Indiana Tribüne, Volume 23, Number 55, Indianapolis, Marion County, 12 November 1899 — Page 9
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u, w. 0 iücIj! mm cCvfc Cic" war ein verwöhntes Stadtunb sie" eine d:rbe Landpsmeix gf neigte Leser weiß NUN : :J:mttW dsr ersten Siel;. ZkxliS und mit '.''.vcliese, das ;r. l'nd in sonderen 5J.'o rc'.i'cin Udclgunoe VI . M tv irt tc ifcrcn ::i nicht in sührl, .!,..! ' ' V t c dr Viaint fuv-cr; c:u;.im 3 1 nach dem 5i üb. stall nnd i'.rkiHd irenii Stineliese" in das cnin.:ii):qt Lisett" verwandelt. TaZ drall? Mädchen hatte gegen die 3.2mrn?änderung auch gar nichts e:nzutt;nben. Soweit Lisett' als Dienstmädchea in Frage kam, sowie die Thätigkeit inrer robusten Arme und ihrer orbcitsharten Hände in Betracht gtp gen wurde, so weit war alles in schön st?r Ordnung und Adelgunde's Mama konnte der Wahrheit getreu berichten, daß sie ein tüchtigeres Dienstmädchen noch nie im Hause gehabt hätte. Aber in allen jenen kleinen feineren Obliegenheitcn, in denen auch ein Quentchen Verstand vonnöthen war. da war Lifett die reinste Stineliese- vom Dorf, und so dumm, wie der Ochs in Peter Krischan's Stall, der nicht einmal seinen Stall wieder kannte, als Peter Krischan die Thür neu überpinselt hatte. Höre Lisett'", sagte Adelgunde eineZ Tages. Heute mußt du deine ganzen Gedanken zusammen nehmen, denn heute Nachmittag wird ein Herr kommen, von dessen Besuch viel abhängt. Aber das brauchst du ja nicht zu wissen. Hauptsache ist, daß du mir hilfst, mich heute so schön wie möglich zu machen." Schön, Fräulein!" Und die Arbeit des Schönmachenö" ging an. Das war bei Adelgundchen nicht ganz leicht, denn sie bedürfte so mancher klewen Nachhilfen. Ein paar ausgezogene Zähne waren durch sehr solide künstliche ersetzt und waö von dem schönen Haarwuchs Adelgundes echt war. das stammte meist vom FrZseur. Du lieber Gott, wenn man die Dreißig überschritten hat' und immerdar auf einen Mann lauert, so kann einem bei solch' anstrengender Thätigkeit auch schon 'mal ein Zähnchen oder ein Härchen ausgehen. Indessen hatte das für Adelgundchen Bitterlich doch etwas bitterliches gehabt. Und daran waren inniger die falschen Zähne und Haare schuld, als die Dienstmädchen aus der Stadt, die sie bisher gehabt hatte und die im ganzen Nachbarkreise herumklatschten, was sie nur zu hören und zu sehen bekamen. Deshalb war man in Adelgundchens Hause auf ein Mädchen , vom Schlage der Stinliese verfallen, also auf ein Landmädchen von in solchen Dingen hinreichender Dummheit, das nif)t klatschte und dem insbesondere falsche Haare und Zähne gleichgiltig waren. Dennoch hatte Adelgundchen die Vorsicht gebraucht, nicht allzu offen mit ihren körperlichen Falschheiten vor Stineliese. alias Lisett'. zu sein und bisher hatte diese weder die falschen Zähne noch die falschen Haare in ihrer ganzen wundervollen Technik gesehen. Heute aber drängte die Zeit, denn Adolaz von Hochgern, dem Adelgundchens Mitgift und wohlpräparirtes Aeußere in die Argen stach, wollte heute kommen. um 'die entscheidende Frage an Ad:!gunde id richten. So wenigstens ließen sich Vxt gestrigen Andeutungen d:3 Adolar auf , dem Harmonieballe nur deuten. Und also geschah heute das Unverr5.eidliSe. Ctsctt' sverrte Mund und Nase auf. als sie aus AdelgundenI m i . (-. . . . 0 -1 V llliüV.O ciz oaqnc crauaiiciuicn unv in ein Wasserglas wandern sah, und als sie bemerkte, wie sich über dies hl ihr als Stütze dienen sollte, tm Haarstreif von beträchtlicher Ausi dehnung, der sonst aus Adelgundchens Hinterkopf den wundervollsten Kno ien" gu bilden pflegte, legte. Adelgunde sah die unheimliche Wirkuna des Gesöebenen auf Lisett' mit Unwillen und trieb di?se an, ihr Werk zu vollenden, und jujt war vioei gundchen fertig präparirt. als Adolar durch ein lautes Klingen an der Corridorthüre sich bemerkbar machte, j Flink, . Lisett'!" drängte Adelt gunde. Ist's Her? von Hochgern, so führe ihn in den Salon. Und . dann benackricbtiae mick!" Stineliese starrte, noch einmal wie j gebannt dorthin, wo die Haare auf ; den Zähnen gelegen hatten, die nun 1 wieder auf dem Hauvte und in dem Mundchen Adelgunden's ihren sicheren ' Platz gefunden. Dann erst verschwand fit binter der Vortiere. Eine Minute verging, eine zweite ,die dritte wurde ne)ig lang. Die vierte land fünfte dehnten sich für die harrende Adelgunde - zu Ewigkeiten aus 'und in der sechsten bekam sie fast einen .Weinkrampf. Dann aber ließ das Ztnngeln an oer Äorlaaltyure it piog.lich erbleichen. Ja. was war denn 'fca? War der Erkorene ihres Herzens schon wieder gegangen, ohne daß ;er die entscheidende Frage" stellte? : Sie schellte Lisett' und Lisett'Stineliese trat ein etwas seltsam verlegen aussehend. Wo ist wo ist. Adolar?" bauchte Adelgunde. ' -
ellags.
Er is man bloS wedder wegegangt," sagte Stineliese in einiger Verwirrung und in einem so schauderhaften Hochdeutsch, daß Adelgunde zu anderer Zeit davon empört gewesen Wäre. "Weggegangen?" rief das alternde, verliebte Mädchen und erbleichte noch mehr. Weggegangen, und was hat er gesagt?" Min saute Dirn!" sagte Stineliese mit tiefem Erröthen. Zu dir?" rief Adelgunde hastig. Und du hast dir das gefallen lassen?" Nee. Fräulein. Ich habe ihm ene dichl'ge uff de Latschen gegeben!" ..lind er?" Der sagte man blos: Dunnerweiter du hast Haare auf den Zähn;n!" Und das hab ich mir nicht gefallen lassen!"
Nicht gefallen lassen?" Nee ick saat' ibm denn auch man blos: 3ck habe nich Haare auf den Zähnen, aber mein Fräulein. ich habe sie eben noch liegen Freyen: E n Wutkaeschrel entfuhr Adelgunden's Lippen. Dann aber preßte sie heraus: Weiter!" Da woMe er denn man blos tois sen ' wo so und da hab' ich ge saat. dafc Sie so schöne Äähne zum 'Rausnehmen und Haare zum Ablegen hätten ! unv va ging er. Er feixte aber sehre!" Naus!" . Wie eine fauchende Katze hatte Adel aunde dies Wort bervoraestoden Stineliese ging erschreckt. Sie ahnte ja kaum einmal, welche bodenlose Dummheit sie gemacht hatte. Noch am seiden Abend ward lyr gekündigt. Adelgunde hat jetzt eine gerissene Zofe. Ein Mädchen vom Lande kommt nicht wieder in ihr Haus. Doktor Smart, Klassiker. . Bon Max Wundtke. . Ich war soeben in Chicago eingetroffen und schlenderte staunend die Reihen von Himmelskratzern entlang. Vor einem der Riesengebaude staute sich eine 'drängende Menge, die aus dem elegantesten Publikum, aus niedlichen Kammerkätzchen und hochnäsigen Wie nern in Livree bestand. Man schob sich in diesem Menschenkn'äuel mühsam vorwärts, um den Eingang zu einem erdrückend vollen Geschaftsladen zu ge winnen, über den in weit hinleuchten der Schrift geschrieben stand: : Heute! Achtung! Heute! Auslieserungstag. 1920 Opus 14. DaS machte mich klüger. Ich sah, wie die Leute aus einer zweiten Pforte wieder herausströmten, ein Buch in der Hand. Also em Buchladen? Und. doch schien es rede? nicht so. Ich trat auf dit andere Seite der Straße, um mir das Haus ein wenig genauer anzusehen. Da erst bemerkte ich die goldenen Riesenlettern, die sich zwt schen je zwei Etagen über die ganze Haussront hinzogen. Dr. Smart, Schriftstellerei mit Dampfbetrieb war da zu lesen. Ich griff nach utnem Kopf. Was soll denn da$ vorstellen? Hast Du denn wirklich richtig gelesen? Aber kein Zweifel: so stand eö da. ' Ich ging wieder hinüber und fand am Hauseingang ein Porzellanschild. das folgende Inschrift trug: Dr. Smart. Klassiker seit 1918. Prämiert mit der großen Medaille der Weltausstellung des Jahre 1919. Ich war starr. Also ein lebender Klassiker? Und ein preisgekrönter dazu? Alle Achtung! Das ist neu, das muß man den Amerikanern lassen. Und eigentlich sehr vernünftig dazu! Was hat man davon, wenn man vielleicht fünfzig oder hundert Jahre nach seinem Tode als . Klassiker erklärt wird?!Wir in der altenWelt können un nun einmal nicht losreißen von unserm theueren Zopf: alleZ muß seinen rrch tigen Instanzenweg haben und erst müssen die Akten geschlossen sein, ehe wir eine Erklärung töatitn oder ein Urtheil fallen. Und warum soll ein Schriftsteller nicht prämirt werden? Werden doch Hunde, Katzen, Mast ochsen, landwirthschaftliche Erzeugnisse und tausend andere Dinge preisge krönt! Immerhin war mir die Sache doch so eigenartig, daß ich beschloß, das Handwerk zu grüßen und der Schrift stellereifirma mit Dampfbetrieb. Dr. Smart, Klassiker," einen Besuch abzustatten. ' ' . ' , " . , Ich trat in den Hausslur. Der Zufall, war mir ' günstig.. Ein junger Mensch in Lwree kam mir entgegen, dessen Mütze auf' einem Blechschild den Namen jenes Klassikers trug. ' Junger Freund,, ich möchte Herrn Dr.' Smart sprechen. Wollen Sie Jhrem Herrn meine Karte dringen?" Dei Diener verneigte sich, nahm die Karte und verschwand. Herr Dr. Smart erwartet Sie. Litte, ich werde Sie führen.Nach wenigen Augenblicken stand ich vor dem preisgekrönten Inhaber der Firma. Es war ein fast biö auf ein Nichts zusammengetrocknetes, gebücktes Männchen mit absolut kahlem Kopf, mächtigen blauen Brillengläsern, zwischen denen, wie ein Kapgeöirae au? dem blauen Meere, dit echte, kühngeschwungene Aankeenase emporstrebte. Ich stellte mich ihm vor. " " Er schüttelte mir freundlich die Hand und begrüßte mich mit herzlichen Worten. . Ah! Sie treffen eö gut," sagte er, laU gerade heute wieder einmal ttnen freien Tag und ich kann mich Jhnen ein wenig widmen. Sonst wäre das leider nicht möglich gewesen. Wie S unten gesehen haben werden, ist heute mein Aislieferungötag. und da gönne ich mir stets auf dierundzwanzigStunden Nutzes Ich mußte gestehen, daß mir das
Wesen deö AuölteserungStageS noch nicht ganz klar geworden war.
All naht, Sie kommen von drüben. nicht wahr, Herr Collega? Auch eine ganz hübsche Erde und brave Leute, sogar recht talentvoll," fügte er in gönnerhaftem Tone hinzu, aber ver zeihen Sie mir doch recht zopfig ! Wissen nichts auS sich zu machen, kein Sinn fürBüslNlß"! Nun,vielle:cht lernen Sie von uns. 0, wir geben uns Mühe, recht viel von Ihnen zu lernen, und einige College meiner Heimath drüben haben s darin schon ganz herrlich wett bracht.Es freut mich das zu hören. Und mit meinem Auslieferungstag . . . sehen Sie. . . gerade gestern ist mein vierzehntes Werk m diesem Jahre fertig geworden. . . , . Das vierzehnte Werk. . . m diesem Jahre? Wir sind doch erst im.Septem der." . ; v " . - ! Nun ja: ich denke eS auch für das Jahr 1920 bis zum Opus 20 zu bringen und damit meinen eigenen vorjährigen Recod zu schlagen. Ich guckte den Menschen sprachlos an. Zwanzig Werke, in einem Jahr? Ist denn das möglich? ' Ja. ja, mem Lieber! Sie da drüben begnügen sich, alljährlich zu. Weihnächten dem Publikum einen neuen Band zu, bescheren; es gibt wohl auch .thatige Geister, die zwei Bände ihm Jahr herausbringen. Von einem glaube ich ge lesen zu haben, daß er eS in kurzerFrist auf etwa fünfzehn Bände gebracht haben soll. Und das bel Handbetrieb alle Achtung!" . Ich fühlte mich durch die Anerkennung dieser, kaninchenhaften Betriebsamkeit ein wenig gehoben und verneigte mich, auf diese Weise dankend quittirend. Und so gelangt heute, wenn ich recht verstehe. fuhr ich fort, Ihr vierzehn ter Band zur Ausgabe?" Well Sir. Und dann lasse ich mir diesen Tag frei, ehe ich an den nächsten Band gehe." Ich verstehe nur nicht verzeihen Sie mir die Unkenntnih Sie sagten doch vorhin, daß Sie gestern erst mit dem vierzehnten Bande fertig geworden seien? DaS Werk muß doch ge setzt, gedruckt und gebunden werden " Wird'S auch, mein Lieber.- . In einer Nacht? Sie müßten ja eine Legion Hände zu? Verfügung haben. Und selbst dann..." Doktor Smart lächelte mitleidig. Aber Werthester! Ich arbeite mit viel weniger Personal als irgend eine LerlagSdruckerei bei Ihnen drüben, obwohl ich Autor. Verleger, Drucker in eine? Person bin. Ein paar Arbeiterin, nen und ein Ingenieur, das ist alles. Der Letztgenannte ist bei mir allerdings die Hauptperson.Jch glaube, ich muß ein furchtbar einfältiges Gesicht gemacht haben; daß bei der Herstellung von litterarischen Erzeugnissen einem Ingenieur die Hauptaufgabe zufallt, war mir mehr als verblüffend. . JD, ich sehe schon, dear Sir, daß Sie sich auf diese Weise schwer in die Sache hineinfinden werden. Kommen Sie mit mir in meinen Arbeitsraum. Ich habe so wie so das Bedürfniß, den Tag doch nicht so ganz ungenützt ver streichen zu lassen. Ich kann immer an memem fünfzehnten OpuS dieses Iah reS ein wenig beginnen. Sie werden mich daran in meiner Thätigkeit sehen und so am besten lernen. , - Er drückte auf den Knopf einer elek irischen Klingel. & L M was li.t vas -Zeiche sur ..meinen Ingenieur,- erläuterte er auf meinen fragenden Blick, daß für meine Arbeit alles bereit zu halten und die Maschinen in Gang zu bringen seien.-.. . . . DaS war mir neu! Ein Schriftsteb. ler, ! der emeS Ingenieurs .bedarf. . um sein Arbeitskadinett bereit, zu halten. Jedenfalls aber erfüllte mich ein heili aer, erwartungsvoller Schauer. Ich sollte den oeruhmtenKlassiker und vielbegehrten Schriftsteller Doktor Smart bei der Arbeit sehen, daS toar mehr, als ich zu hoffen gewagt. Ein intensives Summen, Stöhnen und Stampfen ließ jetzt das Haus er zittern. - Itf m 1 m mm Äy: jagte ver große Aiann, es ist allei im Gang. Lassen Sie uns geYen!" .Und wir gingen. " Vor unS öffnete sich ein unendlich großer Raum, auS dem ein ohrenberaubender Lärm unS entgeaenauoll DaS war ein Gerassel und Gestampf und ellapper. als ob man in ein Walzwerk träte. Ein Gewirr von Ma. schinen, Rädern, Wellen erfüllte den aal; ' r-.:--Nun, wie, gefästt Jhnur daS?,Mein Arvettsraum!' - Der. Klassiker. sah mich nüt ztrium phirenderi Miene an. ' : ; ' - ; 1 Großartig, waS? Sie da drüben löte iraumen am nvnoq von et vem verschwiegenen, stilvoll eingerichte tenj Arbeitkabinett mit Draperien? .r ' n- O fflf.üri ' f f. KunngcgcnuAnorn, lauptanzeri uao Vergleichen Brimborium? ueoerwunde mr Standpunkt, sag' ich Ihnen.' Jni mtt zeitgemäß! Hier passen Sie aus. . . da ist mein' Sitz., : , rn. Meine Auaen - suchten krampsyast nach einem stillen Fleckchen, wo ich den schassenden Klassiker hatte unterbrm gen können. Es war mir ja so ganz unfaßbar, in diesem Saal mit dem wüstesten Fabriklärm die Arbeitsstätte eineS. gefeierten Schriftsteller5 . zu je hen,' ' ' t ui Doktor. Smarnahmdor. einer der Maschinen d - den - Anfang, gleichsah den Kovk einer ganzen Reihe mtem ander zusammenhänger, keuchender und rasselnde? Unaethüme bildete. Platz, zog einen Hebel und ließ nach kurzem Nachdenken du Timtx snner
beiden Hände gleich einem Klavierspie-
ler über eine Tastatur gleiten. Ah, sie schreiben mit Schreibma-schine?-Er lächelte überlegen. Ich drücke mein Freund." .Ohne Manuskript?" Manuskript? Ueberwundener Standpunkt! Ich bitte Sie, erst schreiben und dann drucken? Welcher Äeit und Kraftverlust! Sehen Sie! Wozu hätten wir unsere Setzmaschinen so sehr vervollkommnet? Diese Maschinen funktioniren iekt tadellos. 5W aina noch einen Schritt weiter! Warum den Setzer hierherstellen,-der doch erst wieder vom Manuskript absetzen soll? Hier sitze ich, der Autor! Ob ich meine Gedanken in eine Schreibmaschine bineindirigire oder in eine Setzmaschine, sUr mtch ist's dieselbe Arbeitsleistung. So spare ich Zeit, spare Papier, spare den Setzer. Während sieb in meinem Kopfe, der Satz formt, .reih', ich die fl.ii . c' jir.-.i - c . rni neuern oruaseriig annnanoer. Wie Sie '. wissen, nimmt die . Setzmaschine sofort von jeder vollendeten Zeile einen Abguß. Drüben' in jener Maschine setzen sich die Zeilen korrekt nach Sei ten zusammen, bis der Bogen mit sei nen sechzehn Seiten fertig ist. Die nächstfolgende Maschine ist, eine Rota. tionSdruckmaschine. - Die endlose Pa. pterwalze wird eingesetzt und der Druck vollzieht sich in kürzester Frist nach je. dem vollendeten Bogen, ohne daß gro. ßeS Personal dazu nöthig wäre. Jene Maschinen dort hinten schneiden und falzen die Bogen und geben sie an die Buchbindereimaschine weiter, die sie selbstthätig in die Einbände hangt, die eine, andere Maschine im Dampspres sungSverfahren auS Holzfasermasse herstellt. Eine Stunde, nachdem ich den! letzten Buchstaben eines Werkes geschrieben oder vielmehr gesetzt habe, liegt schon daS erste Exemplar des Landes in tadellose? Ausstattung vor.-. Starr vor Staunen stand ich vor diesem großartigen Genie. Smart, voair rief er mit trium phirender Miene. Ich bin basf!Jch fand keine passendere Bezeich' nung. Dr. Smart nickte befriediat. Das Wort imponirte ihm offenbar, eö war rurz uno iqiageno. AIS ich mich nach einigen Minuten erholt hatte, sagte ich: Noch ernZ, gro ßer Meister. Sie nennen sich Klassi ker,-und sicherlich ist kein Mensch in höherem Maße besugt, sich so zu nen nen.Erlauben Sie,- unterbrach er mich. Ver Tuet labiler wird von der untver itat verliehen. Er ist erwor ben.- . Ah. daS ist interessant., aber sicher 11. ! rC i ! r r rm.. r tr iuyr cqt piamicg. llkicye Zveomgungen muß man erfüllen, um mit diesem Titel ausgezeichnet zu wer den?Der Titel Klassiker wird jedem Re. cordbrecher verliehen.Jedem Rekordbrecher? Ich weiß nicht - Glaub'S Ihnen. ES kommt n'äm lich'auf den Ikabresrecotd an. Wer innerhalb der Vereinigten Staaten im 0..C . ! . CV . C t!. ! n nm . -cuun eine $aqrc oie meijien Werre herausgibt, emvkänat den Titel Klasst. ker.i sofern er den vorjährig ernannten lajjller m der OpuSzahl schlägt. Lange Jahre stand der Record auf achtzehn. Im Jahre 1S13 brach ich ven, erord, rndem lch auf achtzehn Bände kam. Das brachte mir den Ti tel ein. Im vorigen Jabre aina ick sogar auf neunzehn und hoffe in diesem Jahre, wie ich schon andeutete, mit zwanzig mich selber zu übertreffen. Bei diesem Record wird eS mir möglich sein, jede Konkurrenz zu unterdrücken unv keinen neuen Klassiker neben mir aufkommen zu lassen.Hm! Aber ick bin dock llber,euat. Meister, daß Ihren Arbeiten ein tiefer Werth ännewohnen muß. DaS Publikum reißt, sich ja um Ihre Werke, wie ich unten gesehen habe.stin maliziöser Zug spielte um seine ounnen Lippen. . ' . ' Ah, . daS , Publikum! ' Ich glaube nicht, daß eS meine Sachen lieft. Und eS kommt ja auch garnicht aus daS LeSen; sondern auf das Kaufen an. DaS Publikum? Du liebe? Gott sehen Sie ich bin der Klassiker, habe den höchsten Record es ist einfach ;Kon ton. meine Sacken-u kaufen! Es se. hörß zum guten Ton, sich um jegliche ml von ötecorden zu kümmern, fei eS nun, daß es sich um Radfahrrecorde. um Hungerkünstle?, Daue?redne?.Pfe derennen, Wettrasiren. Klavierspielen oder sonst waShandelt.- - ' Mit einem Male ein dürd?!. des' Klingeln, und das Rasseln und itL t .riw - V , . jainpicn naqm v lojiicp ein : linoe. Ich fuhr empor. Mewe Weckeruhr toax abgelaufen und ich schaute mich ver wirrt in meinem Bett um. Drüben der Wändkalender zeigte noch daS Iah? 1823. i - Ser Otei M UnstsSes. V Bor der Thür deS GerichtSbauseS zu Pilkallen in Lathauen liegt seit 1822 ein 'breiter, flacher Stein, der seine eigenthümliche Geschichte hat. Zwei Schwäger, zugleich Nachharn,' si litten sich, um daS Eigenthumsrecht dieses Steines, der erst auf der beiderseitigen Grenze lag. Der Eine wollte ihn zum Schleifstein, 'der Andere' zu einem anderen'Zwecke verwenden. Sie brachten den Streit vor'S Gericht. ' Der Richter,' ein Ebenso kluger, als rechtlich denken derMann' war' überzeugt, daß, 'wenn der.Stein einem der- Schwager züge spröchea vürde, derselbe -noch" lange Zeit ein Gegenstand der Rei Jung bliebe? er schlug daher solnden Vergleich vor: D? Stein soll so wenig des Klägers wie des Verklagten Ziaentbum. vielmehr vor
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ZStan regnllr die Leber durch den Gebrauch ?r. Jugllst König'z Ibamburger Tropken und das Blut trd gerelntgt und die Gesund
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. V-cnini n ' ' " - -r , m 1 li I "inTsi KjfLTi m,1' IFrenzel Broiliei'o,
Wo. 1 Wfl Washington StraSe, llvrokants rQtiorial Snnk.)
Sin europäisches Departement.
sungeu auf alle Städte Suropaö. Schifföscheine nach und dsn Suropa. Un-
und Verkauf autläubisqen SeldeS. der Schwelle des GerichtshauseS unter dem! Namen Stein des Anstoßes- emgesenkt werden,' damit jeder, dessen Weg nach dem Gericht führt, durch diesen Stein daran erinnert wird, letzteres Nicht wegen eines ähnlichen, geringfügigen Gegenstandes zu. behelligen noch' weniger aber durch eine solche Aagatelle das Freundschaftsband zwischen Verwandten und Nachbarn 7 zu derIefcckV .Dieser Vergleichsvorschlag ward auch, einsichtsvoll genug, von beiden Theilen angenommen, nur handelte eö sich dann noch um. den Kostenpunkt; keine der Parteien wollte die Prozekko sten bezahlen.,. Nein!- sagte der verständige und menschenfreundliche Rich ter.idem auch die , Weigerung beidu Theile einleuchtete, da durch den Ver gleth.nur daö allgemeine .- Beste gewinnt, so nelzme .ich die Verantwort lichkeit auf mich, wenn ich die Drozeß kostin in dieser Bagatellsache was hiermit geschieht niederschlage Seitdem liegt, wie gesagt, der Stein an jenem Ort. Viele, viele sm5 über ihn hmweggeschrltten, nur die Allerwe nigften sind bei ihm umgekehrt. - , i UM . s-Fur Jeden anders. Doch eigentlich ne fabelhaftem Schnelligkeit,teleraphire heute vor Tisch an meinen Papa ln Berlin und nach Tlsch zu Kaf fee schon Antwort da.- .Na, ich kantig nicht sonderlich loben; ich habe schon vor acht Tagen an meinen Alten nach Breslau wegen , hundert Thaler telegraphirt und, bis zur Stunde noch ITKtnni. lTi.M . . MlUil yVllllll) .yuidi. Gatgenyumo r. A.: Nun, wie macht sich Ihr neubegründetes Ge schaft?. Finden Sie denn Ihre Rech nuna?" B.: O ja, die Rechnung finde ich 'wohl, aber bezahlen , kann ich sie nicht. l-AuöeinemAufsatzevon M ä x e l. 7-. . Der Ochse hat vier Beine, bamit er nicht umfällt. Er ist schädlich, denn. man nimmtiseinen Na m'.ü manchmal, zum Schimpfen. . . Weh er Euter Hat.' so ist er eine Kuh v. i. DieMilch trinken die Leute, wenn jte 'gesund werden vollen, daS nennt man ruh ? riereiü , . Die Ochsen sterbm meist am Schlachten. Da macht der Flsscher. Rindfleisch daraus,' ich mache mi ocK.niai mau ' 1 I 1 ' - v - - - - ' , - -1, - " : " r, . sUÄAifM ssKMW MMwW, ;;vEra:Cnns3 I .. CZ3CZ : vz&xzzs; Cxi' C; cc3cnm:c:a f 1 - i " m99 - C , H f- . . - w v- t. l CT - k..C2cca xx c:c7rc2Ar i ' sl CriC4iara l'.iiiimaiyfm ? V Zu verkauf in Upotheke 15 GcrSJ
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