Indiana Tribüne, Volume 23, Number 14, Indianapolis, Marion County, 2 October 1899 — Page 2
Fndisna Tribüne.
Erschein Täglich und Ste Di täglich Tribune- kostet durch den Xxigt J et5 per Woche, die SontazTridKe'S fentf e Woche. Bctdc lucsratm 15 Knt8 WÖtntl ttTtfeiitt. Vtx P,ft zerhald U eut raestft t ,sitHig v iHt. Ofltwi 10 Qüd Vladama Crra, Indianapolis, Ind., 2. Oktober 1899. CondenflrteS Zeitalter? ! Mit Riesenschritten scheint die Neuzeit einer immer größeren Concentrinrng und Condensirung aus einer Menge Gebiete des Lebens entgegenzugehen. Dies läßt sich vielfach in den industriellen Arbeit - Methoden und der geschäftlickien Organisirung von Industrien (stehe die Allerhand-Nie-senläden, die Trusts" u. s. w.) verfolgen, und der gesammte Großbetrieb läuft ja mehr oder weniger darauf hinaus und wird darin immer mehr vom Erfindunqsgeist unterstützt. Besonderes Interesse aber kann die Condenstrung von Nahrungs- und GenußMitteln beanspruchen, und wenn Alles eintrifft, was in dieser Beziehung in Aussicht gestellt wird, so mag das künftige Eß- und Trinksystem der Menschheit kaum noch irgendwelche Ähnlichkeit mit dem bisherigen haben, außer sofern auch denn noch die Nahrung durch den Mund emgenommen wird, und nicht etwa durch die Nase! Wem die betreffenden Voraussagungen zu phantastisch erscheinen, der braucht sich nur zu vergegenwärtigen, wie vielerlei, sehr hochgradig condenstrte, im Handel auf einen. winzigen Raum zusammengedrängte NahrungsMittel es bereits' heutzutage gibt, ja zum Theil schon seit Jahrzehnten gegeben hat. Da ist z. B. die condensirte verzuckerte Milch, die Rind- oder sonstige Fleisch - Extrakte, eine lange Reihe concentrirter Suppen, die in Täfelchen oder sonstiger gepreßter Form verkauft werden, gewisse trockene Obst - (Xonserven, u. s. w. Man kann sich schon heute gar mancherlei MahlZeiten aus lauter solchen verdichteten Miniatur - Nahrungskörpern zusammensetzen, die nicht einmal alle mit kaltem oder heißem Wasser gelöst zu werden brauchen. Es erfordert nur eine allgemeine und durchgreifende Anwendung der selben oder ähnlicher Methoden, nach denen diese Sorten Nahrungsmittel hergestellt oder in ihre Form gebracht worden sind, in: höchstmöglichenGrade, um uns mit Haut und Haar in jene Zukunft hineinzubringen, rn welcher die Menschheit nur noch Pillen. Kap sein u. deral. ißt und trinkt: die Wissenschaft hat uns ja längst gezeigt, daß tm ungeheurer Theil dessen, was wir genießen, bloßes Wasser ist, und die . V'seitigung diesesWassers und anderer p ht nt-t bcnt NähruilgS'iihalt . f r c . e a knHlö zu rrun oaoen, MUIZ leoenfaus ein; gewaltige. Verkleinerung und Verdichtung der Nahrungs - Quantitäten ergeben, also zu emer großartigen Raum - Ersparnis fuhren. Ist außerdem der Nahrungsstoff fchon in einen Zustand gebracht, daß er Mit wenig oder gar keinen weiteren Vorberenun gen mundgerecht ist, so bedeutet dies in den Haushaltungen eine riesige tlr beits - Ersparniß und zum Theil in den Mägen ebenfalls! und kann die Arbeit d:e Lausfrau märchenhaft vereinfachen und am Ende gar die ganze leidige Dienstmädchen - Frage lösen, wenn sie tts dahin noch nicht anderswie gelost fern sollte. Auch in manchen anderen Beziehun-. gen würde ein solches condenstrtes Nahrsystem tief m das Leben eingrei fen. Es würde dann z. B. keine Grocers im heutigen Sinne des Wortes mehr geben. Dagegen wäre die Wichtigkeit des Nahrungs - Mit , tel - Chemikers- ungemein gestiegen. und die Verkaufer der Rohstoffe könnten dieselben direkt hinter dem Arbeitsstübchen des Chemikers abladen, aus welchem sie winzig verkleinert wieder herauskämen. Natürlich wurde auch die ganze Kochgeschirrund Eßgeräthe - Industrie eine katastrophenhafte Umwälzung erfahren. Eine Mahlzeit von sieben Gängen ließe sich nach solcher Methode vielleicht in fünf Minuten behaglich vertilgen." Es giebt ja nichts, als kleine Würfelchen, Täfelchen oder Kügelchen zu verschlucken, welche Beefsteak, Eier, Suppe Kaffee, Thee. Milch, Mineralgetränke u. s. w. repräsentiren. Man wird dann u. A. auch keine Arbeiter mehr mit Vlechkesselchen an ihr Tagewerk gehen sehen; denn Alles, was sie den Tag über brauchen, können sie in die Westentasche schieben. Da sämmtlicher Abfallstoff in Wegfall gekommen ist. so sollten derartige Nahrungsmittel auch ganz bedeutend billiger kommen. Und es wird behauptet, daß auf solche Weise der Mensch sogar viel gediegener genährt werden könne, als jemals zuvor. und daß etliche Mineralwasseroder sonst-'ge Getränke - Pillen den Durst für einen ganzen Tag stillen könnten.. Die Leser und Leserinnen mögen sich dieses Bild selber weiter ausmalen. Technisch, ist die ganze Herrlichkeit sicherlich nicht unmöglich. Und dennoch hat die Geschichte noch einige HaZen.' Es ist z. V. fraglich, ob allein den Produkten enthaltenen Stoffe, blos weil sie nicht direct der Ernährung dienen, ohne Weiteres als werthlos betrachten und mit solcher Verachiung zu behandeln sind. Und man rechnet doch selbst bei denjenigen Speisen und Getränken, die lediglich zur Stillung des Hungers und des Durfies dienen, einigermaßen auch auf den Genuß des Wohlgeschmackes, und zwar nicht blos für einen einzigen Moment; es scheint aber Grund zu dem Vorbedacht vorhanden zu sein, daß dieseZ Bedürfniß in der neuen Ordnung der Dmge schlecht wegkäme. Selbst die . bisherigen ' condensirten Nahrungsmittel gelten meistens nur
als gut genug für den Nothsall. z. auf Reisen und Ausflügen, oder im Kriegsfelde, oder in Ermangelung einer geordneten eigenen Haushaltung. Oder sollte das Wohlgeschmacks - Vedürfniß nur ein Laster sein? Merkwürdige Friedenösttfteret. Eine der blutigen Familienfehdcn, die bekanntlich noch immer zu den Specialitäten" bedeutender Theile unseres Landes gehören, hat im Gebiet der Osage - Nation auf eine seltene Art ihren glücklichen Abschluß gefunden, nachdem sie zehn Jahre lang gewüthet hatte. Ein indianisches Weib hat sozusagen eine Marcus CurtiusRolle übernommen, indem sie wenigstens moralisch in einen Abgrund sprang, um das gemeinsame Wohl zu retten oder doch weiteres Unheil abzuwenden. Die Geschichte ist bezeichnend genug für gewisse Erscheinungen des Grenzerlebens, um in ihren Hauptzügen hier vorgeführt zu werden. Die Williams- und die HarlowSippe befehdeten einander aus das Wüthendes in der bekannten Wildwestlichen Manier, nicht um EigenthumsStreitfragen, sondern weil vor zehn Jahren Gott Amor einen verhängnißvollen Bogenschuß gethan hatte, und ein Williams'sches Frauenzimmer mit einem Harlow durchgebrannt war. Der mörderische Familienkrieg schien gar kein Ende nehmen zu wollen, so lange noch auf der einen oder da anderen Seite Jemand übrig war, der mit dem Schießeisen umgehen konnte. Schon etwa 40 Personen waren in diesen zehn Jahren den beiderseitigen Kugeln zum Opfer gefallen, das heißt, zwei Drittel der beiderseitigen männlichen Anderwandten! (Frauen- und Kinder - Abschlachtungen wenigstens, & la Hatfield - McCoy, waren mit diesem Fehdekrieg nicht verbunden.) Da faßte dasselbe Weib, um derentwillen ursprünglich der ganze Krieg losgebrochen war. die jetzige Mary Harlow, den Entschluß, durch einen eigenthümlichen Staatsstreich" auch den Frieden herbeizuführen. Mary, die noch immer eine sehr anziehende Erscheinung ist, trotzdem sie während ihrer dreißig Lebensjahre hart zu arbeiten gehaot hat, wird vom GebirglerVolk weithin nicht minder bewundert, als seinerzeit Helena von den alten und jungen Trojanern, und einer der Williamse, Jim, war bis über den Schlapphut in sie verschossen. Er hatte indeß weidlich Angst vorMary's grimmem Gemahl, welcher erst ganz vor 5iurzem seinen, Jim's. Bruder im Verlauf der Fehde in's Gras gestreckt hatte. Hier war der Punkt, an welchem Mary ihre verwegene FriedensIntrigue anknüpfte. Sie erwiderte Jim's feurige Blicke, und in unmittelbarer Nähe ihres Heimes traf sie öfter im lauschigen Wald mit ihm zusammen. Bei einer dieser Zusammenkünfte schlug ihr Jim vor.
mit ihr durchzuorennen. Sie hatte oas erwartet und zögerte nicht lange mit Jawort und Handschlag. 2as Par chen rückte aus. und Mary schrieb lh rem Gemahl, was sie gethan, und schloß mit den bedeutsamen Worten: Auf Jim's Viehweiden kannst Du uns finden. Racheschnaubend brach der gehörnte Gatte schnurstracks nach der bezeichne ten Stätte auf und traf sein Ehege spons ganz allein. Er drohte, sie umzubringen; sie aber war noch schneller im Zücken des Schießeisens und gebot ihm, sich schleunigst zu verziehen, mit dem Hinzufügen, Jim werde bald heimkommen, und zwar aus dem und dem Pfad! Das ließ sich Harlow nicht zweimal sagen: Er lauerte dem Galan seiner besseren Hälfte auf und schoß ihn prompt nieder. Dann eilte er zurück zu seiner holden Mary, sagte ihr, was er gethan, und lud sie ein. mit ihm nach Hause zu kommen. Und sie ging sofort mit. Am nächsten Tage aber lud sie alle überlebenden beiderseitigen Fehdebolde nach dem Grabe Jim's ein; dort habe sie ihnen eine wichtige Erklärung zu machen, sagte sie. Und sie kamen Alle: zwanzig wohlbewafsnete, wild drein schauende Pioniere. Ehrfürchtig war teten sie, bis Jim's Leiche in das Grab gesenkt war, dann trat Mary vor und sprach: Zehn Jahre, lang befehdet Ihr Euch jetzt, und aus jeder Seite haben ungefähr zwanzig in's Gras gebissen. Ich war die Veranlassung von alledem. Wohlan, ich bin letzt Mit t nem Williams durchgebrannt und mein Gatte hat ihn getödtet, s.enau so, wie vor zehn Jahren ein Williams einen Harlow getödtet hat. Damit ist die beiderseitige Rechnung ausgeglichen, und ihr habt gleich viele Leichen. Wollt Ihr mcht m Gottes Namen nun end lich das Kampfbeil begraben?" Diese schlichten Worte aus dem Munde der indianischen Helena übten einen mächtigen Zauber. Thränen überströmten Auges reichten sich die rauhen Gesellen über daö Grab hin die Hand zum ewigen Frieden! Volttiker.Gedachtnkkranst,. Gar mannigfach sind die Mittel unserer Berufs Politikanten, sich bei Krethi und Plethi populär zu machen und einen gewissen Nimbus um sich zu verbreiten. Schon manche dieser Mittelchen sind in der Presse oder auf der Comödien - Bühne gelegentlich vorgeführt worden, und einige der plumpsten haben solcherart mit der Zelt ihr Ansehen eingebüßt und werden nur noch von Politikastern unteren Ranges angewendet. Andere wiederum scheinen noch immer einem großenTheü unseres stimmgcbenden Volkes tüchtig zu imponiren, so einfacher Art' sie auch sind. Dahin gehört üuch der nächstehende Kniff, der in verschiedenen Variationen immer wieder seinen Zauber zu üben scheint; selbst in ganz intelligenten und sonst schr weltklugen Kreisen. Wie oft muß man hören, daß dieser oder jener unserer großen oder kleineren Staatsmänner sich durch ein ganz wunder.bares Gedächtniß für Petsonen
auszeicyne, vle ZemalZ Jemen eDenspsad gekreuzt haben! Nun ist nicht zu leugnen, daß es einige Politiker gegeben hat und noch gibt, welche diese Fähigkeit in hohem Maße besaßen, resp, besitzen, wie solche ja auch unter sonstigen Menschenkindern vorkommen. Lincoln, Garfield und Blaine waren solche Beispiele. Dies kann jedoch nichts an der Thatsache ändern, daß das Meiste, was man in dieser Bezichung den Politikern nachsagt, eitel Mumpitz ist. Die activen Politiker selbst binden es natürlich ihren Verehrern nicht auf die Nase, wie solche Schaustellungen wunderbarer persönlicher Erinnerungskraft meistens gemacht werden. Aber manchmal plaudert einer, der nicht mehr im Geschirr ist, ein wenig aus der Schule. Nehmen Sie mein Wort darauf." äußerte sich jüngst ein solches, glücklich ausgeschirrtes politisches Kampfroß. daß in neun unter zehn Fällen ein solches abnormes Gedächtniß für Gesichter und Namen jedenfalls nicht ezi stirt, und Alles nur mehr oder weniger geschickte Mache ist. Da erscheint z. B. so ein Politikant bei einem öffentlichen Empfang. Stets ist dabei ein Hofstaat örtlicher Parteihengste um ihn herum, welche Jeden in der Stadt kennen. Da zeigt sich von ferne die Gestalt eines werthvolln Stimmgebers." Einer der Ortspolitiker flüstert dem Führer zu: Herr Oberst, da kommt Hr. Soundso, ein thätiger Arbeiter in unserem Weinberg und ein großer Bewunderer von Ihnen. Er hat Sie letzten Herbst hier begrüßt." Das genügt. Oder vielleicht slüstert
derOberparteihengst noch: Was treibt er denn?" Er ist Produttenhandler, lautet die leise Antwort. Inzwischen kommt der Biedermann näher. Ei, sieh da. wie geht es denn Ihnen, Hr. Soundso, ruit ibm der politische Da lei-Lama leuchtenden Auges entgegen und reicht ihm die vielgeprüfte Hand. freut mich unqemem. Sie wlederzu sehen, und was macht denn das Produkten - Geschäst?" Der Biedermann sührt sich in den siebenten Himmel gehoben vor Entzücken, daß eine solche Berühmtheit sich seiner noch so genau erinnert. Mindestens funfundzwan zig Andere haben das Gespräch gehört, und auf Windesflügeln fliegt die Mär weiter und laßt sich vielleicht m Tausenden von Kopsen undHerzen dauernd nieder. Sehen Sie, aus so spottbillige Art werden Reputationen gemacht. Dieses Recept mag noch allerlei AbWandlungen erfahren, und ich will nur noch eine derselben nennen, die mir seinerzeit einen beneidenswerthen Ruf als leutseliger Gedächtnißkünstler ver. schafft hat. Wenn ich zum ersten Mal in eine fremde Stadt kam. pflegte ich mit Vorliebe, irgend einen bestimmten Mann nur einen meinem Gedächtniß einzuprägen. Das mußte allemal einer sein, der in bescheidenen Lebens - Umständen lebte; in vielen Fallen suchte ich mir emen gewöhn lichen Arbeiter. oderTaalöhver dafür aus. Dann ermittelte ich ewige wenige Thatsachen über ihn und legte sie in das nämliche Schublädchen meines Gedächtnißkastcns. Dies war nicht schwer, da es sich ja immer nur um Einen handelte. Kam. ich nun nach Jahren wieder in dieselbe Stadt zu rück, so konnte ich beinahe gewiß sein, meinen" Mann wieder zu treffen. wenn er nicht etwa gestorben war, und dann lief ich auf ihn zu, sprach ihn mit Namen an und zeigte mich mit seinen Angelegenheiten vertraut. Ah . hieß es dann bald weit und breit, der vergißt Keinen und gedenkt des Handlangers gerade so gut, wie des Vankiers!" Das war auch vollkommen wahr. denn ich hatte des Einen ebenso wenig gedacht, wie des Anderen. Wie Sie sehen, gehört zu dergleichen herzlich wenig. Ich könnte noch allerHand darüber erzählen, wie man sich beim souveränen Volk lieb Kind macht und vettermichelt; aber ich will nicht zu grausam gegen meine werthen ExCollegen sein. Schließlich gehören diese Politikanten - Künste noch zu den harmlosesten und gemulhlichsten. Zum Tode verurtheflt wurde von dem Schwurgericht zu Elberfeld am 7. März 1875 der damals 24 Jahre alte Aohrschmied August Picard aus Reinshagen-Gulden-werth, weil er einen dortigen Einwohner nach voraufgcganzenemWortwechsel erschossen hatte. Kaiser Wilhelm l. wandelte auf Fürsprache der Staatsanwaltschaft dieses Urtheil in eine lebenslängliche Zuchthausstrafe um. Bei dem kürzlichen Besuch des Kaisers in Rcmscheid bemühte sich nun eine einflußreiche Persönlichkeit bei dem Herrscher um die Begnadigung dcr Berurtheilten. und jetzt hat der Kaiser diesen nach Vcrbllßung einer 23jährigen Strafzeit auf Grund seiner vorzüglichen Führung in der Strafanstalt völlig begnadigt und so der jetzt 81 Jahre altcn Mutter den reuigen Sohn wicderaeaeben. E t n e t ? a g i f ch e M y st k i tkation hat den Obersheriff des Eounly Donega m England, James Montgomcry Sinclair, in den Tod getrieben. Er stand vor der Thüre seiner Wohnung in'Bonnyglen. als ihm ein Telegramm eingehändigt wurde, das ihm den Tod seiner Licblinastochter Rosabell, eines sechszehnjährigen Mädchens, anzeigte. Sie sei, hieß es in der Depesche, beim Baden in Burtonport wo das Mädchen den Sommer verbrachte ertrunken. Unmittelbar nach Empfang dieser Depesche hörte man aus dem Glmmar fcinrlnirSi ?nn CTrtrtss iinS jliilliltl WlllViUU viiiui viiuu, UIIV als die Bedienten des Hauses herbeistürzten, fanden sie Sinclair blutuberströmt, die Pistole in der Hand, auf dem Boden liegen. Nach wenigen Stunden starb er. Tragisch wird der Tod dadurch, daß sich nachträglich herausstellte, daß die von einem anonymen Absender in DubNn stammende Depesche eine Mystifikation war. Frl. Rosabell eilte auf die Nachricht von dem Unglück von Burtonport sofort nach Hause. Es war ihr nicht der ge rinaste Unfall zugestoßen.
Das Eeständniß öes Erunkencn. Abends war ein Trunkenbold, der einen argen Straßenexceß verursacht hatte, dem Hauscommissariate der Polizei - Direction in Wien überbracht worden. DerTrunkene benahm sich aber
auch im Amtszimmer derart ezcesslv, daß man von der Abgabe seines Nationales Abstand nahm und ihn zur Ausnllcherung in den Arrest schob. 'Eine Stunde etwa blieb er hier ruhig. dann aber begann er zu lärmen und zu schreien, mit Händen und Füßen gegen die Ärrestthure zu poltern, daß der Lärm im ganzen Hause hörbar war. Ich muß zum Eommissär. ich hab' ihm was zu sagen! schrie er in einem fort, und da das Lärmen gar kein Ende nehmen wollte, entschloß sich Detectlve Grabner, den Excedenten vor zuführen. Eommissär Dr. Wolkaw war im Journaldlenst, er hatte erste Sec tion, ihm waren Arrestanten vorzuführen und der Trunkene wurde in das im Parterre des Polizei - DlrectionsGebäudes befindliche, in die Hohen staufengasse mündende Dienflzlmmcr gebracht. Der Vorgeführte schwankte zwar noch bedenklich und mußte sich an der Kante des Schreibtisches anhalten, um nicht zu fallen. Mit lallender, schwerer Zunge gab er an, Franz Dißler zu heißen und ein ehemaliger Forstgehllse zu sein. Man sah den: Menschen den reich lichen Schnapsgenuß an, seine Augen glänzten unheimlich und em penetran ter Alcoholgeruch entströmte seinem Munde. Lärmen Sie nicht so," herrschte ihn der Eommissär an, schlafen Sie sich ruhig Ihren Rausch aus und morgen sprechen wir weiter! Na. na, Herr Doctor, mein' Rausch is scho' weg, i bin wieder nüchtern. Hör'ns nur zu, was i Jhna sag', und Sie werden sehen, daß i net b'soffen bin!" Das krampfhafte Halten am Tische, die schwere Zunge und das Herumsah ren mit der Hand vor dem Gesichte des Beamten straften die Worte des Man nes zwar Lügen, aber der Eommissär beschloß, ihn dennoch anzuhören, um dann Ruhe von ihm zu haben. Dißler erzählte nun, daß er vor fünfzehn Jahren von dem relchenGuts besttzer Lad! - laus Lohnberger gedungen worden sei, um den Dragoner - Lieutenant Baron Wegener zu erschießen. Der Gutsbesitzer war damals in Liebe zu einem Madchen entbrannt, doch dcr schmucke Officier stand den Werbungen Lohnberger's im Wege und so hatte er den Plan gefaßt, den Nebenbuhler be seitigen zu lassen. Er hatte Dißler zum Morde gedungen und dieser hatte die blutige Toat auch ausgeführt. In unzusammenhängender, unklarer Rede hatte der Arrestant dies erzählt, und nur um den Mann wieder ruhig in den Arrest zu bekommen, versprach der Eommissär. alles Nöthige zu veranlas sen. Der Selbstbeschuldigung eines Betrunkenen ist ia kein Glauben bei,'!I - o messen," meinte noch Doctor-Wvlkaw zum Detective Grabner und legte sich wieder auf das Dienstbett, welches im zweiten Zimmer stand. Um 8 Uhr Morgens, am anderen Tage war der Journaldienst beendet und Dr. Wolkaw wollte noch die Acten der im Laufe der Nacht eingebrachten Arrestanten erledigen. Was geschieht mit dem Besosfenen? fragte der Detective. Der wird sich wohl schon ausge schlafen haben. Lassen Sie mir ihn vorfuhren und dann soll er laufen! Dißler wurde aus dem Arreste geholt. Jetzt war er wirtlich ernüchtert und er bat den Eommissär. fortgehen zu dürfen. Und was ist es mit der Mordgc schichte, die Sie mir in der Nacht er zahlt haben? fragte der Beamte. Mordgeschichte? Ich hab' erzählt?' stotterte dcr Mann. Er beaann kern, Todesblässe bedeckte sein Gesicht und sein Benehmen war em derart auf fallendes, daß der Eommissär d&n Ver dacht schöpfte, ob die Selbstbkichuldr gung nicht dennoch auf Wahrheit beruhe. Er ließ den Mann nochmals in den Arrest führen und beschloß, nicht fortzugehen, sondern sich der Sache zu widmen. Dr. Wolkaw stöberte in alten, vergilbten Acten nach, er suchte denNa men des BaronsWegener. Endlich hatte er ein diesbezügliches Schriftstück ge funden. Der Dragoner - Lieutenant Baron Wegener war in der Umgebung von Wien, m einem dem Gutsbesitzer Lohnverger gehörigen Walde todt aufaefun den worden. Die Brust des Todten hat te eine Schußwunde aufgewiesen, neben oer Leiche war der Revolver, aus wel chem eine Patrone fehlte, gelegen. Au genscheinlich lag ein Selbstmord vor. den der Officier Schulden halber aus gefuhrt hatte. Name. Ort und Zeit stimmen". sagte der Eommissär zu Grabner, und nachdem er diesen nochmals genau m strulrt hatte, schickte lr ihn aus, um ErHebungen zu pflegen. Mit Geschick entledigte sich der Detective des erhaltenen Auftrages. ' Er stellte die Thatsache fest, daß Ladislaus Lohnberger thatsächlich zur trittschen Zeit in eine Sängerin leidenschastlich verliebt war, die aber den Dragonerofficier bevorzugte. Baron Wegener war auf die Besitzung des Gutsherrn in der Nähe Wiens zur Jagd eingeladen worden und hier war der mysteriöse Tod des Offlaers er folgt. Lohnberger hatte drei Jahre später seine Besitzungen verkauft und war auf Reisen gegangen, bis er vor zwei Jahren in England starb. Dißler hatte als Forstgchilse bei ihm in Diensten gestanden, war aber von dem nachmaligen Inhaber der Besitzung weaen Trunkenheit entlassen worden. Der Arrestant wurde nochmals einvernommen, er stellte jede Schuld in Abrede. Er hatte seit den fünfzehn Jahren immer das Bild des SelbstMörders vor Augen gehal t und da habe sich im Rausche die Wahnidee in ihm festgesetzt, daß er der Morder des un glücklichen Officiers gewesen sei. Nmmervln laaen Ichwcrwicacnde,
Verdachtsmomente für die Schuld' des ehemaligen Forstgehilfen vor, er wurde demLandesgerichte eingeliefert und die Untersuchung wurde eingeleitet. Die Verhandlung gegen Franz Dißler fand statt, doch die Geschwornen verneinten die an sie gestellten Schuldfragen und
der Angellagte wurde freigesprochen. Der Tod des Dragoner - Lieute nants Baron Wegener war nun noö mvsteriöser als früber. Man wußt ch nun erst recht nicht, ob man einen Selbstmord des lebenslu tiaen 5 ciers annehmen oder an einen durch nler verübten Mord alauven ollte Ein Jahr später, nachdem auch schon Dinler aestorben war. fand -man oes Räthsels Lösung. Baron Wegener war thatsächlich ermordet worden. Gelegentlich der Verlassenschafts - Annahme nach dem Tode des nachmaligen Jnya bers des Vesiktbumes fand man in ei ner Schreibtischfuge einen Brief von der 5and Lohnberger's. in welchem dieser die Mordthat und deren Motive schilderte. Aber weder der Morder , iw r, r, c . t-t..il m C.. nocy oer ANUlsler oes oiungen erorc chens konnten mehr zur Verantwor tung gezogen werden. Zlas Zkugstiick. Unsere Gesellschaft gab damals in verschiedenien Dörfern und kleinen Marktflecken Zlärntens Vorstellungen. Wir fristeten das rammervollste Da sein, das je MuseAsöhnen und Tochtern beschleden' war, denn es war da mals aerade eine schlimme Zeit. Die Ernte stand vor der Thüre und die Bauern, die auf dem Felde alle 5ände voll zu thun hatten, fanden we mg Zeit, unserm Theater einen Besuch abzustatten. Da kam eines Tages unser Director freudestrahlend wahrend der Probe in den Theatersaal gestürzt. Kinder, wir sind gerettet; 's gibt ein ausverkauftes Haus oder auch mehrere!" nef er tnumphirend. Mr umdrängten ihn neugierig, auf welche Weise ein derartiges Wunder zu Stande kommm sollte. Seht her!" erklärte er und schwang dabei ein ungeheuer schmutziges Hest in der Hand. Das ist ein grandioses Schundstück, das der Schlossermeister K. hier im Orte verbrochen hat. Das führen wir auf. das wird mehr ziehen. als es alle ötlassiker zufammen thaten." Mit fieberhafter Eile wurde nun daran gegangen, die Rollen im Stücke kamen nicht weniger als sechzig handelnde Personen ohne Eomparserie und Chor vor herauszuschreiben. Die Mehrzahl der Partien übernahmen kunstsinnige Dorfbewohner zur Darstellung. Das Stück hatte mehrere Titel. Am Theaterzettel stand zu lesen: Höllenhaß und Macht der Liebe! oder: Dre Tugend bleibt immer ..' . . , n n t n auf!. v oder: W a h r e L i e b' hat Nichts zu furchten ! Ländliches Volksstück mit Gesang und . Tanz in 8 Acten von Lambrecht K. Regie Herr Lambrecht K. Der treffliche Dichter des Stückes batte es sich nicht nehmen lassen, auch die Regie zu führen und er leitete die Proben mit ganz außerordentlicher Energie. Wer von den Amateurschauspielern e'. nr s ' ? einer noue nicyl gewacyzen tcyien oder diese schlecht memorirt hatte, der wurde von Herrn Lambrecht K., der sich im Orte großen Ansehens erfreute. einfach beim Kragen genommen und zur Thur hinausgeworfen. Em Anderer war für den Htnausspedirten bald zur Stelle. Nach der dritten Probe hatte sich der Herr Regisseur auf dese Welse ein gediegenes" Ensemble geschaffen. Der Tag der Aufführung kam. Schon seit drei Tagen war Vorverkauf. Die Karten fanden trotz erhöhter Preise reißenden, bei uns noch nicht dagewesenen Absatz. Wo im Orte Sessel oder Bänke aufzutreiben waren, wurden sie von uns für Sperrsitze ausgeborgt. Der Begmn der Vorstellung wai für acht Uhr anberaumt, um sechs Uhr aber war der Saal schon bummvoll". Fortwahrend strömte Publikum da, her. Unser braver Director verkauft? so viel -Karten, als verlangt wurden, ganz unbekümmert darum, daß di' Leute gar nicht mehr in den überfülle ten Saal gelangen konnten. Das gab bald zu Unzufriedenheiten Anlaß. Un gefähr fünfzig Menschen, die absolut nicht mehr hinein konnten", wollten an der Kasse das Geld für die Villetö retour. Sofort meine Herrschasten!" sagte freundlich der Herr Director. ich muß nur meine Frau herausrufen. Bitte nur einen Augenblick zu gedulden." Sprach s, nahm die wohlqefullte Ka, e unter den Arm, ging und ward nicht mehr gesehen. Im Saale herrschte eine erdrückende Hitze. Eben hatte das Dorforchestkr seinen Marsch abgespielt und dcr Vorhang rauschte in die Höhe. Scenerie: ein Vauernzimmer: handelnde Persv nen: der alte Knochhuber, seine saubere Tochter Reserl, der Brunner Franz.l mit seinem Vater, dem alten Brunncr. Der Franzl hat's Reserl gern und sei Vater kommt, für den Sohn das Dirnd'l zu freien. Der Knochhuber hat aber einen Freier vom Nachbarsorte Kruckendorf, den Grundl Sepp, für sein Madl in Aussicht genommen und weist dieWer bunq zurück. Der alte Vrunner als erbgesessener Kirchdorfer ist empört darüber, daß d Reserl einem Fremden an den Hals geworfen werden soll. Zum Abschlüsse sagen sich die beiden. Vater die saftigsten Grobheiten und ernten dafür donnernden Applaus. Im zweiten Acte schworen sich s Reserl und der Franzl ewige Liebe und Treue und rühren das Publikum, U sonders die Weibsleut, zu Thränen. Der dritte Act spielt im WirthShause. Die aamt Bühne war voll
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Hustling and hasty meals Osten play havoc with the travelinj: man digestion. An experienced commercial man, who spends raost of liis time on the road, states that he never allows himself to be without a supply of IWANS TABUIES He talces four or sive Tabules a weelc, alvrays one after a hearty or hurried meal, and finds them a mighty nice thing. For all those ails that corae from Indigestion, dyspepsia and a lazy liver there is no remedy so certain as TABULES.
Menschen. iSitv Smta Der icm o:e Burschen von Kirchdorf und die os Kruckendorf vertreten sind. Da wurden die kernigsten 23imeH gen gesungen. Anfangs harmlos, dann immer stichelnder. Unsere D? lettanten spielten mit hinreißenlX'rNütürlichkeit. Keine Spur von Lampensieber roar du zu merken. Der abgewiesene Freier der Knochhuber Reserl, der arme Brunncr Franzl. saß abseits an einem Tische, den Kopf in die Hand gestützt, und kümmerte sich nicht um das bunte Treiben um ihn herum. Da konnte es sich sein siegreicher Gegner auf dem Feld? der Liebe, der Grundl Sepp, nicht ver sagen, ihn durch einen improvisirten Vierzeiler" zu heanzen". Er san: Der Franzl von Kirchdorf, Der hat halt sei' G'frett; Ihm g'fallert das Reserl. Er kriegt's aber net." Im nächsten Momente hatte der Franzl den Seppl bei der Kehle. Nun begann eine furchtbare Prügelei zwi schen Kirchdörfer und Kruckendorfer Burschen. Natürlich sollte sie nur zum Schein dargestellt werden, aber die Dllettanten hatten sich ''o in ihre Rollen hlneingedachr, daß sie wirklich rauf ten. Du lieber Gott, wie sie aufeinander losdwfchen. Im Nu hatten sie von allen auf der Buhne stehenden Sesseln die Beine abgebrochen und hieben damit aufeinander los. Die Rampenund Coulissen - Beleuchtungslampen ggen in Stücke. Die Dekorationen fielen herab, der Saal war nur durch den in der Mitte hängenden Luster beleuchtet. Das Publikum johlte vor Vergnügen. Wir hatten entsetzt die Zlucht ergriffen. Der Raufact" wollte kein Ende nehmen. Schließlich spaltete sich das Publikum auch noch in zwei Parteien und begann ebenfalls zu raufen. Es blieb nichts übrig, als Gendarmme zu requinren. xtt räumte mit schwerer Mühe den Saal, llngefahr zwanzig ganz erheblich Verletzte lagen auf der Bühne und im Zuschauerraum herum. Der Dorfarzt wurde geholt, um die Wunden zu verbinden. Die Bühne war total demolirt, sämmtliche Coulissen und Dceorationen zerrissen. Zum Ueberflusse verbot uns noch der Bürgermeister ein Weiterspiclen im Orte. Und die reiche EinTlahme des Abends? Wir haben keinen Kreuzer davon gesehen, denn dcr Director behielt dieselbe und behauptete, daß er dadurch nicht einmal für die Hälfte des Schadens gedeckt sn, den er durch den unerwarteten Ausgang des Zugstücker erlitten hatte. , Erst Ia hre alt und schon Klägerin in einem Ehescheidungsprocek ist Sadie Giannosa. die im Qause ihres Vaters Antonio Bollino No. 741 Dritte Avenue in New Vork wohnt. Am 10. Juli d. I. heirathetc das Kind ihren Liebhaber Giralmo Giannosa. der ihr schon während der Flitterwochen die Treue brach. Im Big Bend Tunnel, acht Meilen östlich von Hinton, W. Va., mußten drei Bahnangestellte elend ersticken. Die Maschine eines Frachtzuges gerieth mitten im Tunnel außer Ordnung und der Zug blieb stehen. Der Tod der drei Männer wurde durch Einathmen von Kohlcngas, das der Locomotive entströmte, herbeige-führt.
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