Indiana Tribüne, Volume 23, Number 19, Indianapolis, Marion County, 7 October 1899 — Page 1

vc s Cs A WO UsS 4V 'ii 111 iiii nv r W 4 W W w v )y v vj p w Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 117 U Jahrgang 23. Indianapolis. Zndiana Samstag, öen 7 Oktober 1899. No. 19

I

Danksagung.

lltn unsrrea Vkrmaudten, Freunden und den Mit gliedern der Freimaurer Loge, sowie auch Herrn Pastor PetZ für sein trostreichen Wortt am Sarge und den Mitgliedern des Quartett;, sprechen ir hiermit unseren tiesste Tank aui sür die uni bewiesene aufrichtige Theil ahm, bet der.Veerdkgunz unser' Satten und Batn. William Pfasslln. ffra Nosa Psafflin. Sattia und Kinder. Dramatischer Klub Sonntag, den 5. Wktober, Etste Vorstellung der Saison im Deutschen Hause. Die wilde )agd. Lustspiel in 4 Akten von Ludwig Fulda. Eintritt : : 3U und 2Z Cents. Sitze können im Deutschen Hause reservirt werden. Anfang halb acht Uhr. Wachmauus High Patent und Tip Top :; Mehl ;; geben der HzuSsrau die beste Zusriedenhkit. W.GIERKE. Deutscher :: Buchbinder, 631 Eüd Delaware Str.. kHintnhau.) Herr S. Pinkpang. 17 Cüd Alabama Ctraß nimmt für mich reftellunzea ntgezea. u x tt e v Bau- und Spai -Vereiu macht Zjypotheken-Änleihen zu den niedrigsten Zinö-Raten. Abzahlungen der Schuld nach Belieben. SXan erkundige sich bei den Beamtm: Albert . Metzger. Praftdent. LoviS Sielten. Bi.Pkaftda. Armin Bodn. irritlt. Carl . Lieber, chatzmeiftn. vnstlmmlung jeden Samstag bend im Dentscken Hau. ST. ANT0NIUS Sanitarium, Mt Jackson. Erfolgreiche Behandlung von Rheumatismus, ' Hartleibigkeit, Leberleiden. Dyspevsia, Nerven, Blut. Nieren' und Magen Leiten. Dieses Wasser enthält einen größeren Pro zentsatz heilender Bestandtheile, wie irgend in andneL im Staat. Bäder sind von 8 Uhr ?ormiUagi bis 9 Uhr Abends zu haben. Erfahrene und zuvorkommende Wärter. Seperate Ab Heilungen sür Damen und Herren. P itienten erhalten Kost und LogiS zu billigen Bedingungen. Gute Küche. Jede Bequeml'chkeit für Patrenlen. Persuchen Sie ein Glas Wasser im St. Anthony Mineral Sanitarium. 3129 w. Washington Str. geg. dem JrrenhauS. ZA ULER BROS., Eigenthümer und Manag! CirclePark ffiKOTIL ! Bar- und Billiard -Boom. Gute deuifche Küche. Linelns Ztlnhlzsitsn rvsrdsn fsrvirt. . . . Gco. MermaaMM BsichsnbsftsttsV, Osfic:: 26 Süd Delltwarestr. Ställe, 220, 22?, 224, 226, 2.Ä Ost Pearlstr. Telephon 911 . Offen Tag und Nacht. Angekommen : sCutA ftlt ttirtMitt f v V TTX Jetzt ist die Zeit billig zu kaufen, jeder Vogel wirb garantirt gut sprechen zu lernen. C. F. Klepper 9 423 9u44ftt .Misch 8ct s ttchige Ärach.

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Gditorielles. ES ist nicht Sache der Tribüne"

in überschwangliche Lobeßhymnen für Taggart auözubrechen. DaS müssen kwir den Parteizeitungen überlassen. Die Tribüne" ist keine Parteizeitung und einer überfchwänglichen Begeister ung für politische Kandidaten und politische Parteien ist sie nur selten und nur unter ganz besonderen Umständen sähig. Wir begnügen uns daher zu sagen, daß Indianapo'iS in den letzten Jahren eine Stadtverwaltung gehabt hat, mit der man im Allgemeinen zufrieden sein konnte. Die ideale Stadtverwaltung, welche gar nicht zu tadeln ist, gehört in Amerika einstweilen zu den unmözlichen Dingen. Man braucht sich darüber keine Illusionen zu machen, und namentlich braucht man nicht zu hoffen, daß man nur eine Veränderung in Parteien und Personen vorzunehmen brauche, um alles in beste, schönste und ehrlichste Geleise zu bringen. Wir erinnern uns nicht, daß eö jemals eine Stadt- oder Staatsverwaltung gegeben habe, gleichviel welcher Partei sie angehörte, der man nicht allerhand am Zeuge hätte fluten, oder nicht allerhand UebleS hätte nachsagen können. Freilich, eö können Dinge vorkammen. die so grober Natur sind, daß man eine Aenderung rUkiren muß Aber dann muß zum Mindesten in diesen Dingen die Gegenpartei völlig reine Hand zeigen können, waS z. B. gegenwärtig in Bezug auf die Straßenbahnangelegenheit nicht der Fall ist. Darüber können wir unö ein für alle Mal klar sein : bedeutende durchgreifende Aenderungen und Reformen, dauernde Blsserung der Regierung?und Verwaltungöverhältnisse find nur möglich, wenn eine völlige Aenderung des wirthschaftlichen und politischen Systems eintritt. Welche Ansichten darüber man immer für die Zuku . haben mag. für den Augenblicke ist eine solche leider unwahrscheinlich. Nun haben wir, wie gesagt, eine unter amerikanischen Verhältnissen ziemlich befriedigende Stadtverwaltung gehabt. Ganz besonders zufriedenstellend war die Durchführung der SanitätS-Vorfchriften und mehr als je unter einer anderen Stadtverwaltung ist gegen die Verfälscher von Nahrungsmitteln eingeschritten worden. Die Bemühungen der Gesundheitöbeamten, eö dahin zu bringen, daß man nicht Angst haben muß, einem Kinde mit jedem Tropfen Milch auch einen Tropfen Gift zu geben, find immerhin sehr anerkennenSwerth. Und eS kann weiterhin nicht in Abrede gestellt werden, daß seitdem In dianapoliS nicht mehr den Ruf hat eine Muckerstadt zu fein, sich der Fremdenverkehr, in einer dem Geschäfte im Allgemeinen sehr ersprießlichen Weise gehoben hat. Seit Langem ist eS nicht mehr der Fall, daß die Eisenbahnzüge am Samstag Abend die nach anderen Städten flüchtenden Reisenden in großer Zahl davontragen. Die Campagne, welche die Republikaner führen, ist denn auch eine äußerst lahme. Ueber das, worüber sich wirklich etwas Interessantes sagen ließe, dürfen sie nichts sagen, und so müssen sie sich nothwendiger Weise aus Gemeivplätze beschränken, und auf die üblichen Parteianklagen allgemeiner Natur. Die Straßenbahnangelegenheit ist von dem Journal," dem Orga der Republikaner, bis jetzt noch nicht mit einer Silbe erwähnt worden und die Newö" und Herr Bookwalter sind einmal ganz sachte daran vorbeigestreift. Und doch ließe sich gerade über diesen Punkt so viel JnteressanteS sagen. Da aber die Republikaner selbst nichts darüber sagen wollen, so haben wir doch nicht den Beruf, eS für sie zu thun. Und waS, fragen wir, können wir durch einen Tausch gewinnen? Von welchem besonderen Vortheil kann eS sein, wenn wir Bookwalter an Stelle TaggartS setzen? Wirmüssengestehen, daß wir einen solchen Vortheil nicht siaden. Wir setzen eine unbekannte Qualität an Stelle einer bekannten. Denn ohne Herrn Bookwalter zu nahe treten zu wollen, so bleibt eS doch wahr, daß der Mensch im Amte ein anderer ist, als der außerhalb des AmteS, daß ein selbständiger Mensch ein anderer ist, als einer der als Beamter mit den verschiedenen Elementen seiner Partei zu rechnen hat.

Da wissen wir nun gar nicht, w S

wir an Bookwalter haben werden, aber genau, waS wir an Taggart haben. Der Mann ist kein Engel, beileibe nicht, er hat seine Fehler und SchwSchen, vielleicht sehr große, aber daS ist bei jedem Andern gerade so. Nun ist eS unS gar nicht angenehm. von der Sonntags- und Wirthschaft? frage zu reden. 3a gewissem Sinne erscheint unö dieS kleinlich und wenn große Fragen bei der Stadtwahl vor Handen wären, betreffs welcher die Republikaner entschieden den Vorzug verdienten, würden wir aus diese Sache kaum Rückficht nehmen. ES giebt aber Viele, sür welche diese Frage die Hauptsache ist und ganz gleichgiltig ist sie unS auch nicht. Vom Standpunkte dieser Frage aber hätte man durch eine Aenderung in der Stadtverwaltung nichts zu gewinnen, sondern nur zu verlieren. Liberaler kann die Sache unmöglich gehandhabt werden, wie sie jetzt gehandhabt wird und daS Mucker element ärgert sich genug darüber. Wie gesagt, wir wissen waS wir haben, aber nicht waS wir bekommen werden, ,ä!h eS fich da nicht bei Bekanntem zu bleiben ? AmUHrichlen, Wetterbericht. Schönes Welter heute Nacht ; wöilicherweife Regenschauer Sonntag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 67 Grad niedrigste 42 Grad . Der Fleisch-Trust, er droht den New Jorker MetzgernmitdemNuin. N e w I o r k, 6. Okt. Der Fleisch. Trust droht, den hiesigen Metzgern und auch den Geflügelhändlern den GarauS zu machen. Seine Inhaber find wüthend darüber, daß die Metzzer cooperative Schlachthäuser anlegen wollen und haben vor, dem Krieg durch den Krieg zu begegnen. 2500 Fleischerläden sollen von dem Trust verdrängt werden und den Geschäften desselben Platz machen. Veranschlagt man den DurchschnittSverkauf der Woch? eines hiesigen Fleischers auf $500, so würde der Trust mit einem Schlage einen Umsatz von $1, 250,000 wöchentlich oder 565.000,000 jährlich an fich ,eißen. ES find schon zweimal srüher derartige Versuche gemacht worden. Der erste im Jahre 1884 von dem Marquis de MoreS und der zweite 1894 von den Sastmanö. Beide schlugen fehl. Geo. F. Swift, ein Mitglied deS Trusts. betreibt bereits hier zwei Detailgeschäfte. Eins in der West 14 Str. unter dem Namen einer Corporation und eins in der Hudson Str unter der Firma einer Compagnie. Außerdem hat der Trust schon hier wie in Brooklyn in seinen Evgroö-DtpotS begonnen, unter de? Hand den Sinzelverkauf aufzunehmen. Er macht damit den Kleinhändlern, welche er zwingt die Waaren von ihm zu den vorgeschriebenen Preisen zu kaufen, direkte Conkurrenz. ,, Der Präsident aus Reisen Peoria, Jll., 6. Okt. Der Präsident und die Mitglieder seines Kabinetö hielten in Quincy kurze Reden. Zur Einweihung deS SoldatenmonumentS fand hier eine große Parade st tt und Präsident McKinley hielt ine längere Ansprache. Von hier begab sich der Präsident nach GaleSburg. um Krieg wahrscheinlich. London, 7 Okt. In Bezug aus die TranSvaal-Angelegenheit ist nicht? NeueS zu melden. Die Vorbereitungen für den Krieg werden ununterbrechen fortgesetzt. Eine Depesche von Johannesburg meldet, daß mehrere jüdische Kaufleute von Eingeborenen ermordet wurden und daß die Kaffern alle Läden plündern, wo sie SchnapS zu finden hoffen. Der Klub der Harmlosen. Berlin, 6. Oktbr. Die heutigen Verhandlungen in dem Prozesse gegen Mitglieder deS Klubs der Harmlosen zeigte, daß der Spezialcommissär, welch die Untersuchung führte, gänzlich unfähig war und die g'ößten Lumpe entkommen ließ. Mehrere Zeitungen bringen scharfe Artikel gegen die verrotteten Zustände in den oberen Krei-sen.

(Allerlei.

3jt ercye von Carl Nüstow. der kürzlick aus seinem Qeim in ' der Nähe von Nib Falls. Wis., verschwand, wurde rn der Nahe ferner Wohnung theilweise verscharrt gefunden. Nib Falls ist eine kleine Ortschaft etwa 12 Meilen westlich von Wausau. Im Jahre 1893 wurde dort ein Mann Namens Herzog von August' Hoffmann czetödtet, der jetzt im Zuchthause zu Waupun für sein Verbrechen sitzt. Carl Rüstow war damals einer der Hauptzeugen gegen Hoffmann und seit der Zeit ist zwischen den beiden Familien Rüstow und Hoffmann immer Streit gewesen. Kurz bevor Nüstow neulich verschwand, war es wieder zu einem Kampfe zwischen den Mitgliedern , der beiden Familien gekommen, und man glaubt, daß Rüstow einem Verbrechen zum Opfer gefallen lst. Ein. schreckliches Unglllck hat die Familie von August Dictert. welche sieben Meilen westlich von Vlue, üslitt?, Minn., wohnt, befallen. Die 14jährige Tochter wollte mit Petrol?um Feuer anmachen, die Flammen schlugen in die Kanne, diese explodirte und die Kleidcr des Mädchens fingen seuer. Der Vater verbrannte fich bei dem Bersuche. sein Kind zu retten, die Hände. Das unglückliche Mädchen ist so schwer verbrannt, daß man an seinem Auskommen zweifelt. Das Haus gerieth in Brand und ein vierjähriger Knabe kam in den Flammen um. Die Familie verlor ihre ganze. Habe. DreiTageunvdreiNächte hat Michael Oroko in einem 00 Fuß tiefen Minenschachte bei Shenandoah, La., in den er gefallen war, zubringen müssen. Die senkrechten Wände des Schachtes machten es ihm unmöglich, l-erauszuklettern. Endlich wurde der Unglückliche von einem von der Arbeit heimkehrenden Grubenarbeiter entdeckt. der die Desender Frre Company- benachrichtigte, von der sofort einigeMitglieder mit einem Strick an Ort und Stelle eilten und Oroko herauszogen.' Der Mann war von Hunger, Durst und Kälte beinahe erschöpft; er .hätte die ganze Zeit bis an die Knie im Wasser stehen müssen. Ein schreckliches Unglück trug sich inBuckstin beiElberfeld, Ind., zu. Das Wohnhaus des angesehenen Farmers Mite Wild stand in Flammen und brannte bis auf tar lÄrund nieder, da keine Feuerwehr in Thätigkeit treten konnte. Leider sind auch dabei drei junge Menschenleben zu Grunde gegangen. Ein Sohn des Herrn Wild lm Alter von 6 Jahren und zwei Neffen Wild's. Söhne von Henry Skalten, die bei Wild wohnten. im Alter von 8 resp. 17 Jahren, sind dem verheerenden Elemente zum Opfer gefallen. Sie schliefen im oberen Stockwerke des Hauses und da in dem Zimmer kein Fenster war und die Ureppe bereits in Flammen stand, so war es den von den Flammen'Eingeschlossenen nicht möglich, zu entkom? men. Auch Herr und Frau Wild entgingen nur mu rnapper noly oem Feuertode. Sie schliefen rn dem unteren Stockwerk, aber das Feuer hatte lereits solche FortschriUe gemacht, als sie erwachten, daß sie sich kaum retten tonnten. ZweiGefangeneüberwäl t i g t e n die Wache im Fort Mead, S. D.. und bewerkstelligten ihreFlucht. Der eine rst der gemerne Soldat Tyr xel, welcher wegen Fahnenflucht zu drei Jahren Gefängniß verurtheilt worden war, während der Andere, ebenfalls einGemeiner, wegen Angriffs mit einem Rastrmesser ein Jahr hrummen sollte. Morgens um 7 Uhr übergab der Sergeant der Wache die Beiden der Obhut der Schildwache Dolan. welcher sie zur Arbeit fuhren sollte. Dolan war beritten und bewaffnet. Die Sträflinge trugen Rechen, mit denen sie die Hofe reinigen sollten. Plötzlich überfielen sie Dolan. schlugen ihn mit den Rechen vom Pferde und knebelten rhn. Sie bemächtigten sich seines Carabiners, stiegen auf seine Rosmante und jagten davon. Ihre Flucht wurde erst entdeckt, als matt die Wache Dolan vermißte. Sogleich wur den Reiter nach allen Richtungen auf die Verfolgung ausgeschickt, aber die Verschwundenen sah man nicht wieder. Etwas verspätet für die Saureaurken - Zeit, aher immer noch amüsant ist eine Schlangengeschichte. die aus Guthne im Indianer - Territorium gemeldet wird. Dort hat nämlich eine alte Dame Namens Maud Howey in ihrem Leibe ein rentables Schlangennest gehabt. Seit längerer Zeit schon behauptete die Frau, daß sie Schlangen im Magen bade, doch hiel ten die Aerzte dies für Einbildung. Jetzt aber hat sich herausgestellt, baß pie Frau recht hatte. Vor länger als einem Jahre hatte sie Wasser aus einem Brunnen getrunken UNd dabei eine kleine Schlange geschluckt. Vor einigen Tagen gab man ihr ein Brechmittel ein, und es kamen mehrere schlangenartige Thiere zum Vorschein, deren Kopf mit dem eines Fisches Aehnlichkeit hatte. Da aber die Frau behauptete, daß sie von den Plagegeistern noch nicht ganz befreit sei, entschlossen sich die Aerzte zu einer Operation und entfernten aus en Eingeweiden 9 Schlangen, deren

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Zoll variirte. 36 Jahre hat der Kaufmann Martin 5iastine in Louisville, Ky.. eine Kugel in seinem Körper getragen, die jetzt durch eine Operation entfernt wurde. Ka'stine ist 58 Jahre alt, und als der Bürgerkrieg ausbrach, schulterte er, wie sooiele Andere, das Gewehr und zog mit dem 8. TexanerRegiment gegen den Feind. Er machte die denkwürdige Schlacht von Shiloh mit und befand sich damals in der Nähe, als der General Albert Sydney Johnson von seinem Pferde heruntergeschossen wurde. Kastine selbst erhielt einen Schuß urd man ließ ihn für todt auf dem Schlachtfelde liegen. Er kam aber wieder zu sich und schleppte sich nach einem Lazareth, wo er lange Zeit lxrrnieder lag. Die Kugelwunde war eine gefährliche, und der Arzt konnte die Kugel nicht lociren. Seitdem trägt Kastine die Kugel in der Brust. In letzter Zeit fühlte er Schmerzen in der Brust, die mit jedem Tage wachsen. Es bildete sich ein Fleiscbzewächs an der rechten Brustseite, und ein Arzt schnitt aus demselben die Kugel herau. Die Gebrüder Ho os. Bescher einer Weinwirthschaft in der Hasengasse zu Bingen, stiegen in die entleerte Abortgrube, um ein verstopftes Zuleitungsrohr zu reinigen. Kaum war der ältere Bruder in der Grube, als er. von giftigen Gasen betäubt, zu Boden fiel. Der jüngere Bruder stieg sofort nach, doch auch er wurde betäubt. Einigen herbeigeeiltcn Männern oelana es. beide noch lebend aus der Grube zu ziehen. Der Aeltere starb ba)d darauf. tnXfirAnk Vu cv :3 czili ivutvuv t. uuycir in iyuiiiai geschafft werden mußte. . I n einer abgelegenen Gegend von Augsburg wurde der Soldat Wilh. Männer der 5. Comp. des 3. Jnf.-Regts. erstochen. Männer hatte in angetrunkenem Zustande mehrere Raufhändel gehabt und dann auf dem weiteren Wege ihm entgegenkommende Personen angerempelt und mit dem Seitengewehr verfolgt. Einer dieser Verfolgten tödtete ihn durch einen Stich in den Hals. Gegen einen BudapestQrsovaer Schnellzug wurde zwischen Lugos und Szakul ein muihwilliges Attentat verübt, welches leicht verhängnißvoll hätte werden können. Während der Zug mit voller Geschwindigkeit dahinbrauste, bekam die Maschine plötzlich einen Stoß, und rm nächsten Moment begannen sich die einzelnen Waggons in die Luft zu heben. Mit großer Anstrengung gelang es, den Zug zumStehen zu bringen und da gewahrte man, daß von unbekannter Hand größere Felsblöcke in Reihen zwischen dieSchienen gelegt worden waren, so daß es nur einem glücklichen Zufall zu verdanken war. daß keine Entgleisung stattfand, welche entsetzliche Folgen gehabt hätte. Das Personal durchsuchte sofort das anstoßende Maisfeld und fand dort einen halbwüchsigen Burfchen versteckt. Er wurde der Gendarmerie übergeben. I n d e n e r st i m M a i d. I. dem Bctri.b üb,rgebenen Rh:inmühleawerken am Rheinkai in Mannheim brach Feuer aus. das die Silos ergriff und diese in ganz kurzem Zeitraum völlig in Flammen setzte. Durch eine durchgehende Bcani.mauer sind die SiloZ isolirt. so daß für den größeren Theil der großen Mühle eine direkte Gefahr nicht bestand. Die Berufsfeuerwehr sah in du Sicherung der Umgebung ihre Hauptaufgabe. Schlecht bewährt hat sich die von der Stadt in Permanenz unterhalteneSchiffsdampfspntze der Trajektunternehm?r Arnheite? Söhne. Zuerst rissen die Schläuche und als Ersatz beschafft war. hatte die Spritze nicht genügenden Druck. Auch die Wasserleitungshydranten sunktionirten bei der colossalen Höhe deS Bauobjekts (7 Stockwerke) nur unvollkommen, und die Berufsfeuerwehr mußte Löcher ins Mauerwerk brechen, um dem Element beikommen zu können. Die Angaben über den Inhalt der Silos schwanken, doch mag der Schaden jedenfalls über 500,000 T'cark betragen. In Marseille langte dieser Tage der vor 16 Jahren zu le5enslänglicher Zwangsarbeit verurtheilte und jetzt vom Präsidenten der französischen Republik begnadigte Benjamin Reynier an. Im Jahr? 1883 war er des Mordes an einem kleinen Mädchen, dessen Leiche man in der Umgegend von Saint Cyr gefunden hat. beschuldigt worden, und sollte Anfangs die Todesstrafe erleiden. Da für die Schuld Reynierö nur sehr ungenügende Beweise vorlagen und die große Menge den Verurtheilten für unschuldig hielt, begann die Presse eine Campagne zu seinem Gunsten. Auch hik Depusirten Clavi Hugues und ZlsitideBoyer interefsirten' sich für die Sache und so wurde endlich nach 16 Jahren die Begnadigung des Unglücklichen erwirkt. Zu seinem Empfange hatten sich aus dem Marseille? Landungsquai die Eltern und Brüder des Exsträflings eingefunden. Auch seine Braut, die ihm während des langen Zeitraums die Treue bewahrt hat, war gekommen, um ihn ihrer unveränderten Liebe zu versichern. I n Ost ende wurde tir.i VerbastunA dollzogey. die reicht aerin-

j Deutscher Kindergarten

im Deutschen Hause, unter Leitung von Amalie Best. Der Unterricht hat bereits begonnen. Anmeldungen werden jederzeit entgegengenommen. ges ttsseyen yeroorrief. In den Gärten des Königlichen Strandschlosses spazirte ein gut gekleideter Mann umher. der genau den Flügel des Schlosses beobachtete, in dem die Prinzessin Clementine wohnt. Als er oerad hnhti war, die Lage der Zimmer genauer zu fircr&i r.j. n . vviuyia,u. nutzen einige seyelmPolizisten auf ihn und nahmen ihn fest. Cl',m. sC..rCi. t ,r r , r 1 it luyuuicu iyn gciaiqajioä nacy vem Hauptpolizeiamte, wosiibst er einem Verhör unterzogen wurde. Er war ein raiiener und erklärte, daß es ihm nicht bekannt gewesen sei, daß der Besuch des Königsschlosses untersagt sei. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Aufrechterhaltung der Verhaftung mit der Maßgabe an, daß der Italiener sofort des Landes verwiesen und über die grenze geschasst werde. Um dieser Maßnahme den Schein der Gesetzlichkeit zu geben, wird amtlich bemerkt, daß der Italiener sich über seine Eristenzmlttel nicht ausweisen könnte. Ueberdies soll er viel Aehnlichkeit mit Caserio haben! Ein vc: siebenJahren begangenes schweres Verbrechen ist durch Selbstverrath des Verbrechers jetzt ansTageslicht gekommen und ruht die Angelegenheit bereits in den Händen der Staatsanwaltschaft. In einer Herberge zu Schwebt a. O. machte sich ein betrunkener Müllergeselle dadurch verdächtig, daß er erzählte. Wissenschaft von einem geheimnißvollen Morde zu haben. Der Geselle wurde verhaftet, und die mit ihm vorgenommenen Verhöre ließen keinen Zweifel darüber, daß die Aeußerungen des Gesellen auf Wahrheit beruhen und er selber der Mörder sei. Nach seinem abgelegten Geständniß war er vor sieben Jahren auf einer Mühle bei Freienwalde als Geselle thätig, woselbst er mit der Frau seines Meisters ein Liebesverhaltniß unterhielt. Den Ehemann räumte er dadurch aus dem Wege, daß er ihn aus einem Hinterhalte heraus erschoß und die Leiche un!er der Mühle vergrub. . Ueber den verschwundenen Müller wurde das Gerücht verbreitet, er sei nach Amerika ausgewandert. Bald krähte auch kein Hahn mehr nach ihm. Bei den Nachgrabungen unter der Mühle ist that, sächlich ein menschliches Skelett aufgefunden worden. Der Mörder ist in das Gerichtsgefängniß zu Prenzlau eingeliefert worden. Hiesiges. Der deutsche Militärverein halt heute Abend in Fritz BernhartS Halle seine regesmäßige Versammlung und Beamtenwahl ab. Alfred Walle S, ChS. A. Cedarholm, Albert Hoff, Franz Büddicker, G. F. Afperger, Hy. Brehob und Otto Wülsing wurden heute naturalisirt. CT Die No. 632 BateS Str. wohnende Sessie Hill, 1b Zahre alt, nabm gestern aus Versehen Jodtinktur. Sie hat eine Erkältung und ergriff die falsche Flasche. Dr. Berner vom Diöpensarium rettete ihr nach ftundenlanger Bemühung deS Leben. CZT Der Stadtrath hält heute Abend eine ertra Sitzung ab um nothwendig gewordene Aenderungen in der Liste der Wahlinspektoren vorzunehmen und solche andere Geschäfte zu erledigen, welche vorgelegt werden mögen. - Die Union Maurerhandlan ger, welche an dem Reubau deS Monon FrachtbahnhofeS an der Süd 5ev Jersey Str. angestellt find, find entlassen und Nichtunionarbeiter angestellt worden. Der Vormann giebt als Grund an, daß die Union Arbeiter zu langsam arbeiteten. ES heißt, daß unter den deutschen Demokraten der achten Ward Mißstimmung gegen den demokratischen Stadtrathöcandidaten herrscht und daß viele der Deutschen daselbst den republitauischen Kandidaten vorziehen. Derselbe ist ein Deutscher, heißt Louis G. Bauer, ist Präsident der Zndianapolis Lounge Co. und ist Mitglied des Schwabenverein und des Druiden Orden?. Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen. Hood'S Sarsaparilla beseitigt die Ursache dieses Uebels und heilt Catarrh dadurch, daß sie daS Blut reinigt. Hood'S Pillen wirken milde, aber rasch und sicher aus die Leber und den Magen. 25c.

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