Indiana Tribüne, Volume 23, Number 27, Indianapolis, Marion County, 15 October 1899 — Page 5
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GsskntrZSireivtvtttsoes pyuipx Sauerampfer. CVffe it j Gersiu m k TW, 0 r.o.3oi. Mein lieber Herr Redacktionar! Mir sin Widder beim. daS meint mich un die Kids un der Wedesweiler un sei zxrau. Die Lizzie, was mei Altie is. die is noch immer in die Kon trie un duht sich erhole. Ich denke als emol. for mich wär so e Erholung viel besser un ich denke auch, daß ich mein Meind uffmache un gehn, wann die Lizzie Widder reduhr komme duht, auch emol sor e paar Woche fort. Awwer dont juh forgett it, in die Kontrie gehn ich nit. nosser, wann ich gehn, dann gehn ich an die Sieschohr, wo alle Leit, wo Geld hen. hingehn. Erfordern kann ich s io leZlg. Der Trubel l nor mit die Lizzie. Wann die ausfinne duht. wo ich hin gehn, dann will se off Kohrs mit un do is for en Mann kein nonn dabei, wann er sei ehliches ich hätt beinah gesogt, sei etliches Hauskreuz iwwerall erum schleife muß. Well, awwer do kann ich jo später auch noch driwwer spreche. Die Kids Ware arig froh, daß ich se die Freid gemacht hen un hen se mit nach die Ma genomme un se hen mich jetzt geprammist, daß se sich all behehfe wollte un ariq gute Äuwe sein wollte. Der Johnnie Hot gesagt, er wär ganz gern en guter Bub. wann er nor wußt, was er de ganze Dag treiwe sollt, mitaus öees zu sein, er deht auch nit gleiche, de ganze Daq mit de annere Kids an die Stritt zu feite. Do hen ich gesagt, warum geht Ihr nit her un geht hin un macht emol e Schoh uff, so for Instenz en Serkus odder en Jndienschoh, odder was noch besser is. macht emol e deitsches Tieehter uff. Ihr könnt all deitsch tahke, daß en Hund jammert un do wär das e ganz schöne Zeitverdreib. Xdi wmEuch mit den größte Vergnieae e Pies auspicke, wo Ihr iesig lerne konnt, so for Jnstens: .Der abbolirte Schinkeknoche", oder Der blaue nrack". odder Die Jungfrau von Heil. bronn". seht Ihr. sell sin Sucker. do könnt Ihr auch ebbes bei lerne, ich sin einige Zeit rettig. Eich unner die Arme zu greife. Der Johnny h.t gejagt. sell konnt er nit stende. b.kahs er war so tickelisch. Ich hen gesagt, er sollt sein Monkieschein losse, ich deht meine, ich wollt se helfe, wo ich kann. Sell hen se begriffe un ich hen dann das schöne Pies Der verrostete Hauöschlüssel" ausgepickt un hen die Parts vertheilt, for daß Jeder sei Sach lerve konnt. Der Johnny der Hot gleich dus Bißnes End im Auge gehabt. Er Hot gesagt, er deht gleiche Mennetscher zu wern un dann deht er denke, es wär gar kein beeser Skiem e Abonnementche uffzumache, er deht denke, do wär et bes drin. Ich hen gesagt, schott opp. du dummer Bub. denkst Du mehbie. Ihr könnt e ganze Siesen spiele, wann Euer Ma Widder heim is. die werdEier Tieehter Bißnes schon fickse. Offe gestanne hen ich meiselbst erscht zetzt an die Lizzie gedenkt. Ich weiß gut genug, daß die so ebbes nit gleiche duht. Die sagt immer, die Kids solle ebbes lerne, daß se emol später in ihr Lewe ebbe? aniurschter sin wie ihrn Pa. Ich weiß nit, ich denke immer, ich wär genug. Wann mer heit zu Dag Geld Hot. dann is mer alles un dann Hot mer alles un do braucht mer auch nicks zu lerne. Ofj Kohrs is es different, wann mer tu arme Deibhenker ls. Do muß me schuhr genug lerne, un wann mer e ganzeLatt gelernt Hot. well, dann kann mer mehbie Letterkerrier odder wann mer Glick Hot. Bartender wer'. Ich hen kein Juhs for das viele Lerne un Gott sei Dank hen ichs jo auch nit nöthia. Die Buwe hen ich ihren Fonn nit mehr speule gewollt un do hen ich gesagt, go ehett. Die Kerl hen gelernt. es is en wahrer Staat gewese. Ich hen se hinne in die Jahrd e Stehtsch gebaut un hen auch e paar Riehehrsels mit se aenomme. Es ls alles gan schön gange, blos hen die Feger immer so viel gelacht, un wie ich gefragt hen, for was se lache dehte. do hen se gesagt, ich deht 'so e dummes Gesicht mache un do könnte se nit helfe. Sell Hot mich mähd gemacht un ich hätt am Liebste gegliche. die ganze Stehtsch zu Kindlmgwutt zu verschmeiße. Ich hen awwer gedenkt, was is die Juhs. du besser läßt se ganz allein, dann könne se mache was se wolle. Msse Se. ich hen auch dran gedenkt, daß off KohrS alle Kids aus die Nehberhutt zusamme komme dehte un do hen ich nit gefiehlt, en Schoh aus mich zu mache. Mei Buwe hen arig angewwe. wie ich fort sin, blos der Frankie Hot nicks drum gewwe. Grad wie ich fort sin, hen ich noch gehört, wie er zu die annere ge sagt Hot, es wär ganz gut. daß .der ülte Mann fort wär. der deht doch im . . a.a ' . I ' mer oenie, er lvar oas ganze Zing un dabei debt er nicks mache wie Unsinn Sehn Se. Herr Redaktionär, sell sin die Kids, wie ich mich se gerehst hen. Am Liebste hätt ich ihn en Brickstein an de Kopp gejchmlsse, awwer ich hen ihn blos en Blick Hingeschmisse, der auch !nit von schlechte Eltern war. Ich sin
heim aange un hen mich e wema utr
Ohr sselegt. Ich hen zwar nit' gewißt, wieviel Uhr es war, awwer um die Zeit krieg ich immer Schloof. Well, es war so schön still in's Haus un do hen ich mich auch gleich uff mei Bett gelegt, for en diesente Näpp zu nemme. Ich hätt auch gleich geschlofe, wanns nit for die verdollte Fleis gewese wär. Ich kann Jhne sage, die Ludersch hen mich puttinier uffgefresse. Do is nament lich eine gewese, die muß mei Nos arig gut gegliche hen, bikahs se Hot absolut kein annere Platz gewollt. Ich hen e paar mol nach se gehitt, awwer bei Mißtehk hen ich jedesmal mei Nos ge strocke. Do is mich eingefalle, daß mer in die Pehntrie noch e ganze Latt Flei pehper gehabt hen. Ich sin uffgestanne un hen mich der Schiets von den stickige ffleipehper geholt un hens rechts un links newig mein Kopp ins Bett gelegt. Do hen ich dann zugeguckt, wie die ffleis an den Pehper hänge gebliwwe sin. Von den viele Gucke sin
mich feinellie die Auge zugefalle un ich hen geschlofe. Ich denke, ich hen gedriemt. bikahs ick den mick mit einmol erumgedreht un do hen ich mit mei Fehs in e Fleipehpcr gelege. So schnell wie en Hund gauzt, hen ich mich uss die annere Seit aeleot un jetzt den ich mit mein Hinnerkovv in e annereS Fleipehper gelege. Ich denke, ich muß mich noch e paarmol erum gewalzt hen. tkabs das ffleivebver bot so fett an mich gestickt, daß ich's gar nit mehr hen los kriegt. Be: Galle, wie Hot das gefiehlt! Mit die größte Müh .hen ich das Pehper in Fetze von mich erunner gepullt, osf Kohrs is mei halwe Nos un mei halwe Hoo? mit erunner gange un ausgeguckt hen ich. als wann ich die Schmalpacks gehabt hätt. Es Hot mich t tzstuno UN e halb genomme, viesor daß ich Widder m e gute Schehp war'n. Womit ich berbleiwe Jhne Ihrn liewer PhilippSauerampfer. französische Spione. Lsn Theodor Lange., Der Dreyfus-Prozeß zu Rennes hat auf die allerdings schon sattsam be annte umfangreiche Spionage der Franzosen und ihre Angst, überall und zu jeder Zeit Spione, Berräther, Inrrguen und Ausschnuffler zu sehen. doch immer noch manches neue und ineressante Licht zu werfen vermocht. So hat bekanntlich die Enthüllung der Art und Weise, wie in Pgris die diplomatischen Vertreter Deutschlands vom franzosischen Nachnchtenbureau überwacht zu werden Pflegten, überall große Sensation erregt, wenn auch mehr nach der humoristischen Seite hin. Es st nun anläßlich der interessantenAusagen der Obersten Plcquart und Eorr: ler die Behauptung aufgestellt worden, in Frankreich herrsche erst, seitdem es schwächer geworden, die krankhafte Sucht, einmal überall hin Spione auszuschicken, andererseits sich von allen Seiten von Spionen überwacht, umgeben, belauscht und ausgekundschaftet zu wahnen. Das ist indessen nicht der Fall. Die Franzosen haben gerade in der Zeit ihrer größten Machtentwlckelung. als ihr Einfluß nach allenSeiten hin maß. gebend war. die politische und militä rische Spionage zu einem System erhoben und dasselbe bis zur Vollendung cultlvlrt. Allerdings haben noch im 18. Jahrhundert die hervorragendsten französischen Schriftsteller die politische und militärische Spionage als etwas ganz Abscheuliches und Verwerfliches erklärt. Montesquien. oer Versasser des bekannten Werkes vom Geiste der Gesetze schrieb sogar: . . .Die Spivriage ist niemals entschuldbar. Wenn sie es wäre, würde sie von ehrbaren Leuten ausgeübt. Aber die nothwendige Inam des Spions erhellt gleichzeitig d e Infamie der Spionage." Das war um dieselbe Zeit, als iio--nig Ludwig XV. eine Reihe Spione in die verschiedensten Staaten, besonders nach Rußland, Deutschland und Spa nien sandte. Wie heute das dem französischen Generalstabe unterstellte große Nachrlchten-Bureau m Paris regelmäßlg militärische Spione nach den ver schiedensten Ländern, besonders aber nach Deutschland ausschickt und auch im Auslande Spezialagenten besoldet, die ununterbrochen über militärische Vorkommnisse Bericht erstatten müssen. so gab es bereits im 17. Jahrhundert in Paris em derartiges Bureau. Dasselbe war um das Jahr 1640 eingerich. tet worden' und Komg Ludwig XIV. erkannte im Jahre 1667. wo das Pa riser Polizeiwesen von Grund auS re, organisirt und Marc Rene d'Argenson zum Polizeichef ernannt wurde, dieses Brreau durch eine' besondere Verfü: gung an. Dieses Bureau schickte fran. zosische Ossiciere und diplomatische Agenten in zahlreiche europäischeStaa-. ten, versah diese Kundschafter mit fau schen Pässen und den nöthigen GeldMitteln, um unter Umstanden auch durch Bestechung sich in den Besitz von militärischen und politischen Geheim njssen zu setzen. Ganz besonders wur. den diese Kundschafte? m dem. letzten Drittel des 17. Jahrhunderts an die kleinen Höfe in Süd- und Westdeutsch land sowie an den Wiener und Berli ner Hof gesandt. Zugleich knüpfte dieses Pariser Nachrichtenbureau in aller Herren Lander mit verarmten Adeli gen, abgedankten Officieren und ent lassenen diplomatischen Agenten, an denen es besonders in Deutschland, nachdem der dreißigjährige Krieg vor über war. nicht fehlte. Verbindungen an. Aber auch gewissenlose und habgie rige Hofbeamte, hauptsächlich in den kleineren und kleinsten deutschen Rest denzstädten, wurden durch französisches Gold gewonnen und übermittelten ständige Rapporte nach Paris. Außer dem wurde in diesem Spionagebureau eine besondere Geheimschrift erfunden.
Mit der Kenntniß dieser Geheimschrift
wurden zunächst nur die Spione vertraut gemacht, welche als ganz zuverlässig und ergeben galten. Später wurden in diese Geheimschrift, die imLaufe der Zeit manchen Veränderungen unterlag. alle französischen Gesandten und politischen Vertreter eingeweiht, die Frankreich im Auslande unterhielt. Besonders war es der Graf Vergennes. der im 18. Jahrhundert diese Geheimschrift weiter entwickelte. Außerdem führte aber auch das um die Mitte des 17. Jahrhunderts begründete fran z'ösifche Nachnchtenbureau noch eine andere geheime, die sog. Polizeischrist em. Diese letztere Geheimschrift wandten die französischen amtlichenVertreter im Auslande an. um auf Empfehlungs briefen. Empfehlungskarten und Väs sen. welche sie den nach Frankreich rei senden Personen behändigten. in gewissen, ganz unauffälligen Schnörkeln, Linien. Einfassungen u. f. w. die sämmtlichen Verhältnisse und den ei gentlichen Reisezweck des Ueberbringers r 1 c zu icyuoern. . Besonders wurden die Ränder und Verzierungen der- Empfehlungskarten und Passe zu diesem Zwecke benutzt. Befanden sich in den beiden oberen Ecken der Einfassung derEmpfehlungskarte Lilien, so galt der Ueberbrurgee als politisch unverdächtig. , Wiesen aber diese beiden Ecken Narzissen auf. so ersah man dadurch m Frankreich, daß der Fremde bei seiner Reise auch politische Zwecke verfolgte. Rosen in den oberen Eaen bezeichneten den Ue berbringer als einen Lebemann-; in den unteren Ecken als eine reiche Per sönlichkeit. Ein um die Blume der oberen Einfassung gewundenes Bani charakteristrte den Reisenden als einen ausgesprochenen Feind Frankreichs, der scharf zu beobachten sei u. s. w. Bei Briefen las dann der Empfänger das Nöthige aus der Farbe der Tinte und des Papiers, den unterstrichenen Worten, aus der reichlichen oder knapperen Interpunktion und aus den Schnörkeln der Schlußworte eines Satzes heraus. Außerdem schiclte das Pariser Spio nagebureau im 17. und 18. Jahrhundert eine Reihe junger Männer von zierlicher Figur und mit m'ädch'nhaften Gesichtszügen in weiblicher V rk .iounz als Spione an die fremden Höfe. Dort fanden sie als Vorleserinnen. Erzieherinnen. Sprachlehrerinn.'n, Gesellscha? terinnen u. s. w. Stellung. Für die Ausbildung dieser als Weiber verkleideten Spione hielt das. Pariser Bureau besondere Kurse ab. Am geschicktesten operirte in dieser Hinsicht der Ehevalier Timothee d'Eon. D'Eon, der von 1762 an mehrere Jahre als französischer Gesandtschaftssekretär und auch vorübergehend als stellvertretender Gesandte? in London fungirte, war als junger Mann in Mädchenkleidern auf Befehl Ludwig XV. nach Petersburg geschickt worden. In Petersburg bekleidete d Eon die Stellung einer Vor lesenn bei der Kaiser Elisabeth und forschte zahlreiche politische Geheimnisse am russtscken Hofe aus, über die er getreulich nach Paris an das Spionagebureau berichtete. Niemand am Hofe der Kaiserin verm?hete in der zarten Madchengestalt einen Mann und politischen Spion. Aber auch junge Weiber mit dämonischen Reizen" sandte Frankreich als Kundschafterinnen an die verschiedensten Höfe. !vo diese Abenteuerinnen bemüht waren, die Aufmerksamkeit einflußreicher Generäle, Minister u. s. iu, auf sich zu lenken und deren Freundschaft und Vertrauen zu gewinnen. Zu Ausganz des 17. und zu Anfang des 18. JahrHunderts war es besonders eine Frau de Nere, deren Schönheit am russischen Hofe sehr viel einflußreiche Beschützer erwarb. Als Frau de Nere am russischen Hofe genügendes Material zusammengetragen hatte, kehrte sie nach Paris zurück. Aber auch Hofnarren sowie Hofnar rinnen und besonders Zwerge und Zwerginnen wurden unter Ludwig XIV. zu Spionen dressirt, wie a auch die Hofnärrin Pannache von Ludwig XIV. dazu verwandt wurde, um oie am französischen Hofe weilenden Gaste auszuspioniren. Der französische Hofe verschenkte ferner öfters Zwerge und Zwerginnen an fremde Höfe, deren Geheimnisse und Intimitäten infolgedessen in Paris bald bekannt wurden. Als die Monarchie in Frankreich zu Grabe getragen war. verschwanden zunächst die französischen Spione im Auslande. Aber kaum war das Kaiserreich proklamirt, so tauchten die französischen Spione in Berlin, Wien. London. Petersburg u. s. w. wieder auf. In den Jahren 1807 bis 1813 wimmelte es besonders in der preußi schen Residenz von französischen Spio nen. die auch Ende 1803 den bekannten Brief des Ministers Stein auffingen, worin die Aufforderung enthalten war. en Geist der Unzufriedenheit auch in Westfalen zu unterhalten und Preußen zu einer neuen Erhebung im Bunde mit Oesterreich zu bewegen". Auch Napoleon III. ließ sich politische Spione im Auslande noch viel Geld kosten. UebrigenS hat nächst Frankreich von allen europäischen Staaten kein Land so viel militäriiche und politische Spio ne ausgesandt, als das in der Gegenwart Frankreich so befreundete Rußland. Als im 18. Jahrhundert die politische Spionage in Frankreich in der höchsten Blüthe stand, schickte Rußland seine Spione zu Dutzenden in die Türkei, nach Polen u. s. w.. gerade wie es in der Neuzeit auf der Balkanhald insel und besonders in Bulgarien zahl reiche Spione besoldete bez. noch besol det. In Frankreich erhielten zu Ende des 17. Jahrhunderts die Poltmelster oe Hufs Uebermachung der orresponoen
zen. welche an hervorragende Ausländer. an die Gesandten fremder Mächte und überhaupt an alle diejenigen Personen, welche die Regierung für staatsgefährlich oder in irgend einer
Weise für verdächtig hielt, eingingen Dle an die betreffenden Persönlichkei ten gerichteten Briefe wurden größten theils auf der Post geöffnet und von dem Inhalte Abschrift genommen Diese Abschriften wurden dann der Polizei bez. den Ministern zugestellt Ganz besonders wichtige Briefe yändlgte die ftanzosische Post un Origma den Ministern bez. dem König zur Ein ficht aus. Erst dann wurden diese Schreiben den wirklichen Empfängern zugestellt. Doch kam es auch vor. daß diese Briefe direkt von der Post con fiszirt, und der französischen Polizei und den Gerichtsbehörden behandlg wurden, welche dann das in diesem Schreiben enthaltene Material als An klagematerial oft gegen verschiedene Personen verwandten. Die französische Spionage hatte thatsächlich im 17. und 18. Jahrhundert sowohl im Auslande wie im Jnlande eine Ausdehnung erlangt, die nur durch die planmäßige und durch viele Jahrzehnte sortgesetzte ultlvirung dieses Systems sich zu ner solchen Vollendung" entwickeln konnte. -Eine athilbAe TCnmU Ire, So allein, Herr College? Wo ilt denn Ihre Frau Gemahlin?" Die Hort letzt gerade ein vbilosovbisck?s ueg. L?o io... bei wem denn? Bei meiner Tochter, der Privat docentin." er n ' Z . r. ' l-rTI-7 D i e R t n o m m i rS i t a K e. Fremder: Eine recht nette Straße vas mufe man sagen die schönste im ganzen Ort!" Einheimischer: Ja. das ist auch unsere Ansichtskarten straße!" Werthschätzung. Selcherrn: Was meinst. Alter, soll i derTini ihr'n Lehrer a zu unser'm Hausball einladen?- Selcher: Was Dir net einfallt! Der Lehrer paßt do net unter uis bessere Leut'r Poen, er Gedanke. Der Hofmeister des jungen Bob benützt den Aufenthalt auf dem Lande. Geist und Gemüth seines Schülers zu bilden. Nun. fragt er lbn eines Taaes beim Spazierengehen, mit welchen Gedanken erfüllt Dich wohl der Anblick so eines fruchtbaren Aebrenfeldes?" Ach, Herr Abb6. ich denke mir. was das für viele schöne Strohhalme aibt für die Cocktails der Bar!" Ueverflüssia. Bierbuber (der in einem Gebirgsthal auf der Veranda des Gasthauses sikt und die Leute betrachtet, die in der Sonnenhitze zu dem Gasthause auf dem Gipfel des Berges emporklimmen): Sie. Kellner. gibt's in dem Wirthshause da droben a anders Bier als da herunten?" Kellner: Nein, es ist das cleiche." Bierhuber: Ja. warum steiaen denn dann die Esel den Vera 'nauf?PaM&Va?ni8hC() Einzige deutsche FarbeuHandlung t Z dtanaps lt. Alle Sorten von Farben, fielen, Pinseln usw. für Maler. Vensterglns allen Vtffcen de mäßigste Preise. 426 Oft Washington Str. Tel. 334. Jetzt in dielen versorgt. cn Xfax jii iuujeu
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