Indiana Tribüne, Volume 23, Number 41, Indianapolis, Marion County, 29 October 1899 — Page 5
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kZsseNtrZÄreibtbrttfdtsMipp Zaucrampstr. CtrjCjM ,k d? ü CtmtM Fraea fc Ffc Ca V.B. 3C3. t.--Mein lieber Herr Nedaöttonä:! Die Kids gehn jetzt schon Widder sor e paar Woche in ' die Schul un die izzie. wa in Alte is, die Hot xmrntz noch nit uff geschaht. Wann noch Feckehschen r?äre, dann deht ich ja nit soviel drum gewn?e, awn?er jetzt .in die Schuhlzeit do is das disserent, do wolle se doch besser gedreßt sein un mit eim Wort mer muß mehr zu se tende. Die Missus WedeZweile?. die duht off Kohrs e ganze Latt sor mich un die Kids, awwer dieselbe Zeit kann Ich auch nit zuviel von se verlange. Sehn Se Mister Editor. jet sin die Fekeh schen gepäbt un ich hen soviel Fonn eckspecktet in die Zeit wo die Lizzie fort war un was hen ich gehabt? Nicks hen ich gehabt, als wie Trubel un das is all was ich gehabt hen. Ich hen auch zu den Wedesweiler gesprochn was Hot mer nor von sei Lewe? Bier drinke, das is all un Batter an alle Ecke. Wei, sagt der Wedesweiler, ei dont noh, ich denke, da bist du selwer sor zu blehme. Du hoscht kem Enterpreis in dich. Du deckst mehbie dr Fonn kommt so von selbst in bei HauZ un do hättscht nit mehr zu duhn, als wie zu lache un zu schmeile. Du weist doch gut genug, was mir zwei als so e Jahr odder zwei zurück sor Fonn gehabt hen, wenn dei Altie fort töar. Off Kohrs hen ich dran gedenkt un ich kann Jhne sage, ich hätt greine ge onnt, wann ich dran gedenkt hen. Was machst du denn sor e miserabliges Gesicht dohin, Hot der Wedesweiler gesagt, mer denkt to, du warscht dabei.. dein letzte Wille zu mache. Unner unS gesagt, hen ich auch den Weg gehehlt. Ich hen mich e frisches Glas Bier gewwe losse, awwer es Hot mich nit geehst. Der WedeZweuer Hot do gesone un Hot das Pehper gelese. Uff eemol sagt er: Hoscht du dann das schon gelese? E' feine Lehdie, wo in die beste Jahre is un sich gern verheirathe deht bittet diesente Männer, wo noch nit so arig alt awwer auch nit mehr so arig jung sin. un wo e gutes Einkomme hen, daß ich e gutes Auskomme kriege un wo nit mit die Gefiehle einer Jungfrau Spott treiwe 'wolle, um ihre Adreß. Briefe unter ftofa" an die Backs No. 3 eröete." Well, was is dobei? hen ich gesagt. Du bist e Kameel-, Hot d:r Wedesweiler gesagt, do könne mer de größte Fonn hen. wo mer in unser ganzes Lewe gehabt hen. Off Kohrs mußt du das Ettwerteisementennsere un dann gehe mir zwei hin. Du mußt off Kobrs dein ehliche Gichtring in dei Packet stecke un derfst auch nit dein Hut abnemme. bikahs wann die Lehdie aussinne duht. was du sor en Behsballzraund uff dein Kopp Host, dann Host du ausgespielt. Bieseids das. derfst du auch in die Lehdie ihr Haus dei Schnuffbacks nit juhse. ich weiß, daß es viele Lehdies Hot. wo so ebbes nit gleiche. En f Irene Schehf mußt du auch hen. bikahs du könntst mehbie in öie Verlegenheit komme, daß die Leh-v oie en Kiß hen will un dann dehst du en schlechte Jmpreschen mach?." Er Hot mich noch e ganze Latt gute Ettweis gewwe.'aber ich hen gar nit so eckstra gefiehlt. das Ettwerieisement zu ennsere. Der Wedesweiler Hot awwer keine Nuh gehabt, bis daß ich mich hingesetzt un geschriwwe hen. Er Hot nich alleZ dicktehtet. Ich hen sie e trittkorner angewwe müsse, wo ich se miete wollt un hen dabei geschriwwe, se sollt e weiße Blum anpinne un wann ich se miete deht. dann deht ich Rosasage, sie sollt dann Phil- ennsere un das wär dann e schür Sein, daß ich's wär. Ich hen den Brief gemehlt un schür genug, de nächste Obend sin ich un der Wedesweiler hingeschowe. Mir wäre alle beide arig schön uffgefickst. awwer mich hbt doch das Herz e wenig hart gekloppt. Uff eemol is e Lehdie komme mit t weiße Blum un oer ilüt desweiler Hot gesagt, seil wär se. Wie mer ganz nier bei se wäre, do is der Wedesweiler ganz schön weiter ganze, ecksäcktlie. als wann er gar nit zu mich belange deht. Ich hen mein Hut abgenomme un hen gesagt: Hello Nosa! Sie sin en ganz hunzzemeiner Kerl." Hot die Lehdie gesagt, un is fortgange. Ich muß sage, ich hen arig schiep gefiehlt. Der Wedesweiler is Widder SU mich komme un sagt,' er hätt sich gleich denke könne, daß das nit die richtige gewese wär. Ich hen grad gefiehlt. als wann ick ihn hätt kicke gesollt, awwer do is schon Widder e Lehdie komme, wo e weiße Flauer Hot. Off Kohrs hen ich do Widder Hello Rosa" gesagt, awwer die Lehdie Hot gesagt, ich sollt sie's nit iwwel nemme, awwer ihr Name wäre Katterincbe. Do sin ich widv?r zu 'den wedesweiler gange un ich hen gesagt, ich besser gewwe das ganze Bitzaes uff. Awwer in dieselw' Minnit. do i5 schon Widder c Lehdie komme, wo en ganze Bonsch weiße Flauersch in ihre Hand gehabt Hot. Sell is die richtige. Hot der Wedesweiler gesagt, jetzt man tau. Ich hen avw'er nit aeön wolle un do tZ ttx
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Wedesweiler hinhange un to: aesaN: Freileinchö. sin Sie die Rosa? Do Hot se gesagt: Ich sin", und do sagt der Wedesweiler, ich wär sein Bruder, wo sie geschriwwe Hot, ich war awwer so bäschfull nn do wär er mit mich gange. Well mir hen dann e Weil getahkt un ich muß sage, ich hen das Mehdche ganz gut gegliche. Sie war so e junges uffgeschossenes Ding von so ebaut ferzig Johr, ihr Fehs is t wenig rinkeliz gewese, awwer sonst is se ganz gutguckig gewese. Mir hen dann auch Bißnes getahkt, das meint, der WedesWeiler hat das Tahke gedahn un ich hen kein Wort gesagt. Sie Hot mich dann mitgenomme in das Haus von ihrn Bruder, wo se gelebt Hot un dann is der Wedesweiler fortgange. Wie mer in das Ruhm wäre, do is der Bruder komme un die Rosa Hot gesagt: Johnnie. ich mache dich ekwehntet mit mein Brettigam." Do Hot der Bruder gesagt: Was Host du gesagt, sell is dein Breitigam? Wei das iZ jo der Philipp Sauerampfer! Das is en gehei. rather Mann un . Hot e ganze Latt Kidds. Awwer wart nor. du verdollter Lump, dich wolle mer schon fies je!" Well, Herr Redaktionar, was denke Se, was jetzt gehäppend is? Mei Wichs hen ich kriegt, wie w mei ganzes Lewe noch nit. Un um das G.anze zu en harmonische Abschluß zu '.bringe.
yo: miq oer viaudie die Stepps enunner geschmisse! Sehn Se.das is die Keind e Fonn. wo ich gehab! hen. Womit ich verbleiwe Jhne 'Ihrn liewer Philipp Sauerampfer. Ein frühwelkes platt. von AlfonZ de Reser. ES hat mich fortgetrieben, mit Gewalt! Hinaus aus dem überlauten Getriebe der Weltstadt, hinweg von dem Flitterstaat und der Schminke schonheit ihrer Vergnügungen, in die Einsamkeit, in die Wahrheit! Das war seit langer Zeit mein, heißes Verlangen. und nun hatte ich - endlich den Muth gefunden, mich loszureißen. - Im Osten droben wußte ich em mlles, schönes Fleckchen Erde und Mensehen, die mich gerne kommen und ungern schnden sahen. Dorthin war mein Weg, zu dem alten, biedern Oberst von Vankow und seiner mir mütterlich jugeneigten Gattin! Himmel. war es schön in dem stillen Rst. dem Lankow. mit seinen unoeraleichlichen Wäldern, seinen prächtigen Aeckern Jiiti Wiezen! Ach. solche Luft habt Ihr denn doch nicht, in Eurer Riesentadt! Hier athmet man Gottes..em, oer !uch dagegen Poudre -iiid Patchouli. Und die liebevolle Beyandlur.g! Die Alten hatten nie das lück gehabt, einen Buben oder überi.'aupt ein Kind zu besitzen, was Wunzer. wenn ne nch danach sehnten, das zroße Maß von Liebe auszutheilen, ur das ihnen das Schicksal so wenig Verwendung gegeben. Nur eine Nichte oar da, eine Nichte der Frau von Zantow. Man hatte sie an Kindesiatt angenommen und ihr im Hause icjenize Stellung eingeräumt, die ihr tls einzige Erbin des Ganzen zukam, lnnchen Weßel war längst ein sögesiarnihs altes Mädchen" geworden, über trotz der vereinzelten Fältchen auf em Antlitz, hatte sie sich eine solche Zülle von Anmuth, ein so liebes, anziehendes Wesen bewahrt, daß ich mich oft im Stillen wunderte, weshalb sich wohl Niemand gefunden hatte, diese Blume zu pflücken, in ihrer Blüthezeit. -Wir wurden gute Freunde. Annchen und ich, aber auch nur das, denn zu anderem waren wir Beide viel zu alt, und zu vernünftig geworden. Annchen hatt: sehr strenge Anschauungen und' Grundsätze, wirklich Grundsätze! Als sich einmal flüchtig unser Gespräch darauf lenkte, natürlich in aller Harmlosigkeit, erklärte sie mit einer Energie, die tdh nie bei ihr vermuthet hätte, sie würde niemals, niemals heirathen und wenn es unter den glärzendsten Verhältnissen gesche hen könnte. Da hatte ich die Erklärung dafür, weshalb sie eine alteJungfer geworden war. Wir waren eben auZ der Kirche heimgekommen. Der Oberst hatte das Prinzip, seine Patronatsbank drunten in der kleinen Dorfiirche am Sonntag, wenn irgend möglich nicht leer stehen zu lassen. Während der Mitinek den alten Kutschwagen in die Remise bug, sirte, und wir noch auf der Hofveranda verweilten, kam der. Postbote auf den Hof. Bankow nahm ihm die Sachen ab und bedeutete ihm durch eimn Wink, sich in der Küche zu erfrischen. Während er dann die einzelnen Sendüngen durchblätterte, bemerkte ich, daß er zusammenzuckte und hastig nach seinem Augenglas tastete. Die Damen wurden ebenfalÜ aufmerksam. Er riß ein Eouvert aus und überflog den Inhalt. Erich kommt!" sagte er dann eiqenthümlich gepreßt. : Erich? Wer war Erich? Nicht Neugierde, nein theilnehmendes Interessk: drängte mir die Frage auf, als ich die beklommenen Mienen der Damen sah. Man hatte mich im Moment vergessen. Gerade dachte ich daran, mich unbemerkt zu entfernen, als sich der Oberst meiner erinnerte. Das ist mein lieber Bruder", wendete er sich erklärend an mich. Ein verabschiedeter Premierlieutenant, viel jünger als ich. O. Sie Beide werden prächtig stimmen!" Ich wußte nichts andmö, als mich verbindlich lächelnd zu verneigen. Es sah wohl etwas gezwungen aus. In den drei Tagen biH zur Ankunft des Besuchs stieg mein Interesse, meine Erwartung immer mehr. Das mußte ja ein höchst merkwürdiger Mensch seitt' dieser Herr Erich, von dem Bankow stets so pietätvoll, als von seinem .li i ben" Bruder sprach, dessen Name in
der Minute woh'. zehn Mal von den Lippen der Damen kam! Man schien sich auf seine Ankunft zu freuen und schlich doch mit einem eigenthümlich gedrückten Wesen umher, ja, bei Annchen glaubte ich sogar rothgeweinte Augen zu bemerken. In diesen drei Tagen lernte ich so recht die Großherzigkeit und Güte dieser Leute kennen, und zwar an der liebevollen Fürsorglichkeit, mit der sie den Empfang des Gastes vorbereiteten. Und da war er endlich. Sein Anblick machte mich starr. Ich hatte geglaubt, einen gebrechlichen Invaliden zu erblicken, und nun stieg da aus der Jagdbritschke leichtfüßig und frohmüthig -ein lraststrotz'.nder forscher
Mann, von impomrendem Aeußern und hübschen Gesichtszügen Sein blondgewelltes Haar war leicht ergraut und auch der starke, schöngeschwungene Schnurrbart zeigte einige Silberfäden. So viel war mir klar: als Invalide hatte der nicht seinen Abschied genommen oder bekommen. Wie er sich jetzt uns lachend zuwendete und Annchen in die Arme schloß, bemerkte ich an seiner linken Stirnfeite , einen rothen Streifen, eine Narbe. Aha, also wahrscheinlich ein Duell! . Grüß Sott, Herzens annchen! Guten Tag, mein guter Adolph, meine Ireowerthe Schwägerin! Wie herzlich, diese Begrüßung war, rnir wurde ordentlich weh dabei. Ah.' ein Besuch! Bankow ist mem Name!" , Maßmänn!? Ich wollte mich verneigen, aber da hatte er schon meine Hand erfaßt und schüttelte sie in krästigem' Drücke. Wir gingen hinein und alsbald zu Tische. Da harrte meiner eine neue Ueberraschung. Annchen saß zur Rechten Erichs und hatte einen dicken Reif auf dem Ringfinger der linken Hand und ihr Aug' und Ohr gehörten nur Erichchen", von dessen Seite sie nicht wich. Mir war die Sitpation recht peinlich, ich wußte mich nicht zu verhalten. Es fiel das endlich auf. Ach so, Herr Maßmann weiß ja gar nicht", lächelte die glückliche Braut, wir sind nämlich verlobt, Erich UNd ich!" Ich stotterte etwaZ von gratuliren und so. Oh, daZ würde aber sehr post festum kommen, Herr Maßmann, wir sind es schon, fünfzehn Jahre!" Fünfzehn Jahre?" Ich sah ganz betroffen zu ihnen hin. Erich nickte wehmüthig und der Oberst gab dem Gespräch mit auffallender Geflissentlichkeit eine andere Wendung. Bankow hatte wirklich nicht zu viel gesagt, wir stimmten prächtig zu einander, Erich und ich. Er war ein sehr belesener, wissenschaftlich durch und durch gebildeter Mann, mit dem es dann und wann schon einen Disput verlohnte, dabei von der freimüthigsten Offenheit und den besten Umgangssormen. Es war mir stets ein besonderer Genuß, mit ihm pürschend durch die Wälder und an den Seen entlang zu streifen, oder in die reifen Aehrenfelder zu reiten, wo die Sense klang und das Juchzen der Schnitter ertönte. Wissen Sie Maßmann, daß die Tage kürzer werden?" sagte er mir eines Tages, als das letzte Fuder reifer Aehrenpracht längst über die Tenne gegangen war, und der Wind schon üver die Stoppelfelder fegte. O ja, man merkt es!" Sehen Sie, das stimmt mich immer trauriz, wenn ich so das Werden wieder gehen sehe." .Hm!" Aber Annchen läßt mich gar nicht ausdenken, wenn ich darauf komme. Annchen ist überhaupt ist überhaupt " Ich sah ihm verständnißloL in das merkwürdig erregte Gesicht. Seit einigen Tagen schon hatte ich an ihm eine gewijse Unruhe und nervöse Hast bemerkt. Was mochte ihn bedrücken? Jetzt starrte er ohne auszureden re gunzslos zur Erde, eine ganze Weile. Wahrhaftig, da sehen Sie, schon ein todtes Blatt!" Wir standen nicht weit von einer alten Ulme. Der Wind hatte uns wirklich ein welkes Blättchen zu Füßen geweht, daö erste, das ich in diesem Sommer sah. Kommen Sie, wir wollen es ihnen zeigen drinnen." rief er, und ich hatte Mühe, jhm nachzukommen. Schon stahl sich die Dämmerung durch das Laub in daö Zimmer, als wir eintraten. Seht Ihr rief Erich eifrig, und hielt Annchen aus der flachen Hand das Ulmblatt hin. es geht schon an'sSter. ben!" Aber Erich, was willst Du denn! Die Hitze ist eben in den letzten Tagen etwas stark gewesen, und da hat da und dort ein Blättchen nicht Stand halten kennen. Bis zum Herbst ist'S noch ,weit." So? Meinst Du. Annchen?" Er warf sich auf einen Sessel und versank in Nachdenken. Annchen setzte sich an den Flügel und spielte eine lustige Weise, offenbar um ihn aufzuheitern.. Da fuhr er plötzlich in die Hohe. Annchen, sei lieb! Singe es mir doch noch einmal, das liebe, alte Lied!" Erich, ich bitte Dich!" Nein, nein." Er wehrte Alle ab. Annchen. ich habe es Dir doch so oft gesungen, als als mir noch die Welt gehörte." Das klang so ernst, und ob sie wollte odr nicht, sie rnnftte beginnen: Annchen ton Tharau ist'S, die mir ge- . fällt. Sie ist mein Leben, mein Gut und ; mein Geld." Erst war er still, dann aber fing er leise, aanz leise an mit au singen, im mer lauter werdend, immer lauter, big I
( ihm plötzlich die Mmme' versagt' und
em wehes, thranenloses Schluchzen durch den Raum drang. Der Oberst eilte aus ihn zu, um ihn zu beruhigen, aber er riß sich los und stürmte hinaus. Und während sie stumm verharrten, ein Jedes mit sich selbst beschäftigt, schlich auch ich mich davon, auf mein Zimmer. Die ganze Nacht fast hörte ich ihn oben ruhelos auf- und niedergehen. Am Morgen erschien er bleich und abgespannt zum Kaffee. Man empfing ihn mit rührender Liebe. Stumm nahm er, was man ihm reichte. Dann streckte er plötzlich dem Oberst die Hand über den Tisch hin. Mein lieber Bruder! Nicht wahr. Du bist doch einverstanden, daß ich heute heimfahre? 3ä habe scbon Alles gepackt." Der Oberst nickte. Mußt Du?" Ja. Adolph. Du weint dort!" Hm!" Mir fiel die Hast auf, mit der man seine Abreise betrieb. Mittags schon brachte ihn der Mitinek zur Bayn. Da saßen wir nun allein beim Morgenkaffee auf de? Veranda. Es wollte lerne rechte Stimmung. mehr aufkommen. seit Erich fort war. Der Briefträger", rief ich plötzlich erstaunt, den Mann so früh in Banlow zu sehen. Es erklärte sich, bald. er brachte eine Depesche. Bankow erbrach sie mit zitternden Händen und wurde bleich bis auf die Lippen. Stumm reichte er mir, als dem Nächsten das Papier. Lieutenant von Bankow heute Nacht Gehirnschlag verstorben 'Erwarten Ihre Dispositionen. Provinzial-Jrrenanstalt Schewltz. Dr. Thiel." las ich entsetzt. Ach reise natürlich sofort !" Und ich begleite Sie, Herr Oberst!" Ja, kommen Sie, mein lieber Maßmann, wir wollen ihn heimholen, heim!" Ein tiefer Seufzer hob seine Brust. Im Eisenbahncoupe erfuhr ich von Bankow dann noch den Rest dieser traurigen Lebensgeschichte. Erich hat als Adjutant beim 6. Regiment von seinem Pferde einen Schlag vor die Stirn erhalten Sie haben ja die Narbe gesehen und mußte seinen Abschied nehmen, weil sich Zwei Jahre später periodischer Wahnsinn einstellte. Da die Anfälle immer heftiger wurden und die Aerzte ihn für unheilbar erklärten, entsagte er dem Leben und aina als freiwilliaer Pensionär nach Schewitz in die Anstalt. vierzehn Jayre hat er da vegetirt. Von Zeit zu Äeit besucbte er uns. Wenn er merkte, daß die Anfälle kamen. eilte er stets in sein freiwilliges Eril zurück, wie auck voraestern. Ann, chen, seine Braut, hat ihm die Treue bewahrt. Das brave, brave Mädel! Wie hat sie ihn beglückt!" Ich starrte stumm zur Erde und dachte an daL frühwelke Blatt der Ulme!" Ire! an leidenöe Zrauen! AH litt sanianz an ?t 8 Inmitten ttitea. (imcnfeaftcn Ccnoten. ei hei Stuft, SiOcn bet (Scbäratuttn etc unb anbete Sterlingen, unb fonb schließlich ri etnsach, flfcel (aule Mittel, eiche mich bn, 4r(tli ilfc heilte. Ln Kamt Heilmittel jut rxuen. Ql tostet icht, sich aa fei neu CoTjüen u siberjenen. Sch fentetimit aaftlnbiaet Gebrauch aaf ifun j frei an tU Uttta&a gtou. schreib u Hirt. C. Hndnnt, CaQ vand, SttiUna, ü. fi. A.
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