Indiana Tribüne, Volume 23, Number 103, Indianapolis, Marion County, 31 December 1899 — Page 3

Die

fedje öcs Spaniers. Steinen aus der Zeit des spanischem, rikanisckzcn Krieges.. Oozz Karl Ncutcr.Kerger. Cipyright iSS by the Gennaa Presi & Plato Co (6. Fortsetzung.) 15. Aus den nach der Gartenseite gele pcncn Gemächern der Residenz des Po lizcirichters Don Fernando di Bermen guez fluthete Heller Lichtschimmer, wahrend nach der Straßenseite alles dunkel war. Dennoch war der Saal nach letzterer Seite hm hell erleuchtet. doch wurde das Licht durch dichte Rou leaux und schwere Damastvorhange zu . rückc;ehalten. J.-.folge dessen herrschte 1 V 1 rr 1 t . .f"i in Dzm mu viigaiicnraucg gesUUlen Raum eine schwule, druckende At niosphäre. Die Anwesenden, ungefähr r?' - 1 m r . ' lunlunozwanzig Personen, cicgan: gekleidet und augenscheinlich den besseren Ständen angeh'örig, schien das aber wemg zu genlren. Die Herren saßen an einer langen Tafel, welche mit Pa Pieren, Zeitungen, Büchern und Glafern bedeckt war. Zwei Bediente reichten Wein und Limonade mit Eis herum. Die Unterhaltung war eine sehr animirte und zwanglose, dabei so laut und lebhaft, daß man sich wundern mußte, wie es nur möglich war, daß die Sprechenden sich gegenseitig verstehen konnten. Am obern Ende der Tafel, einige Schritte von derselben entfernt, befand sich ein Podium, zu welchem drei Stusen führten, mit einem mit rothem ' Tuche behangenen Tische, auf welchem ein Crucifix und zwei Kerzen standen. Hinter dem Tische, unker einem roth und gelb gestreiften Baldachin, auf welchem das Wappen Spaniens angebracht war, stand ein Sessel mit hoher, geschnitzter Lehne. Der Hausherr, Don Bermenguez, erhob sich jetzt und nahm auf dem Sessel Platz. Er klopfte mit einem Hammer auf den Tisch und nachdem endlich soviel Ruhe eingetreten war, daß er sich verständlich machen konnte, sprach er: Brüder und Mitglieder des Clubs Espana! Ich erkläre hiermit die offizielle Sitzung für eröffnet. Zuerst habe ich Euch die erfreuliche Mittheilung zu machen, daß es mir gelungen ist, ein neues Mitglied für unsern . Club zu gewinnen, ein Mitglied, das unserm Bund nützlich sein kann und wird. Es ist ein Mann, der vor keinem Hindernisse zurückschrickt, wenn es gilt, die Interessen unseres glorreichen Landes und unsere eigenen zu wahren und zu befördern. Und da ich mich in jeder Hinsicht für ihn verbürgen kann, schlage ich vor, daß in diesem Falle die üblichen Prüfungsformalitäten dispensirt und mein Candidat sofort als vollgiltiges Mitglied ausgenommen wird. Wenn Niemand etwas dagegen einzuwenden hat, betrachte ich das als allgemeine Zustimmung." Er hielt inne und da alle schwiegen, fuhr er fort: Ich danke Euch. Brüder, ich werde jetzt den Candidaten einführen." Er begab sich in ein ansioßendes Gemach und kehrte nach kurzcm Verweilen, Manuel am Arme führend. wieder herein. Hier, meine Brüder," sprach Don Bermenguez, seinen Gast zu der Tasel führend, stelle ich Euch den edlen Don Manuel Ramos di Larrinaga y Olano vor. ein treuer Sohn Spaniens, ein echter Caballero, der unsere Sache zu der seinigen machen wird." Von allen Seiten wurden dem also Vorgestellten die Hände entgegengestreckt und Don Bermenguez machte mit ihm die Runde, ihm den Namen jedes einzelnen Mitgliedes nennend. Dann sprach er: Seid Ihr bereit, sogleich den Eid zu leisten, der Euch bis zu Euerm Tode zu einem Mitgliede des Bundes Espana" macht?" Ich bin es, Sennor!" entgegnete Manuel fest. Gut, so wartet einen Augenblick!" Der Präsident nahm auf seinem Sessel Platz, einer der Diener zündete die beiden Kerzen an und dann führten zwei Mitglieder den Candidaten vor den Tisch. Erhebet Eure Rechte zumSchwur!" gebot der Präsident. Manuel that es. Don Manu:l Ramos di Larrinaga y Olano, schwöret vor Gott und der heiligen Jungfrau, daß Ihr niemals verrathen wollt, weder durch Worte, Zeichen noch Schrift, was Ihr hier seht, hört und erfahrt; daß Ihr jedes Mitglied dieses Bundes als Euren Bruder betrachten wollt, für den, wenn' es sein muß. Euer Leben zu lassen Ihr bereit seid; daß Ihr alle Anordnungen und Aufträge, die der Bund beschließt, oder die Euch vom Präsidenten oder seinem Stellvertreter gegeben werden, ohne Widerspruch ausführen ' wollt; schwöret!Jch schwöre es!" sprach Manuel laut. Der Präsident stieg von seinem Sessel, fchitelte Manuel die Hand und sprach: Zch grüße Euch als Bruder!" Auch die übrigen MrMer hatten sich erhoben, traten der ReiheNSch heran und begrüßten Manuel ausgleiche Weise. . , Nachdem diese Ceremonie vorüber nlar und Manuel seinen ihm zugewiesien Platz am oberen Ende der Tafel 'eingenommen -hatte, bestieg der Prasi--'dent wieder seinen Sitz und die Ge'schäftsverhandlung begann. , ) Was habt Ihr uns zu berichten. , Bruder di Montero?" wanvte er sich an jfcen Sekretär, welcher eine Menge Pa'piere und Dokumente vor sich liegen hte. j ' Don Rodriguez di Montero, ein lMann in den Fünfzigern, eine flöhe, k hagere Gestalt mit gelblich blassem Ge sichte, das durch eine d'cke rothe 9farb 'auf der linken Wange verunziert wurde. erhob 'sich und sprach mit schar

fer. durchdringender Stimme: Meine

Brüder, nichts Gutes habe ich Euch diesmal zu beuchten. D:e Wolken zte, hen sich immer dichter zusammen und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Sturm losbricht. Aber wir wollen dafür sorgen, Brüder, daß, wenn er losbricht, wir Nicht der schwankende Baumwipfel. sondern der mederschmet ternde Blitzstrahl sind. Zuerst will ,ch das Geschastliche erledigen. Am 20. Januar, also morgen, sind die letz ten 1000 Pesetas an Dr. Maximo Zartucha zu zahlen für unserm Bund geleistete werthvolle Dienste; wie schon gesagt, dies ist die letzte Rate. Diese Summe wird, wie die bereits bezahlte. durch freiwillige Beiträge seitens der Mitglieder unseres Bundes aufgebracht und können nach Schluß der Sitzung die Beitrage gezeichnet wer den." In diesem Momente erbob stck Ma uel und sprach: Ich Hüt um's Wort. Bruder Präsident!" Bruder di Larrinaga hat das Wort." Ich mochte den Bruder Sekretär um eine kurze Aufklärung bitten. War nicht Dr. Zartucha der Leibarzt des Rebellenführers Antonio Maceo?" Derselbe!" entgegnete Don Montero. Und was waren die dem Bund Espana geleisteten Dienste?" Dr. Zartucha war es, welcher unS den Rebellenführer in die Hände spielte." Ah jetzt verstehe ich. Dann gestattet, daß ich als neues Mitglied und um meine Loyalität zu beweisen, die tausend Pesetas allein zeichne." Bravo, Don Manuel." rief der Präsident, ich wußte es ja, daß Ihr ein gutes Mitglied sein würdet. Wir nehmen diese Offerte an!" Und ich stelle den Antrag," sprach Don di Montero, daß unserm heute gewonnenen Bruder ein Dankesvotum des Bundes für sein generöses Anerbieten abgestattet wird!" Unterstützt!" hieß es von allen Seiten. Der Antrag ist gestellt und unterstützt worden," sprach der Vorsitzende, unserm Bruder Don Manuel Ramos di Larrinaga y Olano den Dank der Brüder auszusprechen; alle die dafür sind, wollen gefälligst Ja sagen" Ja! erscholl es einstimmig. Manuel verbeugte sich leicht und sprach: Ich danke Euch, Brüder, für die mir bezeugte unverdiente Ehrenbezeugung, ich habe nur gethan, was ich für meine Pflicht erachtete." Nachdem das beifällige Gemurmel verstummt war, fuhr derSekretär fort: Ich habe zu berichten, daß der Jnsurgenten - General Garillo mit 1000 Rebellen von Santa Clara nach der Provinz Matanzas aufgebrochen ist, um sich mit den Generälen Suarez und Cepero zu vereinigen. Unser Hauptmann Cahalcorri. dem es gelungen war. den Rebellenführer Billenueva gefangen zu nehmen, ist von den Insurgenten überfallen und sammt fünfzehn von seinen Mannschaften getödtet worden. Unsere - Spione haben den Aufenthalt der Geliebten des Rebellengenerals Nesoir Aranguren ermittelt und wird er jedenfalls in den nächsten Tagen in unsere Hände fallen. Ein Amerikaner. Namens King, welcher angeblich die hiesigen Zustände studucn will, stelzt im Verdachte, em Spion der Regierung der Ver. Staaten zu sein. Einer von unseren Leuten bewacht ihn auf Schritt und Tritt und hat den strikten Befehl, den Yankee stumm zu machen, sobald derselbe seine Nase zu tief in unsere Angelegenheit steckt. Ferner habe ich zu berichten, daß auf Veranlassung unseres Bundes am 13. Januar die Gebäude der Zeitungen La Discussion", El Concentrudo" und Diario de la Marina" von hundert Officieren unserer Armee mit der geHeimen Zustimmung des Militär-Com-mandeurs von Havana.Generals (öarricha, gestürmt und theilweise demolirt wurden. Genannte Blätter hatten gegen unsere Sache gerichtete Artikel geracht. Das Wichtigste kommt zuetzt." Der Sekretär zog ein Schriftstück aus seiner Tasche, entfaltete es und fubr fort: Von unserm Geheimagenten in Washington habe ich folgende Chiffre - Depesche erhalten: Präsident McKinley und mehrere Mitglieder seines Cabinets hielten soeben eine geheime Sitzung ab. Die Verbältnisse auf Cuba wurden erörtert und es für nothwendig erachtet, ein Kriegsschiff zur Wahrung der Intereffen der Ver. Staaten nach Havana zu schicken.. Zu diesem Zwecke wurde das Kriegsschiff Maine" in Vorschlag gebracht, welches jedenfalls in den nächsten -Tagen Ordre erhalten wird, nach , Havana abzudampfen. Sobald Positives bekannt, werde ich weitere Naö richt schicken." So, das wäre alle'.." Er setzte sich. Einen Moment herrschte Schweigen. Dann erhob sich Manuel und sprach: .Entschuldigt, Bruder, wenn ich wieder eineffrage stelle und umAufklärung bitte.' Ist diese Nachricht von Washington durchaus zuverlässig?" jfta eder Einsicht zuverla stg, Bruder." entgegnete der Präsident. Eins kann ich aber nicht verstehen," meinte Manuel, wie konnte unser Agent Kunde von der Verhandlung dieser geheimen Sitzung erhalten?" Don Bermenguez lachte laut auf. Wie. Bruder Manuel. Ihr seid viele Jahre in den Vereinigten Staaten' geWesen, und wißt noch nicht einmal, daß diese Jankee Staatsmänner und Politiker sind wie nun, wie eine Cigarre?" Ich verstehe Euch nicht, Bruder Präsident, wieso gleichen sie einer Cigarre?" Nun, eine Cigarre kann man sich doch kaufen, nicht wahr?" Alle fingen an zu lachen und auch Manuel stimmte mit ein und sprach: .Jetzt verstehe ich! Freilich wußte ich,

daß die gewohnliche Politikerbande käuflich sei, aber daß so etwas auch unter den höchsten Beamten möglich ist, hätte ich doch nicht gedacht!" Bei den Yankees ist alles käuflich, kommt nur darauf an, ob man den Preis zahlen kann," sprach Don Bermenguez verächtlich. Also Ihr habt es gehört, Brüder, die Aankecschweine wollen uns ein Kriegsschiff auf den HalZ schicken, was soll in dieser Angelegenheit geschehen?" Eines der Mitglieder erhob sich' und sprach: Ich denke, wir ersuchen unfern Agenten in Washington, uns Aufklärung darüber zu geben, was unter dem Satze: Zur Wahrung der Intereffen der Vereinigten Staaten" zu verstehen ist. Es kann ja auch möglich sein, daß ein Schiff durchaus in friedlicher Absicht geschickt wird, lediglich um die hiesige amerikanische Colonie zu schützen, falls eS zwischen uns und den Rebellen zu einem ernstlichen Zusammenstoß kommen sollte." Manuel, welcher während dieser Rede starr vor sich hingeblickt hatte, leerte jetzt hastig ein Glas Wein, erhob sich und sprach: Noch einmal, Brüder, muß ich eine Frage stellen: wie steht unser Bund mit den höchsten Behörden hier in Havana?" Auf dem denkbar besten Fuße," sprach der Präsident, sämmtliche hervorragende Beamte sind Mitglieder unseres ClubS. Unser früherer Gouverneur. Valeriano Weyler, war Ehrenmitglied und so ist es unser jetziges Oberhaupt der Insel, General Roman Blanco. Ich sage nicht zuviel, wcnn ich behaupte, daß unser Club die höchste Macht dieser Insel repräsentirt!". Jedes hier landende Schisf erhält von der Behörde seinen Ankerplatz zu-

gewiesen, nicht wahr?" .Selbstverständlich!" Und unter Umständen könnten wir. ich meine unser Bund, den Platz bestimmen, wo gewisse Fahrzeuge Anker werfen sollen?" Wenn wir es so wünschen, das heißt, wenn es zu unserem Interesse ist. gewiss!" entgegnete der Präsident. Ja, es ist zu unserem Interesse," sprach Manuel langsam. Dann hielt er inne, blickte starr in die Ferne, als sehe er eine Vision, und ein damontsches Lächeln umspielte seine Lippen. Er fuhr fort: Der Herr, ich wollte sagen ver ruoer, welcher vor mir sprach, meinte, wir sollten unsern Agenten in Washington ersuchen, uns eine genauere Aufklärung über die Bestimmung des Kriegsdampfers zu geben. welcher hierher geschickt werden soll. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach bedarf es dessen nicht. Wie lautet doch der Wahlspruch unseres Bundes? Wer nicht mit uns ist, der ist gegen uns. und wer gegen uns ist, den derNichten wir. Nun frage ich Euch, Brüder, lst dieser amerikanische Knegsdampfer mit uns?" Nein, niemals!" erscholl es durcheinander. Also was bleibt uns dann übrig?" Da keiner antwortete, sprach er langsam, jedes einzelne Wort betonend: Dann vernichten wir ihn!" Verblüfft, fast bestürzt, blickten alle auf den neuen Bruder, der mit einer solchen Ruhe einen solchen ungeheuerlichen Gedanken aussprach, welcher, dessen wurde sich mancher unwillkürlich bewußt, wohl tief in der Brust schlummerte. den zu wecken es aber eines starken Anstoßes bedurft hätte. Der Sprecher von vorhin ergriff nun wieder das Wort: Nun möchte ich eine Frage an unsern neuen Bruder stellen: Was ist mit dem Ausspruche Dann vernichten wir ihn gemeint? Nichts mehr und nichts weniger, als was damit gesagt ist, der amerikanische Kriegsdampfer, wenn ein solcher hierhergeschickt wird, muß vernichtet werden!" Ihr redet eine kühne Sprache, Bruder." sprach der Präsident, wißt Ihr auch, daß es einer noch kühneren That bedarf, wenn Eure Worte nicht leere Phrasen sein sollen?" Und zweifelt Ihr daran,-Bruder Präsident, daß eine solche That ausgefuhrt werden kann und ausgeführt wird?" Eine solche Frage ist schwer zu beantworten und hat nach meinem Dafürhalten auch keinen Zweck. Erstens ist noch kein amerikanischer Kriegsdampfer hier, und zweitens, wenn dies der Zfall wäre, könnte ein solches Unternehmen verhängnibvoll für uns und unsere Sache werden." Manuel lachte höhnisch auf und sprach funkelnden Blickes: Seid Ihr Männer der That oder seid Ihr Feiglmge. Knaben, deren Heldenthaten in leeren Prahlereien bestehen? Ich kenne diese Jankeehunde. sie wollen unter dem Deckmantel der Humanität unsere schöne Insel an sich reißen. Zuerst schicken ste einen Kriegsdampfer, zur Wahrung ihrer Interessen ha ha, natürlich zur Wahrung ihrer Interessen, sie werden auch noch em zweites und drittes Schlachtschiff zur Wahrung ihrer Interessen schicken! Und wenn wir jetzt feige zögern, so verdienen wir es mcht besser, als daß uns die Perle der Antillen entrissen wird! Darum sage ich noch einmal, vernichten wir den Dampfer, den die Aankeeregierung schickt! Wenn Keiner von Euch den Muth hat, den Schlag zu fuhren, so will ich das Werkzeug sein! Mir haben die Amerikaner entrissen und gemordet, was mir lieb und theuer war auf Erden! Ich habe denSchwur gethan, mich zu rächen, Auge um Auge, Zahn' um Zahn! Es nimmt das Blut Tausender dieser Nankees. um meinen Rachedurst zu löschen, den einzigen Zweck, den mein Dasein noch hat! Uno nun zur Sache! Handeln wir wie Männer . und Söhne Spaniens! Kein weibisches Zaudern! Ich stelle den Antrag, daß das Kriegsschiff, wetches die Amerikaner hierherschicken wollen, vernichtet werde!-..

Unterstützt!' riefen mehrere Stimmen. . Der Antrag ist gestellt und unterstützt worden," sprach der Vorsitzende langsam, daß der Kriegsdampfer, den die Regierung der Vereinigten Staaten hierhr.lchicken wird, vernichtet werde. Wünscht noch einer der Brüder in dieser Angelegenheit das Wort zu ergreifen? Bedenkt wohl, was Ihr thut, ehe Ihr in dieser wichtigen Sache einen endgiltigen Beschluß faßt!" Ich stimme der Ansicht des Antragstellers bei," sprach der Secretär mit seiner schrillen Stimme, die Jankees bedrohen unsere . Existenz mehr als mancher von uns ahnen mag. sie sind unsere Feinde, wenn auch noch nicht öffentlich, und daum sage auch ich: Nieder mit ihnen, vernichten wir das Kriegsschiff!" Hat noch sonst Jemand etwas in dieser Angelegenheit vorzubringen? Wenn nicht, so schreiten wir zur Abstimmung. Alle, die dafür sind, daß das amerikanische Kriegsschiff, welches hierhergeschickt werden soll, vernichtet werde, wollen gefälligst Ja sagen!" Ja!" erscholl es laut, doch schien es. als ob nicht alle einstimmten. Dagegen?" Niemand äußerte einen Laut. Der Vorsitzende schlug mit dem Hammer auf den Tisch: So angenommen!" Und nun, Bruder Larrinaga," fuhr er fort, wollt Ihr uns gefälligst erklären, wie die Sache eingeleitet werden soll?" Das ist sehr einfach, Bruder Prasident." sprach Manuel, dessen Augen im dämonischen Triumphe funkelten, wir bestimmen den Platz, wo das amerikanische Kriegsschiff Anker werfen soll. Bis zum Eintreffen des Schiffes haben wir Zeit genug, an dem betreffenden Platze Minen, Torpedos oder wie die Vernichtungsapparate heißen mögen, anzubringen, welches, da uns die Behörden zur Seite stehen, mit keinerlei großen Schwierigkeiten verbunden ist, nur muß die größte Heimlichkeit beobachtet werden. Aber nicht gleich darf der Schlag fallen, wir müssen harmlos erscheinen wie die Tauben, aber mit Schlangenklugheit unsere Pläne legen und ausführen. Unsere Behörde muß die Jankees auf das Freundlichste empfangen und bei

ihnen die Ueberzeugung hervorrufen, daß ihr Besuch ein angenehmer und Willkommener sei. Erst wenn dies gelungen ist und die Vankees sich vollständig sicher und wie zu Hause fühlen. darf der Schlag fallen!" Bruder Manuel, Ihr seid ein großer Diplomat!" sprach Don Bermenguez lächelnd. Der Haß ist ein guter Lehrmeister entgegnete Manuel düster.. Wenn welter Nichts vorliegt, erkläre ich hiermit den offiziellen Theil der Versammlung für geschlossen!" Der Präsident erhob sich und nahm seinen Platz am oberen Ende der Tafel ein. Ihm zunächst zur Rechten saß Manuel, dem er stumm die Hand druckte. Champagner her! nef er den wieder eintretenden Dienern zu. Ich ahne, Bruder, daß das Ereigmß dieses Abends ein wichtiges Kapitel in der Geschichte unseres Bundes, bilden wird. daS würdig gefeiert werden soll. Im perlenden Schaumwein wollen wir auf das Wohl Spaniens und unseres Bundes, und auf die Vernichtung unserer Feinde, besonders der Amerikaner. trinken!" 16. Was war das? Donna Marietta lauschte. Sie hatte vor einer Viertelstunde ihrem Kutscher den Befehl zum Einspannen gegeben, sie wollte ihre abendliche Spazierfahrt nach dem Prado machen und stand nun vor dem Spiegel, damit beschäftigt, das zarte Gewebe der schwarzseidenen Mantilla kunstgerecht um das Haupt zu winden. Plötzlich war ein schriller Schrei an ihr Ohr gedrungen. Wohl eine Minute lang stand sie regungslos und lauschte. Wieder ein klagender Schrer. Diesmal aber hatte sie die Stimme ihrer alten Duenna erkannt. Die Mantilla von sich schleudernd, eilte sie durch mehrere hellerleuchtete Gemächer nach dem von dem Dienstpersonale bewohnten Theile des Hauses. Vor der Thür des Gesinde - Zimmers machte sie Halt. Aus dem Innern desselben drang das Stöhnen Pepitas, dann die Worte: O mein Pedro, mein Sohn, was haben sie mit Dir gnacht!" Marietta öffnete leise die angelehnte Thür und ein seltsamer Anblick bot sich ihr dar. Auf einem Stuhle saß die Gestalt eines großen bärtigen Mannes, unbeweglich, die Arme an beiden Seiten schlaff herabhängend. Der Körper schien nur noch aus Haut und Knochen zu bestehen. Die Augen in dem grauen schmutzigen Antlitz lagen tief in den Höhlen und waren halb geschlossen. Me weißen Zähne, rber die sich die blutlosen Lippen nicht mehr schließen wollten, schimmerten durch den struppigen schwarzen Bart. Seine Kleidung war schmutzig, theilweise zerrissen. die nackten Füße mit Wunden und Beulen bedeckt. Pepita kniete vor ihm auf dem Boden. streichelte liebkosend die herabhängenden Hände und wiederholte immer wieder klagend die Worte: Mein Pedro, mein armer Sohn, was haben sie mit Dir gethan!" Marietta trat näher und wurde von ihrer alten Duenna bemerkt. O, meine Herrin!" rief sie, dies ist mein Kind, mein Pedro, ach, mein Traum! er wird in Erfüllung gehen, gewiß, er wird seht nur, mein Kind stirbt! Bis hierher hatte er sich geschleppt, um noch einmal sein Mütterchen zu sehen, draußen auf der Veranda war er zusammengebrochen, dort fand ich ihn ach, mein armer Pedro!" Marietta überzeugte sich auf den ersten Blick, daß sie keinen Sterbenden

vor sich hatte, sondern daß der Mann infolge von Hunger und Entkräftung ohnmächtig geworden war. Verliere doch keine Zeit mit nutzlosem Jammern, Pepita, siehst Du denn Sicht, daß Dein Sohn nur schwach ist vor Hunger? Schnell, hole Wein, auch etwas Wasser, nebst Brot undEiern, er muß essen und trinken!" Die alte Frau blickte ihre Herrin groß an. Plötzlich begriff sie, um waS es sich handelte, sprang auf und eilte in die Küche. Donna Marietta zog ein Crystallfläschchen mit Goldverschluß aus der Tasche, öffnete es, und hielt es dem Ohnmächtigen unter die Nase. Ein Zittern durchflog die Gestalt, dann kam ein schwacher Athemzug, dem bald ein stärkerer folgte. Die Finger spreitzten sich tastend aus, dann erhob Pedro langsam sein Haupts Als sähe er eine Erscheinung 'aus einer andern Welt, so starrte er das schöne junge Weib an. Kein Wort kam über seine Lippen, doch aus seinen Augen sprach ein Gemisch von Bewunderung und Ehrfurcht, Zweifel und Hoffnung. Pepita kam mit verschiedenen Speisen und einer Flasche Wein beladen, herein. Als sie sah. daß ihr Sohn sich aufgerichtet und die Augen geöffnet hatte, schrie sie in freudigem Schreck auf: Mein Sohn lebt die heilige Madonna hat ein Wunder gewirkt!" Rasch stellte sie das Tablet mit den Speisen hin. füllte ein Glas mit Wein und Wasser und hielt es ihrem Sohn an die Lippen. Mit langen Zügen sog er den Trank ein. Wie fühlst Du Dich jetzt, mein Kind, kannst Du sprechen?" Ich habe Hunger, Mutter," kam es wie ein Hauch über die blutleeren Lippen. Im nächsten Momente kniete die alte Frau vor ihm und hielt ihm das Tablet mit den Speisen dicht vor den Mund. Pedro aß. Das heißt, ein Essen war das schon nicht mehr zu nennen, das war ein gieriges Hinunterwürgen der Speisen, wie ein von der Qual des Hungers gemartertes Thier sie verschlingt. In kurzer Zeit waren die Speisen, welche genügten, den gewöhnlichen Hunger von zwei Personen zu stillen, verschwunden. Donna Marietta setzte eine Glocke in Bewegung und sprach zu dem gleich darauf eintretenden Dienstmädchen: Rosina. sag dem Kutscher, er soll wieder ausspannen, ich fahre heute nicht mehr aus!" Nachdem das Mädchen verschwunden war. wandte sich die junge Frau wieder an ihre alte Duenna und sprach: So, mehr darf Pedro seinem Magen nicht auf einmal anbieten, er könnte noch zu schwach sein. Ein Glas Wein darfst Du ihm aber noch geben. Nach einer Weile kehre ich zurück, da kann Dein Kind" dabei spielte ein Lächeln um ihre Lippen uns erzählen, was ihm begegnet ist und wie er hierher kam!" Als Donna Marietta nach einer halben Stunde zurückkehrte, saßen Pepita und ihr Sohn am Tische. In den Augen des Mannes war der erloschene Glanz zurückgekehrt und ein mattes

Roth färbte seine Wangen. Als er die schöne Herrin des Hauses gewahrte, nahmen seine Augen einen Ausdruck von Ehrfurcht und Bewunderung an. Pepita eilte ihrer Herrin entgegen, küßte ihr die Hand und sprach: Er ist gerettet, gerettet. Dank der seligen Madonna und Euch, gütige-Herrin!" Warte mit Deinem Danke, Pepita, denn noch habe ich nichts für Deinen Sohn gethan, denn was ich that, hättest Du auch thun können. Aber vielleicht kann ich ihm nützlich sein und darum muß ich seine Geschichte kennen, die Ursache seines Hierseins; denn wenn ich mich nicht irre, ist er ein Flüchtling!" Sprich, mein Sohn," wandte sich Pepita an den jungen Mann, erzähle Alles,, meine Herrin ist wohl eine Spanierin. aber ihr Herz ist das eines Engels. sie wird Dir helsen und unter threm Dache bist Du vor allen Verfolgungen sicher!" Donna Marietta hatte sich auf einen Schaukelstuhl niedergelassen, der so stand, daß Pedro nur ihr Profil sehen konnte. Sie wußte selbst nicht warum. aber der Blick aus diesen eingesunkenen Augen berührte sie peinlich. Sie fühlte instinktiv, daß sie vermeiden mußte, den ffunken zu schüren, welcher in den groben Augen dieses einfachen Landmannes seinen Abglanz fand. Nun erzähle doch," mahnte Pepita ungeduldig, als ihr Sohn noch immer wie verzaubert die schöne Wittwe anstarrte. Pedro strich sich über die Stirne, hüstelte verlegen, sprach aber kein Wort. Erzähle nur, Pedro, erzähle alles, wie und warum Du hierherkamst," mahnte Donna Marietta freundlich. Und Pedro begann. Anfangs klang seine Stimme schüch tern. aber bald schon schwand seine Scheu. Ob es der genossene Wein oder die schöne Frau war, die ihm wie ein Wesen aus einer besseren Welt dünkte, die seine Zunge so beredt machte, darüber wußte er sich keine Rechenschaft abzulegen, er wußte nur, daß er nie geahnt hatte, daß er so fließend erzählen körme. Ich wohnte," so begann er, friedlich auf meinem einsamen Campo, nicht weit von Buenvilla. Das ist ein kleines Dörfchen, Sennora, in der Provinz Santiago de Cuba, zwischen den Bergen versteckt. Dort wurde ich geboren und erzogen und dort wohnten meine Freunde. Der Liebste von diesen war mir Rafael Aliman, mein Nachbar. Wir spielten und rauften als Knaben zusammen, aber die Freundschaft erblaßte nicht, als wir größer wurden. Im Gegentheile, sie erstarkte und wir waren unzertrennlich. Rafael war sianj anders wie meine

übrigen Freunde. Seine Augen hatten die narbe des Himmels und seine Haare schimmerten wie Gold. Er war ganz anders wie wir anderen, er blieb immer ernst, wenn wir lachten und doch war er ein Jahr jünger wie ich. Rafael konnte lesen und schreiben, das hatte er von seiner Mutter gelern?, welche starb, als er zwölf Jahre alt war. Jeden Samstag ritt er nach Buenvilla und brachte Zeitungen mit, die er mir vorlag wenn wir desSonnwgs zusammen im Schatten der Palmen saßen und Cigaretten rauchten. Je diesen Zeitungen stand alles, was in der Welt passirte, besonders aber, was unsere Brüder an der anderen Seite der Trocha Jncara - Moron zu leiden hatten, von den blutdürstigen Spaniern, Verzeiht, Sennora, aber ich kann nicht glauben, daß Ihr eine Spanierin seid, Ihr seid ein Engel! Wenn Rafael dann las von der Noth, dem Hunger und Elend unserer Brüder und wie sie zu Tode gequält oder abgeschlachtet wurden, dann blitzten seine blauen Augen, seine Stirne zog sich in Falten und seine Fäuste ballten sich. Oft sprang er dann auf und rief: Wir sind Feiglinge, Pedro, warum ziehen wir nicht hin und helfen unsern Brüdern und säen unser Blut, damit der herrliche Baum der Freiheit daraus erwachse und seine Zweige schützend über unsere schöne Heimathinsel breite?" Ich wußte hierauf nichts zu sagen. Was hätte ich auch' sagen können. Er wußte ja alles befser wie wir Anderen. Und ich liebte: die Scholle, worauf ich geboren worden. und nur zuweilen hatte ich Sehnsucht nach meinem Mütterchen, das fern in der großen Stadt weilte. Aber von Zeit zu Zeit, bekam ich einen. Brief,, den ihre Freundin geschrieben und dew Rafael mir vorlas. Da stand danir darin, wie mein Mütterchen so glück--lich sei und wie sie eine so gute Herrin habe. Gewundert habe ich mich freilich nicht darüber, denn Sennor Santalo, Gott habe ihn selig,, war einer der besten Menschen, die je gelebt, und ein. so guter Herr konnte auch nur einegute Gattin haben. Ate mein Vater auf dem Todtenbette lag, da sprach er: Pedro, wenn Du jemals in Noth kömmst und der Hilfe, bedarfst, so wende Dich an meinen alten Freund Rodriguez Santalo. Er hat ein großes Haus in Havana und ist reich und schon oft hat er mich eingeladen, zu. ihm zu kommen, er wolle, mir eine gute Stelle auf seinen großen Tabaksplantagen geben, aber ich liebte den Platz, zu sehr, wo ich geboren, und mochte nicht fort. Jetzt sterbe ich und will unter dem Rasen ruhen, auf dem mein Fuß als Knabe und Jüngling und Mann gewandelt hat." Das sagte mein Vater und bald darauf starb er. Einige Jahre darauf bekam meineMutter ein großes Schreiben von Don. Rodriguez Santalo und da stand darin, daß er eine Gattin genommen habe und wünsche, daß die Wittwe seines alten Freundes die , Duenna, die Schützerin und Hüterin der holden Blume werde, die den Sonnenschein in sein Haus gebracht habe. Ich sollte mitkommen, er wolle gut für mich sorgen. Meine Mutter folgte dem Rufe, aber ich mochte mich nicht trennen von der heimathlichenScholle und blieb einsam zurück. Aber doch nicht einsam,, denn ich hatte meinen Freund Rafael!" Er hielt inne, wie um sich zu besinnen und seine Stimme war matt geworden infolge der Schwäche. Trink noch ein GlaS Wein Pedro," sprach Donna Marietta gütig. Pepita, die sich bei der Erzählung ihres Sohnes zuweilen verstohlen eine Thräne von der Wange gewischt hatte, schenkte ihm rasch ein Glas des feurigen Rebensaftes ein, das Pedro mit einem Blick rührender Dankbarkeit auf die junge Wittwe leerte. Dann fuhr er fort:. Vor etwcr drei Monaten merkte ich. daß Rafael allmälig ein ganz anderer Mann geworden war. Er arbeitete nicht mehr auf seinem Felde, sondern ging von einem Guajiro zum andern, und forderte sie aus, ihr Heim und ihre Felder zu verlassen und mit ihm zu ziehen in den heiligen Krieg um CubaS Freiheit. Aber die Guajiros in der Provinz, Santiago de Cuba waren Pacificos, sie wollten bleiben, wo sie waren. und ihr tägliches Brod in Frieden essen. Auch zu mir kam Rafael zuletzt, und ich ging mit ihm. Was hätte ich auch anders thun können? Er hatte Gewalt über meine Seele und wenn er zu mir gesagt hätte: Komm, Pedro, wir gehen in die Hölle," so wäre ich mit ihm gegangen. Nachdem ich Haus und Feld der Obhut eines alten Nachbars übertragen hatte, brachen wir auf. Am zweiten Tage stießen wir auf einen Trupp Insurgenten, der von einem ge wissen Nnnez Navareta angeführt wurde. Wir schlössen uns denselben an. Ein wildes Leben war's. Immer weiter vorwärts ging's und immer großer wurde unsere Zahl. Die Meisten waren, nur mit einer Machete bewaffnet, zu den Wenigen, die ein Ge wehr hatten, zählte auch Rafael. Bald machte sich auch hier der Einfluß seiner Persönlichkeit geltend, nicht lange, so war er der Führer eines Theils der Truppe. Wir kamen in die Nähe der Trocha Juacara - Moron. Nunez Navareta wollte abwarten, bis dieZahl unserer Mannschaften sich wenigstens verdoppelt hätte, ehe der Versuch gemacht werden sollte, die Trocha zu durchbrechen. Davon wollte Rafael aber nichts wissen, er hielt eme feurige Rede, wie eben nur er reden konnte, welche ö?ie ein Windhauch die glimmende Kohle, in der Brust die Flammen des Muthes entfachte. Alle waren bereit, ihm zu folgen bis in den Tod,

nur Nunez Navareta, welcher sein Ansehen m Nichts dahinschwinden sah, widersetzte sich und wollte seine Autorität geltend machen. Aber es nutzte ihm nichts, die Männer folgten Rafael und Navareta blieb zornesbleich zurück.

(Fortsetzung folgte

Kür dke Mche. Wurzelsuppe. Cm Sellerieköpf, eine Petersilienwurzel und zwei gelbe Rüben werden gut gereinigt, danach gerieben und mit Butter 10 Minuten geschmort. Alsdann gibt man Knochenbrühe oder auch Wasser dazu, etwas Salz einige geschälte, in kleine Stücke geschnittene Kartoffeln, $t kleine Zwiebeln, läßt Alles weich kochen, rührt die Suppe durch und gibt sie, mit zwei Eidottern, welche in etwas süßer Sahne verquirlt werden, über gerösteten Brotscheibchen zu Tjsch. Gefüllter Hase. Der Hlse wird nur durch eine kleine n dem Bauch gemachte Oeffnung usZenommen, .jedoch so rein,, daß, man nicht iw thig hat, ihn zu waschen,, was dem Wildpret stets nachtheilig ist. Die Leber wird sehr fein, geschnitten,, so viel femgesioßener Speck,, als die. Leber beträgt, und viermal, so viel ebenfalls feingesioßenes Kalbfleisch dazugethan, nebst einem Eßlöffel Petersilie, und einem Eßlöffel Chalotten.. beides fein geschnitten und jedes einen Augenblick abgekocht, dazu entsprechend Salz. Dies alles mengt man wohl untereinander, füllt den Hasen, damit und näht die Oeffnung zu. Der Hase selbst ist vorher mit mittelstarkem Speck am dicken Fleisch überall durchzogen worden und wird dann recht saftig gebraten und warm mit einerTomaten-- oder Pfeffersauce servirt.. tuti?11.? E n t e.. Eine schöne, t4 lC vi. . 1 . '

-t 1 wie Zum nraten hergenchtet. Dann macht man mit einem surfen Messer der Länge nach über . Rucken, dichten beiden Seiten des Rückgratknochens her. einen Schnitt, trennt das Fleisch bis.' zur Brust rein vomKnochengerippe ab, wobei die Haut mcht verletzt werden darf, und nimmt das Gerippe sammt dem Eingeweide heraus. Nun füllt man. die gut gereimgte und abgetrocknete Ente mit folgender Einlage: Etwas gehacktesKalb fleisch, em Stückchen. Mark, U Unze zu Schaum gerührte Butter, etwas Muskat, iz Unze, abgeschältes, in kaltem Wasser eingeweichtes und stark ausgedrücktes Weißbrot, zwei bis drei Eier, das Weiße zu Schaum geschla. gen, sowie die Leber und das Krz der Ente,' dann näht man die Ente zu und kocht sie in Salzwasser, in einer Servierte, gar. Um die Schüssel garnirt man zuletzt rothes und weißes Fleisch. gelee, sowie grüne Petersilienblätter; eine pikante Mayonnaisen-Sauce wird zu der Ente gegeben. Fleischklößchen. Dazu werden einige kleine Hechte in Salzwasser gekocht, dann wird das Fleisch aus Haut und Gräten gelöst und ganz fein gerieben, dann mit einer ganz kleinen geriebenen Zwiebel, einigen fein geriedenen Sardellen, Salz, rothem Pfef. fer, wenig Citronensaft, Ei, Butter und feinstem Reibbrot gemischt. Ist die Masse ein guter Teig, so sticht man mit einem Löffel einzelne Klöße ab und kocht diese in der Fischbouillon. Gebackene Gans mit Aepfelcompott. Man nehme eine schöne, junge, fette Gins und bereite die Fülle aus zwei Pfund Kastanien, der feingehackten Gansleber (wenn die Gans nicht gestopft war, sonst an deren Stelle etwas frischen Speck), einem Eßlöffel feingeschnittener Zwiebeln, zwei Eßlöffeln feingehackter Petersilie. Salz und Pfeffer. Die Kastanien schütte man in kochendes Wasser, lasse sie fünf Minuten kochen, entferne die äußere und innere Schale und thue, sie in kaltes Wasser. Gebe sie dann, gut ausgetropft,, in zwei Unzen zerlassene Butter und schwinge sie auf dem Feuer etwa zehn Minuten lang, bis die Butter eingesaugt ist und die Kastanien weich sind, vermische nun alles gut und fülle, die. Gans damit, bringe sie mit 1 bis iz Quart Wasser, je nach Größe, zu Feuer und brate sie, wenn dies eingekocht ist, schon bräunlich und spröde, wobei man,, wenn nöthig, bisweilen ein wenig kochendes Wasser zugießt. Nach dem Garbcaten schöpfe man alles Fett ab, koche die Sauce mit etwas heißem Wasser auf, gieße sie durch ein Sieb in die Sauciere und reiche sie nebst Aepfelcompott zu dem Braten. Aepfetcompott auf der Schüssel. Man bestreiche den Boden einer runden Schüssel, welche das Feuer erträgt, reichlich mit recht fri scher, ungesalzener Butter, streue fin gerdick feingestoßenen Zucker darüber. drücke den Saft von zwei Citronen darauf und bespritze es zuletzt mit einem Eßlöffel voll Wasser. Auf diese Schüssel nun lege man schöne, halbirte, von Stiel und Kernhaus gereinigte, aber nicht geschälte Aepfel, soviel daraufgehen, mit der durchschnittenen Seite nach unten und durchsteche die Schale eines jeden mit einer Messerspitze, überstreiche sie mit zerlassener Butter, überstreue sie zwei messerrückendick mit feingestoßenem Zucker, lasse sie in gut geheiztem Ofen rasch zu starker Farbe und candirter Kruste backen und gleich serviren. Tyroler Scöneeballen.Klewe. niedliche Aepfel schalt man. sticht das Kernhaus vorsichtig aus und dünstet sie ganz, aber nicht vollends weich. Inzwischen schlage man gestoßenen Zucker und Eiweiß zu steifem Schnee. Die Aepfelchen werden mit Aprikosenmarmelade gefüllt, jedes rollt man mehrmals in dem Zuckerschnee und legt sie säuberlich nebeneinander auf eine Porzellanplatte. Sie werden mit Zucker bestreut und bei ganz schwachem Feuer für einige Minuten inö Backroh, gestellt. ' Rothkraut auf bayerisch Art. Das Rothkraut wird auSeinandergeschnitten, der Strunk herausge nommen, dann blanchirt und gehackt: ze jedem Kohlkopf mittlerer Größe gibt m.an zwei Viertel eines Apfels, eint it Gewürznelken besteckte Aviebel. zwei Gläser Rothwein und FleischH brüh? und dämpft eS so gar. ..