Indiana Tribüne, Volume 23, Number 36, Indianapolis, Marion County, 24 October 1899 — Page 2

Zndwns Tribüne. Crsch?! Täglich nud f3sÄ3p.

Sie tZzttche .TrtdKne- kostet durch en Xxlin J ttnWptx Woche, die Sonntags, Zrt&äac'f 4rtl vtx Ooch. Beile infam Sottf kr 4Itxtl , V V'ft tttltxlKtt t JtU x,zschi i SattliftiUn3 e 30. ' Cntevs 18 Vüv VttsbSWS Strsßs Judianapolik,?nd.,24 Oktober 1899. EhampagnerRepetirflaschen. Um rxnt Leser nicht unnöthigerweise den Mund wässerig zu machen, mag sogleich bemerkt sein, daß sich das RepelittiV leid durchaus nicht aus den Inhalt der Flaschen bezieht, sondern nur aus die Flaschen selbst, und diese nur dann auf's Neue in erquickendes Naß von sich gebin, wenn sie auf '3 Neue gefüllt worden sind! Doch möge man sich dadurch nicht abhalten lassen, dem Gegenstände auf einige Augenblicke näher zu treten. Unter den Geschäften, welche ihre Gehimnisse haben, ist das GetränkeGeschäft gewiß nicht das letzte. Und das bezieht sich nicht blos, auf die Getränke selbst, sondern auch auf die Abtheilung, wo sie eingefüllt werden, und die dabei verwendeten Materialien. Es braucht längst nicht mehr erzählt zu werden, daß viele, angeblich importirte Weine und Schaumweine echte Amerikamr" sind, womit nicht einmal gesagt zu sein braucht, daß sie darum Nbthwendigerwelse schlechter sein müs sen. Aber wie steht es mit den Flaschen selbst? Man sollte meinen, daß diese erst recht hier nachgemacht werden könnten, sintemalen die amerikanische Glasfabrikation es während der letzten Jahre in manchen Beziehungen zu einer bedeutenden Vollkommenheit gebracht hat. Und doch wird von mancher Seite versichert, daß dies auf die Champagnerflaschen (abgesehen noch von anderen, die ,rür seltenere Getränke dienen) nicht zutreffe. 2Ni3 mag etwas erstaunlich klingen, und es ist thatsächlich sehr schwer, über diesen Punkt verläßliche Auskunft zu erhalten. Flaschenfabrikanten sowie Flaschenhändler plaudern nicht gern darüber. Einer der Ersteren jedoch, der übrigens zugestandenermaßen keine Champagnerflaschen fabricirt, indeß sein Geschäft gründlich zu verstehen behauptet. ließ sich jüngst folgendermaßen aus: .Ich bin überzeugt, daß Champag nerflaschen von der vorschriftsmäßigen Sorte nirgends in unserem Lande erfolgreich nachgemacht werden können. Man erwartet, daß eine Champagnerflasche eine ganz bestimmte grünliche Farbe und eine bestimmte, sich in einem gewissen Grad nach oben verjüngende Gestalt haben muß. Nun, die Gestalt ist das wenigste; diese könnten wir auch hier herstellen. Den Farben - Anfluz des Glases können wir beinahe erzielen, aber wir können keinesfalls denselben Glanz in dem Glas gewinnen, wie man ihn an einer französischen Flasche findet, in Verbindung mit dem vorschritsmäßigen Grad von Stärke. Kenner würden auf alle Fälle sofort den Unterschied wahrnehmen. Da ist es immer noch gerathener, nach gemachten Champagner in echten fran zosischen Flaschen zu verkaufen, als sogar echten Champagner in nachgemachten Flaschen! Weniger offenherzig, aber sehr bündig, äußerte sich ein anderer Flaschen faorlkant: Es ist ja ganz unwesentlich, ob w.r ebenso.che Champagnerflajchen her stellen können, wie es die französischen firfd. so lange es gebrauchte importirte Flaschen dieser Art in Hülle und Fülle gibt!Zur Ergänzung dieser Erklärun gen möge, da aller guten Dinge drei sind, noch eine dritte angeführt sein. und zwar von einem Vertreter einer der größten Flaschenh a n dl e r-Fir-mm unseres Landes: Wir versenden jede Woche drei bis vier Vahnwagenladunoen gebrauchter Champagnersla schen über das Land hin. selbst in flauen Zeiten. Das bedeutet: etwa 150.000 solcher Flaschen in der Woche. ode? 7 Millionen im Jahr. ES erscheint nicht schwer, diese Angaben zusammenzureimen und , bestimmte Schlüsse daraus zu ziehen. Wohin wandert diese colossale Menge gebrauchter Champagnerslaschen i Da rübe? wollte der besagte Händler keine nähere Auskunft geben. Doch deutete er an, daß ein Theil nach Californien gehe, und ein großer Theil auch andcrs wohin in unserem Lande. Höchstwahrscheinlich wandern die meisten dieser Nlaichen dahin. woEhampagner ge macht wird, oder doch etwas Aehnli ches. Man munkelt sogar davon, daß viel fach die nämlichen Champagnerflaschen ein Halbdutzend Mal im Jahre immer wieder mit Schaumwein gefüllt und zu Markte gebraucht würden. Das wär:n also wahrbaftiae RepeNr la chen! arum auch nicht? Das Auswaschen u. s. n ' . f.:-:.:i ..-w fsci r,4s 10. in ja eine icmigicu unu tuyl w im Großen sehr rasch besorgen, fast noch rascher, als sich der Schaumwein trinken läßt. Das Angebot derartiger Flaschen (mögen dieselben nun alle mit Champagner gefüllt oder auf andere Weise zu uns gekommen sein) scheint sogar noch größer zu sein, als die Nachfrage. Denn es wird ferner noch die interessante Mittheilung gemacht, daß seit Um spanisch - amerikanischen Krieg eine recht beträchtliche Anzahl solcher Champagnerflaschen sich eine Degra-dirung-gefallen lassen müsse und als ordinäre Bierflaschen nach Cuba gesandt verde. Als der Farmer T. Wallace be! Huron, S. D.. mit dem Mähen von .GraS beschäftigt war, traf der Mäher einen. Stein. Durch die entstehenden Funken wurde das trockene Gras entzündet und bald breitete sich das Feuer über die Prairie aus, eine Unmasse Heu zerstörend.

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jtxjuj iuiu vuv lujit Johann Josss Wch-Grtrakt nur auf Beste empfehlen. Es befördert meinen Appetit und Verdauung ganz wundervoll. Johann Hoff flüssige Malz.Exrrakt macht Fleisch und Blut. Ein Dutzend Flaschen von Johann HoffS flüssigem Malz.Erttakt halten mehr Nährkrast al? ein Fag Bier oder

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A ob' F V Die Herkunft des IneaV. Wenn man in Amerika eine Stätte an zauberischem Gesckichten- und Sa genreiz mit jener asiatischen vergleichen will, in welche die Ueberlieferung vielfach die Urheimath ' des Menschengeschlechts und die Wiege der Schöpfung verlegt hat, so kann es nur die Umgebung des gewaltigen südamerikänischcn Alpensees Titicaca sein, zwischen Peru und Bolivia. Denn hier, besonders auf der Insel Titicaca selbst, war sozusagen das Eden und das Nazareth der Inca - Traditionen; hierher so kündeten ihre Sagen sielen die ersten Strahlen der Sonne, toelche die Welt nach der großen Sintfluth tu leuchtete und neu belebte, und hier erschienen auch, unmittelbar aus den Wassern, der Adam und die Eva er Inca - Dynastie, die Sonnenkindrr. welche die barbarische Welt erlösen ui3 veredeln sollten. Woher ist dieses hochberühmte Geschlecht, resp, die beiden. Vorfahren desselben, welche eines schönen Morgens ungefähr im neunten Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung, vor den erstaunten Eingeborenen der Jn,s! Titicaca auftauchten und ihm verkündeten. daß der große Schöpfer selber sie als ihre Lehrer gesandt habe, ursprünglich gekommen? Darüber bestehen merkwürdig verschiedene Meinungen in der Sorscherwelt bis zum heut':gen Tage. Ein ganzer bunter Zauberwald wirrer Theorien liegt da vor uns. Weit verbreitet ist die Meinung, daß der erste Inca, Manco Capac (ebenso wie Montezuma, der Begründer der mexikanischen Herrlichkeit), ein buddhistischer Priester au Asien gewesen sei, der irgendwie über den Stillen Ocean kam und durch fein höheres Wissen und Können das eingeborene Volk sich unterthan machte. Thatsächlich gibt cs viele Aehnllchkeiten zwischen der Inca und der Buddha - ReLgion, in der Ge stalt, in welcher letztere in dem geheimnlßvollenJnnern Thibets zu fmden i Scandinavier jedoch haben mit großer Bestimmtheit behauptet, daß Manco Capac em weltfahrender Nor manne gewesen sei! Andererseits be hauptete schon vor mehr als zweiJahr Hunderten der gelehrte Manasseh Ben Israel, der Grunder der Jnca-Dyna stie sei ein Jude gewesen, welchen ur sprllnglich der Assyrer König Salmanezer als Gefangenen aus Jerusalem gebracht habe! Wiederum eine andere Theorie macht den ersten Inca zu einem abenteuernden Carthager oder Phönicier. Ein frommer Schriftsteller hat zu beweisen gesucht, daß Manco Capac und der Apostel Sanct Thomas eine und dieselbe Person ge Wesen seien. Das sind noch nicht alle Theorien, und es sei nur noch erwähnt. daß der deutsche Reiseforscher v. Hum boldt darzuthun suchte, daß Mancc Capac ein Hunne gewesen sei! Wie man sieht, gäbe es auch in der neuen Welt überreichlichen Stoff für phanta stische Vorzeit - Dichtungen, selbst wenn man von Atlantis ganz absehen wollte Holzkohle und Vulkane. Bekanntlich gab es in Oregon und Washington früher ebenfalls gewaltl ges Vulkan - Rumoren; aber seit dem Jahre 1843, als sowohl der Mount Baker wie der St. Helen - Berg kurze Zeit Asche auswarfen, weiß man nichts mehr von Vulkan - Ausbruchen in die sen Gegenden, und in Californien scheint es mit dieser Thätigkeit noch viel früher aufgehört zu haben. Indeß machte Herr Coville, ein Bo taniker unseres Ackerbau - Departc ments. vor . noch nicht langer Zeit im Staat Washington eme interessante Entdeckung, welche, die Möglichkeit ziemlich neuer vulkanischer Thätigkeit daselbst nahelegt. Er hat darüber, obgleich nicht amtlich, in einem Artikel berichten lassen. In der Nähe des St. Helen-Berges und des Kalamaflusses fand er nam lich Stücke tannenzapfentragendcr Holzkohle unter Trieb . Geröll, das von jenem Berg stammte, und diese Holzkohle kann kaum wohl anders entstanden sein, als durch jene natürliche Kohlenbrennerei", welche mittels heißer Lava erfolgt. Allem Anschein nach war die Verwandlung in Holzkohle eine ziemlich neue, und ein anderer Beobachter erzählte ihm, daß am Kalamafluß entlang schon ganze Holz kohle - Stämme zum Vorschein gekommen seien, die sich noch nicht vollständig in Kohle verwandelt hätten. Diese bemerkenswerthen Erscheinungen sollen noch weiter verfolgt werden. DrahtloserTelegraptz als Vermesser Seit der italienische Edison Marconi sich in unserem Lände aufhält, ist natürlich von der drahtlosen Telegraphie, die ja auch bei dem größten Ereigniß des Jahres", nämlich bei der internationalen Jacht - Regatta, bereits mit Erfolg angewendet worden ist, noch mehr als früher die Rede. Eine ganz neue Anwendung aber soll di:ses Telegraphirsystem in der nächsten Saison von Amtswegen erfahren; es soll nämlich auch zur Vermessung der GevÄkr

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z uno gennsier Inseln Alaskas dienen. Die einleitenden Schritte hierfür sind bereits gethan worden und dieses Experiment wird das erste officielle seiner Art sein. Vielleicht kommt es Manchem tvunderlich vor, daß auf solche Weisc die Ausdehnung von Gewässern und die Länge von Inseln festgestellt werden sollen, statt in der gewöhnlichen Art, indem man eben einfach mißt, unterstützt von Compaß u. s. w. Aber damit läßt sich eben nicht überall durchkommen, und auch photographische und sonstige beliebte Gelegenheits - HilfsMittel sind nicht immer anwendbar. Thatsache ist. daß die Länge der Inseln der Aleuten - Gruppe im weitesten Sinne auf die man es Hauptsächlich abgesehen hat noch niemals richtig hat festgestellt werden können, und diese Inseln beträchtlich anders liegen müssen, als die gewöhnlichen und sogar die besten Seefahrerkarten sie zeigen. Dieser Uebelstand ist von sehr erheblichem praktischem Belang; denn infolge dieser Ungewißheit haben die Fahrzeuge, welche zwischen alaskanischen Häfen und Seattle u. s. w. fahren, schon viele Mißlichkeiten gehabt, und unter den bisherigen Umständen bilden die besagten Inseln eine beständige Bedrohung der Schifffahrt. Mit der Zunahme des alaskanischen Handelsverkehrs ist dies immer sühlbarer geworden, und so will man denn in nächster Saison im ungewöhnlich großen Maßstab Vermessungen in jenen Regionen betreiben und hofft, dabei , auch mittels der drahtlosen Telegraphie viel auszurichten. Wenigstens ist Hr. Pritchett. der jetzt am Stillen Ocean weilende Superintendent unseres Küsten- und geodetischen Vermessungsdiensteö, in dieser Hinsicht sehr hoffnungsvoll. . Für die betreffenden Arbeiten ist der. erst im vorigen Jahr ' gebaute -Vundesdampfer Pathfinder" ausersehen, der vielleicht jetzt das bestausgestattete Boot speciell sür Vermessungs. dienste ist. Er braucht nur noch die besonderen Apparate für die Anwendung drahtlosen Telegraphirens zu erhalten. Da jene Inseln nicht weiter, als 18 bis 25 engl. Meilen von einander entfernt sind, so erwartet man. daß sie ein recht günstiges Versuchsfeld für dieses System selbst auf seiner bisherigen Entwicklungsstufe bieten werden. Durch Anlegung von Stationen an allen erforderlichen Punkten und mittels der, genau zu verzeichnenden Zeitlänge für die Vermittlung von Botschaften ohne Draht mag man zu ziemlich sicheren Ergebnissen hinsichtlich der Länge der Inseln gelangen. Sobald wie möglich im nächsten Frühjahr wird der Pathfinder" von den Hawaiischen Inseln, wo er überwintert, zu diesem Bekuf nach den alaskanischen Gewässern aufbrechen. Ein Sieg der adlerzunft. Kurz vor Schluß der heurigen Saison ist unseren Stahlroß -Sausern besonderes Heil widerfahren, und viele derselben geben sich der Hoffnung hin. daß noch vor Anbruch des 20. JahrHunderts jede amerikanische Eisenbahn ihre Zweiräder unentgeltlich befördern werde. Wie bekannt, ist diese interessante Streitfrage nrch niemals endgiltig zum Austrag gebracht word.n. Eimge kleinere Bahnlinien und etliche VorstadtBahnen befördern Zweiräder frei mit, sofern dieselben Passagier - Zub?hör sind. Im Uebrigen hat aber erst kürzlich die. als Central Passenger Asso-ciation-bekannte Vereinigung . von Bahngesellschaften entschieden, daß für Zweiräder als .Uebergepäck- bezahlt werden müsse, wenn auch nur die Hälfte des Tarifs für solches, und manche Bahnen berechneten jedes Zweirad ehne Rücksicht auf das Gewicht als fünfzig Pfund Uebergepäck-. Da hat nun die obige Vereinigung ein garstiges Loch gekriegt: Die Balti-more- & Ohioöahn entschloß sich, das Abkommen nicht anzuerkennen, sondern Zweiräder kostenfrei mitzunehmen, wenn sie und der Koffer zusammen nicht die üblichen 150 Pfund überschreiten. Natürlich ist anzunehmen, daß alle Radler und Radlerinnen fortan, soweit sie die Wahl haben, ihre ganze Gunst diese? Bahnlinie zuwenden, und daraufhin auch andere Linien dem Beispiel folgen werden. ZNodeneuheUen. - 5. i Die Aarbenfriscke der lebten Modeerscheinungen- des Sommers überträgt sich bei der winterlichen Straßentoilette nur auf die Abendmäntel und -Umyanae. Die au weiterem in leooastV.. Farben gehalten sind; im übrigen Herrschen solide, neutrale Farben vor. Für Capes undMäntel sindSchwarz und die in schweren Stoffen so fein wirkenden, gelblichen Tone streng mooern.' Daneben nebt man. wenn aucb nicht so baufia wie im Sommer, araue Farbennuancen. . Die Capeö sind halbund dreiviertellang und um die Schultun, wie löon erwäbnt. lirnliä eiu :

erst nach unten bilden sie durch ihren Schnitt oder runde Ansätze weiche Serpentinefalten. In den Besätzen ist alles vermieden, was die Figuren voller erscheinen läßt, mit Ausnahme des Pelzes, der zu Kra-

gen und Ausschlagen, Umrandungen u. s. w. verwendet wird und eine ziemlich bedeutende Rolle in der Winterconfection spielt. Außerdem bilden Steppereien. Verschnürungen, Posamenten, Stickereien und Stoffapplikationm. sowie fchöne leuchteiche Seidenfutter den Schmuck für Capes und Mäntel. Oft MW V.,ftill sind die Capes mit Appikationen bedeckt, wobei nicht nur Tuch auf Tuch, sondern auch Tuch auf Seide, oder umgekehrt, Seide auf Tuch verwendet ist. Die Conturen der Tuchapplikation sind durchsteppt, die der Seidenapplikation mit feiner Soutache umrandet. Recht eigenartig, dabei ungemein praktisch sind zweiseitig zu tragende Capes aus Veloursstoff mit carrierter Unterseite. Die Capes sind dreiviertel lang, mit einer einfarbigen Stofftolle umrandet und haben außer dem drei ten Mediciskragen noch einen zweiseitig zu tragenden, abknopfbaren Capuchon. Elegante Capes aus Velours du Nord zeigen neben reicher Seidenapplikation oft noch Perlenstickerei, die namentlich zu einer Umrandung vonBreitschwanz, Persianer oder Tibet sehr wirkungs voll ist. Tuchcapes versieht man auch mit breiten Capuchonkragen oder auch mit klemen, sogenannten Kutscherkra gen und langen Stolaenden. Die Herbst- und Winterjäckchen für junge Damen sind ziemlich kurz und ganz anschließend. Sie zeigen fast durchschnittlich Stepperei oder Ver schnllrung, die oft das ganze Jäckchen überzieht. Die breiten Kragen haben meist reichen Pelzschmuck. Bevorzugt von der Mode werden außerdem die halb- und dreiviertellangen, sackartigen, sogenannten Gigerlpaletots, die nur mit Steppereien verziert und mit schönen Pelzkragen versehen sind. Daneben hat man auch dreiviertellange. halbanschließende Paletots, die sich speziell für Damen mittleren Alters eignen. Aeltere Damen finden sehr hübsche schwarze Capes mit Application oder Verschnürung und schwarzerPelzumrandung; sie sind ent weder lose und ringsum gleichmäßig lang oder haben hinten anliegend einen kurzen Schooß und vorn längere Endcn. An Jackencostümen aus schweren Stoffen werden die Röcke meist tunikartig durchsteppt oder besetzt. Kragen und Aufschläge sind vielfach mit Persianer oder Astrachan bedeckt. Sehr elegant sind ganzeToiletten aus Astrachan, die natürlich nur aus einem Rock und Jäckchen bestehen und Mit farbiger Seide unterfüttert sind. Die Straßentoiletten sind sonst ziemlich einfach, und wenn sich auch in der Saison die Mode im einzelnen anders gestaltet, so lassen sich vorjährige Toiletten. Capes und Paletots doch mit einer kleinen Aenderung oder Auffrischung noch sehr gut verwenden. Zu eleganteren Toiletten bleiben für alle die feinen Pastellfarben, die inTuchen besonders schön zur Geltung kommen. bestehen. Auch verwendet mal? sur ne ivarokt'.vcroi.'tölinaen. die in o:r Leschreibung vielleicht gewagt erscheinen. aber m der Wirklichkeit oft von überraschender Feinheit und Schönheit sind. So bildet die Verbinduna von Malve. Heliotrop u. s. w. mit Türkis. olau ?ine überaus eigenartige Zusammenstellung. Oft sind auch durchsteppte Streifen mit farbigem Paspel Versehen. Schön ist auch ein Kleid aus hellmalvenfarbenem Tuch mit reicher Stickerei aus hellgrauer Seide und Chenille. das mit Chinchilla besetzt ist und dessen tief ausgeschnittene Taille einen Einsatz aus hellgrauem Sammet hat. Der letztere ist, ebenso wie der epaulettenartige Einsatz der Aermel. in feine, horizontale Säumchen genäht. Eme belieote Garnitur für solche mtu der bildet auch durchbrochene Stickerei, rurch welche heller oder dunkler getonte Seide hindurchschimmert. Durch elegante Form und Wirkung?volle Falbmzusammenstellung zeichnet sich die hübsche Toilette aus hellfliederfarbenem Tuch und violettem Sammet. Figur 1. aus. deren Sammettheile mit Kurbelstickerei bedeckt sind. Schmale, gleichfarbige Sammetbänder bilden die qnerlaujenden Garniturstreifen dn Aermel und umgeben die Taille, sowie den seitlich über einem gestickten Sammeteinsad auZeuundertreteLden Rc

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Ein kurzes, gesticktes Sammetjackchen mit vorn eckigem, hinten kleinem, rundem Ausschnitt wird seitlich durch einen Silberknopf geschlossen und läßt, ein zweites Jäckchen imitirend. unter den angeschnittenenEpauletten, am unternRande. sowie im Ausschnitt Theile aus weißem Tuch sichtbar werden. Den Rand der Schneppentaille, dr Aermel und des weißen Stehkragens begrenzen Chinchillastreifen. Den dunkellila FilzHut schmücken violette Sammetbänder, gleichfarbige abschattirte Federn und eine Straßagraffe. Mit dem himbeerrothen Tuch, aus dem die anmuthige Toilette, Figur 2, gearbeitet ist, bildet der Besatz aus schwarz- und weißgestreiftem Sammet, sowie der schwarz und weiße Litzenbesatz einen reizvollen Zusammenklang. Der lose auf Futter und nach der Figur gearbeitete Rock ist fünfmal gruppenweise mit den Litzen besetzt; an oer Jackentaille wiederholt sich der Besatz

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an den Con'.uren sowie als Begrenzung der Einsätze aus Sammet. Das Jäckchen hat vorn und im Rücken pattenartige. mit Sammet gefüllte Ausschnitte und schließt, vorn übereinandertretend. mit einem unten abgerundeten Theil und schönen, in schwarz und weiß gemusterten Passementerieknöpfen. Den kleinen, mit einem weißen Seidenchemisett gefüllten Ausschnitt umgibt ein runder, an einer Seite bogenförmig ausgeschnittener Shawlkragen, der mit Sammet und Litzen besetzt ist. Kleine eckige, mit Litze geschmückte Epauletten aus Tuch legen sich auf die Einsätze der oben und unten pattenartlg ausgeschnittenen und hier mit Sammet be deckten Aermel. Passend zu dem hübschen Costüm ist das weiche, aus einer rothen Filzcapeline gearbeitete Hütchen, dessen Garnitur aus silberweiß glänzendem Seidenband und langen Paradiesvogelfedern von grünlichgrauem Farbenton besteht. Wie die meisten Straßentoiletten. Figur 3, ist auch die aus starkwolll gem, braunem Diagonalstoff in engli schem Geschmack gearbeitet. Der hin ten in zwei Falten gelegte und daselbst geschlossene Rock hat vorn einen nach oben schmaler werdenden, mit drei großen Perlmutterkn'öpfen verzierten Sammetausschlag, der dem rechten voröern Rand untergesetzt ist. Außerdem schmücken den Rock, sowie die Taille in ersichtlicher Weise aufgesetzte Mobair litzen. Die hinten runde, vorn oben zackenförmig ausgeschnittene und dadurch auZeinandertretende Taille fällt mit zwei Spiken über den Taillenabschluß. Sie hat einen gleichfalls offenen und mit Spitzen endenden Westeneinsatz aus braunem Sammet, der mit Schnurschlingen und Perlmutterknöpfen über einem Einsak aus aelber. plissirter Seide zusammengehalten wird. Ein Stehkragen aus Diagonal stoff und ein geschweifter Sammetkragen im Nacken schließen die mit einfa. chen. engen Aermeln verbundene .Taille oben ab. Der Hut aus braunem Sam? met ist reich mit schönen, gleichfarbigen Federn geschmückt. Eine geschmackvolle Stickerei von grauer, schattirter Seide und Seidenschnurchen ziert den Reverskragen des eleganten Paletots, Figur 4, der aus grauem Tuch hergestellt und mit Röllchen von etwas dunklerem Sammet garrnrt ist. Außer dem Hakenschluß sind schöne Knebelknödse angebracht, über die grauseidene. mit Metallsviten

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A pracrical sportsman with humanitarian instincts relates that on onc occasion, in the forests of Marne, hh catch was so large that he gave way to much enthusiasm, which was zddzd to by certain good spirits that, during the excitement, escaped from a glass bottleandtook possession of him and his guide. ßefore going to sleep that night, however, cach man wallowed a

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and in the morning neitherhad a toach of anything like the headache that on previous occasions had pretty onifonnly followed unusual success with od and tccL

und einem Schieosr versehene Schnüre geleitet werden. Der modefarbene, anschließende Tuchpaletot, Figur 5, ist mit gleichfarbigem Atlas unterfüttert und bildet am Schooß vorn zwei auseinandertretende Spitzen. Der Paletot ist in reizvoller Weise Ton in Ton im Jrrgangmuster mit Soutache verschnürt. Die Verschnürung schließt in ersichtlicher Weise mit breiten, bogenförmig aufgesetzten Mohairtressen aö und läßt nur bandartig den Stoff frei. Den ebenso verschnürten breiten Mediciskragen sowie den vordern Rand des Jäckchens begrenzt Biberpelz. Der malerisch wirkende Hut aus lLhenmegeflecht ist mit Tüll, der mit schwarzen Chenilletupfen durchsetzt ist. und mit den Federkronen des Hahnenfuß verziert. AuS der Handwerkövursazenzeit. Am 29. Mai 1785 erließ die Fürstlich Oetting- und Oetting - Spielbergische Regierung eine Wanderordnung, die festsetzte, wie lange Zeit jederHandwerker auf der Wanderschaft sein und an welchen Orten er sein Gewerbe lernen müsse. Dieser Wanderordnung, die schon gleich nach ihrem Erscheinen als vortrefflich anerkannt wurde, ist eine Tabelle beigegeben, die deswegen von besonderem Interesse ist. weil sie zeigt, welche Gewerbe damals in den einzelnen Städten vornehmlich in Ansehen standen. Von den letzteren marschirt Wien an der Spitze. Hierhin können die Zimmerleute und Schreiner, die Schlosser und Maurer, die Schuhmachc7, Schneider. Messerschmiede. Sattler, Perrückenmacher, Büchsenmaeher, Glaser, Bäcker, die Kaminfeger, der. Hafner sowie die Gold- und Silberarbeiter wandern. An zweiter Stelle steht das gewerbthätige Straßbürg, an dritter Berlin. Die vierte Stellt, nimmt Frankfurt ein. Hierhin muß seine Schritte lenken, wer sich im Backen und Faßmachen weiterbilden will. Die Kamm-, Hut- und Knopfmacher, di' Lärtner, sowie die Goldund Silb rbeiter, die verschiedenen Schmiede. ie Spengler und die Zinngießer dürfen hier ihren Wanderstab niedersetzen und sich in ihrem Gewerbe vervollkommnen. Auch wer die BeHandlung der Weine lernen will, kann hier Vieles vrofitiren. Auf Frankfurt folgen dann Nürnberg und Regensvurg. Ttn einzelnen Gewerben zeich nen sich aus: Nothenburg und Weisenbürg im Bortenwirken. Geißlingeu und Berchtesgcid.'n in Drechslerarbeiten, Pl'orzheim in GUrtlerwaaren. Cassel. Götti'-.gen, Braunschweig und Hamburg wetjen des Wurstmachens und Einpökelnd: in Suhl blüht daZ Schlossergewerbe, in Mannheim die Schneiderei, rn Neuwled die Schreine rei, in Hanau genießen die Zeugweber, in Biberach die Weikaerber. in Erlangen die Säckler (Lederarbeiter) und Strumpfwirker arones Ansehen. Auch über die Zeit des Wanderns werden genaue Borschristen gegeben; so müssen die Strumpfwirker nur 2. die LeineWeber 3, die Dreher. Buchbinder. Glaser. Gärtner. Müller u. s. w. 4 Jahre auf die Wanderschaft gehen. Fünf Jahre sind für die Sattler. Perruckcnmacher. Schlosser. Schmiede und Schreiner vorgeschrieben, 6 für Maurer und Zimmerleute. Gerber. Färber. Bäcker und Büchsenmacher. Acht Jahre müssen die Lebluchler, Schneider und Schuhmacher wandern, und 10 allein die Metzger.

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