Indiana Tribüne, Volume 23, Number 76, Indianapolis, Marion County, 3 December 1899 — Page 10

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Per Mann ans Bestellung. (Tm Sittenbild auZ Alt'Neilin).) Wenn man erfährt, wie vor zweihundert Jahren die Leute in der Mark Brandenburg nach einem Todesfall des Gatten oder der Ehegattin die Zeit kaum erwarten konnten, um schnell wieder eine Ehe einzugehen, sowohl in den höchsten Kreisen als wie in den untersten, so erhält man ein eigenthümliches Bild von denSittenzuständen jener Tage. Es kam dabei fast seltener vor, daß jemand nur einmal verheirathet gewesen, als daß jemand dreimal oder noch öfter sich vermählt hatte. Der große Kurfürst war zweimal verheirathet, der alte Derfflinger zweimal, sx'6 nig Friedrich der Erste dreimal und so viele andere noch. Der brandenburgische Diplomat und tzofpoet Freiherr von Canitz hatte außer seinem Vater und Schwiegervater noch zwei Stiefschwiegerväter und zwei Stiefschwie-germütter.

Freilich war an diesen oftmaligen Verheiratungen weniger eine Frivolität im Allgemeinen schuld; es sprach sich darin vielmehr eine gesunde Fülle des Lebens aus. Es schien beinahe so, als ob alles, was lebte, sich einen Zustand der Ehelosigkeit nicht denken konnte. Man hielt mit knapper Noth das Trauerjahr inne und war darin im aufrichtigsten Sinne eine betrübter Wittwer oder eine hochbetrübte Wittwe. Aber sobald die Trauerkleider fielen, gehörte man wieder dem Leben im vollsten Maße an; das Blut, das voll zum Herzen drang, forderte sein Recht. Freilich war nicht selten auch eine au wisse Frivolität dabei im. Spiele, und das war der Fall bei der Begebenheit. die wir im Nachfolaenden eräblen werden, die vor etwa zweihundert Iahren ln den vornehmeren Kreisen Aerlins nicht geringe Sensation hervorrief. Die Mutter des erwähnten brandenburgischen Diplomaten und Hof, poeten Freiherrn von Canitz ist dieHeldin dieser Begebenheit. Diese Frau war die Tochter des OberstkammerHerrn und Kriegsbefehlshabers des großen Kurfürsten Konrad vonBurgsdorf, eines würdigen und treuen Dieners dieses Fürsten, und ein ebenso achtungswerther Charakter, wie dieser Vater unserer Heldin war, ist auch die Mutter derselben gewesen, eine verstänvlge, würdige Dame. Nachdem unsere Heldin ihren erstek. Gatten, den Freiherrn Friedrich Ru, dolf von Canitz, durch den Tod verlor ren hatte, den Vater deS Hospoeten, heirathete sie einen Obersten von der Golz. mit dem sie indessen beständig w Unfrieden lebte. Ob der Gatte hieran Schuld trug: es konnte so scheine!' denn die Frau Generalin der Oberst war inzwischen avanart war es, die bei dem Kurfürsten um eine Ehescheidung nachsuchte, weil sie gegen ihren Gatten gegründete Ursache zur Klaa? zu haben vorgab, und die Erlaubnis zur Scheidung auch erlangte; immerhin aber wird uns der Herr von der Golz als ein liebenswürdiger Charak ter dargestellt, der vor und nach dei Scheidung in treuer Liebe an seinem tiefsohn hing, und andererseits wird uns Frau von der Golz als eine so ex centrische Dame geschildert, daß mar. die Schuld der Trennung wird ihr beimessen müssen, zumal wenn man ver nimmt, was sich bald nach der Eheschei' dung begeben. Frau geschiedene von der Golz. ver wittwete von Canitz. konnte nämlick nicht sehr lange Geschmack an der so heiß ersehnten Freiheit finden, (bu wollte sich wieder verheirathen. Abei mit wem? Möglich wohl, daß die excentrische Dame unter dem brandenburgischen Adel Niemand fand, bei mit ihr die Ehe wagen wollte. Mehr aber noch die damals in ganz Deutschland verbreitete unselige, und von vlelen Satirikern jener Tage mit Recht verspottete Vorliebe für alles Französische ließ die heirathslustige Dame auf einen absonderlichen Einfall kommen. Sie war so entzückt von allem Franzosischen, daß ihr ein Franzose an und für sich schon als Muster der Vollkcmmenheit erschien, und sie beschloß, einen Franzosen zu heirathen. Und da in Berlin ein heirathsfähiger Franzost nicht aufzutreiben war, so bestellte sie sich einen Ehegatten aus Paris. Sie schrieb einem Commission in Paris, der ihr verschiedene Modeartikel schon besorgt hatte, und dessen Geschmack ihr dadurch unbedingt erprobt schien, er solle ihr von dort einen Mann senden, den sie heirathen könne. Derselbe 'müsse jung, hübsch, rüstig, fein und geistvoll, natürlich auch von Adel sein. Der Pariser Commission nahm den Auftrag auch ebenso ernst, wie er gegeben war; er hielt Umschau unter den Adligen vonParis. und nicht lange darauf ging der bestellte Ehemann nach Berlin ab. Er war ein Mann von fünfzig Iah ren und keineswegs hübsch und rüstig. Aber gleichwohl wurde er von der Bt stellerin mit offenen Armen empfangen und aeheirathet. Es ist kein Wunder, daß alle Welt den Mann, der sich auf so eigenthum liche Art verheirathen ließ, für einen Abenteurer hielt, man behauptete, daß der hochadelige Name Peter von Lar rey. Baron von Brunoosc. oen er zu tragen vorgab, angemaßt sei, die ganze vornehme Welt Berlins war höchst e? regt über die Heirath; daö junge Ehe paar war die'Zielscheibe des bittersten Spottes und Gelächters: ia soaar die Buhne bemächtigte sich des Vorfalles. und in zwei verschiedenen Stücken wurde die seltsame Ehegeschichte auf oie Bühne gebracht. In beiden Stücken wurden beide verheirathete Theile als na betrogen hingestellt. Dies schien nun aber in der Wirk lichkeit keineswegs der Fall ,u leiy:

cic Ehe. die so seltsam zu Stande gekommen, war nichts weniger als un-

glücklich, beide Gatten lebten sehr zufrieden miteinander. Wie Erkundl gungen aus Paris ergaben, war Baron Brunbosc auch aus durchaus gu ter Familie und sein Name zweifellos echt. So lebte das Ehepaar auf dem Gute der Gattin in Dietersdorf bei Berlin, und ließ die Berliner Gesellschaft reden und raisonniren, es war durchaus glücklich, und wenn auch die Mutter der Frau Baronin, die Kammerherrin von Burgsdorf, bis an ihr Lebensende von der Tochter wegen dieser Ehe nichts mehr wissen wollte, ja sogar alle ihre Güter unter Uebergehung der Tochter deren Sohne hinterließ, so vertrug sich doch dieser Sohn, der FreiHerr von Canitz. mit seinem dritten Vater auf's beste, und da der Hofpoet und Diplomat ein durchaus ferngebildeter Mann und von vornehmem Charakter war, so hätte das sicherlich nicht der Fall fein können, wenn der Baron Brunbosc einAbenteurer undSchwindler gewesen Ware. Die Alte. Von Paul Margueritte. Mademoiselle Mitaine hatte ihr Buch auf ihren Schooß sinken lassen, ihre Augenglaser abgelegt und betrach. tete friedlich von ihrem Stuhle aus die vorbeiwandelnden Leute und die Evoluticnen der Enten, in jenem köstlichen Winkel des Lurembourg. wo ein grünschimmernder Teich ein winziges Jnselchen bespült. Die Sonne war untergegangen, die Dämmerung sank herab; die Mütter führten ihre Kinder hinweg; eine Stille breitete sich über den Park, die nur durch das Wagengerassei aus dem Pflaster gestört wurde. Unter dem klaren grauen Himmel gewann eine weiße Statue einen Hauch von Leben, und von den schon herbstlich gelb und rostbraun sich färbenden Bäumen wirbelte hie und da ein Blatt zur Erde. Mademoiselle Mitaine lebte ein traumhaftes Leln in dieser Umgebung, die friedlich war wie ihre Seele die Seele eines alten Mädchens, das viel gellebt und viel gelitten, das nach und nach all' seine Verwandten, fast sein ganzesVerm'ogen verloren hat, und das, zu äußerster Einsamkeit und einer durch die schwarzen, sehr sauberen aber sehr abgetragenen Kleider sich verrathenden Dürftigkeit verurtheilt, dennoch dem Leben nicht zu grollen vermag, und sich den Frieden eines gedulttgen und resignirten Alters zu erobern gewußt. Dieser SeptemberAbend harmonirte mit der Färbung ihrer unbestimmten Traumereien; dieses Ende eines schönen Tages stand im Einklang mit der Ruhe ihres Antlitzes, mit ihren weißen, unter einem großen schwarzen Hut sich verbergenden Haaren, ihren wellen Augen, in denen für Augenblicke ein Schimmer ehemaliger Schönheit aufblitzte. So ganz war Mademoiselle Mitaine in den Zauber der Dämmerstunde derfunken, daß erst die Stimme eines Wächters, der einen auf einer Bank unweit von ihr eingeschlafenen armen Teufel mit barscher Stimme anfuhr. sie aus ihrem tiefen Sinnen riß. Mit kreischender Altweiberstimme stieß der Wachter unverständliche Drohungen aus; sem Sabcl schlug ihm um die Beine und sein Arm fuchtelte in der Lust herum, während der Unglückliche, wortlos die Achseln zuckend, sich träge schlendernd entfernte. Da sah Mademoiselle Mitaine, wie. der Wächter sich mit strenger Miene ihr zuwandte; er rief: Es wird geschlossen!" Aus allen Ecken des großen Gartens wurden Stimmen hörbar: Es wird geschlossen!" Und ein Windstoß führte die Trommelretraite. die so oft schon ihr in die Ohren gebrummt hatte, ihr wieder zu. Ganz verwirrt beschleunigte da? alte Fräulein den Schritt, und eilte mechanisch demselben Thore zu. durch das der Vagabund sich entfernte. Immer noch zuckte er. sich umwendend, die Achseln. als wollte er den verschwundenen Wächter höhnen. Er hatte ein von struppigem Haar umstarrtes Wolfsgesicht; seine Beinkleider waren mit Koth bespritzt und an den Rändern ausgefranst; sein Aussehen war ein so erbärmliches, daß Mademoiselle Mltaine, von Mitleid ersaßt, ihrer Geldbörse ein Fünfzig-Centimesstück entnahm und es dem Mann rn die Hand drückte, den sie am Gitter einholte; und ohne ihn anzusehen, noch seinen erstaunten Dank abzuwarten, eilte sie in der Richtung nach der Rue Scufflot davon, ungeduldig, das kleine Speisthaus zu erreichen, wo sie jeden SamStag zu dlniren pflegte. Allwöchentlich an dem festgesetzten Tage gönnte sie sich dieses bescheidene Vergnügen. B Madame Alegrl war die Kost anstandig und villig. Die an der Table d'hote sitzenden Studenten plauderten von heiteren Dingen, gefielen sich ln Paradoxen und ergötzten sich damit, beim Nachtisch mittels eines an der Nase befestigten leeren Glases und einer darüber gebreiteten Serviett Schwemskopfe zu bilden, an denen die Zipfel der Serviette als lange Oh ren baumelten. Das erheiterte sie ln ihrer stillen Ecke, an ihrem klemm Tr sche; und wenn diese Herren ihre gute Freundin mitbrachten, so entrüstete sie sich nicht darüber, denn sie verzieh der Jugend Alles. Die Kellnerin kam, das Couvert aufzulegen und reichte ihr die Speisekarte. .Ein Glas Bier, wie immer?" Nein, kein Bier, ich trinke heute Wasser, das Bier thut mir nicht gut, sagte Mademoiselle Mitaine mit einem leisen Gefühl des Bedauerns an das

Monte, tm Glase schaumende Bier den

kend; doch war sie sparsam und auch vernünftig genug, sich diese Sühne für ihre Freigebigkeit von vorhin aufzuer legen. Diese dem Armen gespendeten zehn Sous repräsentirten ihr Glas Bier zum Diner. Als Entschädigung hiefur wollte sie sich einen kleinen ge backenen Fisch gönnen. Sind die Seezungen recht frisch? Ganz frisch," bestätigte das Mädchn. Einen gebackenen Fisch, gut ! Und dazu? Grüne Erbsen, gut!" Sie schrie die Bestellung auf die Treppe hinaus, und Mademoiselle Mltame warf mit innerster Befried!gung und einem Rest stolzer Coketterie einen Blick in den Spiegel ihr gegenüber. Sie hatte Lust, dem Bild, daö sie darin erblickte dem Contersei der sehr würdigen alten Dame in schwärzem Kleid und weißen Haaren da drinnen zuzuwinken und sie zu fragen: Wer wird ute eine gute kleme gebackene Seezunge mit grünen Erbsen spelsen? ... Das wird Sophie sein!" Hinauf goß sie sich ein großes Glas Wasser voll und ergriff es mit Behagen, wie Einer, der zu sagen scheint: Ich trinke Wasser nur zu meinem Vergnügen, ich könnte ebenso gut den feinden Wein trinken und ich verschmähe ihn, verschmähe ihn! Nun, der Mann mit den ausgefransten Be'leidern würde wohl keine gebacken Seezunge und keine grüne Erbsen essen! Altes Leckermaul, das nur mit Bedauern an das Glas Bier dachte! Pfui! In ihrem Alter! Ah. da ist ja der bestellte Fisch mit einem kleinen Dreieck aus Citrone. Ach, wie das duftet! Ja. bei Madame Alegri weiß man eben, was man ißt. Und mit pedantischer Genauigkeit stellt Mademoiselle Mltarne das Salzfaß auf die rechte, die Pfefferbüchse auf die linke Seite, dann schwingt sie Messer und Gabel: trotz ihrer 65 Jahre hat sie noch vortreffliche Zähne; der Zahnarzt, der sie ihr geliefert, hat sie nicht betrogen! NachdemMademoiselle Mitaine nach den grünen Erbsen und dem kleinen im Trockenen zappelnden Fisch ihre Rechnung beglichen und vor dem Spiegel die Bander ihres Hutes gelnupst. veraßt sie sicheren Schrittes das Local und schlägt die Richtung zu ihrer Wohnung ein, die sich im fünften Stockwerke eines in der Rue du ChercheMidi gelegenen Haufes befindet und wo Monsieur Schneebällen, ihr Kater, tc erwartet. Die Straßen sind belebt, Studenten ziehen singend vorbei, hübsche Madchen am Arme fuhrend. Mademoiselle Mitaine sucht die kuhigeren Straßen auf, sie furchtet em wenig diese erhitzte Menge. Zuweilen hört sie flüsternde Stimmen hinter sich. Leute, die ihre weißen Haare unter dem großen Hut nicht gewahren und die ihr aufrechter, lastisch Gang täuscht. Wenn der Mann, r rhr folgte, rhr dann vorauseilt und sich umwendet. weicht er beim Anblick dieses guten al ten Gesichtes zurück, stammelt em : Pardon, Madame , oder lacht, wenn es ein Gassenjunge ist. Eines Abends war ein Student ihr in den dunklen Gassen von ferne gefolgt, hatte sich dann genähert; schüchtern, von dieser noch so anmuthigen, im Dunkel der Nacht verschwimmenden Frauengestalt getauscht, verfolgte er sie hartnackig, und das verursachte dem alten Fräulein ein unsagbares Gefühl der Traurigkeit, des Schmerzes und doch auch der Freude, ja, einer uneingestandenen, aufrichtigen eitlen Freude. Armer Junge, der sie für hübsch, jung und entgegenkommend hielt! Sie hatte es nicht über s Herz gebracht, ihm seinen Irrthum zu zeigen, indem sie ihm ihr welkes, runzeliges Antlitz bei dem fluchtigen Schein einer Gaslaterne sehen ließ, und schnell, ganz schnell ihre Straße, dann ihr Haus erreicht, am Thor geläutet und war gerade rechtzeitig verschwunden, um die niedrige, feige Begierde des Studenten zu enttauschen. Während' sie an dieses Abenteuer denkt, steht die alte Dame vor ihrem Hause, läutet und klimmt die fünf Stockwerke hinauf. Ihr Kater Hort sie, miaut und kratzt mit den Pfoten an die Füllung der Thür. Mit verliebter Gebard: reibt er sich an Mademoiselle MitaineZ Röcken, denn er ist ein Kater von seltener Vollkommenheit. Seine Herrin liebkost ihn und flüstert: Ja.Schneeballm. ja, du willst wohl ausgehen, du schlimmer Spitzbube? Nun'denn. heute ijt Samstag, geh' und vergnüge dich, du Schelm! Das ist ja auch dein jour!" 1 Schneeballen miaut, huscht auf die Treppe zur Dach:inne des sechsten Stockes, während Mademoiselle Mitaine ihm nachruft: Sieh aber zu. taß du morgen Früh 8 Uhr zurück bist, sonst gibt es keine warme Milch! Ah! Natürlich, der wird dich hören! ..." Sie lächelt, seuszt und schließt sich ein. Mißversiändniß. Maier: Sie wollen Modell sein; haben Sie denn schon irgendwo gesessen?" Bummler: Na und ob, vor vier Wochen bin ick ja erst aus det Zuchthaus gekommen! rv t. w erf onoercymiere. xurrum nehmen Sie denn die alte Wanduhr auseinander?" Schmierendirektor: Wegen der. dielen Rädchen. Wir r? ... r v 1 1 . n . ji .! Ti raucyen für unser Nliierjlua tinz größere Ainabl Svoren." t a r k e r T a b a k. Selcher: Denken S' Ihnen, neulich hat bei mir so em Lump eme Blunzen g'stohlen!' Na ja! Das. kommt schon vor!" Es wär mir eh nix d'ran g'legen! Aber, stellen S' Ihnen vor, weil die Wurst schon ein bisserl g'rochen hat. hat mich der Kerl beim Markt-Commissariat wegen NahrungSmittelverfälschung

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