Indiana Tribüne, Volume 23, Number 27, Indianapolis, Marion County, 15 October 1899 — Page 10
Dr. J. A, Sutcliffe,
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Im Zröyroly. Von Armand Daqot. EZ war in Toulouse, im Frühling 1877. in der guten Stadt Toulouse, der Mutter der lumenspiele- und der unvergleichlichen Entnlberpaste ten. Ich beendete dort meint Nechtsstu-
dien, ohne mich zu überstürzen, nachdem ich vorher, wie die fahrenden Schüler" von jenseit des NheinS, in den meisten Universitätsstädten Sta tion gemacht hatte. Meine Wohnung war höchst bescheiden. Sie laa im Erdaesckok ineö aroßen Hauseö aus Backstein, in der Nue des Lois, und bestand in einem einzigen, einfach und geschmacklos möbltrien Simmer. Wenige Schritte trennten mich von dem ehrwürdigen Gebäude der NechtSfacultät, in dessen Hofe Ba ter Cuiacius aus Brorue in melancholischer Haltung ewig daS (Corpus juria civilis commentlrt. Das Haus gegenüber war ein ele gantes, kleine? Gebäude. ES war bewohnt von einem Rath am Gericht, einein schon weißen gebeugten Herrn, und seiner Tochter, einer bewurrdernswerthen Brünette mit aroken. leucb tenden, unergründlich tiefen Äuaen, einem stolzen Munde und dem Lächeln eines Kindes. ?tn der 2 bat. ick h;fc nickt, wesbalb ich hier die Gestalten meiner beiden Nachbarn aus weit zurllckligndnAei ten heraufbeschwöre. . . . EineS Morgens wurde ich durch drei heftige Schläge gegen meine Fensterläden aus dem Schlafe geschreckt. Fast zugleich rief eine bekannte Stimm meinen Namen. Ich sprang mit beiden Füßen zu gleich aus dem Bett und öffnete daß Fenster. Mein Freund Robert D., damals Dragoner Lieutenant in Toulouse, zeigte sich da im ersten Schein des neuen TageS, zu Pferde, den Helm auf dem Kopfe, den Säbel in der Hand. Er war gerade im Begriff, von neuem zu klo pfen. D Straße war voll von Reitern, die schweigend vorüberzogen; sie erschienen ungeheuer groß in ihren langen, weißen Mänteln. Heut werden die Mörder Eöcourbiac und Lasserne hingerichtet," sagte mein Freund. .Kommst Du hin? Denk Dir, gerade mir muß man das (Kommando der Escorte übertragen. Eine verteufelte Aufgabe! Also komm! DaS Wetter ist herrlich! Die Sache wird vielleicht lustig! Und wenn mir schlecht wird, bist Du iveniigftenö da, um mir beizustehen! Du kommst also, nicht?Ohne meine Antwort abzuwarten, gab mein Freund dem Pferde die Sporen und ritt im Galopp davon. Ich blieb, noch ganz taumelig durch das vlöklicbe Herausreißen auö dem Schlummer, zurück. Dann schwankte ich zwischen der Lust, mich in die behagliche Wärme meiner Kissen zurückzuziehen, und dem krankhaften Wunsche, der Einrichtung der beiden UnglücttU chen beizuwohnen. Meine Nackbarin von aeaenllber wai auch erweckt worden durch das Getrappel der Pferde; st hatte hinter den haloKkosneten Jalousteen die Umladung meines Freundes vernommen. Ich konnte sie kaum erkennen. Ihr Gesicht schien mir sehr blaß. Ihr lan ges, dunkles Haar frel ungeordnet auf ihre weißen Schultern. Nach einem kurzen Zögern, das wohl gerechtfertigt genua war durch das Grausige deS Schauspiels, zu dem man mich eingladen hatte, zog ich mich in aller Eile an und verließ das Haus. Die Hinrichtung sollte an demselben Orte stattfinden, an dem daS Verbrechen begangen war. in einem kleinen Dorfe, mehrere Kilometer vor der Stadt, am Ufer der Äaronne. Die Lust war frisch, der Himmel von einem schbnen, fahlen Blau. Wenige Passanten gingen über die dämmerigen Straßen; sonst lag noch Alleö in tiefem Schlafe. Ich irrte zunäckst durch zahlloseGassen mit miserablem Pflaster, kam dann, häusig stolpernd, auf welliges Borstadt Terrain, aus dem hier und da zerstreut einzelne große Baulichkeiten lagen, beunruhigend durch ihr Aussehen in dem fahlen Schimmer der Dämmerung, und trat dann endttch aus das freie Feld. Die Ebene öffnete sich vor mir in ih rer ganzen Unermetzlichkeit. mit ihren Flüssen und Bächen, ihren Wiesen und Maisseldern, ihren rebentragenden Hügeln und den ausgedehnten Flächen, bestanden mit lanahalmiaem Getreide, dessen Gewoge erst ein Ende fand am Fuße der Berge, die den Abschluß die ses Gemäldes bildeten. Ein Bahnwärter saß auf dem Rande des Bahndammes und sandte dem jun gen Morgen schon ein frohes Lied cntgegen. Die Weißdornhecken. die sich zu beiden Seiten meines Weckes hinzogen, waren erfüllt vom Gezwitscher der gefieberten Sänger, und die schneeigen Blüthen mit dem Horngdust sielen unter der . Erschütterung ihres Flügelschlages wie weißer Staub herab. Als ich von der Straße abbog, um meinen Weg zu verkürzen, aerieth ich in die Zone der Veilchen - Felder, die wie ein wohlriechender Gürtel die alte Stadt umziehen. Sie standen in voller Blüttze, und auS der weiten dunk len Blumenfläche ftiea zum Himmel ein balsamischer Duft der Athem des Frühlings. Einige Frauen, deren Gestalten und Oewgungen m'dem gedämpften, rnllchigen Lichte deS werdenden TageS etwaS Elegantes und eine sonderbare Umnutb hattin, waren schon damit beschästtgi, die Blumen in Körbe zu sammeln; mehrere von ihnen wandten sich nach mt? um. eil sie rnlck allein, au so
rrNher Stunde durcb die reucktnr rer.
der wandern sahen. Sie guckten mir einen Augenblick nach, machten einige spöttische Bemerkungen und nahmen dann ihre Arbeit wieder auf. Eine von ihnen fiel mir auf, weil sie Formen von wunderbarer Schönheit hatte, und weil sie sich mit fast zärtlichen Bewegungen zu den Blumen beugte. Mit ernster Stimme richtete ich einige ffragen an sie über das Beilchen und seine Cultur. Sie gab mir Auskunft mit viel Anmuth, aber in einer fast nicht zu verstehenden bäuerllchen Sprechweise, und sie errötbete dabei. Als ich sie so reizvoll vor mtr scch in ihrer sieghaften Jugend, inmitten des blumigen Feldes, unter etnem reinen, von Bögeln belebten Himmel, glaubte ich mich vlötzlich mitten in das mythologische Zeitalter versedt. und in Vers Demoustters (Gott verzeihe es mir!) kam mir in den Sinn. Ich vergaß Escourbiac und seinen Leidensgenossen und auch mein trau"ge Zugehörigkeit zur Gegenwart. Vor mtr stand lächelnd, die Hände voller Blumen, .die Mutter des Frühlingö.ung, frisch und rosig angehaucht. Ehrfurchtsvoll, sehr ehrfurchtsvoll Neigte ich mich, und auf jeden der blo ßen, duftigen Arme des Mädchens brückte ich inen schallenden Kuß. Aber mein Chloriö mißverstand wohl den Charakter meiner Huldigung; schnell stülpte su mtr den Blumenkorb aus den Kopf, und mit emvörter Miene sagte sie mir, ich sei in .fcher Student"! ?Jch glaubte, nicht länger verweilen u sollen; ich zog mich weise zurück, rolgt von einem schallenden Gelächter, daS von allen Theilen des Beilchenfeldes zu mir herllbertönte. Die Guillotine war schon errichtet. alö ich an dem Orte der Hinrichtung anlangte. Ihre beiden stahldefcblagenen Arme streckten sich in die Höhe neden einem großen Wildkirschbaum, der wie ein Bouquet in Blüthe stand, inmitten eines weiten Wiesenplatzes, der rings umgeben war von winzigen Hüaeln, auf denen sich zahlreiche Zuschauer drängten. Auf einem dieser Hügel erhob sich eine Dorfkirche mit rothem Ziegeldach. Eine Glocke mit schrillem Klang wiederholte in kurzen Zwischenraumen das Todtengeläut. In e.nem kleinen Kastannaeholz dicht bei der Hinrichtungsmaschine bereiteten sich Liniensoldaten fröhlich ibren Kaffee, während die Eavalleristen tn ihre langen Mäntel gehüllt, aus der Erd neben ihren Vserden schlummerten und die Thiere daS mit Hyacinthen und Primeln gemischte GraS der Wiese rupften. Der KreiS der Hüael öffnet sich nach der Garonne hin und ließ denFluß sehen; seinen Ufern näherten sich zahlreiche Boote, die von Toulouse mit Schaulustigen kamen. Die Sonne war schon hoch gestiegen, und alle Einzelheiten dieses Bildeö waren in schönes, glänzendes Licht getaucht. Mein Freund Robert D der sein Geschick verfluchte und eine Cigarette nach der anderen rauchte, hatte mir gesagt, daß der Wagen mit den Berurtheilten nicht vor einer Stunde an sei nem traurigen .Ziel angelangt sein würde, und so entschloß ich mich, um die Zeit todt zu schlagen, das kleine Dorf zu besuchen, das so malerisch auf den Hügeln lag. Sein einziger Gasthos war gepreßt voll. Ich trat dennoch ein. Was für eine Welt! .Jene ganze scheußliche Rottet welche durch daö erste Licht der Dämmerung Überrascht wird bei ihrem un sauberen, nächtlichen Treiben rn den verrufenen Stadttheilen. ; C j. r I em Plan oa. um micy zu feizen! Alö die Wirthin sah. daß ich mich anschickte, hinauszugehen, hnlt sie mich fianz vertraulich am Ärme zurück und agte mir wse: Gehcn Sie hinaus in mein Schlaf- ? immer! Sie werden dort ein paar ehr anstandige Herren treffen!Dieö Zimmer war klein und zum größten Theil eingenommen von einem geräumigen Bett mit Aoryangen, so groß, wie die Segel eines Schisfes.' Vier Männer, von denen drei noch jung waren, saßen um einen Tisch, auf dem ein herrlicher Eierkuchen mit Speck dampfte. Der älteste dieser Gentlemen, ein alter Mann von angenehmem und symdathischem Aeußern, machte mir sehr freundlich Platz zu seiner Linken und lud mich ein, mit ihm und seinen Freunden den Eierkuchen zu theilen; sie waren gerade dabei gewesen, ihn in Angriff zu nehmen. Die Einladung war in so herzlicher Weise erfolgt, daß ich gern annahm, zumal mein langer Spazieraang querseldein meinen Appetit auf's höchste gesteigert hatte. Das Frühstück verlief fröhlich und angeregt. Die Jüngsten unter ihnen waren von hinreißender LiebenSwürdigkeit und milderten die stets mehr oder weniger melancholischen Betrachtungen der Aelteren. In seiner Unterhaltung die reich war an poetischen Bildern, erwähnte ver Älte mit Vorliebe literartsche und, künstlerische Gegenstände. Er gestand mir schließlich mit fast kindlicher Schämigkeit, daß er auch hin und wieder di? Muse mißhandelt und in kleines Eckhen Leinwand bepinselt habe. Ich vermuthete in diesem alten Herrn eine zu gleich ritterliche und zarte Seele. Sein Veglsiter lauschten ihm mit Andacht und hörten aus, zu essen,, sobald er zu sprechen begann. Mitten unter diesen angenehmen Menscken, unter die ich so ganz unvermutzet aeratyen war, vergaß ich nach und na das düstere Motjv. das .mich
so früh aus vem Jette gerVteven yarre Der Liaueur. den mir der liebenswür.
dige A?te großmüthig eingoß, erschloß in meinem Gehirn fröhliche Gedanken, und schließlich fand ich. daß das Todtenglöcklein, das ohne Unterlaß in der kühlen Luft des Morgens klagte, jetzt freudig wie eine Glocke tönte, die zur Taufe lautet. Aber in dieser tristen Welt sind die frohen Augenblicke die kürzesten, und bald erhob sich der Alte, nachdem er einem seiner Begleiter einige Worte ins Ohr gesagt hatte. Alle thaten wie er, und ich blieb allein im Zimmer. Beim Abschiede hatten mir die Männer kraftig die Hand geschüttelt, und im Augenblick, wo er die Schwelle überschritt drehte sich der ehrwündige, alte Herr, dem mein Kops ohne Zweifel sehr gefiel, noch einmal um und sagte zu mir mit bewegter Stimme: .Auf Wiedersehen, hoffe ich. mein lieber Herr!" Bald entstand eine große Bewegung m den unteren. Räumen deS WirthHauses. Die Meng drängte mit Gewalt hinaus, und dann folgte tiefeS Schweigen auf Lachen und Singen. .Das ist der Wagen der Berurtheilten," sagte der Wirth ganz außer Athem zu mir, indem er mit dem nackten Arme über die schweißbedeckte Stirn fuhr. .Arme Teufel," fügte er hinzu, mit einer Miene halb voll Kummer. halb voll Genugthuung, .sie ahnen gar nicht, was für eine Einnahme ich ihnen verdanke!" Mit einem Schlage war meine gute Laune dahin; ich blieb wie angenagelt auf meinem Stuhle sitzen und fragte mich, ob ich dem gräßlichen Schauspiel beiwohnen sollte. Die Neugier triumphirte, und mit zwei Schritten war ich bei der Guillotine, dicht neben meinem Freunde Robert D., der vor seinen Mannschaften bleich wie ein Todter zu Pferde saß. Der Erste der Verurtheilten, der von der Karre stieg, starb mit viel Muth, festen Schrittes ging er auf die schreckliche Todesmaschine zu. Ich sah sein Gesicht bis zum letzten Augenblicke seines Lebens, und ich weide nie seinen entsetzlichen Ausdruck vergessen. Das war eine unaussprechlich wilde Zusammcnziehung der Mus-k-In ein? i!nnfiMrItsfi N-vrttk-rnn,', T w w nv der Augen, eine Verzerrung der Lippen, die die zusammengepreßten ähne seKen ließ, daß man unwillkürlich an ein Skelett denken mußte. Bei dem dumpfen Falle des plumrn RichtmesserS flogen Meisen, die si h zwitschernd zankten in den weißen Blllthen des wilden Kirschbaums, erschreckt davon. In der Menschenmenge kein Laut! DaS blutige Haupt war gleichsam hüpfend zur Erde gerollt, wie ein Ball, der kräftig aufgeworfen wird. Einer der Gehilfen deö Scharfrichters war nachgelaufen, faßte eö mit beiden Händen und warf es brutal in den Korb. Während dieser Zelt stieg daS dreieckige Beil, roth vom Blut, wieder langsam in die Hohe, bereit, eine neue blüiige Arbeit zu iyun. In diesem Augenblicke richteten sich Mtl'ie Bljcke mechanisch auf die leitend Person bei diesem unedlen Drama. Er stand unbewegt da, den Daumen auf der Feder der Guillotine. Die Erregung, die ich fühlte, als ich sein Gesicht sah und seinem Auge begegnete. daS unverwandt auf mich gerichtet war, war derartig, daß ich nicht daS Ende der Hinrichtung abwartete. Ich durchbrach den Ring der Truppen und erreichte laufend daö freie Feld. ; Schreckliches Abenteuer! Ich hatte mit dem Henker gefrühstückt!! Langsam, mit den Bewegungen eineö geistig Verwirrten, ging ich über das Feld, das jetzt vor mir lag wie eine öde Wüste. Mir folgte die Grimasse des Gerichteten, das Bild des blutigen Beileö und der Blick des Henkers. Uid immer werde ich seine zärtliche Stim mt flüstern hören: .Auf Wiedersehen. hfse ich, mein lieber Herr!" $ai Schicksal eineö HalSbandeS. In den gelesensten Londoner Blättern erschien vor Kurzem unter den Verlustanzeigen folgende merkwürdige Annonce: .Verloren im St. James Park ein Halsband von 79 Perlen, die m der Nachbarschaft von Seovzll Road und High Street an verschiedene Kinder vertheilt worden sein sollen. Für jede einzelne Perle eine Belohnung von 1 Pfund Sterling ($5). Abzugeben im Juweliergeschäft der Herren London & Rvder in Bond Street." Diese etwas räthselhaste Anzeige erregte die Neugier eines Zeiunasreporters, der sich zuerst uri Auskunft an die bekannte Juwelierfirma wandte. Hier war man jedoch sehr zurückhaltend und ließ nur 'durchb'lcken, daß es eine dem höchsten Adel angehörige Dame sei, die den kostbaren Schmuck verloren habe. Die Polizei wußte nichts von der Angelegenhelt, mit deren Verfolgung osfenbar nur Privatdetektivs betraut worden sind. Endlich gelang es dem Reporter, in dem in der Annonce angeführten Stadtviertel .die gewünschte Aufklärung zu erhalten. Das besagte Perlenhalsband war am Vormittag des "22. Juli verloren worden. Drei kleine Knaben im Alter von 5 bis 7 Jahren, die ohne Wissen ihrer Angehörigen von Scovell Road nach dem St. Jameö Park gepilgert waren, um die mit Musik- vorbeimarschirenden Soldaten zu sehen, fanden auf dem Rückwege eine hübsche, kleine Pappschachte!. Erwartungsvoll öffneten die unternehmenden Bürschchen den Carton und entdeckten darin eine Schnur Perlen, die wie .Seifenblasen" schimmerten. Nachdem man die hübschen Dinger zur Genüge bewundert , und noch fünf einzelne, in Seidenpapier eingewickelte Perlen in der Schachtel aufgestöbert hatte, eilten die kleinen DurchaänLer nach Haule. .Der eiaent-
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