Indiana Tribüne, Volume 23, Number 68, Indianapolis, Marion County, 25 November 1899 — Page 1
o rO AA HO ! AA UN .AA P 5 v o W W k 55 JK J wl A Qsfice : No. 18 Sud Alabama Strafte. Telephon 1171 Jahrgang o r t-M 4 Indianapolis, Zndianp. Samstag, ttn 25 November 1899. Mo. 68
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Sditorielles. Die sogenannte Zuchthausvorlage ist lm Reichstage in einer für die Regierung gerade nicht sehr erhebenden
Weise abgethan worden. Bei der Debatte ist auch unseres Landes erwähnt worden, worauf besonders stolz zu sein, wir gerade nicht Ursache haben. Graf PosadowSky, der Minister deS Innern, machte nämlich die Bemerkung : Sogar in gewissen Staaten deö repub litauischen Amerika giebt eö schärfere Bestimmungen gegen den StreikerTerroriSmuö." Wir glauben zwar nicht, daß daS richtig ist, wir find vielmehr der Anficht, daß die Behörden, d. h. in solchen Fällen meist die Polizei, h2ndeln wie sie wollen, ganz ohne Rücksicht auf daS Gesetz und daß die Richter häusiz daS Gesetz ganz nach Belieben wenden und strecken, aber das ändert nichts an dem Kompliment deS Grasen PosadowSky für unser Land und nichts an dessen Berechtigung. SS ist kaum anzunehmen, daß der Graf die amerikanischen ArbeitSgesetze ftudirt hat, er schließt ediglich auS den Vorkommnissen auf die Gesetzesbestimmungen. Wie dem aber auch sei, eö gereicht unserer Republik wahrlich nicht zur Ehre, daß ein deutscher Minister bei dem Versuche, den Reichstag zur Annatme einkS reaktionären Gesetzes zu bewegen, sich auf ur.6 berufen kann, daß er dem Reichstag, der sich gegen die reaktionären Versuche der 9ic gierung wehrt, uns als Muster vorführen kann. Wir haben es herrlich weit gebracht. Die Vorlage wurde abgelehnt. Dak deutsche Volk begehrt nach unserer Freiheit nicht. - 3a Peru, einem Städtchen in unserem Staate, haben sich die Geistichen zusammengtthan und beschlossen bei keinen Personen mehr eine Trauung zu vollziehen, welche auS anderen Gründen, als solchen in der Bibel gestatteten, geschieden wurden. Obwohl dieS ein Akt geistlicher Anmaßung, gewissermaßen ein Versuch der Geistlichkeit ist, sich über daö StaatSgesetz zu stellen, können wir ihm eine gewisse Logik nicht absprechen. Der Fall zeigt indeß, wie ganz verkehrt und widerspruchsvoll unsere Gesetzgebung in dieser Kategorie ist. DaS Gesetzbuch von Zndiana erklärt ausdrücklich, daß die Ehe ein Civilkontrakt sei. Trotzdem haben wir die akultative Civilehe, trotzdem anerkennt der Staat die kirchliche Eheschließung als bindend. Wir sind in dieser Beziehung weit zurück gegen andere Länder. In Deutschland ist die Civilehe obligaarisch. Der Staat anerkennt bloß die Civiltrauung, mit der kirchlichen hat er nichts zu thun, diese ist ganz und gar Privatsache. Die Civiltrauunz muß unter allen Umständen stattsiaden, soll die Eheschließung bindend sein. Mit anderen Worten die Civiltrauung ist Rechtssache, die kirchliche Trauung Eewissenösache. DieS ist daS Richtige und wo dieß Gesetz ist, da find die Geistlichen auch vollständig zu solchen Schritten wie der erwähnte berechtigt. Sie üben in der Trauung keinen Rechtsakt, sondern ausschließlich einen ReligionSakt auS. Da sind sie auf ihrem Gebiet. DaS Verfahren jener Geistlichen zeigt, wie richtig eö wäre, der kirchlichen Trauung die Rechtskraft zu nehmen, den Geistlichen daS Quasi StaatSamt zu nehmen, daS sie haben. Wir sollten ein Amt haben, daS dem deutschländi schen StandeSamt ähnlich ist, und daö für Jedermann da ist, ob Arm oder Reich. Wenn daö Gesetz die Ehe als ein zivileontraktlicheö Verhältniß an sieht, dann soll sie auch durchweg alö solche? behandelt werden. Im Uebrigen können wir 'eö den Geistlichen nicht übel nehmen, wenn sie sich auf den kirchlichen und nicht aus den menschlichen Standpunkt stellen. Daö ist ihr Beruf. IrchlMllHlell. Wetterbericht. Wolkig; möglicherweise Regen schauer heute Nacht und Sonntag Höchste Temperatur innerhalb der letz. ten 24 Stunden 45 Grad, niedrigste .LölSrad.
Von den Philippinen. Washington, 24. Novbr. Die Situation auf der Insel Luzon . faßt folgende Depesche von Otiö zusammen: Der Anspruch der Insurgenten aus eine Regierung ist nur noch eine Einbildung, ihr Schatzmeister, der Sekretär deS Inneren und der Präsident deS Kongresses sind in unseren Händen. Der Präsident und die übrigen Kabinetömitglieder halten sich irgend wo auf der Insel versteckt. Die Generäle und ihre Truppen find in kleinen Banden zersprengt und spielen die Rolle von Banditen. Manila, 24. Nov. Bautista, der Präsident der Filippino-CongresseS,
erschien heute vor General MaeArthur und verzichtete aus alle weitere Verbindung mit dem Aufstande. Er war einer der einflußreichsten Männer unter den FllippinoS und war anfänglich gegen den Krieg. 3hm wurde eine Richterstelle angeboten und er nahm dieselbe jetzt an, nachdem er sie früher auSgeschiagen. Er sagt, der Congreß und daS Kabinet seien zerstreut. Manila, 24. Nv. Tenor Buenyamino, ein weitere? Mitglied deö Kabir.etö Aguinaldoö, wurde heute als Genfangener auf dem Trankportdampfer Brutuö eingeliefert. 9 Amerika paßt i h r v i ch t m e h r. New I o r k, 23. Novbr. Emma Goldmann, die Anarchistin, schüttelte heute den Staub Amerikas von ihren Füßen; sie fuhr nach England ab und vorher sagte sie : Die Gleichgiltigkeit der amerikanischen Arbeiter und die Undankbarkeit meiner eigenen. Kameraden haben mich angeekelt und ich gehe. Wenn Markham die Arbeiter Brüder der Ochsen" nennt, so beschimpft er die Ochsen. 3n den letzten zehn Jahren babe ich ge sunde, daß der amerikanische Arbeiter die verächtlichste Kreatur aus der Erde ist. Die hiesige Regierung ist despotischer alö der Zar. Ein Verbrechen nach dem andern wird im Namen von Gesetz und Ordnung" begangen und die Arbeiter schreien entweder für Bryan und Silber öder für McKinley und Expansion. Eö giebt hier nicht mehr Freiheit alö in Rußland." Emma war vor Jahren mit Johann Most befreundet, aber diese Freundchaft ist längst erkaltet. Johann ist hrer Ansicht nach ein knieschlotternder Angstmeier" und Schwächling, während Most eö an drastischen Beeichnungen für Emma auch nicht fehlen läßt. Vieepräsident Hobartö Beisetzung. New I o r k, 24. Nov. Daö Leichenbegängniß deö verstorbenen VicePräsidenten Hobart wird morgen in Paterson, N. 3, stattsinden. Eine Leichenfeier findet zuerst im Sterbehause statt, an welcher die Familie, Präsident McKinley, die Mitglieder deö Kabinetö, deö Senatö und deö Unterhauses theilnehmen, und darauf folgt eine kirchliche Feier für daö große Publikum, an der sich die gekannten Würdenträger gleichfalls betheiligen. Heute Abend wurde die L.'ich in Sarroll Hall, dem Hause deS Verstordenen, ausgestellt, und etwa 5000 Personen sammelten sich, um einen letzten Blick auf die Züge deS Geschiedenen zu werfen. Die Arrangements für morgen find unter der Leitung deS Generalanwaltö Griggö vollständig beendet. Der Burenkrieg. Capftadt, 24. Nov. Smmissäre deö Transvaal find hier und in den Landdistrikten der Cap-Colonie an der Arbeit, um die Bevölkerung gegen die britische Herrschast aufzustacheln. Wie verlautet, wird sich die Regierung ge zwungen sehen, alöbald den KriegSzu stand zu prsklamiren und andere dra stische Maßregeln zu ergreifen, um einen möglichen Aufstand in der Colo nie im Keime zu ersticken. Milner, der britische Hochkommissär, läßt sich nur selten öffentlich sehen. D?ö RegierungSgebäude ist mit einer besonderen Wache umgeben. Eine mysteriöse Bot schaft, welche Premier Schreiner mit Gutheißung Milner'ö dem Freistaat Präsidenten Stejn sandte, ist von den Buren bei BurgherSdorp aufgefangen worden. Der Höchstkommandirende, General Buller, hat dem kommandirenden Of fizier in QueenStown, Cap-Colonie, am 15. November folgenden telegra-
phischen Befehl zugeschickt: General Gatacre ist mit dem ersten Bataillon der 7. Brigade gestern von East Vondon abgegangen. Infolge der Ent-
Zfernuvg zwischen England und dem I f?u Ist !k4 vMrtT! A.fo.s.t h.t ii iv mm mutjtiwj tyivtit, wn Grenzdistrikten den Schutz zu gewähren, den sie verdienten. Machen Sie so weit als möglich bekannt, daß die Re gierung 3drer Majestät für thatsäch lichen Schaden an dem Eigenthum loyal Gebliebener Ersatz leisten wird. Setzen Sie alle Mittel in Bewegung, um die Namen jener Personen festzu stellen, die sich der Illoyalität schuldig machen. Mit ihnen wird nachher in geeigneter Weise verfahren werden." London. 24. Nov. Die Depeschen über daS Gefecht bei Belmovt lauten bis jtzt sehr stereotyp und verrathen deutlich die Hand deS CensorS. Sie find zu unzusammenhängend, um ein klareö Bild von dem Ereigniß zu geden oder einen Schluß auf die Bedeutung deö Sieges zu erlauben. Alle Stimmen find darin einig, daß von beiden Seiten die größte Bravour gezeigt wurde. Ebenso wird von allen Seiten eingesehen, daß eS den Briten an der vöthigen Kavallerie fehlte, um den errungenen Erfolg auszubeuten. Einer der Berichte sagt : Der Rest der Buren-Armee suchte auf daS Gebiet deS FreistaateS zu entkommen. Aber da nach allen Anzeichen der Rückzug deS Feind, ö ein geordneter dar, so werden die Truppen bald an einer anderen Stelle von sich hören lassen. Der Bericht derTimeö" sagt: Nach dem Gefecht wurde daö Lager verbrannt und die Munition zerstört. Kavallerie und berittene Infanterie auf beiden Flanken verfolgte den Feind, aber war außer Stande die Buren einzuholen, welche mit ihrem Train davon kamen. Die Niederlage der Buren war eine vollständige, und man glaubt, daß ihre Verluste den unsrigen gleichkommen. Sie benutzten Dum-dum-Kugeln und alle Vortheile waren auf ihrer Seite. 3m Ganzen scheint eö sicherer, anzunehmen, daß die Buren ihre Geschütze nicht verloren. Dagegen wird die Leistung deö Generals Methuen an und für sich immerhin anerkannt. Politisches au S Frankreich. Pariö,24. Nov. Daö Marschiren streikender Arbeiter nach PariS scheint jetzt System zu werden. 3n Belfort an der Ostgrenze streikten 2000 Mann und beschlossen auch gleich, nach PariS zu marschiren und auch jihre Familien mitzunehmen. Gesagt, gethan; der Marsch begann und eine kurze Tagereise kamen die Leute auch vorwärts. Aber dann trat ihnen Militär entgegen und hielt sie auf. Bekanntlich haben die Streiker in Creuzot daö Marschiren in Schwung gebracht. Sie find aber schließlich durch den Einfluß der sozialistischen Abgeordneten abgehalten worden und Minister Waldeck-Rous-seau hat ihren Streit mit dem Fabrikanten Schneider geschlichtet. Man hegt den Verdacht, daß die Monarchisten diese Arbeiterzüge in Ausnahme bringen, um daS Ministerium in Schwierigketten zu versetzen. Die Gegner der Republik, welche die offene oder versteckleUnterstützung eines Theiles der blauen" Republikaner unter der Führuug von Meline haben, lassen nichts unversucht, um daS Minjsterium zu Fall zu bringen. Gelingt ihnen daS, so ist der Sturz LoubetS gleichfalls wahrscheinlich. Die nächste Gelegenheit dazu dürfte ihnen die Amnestie-Vorlage der Regierung geben. Hier werden die Reaktionäre verstärkt durch Hilfe von links her. Die Liga der Menscheurechte" protestirt dagegen, daß die gerichtliche Versolgung mehrerer Zeugen im DreysußProzeß, darunter namentlich General Meiner, der Meineid geschworen hat, durch die Amnestie verhindert werden soll. Clemevceau zeigt an, daß eine neue Campagne in diesem Sinne inscenirt werden wird. Die Vorlage ist im Senat an eine Commission verwiesen worden, von welcher man schon Schwierigkeit erwartet. Die Verhandlung in dem StaatsProzeß vor dem Senat ist schleppend und soweit ohne große? Interesse. Guerin, der Antisemiten - Häuptling, der bekanntlich in dem verschanzten Clubhauö in der Rue Chabrol den Behörden mehrere Wochen bewaffneten Widerstand leistete, wird Voraussichtlich deö Mordversuchs an Polizisten
schuldig befunden. 3n diesem Fall kann er zu fünf Jahren Zuchthauö ver-' urtheilt werden. j -- HittS-Nachrlchten. Angekommen in : N e w I o r k : Campania" von Liverpool und Queenötown; Werkendam" von Rotterdam. H a v r e : La Gakcogne" von New Sork. Queenötown: Pennland" don Philadelphia; Lucania" von NewIörk. . Hamburg: Patricia" von New Sork. mm ,, , allerlei. Eine Chinefenhetz'e ist m Uz Gegend von Lwdsay. Cal., inscenirt worden. In einer Massenversammlung beschlossen die Weißen, alle Chinesen aus dz? Umgegend zu vertreiben und die Obstbauer und Conserven - FabriküNen zur Anstellung von loeißen Arbeitern zu zwingen. Ein Comite escortirte alle beim Packen von Orangen beschäftigten Chinesen nach der nächsten Eisenbahnstation und spedirte sie gen Norden. Als Zohn' Fitzpatrick in Lurlington. N. I., neulich den Besuch einiger Freunde erhielt Holle er einige Flaschen aus dem Keller und ein gelnüthliches Trinkgelage folgte. Plötzlich wurde der Gastgeber von Krämpfen befallen und schrtf derartig, daß sin Arzt herbeigeholt wurde. Es stellte sich heraus, daß Fitzpatrick irrthüm licher Weise eine mit einer Pferde-Me-dizin gefüllte Flasche wischt und daraus getrunken hatte. Durch die Anwendung der Magenpumpe wurde sein Leben gerettet. Der amerikanische Schoon e r Jennie und Etta, welcher mit 37 Tonnen Kohlen auf der Fahrt von New York nach Machias, Me., begrifsen war, ist während eines Orkans bei Westport gesckeitert. Der Capitän, M. I. Walls, seine Frau und vier Matrosen verlief das sinkende Fahrzeug auf einem Boot, in welchem sie 'zwei Tage ohne Nahrung auf dem Wasser umhertrieben, bis sie von einem andern Fahrzeug aufgenommen und in Freeport, Me., gelandet wurden. Vom Mormonismus geheilt ist die Frau des Farmers William Halk in Nunda, N. Y., die vor einiger Zeit mit einem gewissen N. Nichols nach Sat Lake City txrduftete, um sich den Heiligen des letzten Tages anzuschließen. Nachdem sie einige Zeit in Utah geweilt hatte, bekam sie das Leben unter den Mormonen überdrüssig und in einem Briefe bat sie ihren Gatten deh- und wehmüthig um Verzeihung. Halk war gutmüthig genug. ihr die Mormonen-Escapade zu verzeihen, und nun ist sie wieder in 5cuda. Mit Nähnadeln förmlich gespickt -zu sein scheint die 19 Jahre alte Hannah Neardon, welche vor etwa drei Monaten von der Smaragd-Jnsel nach Wilmington. Ind., gekommen ist. Jüngst bildete sich an ihrem rechten Zeigefinger ein Geschwür und auS diesem zog der Arzt eine Nähnadel. Seitdem hat der Arzt aus verschiedenen Stellen von ihrem Körper nickt weniger als 87 Nadeln bezw. Nadelstücke entfernt und er will Hannah nun mit X-Strahlen durchleuchten, um zu sehen, ob sie noch mehr im Leibe hat. Das Mädchen hat die Nadeln derschluckt, während sie sich in einem Institut zu Kilkenny befand. Fünf Seeleute von dem in Vancouver Bauholz einnehmenden amerikanischen Schiffe Kate Troophaben im kanadischen AdmiralitätsGericht gegen den Capitän die Anklagen erhoben, sie fürchterlich schlecht zu behandeln und ihnen ihren Lohn vorzuenthalten. Die Leute zeigten an ihrem Körper Flecken, die von Schlägen und Handeisen herrühren. Die Matrosen erklärten, für das Schiff genüge eine Mannschaft von 12 Köpfen, doch seien wegen der vielen Desertionen wegen brutaler Behandlung seit der Abfahrt von New Jork schon mindestens 100 Seeleute angeworben worden. In der jetzigen Mannschaft sind neun Nationalitäten vertreten. DenBewohnern und Passanten an Broad. und Market Straße inNewark, N. I., wurde jüngst ein seltener Anblick. Zwei Constabler von Morris County, welche zwei zu Zuchthausstrafe verurtheilte Männer nach Trenton zu bringen hatten, marschirten mit den beiden Männern, welche ohne Strümpfe und Schuhe waren, vom Broad Str. Bahnhof der Del.. Lak. & Western Bahn bis zum Bahnhof der Pennsylvania Bahn an Market Straße. Vielfach gab sich Entrüstung kund, daß die Männer, wenn auch Sträflinge, bei dem. kalten Wetter barfuß marschiren mußten, und einige mitleidige Seelen versahen sie im Bahnhof mit Schuhen. Die Manner beschuldigten die Constabler, daß sie den weiten Weg durch die Stadt gehen mußten, damit jene das 20 Cents : betragende Fahrgeld ersparen konnten.
Dr.Miles'HcartCnre j kurirt einen prsminenkn Anwalt. i R C. P he lv .der leitende Pension?. ) Anwalt von Belfast, N. Y schreibt: Jch , wurse aus der Armee enllsZen weVen schlechter Gesundheit und litt seitdem an Her,be, schwerden. Ich hatte häufig Ohnmachten und erstickende Anfälle. Ich ging gebeugt wie ein Mann von 8 Jahren. Ich trug fortwährend inen Ueberrock, selbst im Cvmmer. um mich nicht zu erkalten. Konnte mein Geschäft nicht Verse hen. Meine Ruhe war durch heftige Schmerzen in der Herzgegend und der linkcn Schulter ae brauch von Tr. Miles' heart Cure, ungeachtet, das, ich so viele Patentmcdizinen und Verschrei ungen von Aerzten genommen hatte, ohne das, tt mit geholfen hätte. Dr. MileS' Heart Cure stellte meine Gesundheit wieder her. EZ ist wahr haftig eine wunderbare Medizin und eZ macht m,r viel Vergnügen, diese? Mittel Jedermann ,u empfehlen. Dr. MileS' Mittel werden durch alle Apotheker verkauft unter einer positiven Garantie: die erste Flasche nlitzt oder da? Geld wird zurücker stattet. Vuch über die Krankheiten de! Herzen und der Rerven frei. & MIIog 2 prs2HCmä Restorcp 5 Health vrefse: D r. M i l e M e d i e a l S v.. ff Wart. Ind. 2)tc junge Mädchen i m Alter von ungefähr 20 Jahren. Hampel. Burczyk und Stofiek aus Dirschelwitz. waren als Arbeiterinnen der Bahnmeisterei Oberglogau mit Aufschütten von Ziles aus der genannten Strecke beschäftigt. Nach Beendigung ihrer Arbeit traten sie den Heimweg an und benutzten hierzu das Bahngelene. Hierbei passirten sie eine Arbeitsstelle der mit der Berorelterung des Bahndammes beschäftigten Arbeiter. Zwischen diesen und den Mädchen entspann sich eine Neckerei. Ein nach Oberalogau bestimmter Personenzug kam indesten herangebraust, ohne von den Arbetterinnen, welche den Kopf in dicke Tücher eingehüllt trugen, bemerkt zu werden, und erfaßte die drei unglücklichen Mädchen. Zwei von denselben, Burczyk und Hampel, waren auf der Stelle todt. Mane Stofiek kam mit dem Leben davon, ist jedoch schwer verletzt. Dieser age' stelNe sich in Trieft am Landungsplatze eines ausAlexandrien angekommenen LloydKämpfers ein Herr mit der zrage vor. ob eine Leiche ausgeladen worden sei. Die Frage wurde verneint. Ausmerksam qemacht, untersuchte nun der Polizeiofficier Waller die ausgeladenen Kisten. Im Einvernehmen mit der Sanitätsbehörde wurde eine zwei Meter lange, sorgfältig verpackte Kiste, die die Aufschrift trug: Halt! Nicht stürzen!" geöffnet. Die Kiste enthielt die. Leiche einer schönen, jungen Frau in prachtvoller Toilette inmitten frischer Blumen, eingewickelt in eine ungarische Fahne. Ein beiliegender Zettel besagte, die Leiche solle auf Kosten der ungarischen Regierung weiter befördert werden und ein Herr Gasparek aus Manila werde die Spesen ersetzen. Es stellte sich heraus, daß es die Leiche der Gattin war. Gasparek hatte nur auf diese Weise den letzten Wunsch seiner Frau, im Vaterlande begraben zu werden, erfüllen können; denn die Schiffe in Manila hätten eine declarirte Leiche zur Beförderung nicht angenommen. Durch einen gräßlichen Unfall hat der Kupferfchmiedemeister Thum in Meißen sein Leben verloren. Thum wollte in seiner Werkstatt einen von ihm gefertigten kleinen Dampfkessel von 40 Centimeter Länge und 20 Centimeter Durchmesser, der für die Kinder eines Baumeisters bestimmt war, auf seinen Druckwiderstand prüfen und txltte ihn zu diesem Zwecke an das offene Herdfeuer gestellt. Vermuthlich haben aber Manometer und Sicherheitsventil nicht richtig functionirt, denn nach einstündigem Heizen, als das Manometer erst 1.5 AU mosphären wies, exvlodirte der auf vier Atmosphären berechtneteKessel, anscheinend inFolge Uebe?heizung. Mit furch! barer Gewalt flog der Kessel dem am Herde stehenden Meister an den Kopf, riß diesen vom Rumpfe und schleuderte ihn durch's Fenster, etwa 12 Meter weit auf den Hof hinaus. Der Verunglückte, der im 41. Lebensjahre stan'd, war als tüchtiger Fachmann beInririi $it hnr Vm PrrViTnrrrm futHn t vm j r w v r 7. .w.t ' r .cr: i. t cr j-. t cui .cciiuug uuu iuci;icic jtuujuain in der Werkstelle geweilt, dieselbe aber aus .Besoraniß verlassen. Ull Wenn Ihr ein gute? Mittel haben wollt, Euer Blut zu reinigen, die Nerven zu stärken und die Constitution zu kräftigen, braucht Hood'S Sarsaparilla. Gebraucht nur Hood'S. Hood't Pillen heilen Brechreiz' Kopfschmerzen aus dem Magen und
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