie die ausgelassenen Kinder! Wie sie ihren Fritz al'gelüßt hatte, weil er ihren Willen gethan! Uedemuth! Laune! Ein Zufall! Und d'.e 4 Mark hatten einem ordentlichen Menschen da Leben gerettet. Ihn vom Hunger be.rcit, vcm' wir.'li. chen Hunger, den sie nie empfunden, den sie sich kaum vorzustellen ve mochte. Sie war ein junges Glückskind, das im Leben dahintänzclte wie von einem Fest zum andern. Ihr jchauyert mit einem Mal vor diesem Geld, dqs für andere eine furchtbar ernste. Bedeutung halse - wenn Leben und Sterben av einer so winzigen Summe h.ng vo: diesem Geld, das ihr sc achtlos, so sp.elend dur.y dir Finger g itt. 1 Völker ohne Küsse. In China. Japan, Indien. Birma und manchen Inseln ' der Südsee ist der bei uns so beliebte Kuß völlig un bekannt. Junge Chinesinnen und. Ja panerinnen haben keine Ahnung von der Bedeutung eines Kusses, obgleich sie rosige Lippen besitzen und süß zu läckeln verstehen. Manch:r schmachteno Chmise, mancher feurige Jndier denkt nicht daran, seine Geliebte zu küssen, und die Mutter in jenen Län dern-drückt ihr Baby wohl an's Herz, berührt es aber nie mit ihren Lippen. Es ist seltsam, daß die Bewohn der Tropen in dieser Beziehung mit denen der nördlichsten Gegenden übereinstim. men. - Bsi den FökimoZ . besteht der i einem Knsstz am meisten ähnliche Abtausch von Zärtlichkeiten bekanntlich im Aneinanderreiben derRasen der sich liebenden Personen. . B o S h a f t. V.VD!e Braut des Ma ist ja huchelig! . B.: Ja. der schtvärmt für alpintz Schönheiten!"Bei Millionärs. .Sie haben Ihrem Kleinen einen Zahn ziehen lassen was mußten Sie dafür zahlen?" Millionär: .Dem Zahnarzt fünf Mark und meinem Moritzchen fünfzig Mark Gemüthlich. Corporal: Woran erkennen Sie einen Öfficier?Musketier: .An den Sternen!" Corporal: .KönnenSie mir sagen, wie. die Sterne aussehen?"' Musketier: O, die sehen ganz hübsch aus."Backfischsport. Komm, Anna, ich habe noch einige Besorgun zen zu machen, Du kaunst mich btqUU ten!" .Fällt mir gar nicht ein. Du zehst doch nur lR alle Papierläden und fragst, wie viel hundert Verlyhun anzeigen kosten." Die Attraktion. .Das Vild vom Maler SchmierZnsky ha! doch riesigen Erfolg, alles-bleibt davor stehend Ja. aber nicht wegen o?s Äildes. schern wegen seiner beiden r-i'1fJV,.n c". VT ff,f(n '
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