Indiana Tribüne, Volume 23, Number 58, Indianapolis, Marion County, 15 November 1899 — Page 1
o ä ä f ? F 1 Ar KVT d ift l !? K t ri e S d y kM A U' W W W Vi . A M-1. , s-'-l fc. aVW -A W c-v?v W V Office : No. 18 Snb Alabama Straße. Telephon 1171 Indianzpolis. Indians. ZUittwoch, öen 5. November 99. Jahrgang 83. No. 58
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Cfrtfsl Heinrich SSag?nf.ld. m ?in. s3UUU stag. 14 Rovmber, Morgen 10 Uhr imlter voLJahrtn. Die Vttrdigung findet Ton. rstag achmittag um 1 Uhr 30 M.n.vom Trauerhause, 7ia. 317 Joaa Ztxait, auä statt, wozu greundt einge, laden sind. Die trauernden Sinterbliebenen. -WIÄ Danksagung. 2r di.a, bei der laurklt und Tod unsere, indt,, ui.l.n.Ath.ilnhm,.swi.fsr di. ich'nlum.n.' ,?nd,n. dräcke ir hiermit Allen unseren l.esgesllhlten . Dank au. JoS.undLsuisaRff. föeo. Memmivm SsicheubestaiisV, Ofsie?: 26 Süd Delawzrestr. Stalle , 220. 22?, 22, 226, 223 Ost Pearlstr. Telephon 1? . Offen Tag und Nacht. Grütli-Feier und Ball dcs luä'xk Schwuzer-BiincUs in der Mozart-Halle, am Donnerstag, 6. November '99. Eintritt 25c a Person. Musik : Lvisers Oreliestvr. Nen angekoulmen : Lmsen, grüne und gespaltene Eibsen, grobe und feine Gnste, GruS und tzirse, Mohnsamen, deutsche gedörrte Bnnn. Jmportirte fras Z.Zi?itsch:n u.ld Tpri?osen. JmportirteS Kraut und Dillgurk n. Eingemachte gtüne Schnittbohnen in Fässern. Neue Haringe und alle Sorten Käse. Echtes Noggenbrot. 30M II. ADING, Nachfolge? v.n Cduard Müller, No. 340 Ost Washington Straße. Zllephoa neu und alt 937. Kaffee - Mühlen neuester Konstruktion. Blumenständer. Laterm n aller Art. Vonnegut Hardware Co. 120124 Ost Washmglonstr. xxnex Bau- und Spm -Berein macht Hypotheken-Anleihen zu den niedrigsten Zinö-Naten. Abzahlungen der Schuld nach Selieben. kundige sich bei den Beamten: Sllbert . VZetzger. Vrftd,nt. Loni Sielken. Vi.ZZ!stdkt. Vrt Voba. Sekretär. Carl S. Lieber. Echatztiftr. Oerfammlnng jeden Samstag bend im Deotseseu aus. Deutscher Kindergarten im Deutschen Hause, unter Leitung von malie Best. Der Unt.'rricht hat bereits begonnen. Anmeldungen den jedcrzei rntzegmgenommen. GirclePark MdPTEEi ! Bar- und Billiard - Roorn. Gute deutsche Küche. Qinzelns ZNnhlzsitSN zVsrdsn fcxvixt,
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Editorielles. 2n Kentucky weiß man ro'p im-ner nicht, wer gewählt ist. Kmtucky ist auch eine scköne Gegend!
Anknüpfend an den kürzlich in Berlin stattgehabten Prozeß gegen die Mitglieder de KlubS der Harmlosen und zugleich zeigend, waS eö mit den - stktiaen Klagen der vstelbischen 3unk . fl fc. Kölnische 1 " '7 VolkSzeitung" ein Bild über die ,n Deutschland, namentlich aber in AltPreußen und Posen hauptsächlich unter den Gutsbesitzern herrschende Spiel wuth. WaS man da liest, ist geradezu erstaunlich. ES heißt da unter anderm : . Die berüchtigtste Spielerstadt deö ganzen Ostens und überhaupt deS gan zen Deutschen Reiches ist Gnesen. Diese Stadt trägt mit Recht im ganzen Osten den Namen ..Klein-Monaco". Nach Gnesen strömen die leidenschaft lichen Spieler auS Deutschland, Ruß land, Oesterreich Ungarn, Frankreich und Skandinavien, sobald in dieser sonst so stillen Provinzialstadt die großen Pferdemärkte abgehalten werden. Nach Gnestn fahren preußische und russische Offiziere, RittergutSbesitzer, höhere Beamte, reiche Viehhändler, Kaufleute u. s. w. nicht etwa, um dort Pferde zu kaufen oder zu derkaufen, sondern in der Hoffaung, beim ?pul hohe Summen zu gewinnen. Sehr häufig tritt aber daS Gegentheil ein, und was für enorme Summen ge rade im Posen'schsn im Spiel deroren werden, daö übersteigt alle Begriffe. Vor mehreren Jähren wurde ein Prinz auS der Provinz Posen auf Antrag seiner Familie unter Kuratel gestellt, weil der junge Mann im Spiel über drei Millionen Mark dergeudet hatte. Anderthalb Millionen Mark sollen ihm allerdings in den vornehmen Berliner SpielklubS abgeknöpft worden sein. Ein Graf S. in der Provinz Posen, der früher elf Rittergüter besaß, hat heute dieselben bis auf eins verspielt. Zahlreiche polnische AdelS- und bürgerliche Familien sind direkt durch die unersältiche Spielwuth ihrer mannlichen Mitglieder inö Elend gestürzt. Ebenso haben auch viele deutsche Rittergutöbesitzer im Osten durch daö Hazardspiel vollständig sich ruinirt, so daß sie heute hr Leben alS Stellenvermittler, Agenten, Wirthschaftöbeamte u. s. w. listen müssen." Ferner: An reisenden Spielern fehlt eS im Osten auch nicht. Ferner giebt eS ober auch im Osten eine ganze Reihe geährlicher Spieler, welche anscheinend eelle Geschäfte besitzen, um die sie sich aber nicht kümmern, während diese Persönl chkeiten in Wirklichkeit von Stadt zu Stadt reisen, um fliegende Banken zu errichten und die Mitspieler zu rupfen. So wurde, um nur ein Beispiel von vielen herauszugreifen, vor zwei Jahren von der Posener Strafkammer ein Spediteur auö der Provinz wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels zu einer hohen Gefängnißstrafe verurtheilt. Der Mann, der in den kleinen Provinzialstädten scheinbar ein sehr ehrbares Leben führte, reiste in der Provinz Posen von Stadt zu Stadt. Aus diesen Auiflügen miethete er in den ersten Hotels mehrere Zimmer und lud Ossiziere und wohlhabende Personen, diedem Glücksspiel huldigten, zu sich inö Hotel ein, wobei er ihnen das Geld scheffelweise abnahm. Derartige Ezistenzen, die äußerlich Ehrenmänner markiren, giebt eS in unserem Osten leider sehr viele. Die Kleineren dieser Zunft rupfen gewohnlich nach den Wochenmärkten die Gutsbesitzer vom Lande." ' Wohl am Bezeichnendsten - für die im Lande der Junker herrschenden Zustände ist folgende kleine Erzählung : Im vordergangenen Jahre kam ein VergnügungSreisender auS Posen nach PariS. AlS er sich dort von einem Landkmanne die französische Haupt stadt bei Nacht und besonders die Spielhöllen und Spielerspelunken zei gen lassen wollte, crwlverre oer rn Paris Ansässige : Sie sagten doch, Sie seien auö Posen. Da kann ich Ihnen natürlich im Seine-Babel gar nichts Ueberraschendeö zeigen. WaS Hazardspiele wenigsten? anbelangt, ist man unS im Warthe-Babel entschie den über." DaS sind ja recht nette Zustände, und sie erklären eS, weShalb sonst reiche Grundbesitzer plötzlich arm werden.
In der Agitation der notbleidenden"
Agrarier werden die zahlreicken Subniftitinnrn nlft Aewei für die Notb der Landwirthe angeführt. Der Graf S., welcher zehn von seinen elf Ritter - gütern verspielt hat, ist natürl'ch ein solcher Nothleidender" und wird na"7 . I"- ' l türlich für Zustände schwärmen, unter denen er auö seinem einen Gut so viel herausschlagen könnte wie früher auö seinen elfen. Die Erfahrung lehrt auch, daß Leute, die vom Spielteufel besessen find, auch sonst im Gebiete der Moral und guten Sitte nicht zur Verdienstmedaille berecht'gt find. ES ist völlig klar, daß unser liebeS Deutschland gerade keine ttlrsache hat, stolz daraus zu sei?, daß diese Klasse einen so bedeutenden Einfluß aus die innere und äußere Politik deö LindeS hat. Wetterbericht. TrübeS Wetter heute Nacht und morgen. Pocyjle Temperatur rnneryalo der letzten 24 Stunden 60 Grad, niedrigste 47 Grad. Hii Straßenbahn - Streik in Springfield, 3 l l. Spring fiel d, 3llS, 14 Novbr Die zur Union gehörenden Straßen-bahn-Angestellten erschienen heute in dem Bureau der Gesellschaft und kündigten dem Geschäftöleiter E. K. Minary an, sie würden die Arbeit niederlegen, weil die Gesellschaft ihre Union nicht anerkennen wolle. Alle wurden entlassen und erhielten, ihren Lohn ausbezahlt. Am Vormittag lief auch nicht eine Car und dies war für daS Publikum um so unangenehmer, alö ein heftiger Regen einsetzte. Um zwei Uhr Nachmittags wurden einige 5arS ausgeschickt, aber schon um 5 Uhr wurde der Verkehr wieder eingestellt, weil die Gesellschaft befürchtete, daß in der Dunkelheit Gewaltthätigkeiten verübt werden könnten. Viele Leute suchten bei der Straßenbahn'Gesellschast um Anstellung nach, eZ wurden aber nur solche Leute angenommen, welche schon früher im Dienst der Gesellschaft gestanden haben. Nur wenige der bisherigen Ang?stellten find auf ihrem Posten geblieben. Die Streiker erklären, sie wollten durchauö keine Gewaltthätigkeiten begehen. Soldatenschicksal. Manila, 14. Nov. 3n einem zweistündigen Gefecht, welches daS 32. Infanterieregiment am Samstag fünf Meilen von San Fabian hatte, fand Mojor Kohn A. Logan, der Sohn des berühmten Feeiwilligen-GeneralS auö dem Bürgerkriege, seinen Tod. Er war 34 Jahre alt. Er hinterläßt eine Frau und drei Kinder. Er war in West Point zogen und trat bei Beginn deö Krieges mit Spanien in die Armee. Er war mit der Tochter eines millionenreichen Bergwerkbesitzers verheirathet und wohnte in JoungStown. Der Präsident sandte der Wittwe ein BeileidSschreibep. A u ö M a n i l a. Manila, 14. Novbr. Wo sich Aguinaldo und sein Kabinet br finden, sowie, wo seine Armee steht, ist biö jetzt ein vollkommenes Räthsel. General OtiS hat in Erfahrung gebracht, daß Aguinaldo eine Proklamation erlassen hat, welche auö sanitären Rücksichten die Hauptstadt nach Bongabong verlegt und man vermuthet deßhalb, daß sich die frühere J.isursektion nebst der Armee im Rückzüge auf diesen Ort befinden. Man hofft jedoch, daß ihnen der Weg dah?n bereits von unseren Truppen verlegt ist. 3edensallö könnten die Amerikaner, wenn der Vormarsch fortgesetzt wird, wie bisher, in 14 Tagen Bongabong erreichen. ,, DieHandelSbilanz zwischen Deutschland und Amerika. Berlin, 14. Nov. Ein soeben erschienener amtlicher Bericht zeigt, daß die Bilanz deS Handels zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland wieder sehr ungünstig für Deutschland ist. AuS den Vereinigten Staaten wurden in den mit dem 31. Oktober endigenden zwölf Monaten Waaren im Werth von 877,238 000 Mark in Deutschland eingeführt, während die teutsche Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten nur einen Werth von 662,000,000 Mark hatte.
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Maximilian Harden, der Redakteur
derZukunft", welcher soeben in Weichs.lmünde eine Festungsstrafe wegen Majestätöbeleidigung verbüßt hat, muß ! ! jetzt noch 14 Tage fitzen, weil er einen ' anstößigen Artikel über den irrsinnigen König Otto von Bayern veröffentlicht -hat. Bremen. 13. Nov. Die Statist;! über die Auswanderung, welche über Bremen in den mit dem 31 Oktober endigenden neun Monaten erfolgt ist, ergiebt, daß in der genannten Zeit 68, 592 Auswanderer den hiesigen Hafen verlassen haben. Von diesen gingen 66,033 nach den Vereinigten Staaten und 2.654 nach anderen Ländern. Deutsche befanden sich unter ihnen 8.015 gegen 7.659 in dem entsprechenden Zeitraum deS Vorjahres. . Wiedereröffnung deö Reichstages. Berlin. 14 Nov. Der Reichstag trat heute wieder zusammen. Der Präsident, Gras von Ballestrem, bewillkommnete die Mitglieder. Die Verhandlung war jedoch nur eine formelle,und daS HauS vertagte sich dann. Der Burenkrieg. Cap stadt, 16. Nov. Eine Depesche von Pretoria meldet, daß heftigeö Kanonenfeuer bei Ladysmith stattgefunden habe. Nachrichten von Mafeking melden, daß ein heftiges Bombardement stattgefunden, aber wenig Schaden angerichtet habe. ,, Ulrike Levetzow gestorben. Wien, 14. Nov. DaS Freifräulein Ulrike von Levetzov, welches seiner Zeit dem damals 73 Jahre alten Göthe durch ihre Schönheit die leidenschaftlichste Liebe einflößte und ihn zu der Triologie der Leidenschaft" begeifierte, ist in hohem Alter gestorben. Fräulein von Levetzow wurde am 4. Februar 1804 in Leipzig geboren. - Eröffnung der französi schen Kammer. Paris, 14. Nov. Unter starker Betheiligung fand heute die Eröffnung der Deputirtenkammer statt. Der Präsident Dekchanel verlaö mehrere Anträge von Mitgliedern um Geftattung von Interpellationen. Der Premier Waldeck-Rousseau aber ersuchte alle Interpellationen bezüglich der allgemeinen Regierungö-Politik aus später zu verschieben, und dieö wurde angenommen. Der Conservative Henric E. Cochin machte der Regierung Vorwürfe, weil sie daö Kabinet den Sozialisten durch die Aufnahme Millerandö alö Handelsminister geöffnet habe. Der Sozialist Zevaleö dagegen verlangte, daß die Regierung die MachiNationen der Mrlrtarparter und der klerikalen Partei unterdrücke, und forderte Trennung von Staat und Kirche. Der Antisemit Lasieö tadelte die Maßregeln gegen die verschiedenen Offiziere und meinte, die letzteren hatten allen Grund, dieselben schamlos zu nennen. Unter heftigen Protesten rief der Präsident Dekchanel den Redner zur Ordnung. Die Erklärungen deö MinifterS erregten lauten Beifall auf der Linken, alS General de Gallifet erklärte, er beauere keine seiner Aeußerungen oder Handlungen. Unter fortwährenden Unterbrechungen seitens der Rechten und der Antisemiten fuhr er dann damit fort, seine Maßregeln zu rechtfertigen, zu denen er von gewissen Offizieren gezwungen worden sei. Er b:hauptete, der General Roget habe zuviel geschwatzt, General Negrier habe in Gegenwart seiner Offiziere erklärt. die Regierung habe Angrisse gegen die Armee gestattet, aber die Armee habe genug davon und eS seien Männer zu ihrer Vertheidigung bereit. Hier brach die Rechte in Hochrufe aus Negrier auS. General de Gallifet fuhr damit fort, daß er erklärte, er habe seine Schuldig keit gethan, indem er den General Negrier strafte, wogegen die Rechte und die Antisemiten protestiern. Paul de Cassagnac, ein Mitglied der Rechten, welcher zunächst redete. behauptete, die Begnadigung Drey fuö' sei ein Schlag in daö Gesicht der Armee. Herr Viviani erklärte im Namen der Socialisten, dieselben seien bereit, die Regierung zu unterstützen, deren
j Projekte sie a'ö ein Minimum accep-
treten. j Das Hauö ve.tigte sich dann bis Donnerstag. I chtS'Nachrichte. Angekommen in : New Jork: Statendam" voi Rotterdam; Deutschland" von Ham. bürg; Montcalm" von London. Southampton: Lahn" aus der Fahrt von New Jork nach Bremen Marseille: Victoria" von New Jork. Rotterdam: Rotterdam" von New Jork. allerlei. BeiWebbs SchulhauS in Madison County. Ky.. überfiel Tog Webb Sanford Lokes und tödtete ihn mit einem wohlgezieltenBüchsenschusse. Beide Mann?r sind prominente Far mer. Wie es helfet, hat ein alter Zwist zwischen ihnen Webb zur Ausführung seiner unseligen That bewogen. E ineerschlltternöe Scene spielte sich dieser Tage in der Pari? ser Morgue ab. Zwei junge Leute, Gaston Paris und Michel Pelges, die man des Mordes an einem jungen Manne Namens Derieux beschuldigte, der mit einer drerealgen Feile getödtet worden war, wurden von dem Untersuchungsgefängnisz nach dem Todtenschauhause gebracht. Kaum hatten die Beiden den Wagen verlassen, als sich die vor der Morgue auf der Lauer liegenden Eltern des Opfers auf sie stürzten mit dem Nus: Ins Wasser mit den Mördern!" Die sie escortirenden Gefängnißbeamten mußten Gewalt anwenden, ehe es ihnen mit Hilfe herbelgeholter Schutzleute gelang, ihre Schutzbefohlenen aus den Händen der Wüthenden, die Lynchjustiz üben wollten, zu befreien. In Gegenwart des Untersuchungsrichters.des Polizeichefs undeines Arztes fand die Confronwtion der Verdächtigen mit der Leiche des Opfers statt. In dem Moment, da der Richter dfc Decke von dem Körper zog, wurde Gaston Paris von einer so heftigen Gemüthsbewegung erfaßt, daß ihn die Beamten stützen mußten, um ihn vor dem Fallen zu bewahren. Er forderte ein Glas Num, das er mit einem Zuge leerte, und dann gestand er, daß er allein das Verbrechen beganam hätte. Eine erschütternde Scene spielte sich kürzlich in einem Pariser Gerichtssaale ab. Das Seme Schwurgericht verurtheilte einen unverbesserlichen Verbrecher Namens Haudevme, der die Hauser von Montreuil in der Abwesenheit ihrer Besitzer besuchte und ausplünderte, zu 15 Jahren Zwangsarbeit. Bei seinen verbrecherischen Thaten ließ sich der Bursche von einem 13jährigen Mädchen, Henriette Bion. unterstützen. Das Mädchen wurde, weil es noch nicht das stnündige Alter erreicht hat, freigestöchen; aber der Gerichtshof ordpete an, daß es bis zur Vollendung des 20. Jahres in einer Vesserungsanstatt bleiben sollte. Als Henriette Vion diesen Urtheilsspruch vernahm, schrie sie laut auf, indem sie sich dem Zuhörerraum zuwandte, in welchem sich ihre arme, dürftig gekleidete Mutter befand: Mama! Mama! Ich will, mit Dir nach Hause gehen. Nimm mich mit. Komm. Mutter! Mutter!" Die Kleine wollte sich der Mutter in die Arme werfen, und zwei Polizisten hatten Mühe, sie festzuhalten. Frau Vion eilte auf die Richter zu und jammerte: Gebt mir mein Kind wieder, ich bitte Euch flehentlich!" Die Tochter rief dazwischen: Mutter! Mutter! Aul den Knieen mußt Du sie bitten. . Und den Wunsch der Toch!er erfüllend, kniete Frau Vion nieder und flehte mit erhobenen Händen: Meine Tochter ! Meine Tochter! Gebt mir meine Tochter wieder!" Die tief erschütterten Nichter verließen rasch den Sitzungssaal, während die Gefängnißwärt?r das Kind wegfahrten, dc,s sich heftig sträubte und ncch im 'Abqeben rief ! Mutter! Muttcr! Nimm mich mit!" Hiesiges. Auch in der gestern Nachmit tag abgehaltenen Direktorensitzung der Art Association wurde noch kein desi nitiver Entschluß zum Ankaus eineö Grundstücks gefaßt. Am 21. Novbr. soll eine weitere Sitzung abgehalten werden. Die Flower Mission Fair wurde gestern Abend eröffnet. Tomlinson Halle ist prächtig dekorirt. Zur Rechten der Halle ist daö Schlachtschiff Olympia, zur Linken daö Schlachtschiff Zndiana. Die Schornsteine und Steuerhäukchen ragen biö zur Decke. Auö den Schießscharten strecken dicke
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giebt ZkngniF über den erhaltenen ?.'uhcn vsn Dr. ZNZles' ZNttteln. I 8 giebt seine rerantwortlichc Stellung t V cf Gpcn al9 fcic eines Lokomrrivführer;. y-s cn . i.inca stet gen Nerven, tla-em opf. sicherem Auge nd rollständiger Tcldsibehcrr schung hangt die Sicherheit des uges und M Veben der Passagiere ad. Tr. Miles' Nervine und anderen Mittel sind besonders gccignet. die Nerven stetig, den Kopf klar und di, geistigen vahi?keiten unbeeinträchkigt zu erhalten Lolomotivführcr F. W. Mc?oy. frükcr von 1X3 Proadway. Coui'cil Tlusfz. der aber jetzt in 11 Humboldt Cirake. in Tender wohnt, schieibt. dafe er Jahre lang on rstopfung litt. WaS ,bm krankhaftes, nervöses und billiösej ovswed verursachte, und feine (Sesundheit wurde voUiz wiederhergchellk durch Tr. Äiiles' Ncrde.., uno 'cber-'Llllcn. Ich empfehle Tr. Miles' .iilci iirriua).Tr. MilcS' Mittel werden durch alle Apotheker verkauft unter einer positiven Garantie: die eikte Flasche niittf oder das Geld wird zurückcrstattet. Buch übe? die Kransheiken dcZ HerzenS und der Nerven frei. Adresse: -f.,V'i i Dr"m & M5!. i .. Ksstors (i R UAlfVA$?Cl lW t wrjj .VNi D r. M k l e S M e d i e a l C .. Elkdart. Ind. Kanonen ihre Rohre . heraus und in den Sch'ssZräumer. find die Buden ar.fgeschlagen, flaggen aller Nationen sind von den Ecken der Halle zur Mitte der Decke angebracht. Me Oper Pinafore von Gilbert und Sullivan wurde srhr hübsch wiedergegebin. Salzfluß tritt oft auf bei kaltem Wetter, die innere Hand erarerfend und. andere Köpektheile. Hood'ö Sarsoparillo, der große Blutreiniger heilt Salzfluß. Hood'S Pillen wirken vorzüalick nack der Mahlzeit u. kurirenKopfweh. 25. Daö Direktorium deö Commercial Elubö nahm gestern formell den Bericht deS Comite für die GaSangelegenheit entgegen und stimmte die Empfehlung für Einführung von GaSuhren (Meters) nieder. Für die Einführung von GaSuhren stimmten: S. E. Bobbö, Chaö. E. Colsin, H. T. Hearsey und John M. Spann. Dagegen stimmten : Theo. Badger, F. M. Ayreö, W. H. Elvin, 3. W. Kern, S. O. Pickenö. D. M. Par,y und Major Taylor. Herr Albert Metzger, VicePräsident, der in Abwesenheit deö Prä fident W. English's den Vorsitz fühlte, enthielt sich der Abstimmung. jjew lMablirt 1853.) "Wttcnfsr Butterick Muster ! Gestrikte Unterkleider auf dem Balkon. Jersey gerippte halbwollene Kinderunteriemden, nur einige Dvtz.'nd, angebrochene Partien, !9c, jetzt um sie loö zu wer- lOJLs den iLoy Union Anzae für Damen, Jersey 9 sin gerippt, Flies gefüttert wüli Kammgarn Jersey gerippte ?amen Unter' Hosen unv Hemden, die 60c Qualität, HI! .. UUÜ Oftgang. Strümpfe. Schwarze baumwollene, nahtlose Cn Damenstrümvfe, daS Paar UU Marineblaue baumwollene Damer, strumvfe mit weißen Polka Tupfe-, IHn das Paar lüU Schwärze wollem Oamenstrümvfe 10 1 n das Paar ItU Leichte, feine, Flies gefütterte Damen strümpfe, nnseie 3 für $1.0j Sorte u 0Cn das Paar. LUU Ostgang. rni XIII Wachmanns High Patent Mehl und Tip Top Mehl find die besten Sorten im Markt. Fragen Sie Ihren Groeer für daöselbe und nehmen Sie kein anderes Mehl. VnterstuSt die MfUll LK betriebe dou Union rssHSdche, No. 232 233 Virginia Avenue. Ä. 5. Lonrerville, Manager.
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