Indiana Tribüne, Volume 23, Number 69, Indianapolis, Marion County, 26 November 1899 — Page 6
pcrJSfTiß. Ton ?Iurc:i n Soll. Erregt schriit Anrclb auf dem üXroi iloir b:r Rue fcc Tomncn aus und ab. Ich fragte ihn: Erwartest Du Jemand, um ihn zu hrf eigen?" Nicht gerade das," erwiderte er. .Jch habe ein schlechtes Gewissen, denn ich habe die Hausmeisterin dieses Hauses bestohlen!" Nicht möglich!" : .... Höre und urtheile." Er machte eine Pause, dann fuhr er fort: Du weißt, ich bin noch immer in meine Frau verliebt. Nach einjähriger Ehe ist das nichts Alltägliches. Doch sie ist so herzig, so vielseitig, so lebhaft, fcafr ich jeden Augenblick einen neuen Reiz an ihr entdecke. Wenn wir bei schönem Welier einen Spazierganz durch die Rue de la Paix und über die Boulevards machen, bleibt sie vor je dem Schaufenster stehen. Sie wünscht sich dies und jenes, was ich ihr nicht bieten kann. Sie stößt einen Seufzer aus und wir gehen weiter. All ihre Wünsche sind flüchtig; gleich dem Schmetterling läßt sie sich einen Moinent lang auf der Blume nieder, und flattert bald wieder davon, ohne eine Spur zurückzulassen. Von all diesen flüchtigen Launen aber, die ich entstekjen und gleich darauf wieder zerstieben gesehen, ist doch eine geblieben, die ich befriedigen mußte. Vor unserer Hochzeit pflegte Emma, die mit ihrer Mutter in diesem Hause wohnte, gar oft aus dem dritten Stock in die Loge der Portiersfrau herabzusteigen, um deren Zeisig einen ganz wunderbaren Zeisig zu betrachten und vor Allem singen zu hören. Kein Zeisig hat je süßere Töne seiner kleinen Kehle entlockt, keiner seine Läufe in so überlaschender Weise hervorgetrillert, in einem Wettgesang hätte er sicherlich über Nachtigall und Lerche den Sieg davongetragen. Nach unserer Hochzeit übersiedelte ?mma in meine bescheidene Junggesellenwohnung in der Nue de Vaupirard, glücklich über den Besitz eines Gartens von vierzig Meter Umfang, der von einem sich nicht übel ausnehmenden, wenngleich traurig wie alle Gefangenen aussehenden Vaum beschattet wurde. So oft ein Sonnenstrahl unsereNosenf:öcke und unsere Dahlias traf, rief Emma aus: Wie glücklich wäre Titi hier inmitten all dieses Grüns!" Titi .war der Zeisig der Nue de Tournon." Arnold blieb stehen. Von derBeharrlichkeit dieser zärtli--chen Zuneigung gerührt," fuhr er fort, begebe ich mich zur Portiesfrau, plaudere mit ihr und beginne endlich in oiplomatischer Weise: Meine Frau erzählt mir oft von Ihrem Zeisig," sage ich zu ihr. , Ach ja, Fräulein Emma hatte ihn gar so lieb. Man ksnnte aber auch ganz Holland durchsuchen, ohne seines Gleichen zu jien." Wo könne ich wohl einen ähnlichen finden?" Was das Gefieder betrifft, ist das nicht schwer; im Gesang aber könnte es, glaube ich, keiner mit ihm aufnehznen." Sie sollten mir ihn verkaufen." Die Frau fuhr empört in die Höhe. .) mein Herr, nie, nie!" Fünfzig Francs?" .Unmöglich!" ..Hundert Francs!" ,Jch gebe ihn um keinen Preis her!" Also zweihundert Francs!" Sie warf einen Blick auf den Käfig, in dem Titi es sich an einem wahren Götterschmäus von Katzenpfötchen .wohl sein ließ. Ich würde mich zu sehr nach ihm lehnen . Ich kann mich nicht von ihm trennen." Emma war trostlos über den Mißerfolg meines Schrittes. Der Tag verging in trübster Stimmung. Und als wir ausgingen, bemerkte ich, daß
ite lieber einen weiten Umweg machte, um nur nicht bei der Rue de Tournon vorbeizukommen. Was soll ich Dir Tioch sagen? Nachdem die Diplomatie nichts genützt hatte, beschloß ich, GeIvaltmittel zu ergreifen. Inzwischen -versetzte das Verbrechen in Lyon, die Ermordung des Präsidenten Carnot dieGemüther in heftige Erregung. Den nächsten Morgen, während ganz Paris sich um die Zeitungen riß, ging ich in dem Augenblick, als die Portiersfrau, dunkel gekleidet, sich zum Ausgehen anfchickte, an dem Hause in der Rue de tournon vorüber. Ich will," sagte sie mir. einen Verwandten besuchen, welcher Kaminerdiener im Elysee ist. ... Er wird Dielleicht seine Stelle verlieren. Mein Mann bleibt indessen zu Hause." Ein teuflischer Plan durchzuckte mein Hirn. Ich sprang in einen Fiaker arnd fuhr zu einem Vogelhändler, wo ich den Zeisig auswählte, der sowohl in der Farbe seines Gefieders wie in der kleinen schwarzen Shont auf demKöpfchen dem so heißbegehrten Vogel am meisten ähnelte. Fünf Minuten später betrat ich die Loge und bat den Portier, einen Weg für mich zu machen, wofür ich ihm drei Francs zahlte. Sobald er außer Sicht war, ergriff ich den wunderbaren Sänger und ließ den Frem den schnell in den Käfig gleiten. Meine Frau schwamm in Seligkeit Trotzdem w.ard in von Reue gepeinigt und wenige Tage später trat ich wieder bei der Portiersfrau ein. Sie haben doch noch Ihren Zeisig?" Ja, mein Herr." Nun denn, ich biete Ihnen wieder zweihundert Francs. . . ." Ach, mein Herr," rief sie, jetzt gebe ich ihn nicht um ein ganzes Vermögen mehr her. Halten Sie es für möglich, daß er seit dem Tod des Herrn Carnot nicht ein einziges Mal gesungen hat?" Der Vogelhändler hatte mir ein Weibchen verkauft."
Siam. Von allen einheimischen Staatsgebilden Hinterindiens hat die Unabhängigkeit ganz allein Siam bis auf den heutigen Tag bewahrt, doch schon ist es auf der Landseite rings von britischem und französischem Eolonialgebiet umschloffen, während von der See her unablässig hereinströmende Schaaren cinwandernderChinesen das 'siamesische Volksthum in seiner Eigenart bedroln. Das mächtige Ausgreifen der französischen Colonialpolitik auf der indochinesischen Halbinsel und die Reise des siamesischen Königs Tschulalongkorn nach Europa haben auch in Deutschland Aufmerksamkeit erregt, das an den Ufern des Menam mit einem ansehnlichen Procentsatz des Handels und des Schifffahrtsverkehrs betheiligt ist. Um so auffallender ist es daher, daß in der nicht überreichen Literatur über das Land des weißen Elephanten die deutsche Wissenschaft nur mit zwei Werken vertreten ist, die vor ungefähr dreißig Jahren erschienen sind. So werthvoll die beiden Bücher don Vastian und v. Scherzer auch sind, so wird man von ihnen doch wenigAufschluß erwarten über die umfassende Reformarbeit, die mit der im November 1873 eingetretenen Volljährigkeit des jetzigen Herrschers angehoben hat. Es ist daher nur nur ank zu begrüßen, daß soeben über das der abendländischen Cultur sich erschließende Reich Tschulalongkorns ein Werk die
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KönigTschulalongkorn. Presse verlassen hat, dessen Verfasser, der vielgewanderte Weltreisende Ernst v. Hesse - Wartegg, in der Lage ist, nach allen Richtungen Aufklärung zu spenden über die nicht zu verkennenden Fortschritte, die das ganze Land, namentlich aber die Hauptstadt Bangkok, zu verzeichnen hat. Die reiche Ersahrung, die v. Hesse - Wartegg auf seinen Weltwanderungen erworben hat, befähigten ihn, auch in Siam nicht mit Aufzeichnungen sich begnügen zu müssen, die nur der, wenn auch noch so fremdartigen Außenseite gerecht werden, sondern dem Wesen der Dinge tiefer auf den Grund zu gehen. Erfreut in der verschwenderischen Fülle der Abbildungen der künstlerischcBlick, der unter dem vorhandenen Material die Auswahl traf und dieses in geschickter Weise durch Neuaufnahmen ergänzte, so fesseln im Text die anschauliche Schilderung von Land und Leuten, die durchsichtige Darstellung und übersichtliche Gruppirung der Thatsachen und die Unparteilichkeit und VorUrteilslosigkeit in der Schlußfolgerung. Zunächst macht der Verfasser den Leser mit dem Menamstrom bekannt, der lebenspendenden Hauptarterie des Landes. Dann taucht Bangkok auf, die Märchenstadt mit ihren zahlreichen Pagoden, Palästen und vergoldeten Thürmen, die sich einige Stunden oberhalb der Mündung des Menam, inmitWürdenträger. ten der üppigsten Tropenvegetation ausbreitet. Von der Bevölkerung, die sich auf mehr als eine halbe Million Seelen beziffern mag, wohnt gewiß ein Drittel, wenn nicht darüber, auf dem Wasser. Soweit man den gewaltigen Strom auf- und abwärts blicken kann, sind an seinen Ufern schwimmende Häuser in doppelten, drei-, vierfachen Reihen verankert, eins dicht am anderen. Als Wahrzeichen und höchstes Bauwerk der Stadt steigt die großartige Pyramide des Wat Tscheng auf. Als unumschränkter Selbstherrscher waltet hier König Tschulalongkorn, einer der aufgeklärtesten Fürsten, die aus einem asiatischen Thron gesessen haben, ein Monarch, der gleich nach seinem Regierungsantritt die Sklaverei bedeutend einschränkte, dann Schulen, Hospitäler, Straßen und Eisenbahnen in's Leben rief, die Armee nach europäischem Muster organisirte und eine Kriegsflotte schuf, gleichwohl aber in der Einfügung abendländischer Elemente in die alteinheimische Cultur ein weises Maß beobachtete. Die Residenz des Königs ist als Wohnsitz eines prachtliebenden Monarchen der Schauplatz glänzender und rauschender Festlichkeiten, der Hauptpalast ein großartiger Bau mit imposanter, zwei Stockwerke hoher Fagade. Hesse-Wartegg war Augenzeuge der mit denkbar großtem Pomp am Kronprinzen vollzögenen Ceremonie des Haarschneidens, in deren Verlauf der königliche Knabe in einer Badewanne aus purem Golde Platz zu nehmen hatte, in die vergol-
dete Thierfiguren aller Art klare Wasserstrahlen spieen. An den könizlichen Palast schließt sich die phantastische Tempelstadt Wat Pra Keo an mit ihren Pagoden, Thürmen,. Statuen, Thierfiguren und hier aufgehäuften Kostbarkeiten von unglaublichem Werth. Trotz all der Herrlichkeit der Tempel und der reichen Opfergaben an die Priester herrscht aber in Bezug auf die Religion Gleichgiltigkeit, und der Buddhismus ist in Siam im Niedergang begriffen.
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H a u p t p a l a st. Unendlich viel vermag der Wille des Königs, die wahren Herren von Siam drohen aber die Chinesen zu werden, die von den 10 Millionen Einwohnern des Landes fast ein Drittel umfassen. In den Händen der unternehmungslustigen Chinesen liegen der Kleinhanbei und die Industrie, und selbst im Großhandel treten sie mit den Europäern in aussichtsvollen Wettbewerb. Wohl gibt es siamesische Goldschmiede, Maler, Vergolder, Ciseleure und BildHauer, sie arbeiten aber nur auf die Privatbestellung der königlichen Familie und der Vornehmen; die große Masse des Volkes ist ohne entwickelte Bedürfnisse, dabei vergnügungssüchtig und von der Spielwuth besessen. Allein in Bangkok mag es mehrere Hunderte von Spielhäusern geben, die stets mit einem Theaterraum verbunden sind. Reizvolle Musik, Kostbarkeit und Farbenpracht der Costüme, Verführer!sche und groteske Tänze stehen in der dramatischen Kunst der Siamesen obenan, und das weibliche Element spielt die Hauptrolle. Die Siamesinnen führen in mancher Hinsicht ein viel besseres, menschenwürdigeres Dasein als ihre Schwestern in China und Japan, von den mohammedanischen Frauen und Mädchen ganz zu schweigen. Kein glänzendes Bild gewähren die Rechtspflege und das GefängnißWesen in Siam; hier bleibt der königlichen Reformthätigkeit noch ein weiter Spielraum. Die mit Krupp'schen Geschützen und Mannlicher - Gewehren ausgerüstete Armee zählt etwa 10,000 s;?vfi:7 SSSS Pagoden. Mann, doch ist nur die Garde nach europäifchem Muster organisirt. Erheblieh besser steht es mit der von dem Dänen du Plessis de Richelieu geschaffenen Kriegsmarine mit ihrer ausgezeichnet geschulten Marine - Infanterie. Von Bangkok geleitet der kundige Autor den Leser nach Bang-pa-in, dem Versailles des siamesischen Herrschers. Diese glänzende Residenz ist in den letzten Jahren vom König gemieden worden, der sich auf der waldigen Insel Koh-si-rschang im Golf von Siam ein neues Lustschloß erbaut hat. Ein weiterer Ausflug ist der nach dem schwimmenden Ajuthia, 60 engl. Meilen oberhalb der Reichshauptstadt auf dem Wege nach Prahbat, dem berühmten Wallfahrtsort der Buddhisten. Landeinwärts zeugen die gewaltigen Ruinen der 1767 durch König Alompra von Birma eroberten und zerstörten Köniasstadt Ajuthia von der bedeutenden Rolle, die Siam seit 1350 in der hinterindischen Geschichte einst 'gespielt bat. Höchst dramatisch schildert der Ver--fasser die ziemlich selten stattfindende Elephantenjagd. Es folgen interessante Kapitel über Aberglauben, die in der buddhistischen Religion wurzelnde Gei sterfurcht und Gottesgerichte, über den Ackerbau, die Insel Koh-si-tschang. das siamesische Ostende, das Teakholz und dessen Gewinnung sowie über das Münzwesen, dessen Einheit der Tical (30 Cents) ist. Eigenthümlich nicht nur in Bezug auf den Inhalt, sondern auch hinsichtlich der Herstellung und Ausstattung sind die Palmblattbücher der einheimischen Literatur. Ein besonders lesenswerther Abschnitt betrifft die Geschichte Siams und die Chronologie der vier Königsdynastien seit der Mitte des 14. Jahrhunderts. Das Kapitel über den Cisenbahnbau hat sich der besonderen Beihilfe des königl. preugischen Bauraths L.Vethge zu erfreuen gehabt, der das siamesische Zisenbahnwesen als Generaldirector leitet. Dieser verdienstvolle Beamte, dcr auf einen langjährigen Aufenthalt im Lande zurückblickt und große Reisen in seiner neuen Heimath unternommen hat, unterwarf das Werk v. HesseWartegg's einer eingehenden Durchsicht, wodurch Irrthümer noch im Text oder doch im Nachtrag Berichtigung erfahren konnten. Werthvoll waren auch die dem Verfasser zu Theil gewordenen mannigfachen Auskünfte der Prinzen Dewawonase. Damrona und Swasti. des siamesischen Ministers Rolin-Jac-quemyns, des Admirals Richelieu und des Consuls N. Anderson.
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Englands StrcMräfte. Bis vor Kurzem befanden sich in
Capland und in Natal etwa 10,000 Mann regulärer englischer Truppen, die bereits beim Ausbruch der Feindseligkeiten durch indische Regimenter , auf 15.000 Mann verstärkt waren j und demnächst durch Nachschub aus England auf etwa 42.000 Mann gebracht werden sollen. Hierzu kommtnoch eine beträchtliche Zahl, von den in Afrika selbst ausgehobenen und dort formirten Kräften. Der Gouverneur der Capcolonie ist nämlich berechtigt, alle dienstpflichtigen Leute im Alter von 18 bis 50 Jahren zum Kriegsdienst einzuberufen, was im günstigDragoner. Schütze. Beritt. Infanterie. sten Falle 15,000Mann ergeben dürfte. Der beste Theil der hierfür in Betracht Kommenden ist aber bereits in der Capcolonie in 41 Volunteer-Compag-nien mit einem Sollbestand von 5000 Mann und 6 Geschützen militärisch orgamsirt, die von obiger Zahl daher m Abzug kommen. Außerdem bestehen in der Capcolonie und m Natal noch eine 1600 Mann und 4 Geschütze zählende ständige Miliz sowie berittene Polizeitruppen, in Capstadt eine besondere Garmsonartillene mit Pio nierformationen und in Beschuanaland ahnliche Localtruppen. Ferner sind schon vor längerer Zeit über 50 britische Officiere nach Afrika entsendet worden, um inBritisch-Betschuana-land und Rhodesia Truppencorps, und zwar namentlich berittene Infanterie, anzuwerben. Schließlich sind noch geqen 5000 australische und kanadische Freiwillige in Betracht zu ziehen. In runder Summe dürfen hiernach die englischen Streitkräfte in Südafrika Ende November auf 71.000 Mann veranschlagt werden, die durch die Abgäbe von Marinemannschaften des Reit. Schütze. Ulan. F ü s i l i e r o f f i c i e r. südafrikanischen Geschwaders allenfalls noch um 2000 Mann verstärkt werden könnten. Rechnen wir von. dieser Summe ein gutes Drittel für Besatzungszwecke ab, so würden dem englischen Obercommandanten in Südafrika, Sir Redvers Buller, zu der eigentlichen Offensivoperation etwa 48.000 Mann zur Verfügung bleiben. Unsere Abbildungen bringen einige Typen der in Südafrika befindlichen englischen Truppen, wozu wir erläuternd bemerken, daß die berittene Infanterie eine ganz eigenthümliche Einrichtung der britischen Armee ist. Dieselbe existirt im Mutterland als geschlössen Truppenkörper im Frieden überhaupt nicht, sondern wird erst im Kriegsfall aus besonders zu diesem Zweck ausgebildeten Leuten der Infanterie aufgestellt. Jede Compagnie besteht dann aus vier Zügen zu je einem Officier und 32 Mann. Die berittenen Infanteristen bcbalten die Uniform und Ausrüstung ihres Bataillons, tragen indeß statt der dunkelblauen Hosen Reithosen von starkem hellbraunen Tuch mit blauen Wadenbinden und statt der Patronentaschen Patronenbandeliere. Ferner sei erwähnt, daß bei den Dragonern nur die Leute des ersten Gliedes Lanzen mit roth-weißen Flaggen (Fähnlein) führen. Die auf der zweiten Abbildung dargestellten berittenen Schützen und Ulanen von Neu-Südwales (Australien) sind teilweise bezahlte Freiwillige (Volunteers). von denen es an Cavallerie und an berittenen Schützen je 5 Escadrons gibt. W e r s u ch t, der findet aber ;e mehr die Menschen finden, um so mhx suchen sie. Optimistisch. Hausirer (der hinausgeworfen wird und über ein Hufeisen stolpert): .Ein Hufeisen ! - Das bedeutet Glück - - da geh' ich noch 'mal 'rein!" Abweisung. Fräulein: - Wrn man uns so oft zusammen ra deln sieht, so konnte man uns für ver beirathet halten." Herr: Mögen uns die Leute dafür halten! Wenn I roir'S nur in Wirklichkeit nicht sind!"
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Turban. Etwa 50 Meilen im Ost-Südosim
von Vietermarikbura. der Hauptstadt von Natal, liegt an der Natalbai, dem bestenHafen zwischen der Kapstadt unv der Dlagoabai. das 1846 gegründete Durban. de.r Ausgangspunkt der in das Innere Natals, nach dem OranjeFreistaat und Transvaal suyrenven Eisenbahn. Ueber Durban, das 18,000 Einwohner hat, von denen die Hälfte Jndier und Kaffern sind, geht der gesammte ausw'ärtiae Handel der britischen Colonie Natal. Zur Ausfubr aelanaen unter anderem Wolle, Zucker, Häute und Felle. Der Hafen, der früher nur Schissen von geringem Tiefgang zugänglich war, ist seit ungeWest Street. fähr 1834 mit einem Kostenaufwand von mehr als 750.000 Pfund Sterling von 6 auf 14 Fuß Tiefe bei Ebbe gebracht worden. Mehrere Dampferlinien, darunter auch die deutsche Ostafrikalinie, laufen Drban an, das auch der Sitz eines deutschen Consuls ist. Die in ihrer ganzen Länge vom Hafen aus durch Straßenbahn besahrene und elektrisch beleuchtete West Street ist eine der schönsten in ganz Südafrika; in ihr haben die bedeutendsten Handelshäuser der Colonie ihre Hauptwaarenlager. Ein Bocrcnfort. Nach dem bewahrten Grundsatze, daß der Angriff die beste Vertheidigung ist, haben die Boeren den Einfall der englischen Truppen in ihr Gebiet nicht abgewartet, sondern in dem Kampfe um ihre Unabhängigkeit selbst die Offensive ergriffen. Die ungeahnten Erfolge, welche sie dabei errungen, gehören bereits der Geschichte an. Trotzdem haben sie es nicht versäumt. Fort bei Bloemfontein. ihr Land durch Anlage von Forts nach besten Kräften in Vertheidigungszustand zu versetzen. Unsere Abbildung veranschaulicht eines der Forts, welche zum Schutze von Bloemfontein, der Hauptstadt des Oranje-Freistaates, errichtet sind. Eine Ausnahme. ki 's Lehrer: Man kann 2 Aepfel und 2 Aepsel zusammenzahlen, das macht 4 Aepfel; aber 2 Aepfel und 2 Birnen kann man nicht zusammenzählen, denn Aepfel und Birnen sind verschieden das sind weder 4 Aepfel noch 4 Birnen!" Der kleine Karl (Sohn eines MilchHändlers): Aber. Herr Lehrer. 2 Liter Milch und 2 Liter Wasser zusammen sind doch 4 Liter Milch!" Unter Freundinnen. Anna: Meinetwegen hat sich bereits einmal ein Herr erschossen." Klara: Der sollte Dich wohl heirathen?" JmThran. Frau (zu dem spät heimkehrenden Mann): Aber Anton, Du wackelst ja!" Mann (lallend): Na. da leg' mir doch 'was unter den Fuß!" Zur Entlastung. Angeklagter: Meine Herren Geschworenen. wenn ich' meine Frau hätt umbringen wollen, so hätte ich dies gleich gethan und nicht dreißig Jahre mit ihr aelebt." Im hüftenlosen Zeit, alter. Dame (im Schlächterladen): Das Fleisch ist mir zu mager. Sie haben doch sicher auch etwas von Pharaos sieben fetten Kühen?" Verkäuferin: Aber gnädige Frau wissen doch am besten, daß die mageren Kühe Heuer modern sind!" Immer derselbe Der berühmte Chemieprofessor Kameyer hat einen Auftritt mit seiner Frau, die schließlich in Thränen ausbricht. Deine Thränen rühren mich nicht," sagt er nach kurzem Nachdenken, denn waö enthalten sie? Eine unendlich geringe Menge von phosphorsaurem Salz und eine Spur von chlorsaurem Natron! Alles, andere ist Wasser!"
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Alte Jungfer: Ist hier auch eine Abtheilung für Jagd auf Männer?" Kasernenhofbli't5)e. Ä WKA M X kniL-'K &Lm mm ftoH LmI'I I prM'AX .rni5 W & ar Unteroffizier: Einjähriger Eohn, beim Parademarsch wird mit den Bei nen deklamirt und nicht gemauschelt! Wahrheitsliebend. Mutter: Kinder, streitet Euch doch nicht fortwährend! Ich und Papa streiten uns ja auch nicht immer!" Di : sparsame Hausfrau. 1L MGME W. Aber, Herr Meier, wie schauen denn Sie aus!" Das ist eine Erfindung meiner lieben Frau, damit ich die Möbel besser schone!" Aus der Palz. Fraa. spul' mer emol des Weinglas aus da war Wasser 'drin!" Frech. Herr: Jetzt habe !H Ihnen für 10 Pfennig' abgekauft und Sie sägen mir noch Grobheiten!" Hausirer: Ja, glauben Sie denn, ich bin ein Automat, bei dem für 10 Pfennig' Süßigkeiten hcrausko men?!" ' Zweifel. Soll ich noch lünger warten, oder soll ich mich zur Frauenbewegung entschließen?" Pietät. Ede: Warum hängst du denn mit solcher Liebe an dem alten Ring?", Lude: Das ist em Andenken, den habe ich meiner Tante gestohlen."
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,' 'vK s Wirthin: Da geht Einer alle Tag' bei uns vorüber und ist noch nicht ein etnziges Mal bei uns eingekehrt nickt einmal wenn frisch angezapft wird!" Wirth: Das kann nur ein junger Ehemann sein!" Zu höflich. 3mx .r ; N Y' XmB rri AiA.ii l I i y l r ' lL WV-J -i ifec a um'!! t F&tM ri-Mh Gib mir 'mal meinen Hut, Schorschl!" Warum denn?" Na, damit ich 'n 'runterihun kann ... da hinten kommt der Herr Pfar rer !" Im Vorstadttheatcr. Ich fühle mich beeinträchtigt durch Ihren Hut; ich möchte doch gerne sehen, was ich höre!" Schön, ich will den Hut abnahmen; dann geben Sie mir aber von ihrer Käsestulle: ich möchte doch gerne schmecken, was ich rieche!" Eomplicirte Auskunft. Sagen Sie, Herr Portier, ist denn seit heute eine neue Fahrordnunz, dajj der Zug schon fort ist?" Jawohl, der geht jetzt früher!... Früher ist er später gegangen, später geht er aber wieder früher!" ßyXS GwY-t JjKLl py M - s VV N . ' I t 'r iL- I v) r . W L JL I E 1 , k,i M . FWW,W , (stiW-i . Schneider: Ihr Hund knurrt mich so verdächtig an; beruhigen Sie ihn doch!" Student: Nehmen Sie nur ja kein: Nechnung heraus, das Vieh kann näm lich kein Papier sehen." Zu aufmerksam. Was treibst Du denn da. Franzl?" .Meiner Großmutter schreib' ich!" Aber warum machst D' denn so große Buchstab'?" Ja. wissen S'. Meister, mei' Groß, mutier hört halt net gut!" M a n ch e r. der gegen Äutorita ten kämpft, kämpft in der That für seine eigene. DerAichstrich ihres Gehalres steht bei den meisten Menschen tu heblich niedriger, all der Schaum H ' r Jugend stieg. -
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