Indiana Tribüne, Volume 23, Number 62, Indianapolis, Marion County, 19 November 1899 — Page 5
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Eine Vr.cfmarke. Humoreske von Hermann Eevffert. 1. Hausfrau: Mann, kommstDu denn noch immer nicht zu Tisch ich hab' Dich schon dreimal gerufen! Das Essen wird ganz kalt!" Hausherr: Gleich. Schähchen, gleich Warte nur noch eine kleine Minute, dann habe ich diesen Brief zu l5nde .... der ist nämlich sehr wichtig....! O tt. Fertig! Nun schnell couvcrtirt adressirt frankirt ah, zum Kuckuck, wo stecken denn nur wieder die Briefmarken !!" (Herr Blume sucht in sämmtlichen Schachteln, Schubkasten, Mappen und sonstigen Behalten bis er auf seinem Schreibtisch alles durcheinander geworfen.) Da schlage doch der Teufel d'rein! Toni !!" 3. .,Was denn, Louis?" Toni, hast Du meine Briefmarken nicht bemerkt?" Keine Ahnung, wo der ordnungsliebende Herr Gemahl seine Briefmarken aufbewahrt. Das Essen ist natürlich eisig kalt geworden." Mag es, liebes Kind, rst das Geschäft. Und diesmal handel.t es sich
um einen tüchtigen Verdienst. Kommt es zu Stande, schenke ich Dir zwei neue Noben - Und drei neue Hüte muß ich auch haben." Sechs, liebes Weibchen! Also, ich laufe noch schnell zur Post, das ist da Einfachste." 4. Thürschließer der Neichspost (Herrn Blume den Eingang verwehrend). Bedaure, mein Herr, es t 8 Uhr und die Post geschlossen." Herr Blume (mit dem unfrankirtett Brief): Was, schon zu? Das ist ja ein ganz ungereimtes'Pech! Der Brief muß heute Abend noch erpedlrt werden; hören Sie, ich will mir nur noch eine Briefmarke für 10 Pf. geben lassen ich bin ja der Kaufmann Blume aus der Nebenstraße lassen Sie mich nur noch durchschlüpfen da haben Sie eine feine Cigarre was, Sie wollen mich durchaus nicht mehr einlassen ??" Thürschließer: Bedaure, muß meines Amtes walten, aber wenn es sich nur um eine 10 Pf. - Marke handelt. so gehen Sie doch nur dort drüben an der Ecke in das Cigarrengeschäft." Blume: Danke bestens!" (Für sich). Hm, leicht gesagt: Cigarrengeschäst! Ja, wenn man nicht als Nichtraucher von diesem Nachbar Brennicke so über die Achsel angesehen würde! Nein, ich wede lieber zu dem Delikateßhändler hinübergehen, bei dem meine Frau ihre Einkäufe besorgt." 5. Alle Wetter der ganze Laden t ja voll von Menschen da kann man vielleicht 'ne Stunde stehen und warten. bis man sein Anliegen anbringen kann. Gleich um die Ecke wohnt ja unser Backwaarenlieferant, und mit dem bin ich so gut Freund." 6. Herr Blume: Guten Abend, Herr Wehlert, könnten Sie mir vielleicht mit einer Groschenmarke aushelfen?" 5)err Wehlert: Groschenmarke? Nein, das thut mir sehr leid. Soeben habe ich die allerletzte fortgegeben wären Sie nur eine Secunde früher gekommen, lieber Herr Nachbar," Herr Blume: Dummes Pech! Na, dann geben Sie mir wenigstens für 10 Pf. Semmeln so 'n Abend!" 7. Herr Blume (der mit verhaltener Wuth zum Schlächter geeilt ist): ,&nU schuldigen haben Sie vielleicht eine Briefmarke?" Schlächtermeister: Briefmarke? Mal nachseh'n." (Verschwindet und kommt mit ' einer Marke zurück.) Jrade die letzte " Herr Blume: Gott sei Dank!" (Er nimmt die Marke entgegen.) Ach, pardon. die ist ja ganz durchfettet die gilt nämlich nicht, wissen Sie entschuldigen Sie gütigst könnte ich vielleicht ein halb.' Pfund Schabefleisch bekommen?" (Nach einigen Minuten begibt sich Herr Blume, im Besitz von 10 Pf. Semmeln, eines halben Pfundes Schabefleisch und eines unfrankirten Briefes mit heroischer Nuhe zum Condiior.) 8. Conditor: Eine 10 Pf. - Marke wünschen oer Herr? Mit dem größten Vergnügen! Einen Augenblick!" (Er ha bestimmt welche, aber kann sie nicht gleich finden. Er ruft durch's Sprachrohr): Bertha!" (Aertha hört nicht.) Möchten Sie nicht einen Augenblick Platz nebmen?" Herr Blume, dem bei dem Gedanken an seine mit dem Abendessen wartende Frau der Angstschweiß auf die Stirne tritt, läßt sich ein Glas Bier geben, sowie einen Windbeutel für sein? zwölfjährige Tochter Ella. Conditor bedauert schließlich, mit einer 10 Pf. - Marke nicht aufwarte zu können, weil der Schlüssel zum Markenkasten verlegt sei. Herr Blum. begibt sich mit Semtneln, Schabefleisch und Windbeutel zum Grünwaarenhändler. 9. Grünwaarenhändler: Marke?Nee Der kleine Sohn des Händlers: Ich habe eine!" Herr Blume: Ah ! (Der KMn? eilt hurtig davon.) Dann geben Sie mir nur auch ein Liter Pflaumen." Grünwaarenhändler (lächelnd die Vflaumen einmessend): .Wat der 5lun ge Ihnen for 'ne Marke holen will, bei weeß ick schon!" Der Kleine zurückkommend, reich!
Herrn Blume eine abgestemp'elte Briefmarke. 10. Herr Blume (mitten auf der Straße in einen Fluch ausbrechend): In drei Deibels Namen kann man denn im Deutschen Reiche keine 10 Pf. - Marke mehr bekommen?! Das ist ja ein unerhörter Fall! Gleich morgen schreibe ich an Podbielski! Himmelkreuz!!! Der Brief soll und muß aber noch expedirt werden! Unfrankirt? Nein, das geht nicht. Eine Groschenmarke! Ein Königreich für eine 10 PfennigMarke!" (Herr Blume steht vor dem noch geöffneten Geschäft eines Gipsfigurenhändlers.) Auf's Gerathewohl hinein!" (Er kauft, um den gerechten Zorn seiner Gattin zu besänftigen, eine herrliche große Flora aus Speckstein, was indessen die Briefmarke anbetrifft, so bedauert Maestro Gilardoni, nur eine abgelöste, nicht gummirtc zu besitzen. Herr Blume geht jetzt Haus für Haus. Zum Klempner, wo er eine Gießkanne, aber keine Briefmarke ersteht, ebenso wenig wie beim Buchbinder, dem er ein Buch Papier und eine Flasche Tinte abkauft. So bereichert er seine Gelegenheitskä'ufe
noch mit einem Tornister für Mäxi, der ja Ostern über's Jahr in die Schule kommen soll, einer Wasche mit LuftMaschine", die man ja immerhin einmal probiren kann, einer kleinen Puppe für Anni, die zwar noch im Steckkissen liegt, deren Sinne aber früh geweckt werden müssen, nur in den ersehnten Besitz einer Briefmarke gelangt Herr Blume nicht. Er ist nun endgiltig entschlössen, die Expedition nicht noch welter auszudehnen und den wichtigen Geschäftsbrief eben erst am nächsten Morqen auf die Post zu geben. Doch, da drüben ist ja wieder der Cigarrenladen! Der Mann da drinnen hätte bestimmt Briefmarken! Hinein!) 11. 5-err Blume: .Guten Abend. Herr Brennicke. 5tö möchte aern eine Kiste Cigarren. Ganz exquisite Sorte. Nicht sur mich, wissen bie ich vm nämlich Nichtraucher, aber wenn Besuch kommt, eine anzubieten, also was Feines was ich sagen wollte eine 10 Pf. - Marke, bitte." Brennicke: .Sebr wohl. Herr Nach bar; hier, eine ganz frische Zehner." Serr Blume: .Na. endlich!!" (in sekt seine Einkäufe auf den Ladentisch. um die Marke aufzukleben.) Ha. nanu ? . . Wo ist denn mein Brief ? ! Heil'ger Brahma nun hab' ich den verloren! ! Da hört aber doch Verschiedenes aus! I Eiligst rassl er die Plaumentüte, den Windbeutel, die Speckstein-Flora, den Tornister, die Gienkanne u. s. w. zusammen, eilt spornstreichs wie besessen aus dem Geschätt und d e Trevve zu semer Behausuna emvor. Dort stampft er mit dem Fuß gegen die Entreethür, Einlaß begehrend.) 12. Stimme von Innen: Wer ist da?" Herr Blume (wüthend): Ich!!" Frau Blume: Bist Du es. Lieber?" Herr Blume: Jawohl, ja, ich! Himmelschockschwerenoth!" (Es wird geöffnet.) Frau ' Blume (vorwurfsvoll): LouisZl Sbnz Blume lim Uebermaß des Zornes): Was sagst Du?!" (Er wlttt W ganzen Kram seiner Frau vor die FiU ße.) Da!!" Frau Blume: Was ist das?!" 52err Blume: Was ist das?? Eine Briefmarke für 37 Mk. und 75 Pf. ist Pas!!" Frau Blume, die Kinder, dieDienstmagd (entsetzt): Hilfe!.! Er ist irrsinnig geworden!'' ' 13. (Herr Blume im Bett.) Herr Blume wird mit Eisumschlägen. kalten Wasserlappen. Thee. Ein? reibunzen und anderen heilkräftigen Dingen behandelt, um ihn vor vhllier Geistesumnachtung zu bewahren. Dzr Patient läßt alles ruhig mit sich geschehen. 14. Am anderen Morgen.) Frau Blume (am Bette ihres Gatten): Ach. daß auch mich gerade solch' ein Unglück treffen mußte! Mein guter, armer Mann!" ' ' Herr Blume (denkt): Jetzt ist wieder gut Wetter!" (Laut): Frau ich bin wieder vernünftig!" (Er springt aus dem Bette und eilt in sein Arbeitszimmer.) ' 15. Herr Blume: Ganz vernünftig, sag' tcy Dir! Gestern Abend die Geschichte hat mich aber wirtlich verzückt gmachtZ Nun gleich telegraphirt, Rückantwort bezahlt! Wenn ich nur bloö wüßte, wo ich meine Briefmarken eigentlich gelassen habe!" Frau Blume (äußerst zärtlich): Liebes Männchen, hast Du denn auch einmal in Deiner Roctasche nachgesehen?" Herr Blume: In Um Rock, den ich gestern Abend angehabt? Richtig da sind sie zwanzig Stück auf einmal o, ich Hornoch!j" 16. Herr Blume: Frc.u! Toni! Toni.' Kinder! 5)ier die telegraphische Ant wort: Geschäft abgeschlossen!" Das heißt: 5000 Mk. auf einen Hieb geWonnen! Wünscht Euch, was Ihr wollt!!" y Gefoppt. Humoreske von Carl ZaKn. Mein Freund, der dicke Rentier Müls ler. war mit Vergnügendem' Rathe seir.es Arztes gefolgt und hatte einen f leinen Kurort aufgesucht. Von der Ein samkeit erhoffte er eine wohlthätige Stärkung seiner 'Nerven, die daheim ein wenig aclitten hatten. Nachdem
er seiner vielgelieöten GaMn klar qe
macht batte, daß der Zweck seiner Kur nur dann erreicht werden könnte, wenn er während ibrer Dauer in absoluter Einsamkeit ao auch einmal ohne sie. leben könnte, war er seelcnvergnügt ab gedampft. Als er am nächsten Morgen am Früh stücktstisch saß. fiel sein Blick auf die Morgenzeitung. Den politischen Theil überschlug er, eingedenk der Ermah nung seines Arztes, jegliche Aufregung zu vermeiden. Gelangweilt durchflog er den lokalen Theil und das Feuilleton. Er wollte schon daö Blatt zur Seite le gen als sein Blick auf folgendes Jnse rat fiel: Junge Wittwe, der es an Herren bckanntschast fehlt, sucht auf die scm Wege die Bekanntschaft eines ed len Mannes zwecks Heirath. Zu schriften unter Heideblümchen" er beten an die Exp. des Blatt -s." Müllers Augen leuchtetm. Du, Adalbert", sagte er sich, edel bist Du doch auch, da könntest Du wohl eine Zuschrift an daS kolde Wesen riskiren. Es ist ja schließlich nur ein Scherz, wenn Mir die Sache ungemüthlich werden sollte, dann verdufte ich einfach." Gesagt, gethan. Unser Freund setz te ein tadelloses Schreiben auf, in dem er die junge Wittwe um eine Begegung an einem von ihr näher zu bestimmen den Orte ersuchte. Die Antwort erbat er sich unter Edeltanne" postlagernd. Eine kleine Veränderung seines äuße ren Menschen hielt er unter diesen Um ständen für sehr geboten. Seinen prächtigen Vollbart ließ er abnehmen und trug von da ab seinen Schnurr bart nur noch mit martialisch eingedreh, ten Spitzen, so daß er wie ein ehemali ger Militär ausschaute. Um diesen Eindruck noch zu erhöhen, versetzte er seinen Kneifer in den einstweiligen Ruhestand und klemmte sich ein Monocle in's Auge, das er nach einigen Anstren gungen graziös zu handhaben verstand. Mehreremale hatte er sich bereits beim Postamt erkundigt. Immer ver geblich, für die Edeltanne" war kein Brief eingelaufen. . Beim nächsten Ma le aber wurde ihm ein duftendes Brief chen mit zierlicher Aufschrift auögehänpigt. Hastig barg er den Schatz in sei ner Brusttasche und eilte heimwärts. In nervöser Hast öffnete e? das Cou vert und las erfreuten Herzens, daß ihm die junge Wittwe ein Stelldichein gewähren wollte und ihn am nächsten Nachmittage um 4 Uhr beim zweiten Kilometerstein des Waldweges erwarte te. Erkennungszeichen: ein in der Hand getragener Zweig von einer Edel tanne. Wer war glücklicher als Adalbert! Endlos dünkten ihm die Stunden bis dahin. Schon früh am nächsten Mor gen studirte er. eine gute Haltung ein, auch einen koketten Augenausschlag pro Hirte er vor dem Spiegel. Endlich rückte die ersehnte Stunde heran. Nach dem er sich noch ist den Besitz eines recht ansehnlichen TannenzweigeS gesetzt hat te, war er pünktlich zur festgesetzten Zeit am Ziel. Er sollte nicht lange warten, da rauschte eine imposante Frauengestalt auf ihn zu. gleichfalls mit einem nicht zu kleinen Tannenzweig bewaffnet. Freund Müller, der sieggewohnte Süßholzraspler, .hatte sich bald in die Situation gesunden und schnitt de: jungen Wittwe nach allen Regeln d. Uunst die hlux, was diese mit einem holden Lgcheln hjnnahl.n.. " Adalbert war im sixlinteil. Hjmmes, Das war dcch einmal eine Abwechslung in. dieser ruhigen Alltäglich eit! In anregendem Gepiauder eilte die Zeit dahin, und als man auscinanderging, glaubte die Dame genügend i.'der ihren Bewunderer orientirt zu sein. Darf es wundernehmen, daß ma.. sich bald öfter traf und dann der größereiz EjnsachlM halber im muntren Zwiegesptäch das steife 2jV? mit dem traulichen Tu" vertauschte? Eines Nachmittags saß 'IngenieurMüllen als cirgeladener (Igsj " Sa (rn der Frau Vidfl? SstmAen. Beide llttterhieltcn sich in lautem Geplauder. Ach, da füllt mir eben ein", meinte die verliebte Wittwe, es besucht mich im Laufe des Nachmittags noch' eine mütterliche Freundin, die von jeher an allem, was mich betraf, eine wahrhaft rührende Theilnahme bekundet hat. Sie befindet sich auf der Durchreise und traf mich heute Mittag leider nicht an. Sei recht freundlich zu ihr, sie bleibt keinensalls lange hier, da sie heute Abend mit dem 3 Uhr.Zugnoch weiter säht." Zldalbert iiterroane) mulbig (m uut hagliches Gefühl und stellte liebevollste) ntgcgenkomtt'.en in Aussicht. Ta' ertönte die Hausthürklingel. Adele eilte hinaus. Ein? geräuschvoll Begrüßungssienk that kund, daß die Gewußte Freundin eingetroffen war. Als die würdige Dame den Salon be trat, glaubte Müller zur Salzsäule werden zu sollen. Täuschten ihn seine Augen oder äffte ihn ein Blendwerk der Hölle? Es war seine Schwiegermutter!! Müller rückte instinktiv etwas zurück. Hier, licbsje Mathilde," rief AW, s'el'.e ich Ihnen Herrn Ingenieur Müller vor, der so liebevoll ist, mich :r c- 2ti.a v j- ? nniainc tyiau viiers oua) leine geill rolle Unterhaltung aufzuheitern " ..und den zu heirathen Sie die o.roßte Lust Hütten, wie Sie schrieben, ergänzte die Matrone lächelnd. Jetzt sah sie den Ingenieur näher en. Na. so was lebt nicht," kreischte sie. Tas Individuum da soll ein Ingenieur Müller sein? Tas ist ja mein werther Schwiegersohn, der Rentier Müller! Ich erkenn ihn ja ganz genau en der Narbe an seiner rechten Hand. Sonst trügt ja dieser Luftikus einen Vollbart , aber den kann man sich doch süx wenig Nickel entfernen lassen. O, meine arme, betrogene Adele und meine noch ärmere Tochter, die dies Ungeheuer geheirathet hat. 6ine wohlthätige Ohnmacht enthob die ölte Dame der Mühe, sich in weiteren ffedewendunaen zu eraeben. Müller.
setzte sich zurück. 'Er Ivänöte lich der Noch immer wie erstarrt dasipenden Ade-
ie zu. Gnädigste Freundin' sagte er mi fdmrtITPtth?!' itimm Ytr Ml ....v wiimnn, IUHU,1 vl uch hat fatale Manieren, spricht Veroacytigungen aus, die ebenso gcwag Wie blödsinnia sind. Da in 'diesen Hause aber ein Ehrenmann schufclcs schnöden Angriffen ausgesetzt ist, so cmpfehle ich mich!Eprach's und verschwand. Als die Schwiegermutter am Abend auf dem Bahnsteig stand, alaubte sie vlöklick ein Gespenst zu sehen. Einem Eoüpe des eben eingefahrenen Zuges entstieg mim Uch ihr chwieaertolin. Wie tonst truc er einen prächtigen Volldart, n der Zechten glänzte der Trauring. Sciu Auzua war bestäubt, als kehrte er von einem großen Ausflug Heim. Er sah sich um und erblickte plölich leine theure Schwiegermama. Auf sie losstürmen uno sie bewillkommnen war e.ns. Wa rum sie ihm nickt ibre Ankunft mitae theilt Hütte, er Hütte doch gerne aus seine Tour verzichtet und ihr die Stadt und die schöne Umaeacnd aeeiat. (am entsetzt starrte iie ibn an. 'Aber her Schwerenötlzer schaute ft so trcubcrzia an, daß ihre Zweifel immer mehr und mehr schwanden und sie schließlich über zeugt war, ihm großes Unrecht aetban zu haben. Als sie ihm, anfangs nur stockend, gebeichtet hatte, was sie '.hin zugetraut hätte, schüttelte Müller web müthig lächelnd den Kopf. Ihn, den vraven Müller, so zu verkennen! Nein, das würde er sicher nicht so leicht überwinden, das wäre zu viel! Die alle Dame war ganz kleinlaut geworden und bat ihn herzlichst, ihr ihren Ueber, eifer doch zu verzeihen. Der Schlaumeier kämpfte ncch eine Weile, dann aber schlug er in die dargebotene Har.ö ein. In guter Stimmung leerten die beiden noch eine FZasche vom Besten. dann entführte der Zug die Schwiegen mama. So, da würe ja alles noch gut abgelaufen,- meinte Adalbert aufath. mend' Mit dem nächsten Morgenzuge indeZ verließ er den Schauplatz' seiner Erfolge und fuhr nach einen anderen Orte, um sich erst wieder einen halbwegs anständigen Vollbart wachsen zu lassen. Denn mit einem falschen Bait konnte er stch unmöglich dem Kreise seiner Lieben Präsentiren! umoriftlicö. . Reflexion. Dramatiker ider Zwillinge bekommen): Endlich sehe ich 'mal ern volles Haus!" Neuer Stoff. A.: .Was macht denn Ihre Frau jetzt noch auf dem Lande?" B.: .Die sammelt Stoff zu neuen Gardinenpredigten!" Beim Wort genommen. Er: Es geh! hoch nichts über die 'uttertvrache Sie: .Ach a. bitte. sprechen Sie mal mit meiner Mutter!" Ermahnung. Sohn: Ich habe die kleine Ella besunaen." Aristokrat: Besinge doch nicht bürgerliche Geschöpfe. Du mußt standcsgemäß dichten!" Zuvorkommend. Gerichts vollzieher (gleichzeitig mit einem Studenten vor dessen Thüre anlangend): Gehen Sie nur voraus, .verr Studiosus, ich bin hier ja zu Hause!" --ischmeichelhlft. Nur ich. Verehrteste, liebe Sie wahr und uneigennutzig! Glauben Sie Mir, alle anderen Bewe.ihe beten in Ihnen nur daS goldene Kalo an! , .'ifW Jetzt in diele versorgt. cn ctnX(x miqien
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