Indiana Tribüne, Volume 23, Number 40, Indianapolis, Marion County, 28 October 1899 — Page 1

n o r 0 6 V y iy y w v w fc ka. ST C'A HP Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171 Jahrgang 553 Indianapolis, Indiana Samstag, en 28 Oktober J899. No. dO

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Telephon 011. Offm aa uab Rächt.

(Lditorielles. Angesichts der jetzigen Wirren in Sud-Afrika und der unverkennbaren

'Lust Frankreich, die Verlegenheiten Englands womöglich auszunützen und Rache für Faschoda" zu nehmen, muß eö sicherlich Aufsehen erregen, daß ein französischer Offizier in der angesehenften militärischen Fachzeitschrift Frankreich, der France Militaire," unverblümt, frank und frei, für ein franzSfischdeutschkS Bündnih eintreten kann und dieser Vorschlag von einem fo angesehenen deutschen Blatte wie die Kolnische Zeitung" a!S b?deut. samer Fingerzeig" nach London ge richtet wird ! Die Ausführungen deS französischen Militär find wie folgt : Im Kriege von 187071 und in der Einverleibung deS NeichSlandeS erblickt der Schreiber keine Hindernisse deS Bündnisse, denn sagt er in Frankreich wie in Elsaß. Lothringen haben Dinge und Menschen sich geändert : Man muh anerkennen, daß die Auswanderung aus Elsah-Lotbrin-gen nach äßt und daß der französische Seist dort schwächer wird. Man verzweifelt in den annektirten Provinzen daran, unS jemals zurütkehren zu sehen, man fühlt, daß keine französische Regierung mehr daran denken wird, einen Revar:chekrieg zu führen. Dazu kommt, daß die j-tzt lebenden jungen Geschlechter die Ereignisse von 1870 nur auS der Geschichte kennen und unsere Niederlage weniger lebhast em psinden alS die, welche am Kriege theilgenommen haben." Die Revar.che3dee, meint der Arikel weiter, habe Frankreich verführt, eine Marine und die Vertheidigung einer Colonien zu vernachlässigen: sie hat un ferner in die Arme Rußandö getrieben, daS zweifellos i einem Bündniß mit unS große Vortheile gefunden hat, wenn auch nur die, seine Credit zu heben, daö unS aber bis jetzt meines WissenS nicht den geringsten Dienst geleistet hat. Ich glaube nicht einmal, daß eS unS in der Fachoda Angelegenheit sonderlich unterstützt hat, oder aber sein Einfluß muß ehr gering sein". Frankreich habe sich ohne daß in der Zunahme seiner Bevölkerung und der Ausdehnung seiner Industrie dieselben günstigen Vorbedinzungen vorhanden seien, wie in den germanischen Ländern, auf die coloniale Ausbreitung gestürzt, habe überall in der Welt neue Eroberungen gemacht, ohne seine Kolonien fruchtbringend aufzubauen. Vor allem aber habe eS versäumt, sein Eolonialreich genügend zu schützen. Da eS nun unwahrscheinlich sei, daß Deutschland an einen europäischen Krieg denke, Frankreich und Deutschland aber außerhalb Europa? keine widerstreitenden Interessen hätten, so müsse fortan vor allem der Krieg mit England in'S Auge gefaßt werden: Das ist der Feind, gegen den sich zu sssnen eö hohe Zeit ist. Ist er nicht auch der Erbfeind ? Die Geschichte lehrt unS, daß wir den Deutschen reichlich so viel UebleS zugefügt haben, wie sie unS, während wir den Engländern gegenüber stets im Rückstände find; daS sind also die Leute, an denen wir noch unsere Revanche zu nehmen haben. Sie haben eS verstanden, sich fast in der ganzen Welt verhaßt zu machen ; jetzt wäre daher der geeignete Augenbllck, auS der Lage Nutzen zu ziehen, um unS endlich Deutschland zu nähern und vnS gegen den gemeinsamen Feind zu verbünden. Ein solche? Bündniß würde unS gestatten, ein seßeö Programm für unsere koloniale Ausbreitung aufzusetzen, unserer Marine den nothwendigen AuSbau zu geben und eine zuverlässige Colonialarmee zu schassen, damit wir gegebenensallS dem Auslande zuversichtlich entgegentreten können und nicht mehr Gefahr lausen, wie einfache TranSvaaler behandelt zu werden. Ich und mit mir viele, die in Sachen der Politik daS Gefühl beiseite lassen, find überzeugt, daß dort die Zukunft liegt und daß wir mit unseren guten Freunden den Russen unsere Zeit vergeuden." Die Kölnische Zeitung" bemerkt zu diesen Ausführungen : Wir geben und nehmen diese AuS lassung als daS, waS sie ist, als ein Zeichen der Zeit, daS dadurch eine besondere Bedeutung gewinnt, daß eS in einem militärischen gachblatte der Welt vorgeführt wird, und meinen, daß otUt gkavkteichß Waffenbrüder, die

Russen, noch die Englander Ursache haben, sich diesem Artikel der France Militaire" 'hinter den Spiegel zu stecken. , m in 1 RHNchWll. Wetterbericht. Kühler, wolkig, gelegentlich regnerisch heute Nacht; schöne Wetter am Sonntag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 61 Grad,

niedrigste 53 Grad. . Jahresbericht deSSinwan-derungö-CommissärS. Washington, D.E., 27. Okt. Der EinwanderungS-Eommissär Pott derly erstattete heute dem Schatzamt seinen 3ahreSbe,icht für daS Jahr welche? mit dem 30. 3uni 1899 schloß. Die Einwanderung belief sich während deS Z:ttraumS auf 311.716 Personea gegen 82.416 im Vorjahre. Dazu kommen nach Anficht deS Eommissärö noch 26.000 Personen, welche sich in Folge der mangelhasten amerikanischen AuSschlußbestimmungen über Canada und Mexiko eingeschlichen haben. Der Zuwachs betraf Hauptsächlich die Einwanderung auS Europa besonders Italien, Ungarn und Ruß lind, auf welche eine Zunahme von 13,816, 22.694 und 31,164 entfiel. 3m Ganzen lieferten Europa 277,319, Asien 8 972, Afrika 61 und alle ande ren Länder zusammen 6,343. Davon waren 195,217 männlichen und 116.438 weiblichen Geschlecht?; 43.983 waren unter 14 Jahren, 243.107 zwischen 14 und 46 Jahre alt und 19 646 noch ä ter. Unter den Einwanderern befanden sich 60,641 Sllitieraten und 1022 Personen, welche lesen, aber nicht schreiben konnten. Sie brachten tz6.414.462 in'S Land, und 164.613 Personen hatten über $30 bei sich. Nach der Heimath wurden innerhalb Jahresfrist 2632 zurückbkfördert, und an den Grenzen von Canada und Me5 co wurden 796 PauperS und 303 Contraktarbeiter zurückgewiesen. Der Zutritt wurde versagt einem Idioten. 19 Wahnfinnigen. 2L99 PauperS, 348 Kranken. 8 Sträflingen, 823 unter stützten Auswanderern und 471 Kon trakt-Arbeitern, im Ganzen 3763 Per. sonen. Der Commissär empfiehlt die Verlezung der EinwanderungS-Stationen an der kanadischen Grenze nach einigen einzelnen Punkten, da die Einwänderung über Canada immer stärker wird. Er empfiehlt Information über die Zahl der Ausländer zu sammeln, welche jährlich wieder nach dem Auslande gehen, er räth, die Autorität deS BureauS auf die Naturalisation zu erstrecken, so daß eS Schwindeleien verhüten kann, und er dringt besonders auf Trennung deß Einwanderung?wesenS vcn dem Zollwesen. Herr Powderly hält eS für daS Beste, wenn die EinwanderungSgesetze sofort auf die unter militärischer Verwaltung stehenden neuen Gebietötheile ausgedehnt würden. Endlich empfiehlt Herr Powderly den Schatzsekretär zur Verhaftung und Deportation aller Ausländer, welche sich unter Verletzung irgend eines Gesetze? im Lande auf, halten, auszudehnen, und die Zeit, in welcher Ausländer, die der öffentlichen Wohlthätigkeit zur Last fallen oder Straf- oder Besserungsanstalten überwiesen werden, deportirt werden dürsen, auf fünf Jahre zu verlängern, falls die dadurch Belasteten die Kosten der Beförderung bis zum Haen tragen, während die wirkliche Deportation per Dampfer vom Bureau getragen werden soll. Die Kosten der Durchführung dcS Kontrakt - Arbeiter - Gesetzes betrugen $87,725, die der Durchführung der EinwanderungSgesetze $288,002. Neue Gaöquelle in 3 nd i a n a. M u n e i e, 3nd., 27. Okt. Brunnenbohrer, welche auf einem städtischen. ThomaS Trcrill, gehörigen Grundstück nach Wasser bohrten, brachten heute in einem Loche von 40 Fuß Tiefe eine Quantität Dynamit zur Explosion und öffneten dadurch eine Naturgakquell?. DaS brennende GaS schoß 10 Fuß hoch über den Rand deS LocheS hinaus und der Druck deS GsseS scheint konstant zu sein. Sonst wird in hiesiger Gegend Saß nur in einer Tiefe von 100 Fuß

gesunde.

Beukcytanvs lo rreno au,

07 vf m. acr ! Presse erfährt, handelte eS sich bei den fl v Conferenzen zwischen dem Admiral Tirp-tz, dem Grafen Bülow und dem Reichskanzler Fürsten Hohenlobe um eine Verstärkung der deutschen Flotte durch schnellere und größere Tch ffe alö biS jetzt vorgesehen waren. DieS ist die Folge der gänzlich ver änderten politischen Lage der Welt. Von der Entsendung von Kriegsschiffen nach Südafrika war keine Rede und bezüglich der Aenderung der FlottenVorlage wurde noch kein Entschluß ge saßt. SiytS.NaöyriMSB. Angekommen in : Queenötown: Rhynland" von Philadelphia nach Liverpool; Lucania" von Liverpool. Hamburg: Fürst BiSmarck" von New Fork. Genua: EmS" von New Sork (Allerlei. il x n r i i a d ! s E b e s Äei!)U7.5;Z - M i:i in ver liniend on y.xLiica, ruiD., aua:orocy.n. 2);r ftr.fcura in Qqtiv.iizw b.'t d:n Qildlin ist so stets, dass man an rigo rose S)?aknalin',en d;nkt und manche Pastoren die Vornahme von Eheschlie jungen znzischzn Geschiedenem ablehneu. Wahrend des verflossenen Mo nats wurden in der Superior Court 33 neueKlagen eingereicht, darunter 21 -?cheldunasllaaen, und :n der Circuit Court war das Verhältniß 42 zu 13. Lln einem einzigen Tage wurden ln Anderson acht Ehescheidungen bewilllgt, aber nur zwet HeirathZIizensen ausgestellt. Seine Frechheit einer Dame gegenüber hat der Neger George LewiS in DallasTez., mitdem Tode bezahlen müssen. "In dem dortigen Damen Wartezimmer der Gnlf, Colorado & Santa Fc Eisenbahn befand sich der Kaufmann I. I. Needcs aus Mount Pleasant. Tex.. mit' seiner Gattin, welch' letztere auf einem Stuhl saß. Halb angetrunken kam der Neger in das Wartezimmer und versuchte die Dante unter Schimpfworten von dem Stuhl zu drängen. Kaum hatte der Unhold Frau Reevcs berührt, als ihr Gatte einen Revolver zog und feuerte. Durch den Kopf und das Herz geschossen, stürzte der Neger todt zu Boden. S ch w e r v o m S ch i ck s a l heim gesucht wird die Familie des in oer !ähe von Littleton. Ja., ansäßigen Deutschen August Fro'ke. Der Genannte war mit der Ausbesserung des lutherischen Pfarrhauses in genanntem Orte beschäftigt, als er von einem Eerüst stürzte und sich schwer, wenn nicht tödtlich. verletzte. Er beauftragte seinen Sohn, einen Jungen von 14 Iahren. nach Hause zu fahren und seine Geschwister zu holen, da er fühle, daß er innerlich verlebt sei. Der Junge fuhr davcn, doch gmg:n ihm unterweg? die Pferde durch; er wurde aus dem Wagen geschleudert und erlitt einen Beinbruch. Um das Unglück voll zu machen, ist auch noch Frau Frotzke schwer krank. DerAnbau von Sonnenb l u m e n behufs Gewinnung des Szme,- hat sich m Lawrence County. Jll.. zu einer neuen landwirthschaftlichen Industrie entwickelt. In diesem Jahre wurden L.0c).(XX) , Pfund Samen gewonnen und zum Pr?!se von 2 bis 9 Centö verkauft.' , Bemerkenswerth ist, faß die Farmer selbst nicht wissen, zu welchem Zwecke .ihre Ernte an Sonnenblumenkernen verwandt wird, weil die Käufer derselben absylutes Stillschweigen darüber beoduckten. Es handelt sich nämlich angeb lich um ein Mittel zur Vfälschung von Nahrungsmitteln, das da in. dieser Sonnenblumenernte NZillic ren pfundweise producirt wird. Jn'wel cher Form und als waS diese ööerne der Sonnenblumen nun Um menschlichen Organismus zugeführt werden, ist nicht bekannt. So viel Geld haben die Polizisten der Fulton Straße-Statian in Vrooklvn, N. F., noch nie beisammen gesehen, als neulich Nachts gegen 1 Uhr. Um diese Zeit kam nämlich der 23 Iahn alte Richard I. Kennedy von No. 122 siebente Straße, Washington, D. C.. total berauscht in dasStationshaus und forderte einen Platz, auf dem er sein müdes Haupt zur Ruhe legen könne. Man that ihm den Gefallen und erklärte ihn für verhaftet. . Wie staunten aber die anwesenden Vlau rocke, als die Körpervisitation des Ar rolle, llis oie orperoi lianon oes Ar - restanten $50,C0O in Bonds und $7(X) ; ra,.Yv , er, .v..... mu. iVttHHV 0 fcUHW WtVfclU WUt O.,.. J..v. ?r.. svigenoeu Morgen wuroe oer nroiu im AdamS Str.' Polizeigericht zu $2 Strafe verdonnert. Er war herzlich froh, als er sich wieder im Besitz des Geldes sah. ', Seit einem Jahre ist ein Theil der Stadt Butte. Mont.. die auf irtßm hnrn Mf. tTTmXTt ...k... wv... ,uv uuinuirn uiiuituitivi Berge erbaut ist. im lanFaWa, Sin.

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elner Wti U Länge und drei Viertel Meile Breite befindet sich kein Gebäude. dessen Mauern nicht Nisse aufzuweisen hat. Die dicken Steinmauern des Courthauses sind zerbröckelt, als habe ein Erdbeben stattaefunden. Die prächtige Wohnung des Senators W vi. lila weist Nisse auf. die vom Erd fle,e?B viö zum Dache laufen. Die kostbare Reliefarbelt der Salons und Empfangssäle ist theilweise zerstört CT l .si . !c. U 1 -oic Presomerianerlircye am Vroadwav ist ebenfalls arg beschädigt VnrtTS 1Tv4 V. roLki rvvvm. nmci vcc votaoi o:sinoen jico keine Minen; es handelt sich deshalb 1s fY . jy L. am lu. um ciucn augcmcir.cn v2rorutcö, welcher der schönen Stadt sehr gefähr. c? lueicen rann. . Ein ergreifendes F ammendrama hat in Jastrow seinen Abschluß gesunden. Anfanzs Juli d. Js. rerurth.Ie das Schneidemühler Schwurgericht die Gehrkeschen Cheleute zu je einem Jahr Gefängniß, wen sie aus Nahrungssorgen ihr etwa zwei Jahre altes Kind durch Morphium todteten. - Nach dem Tode des Kindes hatten die Eheleute ebenfalls das Gift genommen, das aber ber thnen die gewünschte Wirkung nicht brachte; sie wurden daher wegen Mordes verhaftet. Der Ehemann, welcher schwindsüchtig war und deshalb aus dem Gefängnisse entlassen wurde, starb dieser Tage. Zu seinem Begräbniß war seine Ehefrau auf 14 Tage aus dem Gefängniß deurlaubt worden. Verzweiflung erfaßte die Frau, als sie allein ohne Mann und Kind vom Kirchhofe heimkehrte, und sie beschloß, nun auch nicht länger am Leben zu bleiben. Unter dem Borge ben,- das Grab ihres Mannes zu besuchen, eilte die Ruhelose zum großen Waldsee und stürzte sich vom Gerüst der Badeanstalt in die Fluthen, wo sie den erwünschten Tod fand. E in auter Fa na ist der Volizei in Kreuznach geglückt. In der Nacht zum 18. September war in der katholischen Kirche zu Ebernburg ein Einbruchsdiebstahl .verübt worden. Der Verdacht der Thäterschaft lenkte sich aus den wegen ahnlicher Verbrechen schon mehrfach bestraften 25jährigen Pflasterer Peter Senn aus dem pfälzischen Dorfe FeUbmgert. In Kreuz, nach wurde Senn festgenommen. Bei ihm wurden zwei schwergeladene Revolver und ern Dolch, eine größere Anzahl goldener Ringe .und Schmuck--fachen und 3370 M. Geld in Schemen und Gold gefunden. Senn konnte sich über den rechtmäßigen Erwerb dieser Schätze nicht ausweisen. E ine lange Ballonfahrt haben zwei Franzosen, der Graf Castillon de Samt Victor und der Ingenieur Mallet, beide Mitglieder des Vereins für Luftschi sfahrt, von Paris aus gemacht. Sie stiegen bei den GaS werken in Paris aus und erreichten ach 24 Stunden das Dorf Westerum bei Malmö in Schweden. Der Zweck der Reise war. zu untersuchen, welche Strecke em Ballon von der Große wie der ihrige in. kürzester Zeit zurücklegen könnte. Beim Aufstiege betrug die Last 400 Kilogramm. Die größte Schnelligkeit, die während der Fahrt erreicht wurde, betrug 110 Kilometer pro Stunde, und die größte Höhe, zu welcher der Ballon emporstieg, war XOO Meter. Die niedrigste Tempera. tur, die beobachtet wurde, betrug 6 Grad (X, die höchste 12 Grad. Der Wernagent Aspmair auö Meran unterhielt seit Jahren ein Lleoesverhaltniß mit einer lspezereiwaarenhändlerin in Innsbruck, mit der er auch m Geschäftsverbindung stand. Aspmair ergab sich immer mehr dem Trunke und mißhandelte oft in diei:m Zustande seine Geliebte, so daß sich diese gezwungen sah, den rohen Menschen aus der gem:insam:n Wohnung zu weisen. Neulich Abends erschien er wieder bei der jungen Wittwe und versuchte, zu übnreden, Qieder daö alte Verhältniß mit ihm aufzunehmen. Als sich Jene weigerte, zog er einen Revolver und feuerte zwci Schüsse auf die Frau ab, rhne jedoch zu treffen. Diese lief sofort aus die Straße und requirirte die Polizei. AIS diese ankam, fand sie den Attentäter mit einer Schußwunde im Htlss todt im Zimmer liegend. Indem Hause No.157, Rue du Fanbourg - Samt Antoine, in Paris, ist die erste der von dem Philanthropen Georges Deherne in allen Pariser Arbeitervierteln geplanten Volks . Universitäten eröffnet worden. Dieselben sollen die kleinen Angestellten, Kaufleute und Arbeiter von dem Besuche der Sch'änlen abbringen, indem ihnen dort allabendlich in behaglichen Räumen ohne jede Bezahlung volksthümliche Vorträge von Unrversitats Professoren geboten werden. DenBesuchern werden außer dem Vortragssaale eine reichhaltige Biblioth:k, ein mit gemeinnützigen, Wissenschaftlichen, künstlerischen und sonstig inte Tffsnntn nfl'rtfnftnnVrr gefülltes Mu, i . -;y i r 0-17-7- , unb "grober Theatersaal zur I Verluauna gestellt, m dem an den , " j ! tennntorrsn fco fe.fi Sonntagen to hervorragenden Künstlern Gratisvorstellungen guter Stücke, ! ernster wie heiterer Natur gegeben werden. In Rom ist ein großer Juwelendiebstahl begangen worden zum Schaden der' Gräfin Nätatte frtClNasetti d'Ö2UC0Urt. Tochttt dks , - . . Generals lwm della Soccja, S

Dr.Miles'HoartCure kuritt rinn prominenten Anwalt.

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.err R G. Phelps. der leitende Peastons. Anwalt von Belfast. . F Ichreibt: .Ich X. ux: ,"u, der Vnnee ntilifien toeXen schlechter Sesvndheit und litt seitdem an Ler,be, schwerden. Ich hatte bZuftg Ohnmachten und kiftickende Anfälle. Ich tnz gebeugt wie ein Mann ven 80 Jahren. Ich trug sortwShrend einen Ueberrck, selbst im Sommer, um mich nicht ZU erkälten. Konnte mein Geschäft nicht Verse h?n. Meine Nuhe ar durch heftige Schmerzen tn to Herzgegend und der linken Schulter oe brauch von Tr. MilcZ' t)e.irt Cure, vngeachtet. dad ich U viele Vatentmedtztnen und Verschrei Zungen von Aerztcn genommen hatte, ohne dife tl mir eholfen HZtte. Dr. MileZ' Heart Cure stellte meine Gesundheit wieder her. GS ist wahr duftig eine wunderbare Medizin Und tl macht mit viel Vergnügen, diese Mittel Jedermann , mrfehlen. Tr. MilcZ' Mittel werden durch all Avothckcr verkaust ntcr einer positiven Garantie : die erste ftlrtsche nützt oder tat Gelb, wird utilrfr stattet. Luch über die Krankheiten tc3 HcrzenZ und der Nerven frei. dresse: IllilbV 'T . n a t - r-r.ii vt, yj & KCDtorc3 r j H3a!th-i k v WViLl uV I D r. M i l I M e d i e a l E 0.. SUbart. Ind. wohnk im Palast Ägrberini und hatte seit vier Monaten einen Zungen Men schen Namens Agostini als Diener. Im September reiste die Gräfin nach Turin und vertraute ihre Wohnung dem Kammerdiener Borgatti an. Der Diener Agostini war kurz vorher ent lassen worden. Borgatti erlaubte aber dem jungen Manne, noch einige Nächte in der Wohnung zu bleiben. Der Bursche benute die Gelegenheit, um den Schreibtisch zu erbrechen,- der die Juwelen der Gräfin enthielt, und raubte ein Smaragden Halsband, Armbänder, Spangen, Öhrringe, Ringe, darunter einige von hohem Werthe; der Gefammtwerth der ge stohlenen Sachen betragt mehr als $KMXX). Der Dieb ist verschwunden. Inzwischen ist der Kammerdiener Bor gatti m Haft genommen worden. JndemzumPrlvataute Rorreag-Gutenörunn-Perf enbeua ae hörigen Jagdgebiete des Erzherzogs Franz Salvator wurde em HauptkeZ' ler erlegt, dessen sagenhafte, nur bei Mondlicht controlirte Erscheinung die Jäger weiter Forstgebiete durch diele Jahre in Athem hielt. Bon den Quellen des kleinen Kamp bis zur Donau hinaus verursachte der Schwarzkittel enorme Feldschäden und trieb die Holz hauer-Colonien im großen Weinbergsforste zur hellen Verzweiflung. Die unzähligen geopfertenNächte des Forstund Jagdpersonals brachten ebensowenig Abhilfe, bis es endlich einemForst. warte gelang, daS Schwein mit wohlgezieltem Kugelschusse um 3 Uhr MorgenS zu strecken. Der mindestens acht bis neun Jahre alte Keiler hatte bei 175 Eentimeter Körperlänge und 1 Meter Kammh'öhe ein inständiges Gewicht von 173 Kilogramm. Zweiselsohne war oieserKeuer eines der bei den Stücke Schwarzwild, welche auS dem damals noch mit solchem Wild besetzt gewesenen Coburg'schen Thiergarten zu Stiftung in Oberösterreick im Sommer 1893 ausbrachen und sich durch sechs Jahre aller Verfolgung zu entziehen wußten. - B e t e i n e r K a h n f a h r t aus dem Krickteiche stürzte der Bergmann -Oswald Müller aus Altwasser infolge Kenterns des Bootes ins Wasser. So. fort sprang sein am Ufer stehender äl. terer Bruder, der Bergmann Adolf Müller, ins Wasser, um den des Schwimmens Unkundigen zu retten. Leider mußte er seine hochherzige That mit dem Leben büßen, während es gelang, seinen hineingestürzten Bru der lebend an's Land zu ziehen. Der verunglückte Bergmann hinterläßt eine Wittwe mit fünf unmündigen Kin dern. JmPfarrhofe z u Cvjanoviebrdo bei Slun fand der Kirchen, diener im Zimmer des Pfarrers den berüchtigten Räuber Janko Kliesweic, der vor zwei Jahren aus dem Eefäng. niß entsprang und seitdem die Gegend unsicher machte. Er brach in Häuser ein und plünderte auch Wanderer und Radfahrer auf der Straße. Wieder, holt stieß er mit Gendarmen zusammen, entkam aber regelmäßig. So riß er sich auch vom Kirchendiener los, siel aber im Vorzimmer' dem Pfarrer und zwei Handwerkern in die Hände,' die ihn nach verzweifeltem Kampfe mit zwei Flintenschüssen niederstreckten. , -. , Salfluß tritt oft aus bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körpertbeile. Hooe'S Sarsyparilla, der große.Blutreiniget heilt Salzfluh. j Hood'S Pillen wirken vorzüglich nach

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