Indiana Tribüne, Volume 23, Number 20, Indianapolis, Marion County, 8 October 1899 — Page 10
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Die lelzZelcr Csnde. An dem Sockel tn:i Standbildes, das Napoleon IJI. seiner Mutter, der Königin Hortense. in der Meinen Ka pelle des Schlosses Arenenberg errich tet hat. liest man den Spruch: For tun, infortuna, sortuua!" In diese orct Worte konnte man auch den Vc bensgang einer bourbonischen Fürstin, des letzten weiblichen (sprossen des tapferen Hauses der (londe. fassen, deren Charakterbild uns von Pierre de Segur in einem kürzlich erschienenen biographischen Werke: La deniieiv des Conde" (Paris. Calman Levy, Editeur.) geschilde-rt wird. Luise Adelheid von Bourbon-Conde war am 6.October 1757 als das zweite Nind des Prinzen Ludwig Josef von lionde und der Prinzezstn Charlotte von Nohan - Soubise, der Tochter des gleichnamigen Warschaus, zu Paris geboren und verlor die Butter schon nach drei ayren. Jyre (rrziehung erhielt sie im Kloster, wo der Sitte nach die mutterlosen königlichen Prinzessinnen bis zum 25. Lebensjahre, wenn sie sich nicht vorher verheiratheten, verbleiden mußten. Schon mit 14 Jahren wurde sie bei Hofe vorgestellt, wo ihre jugendfrisch:Erscheinung viele Bewunderer fand.' Ein rundes, rosiges Antlitz, das muntere, kluge Augen belebten und dichte, blonde L:c!en umrahmten, und eine hohe, schlanke Gestalt rechtfertizten vollkommen den Beinamen Äourbon - Hebe", mit dem der galante Hofdichter Torat sie grüßte. Luije war sechzehn Jahre alt, als sie die erste große Enttäuschung ihres Lebens erfuhr. Einer ihrer eifrigsten Verehrer seit ihrem Tebut bei Hofe war der Graf von Artois der spätere Ziönig Karl X. gewesen. Er schien leidenschaftlich in seine schöne, mit ihm genau gleichalterige Äerwandte verliebt, und allgemein bezeichnete man itzn als den ihr bestimmten künftigen hatten. Um so schmerzncher war die Ueberraschung. als eines Tages, da alles im Meinen schien, die Aerlobung des Grafen mit W!arie Therese von Savoyen proklannrt wurde. Aon diesem Ereignisse an begann :n dem Wesen Luisens sich eine Aeränderung bemerkbar zu machen. Ihre unbefangene, sorglose Lebensfreude schwand und wich einer Weltverachtung, wie man sie so ausgesprochen in so jungen Jahren nur selten antrifft. Zugleich erklärte sie mit Bestimmtheit, lieber ledig zu bleiben, als ihre Hand ohne ihr Herz zu verschenken, und so mußten die Freier, an denen es der hübschen und reichen Fürstentochter nicht fehlen tonnte, sammt und sonders mit dem Korbe abziehen. Als sie 25 Jahre alt war und das Kloster verließ, richtete ihr der Prinz von Conde ein eigenes Hotel in der Nue Monsieur ein, wo sie ihren selbstständigen Hausstand whrte. In dem Palais Bourbon. das er selbst bewohnte, konnte er dieTochter nicht aufnehmen, da er seit langem mit seiner Geliebten, der geschiedenen Fürstin von Monaco, zusammen lebte. Aber im Sommer war sie jetzt immer bet ihm in Ehantilly, wo sie einen getrennten Flügel des Schlosses inne hatte. $n Prinz sammelte hier einen Kreis vornehmer und berühmter Gaste um sich und gab ihnen Feste, welche durch ihren Glanz diejenigen von Versailles fast in den Schatten stellten. Ssitxtti stand ihm Luise nun zur Seite. Wie rn der Apotheose ihrer zu voller Neife erblühten Schönheit erschien sie. Aller Bewunderung erregend. Ein banaler Zufall unterbrach diese Zeit der Lustbarkeiten. Luise glitt bei einem Spaziergange auf der TuilerienTerrasse aus und brach ein Bein. Nach langem Krankenlager wurde ihr von den Aerzten zur völligen Genesung ein? Kur in Bourbon - l'Llrchambault verordnet, dessen Heilquellen damals einen großen Nuf hatten. Hier fand Luise von Conde den Noman ihres Lebens. 5 in Sommer 1786 fiel den Bade gästen von Bourbon - l'Archambault bald ein Paar auf, das sich geflissentlich abseits von der großen Stenge hielt und unzertrennlich schien. Das war die Prinzessin Luise: ihr um sieben Jahre jüngererBegleiter war der Marquis de la Gecvaisais, ein Lljährlger Cavallerie - Lieutenant, der aus semer Garnison Saumur hierher beurlaubt war. um sich von den Folgen emes Sturzes zu erholen. Er hatte sicherlich nichts Bestechendes noch Bersuhrerlsches an sich, der kleine, unbeholfene und häßliche Marquis, aber hinter dem unscheinbaren Acußeren barg sich ein nicht gewöhnlicher Verstand, ein zum Träumen und Grübeln geneigter Geist und das warme Herz eines braven, rechtlichen Mannes. Daß er den Anderen so wenig ähnlich war", das war es, was die Prinzessin, nach ihrem eigene? Ausspruche, zu ihm hinzog. Der Gedanke an die Möglichkeit einer Heirath kam Luisen, die von ihrem Nage eine sehr hohe Meinung hegte, keine Minute in denSinn. während andererseits ihre Beziehungen nie die Grenzen Erlaubten übersckritten. Die Nückkehr nach Paris bereitete dem Idyll vorläufig ein Ende und setzte an die Stelle des mündlichen Jdeenaustau sches einen lebhasten Briefwechsel. Aber etzt, in der Trennung, wurde sich die Prinzessin über die wirkliche Natur ihrer Empfindungen für den jungen Ofsteter klar, und alle ihre Gedanken richteten sich darauf, ihn wiederzusehen. Es ist bezeichnend für die Anschauungen jener Zeit, daß sie einen Da sah er sie an mit Augen be! lcwfig wie der Ritter Delorges, als er der Dame den Handschuh in's Gesicht scqleuoerte. Er zog eine Cigarren tasche und Feuerzeug heraus ffbh ffbh schon brannte ein Glimmstengel, den er grimmig zwischen den Zähnen hielt. 'Äa. das tbat dieser
furchtbare Mensch. Blies ihr so zu sagen den Nauch unter die Nase, verneigte sich leicht und ging. Mit dem Stöckchen herumfuchtelnd, schritt er rasch den Strand entlang. Ah, diese Kleine hat sich zur rechten Zeit entlarvt! Das wäre eine hübsche Geschichte geworden, wenn man sich an ein solches Wesen gebunden dätte! Unglaublich, diese schnöde Eigensucht, diese unbändige Herrschgier, die einem ehrlichen Werber mit einer solchen Zumuthung antwortet! Na. die kann's weit bringen als eheliche Machthaberin. wenn ihr der riehtige Schlapphans in die Hände fällt. Vielleicht ist Herr von Schramm das geeignete Medium. - Glück auf! Hussa, das haben wir rasch und glatt erlediqt! Dabei pafft er nach Kräften. Und ringsum ist Alles grau geworden. Grau der Himmel, grau die See. Daß das s o hat kommen müssen! Wer hätte das gedacht! Von außen besehen, welch entzückendes Geschöpf!
Gleichviel, das ist abgethan für immer. In der Gallerie des Strandhotelgartens sitzt die Schriftstellerin und schreibt. Sie schreibt einen Aufsatz für die Neue Frauenzeitung". Heute Morgens so schreibt sie sagte ich zu meiner Nichte: Ick lese es in Deiner Seele, Deine Zeit ist gekommen. Dein Erkorener ist da. Die Nachtigal wird singen, der Mond wird scheinen, der Himmel wird voller Geioen sein. Ich aber sage Dir, mein ZUnd: die Erziehung des Mannes zur Ehe muß in demselben Augenblicke beginnen, wo er um unsere Hand anhält. Man muß das Eisen schmieden, so lange es heiß ist. Thöricht ist der Männerhaß, aber wir müssen die Männer zu behandeln wissen, dann können wir ihnen getrost unsere Köpfe in den Nachen stecken, wie die Bändiger von Menagerielöwen. Als mein unvergeßlicher Anton um mich warb, nahm ich ihm das Gelöbniß ab, nie mehr zu rauchen. Ich glaube, das war die Grundlage unseres leider viel zu kurzen Glückes. Je früher und je gründlicher man ihnen Nikotin und Alkohol abgewöhnt, desto besser. Das bedeutet keineswegs nur eine Verwohlfeilung des Mannes, nein, es bedeutet auch einen wichtige Schritt zu seiner Sänstigung und Veredlung. Das ewig Weibliche zieht ihn hinan So schrieb die Gute und merkte nicht in ihrem Eifer, daß der Himmel über und über so grau geworden war. wie ihre Theorie von der Erziehung des Mannes für die Ehe. Uff sie hielt inne, und über ihre großen Augengläser hinweg schweifte ihr strenger Blick suchend umher, bis er an dem jungen Kellner hängen blieb. Otto, ein Glas Bier!" rief mit tiefer Stimme die Erzieherin des Mannes für die Ehe. Der Jüngling im schwarzen Frack fuhr aus seinen Träumen empor und verschwand. Und im fünften Strandhotelkorbe saß noch immer Fräulein Marie und blickte dem Davoneilenden nach. Ja, was ist denn geschehen? Sie war doch so glücklich gewesen noch vor einigen Augenblicken. Und wcs hat sie denn gethan? Nichts anderes, als was ihr Tante Erna, die bewährte Kennerin der männlichen Seele, eingeschärft hatte. War ihm das nicht genehm, so hätt' er's doch bloß sagen dürfen. Allein aufzufahren, in wildem Trotze die Cigarre herauszuziehen und davonzurennen in welchem Anstandsbuche steht denn das, Herr Doctor? Und dieser ganze Mansch, der so schön war in seinem zornigen Stolze. mit den sprühenden dunklen Augen, mit der Cigarre im schimmernden Prachtgebisse der soll jetzt für sie in blaues Nichts zerfließen wie seine Cigarre, derenDuft sie noch immer spürt! Für immer in Nichts zerfliegen! Dort ist er schon wieder jenseits des .Herrenbades. Er wird nie wiederkommen. Nie. nie! Und jetzt ei Fräulein Marie, in welchem Anstandsbuche steht denn dieses? Jetzt springt sie auf und rennt ihm nach. Vergeblich ruft die kleine Schwester, die mit den Blumen aus dem Hotel zurückgekommen ist. Marie sieht nichts und Hort nichts. Sie fliegt dahin ihm nach, ihm nach! Vorwärts eilt der funge Mann, vorwärts in's Graue hinein. Ein Windstoß. hei. das that ihm wohl! Von oben her klingt es ihm nach wie eine leise flehende Geisterstimme: Herr Doctor!" Tie Enaelein über der grauen Himmelsdecke rufen ihn zurück, so scheint es. Und fernher aus dem neu anbebenden Meeresrauschen klingt derselbe geisterhafte Zuruf: Herr Doctor! Herr Doctor!" Ach, gleichviel, ob ihm die Engel im HimmelHalt zuriefen oder die sämmtlichen Seejungfrauen dieses Gestades er will mchts hören. Vorwärts! Aber jetzt, das kann keineTäuschunz sein, nicht von der See her und nicht vom Himmel, unmittelbar hinter ihm ertönt der Nuf: Herr Doctor!" Er blickt zurück und sieht Marie. Beide Hände streckt sie ihm entgegen, und an ihren Augen es hat doch noch gar nicht geregnet sieht er zwei große Tropfen. Ah. Fräulein Marie!aussieht, und daß die gelben Zahlen daraus weit mehr hervortreten. Der Grund ist der, daß vor zwei Jahren, im Sommer, ein junger Nüsse, der jeden Cent seines Vermögens verloren hatte, sich hier am Tische selber, erschossen hatte. Sein Blut war über das Tuch hingespritzt, würd?, einfach weggewischt, der Leichnam fortgetragen und daS Spiel ging weiter. Am nächsten Tage aber wurde der Tisch frisch überzogen. Da nun das Tuch für einen Doppeltisch, das Aufspannen und die gelben Zahlen mit ' eingerechnet 318.Franken kostet, die Svielbank aber 'dem jungen
Bussen, falls er siü? nicht erschossen hätte, für die Heimfahrt nach Peters-
vurg mindestens 000 Franken hatte zahlen müssen, so attc sie auch damit e:n ganz gutes Geschäft gemacht, von den 4(X),()00 Franken ganz abgesehen, die sie ihm im Spiel abgewonnen hatte. Aber nicht von diesem vereinzelten Falle her stammt der traurige Nuhm dieses Tisches. Nein, der datirt schon seit zehn Jahren. In diesem Zeiiräume sind weit über die Halste all Derer, die sich ihrer pieloerluste wegen in Monaco den Tod gegeben haben, an diesem Tische ruinirt wor. den. Wer nach Monte Carlo kommt, ein fach um zu sagen, daß e? dort gewesen sei, und seine fünf Franken riskirt, um sagen zu können, daß er gespielt habe. der wird wohl meist seinen Platz an diesem Tische hier einnehmen, ohne zu wissen, daß von all den vierundzwanzig Stühlen da nicht einer kein Selbstmörderstuhl" ist. ' Ein Fluch ruht aus diesem Tische. Cm Fluch, der den Croupiers wohl bekannt ist: Mit förmlicher Angst sehen sie s daher, wenn hier einer der Spie ler vom Spielteufel ersaßt wird. Mit Bangen sehen sie seine Spiel' einsätze sich mehren, mit Bangen sehen sie ihn gewinnen, mit Bangen verlieren; denn wenn er gewinnt, kommt er doch wieder, da erst recht, und dann dann ist er verloren, unerbittlich. Namentlich aba der eine Platz gilt als der Platz der Verdammten: es ist der Platz zur Linien des Croupiers, an dem dem Saalcingange zugekehrten Ende des Tisckes. Siebzehn Selbstmörder von den 118 Opfern, die dieser Tisch' schon g''fordc?t, haben in diesem Siuhle ge sessen! Eines Nachts bcochtcte ich den Sohn des bekannten Pariser Architekten de N. . ., der sich an den Tisch da gesetzt h.tte und mit ganz ungeheurem Gaick spielte. Er stand mit einem Ge winne von über 2 iO.CGO Franken auf. Am nächsten Tage kam er wieder und setzte sich auf den Platz der Verdamm ten. Am liebsten hätte ich ihn fortgerissen, hätte ihm das Geheimniß dieses Platzes entfallt, halte ihn gewarnt, beschworcn. allein durfte ich da5? . . Mit steigender Angst sah ich seinem Spiele zu. Er pointirte wie ein Wahnsinniger und verlor. Verlor lles. was er Tags zuvor in sinnlosem Glück gewonnen hatte. Ver'Ior daö und zweimuhunderttausend Franken dazu. Dicker Schweiß stand auf sei ner tirn. Seinen letzten Tausendfrankschein setzt er jetzt. Er verlor auch diesen. Wankend, einem Trunkenen gleich, taumelte er mit einem schrillen Lachen hinaus. Zwei meiner Beamten folgten ihm. Umsonst. Eine halbe Stunde später theilten sie mir mit. er habe sich von der Eisenbahnbrücke, die den Straßenzug vor der Kirche St. Devote kreuzt, herabge stürzt und sich den Schädel zertrüminert. Der Selbstmördertisch hatte sein Opser verlangt. Auf demselben Platze saß eines Nachts e:n ältlicher, behäbig aussehen' der Herr. Antonio Cesare. ein früherer Hauptmann der italienischen Armee und entfernter Verwandter des Maue von Ventimiglia. Er verlor an dem Abend nahe an hunoerttausendranks. Als er aufstand, war der Mann nicht zu erkennen. Die Verzweiflung starrte einem aus seinen verzerrten Zügen entgegen, der Wahnsinn blickte aus seinen Augen und eine Stunde später wurde er todt aus der See on Mentone gezogen. Cin anderes Bild. Beim Eröffnendes Spiels sah ich eines Morgens d'.e Hochsaison hatte an der Niviera gerade begonnen, eine junge Frau, eine Engländerin, eine Mistreß Parlington. auf dem verhängnißvollen Platz sitzen. Sie lächelte einem Herrn zu. der hinter ihr stand, und legte wie zögernd ihr Fünfsrankstück pointirend auf den Tisch. Sie gewann. Strahlend strich sie das Geld ein und lud ihren Mann, mit dem sie gerade auf der 5)och;eitsreise war. ein. doch auch sein Glück zu versuchen. Er that's und Beide gewannen. Nicht viel, aber immerhin ein paar tausend Franks. Am nächsten Tage kamen sie wieder. Wieder ließen sie sich auf dem verhängnißvollen Platz nieder und wiedergewannen sie. Diesmal dreißigtausend Franks. Das helle Glück strahlte aus ihren Augen. Am nächsten Tage aber wandte sick daS Blatt. Sie verloren Alles. Todtenbleich. doch ruhig, verließen sie den Spielsaal. Einen stummen Händedruck tauschten sie noch. Tags darauf kam aus Nizza die Nachricht, im Windsor-Hotel habe sich ein junges Paar erschossen. Es waren meine Engländer. Mrs.' Parlington und ihr Mann. Emporkömmlinge sind geneigt, dc Ausnahme zur Regel zu erheben. G e i si i a e s G r ü n f u t t k. r. Dichter: Fräulein Aurelie, arf ich Ihnen mein neuestes Gedichtbuch oeoiziren: Veilchen - Blätter und Narzislen? . Aurelie: Tau end xmi Nein, wie sich das trifft!" Dichter: Wieso?" Frl. Aurelie: Ich bin nämlich vegerarrsch erzoaen. .-HöyereKochlunst. Fraulein (im Pensionat erzogen, will ihrer Sckwester das Garniren eines Beefsteaks. beibringn): Siehst Du. diese Selleriescheibe nimmst Du. schneidest vier Streifen und legst einen gegen Süden. , einen ggen Norden, einen geaen Osten und emen aeaen 'ze nen: Uebertrumpft.' Ich kann lbre ??rau nickt werden, lieber Otto. aber glauben Sie mir. ich will Ihnen eine " O, , ich kenne das Schwester sein, wollen Sie sagen." Nem, eme Mutter, denn ich habe ge stern den Antrag Ihres Papas ange nommen."
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jLjyjLm jLy es ifc?iiu vator t er eirua! Wintern fikt ich unter einem bestigen Anfall den Vrirpe und bin sntdem ni.iter Interen normen d,e,er rankheit ungrfäyr um dieselbe .cit ousqeieizt. nr lb V r ft a o ii u n g e n d a 1 1 f a m facilte mich in diesem Winter sofort. Ich dabe stekS mit hebe 1 1 rc:n Cnol4 dieieu irunaenalfam in memer Familie gegen Husten und (rrkaltumien angemen. t b-t. -"weit meine er, adrunq grdt kann ich mit gute Gewissen Itzre Wesiziu ai das emufcb lt!i, PMi cie tut duselte rear.ivruajm.- Crqcte iist liw Carl Hang. tP , . . rerauSaeder der kZgiicken und wöchentlichen tanlaS kliky Presse.NansaZ llilq. Mo., den AI. März S'7. 's ' j j PriiZ 23 Qtnil und $1.00. erkaust don otd,kern oder durch die Poft dersoudt. Wenn ?l?r;te erfolglos find und all? andere Heqe?,mitt,l kebischlaqen so beseitigen unsere 5k Mittel die Ursa,!,en und beilen r!'ronche rankdenen. Schmiß uns tur "Dr. Kav'aHome I Treatraent;" ei ist ein romtoolle üui) con ti3 Seiten. Man adresslre ; r er D. B. j. KAY MEDICAL CO.. - -. - Omaha. IVebraska. 1
? 4? 8? ? ? ? ? 4? 4? Z? WVV VV VV Strasckicn. Während man in manchen civilisirten Ländern beinab: ernlilick daran denkt, eine JunzJesellensteuer einzutubren. um der immer menr wach en1?cn Ehelosigkeit zu steuern, gibt es im fernen S:am ein anderes y'em, oa diesem Uebelstan'de auf's Glänzendste abhilft. Das ist das System der Strafehen. Jedes Mädchen m ram, das ein bestimmtes Alter erreicht hat. ohne einen Mann gefunden zu haben. kann aus zunjcy amtiicy reglurlri un'd zur Seiratb vorgemerkt werden. Auf gewisse Vergehen ist nämlich in Siam als Strafe d:e Zwangöeye sejlgesetzt und die in den Listen eingetragenen Jungfrauen dienen dazu, diese von den Gerichten des 5anoe verbänaten Strafen zur Ausführung zu bringen. Handelt es sich um leichtere Vergehen, so strht dem Verurtyelilen das Neckt der Wahl zu. bei schwereren ffällen ist er gezwungen, die ihm amt. rich angewiesene Frau zu neqm-n. IN mancke'n Bällen maa das viel7eicht ein fürchterliche Strafe sein, während andererseits auch wohl vte llejer iyen sich recht glücklich gestalten. Auf der :laav ericuos,en wurde der bei A!ason. Ws.. ansässige Farmer Sibenson. Sein Jagdgenosse vermeinte im Dickicht einen Hirsch zu erkennen und schoß dreimal hintereinander. Der dritte Schuß traf Siben son in die Brust und hatte einigeStun den spater dessen Tod zur Folge. Von feinem eigenen Bru der Frank wurde Henry Jones in Greensville . County. Va.. erschossen. Henry, der durch das Bellen seiner Hunde aus dem Schlafe geweckt wurde. feuerte fünf Schusse aus einem Revolver durch das Fenster, von denen einer den Bruder so unglücklich traf, daß dieser in wenigen Vttnuten eine Leiche war, . J- . , '
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Nkunft und LHgang der verschiedenen E:skg baZnzLLk fc, Unten Deroi, Indianapolis. 2 vsndalia. Mgang PosZzug 7 05 ö Expreß 11 35 Nrn Expreß 12 35 Nm Aomodation 7 25 Nm Skvreß 4 00 9irn Expreß 7 15 Vl Ankunft Expreß 2 V,, Expreß 4 45 9iV StccornobaKcn 10 00 93rn Expreß 2 25 Nm Cchnellzuz. 7 05 5m $CC3??SwC&?3 ....... .... Schnellpestzug 8 20 21m Cledeland, Eineinnati, Chicago und St. Souls. Indianapolis und Cleveland DivMon. Absang Erpreß,. 4 2 S)u, expreß 35 Vm expreß IlikOVm Limited c'xpttö 4 25 Vm Erprek q,. Ankunft Expreß 310 Nr xpreg..... 10 35 Vm Limited Expreß 9 45 Vm Expreß 6 0)3iOT - 11 3) Nm St. LouiS Divistcn. Abgang Expreß 7 SO 55m lMltsd ExpH 11 4.5 Vm Expreß 11 20 Nm Ervrek. täalick dtn ,. Ankunft Expreß täglich 5 40 Vm ?prsv 10 30 V Limited Ezreß 4( S Nm 610 55m Thicago und Cincinnati Division östlich Abgang Schnellzug 3 45 Sm nccoinodatlon tszli 7 00 Vm Accomo'oation 10 50 Vm Postzug 2 45 Kni Accomsd. snur Sonntags). Accomodation fi 2 Vm Ankunft-Rushville AccomodZtion. vojtzug... ..II 40 Vm Jnd'pls Acc. (nur Scnnt,). Accomodation 11 50 tm Accomodattcn 6 40 2:b CchneZzuz 11 05 Nm Ehicago und Cincinnati Tidiston tvesiticy Abgang Accomodatic 7 45 Vm Ecbnell.Post 11 45 Vm Lasayette Accomadatien. . . . ö 15 Nm Schnellxua 12 05 Pm Ankunft Schnellzug 8 30Vm afayette Accomsoansn ... 10 45 Vm Echnellpost 2 35 Skm UccomodZt 5 4SNM Peoria Diviston westlich. Ab zsng Expreß 7 25 Pm Expreß 11 46 Nm Danville Accrscodation 4 3nn Erpreß.. ...11 1s N i Ankunft Expreß 3 30üm Wanvllle ölccoNsdattsn....l0 20 m Expreß 2 42 Nm Expreß 616 3irn Peoria Division kftliq. Abzana Expreß 6 10 Vrn Accomodanon Erpreß 3 50 Nm Ankunft Expreß 11 35 Vm ccomodsnsn Eiprefe....; 10 4! Nrn Lake (5rie und Wesiern. Abgang Expreß 7 00 Vm xpreg 1 20 Nm Erpreß 7 00 ffw Cchnell.Ervrek 1 20 Nm Ankunft Scbnell'Lxpnß Lxpretz 10 20 tu Crnß 2 40 Nm Szpriß 6 00 Nm PiMlurg, Cincinnati, Chicago und St. Louit. Jndiängpsl-.S Division. Aözattg Ezprev 4 00 3h i f. . CT . iuinous nccomoealUtt... io trn Expreß 3 35 Vm Cchnellpostzug No. 14 8 25V expreß 7 10 Nm Ankunft cyneirzug.. : 9 ) Nm Expreß 12 25 'm Accomodation 3 4'iNm E?vrei S KO Nm kpreö 10 00 Nm EhicaLS Division via Rclomo. Abgang Expreß 11 35 Vm Crvrek ...11 Ri c Ankunft Expreß 45 Nm xpreg 3 2j5Crn LouiSville Division. Abgang Expreß 3 56 ?m LoulSvllle Aecomodation.. . L 1b L Schnellzug 3 3JNm Accomodation 4 10 Ankunft Accomodatisn 10 00 Vm Schnellzug II 30 Vm . Accomodation 4 ) Nm Spezisl täglich 12 2Z Nm Cincinnati, Hamilto und Davton. Abgang Mail. 8 25 Vm Abgang Erpreß 3 6 Vm Cmcmnat, A:con-L:s.t:?n . . 10 45 Vm Expceß 717 Ab Expreß 4 4ä Nm Erpreß 2 4-5 Nm Aakunft Accomodation. 12 45 Vm Expreß 11 45 Vm Expreß 7 60 Im Expreß 10 35Nt ErrrtZ 6 60Vrn Ankunft Mail 7 50 Nm Indianapolis und Vinceunek. Abgang Expreß S 15 Vm Amccnnes AccomodatlZ .. 4 2(Z Nm Ankunft Vincenn-s Accomodat.onlO 40 Vm rrev 4 50Nm Cincinnati, Vabash und Michigan Sllgsna Expreß 6 3SVm Expreß 11 15 Vm Ervrek 4ßO S!rn Ankunft Expreß... 2SLm Expreß 3 10 Nm rpreß S 45 Nrn Indianapolis, Decatur und WeßernZ Abgang Expreß S 15 Vn. Accomodation ... 3 45 Nur Schnell.Ervren 11 53 82. Ankunft Schnell.Expreß St0Am ecomsoatton. 10 40 Vm EiprtS 4 40 923t Chicago, Indianapolis und LouiSville. Mono Route. Wgang Expreß 12 Kfi V Wer 3 35 91 Mail 7 00Vm Erpreß ldia I D & 23) 11 50 25rn Ankunft Expreß ... 3 30 Vp Mail 7 65. Expreß svia I D W) 24091a .LiononFlye? 4 37 9tav
