Indiana Tribüne, Volume 23, Number 34, Indianapolis, Marion County, 22 October 1899 — Page 5
Union Trust Co., Office: (Gebäude der Gesellschaft) Wo. 113 und 122 Ost Market Str.
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Zaucrn'.üpfcr. Copyright jtg Kv iJ c t.tr'iij hiess 31 PLate Co 3;t "juj. 5?!em lieber öert SRebadticnat! Well, der Schoh Hot stattzefunne un es war en Suckseß. das meint feinanschiellie. Cell is awwer nor an rnei Eckaunt. Es wäre so ebaut e Dotzend Piebels preffent. wo fo? Ettmittens bezahlt hatte. Vcn die Leit do wäre elf Kids, wo jedes en Pennie bezahlt Hot, for grohn opp Piepels Hot's en Nickel gekost. Ich denke, ich besser rnache die Kids einol en Spaß, hen ich gedenkt un do sin ich her gange un sin bingange un hen mich fünf von die grolt Pem.ieZ ten ten W:de-w:iler k.ijgt, wo ich mei Ettmischen mit bezahlt hen un bieseids das hen ich sech en Nickel, wo ich in mei Packet gefunne hen, dabei gewwe. Do hen se sich off Kohrs gefreit wie alles un se hm mich ekstra gefrogt, ob ich a'ch kein Mistehk gemacht hätt un ob se das Eeld all behalte derfte. Schuhr Ding, hen ich gesagt un do hen se mich getschiert wie alles. Was die Krenk, h:n ich gedenkt, wie kommt's dann nor, daß sich die Kids immer so e paar Pennies so ariz freie. Uff eemol do is mich e Licht ufsganze: ich greife schnell in mei Packet un hole mei Tschehnsch eraus un schuhr Ding, hen ich ihm bei Mistehk instett den Nickel e fünf Dahler Goldpies gewwe! Sell Hot mich awwer doch ganz schrecklich mäd gemacht, awwer ich hens nit geschoht. Ich hen um kein Preis zeige gewollt, daß ich bloß en Mistehk ge macht hen. Ammer der ganze Schoh Hot mich nit mehr gefreit un ich sin auch ganz schnell fortgeschniekt. Später hen ich gehört, daß die ganze Kompenie in en Rau usfgebroche ist. Wies nämlich an's Theile gange is, do Hot der Thiereckter odder Mennetscher. wie mer üff deitsch sage duht. gellehmt, es wär nicks zu theile do un do hen se gestart zu feite, awwer Geld hen se doch keines kriegt un do hen die Aecktersch erklärt, dann dehte se auch nit mehr mitspiele. Domit war das Bißneß gesettelt. Jetzt will ich Jhne awwer noch emol e Stickelche derzehle. wo mich gehäppend is. Te annere Dag Hot mich der Wedesweiler verroth?, wann ich emol gute Grehps hen wollt, dann sollt 1 ffw fK 1 sI q nor in oen armer iamuicr ci ; Winnjahrt gehn. Der hätt die feinste Grehps in das ganze Kauntie un was mer so an de Schlei schweipe könnt, das deht immer besser tehste. Die beste Grehps wäre ganz klohs zu den Leh! un ich sollt nor kehrfull sein, daß ich nit enei falle deht. Well ich hen grad nicks bessersch zu duhn gehabt un do hen ich gedenkt, ich besser krieg mich emol e wenig von dene Grehps. Ich sin denn auch hin un schuhr genug, hen die Grehps auteseit getehst. Ich hen grad mei? Meind uffgemacht, daß ich emol mit die Kids erauskomme wollt, do sehn ich uff emol en Speschel Veliesmann, wo sich der Farmer geheiert gehabt Hot. for sei Grehps zu watsche, daherkomme. Well, ich he? nit gesiehlt mich ketsche zu losse un do sin ich dann in die erfchte Lein emol ausgefrisse. Ich h:n e Biclein nach der? Busch gemacht, wo bis an den Leh! gange is. Ter Kapper immer hin::ig mich drin, awwer mit den sein Vierbauch do Hot er off Kohrs nit so schnell laufe gekönnt, wie ich. Ich muß awwer sage, daß mein Wind auch schon ange. fange Hot. auszuzcwe un ich warn froh wie ich in den Busch war. Do is mich en Drick eingefalle, wo mir als Vuwc in die alte Kontrie schcn emol gemachl hatte. Ich hen m;ch so schnll, wie ich gekonnt hen aus'i':zoge un hen mein Stoff aanz nier zu den Ufer hingelegt. Ich selbst hen mich geheit. Do is auch schon der Kapper komme. ' Wie c? mein Stoff gesehn Hot. do sagt er. aha", Hot ei gesagt, der Feller is ins Wasser un an die anner Seit geschwömme. Den wolle mer iesiz ketsche." Jetzt denke Se emol. geht der Kunne hin. zieht sich auch auS un duht mei Suhtsche an un legt sei Juniform hinnig en Baum, wahrscheinlich Hot er sich sein Stoff nit speul? gewollt, un dann is er ins Wasser geschwomme, for mich zu ketsche. Es Hot nit lang genomme. do hen ich ihn, gar nit mehr sehn könne.Jch sin so schnell wie enHund Mzt aus mein Heidingkplatz eraus. ? m ' , . v rr r : zwei, orei re.1 icg uzn capv" !c Juniform angehabt un dann sin ich mit die größte Seeleruh fortzange, Ich ben mich im Vorbeigehn noch e paar Grehps gepickt, wisse Sie. sell duhn jc auch die Kavpers un jeder Mensch denkt, sell müßt so sein. Wie ich noch e wenig weiter sin gange, do kimmt, ufj eemol der Farmer, wo die Winnjahrd geeignet Hot. Bei Galle, hen icü gedenkt, derkennt mich schuhr un dann gibtk Trubel. To hcn ich mich mei Schnuffduck, in Z?r?nt von mein Fehs gehalte un hen gesagt: Farmer, .we hen ich etn erwischt, wo dei Grehps geltohle Hot. Ich sin ihn nachgeronnt un hen dabei e schreckliches Kalt . geletschtv-. un das is all was ich geketscht hen.7' Wo is der Gauner?" bot der Farmer gefrogt un do hen ich gesagt, er. itower die Leh! geschwomme un mmeium
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sorm hen lch doch nik in daZ WMr gekönnt. Do hätte Se awwer emol den Farmer sehn'solle! Wart nor du Gauner." Hot er gesagt, dich wolle mer schon fickse!" Dann Hot er e paar von sei Farmhänds erbei geholt. Hot jedem en Knippel gewwe un dann sin se in e Rchboot nach die annere Seit von die Lchk gefahre. Ich hen mich awwer so schnell wie ich gekonnt hen, aus den Staub gemacht un sin heim komme, mitaus daß mich J?mand riekonneist Hot. Ich hen mich dann ganz unschuldig in Front von den Wedesweiler sein Saluhn gesetzt un hen mei Klehpcifche geleit. Es Hot nit lang genomme, do is die Prozeschen komme. Der Farmer mit seine Knecht is komme un se hen den Kapper gehabt, wo noch in mei Suht gestocke Hot un uff ihn geschmisse hen se, als wann er en Mjuhl wär, wo nit laufe wollt. Se hen ihn nach die Zittiehahl genomme, wo der Kapper of Kohrs eidentifeit is worde. Die Juniform hen ich schön eingebundelt un dann hen ich se Widder an die Lehk getrage. Damit war der Kehs gesettelt un ich wär. froh gewese, wann ich mei Suhtsche Widder gehabt hatt. Den Wedesweiler hen ich von die Se-
schichte gar nicks verzehlt der brauch doch auch nit alles zu wisse. . Womit ich verbleiwe Jhne Jhrn liewer Philipp Sauerampfer. NuMzc Vaucr::. Loa & I. Uspientti. I. Im Eisenbahn-Eoupö dritter Klasse. Ein altes Bauernweib sitzt einem Stad ter gegenüber und hält einen Sack aus dem Schooß. Wohin geht's, Mutterchen?- scagte der Nachbar. Na, wohin soll s denn gehen? Nach (sie nannte die Station) dort wohnt unser Doctor. Was fehlt Dir denn? Bist Du krank?Lieber Herr, wo denken Sie denn hin? Besser todt als Krankheit , O m t I MA nein nein mir lemt gar nimts. Hier begann die Alte zu weinen und sagte flüsternd: Sehen Sie mal her, was lch führe - Und, vorsichttg nach allen Selten spähend, machte sie den Sack auf. Der Städt:r der prallte entsetzt zurück. denn was er da zu sehen bekam, waren drei in Lumpen gehüllte Kmderleichen. Um des Himmels lllen! Was ist denn das?!" Ja, ja, das ist eben unser Unglück! Ohne Todtenschein wird Niemand be graben. Der Doctor aber wohnt von uns Gott welß wle weit. Emen Sarg mit Füßen, das erlaubt der Con ducteur nicht, da heißt's gleich, einen Eztrawagen nehmen nun, so denke ich mir. Du thust Alles in einen Sack, da weis ja Niemand, was drinnen ist." Ach. du meine Gute sind sie ge tauft?" Natürlich. Taubchen, getauft alle Drei getauft. Sie starben, Freundchen, eins nach dem andern. Und nur von der Milch die wird nämlich sauer was thun? Keller, Eis, das gibt's bei uns nicht sie wird sauer und damit dasta. Und was das (Mo kostet und Mühe! Vom Findelhus kriegt man nur zehn Rubel alle wer Monate keinen Kopeken darüber da heißt's, noch vom eigenen auslebn. Auf die Hinfahrt langt's noch zurück heißt's aber zu Fuß gehen len Weiten Weg in dieser Hitze die armen todten Würmer auf dem Rücken!" Nun. Gott sei Dank, daß sie wenigstens getauft sind!" Ja. Gott sei Dank!" wiederholte das alte W:ib und nickte- mit dem Kopfe. Solch' ein Städter weiß doch immer das richtige Trosteswort zu finden. ll. Mit Tagesanbruch .wußte es daZ ganze Dorf. Die Bäuerin Marfa hatte endlich die Ihrigen w:ed:rgefunden. Aber in welchem Zustande! Der Mann log im Graben, auf zehn Werft vom Haufe entfernt, im tiefen Rausche s6 iafend. Einige Schritte weiter weid?te das Pferd, das sich aus dem Gespann befreit hatte, auf dem Wagen aber, unter den schweren Säcken mi, frischem Mehl, lag der todte Knabe. Wie das Unglück geschehen war? Niemand wußte es zu jagen. Der erwachte Bäte; riß in starrem Entsetzen die Augen auf,, ohne daß er zu sagen vermocht hatte, was mit ihm geschehen war. Er erinnerte sich nur, daß er gestern Abend nach der Mühle gefahren war und einen sechsjährigen Jungen mit genommen hatte. . Ein ganzer Mann! denke ich mir kann das Pferd halten und prrr! sagen, währenh der Vater in der Mühle ist. Welche Freude für ihn, die schweren Mehlsäcke mit dem schönen weißen Mehl mit anfassen zu helfen!" Dann erinnerte er sich, wie die beiden Gevattern Egop und Pachory, die von der Station heimwärts fuhren und Wein mit sich führten, ihnen unterwegs begegnet waren einen vollen Eimer mit gutem, sehr gutem Weine. . Ei, .frisches Mehl?" fragte Egop. Jawohl, ganz frisches und Du führst Wein?" Jawohl. Wein!" Gib mir ein Gläschen und ich will Dir ein bischen Mehl herunterschütten gib her den Sack! Na, trinke!" Nun, so laßt uns lieber alle drei trinken, 'wie wir da sind, und heben daß Mehl aus der Taufe!" Sie hatten iilso. getrunken, ein GlaZ, ein zweite? stnd ein drittes und dann, ja dann erinnerte ' er- sich ,an. gar- nichts mehr. Ihm schien -es so..,als wäre gar kein J'ttige..tm .'Wagen gewesen. Denn w'Ne.er-dagew'esen.hätteü wir ihn doch Uinitli und Uns nicht aus dem Wagen ?.Vngen?äkzt, um aus vollern . Halse Lie
r zu nngen: HlmmniHe Barmherzigkeit! Sollten wir ihn nicht bemerkt haben? Haben wir uns auf ihn hinaufgelegt und ihn erdrückt?! Himmlischer Vater! Ter Knae mag
wohl elnaeschlasen sein? Jawdhl, rn wohl, jetzt erinnere ich mich er lag im Wagen und schlief" Ja, ist denn das möglich, heilige Mutter Gottes? Ter Wein hat den Jungen wohl auch mitgenommen! Vortrefflicher Wein das das muß gesagt werden erster Gute!" Hast Du viel davon getrunken?" Ja, wer soll das wis sen!" Gevatter Egop hat weder Wein noch Mehl nach Hause gebracht und ist mit seinem Fuhrwerk Gott weiß wohin gerathen. Man redet hin und her, frägt wieder und wieder aus, stellt Vermuthungen auf. doch Niemand vermag der Sache auf den Grund zu kommen. Haben die Säcke den Knaben erdrückt? Thaten es die betrunkenen Männer? Nur an den Wein wissen sie sich zu erinnern, sonst an nichts mehr. Der Knabe aber liegt todt auf dem Wagen, die grobe Sackleinwand bedeckt die jungen zermalmten Gliedern. Gestern war er noch herumgelaufen, hatte Pferdchen U'.ld Räuber gespielt und nun liegt er da und rührt sich nicht! Wie ein vom Blitz getroffener Stamm ist die Mutter neben ihm hingesunken in sprachlosem Entsetzen steht der Vater und sucht in seinem mühsam bettenden Bauernverstande eine Erklärung für dieses unbegreifliche" Unglück. Der Amtsrichter kommt. Alles athmet erleichtert auf dem nutzlosen Denken, wobei nichts herauskommt, wird ein Ende gemacht. Er nimmt einen Bogen Papier und bringt die Sache zu Protokoll. Die Thatsach: schwarz auf weiß wird den Bauern genügen. Die Behörde findet es nicht für nöthig, in die Finsterniß Licht zu bringen in. Auf jeden Bauer kommt ein Vier tel - Pferd" hieß es in d:r statisti. schen Uebersicht Tabelle des P.'er Kreises. Ein Viertel - Pferd? Wie mochte das wohl aussehen? Mehr Geflügel als Säugethier ? Vorder- oder Hin terviertel? Die ungeheuerliche Vorstellung wollte mir-weder in noch aus dem Kopfe. Doch bald überzeugte ich mich mit meinen eigenen Augen, daß diese statistische Angab: auf vollerWahrheit beruhe und nicht etwa das Phantasiebild emes Beamten sei. Ich bekam in der That solch' ein Viertel-Pferd zu sehen. Es war eine Bauerin, ungefähr dreißig Jahre alt. Neben ihr ein änderthalbjähriges kleines Mädchen. Den Beiden gegenüber stand das Bruchtheil einer statistischen Ziffer, nämlich in Bauer, der sich betrübt am Kopfe kratzte, als wüßte er, daß ein Viertel-Pferd lem ganzes jei. Ach, wenn ich doch ein Pferd hätte," seufzte er, da ginge es eins zwei mit Euch in's Feld hinaus." Ohne Pferd ist's ja ganz unmöglich." klagte die Bäuerin, bis zum Felde sind's ja gute zwei Werst." Weißt Du was?" sagte der Bauer, den Topf mit dem Mittagessen nimmst Du in eine Hand, in dieselbe Hand stecke ich Dir die Sense, das Kissen aber und den Pelz für s Kind legst Du Dir um den Hals und so wird's prächtig sein, meinst Du Nicht auch?" Aber wie mit der Kleinen?" ..Nun. die geht zu Fuß." Barfuß so weit? Sie kann doch noch keine zwei Werst machen auch gehe ich ihr viel zu schnell!" Wahr!" entgegnete der Bauer und kratzte sich wieder am Kopfe. Auch die Bäuerin schien zu überlegen. Weißt Du was?" sagte -er nach einer Weile, mache es so mit Anuschka, setze sie auf den Nacken und laß sie reiten." Du hast gut reden womit soll ich sie denn halten? In der einen Hand das, il der anderen Hand :nes ' soll sie ich etwa an meinem Haar festhalten'." Wahr!" sagte d:r Bauer und nun stierten die Beiden nachdenklich bor sich hin. Da zuckte es plötzlich durch sein Gesicht. Ich hab's gefunden!" rief er freudig aus. Herunter mit Deinem Tuch! Was damit?" Gib h:r. Du sollst mal sehen!" Das Weib stellte den Topf auf die Erde, daneben legte sie die Sense, den Kittel, den Pelz und das Kissen. Dann band sie das große Tuch auf, das ihr Über Brust und Rücken ging und hinten in einen großen Knoten mit langen Enden zusammengebunden war, und reichte es dem Vater hin. Nun?" Na, sieh mal!" rief er in ganz derändertem, lustigem Tone. Wie pfiffia wir's anstellen wollen! Halte Dich grade!" Bei diesen Worten faßte er daö kleine Mädchen unter die Achseln und hob es auf. Bitte, gnädiges Fräulein, bitte, nehmen Sie Platz auf dem prächtigen Pferde up hinauf zum Mütterchen auf den Hals hopp!" Krampfhaft hält sich das Kind mit Händen und Füßen an der Mutter fest. Aber Du würgst mich ja, Anufch, ka!" stöhnt die Mutter. Was nun niter?" fragt sie ängstlich den Bauer, der geschäftig hin- und herzieht. Nur ruhig! Und Du. Anuschka, halt' Dich fest! Wir wollen Dir's aus dem Pferde so einrichten, daß Du wie eine Prinzessin drin sitzest!" Mit diesen Worten faltet er das aroke Tucb auseinander, legt es dreieckia Ziusammen. zieht die Mitte übe: Anuscbka's Kopf, die beiden Enden ab der Mutter um denLeib und zwar
so, va ste umer die ucaicin und um den Hals gezogen und hinten auf dem Nacken in einem großen Knoten zusammengebunden werden. Hinter dem-
selben aber, in einer Art von Mulde, sitzt Anuschka und freut sich auf den bevorstehenden Ritt. So zerr' mich doch nicht, mir zieht's ja den Hals zusammen!" stöhnt die Bäuerin. Sitz' doch ruhig!" Laß los. Anuschka, halt' Dich nicht Du fällst nicht herunter!" ruft der Bauer, und dann reicht er der Bäuerin Alles hin, was sie zu tragen hat Topf, Sense, Kissen, Pelz Alles findet Platz. Sie aber rückt noch imme? nicht von der Stelle. Ei, noch immer nicht gut?" fragt der Bauer, der an die Unbequemlichkeit seines so fein ausgedachten Beförderulg'mittels gar nicht zu glaul.vn oermag. Nicht vom besten!" flüstert das Weib, indem es den zusammengeschnürten Hals hin- und kerzieht. Doch immerhin, es wird schon gehen wenn wir nur hinkommen!" Gewiß kommt Ihr hin! Nur los Du brauchst nicht zu eilen Geduld! Langsam kommt man auch an's Ziel! Und nun wisch te ha! Wirt Wisch te ha! Marsch!" Besten Dank!" hauchte die Bäuerin und ohne sich nach rechts oder links bewegen zu können, mit vorgestrecktem Halse und dicken Schweißtropfen auf Stirn und Wangen, fetzt sich das Viertel Pferd" keuchend und langsarn in Bewegung. Ich aber stehe noch lanae aus demselben Fleck und bewunder: die Genauigkeit der statistischen Taten. (5 i n r e ch t f a t a l e Z A b e n. teuer ist in Bukarest vnem unterneh, menden jungen Don Juan passirt. Tamian Vlada, ein reicher walachizcher Schloßherr, war m Liebe zu der schönen Anna Proeovicz, der Tochter seines Gutsverwalters, enlörannt, die rjch weit entfernt davon war, die Anuaherungen des reichen Freiers zurück zuweisen. Die Eltern des Mädchens jedoch mochten den Liebesfchwüren ihres als unbeständig bekannten Guts Patrons nicht recht trauen und hielten ichon ml Jahressrist mit ihrer Ein willigung zurück. Unter diesen Um. ständen nun kam Damian zu dem Ent. schlusse, die Geliebte zu entfuhren und sich auf österreichischem Gebiete mit ihr trauen zu lassen. Er traf also alle nöthigen Vorbereitungen, von de? Strickleiter an bis zu der Mit feurigen Rossen bespannten Kutsche, und hob im Dunkel der Nacht sein vermeintliches Bräutchen, das noch keinen Laut von sich gegeben, auch das Antlitz nach Art der Römerinnen dicht verschleiert trug, zu sich in den Wagen. Wer in. dessen vermochte das Entsetzen des jungen Mannes zu beschreiben, als er. endlich den Moment für seine Herzensergüsse gekommen glaubend, sich seine? künftigen Schwlegecnama gegen.' Lber sah! Selbige hatte, da sie von der beabsichtigten Entehrung Wind bekommen, für gut befunden, ihre! Töchterchens Stelle einzunehmen. Splitter. Um fest zu bleiben, muß man 's Ohr dertleben; Wer Gründen lauscht, hat sich schon halb e. geben. Schliff" heißt an einem Edelstein, Was inn'rer Reinheit Leuchtkraft w-cit. Am Menschen aber, was als Schein Oft ipN'ren Unw? r?T Mrhrit.
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