Indiana Tribüne, Volume 23, Number 97, Indianapolis, Marion County, 24 December 1899 — Page 9
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Zudians Aeidüne.
Bellage
ZlcisebeKanntschaft. Non M. Hanjen. (Sin Coupee dritter Klasse im Schnellzug Berlin Breslau. In der inen Ecke M. W. Copper, Reisender. Stattlicher, hübscher Mensch; imUebrigen commis voyageur, wie er im Buche steht. t In der anderen Ecke Gc'trud Helsch, 25 Jahre alt. Schmales, blasses Gesicht, sehr amuthig und sympathisch; schöne Figur, im einfachen, doch modernen Reisekleid. Copper: Je mehr ich sie ansehe, desto mehr gefällt sie mir. Ach was, ich rede sie an. Wie sie jetzt zusammenzuckt! ' Via nun man los! Gnädiges Fräulein scheinen zu frieren? Das graue Kostüm ist zwar reizend und steht Ihnen vorzüglich, aber bei dieser Hundekälte viel zu dünn. Der Wind ist ja eisig und pfeift ordentlich durch die Fenster. Darf ich Ihnen meine Decke anbieten? Ich brauche sie wirk lich nicht, denn ich habe mich als ersah, rener Reisender (für sich: Guter Witz das!) ordentlich vorgesehen. . Gertrud: Was will der Mensch? Ich wollte doch in's Damencoupee! Wahrhaftig, auch jetzt noch prüde! Er sieht fade, aber gutmüthig aus. Gut, machen wir uns bekannt und plaudern wir! Die Ironie ist köstlich, auf dieser Fahrt! Wenn Du wüßtest! Dir verginge die Lust, anzuknüpfen, ganz sicher. Copper:. Ja, darf ich? (Gertrud nimmt mit einer dankbaren Bewegung die Decke.) Sehen Sie, das ist nett von Ihnen. Sie haben ohne Zweifel gleich den Cavalier in mir gesehen, sich unter meinen Schutz für diese Reise gestellt und deshalb dieses Nichtrauchercoupee " gewählt. (Famose Phrase, ich mache mich sehr gut!) Erlauben Sie, daß ich mich vorstelle? M. W. Copper, Vertreter von NadelU u. tzo., pyotographischer Kunstverlag für Sportbilder. X4 .4i V . ' &tr& Vf. lra mtn vitw. wutitfc OV v v Herr, Sie sind wirklich sehr liebenswürdig! Mir ist sehr .elend, sehr schlecht zu Muthe, und ich habe noch bis Alwinstadt zu fahren. , Copper:. Alwinstadt? Das ist ja nett, da muß ich nämlich auch hin. Die Alwinstädter Ulanen sind mit unsere -besten Kunden. Sehr feines, flottes Regiment! Allerdings mit dem. Bezahleu hapert's öfter, aber sie nehmen stets die theuersten Aufnahmen, die größten Sachen. Und schließlich kriegt man - doch sein Geld, nur Geduld muß man haben, viel Geduld. Na, die kann man überhaupt stets brauchen, was, Fräulein? 'Gertrud legt den Kopf in die Ecke und erwidert nichts. Sie scheint schlafen zu wollen. Deshalb schweigt Copper, als er keine Antwort bekommt. Sie denkt:' Geduld. Ach' hätten seine ' Eltern nur Geduld' mit ihm gehabt! Was wohl seine Mutter jetzt anfängt? Nicht einmal sie hatte Mitleid mit ihm. Eine arme Gesellschafterin, wenn sie auch aus guter Familie stammt, heirathen zu wollen, ist eine unverzeihlichs Vermessenhelt. Und noch vermessener war's, ihr zwei lange Jahre hindurch treu zu bleiben. Sonst hätte sein Va.ter sich doch vielleicht erweichen lassen und die drückenden Schulden bezahlt. Ach' Hans, wie schlecht lohnten sie Dir Deine Treue! Wie lebte er auf bei der Aussicht, aus diesen widrigen Verhaltnissen herauszukommen, nach Afrika zu gehen! Aber nein, da verlangten fli völlige Schuldenfreiheit, und die konnte er ja nicht nachweisen. Was mag er die Eltern gebeten haben! Doch das paßte ihnen nicht, dahin sollte er nichts -er, der Erstgeborene, der Erbe! Heirathen sollte er, reich heirathen. Sie liebte ihn ja schon lange, die Cousine Selma, das reiche, hübsche Mädchen wartete schon so lange auf seinen Antrag. Mein Liebster, hättest Du's doch gethan! . Weshalb mußtest Äu spielen! Du wolltest nur so viel gewinnen, die drückendsten Sachen aus der Welt zu . schaffen. Doch, was so Vielen gelingt, Dir schlug'S, fehl. Da war Deine Kraft e gebrochen, da warst Du der Kämpfe :müde. Du flüchtetest zu mir, riefst 'ckich zu Dir in Dein Absteigequartier. Und ich weigerte Dir Dein letztesGluck! Wie sie jetzt wohl jammern und kla- - gen und weinen! - Könnte ich noch weinen! Diese letzten fürchterlichen Wo- ' chen! Sn letzter Brief! Ach, Hans, .'weshalb riefst Du mich nicht? Ich wäre gekommen, und vereint wäre es - so schön gewesen! Du mußtest es doch wissen, mußtest es fühlen, daß ich's so '.?icht aushalte, daß ich doch zu Dir : komme! Ich habe es ja redlich versucht, Dir den Willen zu thun, ohne Dich zu tötn,' aUx es war zu schwer, viel zu schwer! . . Copper: Das arme Ding scheint schweren Kummer zu haben. Sie schläft nicht, sondern starrt.'mal wieder in die : Nacyt.' Lrr! Was für'n Wetter!' Wie die Wolken über den Mond jagen, wie ' -der Sturm heult! Na, ich. versuche -t noch . mal und fange wieder an. 5 Vielleicht wird sie noch gemüthlicher. Sie sind 'wohl fremd in Alwinstadt? ' Geh'n wohl dort in hm Stellung? Gertrud (sich aufraffend): In Stel--lung?-'Ne'm, die habe ich in Berlin als .'Gesellschafterin einer alleinstehenden ' Dame. Ich reise nur zum Besuch dorthin. ...Copper: Waren Sie schon mal. in . dem Städtchen? ---. : - Gertrud (zusammenfahrend): 'Ja, .7 vor. sechL Wochen : . -Also im December. Dou-
nerwetter. da war ia nette Aufregung
da, Alles sprach nur von dem Selbstmord des Lieutenants' v.'Moos. Jüir lieber Gott, ich kannte ihn sehr gut, war einer unserer besten Künden. Schneidiger, hübscher Kerl, immer fidel und munter, nur, wie gesagt, mit dem Berappen haperte es auch bei ihm oft. Wir kriegten noch 70 Mark von ihm, hat aber der Alte nachher prompt bezahlt. Er soll überhaupt mehr Schulden als Haare gehabt haben, na, und sein Lockenkopf war doch sehr üppig.' Kann mir aber nicht denken, daß es nur die Schulden waren. Sein Alter ist doch sehr wohlhabend, notorisch reich. Aber es wird ihm wohl doch zu toll gewesen sein. Wie Viele gehen nicht "Schulden halber um die Ecke! Was brauchte der dumme Kerl sich deshalb gleich zu erschießen! Na, es sollen noch andere liebliche Geschichten vorgekommen sein hm, hm so quasi verheirathet gewesen sein, Sie verstehen mich doch, natürlich ohne Pastor! Auch glücklicher Familienvater, man munkelte so von zwei bis drei Kindern. Scheußlich dumm von ih n, nicht? Also der Person soll er die Ehe versprochen haben, und nun .wollte er jetzt durchaus ein colossal reiches, aber mordsgarstiges Mädchen heirathen, und das verhinderte die alte Liebe. Erst wollte er sie erschießen und die Kinder, na, und dann soll er sich eines Besseren besonnen und. sich selbst aus dieser schönen Welt entfernt haben.' Gott, wer wein die Wahrheit! Es wird wirklich zu viel geklatscht, eS ist eine reine Affenschande! Aber schließlich etwas wird wohl wahr sein, das Bequemste ist doch für so 'nen Herrn die Kugel. Ehrlich arbeiten und ein neues Leben anfangen, das ist für die Sorte nichts, ist nicht standesgemäß . Das Begräbniß war übrigens großartig! Diese Masse Kränze und die vielen Menschen, das ganze Officiercorps folgte! Und dann die schöne Musik! Gertrud (krampfhaft die Hände saltend): Ich. ich sah es! (Sie seufzt tief aus.) Copper: Bleiben Sie lange in Alwinstadt? Gertrud: O, doch wohl einige Zeit, ich glaube fast, ganz lange. Covver: Es wäre famos, wenn wir uns mal wiederträfen, was Fräulein Gertrud: Wer weiß? Es könnte ja sein, aber ich glaube es nicht. Copper (zu sich): Aber ganz abgeblitzt bin ich doch nicht; zu der Geschichte gehört aber Zeit, die will langsam erobert sein. Ob sich das machen läßt, ob sich's lohnt? Zu wem mag sie gehen? Gewiß in eine sehr anständige Bürgerfamilie. (Er wendet sich wie der an Gertrud.) Sie werden doch ge wiß abgeholt? Gertrud: Ach nein, aber ich fürchte mich nicht und gehe die paar Stritte allein. Copper: Na. selbstverständlich be gleite ich Sie. Gertrud: Auf keinen Fall, ich will's durchaus nicht. Bis zu Ihrem Hotel können wir zusammengehen. Meine Freunde wohnen gleich dahinter und erwarten mich sicher vor der Thür; da wäre es mir sehr unangenehm, mit einem Herrn jetzt in der Nacht gesehen zu werden. Copper: Na, denn nicht, wenn Sie'L nicht wollen. (Er scheint sehr abge kühlt.) Wir sind übrigens da! Beide steigen aus und gehen, müh sam gegen den rasendenSturm ankam pfend, die kurze Strecke bis zum Hotel. Der Portier öffnet. Copper: Also ich soll Sie wirklich Nicht weiter begleiten, Sie nicht wiedersehen? Sagen Sie mir wenigstens Ihren Namen und wo Sie hingehen! Da Gertrud noch zögert, wendet x sich beleidigt zum Portler, der unge duldig die schwere Hausthür in 'der Hand hält: Bestellen Sie mir schnell was Warmes, ein ordentliches Beef steak, ich bin durchfroren und verhun gert! Was, es gibt nicht mehr Warmes? Nur noch kalte Küche? 'Na, nette Wirthschaft, ist ja reizend! Und wüthend und verärqert wendet er, sich wieder zuGertrud, gibt ihr zerstreut die Hand: Also Fraulem? Gertrud (sehr leise und kaum ver ständlick): Ich heiße Gertrud Helsch und bin die Braut des Lieutenant v. Roos. Jetzt aber gehe ich zu ihm schlafen. Bei diesen letzten Worten fällt die Hausthü? durch den Sturm donnernd zu und macht sie fast unverständlich. Copper steigt verstimmt die Trepp zu seinem im dritten Stock gelegenen Zimmer hinaus. So 'ne Botokuden wirthschaft! Unglaublich! Was für 'ne Kälte! Na, 'nen Grog kann ich doch wohl noch kriegen und em Butter brod? Ja? Gott sei Dank! (Er macht sich's bequem.) War doch ein ganz nettes Mädel, schade, dak ! Was sagte sie übrigens? - Gertrud Welsch, Kelsch? Ich bin Braut, Braut ist gut, na, na. Brsut des Lieutenants v. Roos. Roos? Na, nun schlag' aber Vott den Weudel todt, das ist doch T?r. der sich erschoß? Sie wird doch nicht? Bon uno:stlmmter Ahnun?' aetne ben, reißt er das Fenster auf..: Der Sturm jagt die Wolken mit rasender Schnelligkeit über den Himmel,' dadurch wlrd der Vollmond frei der ta geshell scheint. ,. Copper übersieht 'eine sT 1. V . 3 r? I . k 5 '. . vzac uza irlliqvss, tqi,: wie :k,lne dunkle Gestalt stch durch die Hecke Win det, die ihn von einem noch unbeoauten Stück Land trennt,' und' auf ' ein Grab zueilt. Jetzt umfaßt die Gestalt das Kreuz letzt hebt sie den' rechten ! Arm.egen die Bru.lt ein scharfer, kurzer anaü noch einer sie schwankt, sie taumelt, sie fällt mit dem Gesicht auf das frische, kahle Grab. und tief krallen sich ihre Hände in die kalte, nasse, schmutzige Erde im 6 deskamvl' , ,, , '. . Die beste 6 senk Cigarre ia Ut CUlt: Mucho'ö Longsellov.
. Der Transvaal?Ittieg. ' " t ' v 1 ' (Origwalierickte Wipp'chen'SX : C o l e n s o. im November 1899. Selbst wenn Schiller in seiner noch
immer alles übertonenden Glocke nicht gesagt hätte: Und das Unglück schreitet schnell", wäre hieran nicht zu zweifeln oder zu rütteln. Aber so schnell, wie das Unglück der Engländer in Natal geschritten ist, konnte es. wohl selbst in einem' Wettschreiten nicht geschritten sein. Es war, als wolle das ungma der Engländer jeden onderen Schreiter um einige. Nasenlängen schlagen, und es hat gesiegt! Es ist ebenso unmöglich, dies irgendwie noch chinesisch zu vertuschen, wie dies von Lord Salisbury bei dem Bankett in der Guildhall versucht worden ist. Lord Salisbury hatte bei dem Gutoballbankett gewiß einige Flaschen der Wittwe des verehelicht gewesenen Herrn Clicauot über den Durst genommen, als er sagte, England suche keine Goldm l - r 1 setoer, ver Zwea oes Krieges sei moji die Befriedigung der Gelüste habgieril - l e - m 1 v w!. 1 1 ger oros, me oas woio uno.oie ulmanten Transvaal's begehrten. Als ich dies las, verschönte das Lachen mein Gesicht, indem es wetthlnschallend dej(i c l "..r.ll. V !X tn Kippen oerari iiauieuc, vajj iu mir bucklig vorkam. England nicht habgierig! Ja. war es jemals gebgierig? Seit! . Weber's, Schlosser's und Becker's Weltgeschichte - existiren, hat überhaupt, niemals ein Land ein anderes in Bellona verwickelt, um dessen Industrie in Blüthe zu bringen, dessen Fabriken zu vermehren und für dessen Handel neue Abzugsquellen zu erschließen. Und nun gar England! England hat nehmen immer mit einem großen to take geschrieben, und wenn es Transvaal nehmen will, so will es auf dessen Feldern nicht nach Scherben, Knochen, alten Waffen und anderen Zeugen einer verflossenen Zeit, sondern nach Gold und Diamanten graben. Es verspricht sich mit Recht von Transvaal goldene und diamantene. Berge, und daß hinter diesen. Bergen noch Leute wohnen, eben die Boeren. welche stark genug sind, diese Berge zu versetzen. das hatten der Herr Lord Salisbury und seine sämmtlichen Hörer vergessen. oder schienen dies doch an zenem Ban kektabend wenigstens vertrunlen zu ha ben. Ihren Lesern wird es interessant sein, den Boerenkriegsplan kennen zu lernen, wie er nach den über die englischen Truppen erfochtenen Siegen festgesetzt worden ist. Natürlich kann ich nicht sagen, wie mem Wortlaut von dem des Originals verzeihen Sie das harte Wort! abweicht, aber den Kern des Planpudels wird er wohl treffen. Nachdem die englische Armee in Südafrika geschlagen, zersprengt, oder m Gefangenschaft gerathen sem wird, werden die Boeren nach Durban mar schiren und den ankommenden engli schen Corps das Landen versalzen. Die Landungsbrucken werden zerstört, die Schiffe in die Luft, oder in Grund und Boden gesprengt und jeder Eng länder, der das Land betreten will, so empfangen, wie man Jemand em pfängt, den man nicht über die Schwelle lassen, will. Dann bemächUgt sich die Bcerenarmee des Restes der englischen Flotte und dampft zur Belaaerunq London's nach Enaland. Eine so große Stadt wie London wird sich nicht lange halten können. Die Londoner sind weniger enthaltsam als die Pariser, und wenn sie auch zwei Tage lang ohne-Chesterkäse, Plumpuddinz und Roastbeefsteak sind, so wlttern sie schon die Ratte, greifen, mürbe aewor den, zum Aeußersten und hissen die er ste beste weiße Fahne. Es steht auch schon fest, daß man der, alten Königin m der zartesten Weise den Frieden dlk tiren wird.' Der Boer zeichnet sich da durch aus, daß er auch im schönen Geschlecht das Alter , ehrt. und. nicht duldet, daß man einer' Frau' ein weißes Haar krümmt.. Das ist eben der Bor zug eines Naturvolkes vor einem durch Kultur' blasirt " gewordenen,, welchem ein. Witz, ' , ein., Wein, " ein Kruq, .: eine Sprache, ein Torso, ein Gobelin nie zu alt sein kann, wahreno eSdem Weiblichen "y Geschlecht - gegenüber stets die Jugend und .die .Schönheit -vorzieht. Der nicht Mit dem' gleichnamigen. Sei nebabel zu verwechsead'e Paris der al lerdingS gleichfalls ein Boer." aber, doch ein' klassischer .Grieche war gab . der Schönsten und nicht der Aeltesten den Apfel. Ein wirklicher Boer auö TränZ vaal hätte den Apfer lieber selbst geg'es-' sen, als daß er in der Weife des aeNannten Kulturhirten iNtschitden haben wurde. . ? Bon hier ist zu melden, daß Lady smith kurz vor der Capitulation zu stehen scheint. General White versuchte Zwar, sich nach demSuden durchzuschlagen - und Pietermaritzb'urg so lange zu . halten, bis die englischen. Hilfstruppen gelandet seien. Aber sein Register gleich dem Karl Moorö hattej wie Spiegelberg sehr richtig sagt,' ew fi '. .:' " tT - i 50),' weicyes ,I)M General Zouoert denn ? auch verstopfte. ' Und' älS'nun White' sich durchschlagen' wollte, warde er.' im-Gegentheil von ' Joubert , so ' itV Vi toW?7.f i ' St.& '."..u uuiuj uau iYuiuyyciuyui, uu(j tl von Glück sagen. könnte.al2 . er ' wieder IN die StadluMgewörfen )rurd ' Nüli matten die Boeren mit Geduld ans lüi jsall der Stadt, der Mcht landauf M Marien lassen wird) Äan die Uebeizabk erfolgt, '.das ist gar ' keine'' Frage.' ovt k. ..... V- r utuniui eine DZT 3eiu , ' Colenso ist in den Händen de Äoe ren. ' Wer die Händc der Bohren kennt wie ich sie kenne, wirv, wissen, waS 1$ fltii . i (. r.! jl rr r.- 1 ' p, wi lyucu jcin..5 kzz ijr iciii Sommeräufenthaltoder! doch wenigstens keine Erholung. "Ich Zreiche dn Boeren nüi'die linke Hand zum Gruß,' weil, die rechtefür die nächsterrscht Tage arbeitsunfähig wäre, während ich die linke zum ' Schreiben' nicht' sodrin
gend nöthig zu haben pflege. "Bor'ach Tagen legte mir ein Boer die Hand treuherzig auf die Schulter, welche seit
diesem Moment kaum noch zum Zucken zu gebrauchen ist und fortwährend mi' Spiritus einaerieben werden muß. Die Voerenhände halten,, was sie hal ten. wie ein Abonnent sein Leibblatt, das er nicht wieder aufgeben mag, und die Engländer werden sich darüber wundern, was es heißt: Ganz Natal ist in den Händen der Boeren. DaS ist etwas Anderes, als wenn Lord Sausbury eine Rjde, oder als wenn Jemand Wagen und Pferd hält. Der Vur läßt Natal nicht wieder los und wenn ihm die Englander em Halt! zurufen,- so antwortet er, scheinbar mißverstehend: Na natürlich! Ich kann lelder nicht schließen, ohn: meinen Lesern etwas über die LydditBomben mitzutheilen. Bekanntlich hat General Joubert gegen deren Verwen dung im Voerenknege protestlrt, und natürlich - predigte er tauben Ohren, oder man konnte sagen: er predigte Habichtsohren. Wenn aber ein General g?. gen irgend eine Sorte Bomben protestirt. so kann man sich denken, daß solche Bomben auch nicht Einen menschli chen Zug an sich tragen, sondern an Grausamkeit jeden Tiger übertreffen. Man könnte mit demselben Recht ein Xerreshcer von Haifischen auf einen Feind loslassen. Das ist echt englisch. Diese Engländer, welche so fromm sind, daß man am Sonntag verzwej feln kann, schießen mit einer Bombe, welche, wenn sie. was Gott verhüten möge, platzt, im Umkreis von 100 Me ter Radius alles Lebende tödtet. Aü ßerdem bildet sie nach ihrer Explosion Gase, welche überaus giftig und le bensgefährlich sind. Ich weiß wohl. daß man im Kriege die Flinten Nicht mit Pralines laden, nicht mit Schlagsahne bombardiren kann, obwohl auch dadurch viel Unheil anzurichten wäre. Trifft ein Praline, selbst von feinster Chokolade, mein Auge, so sehe ich schwarz, und flöge mir aus emer fünf.zölligen Haubitze eine gebratene Taube in den Mund, so würde ich wohl nie wieder eme solche essen. Aber es mul doch alles halbwegs menschlich sein, und em Kulturvolk, roie dies der Eng länder um jeden Preis sein will, darf nicht mit Geschossen kommen, denen ge genüber der Lämmergeier die Flügel über dem Kopf zusammen- und sich seitwärts m die Buiche schlagt, spre chend: Wir Geier sind doch bessere Menschen!" Jedenfalls wirft es ein grelles Licht auf das englische Insel Volk, daß es in den Tagen humanitärer Bestrebungen und Fnedensconferen zen und in der Zeit, wo Schiller's Worte: .Wie schön. 0 Mensch, mit Deinem Palmenzweige Stehst Du an des Jahrhunderts Neige!wieder zeitgemäß sind, sich so benimmt als hatte Schmer gesurigen: ' Wie schön, 0 Mensch, mit Deinen Sprenggeschossen , Stehst Du. da das Jahrhundert abgeschlossen. . und fast schlimmer ist es, daß ein halb afrikanisches Bolk im Süden des schwarzen Welttheils, da wo dieser sich dem Kap der guten Hoffnung nähert einem europäischen Volk sagen muß, Deine Bomben sind barbarisch." Und Enaland errathet Nicht. . Aber auch sonst wüßte ich nichts Al. tes mitzutheilen. Der warme weeche Brezeln. Walzer". Der jüngst wieder zum Vorschein gekommene Lorkina'sche . Walter, welcher den für den Nichtsachfen allerdings jeltjamen Titel Warme - weeche Are? zeln" trägt, bat während Lorkina's Aufenthalt in Leipzig einmal eineRolle gespielt. Ferdinand Gleich, der bekannte sächsische Musikschriftsteller schreibt im ersten Bande seiner Cbarakterbilder aus der neueren Geschichte der Tonkunst" Seite 71 über Lortzing Stets war er voller. Schwanke und drolliger Einfälle. Selbst die Mussk diente ihm zuweilen zu dergleichen. So letzte er z. B. emmal für ein. Ballfest der Leipziger Tunnelgesellschaft den damals neuen und viel Aufsehen ma chenden - Elisabeth Walzer" ,', " vor! Strauß für sechsstimmigen gemischten Chor aus und legte der Musik passende Worte unter. Ein anderes Mal, alh man !n einer Gesellschaft über den eigenthümlichen Nuf der alten Weiber sehr aelacht hatte, die zur ffastentti auf den Strafen von Lehrn Brezeln feil tragen, schrieb er einen .Walzer, m oem die Trompete zenen Ruf tauschen? nachahmte. - Daß seiner Zeit diese Warme weeche Brezeln Walzer" i Leipzig großen Jubel erregte, kan man sich leicht denken. W)S0dSV ;Äi Abstracto ok Titles, Lcke Market und Pmusylvania Srr Tkx Lbmckk Culte stet Xx$t hoch. Tek?; 17ST, ?kinAhTi K1D LAüLKK, wa$loitr ,, Crautn 1 tlo 15 Gib Ulabama Ctrtfte, . DapwdletfkQtabltsseent Rastrmeffn für arbiere, Vüeerm. Elw vexl und chirurgische Instrumente verde schnell und aut geschliffen. Wie VxbtU ecrantm. W. GIERKE,. Deutscher :: SuSblnder, C31 Cfib Delavare Ztr., (Hinttq.) - H. te?,,, 17 tt ftUfcuu Cttc&t U miQ CtttSÜftM tmiftgau
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Enlunft und Ndgang dn derschiedenen CiTen bahnzkz: ta Union Depot, JndianapsliS. ' Vanli2. Abgang Postzug 7 05 SO Expreß 11 öo 3stn Expreß 12 35 5tm Slccornodatton 7 25 5m Expreß 4 00 9rn Erpreß 715Pm Ankunft Expreß 3 20 5,, Expreß 4 4ö5.n Accomodatü)N - 10 00 5 tn Expreß 2 25 5m Schnellzug 7 05 5 Vccomatws... Schnellpostzug 8 20 91 Tleveland, Sincinnati, Chicago und St. Louis. JndianavoliS und Elevelend Diviston. WsangExpreß. 4 25 Vn, Expreß 35Vm Expreß 10 60 23m Limited Expreß 4 25 35m Erpreß 6 25 Ste Vkunft Expreß 3 10 Skr Expreß 10 35 Vm Limited Expreß 9 45 83m Expreß 6 03 Ste Expreß 11 30 Ste St. Louii Divisto. Abgang Erpreß 7 80 Vm LlMitsd GiptlB II 4a Lm Expreß 11 20 3im Erpreß. t!aNS 4 30Nm Ankunft Expreß täglich 5 40 Vm Exvr-ß ivLOVm Limited Erpreß 4 05 3ha Erpreß 10 Vm Chicago und Ewcinnatt Disistsn Lftl! Abgang Schnellzug 3 45 S3m Accomodatuzn tägli 7 00VM Accomoöation 10 50 V Postzug 2 45 Nm Accomsd. lnur SonntagS). AccomodaUon 6 20 Rm Ankunft Rushville Accomsdation. Postzug 11 40 Vm Jnd'pli Are. (nur Sonst.). Accomodation ll 50 Vm Lccomodatts... 40 Ab Schnellzug..... HOSNm Chicago und Cmctnnati DtviNon westlich Abgang Accomodation 7 45 Vm Schntll.Post 11 45 Vm Lafaqette Accomadatton. ... 5 15 Nm Schnellzuq ; 12 05VA Ankunft Schnellzug S30V Lawyette Accomodatt, ... 10 45 Vm Cchnellvost 2 35 9ha LlccomodatiSN.... 6 45 9ha Peorta Diviftsn westlich. Abgang Expreß 7 25 Lm Expreß .11 46Nm Danville Accomodation. ... 4 35 9ha Expreß 11 15 N Ankunft Erpreß 3 30 33m Danvill Accomodation.. ..10 20 V Expreß 2 42 9ha Expreß 616 9ha Peoria Diöifion östlich. Abgana Expreß 610 8 Accomodation Expreß.. 3L0N Ankunft Expreß 11 35 Cm Aceomodtio Slvred 10 4? 9! ytttzlnrg, Cmeinnäti, Chicago und St. Loniß. ZndianapoliI Diviftsn. Äögzng E;pres 4 00 9hn : olumbuö Accomodation.. . 7 15 Vm Expreß 3 35 23m Cchnellpostzug No. 14 8 25V expreß 710 9h I n i nlunsl qnelrzug , fl 00 Vm 12 25W ccomodatton 3 45 wxn Expreß.. S50Nm Srpreß 10 00m hicaLo Dtviften via okomo. Abgang Expreß Erpreß I I 35 P 11 6 Nm Zt45N 3 2jirn Ankunft Expreß Expreß LouiSville Divistoru Abgang Expreß 35$m LouiSville Accomodation.. . 8 IS Vm Schnellzug 3 30Nm Accomodation 4(0 Nm Ankunft Accomodation 10 00 Vm Schnellzug 11 30 öm. Accomodation 5 4!SdNl Spekial täglich 12 25 m: Sineinusti, Hamilto und Dayton.. Abgang Mail 8 25! atung e i;;t?B ij 5 i Jtn Cinetnnati Slccccw if Ua . 10 45 Vor Expreß 7t7 Afr Expreß - 4 45 Vlm Ervreb 2 45 Ankunft Acconredation. 12 45 km Expreß.... ...11 45 Cxjr?.. 2 29 5!m .TkVreß lu'döJti Cr7t5 6 60L , nkimft Mau .... ... ....... 7 50 Stm fctnanati, Wabash . und Xichigau Ätgan ÜTvttji ürpteß... 6 35 Lm ii 16 e 460 55 VLSBm S 10 m S4S Ervreß ückurft-Exvre? .i d,ia-tn . K SzvreA , Ä:anapsli5 imi ViseeNueS. ASganaExpretz............ gisL s" v Luiccnnes Xfrnr.tnr.nttr, d Of . (w " ms runft V meerw Siccocbaz 10 40 V 4XS Thicagkx,"SndlZnavo!iS und LoLisvive. IVonon Route. Ticke!.Office: 25 West Washington Str. Wgana-Sdicazo Nacht.w'. S..I255 8? y cako ivan iMM, .... 7 00 ;icago xpreb (V,a 2) ... .. fllKOVm Ehrcago Vstikule, P.' Ex Preß, nur EonntagS 11 60 $m Eticsgo r embu!,, täglich ausgenommen . Sonntags, Z S5 N Mono Accommodtisn. "7' S. J30 Hv .vwa$o mt ikav, o . . : t; 55 ga : Chicago rpre? iia 2) & !" v.; 40 Chicago ?lst:kule..P.ex' Preß, nur Eo,ntvS 4 87 92m caao ?ftidu!e,. täalich eusenemen Cor.ntaaZ. . 0 r Accommedätic'n'. ."fio 00 Lm. .aNch ; S-edcdlafwagen:.P-Par lorwasen ; ?-Eßwagen : t-auia. kommen EonntsgS. , ,
