Indiana Tribüne, Volume 23, Number 76, Indianapolis, Marion County, 3 December 1899 — Page 9

Zudwna Tribüne. Vm!age

ScrechiigKett. ffin Alnefistttl Sittenbild von A. H. Vach I ES ist Abend, einer jener milden Abende Siidchinas, die den Aufenthalt im Freien zu einer Lust machen. Tie Stadt ist ziemlich ruhig: die Laden sind alle ceschlossen, und die chinesisch? Her reu baben sich in ihre Gärten zurückge zogen. Auch bei dem Mandarinen, der ten fernen am Westthor inne hat, hat sich eine kleine Gesellschaft versam melt. Irr ist noch nicht lange an bie sem PlaKe, aber er hat sich schon be währt, und zwar durch Gerechtigkeit". Ein Chinese hatte einen im Felde stehen den Sarg geöffnet und die 5?leider des Todten gestohlen und angezogen. Turch seinen Eifer war der Thäter" bald entdeckt und bestraft. Er wußte zu strafen. Enthauptung wäre zu wenig gewesen; den Thäter mit fünf oder sieben Streichen zu richten, war nicht nach seinem Geschmack, und so hatte er eine neue Methode gefunden: Er ließ den Verbrecher nahe an einen Amei senhausen' bis an den Kopf ein graben, seinen Mund aufsperren und einen Strich Syrup von den Amei sen nach dem offenen Munde de Man neS legen. Tann hatte er seine Ta bakspfeife angezündet und mit den Müßiggängern den Qualen des armen Mannes zugesehen, der nach zwei Tagen unter gräßlichen Schmerzen starb. Daß dieser Verbrecher ein armer Bettler war, den er lange gefangen hielt, um durch ihn in Peking einen Namen zu erhalten, und daß der Bettler mit der That keine Verbindung hatte, das störte ihn wei tcr nicht. Er war ja befördert. Ter Herr Mandarin nur, wie gesagt, mit seinen Freunden in seinem hinter dem Hause gelegenen Garten und versicherte eben, daß er den Schreibtisch mit ins Bett nehmen müsse, wenn er allen Ansprüchen genügen wollte, als der Tiener ihm eine Karte über brachte, die er um so verwunderter in Empfang nahm, als um diese Zeit durchaus keine Besuchszeit im Vamen war. Ein gewisser Herr Uang bat um die Erlaubniß, den großen Mann" sehen zu dürfen. Was wünscht er?" fragt er seinen Tiener etwas nervös. Ich weiß es nicht." sagt der Diener. .Er sprach nichts Besonderes." Tann erzähle ihm daß ich zu Bett gegangen sei und ihn nicht sehen könne. .Aber der Mann scheint ein dringen des Geschäft zu haben, er hat mir für meinen geringen Dienst, den ich ihm mit der Anmeldung erweise, einen Dollar gegeben." Einen Dollar das ändert die Sache. Sage ihm. ich sei beim Thee. Ich könne ihn vielleicht in einer Stunde sehen." Soviel ich sehen konnte, hatte sein Läufer em Packet." Warum sagst Tu dies nicht gleich!" brauste der Mandarin auf. Tas ün dert doch alles! Laß ihn sofort ein Nein, sage ihm, ich habe bald meinen Thee beendigt, und finde aus, was er hat " 3u sagen?" fragte der Diener etwas verschmitzt. Nein, im Packet!" antwortete der Mandarin, verstimmt über die Dummheit seines TienerS. Ter Tiener geht hinaus, und erzählt dem demüthig harrenden Herrn Uang,, der seinen Tragstuhl noch nicht der lassen hat, daß seine Excellenz gerade beim Thee sei und sich nicht gerne stören lasse. Doch wäre etwas zu gewinnen, wenn er die Sache wüßte, die Herr Uang mit dem Mandarinen zu bespre chen wünsche. ", erwidert Herr Uaug bescheiden, indem er dem Diener ein neues Geldstück giebt, ich wollte seiner Excellenz nur danken, daß wir so gut unter ihm leben können." Ter Dien r versteht, einige Augenblick später ist Herr Uang im Empfangssalon des ..großen Mannes", der seinen Thee merkwürdig rasch been det hat. Herr Uang verneigt sich tief und bleibt stehen. Wie ist Ihr ehrenwerther Name?" fragt der Mandarin. O, mein verachtungswerther Name ist Uang." Wie geht eS der Mutter Ihrer Herr lichen Kinder und Ihren weißen Söhnen?" O, ich bin tief beschämt, daß Ew. Excellenz nach dem gräßlichen Ge schöpf", der Mutter meiner Kinder, fragen. Ter Himmel hat mir füns Söhne und die Erde drei jener gräßli chen Geschöpfe (Töchter) bescheert." Tie Ceremonien gehen ihren ge wöhnlichen Gang mit Frage und Gegen, frage. Her? Uang entschuldigt - sich, daß er so spät.komme. Er habe durch aus keine andere Absicht, als dem Mandarinen zu danken", daß er ein so guter und gerechter Mann-sei, und so Kaie er. allerdings als Zeichen innerer Gesinnung die kleine Summe von 100 Dollars zusammengebracht, um sie dem Mandarinen 5zu 'übergeben, und nun bitte er um geneigteste Annahme. Wie kann ich." ruft der Mandarin aus, dem besten Bürger der Stadt eine Bitte abschlagen; und wie kann ich ihn, den Besten beleidigen! Ich muß das Geld nehmen, nicht um mich zu be reichern, sondern um Ihnen gefällig zu sein.. Denken Sie, daß 'es meine Pflicht ist, Sie zu schützen, und daß Sie mir einen : Gefallen-thun, wenn Sie meine Hilfe in irgend einer Sache anrufen." Einen Gefallen! O, wie könnte ich Ihnen den abschlagen! Da erinnere ich mich heute, daß in der Straße, ln der

ichzmein Geschäft betreibe, kürzlich ein

Lade frelgsworden u oaqie nickt dafc 5err Nuei ihn miethen wolle: nun hat ihn Herr Nuei gemiethet, und denken Sie. der Mcnjch dat vasselve Geschäft wie ich. Er sucht mich bei meinen Kunden berabzusetzen, wo er kann, und lch gehe burcy irrn zu Grunde." Nein, nein." saat der Mandarin bestimmt, ein so ehrenwerther Mann wie Sie muk aesckükt werden. Noch ist Gerechtigkeit in Ehina. Ich hoffe. Sie und tlrn an meinem nach tten Ge richtZtage zu sehen." Beldedeu cn daraus aus n. venviM' mel und die Erde zur Versicherung, daß nur sie.beide. sowie Himmel und Erde um die Sache wissen, und dann verschwindet Herr Uang seines Sieges gewlg aus dem Empfangszimmer. Tie Vorhänge seiner Sänfte dichter zusammenzieyeno, damit ikn niemand erkennt, kommt er in seinem Sause an. wo er dann noch der Göttin der Gnade einigen Weih. rauch opfert, den er nach jedem Vejuch bei dem Mandarinen opfern muß. mmel und Erde baden errn Uana nickt aebört. wohl aber der Die ner des Mandarinen, der mit ver schmitztem Lächeln seinem Herrn nun um Urlaub bittet, noch einen kleinen Spaneraana machen zu dürfen. Ter Mandarin nickt verständnißvoll, er zahlt ja auch einen zu schlechten Lohn an fernen Diener. Die Mitternacht zieht heran, und d Laternen der uf den Straßen Wandelnden werden immer seltener, höchstens daß noch ein Spieler aus Um Thcehause heimkehrt oder ein NachtWächter die Strafte ab cdrettet. Me Familie Nuei liegt gerade im ersten Schlaf, als ern heftiges Pochen jie stört. Der Junge öffnet, halb erschrocken über den nächtlichen Störer. die Thüre, ist ganz ZXmuth, als er die Uniform des lllannes vor sich sieht. Es ist der Diener des Mandarinen, der jetzt um Einlaß bittet. Der chinesischen Sitte gemäß, daß man keinen Gast abweisen darf, führt der Junge den Diener in den Empfangsraum und stellt ihm eine Schale Thee vor. Ich möchte wohl Herrn Nun seyen, sagt daraus der Diener bedeutungsvoll zu dem Jungen, der seineNeugier kaum bemeistern kann, doch aber nicht fragen darf. Herr Nuei." antwortet dieser, ist leider vor einer Stunde zu einem Freunde gegangen und nicht zurückgekommen. Ich weiß, er gäbe viel darum, Sie begrüßen zu dürfen." Mein Geschäft." sagte wieder der Diener, ist bald erledigt, und ich achte Herrn Nuei so hoch, daß ich warten muß." Herr Nuei wird wohl nicht bald zurllckkehrcn." Ich warte." Der Diener trinkt langsam seinen Thee und läßt sich die Schale wieder füllen. Nebenbei unterbricht er wieder die Pause: Kann ich wohl bis morgen 50 Käsch leihen?" Der Junge weiß, daß Darlehen in diesem Betrage, d. h. unter 1000 Käsch. nie zurückae,ablt werden. Sie sollten zehn Strinzs haben no.000 Kä'sck,)." antwortet der Junge geflissentlich, aber wir haben leider diesen Aoend alles weid weggegeoen. Doch kann und darf ich Sie nicht ziehen lassen. Ich will zu einem meiner Freunde eilen und da Geld für Sie borgen." Der ftunoe eilt durch das Hauptthor auf die Straße und kommt durch ein Seitenthor in das Nebenzimmer Herrn Nueis. der die ganze Unterhaltuna Wort sur Wort gekört hat und schon überlegt, was er thun soll. Sein Besuch läßt sich nicht abweisen, und so eilt er aus dem Seitenthor durch den Hauptemgang zu seinem Gaste, der von Anfang an nicht an die Abwefenyelt Herrn Nueis geglaubt hat. Nach einer Reihe von ceremoniellen Nedn-arten izt das Geschäft des Em pfanges erledigt. Herr Nuei bringt die Wasserpfeife herbei und Beide verlieren sich rn ein interessantes Gesprach. Apropos." saat nach einiger Zeit der Diener. Herr Nuei. was denken Sie, was mich zu Ihrem ehrenwerthen 5ause führt?" ..Wie kann ick wissen." erwidert Herr Nuei gespannt, was Sie bewegt, den i&lam ves .aronen errn in meine elende Hütte zu tragen." O " erwiderte der Diener, .ick b'örte heute einen Ihrer Freunde, der dem Mandarinen dankte, (Herr iaiei versteht den Ausdruck). Ihren Namen nennen." Einer meiner Freunde? Wer kann das gewesen sein?" fragt Herr Nuei e i i racy, oem unqeu ayni. - Herr Uang." erwidert der Diener. Uana schreit Qerr Nuei. .das ist mein schlimmster Feind! Er war bei der Excellenz?" ' !Was habe ich gethan," ruft der Diener. Herr Uang nicht , Ihr Freund 'i ÄXl rann er nur iöots g.zagl yaoen. Ein Geschenk lockert' die ?unae des Dieners und bald ist Herr Nuei über Alles unterrichtet, was im Jamen vor sich aina. ?Am anderen Morgen hat Herr Nuei A1 ! L L t L iWt 1 nuoienz, und er oanil vem canvarlnen mit 200 Dollars für seine weise Regierung. Der Gerichtstag bricht an,. Herr Ua??g und Herr Nuei stehen einander gegenüber. Der Mandarin dört die Klaa: Herrn Uangs und ist eben im Begriffe, vuqi zu iprecyen, als er abgerufen wird. :tn Gehilfe übernimmt die Ver tretung. Herr Nuer vertheidigt sich, und siehe, er siegt. ,, Herr. Uang wird wegen falscher Beschuldigung zu 100 Streichen mit dem Bambus verurtbeilt. .' . .

Die Comite-Sitzung.' Von Feoor v. Zobeltitz. Personen: Graf Wehren - Wehrenhold lang baaer. araue ?savoris. Monocle.

Geh. Eommerzienrath Silbener dich bartlos, kleine Aeugelchen, breites Lächeln. Prof. Dr. Rattenius VitelliuSr r r . ".. fc n? 3 lops, aufgeworfene Kippen, oorlligcs weißes Haar. Dr. Assinor jung, geschmeidig, bildhübsch, sehr elegant. Frhr. von Schultze - Schultzenhagen gigerlhaft, lebhafte Ordensrosette. Felix Anton Goldschmidt Burgundernase, vergnügte Augen, slotter Schnurrbart. Ort: Hinterzimmer im Restaurant Dresse! in Berlin. Graf Wehren: Also, meine Herren ..... morjen, lieber Professor also, meine Herren, ich eröffne hiermit uns're dritte Sitzung über die geplanten Volksheilstätten an der Ostsee Daß wir dabei gleichzeitig zu Mittag essen, wird unser'n Verhandlungen, denk' ich, keinen Abbruch thun ...... Bester Jeheimrath, tragen Sie uns doch 'mal das Menü vor! . Silbener: Kraftbrühe mit Geflügelbrödchen ... aha. ein deutsches Menü. Frhr. v .Schutze: Hahahaha im ser oller Rudolf wird patriotisch Silbener: Steinbutt mit ColbertTunke Prof. Rattenius :.Jch protestire! Ich habe draußen Forellen gesehen Graf Wehren: Eduard, streichen Sie den Steinbutt und setzen Sie Forelle dafür! Dr. Assinor: Blau natürlich. Aber hören Sie 'mal. Ede. ich bitt' mir aus: tadellos! Ich bitt' mir aus, daß man nicht wieder den Essig durchschmeckt Silbener: Rinderfilet mit Gemüsen Auflauf von Haselhühnern Goldschmidt: Da warn' ich. Manscheret, meine Herrn'! Silbener: Ist richtig. Lassen wir den Auflauf fallen und setzen wir Haselhuhn an Stelle des Bratens Graf Webren: Was iibt's denn vor'n Braten? Silbener: Kapaun Goldschmidt: Der ew'ge Kapaun . . . man hat kelneFreude mehr am Mensch lichen! Graf Wehren: Also einverstanden, Jeheimster Silbener: Hummer mit Kräuter sauce Dr. Assinor: Nee ... das kann Keiner verlangen Goldschmidt: Schmurgeltunke Prof. Rattenius: Der Ede soll er 'mal fragen, ob nicht Languste da i Sagen Sie 'mal. Herr Gra bauen wir denn das Sanatorium? Silbener: 'N Moment, Professor, ich bin gleich fertig Braten bleibt Haselhuhn. Eingelegte Früchle. Salat Dr. Assincr: Frisches Compot, Ge heimraih frisches Compott. Geheim rath Silbener: Ist gemacht! .... Spargel mit Nahmsauce Prof. Rattenius: Uh jeh! Goldschmidt: Diese Saucen, diese Saucen! Silbener: Eis Graf Wehren: Verzicht' ich das hält mein Magen nicht aus. Frhr. v. Schultze: Als ich das letzte Mal bei Allerhöchst in Koburg zu Dienst befohlen worden haha da hatte da gab es Dr. Assinor: Ede. Euer Eis ist ge wohnlich gefror'nes Wasser Goldschmidt: Nehmen wir schon lie ber irgend 'ne leichte Speise Prof. Rattenius: Oder bleiben wir beim Eis, dann bitte eine Omelette surprise Silbener: Bravo! Da kann man immer d'ran nippen! Schluß: Käsestan gen, Nachtisch Dr. Assinor: Sei'n Sie so gut! Käsestangen brrr Warum nicht Halslfchfloffen?.' Graf Wehren: Butter und Käfe cela Frhr. v. Schultze: Oder Welsch Rarebits. Allerhöchst haben immer Silbener: Sagen wir Beides! Edc nun die Beine rn die Hand! Prof. Rattenius: Na und die Weine? Graf Wehren: Können wir von Fall zu Fall erörtern von Gang zu Ganz. Beginnen wir endlich! Jehcimer, bittt das Protokoll der letzten Sitzung! - isiioen: Anwe end waren: vom Vorstand .Dr. Assinor: Pardon. Herr Graf, aber ich meine, wir bestellen wenigstens immer den Wein zum Fisch. Er wird gekühlt werden müssen. Graf Wehren: Bon. Rhein oder Mvfeie . Goldschmidt: Erlauben Sie 'mal. das-ist mein Gebiet! Weiß ich, roth Silbener.. Proponire: Mosel zur Forelle, Rhein zur Languste? Ebenes gibt doch Languste?, Ja, es gibt Langllste ',-- Frhr. v. Schultze: Wär' ooch noch döller. Am Koburg'schen Hofe haben wir : : . : . -m Dr. Assinor: Goldschmidt, suchen Sie uns 'mal was Süffiges 'raus Prof. Rattenius: Herrschaften.' die Forelle sieht, delikat aus, - Graf Wehren: 'Weil 'sie ebeir erst aus dem Wasser gekommen ist. Sobald sie absteht, ist's auö.. . ... Goldschmidt: Daß'eS. limmeruoch Leute gibt, die die Forelle gebacken esseN i.t ! . Silbener: Ad m. Messieurs! 'Die zwei Millionen für die ersteMlkshülstatte sind gezeichnete. Auch einen Chefi arzt haben wir schon -V ' Goldschmidt: Zin Küchenchef ' Mi mich nötbiaer .

Zraf Wehren: Gute Küche, meine Herren, kunstvolle Küche nahrhafte Küche Dr. Assinor: Eduard, das RinderFilet konnte rosiger schimmern! Aber

nein, ist zart! Es zerschmilzt auf d.r Zi Frlr. v. Schulde: Bleiben wir denn beim Zeitii'.ge:? Allerhöchst Herzog Sil'iicr: Einen fünfundsiebziger Haut Vrin. Bitte in der Flasche. Wir gieren ihn selber um. Und nicht schütteln, Ede meines Lebens! Dr. Assinor: Dabei fällt mir ein: Wir'N'.üsscn an den Sekt denken, wenn wir ihn in leidlicher Temperatur haben woll'n. Graf Wehren: Ede. die Kar!e! Aha na, das ist Rudolf's Glück! Er hat noch Neunundachtziger! Ede, eine ne'inlmdachtziqer Pommery! Sackerlott, Dressel läßt sich's bezahlen! Goldschmidt: Ich liebe ihn auch, obschon er, mir als Abschluß eines großeren Diners nicht hcrbe genug ist. Da ziehe ich eizenlich Cliquot England oder Mumm Cordon rouge vor. Graf Wehren: Aber nur ein Glas, nur einen Polal! Und wie Sie ganz richtig bc merken, als letzte Erquickung. Das kühlt die Brunst der Magennerden ab. das beruhigt sozusagen. Wenn man deii Sett indessen schon zum Braten einschenlt, bin ich mehr für einen halbtrccüen"n, für einen Moet Chandon White tar oder den Heidsieck sec. AI les zu einer Zeit. Frhr. v. Schulde: Aaah die Languste! .... Denken Sie, daß man am Hofe zu Dr. Assinor: Silbener. wo ist 'der Rheinwün? Silbener: (chon da! Ede. nehmen Sie die Flasche aus dem Eis! So ist's recht leicht durchlühlt. damit uns der Dust n'uii echappirt Meine Herren, ein wkiheooller Augen blick! Sechöundsechzizer Steinberger Cablnet Goldschmidt: Genannt ..DleBraut"! .... Geheimrath, ich küsse Ihr Herz, Nun setzen Sie aber auch noch der Trumpf auf Ihre Güte und suchen Si, uns zum Haselhuhn einen Latour her aus. der Silbener: Nein. Verehrtester. da? werde ich nicht thun. Ich möchte Jhnen einmal einen schlichten Rozan Seg lar von Schröder - Schuyler vorsetzen Frhr. v. Schultze: Ganz süperb, diefi Languste ganz superb Gras Wehren: Leim englischen Bot schafter habe ich kürzlich einmal ein 5zummer - Stew gegessen Dr. Assinor: O Pfui! Pardon Herr Graf, aber ich sage Psui Wie kann man! Dieser verdammte Cayennepseffer ruinirt ja jeden Geschmack! Nein Hummer ist nur rm Naturzustände genießbar, id est" einfach gekocht. Oder will man complicirtei sein, h l'americainc oder en belle vue. Nicht anders. Silbener: Kommen wir 'mal wieder auf unsere Volksheilstätten zurück Prof. Dr. Rattenius: Ja natürlich. .öoldschmidt: Ja natürlich . . . Nein. warten, wir, bis der Pommery kommt und stoßen wir sodann auf unser segensreiches Unternehmen an! Silbener:, Herrschaften, ich meine. ich lasse zum Dessert einen Chateau Margaux Cru supmeur parat legen im Korbe, Ede nicht umgießen, Ede Dr. Assinor: Und hören Sie 'mal. Eduard, einen exquisiten Cafe double !eme Lurke. ich bitt es mir aus! Dazu Henessy. Männer und Curacac triple sec aber in Eis. Aber in Eis. Graf Wehren: Nachher müssen roh uns aber wirklich 'mal die Volksheilstatten vorbinden Goldfchmidt: Ja. das thun wir ja natürlich namentlich die Bekösti. gungsfrage müssen wir Prof. Dr. Rattenius: Nahrhafte Kost, meine Herr'n, nahrhafte Kost!.. .Mahlzeit, meine Herren, Mahlzeit! Der Sslfenkrieg. ; König Karl I. von England hatte sich in seiner Geldnoth unter anderem auch das Monopol der Seifenfabrikation vorbehalten, und zwar unter dem Vorwande, daß die Seifensieder schlechte Waare lieferten. Die Seife der Stadt erklärte aber infolgedessen der Hofseife den Krieg auf Leben und Tod, und als die Fabrilatwn der Letzteren einigen begünstigten Edelleuten zuertheilt worden war, welche Gentlemen Soapboilers genannt wurden, da beschuldigte das alte Fabrikat das neue, daß es die Wäsche , verderbe und den Waschweibern die Hände zerfresse. Die adeligen Seifensieder dagegen be haupteten, die alten Fabrikanten hätten der neuen Seife betrügerischerweise fremde, gefährliche Stoffe beigemischt. Der Lärm' war so groß, der Skandal noch größer, und die beiden Seifen verwandelten sich in Pnnzipienfragen. Die Wäscherin der Königin sollte einen .Schiedsrichterspruch thun, und. sie. erklärte sich natürlich fü: die Hosseife. Aber ach, als die Sache näher untersucht wurde, ergab es sich, daß die kluge Frau selber keine andere Seife als die alte gebrauchte, sodaß der Hof in die verzweifelte Lage kanr und dem allgemeinen Gespötte verfiel. Es entstand eine förmliche Weiberemeute in der natürlich sämmtliche Hausfrauen lebhaft Partei ergriffen, und die vier Wochen dauerte. Da endlich mischte .sich der Lordmayor von London in die Sache. Der Stadtrath beschloß in feierlicher, Sitzung, im Raihhause selbst zwei Waschtage anzuordnen, an denen sich die geanerischen Seifen nach Kraften geltend' machen und ihre respektiden Vorzüge in'S Licht stellen sollten. Aber welche Geister hatte der Stadtrath mit diesem Beschlusse beschworen! AuS allen Stadttherlen zogen die Weiber'in Schaaren herbei, und es . entstand na. drGllderunz nn

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leitet, kann sich daraus vkklassrn, daß Magen und ftbtr nicht In Ordnung sind. Dr. August AöniZ's Hamburger Tropscn regulkren die Leber und reinigen den Magen.

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und Verkauf ausländischen Geldeö. oleicvzelttaen Schriftstellers', der von diesem tragikomischen Nriege ein ge- ' treues Bild liefert, ein solcherLärm, ! daß der ganze Stadtrath und die Nitter. welche sich zu Schiedsrichtern zwischen beiden Feldlagern einfanden, das Hasenpanier ergriffen. Als aber der König davon Kunde erhielt, ließ er den Lord-Mayor rufen und machte ihm heftige Vorwürfe über den meute rischen Vorschub, den er seinen Feinden leiste u. s. w. Das Ende des seltsamen Seisenkrieges kam erst mit dem Endedes Königs. Als dessen Haupt 1649 gefallen war, fiel auch die Hofseife, und die bürgerliche Seife behauptete seitdem das Feld. . I o rc vJl e i n u n a. (iucnie: .Wer hat das blos gesagt: ein Mann l t so gut wie der andere. Mir fällt es nicht ein. war es e!a Dichter oder ein Arzt i' Minna: .Ich glaube, es war eine alt, Jungfer!" Vorsichtiq. Bankier (zum sich vorstellenden Cassirer): Aber bevor ich Sie engagire. müssen Sie Jhren Vollbart abnehmen und sich pbnio üraphnen lassen, nachher können Sie '.sn ia wtfdrc n5n 57?:." Kaffee . Mühlen ' neuester Konstruktion. Blumenständer. Laternen aller Art. Volmsgut Larävars Co. 120124 Ost Washingtinftr. Mes : : zu haben in Küqe und Haus, erfüllt lede gute Hausfrau mit gerechtem Stolz. Daö beste Mittel, alle Me tallwaaren in kürzester Zeit und für die längste Dauer blitzblank und glänzend wie einen Spiegel zu machen, ist die S. Metal Pelisli Pasts, die von der altbekannten u. bewährten Firma George TV. Hoffmari, 549 Oft Washington Straße. in Indianapolis hergestellt wird. Rür Kattwirtbe ist ka altkewSbrt- nfe Mittel The Barkeepers'e Priend V -- - C O n . ri e a vvn cCTjcioro $xma ergeflrur, zum Pum der Bar FixtureS ,e. einfach unentbehrlich und wer e einmal ebrauckt hat. wird ftet wieder holen. Bar eexn'S Friend da Unentbehrliche, ift überall in Spotheken zu baden. Nnterstutzt die SkS-KM j trikb nts V3Cnl$t$u , ' No.' 232 233 Virginia Lvenne. . Vo Vü üomexviUCf Manager.

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