Indiana Tribüne, Volume 23, Number 41, Indianapolis, Marion County, 29 October 1899 — Page 1

o 0 rlC rlO (1 A0 A 6 k V O O W Vw i i i 1 r -l r i MXS V :4i -Xs," V r Office : No. 18 Süd ZUäbama Straße. Telephon 1171. Jahrgang 23. Indianapolis. Zndiana Sonntag, öen 29 Wktober 1899. 910.41

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Militär-Reservationen zu Manila 3lo-Z!o, Panoy, Mindoro, Negroö

Maöbata, Samar, Mindanao und wo d'.e beiderseitigen Regierungen sonst wünschen mögen. 5 ) Anstellung von amerikanischen Beamten in der ZollVerwaltung und anderen Zweigen deö internationalen Dienstes. Sie sollen von den Ver. Staaten ausgewählt und von der Filipinos. Negierung bezahl werden. 6 ) Einführung dei ame?ikanischen Polizei-Systemö. 7.) Sin richtuvg bei Gerichtswesens wie aus Tuba. 8 ) Recooftruktion der Fili piaoRegierung nach den in der Ber Staaten Covftitution niedergelegten Grundsätzen unter Anpassung an die den lokalen Verhältnissen entsprechen den Bedürfnisse, und 9 ) Die Anerkennung der Philippinen als unab hängige Republik unter dem Protektorat der Ver. Staaten. Tod eines Erfinders. Baltimore, 23. Okt. Ottmar Mergenthaler, der Ersinder der Lino type Setzmaschine ist gestorben. Er war 45 Jahre alt, von Geburt ein Deutscher und von Beruf Uhrmacher. Unsere zu hohenKonsulargebühren. B er lin, 23 Okt. Amtliche Nachrichten über den Handelscongreß in Philadelphia berichten, daß die Sitzungen des Leitung? - Comites ergeben haben, daß die amerikanischen Konsuln gesetzwidrig hohe Gebühren erhebe. Um dieö sür die Zukunft zu verhinder, wird daS Central - Bureau für die Vorbereitung von Handelsverträgen in Berlin den verschiedenen Handelskammera in ganz Deutschland und ahnichen Körperschaften eine Zusammenstellung der amtlichen amerikanischen Gebühren zustellen.- ,,, Aus Deutschland. Berlin, 28. Okt. Wie aus München gemeldet wird, find alle Pareien im bayrischen Landtage gegen die Zuchthausvorlage. Der Centrums'Abgeordnete Dr. Schödler, der auch Reichstagsabgeordneterist, äußerte uner Anspielung auf die Oeynhausener Rede deS Kaisers, daß eine Tischrede kein Grund zu einem solchen Gesetz sei. DaS württembergische Kriegsministerium hat dem Cisiader Karl Rapp in Munderkingen sür sein rauch- knallund geruchloses Pulver eine Million Mark geboten. DaS Pulver ist kürzich von der Artillerie-PrüsungS-Com-Mission geprüft worden. Die Freisinnige Zeitung" bringt Tirpitz' Relse zu Hohealohe in Verbindung mit Gerüchten von der bevorstehenden Entsendung deutscher Krieg ch'ffe inS Ausland behufö Wahrung deutscher Interessen in schwebenden internationalen Fragen. Das ist möglich und die Anwesenheit Bülow's bei der Coaferenz mit dem Kaiser deutet darauf hin. Hauptzweck der Reise von Tirpitz ist aber, Hohenlohe vl bewegen, daß er sür weitere Flot-en-Forderungen eintritt, obwohl die Regierung sich quasi verpflichtet hatte, bei Bewilligung der letz'e großen Vorlage keine weiter: Forderungen vor 1901. zu stellen. OjsiziöS wird heute bekannt gegeben, daß'bei der vorerwähnten Conerenz lediglich darüber verhandelt wurde, ob nicht schnellere und stärkere Schisse gebaut werden sollten, alö wie in dem bestehenden Flotten. Programm vorgesehen find; also Schiffe, welche im Ausland bessere Verwendung finden können. Begründet wird dieö durch die veränderte politische Lage. ES wurde nicht beschlossen, Kriegsschisse nach Süd-Afrika zu scy'cken und es vurde auch kein Beschluß darüber in saßt, in welcher Form die neuen Ma-rine-Pläne dem Reichstag unterbreitet werden sollen. Eine kolossale Bronzestatue, welche Christus die Menschheit segnend dar stellt, und heute zu einer Nische im neuen Dom emporgezogen wurde. stürzte aus einer Höhe von 100 Fuß herab. Beschädigt wurde glücklicherweife Niemand. Aus Oesterreich. Wien, 28. Okt. 3a österreichi

schen ReichSrath geht eS wieder zu, wie

vor und eh. Der Unterschied besteh lediglich darin, daß anstatt der DeutschNationalen jetzt die Czechen Radau machen. Sie betreiben daS sogar sehr energisch. Gestern bewarfen sie den Justizministe? Dr. Kindlinger mit Papierballen und Aktenstücken und welche gingen sogar mit Fäusten aus ihn loö. Der Skandal war so widerlich, baß der deutsch -klerikale AbgeordneteAlseed Sbenhoch (2inj) äußerte. die katholische Bolktpartei werde auS der Majorität auStreten, wenn die Czechen den Skandal erneuerten. Aus Brüssel vird berichtet, daß das belgische KSaigSpaar von dem Gedankea an die geplante Wiederverheirath ung seiner Tochter, der österreichischen Erzherzogin Stephanie, der Wittwe des Kronprinzen Rudolph, keineswegs entzückt sei. ES werde ihre Heirath mit dem Grasen Elemer Lovyiy ganz ignorirea und dadurch würde die königliche Civillifte Prositiren, indem die der Srbherzogin gezahlte Apanage von jktzt an aufhören soll. Offenbar ist daS die Hauptsache sür den König Leopold. Seine kostspieligen Liebesaffairen und daS Congokaat Abenteuer haben ihn nämlich tief in Schulden gestürzt. DerSurenkrieg. London, 23 Okt. Die große Zahl der britischen Offiziere, welche bei den Kämpfen in Natal getödtet wurden, ist die Ursache heftiger Proteste gegen den alten in der englischen Armee herrschenden Brauch, daß die Offiziere keine Deckung im Feuer suchen. Die Zahlen zeigen, baß von je vier Geödtetea je einer ein Ossizier war, während in der Armee durchschnittlich aus 26 Mann ein Offizier kommt Man vermuthet, daß diele Ofsiziere ei Mal getroffen wurden und nach der ersten Verwundung die Linien nicht verließen. Es ist Sitte, ia der britichen Armee, daß die Offiziere sich niemals niederlegen, sie halten das unter hrer Würde. Vielfach wird in den Protesten die Aeußerung Kaiser Wilhelms angeogen, der dieses unnöthige Ezponiren der Offiziere scharf tadelte. Aber der Brauch ist so fest eingebürgert, daß wohl vorerst nichts dagegen u machen sein wird. Kapstadt, 28. Okt. Die Gechichte des Rückzuges ton Glencoe und Dundee ergiel't, daß die Briten ihr Lager zweimal verlegen mußten, um aus dem Bereich der Geschütze zu kommen, welche ihr Ziel zu treffen wußten. Noch als schon der Beschluß feststand, das zweite Lager zu räumen, wurden zwei Soldate durch eine Granate geödtet. Als General Fule von dem Engagement bei Elandslaagte hörte, sandte er eine Eskadron Husaren und eine Baterie Artillerie aus, um den Buren bei Viggarsberg den Rückzug zu verlegen. Die Artillerie richtete unter den zurückkehrenden Buren aus dem Umpatiberg großen Schaden an, mußte sich aber vor starkem Musketenseuer zurückziehen. Die Buren beschossen ias Lzger während des ganzen Sonnags und die Briten hatten mit kleinen Plänkeleien und dem Wegschaffen hrer Transportwagen aus dem Bereich der Geschütze reichlich zu thun. Aus dem Rückzüge gab es während der Montag Nacht beim Marschiren durch den Van LorerS Paß von sechs Meien Länge, welcher über den Liggaröberg führt, angstvolle Stunden. Die Truppen gelangten aber glücklich durch den gefahrdrohenden Paß, welchen ö0 Mann am Dienstag Morgen u.n3 Uhr leicht hätten sperren können. L o n d o n, 27. Okt. AuS Kapstadt wird gemeldet, daß General Zoubert der Wittwe deS Generals SymonS ein VeileidS-Telegramm gesandt hat. Lon don, 23. Okt. Bei der augenblicklichen Pause in den Kämpfen in Nutal wendet sich das Interesse der Lagern Kimberley zu, wo die Briten eingeschlossen sind. Am Dienstag haben daselbst in Folge eineö Versuches der Besatzung, den Kordon zu durchbrechen, ernste Kämpfe stattgefunden. Etwa 600 Seiten standen 700 Buren gegenüber und rieben dieselben in einem Gefecht auf, in welchem die Pan zerzüge gute. Dienste leisteten. Die'

Buren hatten sich 7 Meilen nördlich von der Stadt verschanzt und wurden von den Briten in einer wackeren Attacke auö ihrer Stellung vertrieben. Die Buren sollen zweimal in verrätherischer Weise die-we,ße Flagge gehißt haben. Zu den Gefallenen gehört der berühmte holländische Schütze Botha. London, 28. Okt. 3 der Situation bezüglich de Krieges ist heute Morgen keine Vciäiderung zu derzeichnen. Man vermuthet, daß die Buren in Natal ihren KriegSplan ändern und daß die Engländer ruhen

aber Telegramme auS Ladysmith körinen London besten FzlleS unter 48 Stunden nicht erreichen, und es ist deßhalb unmöglich zu sagen, waö sich ereignen kann. ,, allerlei. Sämmtliche Mitglieder der in Kimble - County. Tex., ansäßigen ffamllle Higgms haben an zedem Fuß sechs Zehen, ja einzelne sind sogar siebenzehig. De? Senior der Familie, der an 90 Jahre alt :st. sagt, daß schon seine Eltern und Grotzeltern von der Natur m derselben Weise bedacht waren. Nur drei Clerkö hat daö County Essex, Virginia, seit demJahre 1814 gehabt. W. V. Matthews diente von 1814 bis 1830; I. R. C. Macou von 1820 b!3 1887 und Harrison Southworth von 1887 bis heute. Southworth ist noch frisch und gesund und hofft noch weitere 25 Jahre aus seinem Posten ausharren zu können. In die Scheune des fünf Meilen nördlich vonWhitettater. Wis., wohnhaften Jame Coleman schlug der Blitz in demselben Augenblicke, als zwei Sohne Colttian's mit emerFuhre Heu in die Scheune fuhren. Die beiden lunqen Mavnkr wurden betäubt. doch spater wieder'zum Bewußtsein zuruckgebracht. Die Scheune brannte ab. In der Nabe don Wager 8ville, Ky., brach bei einem von John Hoover gegebenen Tanz ein Streit aus, in dem zwei Männer und eineFrau. I. Faulks. Jas. Faulks und eine Tochter von James SpartL getoottt sowie meyrere andere Personen verwundet wurden. Der leidige Branntwein soll die Ursache dcö Streikes gewesen sein. Dem Schuhmacher Jsaac Epstein in Jerfty City. N. I., hat d:r Storch ein Mädchen mit zwei Köpfen in die Wiege gelegt, und der ehrsame Handnxrksmann, der bereits außer sich und seiner Frau für vier Köpfe, aber je einem einzelnen Individuum ange hörig, zu sorgen hat, hat jetzt mit einem Male zwei kleine Mäuler mehr zu stopfen. Das Naturwunder besitzt ei nen Kopf von derselben Form und an derselben Stelle wie jedes normal entwickelte neugeborene Kind, während der zweite Kopf sich an der linken Schutter befindet und etwas kleiner als derNormalkopf ist. Während dieser ferner einen gut entwickelten Haarwuchs zeigt, ist der Miniaturkopf vollständig kahl. Die Gesichtszüge an diesem sind rollständig ausgebildet, nur haben die Augen sich noch nicht geöffnet und der Kopf hat bis jetzt noch keine Anzeichen von Leben gegeben. Die Familie Ep. stein ist im vorigen December aus Cleveland nach Jersey City gekommcn und haust in einer elenden Kellerwohnung. Die Familk befindet sich in höchst bedürftigen Umständen. Das Baby wie auch die Mutter befinden sich wohl. Die Appell Instanz der Supreme Court in Nem Fork hat ei?e Entscheidung in einer Klage, welche die Rechte von Passagieren einer Straßenbahn involvirt, abgegeben. Am 17. Mai 1L93 hatte Oscar B. Thomas an der 16. Str. eine Broadway Car bestiegen, um nach der Trinity Kirche, deren Mitglied er ist. zu fahren. An der Houston Str. ließ der Conducteur den nicht ganz unbekannten Ruf ertönen: All out take the next car.' Hen Thomas that, wie ihm geheißen, da er aber nirgends den Agenten mit der. Umsttigebilleten erblicken konnte, begab er sich ohne ein solches Billet in Vir nächste Car. Der Conducteur dieser Car verlangte von Thomas das Fahrgeld, obwohl dieser erklärte, daß er bereits kurz vorher seinen Nickel entrichtet habe und die anderen Passagiere dies bestätigten. Trotzalledem wurde Thomas von dem Conducteur sehr unceremoniell auf die Straße gesetzt. In Folge dessen strengte der Genannte eine auf 52500 lautende Schadenersatzklage an. Der Fall kam vor Richter Fitzgerald und einer Jury zur Verhandlung, und die Geschworenen sprachen dem Kläger 5250 Schadenersatz ' zu. Die Bahngesellschaft appellirte hiergegen, urls die Appell - Instanz ermäßigte das Verdikt auf $HX). bestätigte aber im Uebriqen das Urtheil ohne jeden Commentar.

H e rr V a d u e !. Director der Handelsagentur von Tjibuti. reiste von Seila nach Harar, um einen Tag in der Wüste zu jagen. Er kehrie nicht mehr zurück, und man suchte lange nach ihm, abcr vergeblich; jetzt hat man in Mandaha. mitten in d:r Wüste, die Flinte und Reste des unglücklichen Jägers gefunden, nicht weit von einer Wasserquelle, die er nicht mehr erreichen konnte. Er ist vor' Durst gestorten, und die wildcn Thiere habn seincn Leichnam fast ganz aufgefressen. -ZeijuneJapanerim

Zelter von 1L und 20 Jahren sind von Tokio nach Yokohama geschwommen, Die Entfernung beträgt über 20 eng lische Meilen. Um 6 Uhr Morgens verließen die kühnen Jünglinae Toki. um 3 Uhr 40 Minuten Nachmittag? hatten sie ihr Ziel erreicht. Die Strömung bei Haneda machte ihnen viel zu schaffen; sie wären von ihr beinahe auf das Land geworfen worden. Ein Boot, das sie begleitet hatte, war nirgends zu sehen. In Yokohama erwartete ein Freund sie mit trockenem Zeug. Sehr unangenehm war es mit der Verpflegung. Jeder hatte sich etwas getrocknete Fleisch und vier Eier in einem kleinen Packet aus den Kopf gebunden. Aber bei dem Versuch, die Eier zu öffnen, verloren sie sie alle. So blieb nur das Stückchen getrocknetes Fleisch als Nahrung" über. Damit mußten sie sich während der 10 Stunden begnügen. Ein eigenartiges Verbrecherpaar stand vor dem Schwurge richt in Nürnberg. Der Hafnermeister Georg Hül5 aus Fürth. 67 Jahre alt, ist bereits in Bayreuth, Eisenach und Elberfeld wegen Falschmünzerei abgeurtheilt worden und hat nicht weniger als 18z Jahre Zuchthaus deswegen verbüßt. Der alte Mann arbeitete mit großer Seschicklichkeit; neben seinen Falsifikaten, deren Verausgabung die Frau betrieb, leistete er Tüchtiges in seinem Handwerk und beschäftigte sich eifrig mit Erfindungen, von denen ihm eine in der Tha: patentirt worden ist. Der dadurch entstandene Seldb:darf scheint der Beweggrund zur Falschmünzerei geworden zu sein. Der Gerichtshof schickte den alten Mann, dem die Geschworenen mildernde Umstände versagt hatten, zum vierten Male in's Zuchthaus und zwar auf L Jahre. Die Frau kam mit 1 Jahr Gefängniß davon. Jean de Reßke ist unter den Opernsängern eine seltene Ausnahme. Es ist nämlich unmöglich, für Geld seine Mitwirkung bei privaten Veranstaltungen zu gewinnen. Der Baron Rothschild hat schon sehr oft diese Erfahrung machen müssen. Unlängst aber traf es sich zufällig, daß Jean de Reßke das Haus der Rothschilds in Paris besuchte und seinen Wirth durch einige Lieder erfreute. Der Baron erachtete nun den Moment für gekommen, den berühmten Sänger, der so oft schon seine glänzendsten Anerbietungen ausgeschlagen hatte, auf seine Art zu belohnen. Am Schlüsse des Abends überreichte er de Reßke einen leeren, unterzeichneten Check mit der Bitte, ihn auf jede Summe, die er wünschte, auszustellen. De Reßke nahm den Check, riß ihn in Stücke und sagte: MeinFreund, ich bin Ihr Gast. Wenn ich Ihren Schein angenommen hätte, würde ich es verdienen, vor die Thür gesetzt zu werden. Ich sang nur zu meinem Vergnügen!" In d e r R u e Croix . Nirert" in Paris wohnte ein 75jähriges Mütterchen. Marguerite Guerctte mit Namen, das sich sein: LebcnZ'-nierl.alt kümmerlich durch Lumpensammeln erw?rb. Den Hausbewohnern war es nun aufgefallen, daß die alte Frau, die zu bestimmten Zeiten ihrem Tagewerke nachzugehen pflegte, sich seit mehreren Tagen nicht mehr hatte blicken lassen. Dagegen wurde auf ihrem Treppenflur ein sonderbarer, widerwärtiger Geruch verspürt, während ihre steten Gesellschafter. ein halbes Dutzend lan?ge schwcnzter Katzen, cincn Hndenlärm 'n der Wohnung der Alten verursachten. Mit dem alsbald herbeigeholtenSchlos ser drangen zahlreiche Neugierige in die geöffneten Räume, alle aber prallten zurück vor dem entsetzlichen Anblicke, der sich ihnen darbot. Gesicht und Hände bis auf die Knochen ahg'nagt. lag Marguerite Guerette entseelt, auf dem Fußboden, indessen die sechs Unholde aus dem Katzengeschlechte sich scheu in den Ecken herumdrückten oder unter den Möbeln des Gemaches verbargen. Mitleidige Hausgenossen sorgten für ein anständiges Begräbniß ihrer Nachbarin, an den Unglücksthieren aber wurde eine sofortige Exekution vollzogen. 6 8 lohnt steh, Hood'S Sarsaparilla u brauchen. Bei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zu baben vor Grippe. Lungentzündung, Diphteritiö oder Fieber. HoodS Pillen find von den ausgesuchtesten Pflanzen sorgfältigst, zubereitet. 2Se.

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