Indiana Tribüne, Volume 23, Number 55, Indianapolis, Marion County, 12 November 1899 — Page 1

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Office : No. 18 Md Alabama Otrahe. Telephon 1171. Jahrgang 33. Indianapolis. Zndiano. Sonntag, en November ISgZ. No. ""MTM',MM'' : 1 r I i "

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Die Wahl in Kentucky Louisville. 11. Nov. 3n un mmi 6"ni,t- eoBeit "9"" M ,j derartig G.win ,ür Taylor, daß die Republikaner seine Erwählung mit 3000 Stimmen behaupten. Jademokraten Kreisen giebt man dieö aber nicht zu und behauptet noch immer Goebel sei gewählt. Ein Gerücht. Toledo, O 11. Nov. Eine De)'"0 pesche von Cleveland theilt mit, daß daselbst ein Gerücht in Umlauf sei, daß IoneS von dielen Seiten angegangen werde, nach Cleveland zu ziehen und dort in 1901 für daö Mayoröamt zu kandidiren. Kampf mit Banditen. TituSville, Pa, 11. Novbr. Drei mak,rte Männer svrenaten heute den Geldschrank im Bahnhof, erwischten aber nur 520. Dann begaben sie sich in ein Bordel und erzwängen dort die AuSlitferung von Geschmeide im Werthe von etwa $1000 und etwa $500 in Geld. Schließlich kam die Polizei und eS fand ein förmliches Gefecht statt. Dabei nurde der Polizeichif durch drei Schüsse, wovon einer in den Unterleib drang, und ein Polizist durch einen Schuß in den Mund gefährlich verletzt. Später fand man ungefähr zwei Squareö von dem Kampfplatz entfernt die Leiche eines der Räuber. Die andern beiden entkamen. Kaiser Wilhelm'S Antw o r k. Berlin, II.Nov. Aufdie Glückwünsche der Hamburger Handelökammer zu dem Abschlüsse deS SamoaAbkommens hat der Kaiser in folgender Depesche geantwortet: Ihr Telegramm hat mir großcS Vergnugen gemacht. A)te Änertennung und der Dank, welche mir von einer so hochstehenden Körperschaft für meine Bemühungen um die Befestigung und die Vermehrung unserer kolonialen Besitzungen gezollt wird, find eine ! Quelle tiefer Genugthuung für mich und erfüllen mich mit dem Vertrauen, daß dieses Merkmal von der Wohlfahrt ds Reiches, welches so glücklich erlangt worden lst, Anerkennung in den weitesten Kreisen deS Vaterlandes fiiden wird. Der Buren krieg. L o n d o n, 11. Novbr. Die letzten Infanterieregimenter, welche nach Südafrika beordert find, fuhren heute ab. ES fehlt noch immer an Nachricb(n inhr!rttfi' finh s?Ä finh IHM, WllUfk JHVtltHIl Anzeichen vorhanden, daß die Buren ihre Hauptmacht bei Ladysmith und 'V i C i U ( i ur 4. jivu. 4JCtyicpuiiy von Kimberley hat heute begonnen. Durban, 8. Nov. Mannschaften und Kanonen, die mit dem britischen Kreuzer Tcrrible kamen, find nach der Front abgegangen. Lo nd on, 11. Nov. DaS KriegSamt bat Nachricht von Gcneral Buller erhalten, daß bei einer RccogvoSziru?g mehrere Offiziere darunter Oberst Keith-Falconer ihr Leben verloren. ES wird offiziell gemeldet, daß drei Transportschiffe mit 3676 Mann in Eapstadt, anzekommen find. Kapstadt, 11. Nov. Kimberley ist von einer HungerSnoth bedroht. ZSX. j. Q -..... T "O Es wird berichtet, daß die Buren 4000 Mann stark bei Bethulie die Grenze überschritten haben. - Afrikanisches Abkommen. Berlin, 11. . Nov. Zwischen Deutschland und der britisch eä südafrikanischen Gesellschaft ist ein AbI tnmmen escklosse Marken. hurA tnrl fifi ... vervfllcktet. ib Aakn i- -Tr.-,w --tI . Vt.a.,a. outl ywMCiu ttuuy vt. u4mh uvii b' Sb., yMi. nem Punrr an ver engnq-veuriqen .1 . . . . " Küste fortzuführen, und Deutschland wird dagegen eine Bahn vom 14. Grad l ruch. Normen anlegu, bis die

Sahn südlich von dem gedachten Grade

durch daS deutsche südwestliche Afrika geführt ist. Später unterzeichnete Deutschland nach den Beschlüssen deS Reichstage? vom März ein Abkommen welches Herrn RhodeS gestattet, eine Telegraphlinie vom Kap nach Cairo durch daS deutsch Ostafrika zu legen. DaS Abkommen bedeutet, daß jede Verlängerung der Rhodesischen Bahn nach Westen sich an die beabsichtigten durch daS deutsche Ostafrika zu legen, die wahrscheinlich von Swakop in der Nähe der Walsischbai ausgehen wird, und viel kürzer ist, als die von Nhodesia nach England über Kapstadt. Politische auS Deutschland. Berlin, 11. Nov. Der Zirenbesuch in Potsdam und die gleichzeitig erfolgte amtliche Bekanntmachung über die glückliche Lösung der SamoaIecge stehen im Mittelpunkt deS öf fentlichen Interesses. DaS SamoaAbkommen wird fast einstimmig mit lebhafter Genugthuung begrüßt, und allseitig wird daS diplomatische Geschick anerkannt, welches der Staatssekretär deS Auswärtigen Graf Bülov in der Sache bewiesen. Daß Kaiser Wilhelm über daS Zustandekommen deS Samoa - AbkommenS erfreut ist, geht daraus hervor. daß er dem Staatssekretär deS Auöwärtigen daS Großkreuz deS Rothen AblerordenS verliehen hat. Bezeichnend ist auch, daß der Kaiser dem Grafen die erwähnte OrdenSdekoratioa gestern vor dem Galadiner zu Ehren deS ZirenpzareS eigenhändig überreichte, mit der scherzenden Bemerkung, er solle fi? bei der Tafel tragen, damit Jedermann den neuen OrdenSschmuck auf seiner Brust gewahr werde. Offiziöse BlZtter schreiben über die politische Bedeutung deS Zarenbesuche : ZVeiselloS ist Kaiser Wilhelm von dem Wunsche beseelt, praktische Mittel zu sinden, um den europäischen Frieden zu erhalten, der Zar hat daßselbe Verlangen, und der Blick beider Monarchen ist nach Südafrika gerichtet, wo am Ende deS 19 Jahrhunderts noch ein Krieg entbrannte. ' Man darf die Thatsache nicht übersehen, daß Graf Murawiev in PäriS m'hrere Wochen lang mit seinem sranzöfischen Kollegen Delcasse unterhan, delt hat. Abgeschlossen wurde in Paris nichts, denn ein Abkommen zwischen Frankreich und Rußland hätte natürlich ohne die Unterstützung Deutschlands nicht den mindesten Werth. Die Augen der Welt find nach Potöhim gerichtet und von dort erwartet man die Lösung deS TranSvaal-Prob-lemS. England könne die Vorstellungen I er Mächte nicht ignoriren, und der 5ar ist eben die rechte Persönlichkeit, um dieselben zu machen. Der Zarenbesuch in Potsdam könnte vielleicht zu einem weltgeschichtlichen Ereigniß wenden. Amalia Küßner in Kimberley. London, 11. Nov. Eine vom Mittr'ock, den 8. November aus Cape Tow datirte Depesche sagt, daß die amerikanische Miniaturmalerin, Amalia Küßner, in der von den Buren belagerte Stadt Kimberley sich befindet. Herr RhodeS säße ihr dort für ein Miniaturbild, Frl. Küßner wurde in Greeneastle, Znd geboren. Ihre .Eltern, welche beide Deutsche find, wohnen schon seit langen Jahren in Terre Haute. Sie hatte erst kürzlich in St. Petersburg Mitglieder der russischen KonigSsamilie gemalt. ' Die Zunftgesellschaft zum Affen" in Bern hat ein veclockendes, auf 100.000 Francs lautendes Angebot der Firma I. und S. Goldschmidt 'in Frankfurt a. M. für ihre zwei schönsten Zunstbecher abgelehnt. Das Frankfurter Haus gab ßch znii der ablehnende Antwort nicht zufrieden, sondern schrieb neuerdings an die Zunft und ließ durchblicken, daß es unter Umständen sein Angebot erhöhe, wenn die Ablehnung nicht eine prinzipielle sei. In Bern glaubt mal nicht, daß die Zunft zum Affen die kostbaren Stücke veräußern werde.. ,

Zm ZZeichc des Spielteufels. Von (krich NavitztU. D Proceß Aegen die Mitglieder jener Gesellschaft, die unter dem sanf ten Namen iShib der Harmlosen" dem Spielteusel einen Tempel errichtete, beschäftiat das Interesse der deutschen Ncichshauptstadt in hodem Grade. Es muß die Angelegenheit im Vereine mit den großen Spieler-Affairen vom Jahre 1885 und den Thaten und Erlebnissen deS ollen ehrlichen Seemann" wohl auch dem Gutgläubigsten die Augen darüber össnen, daß auch in unserem lieben Vaterlande die Spielwuth schlim mer grassirt, a!s der brave deutsche Pfahlbürger sich daö auch nur entfernt ahnen läßt. Tennoch bleibt das klafsi. fche and des Spiels nach wie vor Frankreich. In Paris entstand das erste öffentliche SpielhauS der neuerm Zeit, und zwar war eS keine Geringere, als Olympia Mancini, die Nichte des allmächtigen EardinalS Mazarin, von der diefe ingeniöse Idee herrührt. Ter Epielsinn lag bei ihr in der Familie; ihr würdiger Oheim selbst war nicht allein ein leidenschaftlicher Spieler, sondern zugleich auch ein sehr gewandter Falschfpieltr, ein Vorfähr des Lessingschcn Niccaut de la Marliniere, für dessen ,.oorr!Zr la fortune" er prendre se9 advantaea" zu sagen pflegte. Seit damals hat la dslls dralle die Ehre, die Hochschule des Falschspiels und der Falschspieler zu sein. Frankreich gab der edlen Zunft ihren Namen und hieß sie GrecS (Griechen) nach dem dreisten Griechen Apou loS. der am Hofe Ludwigs XIV. in hohem Ansehen und ieicher Gunst lebte, ebenso eifrig als kühn jeute und mit unnachahmlicher Dreistigkeit und Ge schicklichkeit betrog, Wobeier selbst Seine allerchristliche Majestät nicht verschonte, und das brach ihm schließlich Doch das Genick! Aber vornehmere Grecö", wi: die Prinzessin d'Harcourt und den Ritter von Langlee, ließ man laufen, obwohl jedermann ihre Praktikennd bösen Kniffe" kannte. Es kam soweit, daß ein Herr de Grammont in dieser Epoche daS Recht, beim Spiele (ent. schuldigen Sie das harte Wort!) zu mo geln, in seinen Memoiren ganz kecklich vertheidigte und den Betrug Nota bene den geschickten Betrug! als das Vorrecht deS Geschickten vor dem Ungeschickten in Anspruch nahm. Als sich bereits das Donnerrollen der nahenden Revolution in Frankrrch vernehmen ließ, grassirte daS Spiel und mit ihm sein finsterer Schatten. daZ Falschspiel, ln Paris in dem Grade, daß daselbst sine eigene Zeitung sür die Ereignisse und Skandälchen in der Spielerwelt erschien; sie hieß Diogenes in Paris" und charakterisirte sich so schon durch ihren Titel als ein echtes Griechen"Blatt. Viele Revolutionen sind seit dem über Frankreich hingebraust, das Spiel aber uud die Spielsucht sind geblieben. Adolphe Belot schrieb 1885, das Spiel habe noch nie wilder gehaust, es trete nicht mehr als eine Krankheit, sondern als eine Epidemie auf. Fast alle großen (Hubs in Paris sind Stätten des Spiels, und wie hier die vor. nehme Welt, so huldigt leider auch (was viel gefährlicher ist) der Bürgerstand in zahlreichen, von der Polizei schweigend geduldeten, als Gesellig teitSvereine maskirten Eercles dem Jeu. In den besseren dieser EercleS wird der abendliche Unternehmergewinn auf 4 5000 F?ancS geschätzt, was. einem Iah. xesertrage von eineinhalb bis zwei Miljionen gleich kommt! Old England kann sich nicht rühmen, sür die Entwickelung deS Spielwesens etwa? Originelles geleistet", noch auch die Technik des Falschspiels entwickelt zu haben; aber an Spielwuth stehen die wetttollen Briten kaum einem Volke der Welt nach, nur daß sie ihre Leiden schast zum großen Theile auf dem Turf befriedigen. Aber auch Spielhäuse? gab eS schon 1669 zu London in großer Zahl, und selbst die LadieS nahmen an dem Modelaster eifrig Theil. Gegen die Mitte unsere? Jahrhunderts wim jnelte daS Londoner Westend förmlich pon Spielhöllen; höchst berühmt war por yllem der 1820 eröffyete Club Wiljiam Erockfords, vertraulicher Erockey genannt. Dieser Club war mit der höchsten Pracht und Bequemlichkeit .ausgestattet, war nur Mitgliedern zu aänalich, nahm aber ohne Umstände

! jeden präsentirbaren Menschen auf und ' zählte die ganze sine sleur zu seinen mernbers, u. c. den Herzog von Wel jington, die auswärtigen Botschafter, Disraeli,' Vulwer etc. Tex brave Crsck?') hatte einmal auf einem Sitz(gllerdwzS ejnem Sitze von 24 Stunden) von den Lords Thanet und Gran Pille und zwei anderen das runde Sümmchen von 100.000 Lstrl. gewonnen. unv davon baute dieser Menschenfreund seinen Palast, in -dem er während der beiden ersten Saisons immer hin die schöne Brutto-Cinnahme von 800.000 Lstrt.. gemacht haben soll. Um nun auf unser liebes Vaterland zu kommen, so hieße es Eulen nach Athen tragen, wollten, wir von der Spielwuth der alten Germanen oder von der im Mittelalter sprechen, . in dem doch auch schon daSöge.nt,liche-, Spiel-

M. während jeder Messe im 15. Jahrhundert 400 Goldguldcn eintrug. Genug, wir wiederholen, es wird auch heut in Tcutscbland ganz ausgiebig gespielt. D e l ornehmd ?clt hat ailch bei uns ihre -.ubö: man erinnert sich noch der großen Skandalaffaire des Berliner Uni.n-Elubs: in dem einzelne Personen in riner Nach! über 300,000 Mark verlcr.'n hatten. Ader so manche anscheinend höchst harmlose Einladung, die in den Zeitungen erscheint oder mündlich weitergegeben wird, ladet auch die bürgerlichen Kreise zu einem Jeuchen ein; so war frühcr in Berlin ein Erbsenessen" das gewöhnliche AuShänaeschilo, hinter dem sich die Spielgcsellschaften verbargen. Ein Theil dieser Sviclgesellscbaften wird von den Spielsüchtigen selbst organisirt und geleitet; in der Mehrzahl aber werden sie von Spielunternehmern ins Leben gerufen und nach einer bestimmten Tech nik geführt. Zu einem solchen Cercle gehört vor allem der Colonel", ein Angestellter, der als der Miether 'der Wohnung fungirt, übngcns gewöhnIich eine niedere plebejisch.' Persönlichkeit ist. Dagegen muß die Madame' oder ..Tante" gute Manieren l,aven, da sie dem Ganzen vorsteht und die Repräsentation ihr obliegt; übrigens ist sie natürlich fast immer eine Dame von mehr oder minder leichten Sitten. Endlich wird das Personal des Cercles genöhnlich durch ein?n Schlepper", und wenn möglich auch durch eine Amazone' ergänzt, worunter man nichts Anderes, als einen ins ewig Weibliche übersetzten Schlepper zu verstehen hat. Die Amazone muß natürlich wieder e'egant und gewandt sein: auf tadellose Vergangenheit wird auch in diesem Falle geringerer Werth gelegt. Das ist in der Hauptsache die Organisation des normalen Cercles. Am zahlreichsten dürfte diese Einrichtung jetzt in Berlin vertreten sein, doch bilden ferner Hamburg. Dresden, Leip zig, Baden, Wien Hauptcentren der deutschen Spielerwclt! Welche' Existenzen finden sich unter diesen Berussspielern! Männer, die vor der Welt unantastbar als tadellose, seine" Leute dastehen, und deren Leben eine einzige, nur durch die Sommerruhe unterbrochene ..Campagne" fft. Agenten, denen irgend eine in fashionablen Kreisen leicht abzusetzende Waare den Vorwand dazu bietet, sich ihre Opfer zu holen. Heruntergekommene Verschwender und wenn man so will! heraufgekommene" Plebejer, wirklich ehrenhafte Personen, die indeß dem Spielteufel mit Haut und Haaren versallen sind. Bis in welche Kreise das gemeingefährliche Verbrechen des Falschspiels sich erstreckt, davon ließe sich aus der neuesten Zeit so manches pikante Beispiel erzählen; nennen wir hier nur den kaiserlich brasilianischen Gesandten am römischen Hofe, der 1883 im Club della Caccia als gemeiner Falschspieler entlarvt wurde. Die Tricks der Falsche spieler sind wohl durchweg bekannt; und so mag ein naives Gemüth glauden, daß man sich doch in Acht nehmen und vor Betrug beim Spiele sichern könne. Weit gefehlt! Ein Anderes ist eS. die Spieler-Tricks zu kennen, ein anderes, die meist äußerst fein und schnell ausgeübten Kunstgriffe zu er kennen, wenn man selbst vom Rausche des Spiels überwältigt ist. Ter richtige Grec ist in seiner Art ein Künstler, der nicht allein die Technik seines edlen Handwerks vollkommen beherrscht, son dern auch ein fein berechnender Psycholog, der seinem Publikum sich trefflich anzupassen, den geeigneten Moment abzuwarten versteht. Ohne die Be herrschung dieser Imponderabilien" würde ihm seine Kunst wenig nützen. Nun murmelt der Laie, wenn er von Falschspielern hört, gewöhnlich mit frommem Schauder daS Schreckenswort: ,.Tie Volte!" Ach. die gute Volte sie ist ganz mit Unrecht zu ihrer dämonischen Berühmtheit gelangt. Denn der Trick, bei dem heimlich in zwei Päckchen gecheilt? Talon die beiden Päckchen miteinander zu vertauschen, läßt sich eigentlich nie so ausführen, daß er nicht bemerkt würde: Er muß daher stets irgendwie cachirt werden, und daS wäre gerade das rechte Mittel, um Mißtrauen und Verdacht zu erre gen. So blind ist se)bst der wüthendste Spieler nicht, dak er eS nickt bemerkte

und sich gefallen ließe, wenn der Talon momentmeise mit der Hand ' verdeckt 'roird, Nein, die Volte ist ein gutes Taschenspielerstückchen' aber kein Falsch. spieler-Trick.' Er hat ganz andere KmNe: Er macht gic ..Maquillage". d, h. zeichnet die- Karten; er tranZporW sie. d. h. bringt eine oder mehrere Karten unbemerkt ins Spiel oder entfernt sie daraus; Er führt die , .Portee" aus, indem er versteckt gehalten? Karten in das Spiel hineinschmuggelt; er frönt dem Salatmachen" (mischt falsch); er arbeitet 'mit der falschen Coupe", wobei er falsch abhebt,' oder er versucht die schwierige ..Nilaae". will saaen: Er nebt statt der ersten Karte die nächstfolgende oder

zwettsoWnye ao. Vas t wohl eine : hinlänglich reiche Auswahl von Kniffen. 1 Dabei haben wir immer nur den Falschlvieler...höberer Ordnung" im Auge: im.,. , . . i ' ' : f j , . ,- i 4 . - . : i

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