Indiana Tribüne, Volume 23, Number 7, Indianapolis, Marion County, 25 September 1899 — Page 2
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NW?u:' XQiitlili .uif 1 '.vt fitttflalt4t,Irttane" 'ctt et n Tri? i Sefttt et Woche, tste &onmia..Iit;iaj't"r att per OoAt. Betht tu;? iä 4et n SIntt (iißiut ptt v1 utr5aI5 u j3f$ti ls Susslnttii . , jq. CfjU i8 EÄö V!6tsMS SJdianasoliö, 3nb.. 25 Sept'br )899. NSntgen'Truck. Trotz der unzähligen Anwendungen, die die Röntgenstrahlen in kurzer Zeit, die seit ihrer Entdeckung verflossen ist. erhalten haben, haben sie der Industrie verhältnißmäßig wenig geleistet. Daher verdient eine von dem französischenBulletin technique" beschriebene Erfindung um so größere Beachtung. Es ist natürlich schwierig, die Tragweite einer neuen Erfindung auf idustriellem Gebiete, schon in den Tagen ihrer Entstehung abzuschätzen, aber es hat den Anschein, als ob die Röntgenschen Strahlen thatsächlich dazu berufen sind, in der Buchdruckerei und in allen Methoden der Vervielfältigung eine Umwälzung hervorzurufen. Die erste Idee zur Anwendung der Nöntgenschen Strahlen auf den Buchdruck ging von dem Franzosen Jzambard aus.der sein erstes Patent schon Ende 1897 erwarb. Das Verfahren, das gegenwärtig weit genug vervollkommnet ist, um an die Öffentlichkeit gebracht werden zu können, ist einfach zu verstehen. Die Röntgenschen Strahlen haben bekanntlich die Fähigkeit, undurchsichtige Körper zu durchdringen und durch sie hindurch auf eine photographische Platte zu wirken, dagegen finden sie einen Widerstand an allen metallischen Stoffen. Wenn man nun ein einzelnes Blatt mit einer Tinte beschrieben oder bedrucken würde, die einen hohen Gehalt an metallischen Verbindungen besitzt, so werden gerade die Schriftzüge auf diesem Blatt die Röntgenstrahlen nicht hindurchlassen. Gesetzt, wir haben ein solches mit radiographischer Tinte", wie man sie nennen könnte, beschriebenes Blatt, -so können wir auf. die einfachste Weise die darauf befindliche Schrift vervielfältigen. Wir nehmen ein ganzes Pack vcn so und so viel tausend Blättern Papier, die allerdings in einer bestimmten Weise präparirt sein müssen, und legen jenes mit Tinte beschriebene Blatt oben darauf, dann wird über dem Ganzen eine Hlttorfsche Röhe angebracht und in Thätigkeit gesetzt, so daß die rcn ihr ausgehenden Röntgenstrahlen auf die zu veroielfäl tigende Schrift fallen. Die Strahlen gehen nun durch das Papier hindurch und werden auf jedem einzelnen Blatte die Schrift des Originals hervorbringen. weil sie nur an den von den Schriftzeichen bedeckten Stellen nicht hindurchgelassen werden. Hat die Bestrahlung lange genug gedauert, so wird man das Papier auseinander nehmen, die einzelnen Tlätter nach dem bekannten in der Photographie anzcwandten Verfahren eiit.-mcfe.'n und waschen und auf jedem Blatte wird die betreffende Schrift wie in einer Photographie erscheinen. Es kann kaum bezweifelt werden, daß einem solchen Verfahren der Reeord der Schnelligkeit zuzusprechen sein würde, denn die Vervielfältizung geschieht thatsächlich im Verlaufe weniger Minuten. Dabei ist die Zahl der herzustellenden Exemplare eigentlich beinahe unbeschränkt, denn Papier ist für Röntgensche Strahlen leicht durchdringlich. Der Text des Originals kann mit einer radiographischen Tinte entweder einfach mit der Feder oder mit der Schreibmaschine geschrieben werden, die Schreibmaschine giebt im Besonderen die Möglichkeit. eine vollkommene Druckschrift herzustellen. Rcürlich ergeben sich aus weiterer Ueberlegung einige Bedenken geaen den Werth des Verfahrens. Zunächst muß jedes Blatt Papier, das den Druck aufnehmen soll, photographisch präparirt sein, d. h. durch Bromelatine für Licht- und Röntgenstrah'en'emvfindlich gemacht sein. Sodann muß nach ers?gt:r Bestrahlung wiederum jedes einzelne Blatt entwiaelt werden. Endlich muß man darauf denken, eine positive Schrift zu erhalten, die nicht etwa Weiß auf Schwarz, sondern wie wir es gewöhnt sind. Schwarz auf Weiß zu lesen ist. Was zunächst den letzten Punkt betrifft, so ist er nicht schwer zu lösen und die Gewinnung positiver Schriftbilder kann gleich bei der ersten Bestrahlung geleistet werden. Auch für die Entwicklung des Photograph!schen Papiers sind gewisse Kunstgriffe entdeckt worden, die den Vorgang möglichst beschleunigen, jedoch kann man schon jetzt sagen, daß der industrielle Erfolg der neuen Entdeckung wahrscheinlich zum großen Theile davon abhängen wird, ob noch ein Verfahren gefunden werden kann, durch das das Entwickeln des photographischen Papiers sozusagen im Augenblick erfolgt Schließlich muß die Herstellung von lichtempfindlichem Papier noch viel billiger werden, damit man an eine Verwerthung des Nöntgen-Druckes" im großen Maßstabe in der Industrie wird denken können. Wieviel von der Arbeit und Zeit, die jetzt au,' die Herstellung eines fertigbedruckten Blattes Papier verwandt werden muß, bei dem neuen Verfahren fortfällt, kann man sich denken. All das Setzen und Eorrigiren und Umgießen der Schrift, ferner alle die mißlichen unvorhergesehenen Zufälle, die einen Druck verderben können all das ist bei dem neuen Verfahren nicht zu befürchten. Die Frage ob dieses Druckverfahren mit Röntgenschen Strahlen dazu berufen sein könnte, die so hoch vervollkommneten gegenwärtig benutzten Vecfahren zum Buch- und Z:itnsd?uck zu verdrängen und thatsächlich die Buchdruckerei der Zukunft zu werden, mag vorläufig vorbestellt bleuen. Immerhin lassen sich schon jetzt einige Anwendungen der neuen Erfindung
voraussehen, m denen sie ganz Uner. wartetes zu leisten im Stande sein wird. Zunächst bezieht sich das auf du, Vervielfältigung von Geheimschriften, also sagen wir Staatspapieren, diplomatischen Schriftstücken, vertraulichen Rundschreiben u. s. w., deren Geheimniß bisher aus dem Grunde niemals ganz gesichert erscheinen durfte, weil zu ihrer Vervielfältigung immer technische Arbeit nöthig war, die man nur von berufsmäßigen Arbeitern vornehmen lassen konnte. Das zweite große Gebiet, auf dem der Röntgen-Druck eine Zukunft zu haben scheint, betrifft die Vervielfältigung künstlerischer Zeichnungen. Entweder entwirft der Zeichner sein Qild auf dem Papier mit einer bestimmten Tinte und das ganze Blatt wird dann mit der metallischcn Tinte überrollt, die überall auf dem Papier haften bleibt, nur nicht auf den mit jener erstern Tinte gezeichneten Linien. Oder hh Zeichnung kann auf einem Schirm entworfen werden, der mit einem metal!haltigen Teig überzogen ist, in dem der Künstler seine Zeichnung mit irgend einem spitzen Werkzeug aufträgt. Hierbei können dem Bude alle möglichen Rllancen und Feinheiten verliehen werden, wie es nur irgend aus einem Kupferstich möglich ist. Man kann nicht nur ganz dunkle, sondern auch graue Linien und Striche der verschiedensten Schätzungen hervorbringen, je nachdem der metallische Teig mit dem Griffel völlig oder nicht in seiner ganzen Dicke entfernt wird. Auf den Vervielfältigungen werden diese Schattiringcrf genau in der gewallten Weise wiedergegeben sein. i m SottttetlsiiÄ-Nachleldcl.
Von viel weitreichenderer Bedeu tung. als die unmittelbaren Leiden des sogenannten Sonnenstiches, können gewisse Erscheinungen werken, die erst nachträglich, als Folgen desselben, mitunter zum Ausbruch kommen, und teilweise noch traurigerer Art sind, als wenn bei dem Betroffenen der Tod eingetreten wäre! Es ist dies ein eigenthümliches, noch nicht vollständig erforschtes Gebiet, und Alles, was wir überhaupt von demselben wissen, gehört der neueren Zeit an. Die am häufigsten vorkommende Nachwirkung des Sonnenstiches (zu unterscheiden von bloßer Erschöpfung durch Hitze) besteht darin, daß die betreffende Person für immer unfähig ist, einen hohenTemperatur-Grad auszuhalten. Solche Leidende fühlen sich äußerst unbehaglich, wenn das Thermometer auf 80 Grad Fahrenheit steht, oder schon früher. Einer dieser war z. V. so sehr empfindlich gegen die Wärme, daß er bei 75 Grad sich nur noch im Keller aufhalten konnte und schließlich Zuflucht m Alaska suchte! Am schlimmsten aber sind die, zum Glück nicht durchweg vorkommenden verhängnißvollen Nachwirkungen auf die geistigen und moralischen Fähigleiten. Sie stehen mit Veränderungen, welche jene Erkrankung in den Gehirnzellen hervorgebracht hat, in unmittel barer Verbindung. Auch wenn man nicht annimmt, daß jene Fähigkeiten erst durch das Gehirn erzeugt werden, so ist doch jedenfalls ihre Bethätigung an dasselbe gebunden; eS begreift sich also, daß innere Veränderungen in diesemOrgane mehr oder weniger Einfluß auf solche Bethätigung haben müssen. Verlust der Ged'ächtnißkraft sowie der Fähigkeit, die Gedanken auf inen bestimmten Punkt zu concentriren. sind gewiß schon an und für sich schlimm genug, und obnorme Reizbarkeit und Argwöhnischkeit, sowie ein seltsamer krankhafter Stolz gesellen sich gern dazu, das Alles aber bildet manch mal nur das Vorspiel zu völligem Wahnsinn und moralischer Entartung, die auch auf Nachkommen übergehen können. Es dauert mitunter lange, bis die Leidenden als Wahnsinnige anerkannt werden. Sie verheirathen sich vielleicht noch und erhalten ' entartete Kinder. Ja es wird in Fachkreisen versichert, daß dieser Fall verkiiltnißmäßig haufig sei! Ein anderes Beispiel: Vater und Mutter, Beide von Haus aus'gesund, bekamen bei einer der Paraden während der amerikanischen Eentennialfeier (1876) den Sonnenstich, erholten sich aber beide äußerlich. Die Kinder des PaareS, welche in früherer Zeit zur Welt gekommen waren, erfreuten sicb der besten Gesundheit; während fünf Jahren vor dem Sonnenstich wurden dem Paar keine Kinder geboren; aber ein Jahr nach der Erkrankung (die auch von einer D?ränderuna in dem Eharacter beider Eltern gefolgt war) stellten sich .Drillinae ein, über denen ein böser Stern waltete: daö eine - - der drei 5inder starb bald nach der Geburt an Krampfen, daS zweite wurde im Alter von 2 abren epilevtisch. im Alter von 16 Ttahrtn ein Strolck und im Alter von 20 fahren ein Wahnsinniger und Nerbr5er zuakich, und baf dritte Kmd wurde mit dem 16. Ttrixt wahnsinnia! Nr, Zwei andere Kinder, welche die TTfnff t faf-i, entsprossen dieser un glückseligen Ehe. 5n nickt wenden Bällen bit S"nnenNick n! Trunksucht oder Alcpntt ttthS aes'"hrt, und S?treffenH?. durch seine nnnal"'' eZ?barkk!t ivh d?e so"?aen N7r,iden Zu nn 5ll'nd?r ?s"'t iinsäknq mackit. far.? zum Lndr-?ch;r nfci j$"r Frf . Und wehe etwaigen Nachkommen! Vcan hat in den letzten Jahren öfter eingehende anatomische Untersuch!gen des Körpers von SonnenstichOpfern vorgenommen. In einem Fall war der Betreffende, ein 45jähriger Mann, bewußtlos auf der Straß: aufgehoben worden und schon fünfzehn Minuten nach seiner Verbringung in das Hospital gestorben. Die Todtenschau ergab starken Blut-Andrang nach sämmtlichen inneren Organen, e'.ne sehr hochgradige Flüssigkeit des Vlutes und..weitert)in sehr bedeutende Ver-
aTiverungen nn ganzen utt r v t n system ! Und man hat guten Grund zur Annahme, daß diese Veränderungen zum großen Theil auch bei vielen Solcher stattfinden, welche den Sonnenstich überleben, und die obigen Erscheinuncen im Allgemeinen zur Genüge erklären können.
Alaöka'GletsÄek'Entdeckungen. Während man sich um die Gletscher im östlichen Theil des hohen Norden? unseres amerikanischen Continents ziemlich viel gekümmert hat, sind oie Gletscher auf der westlichen Seite da oben, im Territorium Alaska, bis jetzt recht stiefmütterlich behandelt worden, abgesehen von einigen, die infolge ihrer sonstigen Umgebung berühmt wurden. Die Forschungen in Alaska während der letzten Jahre galten aber meistens nicht wissenschaftlichen Zwecken, sondern direct oder indirect der Goldsuchcrei, und darunter litt auch die Kenntniß von noch manchen anderen wissenswerthen Dingen in Onkel Sams Eiskeller. Und doch ist die älaskanische Gletscherwelt kaum minder bemerkenwerth, als die grönländische. Eine neuerliche wissenschaft'liche ForschungsPartie, geleitet von E. H. Harriman, die nach mehrmonatiger Thätigkeit an der Küste Alaskas theilweise nach Vancouver zurückkehrte, brachte darüber Nachrichten, welche beinahe so klin- ' gen,' als ob dieser arctische Erdwinkel j überhaupt erst in neuerer Zeit bekannt geworden Ware! In Anbetracht jener Einseitigkeit der sonstigen Beobachtung erscheinen sie indeß nicht verwunderlich. Diese Expedition hat ein ausnahmsweise großes Interesse an Gletscherforschungen gezeigt und hat, soweit die Berichte der zurückgekehrten Mitglieder besagen, mehr als 30 neue Gletscher, davon manche sogar den häusigen Besuchern der Gegenden unbekannt geblieben warm, und von denen nur Eingeborene etwas wußten, in den Küstenregionen entdeckt! In einer Bai z. B., welche auf keint: der bisherigen Karten Alaskas erscheint, sich aber mehr als zwanzig Meilen in das Binnenland hinein ausdehnt, entdeckten die Forscher einen gewaltigen Gletscher, zwar nicht ganz so ausgedehnt, wie der riesige Muir, aber viel großartiger und malerischer. Sie haben dieser Bucht den Namen Unknown Bat)" gegeben und versprachen noch weitere interessante Auskunft über dieselbe. Am oberen Ettde der sog. Entzav.berun'gs Bai fanden sie vier merkwürdige Gletscher, die noch niemals ein Weißer gesehen hatte. Zum Theil wurden sie auch auf bedeutende Veränderungen aufmerksam, über . -i c" Nr . 1.1.1 ' rceia;: uns mt froqajurrg o:s jei irwji auf dem Laufenden erhalten hat, und außer den Veschre'.bunzen der neuen Gletscher werden auch Beschreibungen lebender oder fossiler Pflanzen, die ! bisher so gut wie unbekannt waren, in . Aussicht gestellt, nachdem die Ezpedltion ihre Arbeit beendet haben wird. ZweifethastcS Monopol. .Ohne Zweifel hat ein großer Theil uzt rodelnden Welt einen Heiden Respect vor dem, schließlich doch zustande gekommenen Zweiraö - Trust" gekriegt, soweit die künftigen Preise der Stahlrosse in Betracht kommen, und auch nicht radelnde Menschenkinder mögen diesen Respect theilen, besonders wenn sie mit ihrem Geldbeutel irgendwie in die Frage verwickelt sind. In diesem Jahr so wird vielfach gesagt ist noch Schonzeit", aber in der nächsten Saison wird eine unheimliche Zweirad - Theuerung uns über den Kopf kommen. Neuerlichen Mittheilungen aus engeren Kreisen zusolge scheint jedoch auch hier das Sprichwort wahr zu werden, daß nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht ist. Obwohl das FahrradSyndikat jedenfalls in der Absicht gegründet wurde, die Preise wieder so hoch zu bringen, daß die alten fabelhasten Profite wenigstens zum Theil wiedergewonnen werden, erscheint es zweifelhaft genug, ob dies möglich ist. Diese Industrie hat sich nachgerade dermaßen entwickelt, daß sie sich schwer v:n den Großen- lonlrolli.cn läßt. E sind neben dem Trust" noch zu viele unabhängig Fabrikanten im Felde, und wenn nicht alle Anzeichen trügen, wird eine Anzahl derselben im Felde bleiben und mit niedrigen oder doch bescheidenen Preisen sich Gönner suchen und sie finden. Einige dieser haben unlängst in Eircularen diese feste Absicht bereits näher entwickelt. Und was die Durchführbarkeit anbelangt, so ist zu bemerken, daß ein Theil dieser unabhängigen Fabrikanten nicht ausschließlich dieses eine Eisen im Feuer liegen hat, sondern z. B. Schießwaffen - Fabrikation daneben betreibt, . oder gar die Zweirad - Fabrikation est nachträglich mit in das Programm aufgenommen hat, und rechts und links vom Trust- zu p l a n k e l n sucht. Auf der heutigen Stufe der Zweirad - Industrie kann sie j'ehr wohl auch nebenher mit Erfolg betrieben werden. DaS ist ein.Fa:tor, mit dem der Trust- zu rechnin haben wird, und vermuthlich werden die 35-, 50- und 60 DollarStahlrosse nicht wieder verschwinden. Auf eine gewisse Preis - Erhöhung ierrn sich freilich das Publikum schon wegen der höheren Eisen- und Stahl' preise gefaßt machen. Französinnen im Staatsdienst. Im Vergleiche zu Deutschland und England ist die Frauenbewegung in Frankreich eigentlich rückständig. Die Französin entschließt sich schwerer, den althergebrachten Rechten und Pflichten der Weiblichkeit zv entsagen, und namentlich macht sich diese Thatsache in dem sehr geringfügigen Procentsatz der studirenden Frauen zeltend. Die gelehrte Frau- ist seit Molidre mit dem Fluche der Lächerlichkeit behaftet. Gleichwohl giebt es in Frankreich etwa 80.00) Frauen, verheiratete und Mädchen, welche in der Staatsverwaltung beschäftigt werden, und es ist intereffant. den vermiedenen Zweigen
oeö Staatsdienstes nacyzugeyen, aus welche sich diese Frauenarbeit vertheilt. Es ist ein ganz erheblicher Antbeil. welchen die ftcaa an den Arbeiten des Staates nimmt, und doch kommen nur wenige Zahlen auf das eigentliche Beamtenthum. j Den weitaus größten Antheil nehmen die französischen Frauen in der , Unterrichtsverwaltung. welche als L:hrerinnen. Professoren. Schulvorstände und Verwalterinnen 54.000 Frauen, das sind 45 Procent des Gesammtpersonals beschäftigt. Das Finanzministerium giebtArbeit an 17.000 Frauen, von denen der größte Theil als Arbeiterinnen in den staatlichen Cigarrenund Streichhölzer - Fabriken beschäftigt ist. Die PostVerwaltung ein- , schließlich des Telegraphen- und Telephondienstes beschäftigt 6000 Frauen und in Cefängn'Fcn, Staatsspitälern
sind etwa 700 Frauen eine sehr geringe Zahl angestellt. Hierzu kommen noch 150 Frauen im Dienste der , Marine-Berwaltung und 100 Frauen. welche von der Kanzler der Ehrenlegion beschäftigt werden. Das ergiebt im Ganzen 19 Procent der gesammten Anstellungen im öffentlichen Dienste. Damen im höheren Bildungssinne des Wortes finden sich außer den Lehrerinnen der Unterrichtsverwaltung unter den Erzieherinnen in den Instituten der Ehrenlegion in St. Denis und Ecouen. ferner unter den Aufsichtsdamen undJnspektorinnen der Frauengefängnisse und Frauenspitäler. Im Ganzen bedeutet in Frankreich mehr als anderwärts die Verwendung der Frau im Staatsdienst eine Ersparungsmaßregel. Die Löhne und Gehälter für Frauen sind bedeutend nied riger als jene, die an Männer gezahlt werden. Von den gesammten 80.000 Frauen im Staatsdienste beziehen an jährlichem Lohn oder Gehalt 430 Frauen 200 300 Frcs. 1.500 " 300- 400 " 15.000 - 700 900 54,000 - 9001000 " 5.000 " 13001500 " Höhere Gchäter entfallen nur für die Professorinnen der Lyceen und die Jnspektorinnen. Eine Directorin eines Lyceums (höhere Töchterschule) bezieht in der Provinz 40005000 Frc.. in Paris bis zu 6000 Frcs. Es ist dies bereits das höchste Gehalt, welches von der Intendantin des Erziehungshauses der Ehrenlegion in St. Denis bezogen wird. Trotz dieser bescheidenen BeZahlung kommen n Frankreich durch - I schnittlich 100 Bewerberinnen auf jede freiwerdend? Stelle. In England stellen die Frauen 25 Procent der bei der Post, den Telegraphen und Telephonen Bediensteten, ebenso in der Schweiz. In Schweden sind die weiblichen Po'tbediensteten zahlreicher als d!e männlich:n. In Norwegen und Dänemark werden d:n Frauen die gleichen Gehälter befahlt toie den Männern. In Amerika ist der Dienst ves Schreibers, Stenographen, Archivaren und vielfach auch der Bibliothekare fast ausschließlich in weiblichen 5:nden. Aus all dem wird in Sachen der Fra'ienbew?gung nicht mit Unrecht eine Rückständigst in Frankreich gefolgert. IS MEMORIAL. Von G hillirA Jetzt, da es zu sp'ät ist, Versäumtes gutzumachen, jetzt fange ich an, sie zu verstehen. So lange sie an meiner Seite lebte, verstand ich sie nicht. Gestern habe ich ihrGrab besucht und hun dert kleine Züge sielen mir ein, die ich unbeachtet Ueß, so lange sie lebte. Ich erinnerte mich daran, wie geduldig sie war. wie liebevoll. Jetzt ward es mir klar, wie viel sie gelitten haben mochte, und daß ich kein guter Ehegatte gewesen. Und doch war's nicht bös gemeint. Schön war sie uie, im Gegentheil; als ich sie zum ersten Mal sah, erschier, sie mir sogar häßlich. Aber sie war nicht häßlich; dazu waren ihre Züge viel zu sympathisch, ihre guten, hellblickenden Augen viel zu seelenvoll. Die liebenswürdige Hausfrau stellte mich ihr vor: Dr. Wegelin, Fräulein Smith, und sie stammelte in lindlich erröthender Verlegenheit ein paar Worte der bewundernden Anerkennung für.meine literarische Thätigkeit. Kurz vorher war mein dritter Roman erschienen, aber mein Einkommen war sehr bescheiden, und um mir einen Nebenerwerb zu sichern, schrieb ich Bü-, cherkritiken für eine bedeutende Wo-i chenschrift. Mit einem Gemisch von Neugier und Staunen betrachtete ich armer Skribler Fräulein Smith, von der ich wußte, daß sie eine reiche Erbin sei, und dachte: welch ein angenehmes Gefühl das sein muß, über viel Geld zu verfügen, und um wie viel besser wüßte ich eS zu benutzen als diese junge ' Dame. Diese Gedanken und Empfindungen,waren es, die unsere kurze Be-' kanntschaft in mir weckte, aber es fiel mir nicht im Traume ein, ihr den Hos ' zu machen, und ich dachte wahrhaftig nicht daran, ihr je im Leben wieder zu begegnen. ... , Zufälligerweise fiel eS mir zu, sie zu Tisch zu führen, und ich gewann keinen besonders günstigen Eindruck von ihren geistigen Fähigkeiten. Sie sprach lang sam, muhselig und hatte nicht so reife Ansichten, wie ich sie von einem MadV chen reiferen Alters erwartete. Sie hatte'mchts Besonderes zu sagen und brachte ihre alltäglichen Ideen in ganz banaler' Ausdrucksweise hervor. Mit einem Worte, der erste Eindruck war kein günstiger. Im Laufe des Abends flüsterte mir unsere reizende Wirthin mit vielsagend dem Lächeln zu: Wie ich sehe, haben Si: eine Eroberunq gemacht." Ich?" " Ja, ja, Sie. Fräulein Smith ist ja förmlich vernarrt. Thun Sie nur.' als hätten Sie's nicht gemerlt,. Sie Schalk. Na, ein Glücksvogel sind Sie, das kann ich Ihnen sagen. Kommen Sie Donnerstag zu' meinem üve o'clock. sie wird auch da sein." Bis zu diesem Augenblick war es mir nicbt in den Sinn aekommen daß die
unbedeutend aussetzende Erbin eine Hand und ein .Herz zu verschenken hzbe. Aber seit mir die Idee gewissermaßen suggerirt wurde, daß ich eventuell sogar der Glückl -t sein konnte, ertappte ich mich auf allerlei Albernheiten. In der lanen Sommernacht den Heimweg nach meiner Wohnung antretend. malte ich mir's zum Zeitvertreib aus. was ich wohl thäte, wenn ich der Mann iintx Frau mit einem Vermögen von hunderttausend Pfund wäre. Ich erwog, wie und wo ich leben würde, möblirte meinStudirzimmer und stellte die Livree der Diener zusammen. Hunderttausend Pfund schien mir ein unerschöpfliches Vermögen, und wenn ich nur einen Theil jener Träume hätte verwirklichen wollen, in denen ich mich fticsitc, wäre mir das Ganze unter den Händen zerronnen. In dieser Nacht schlief ich sehr unruhig und allerlei phantastische Traumgeschichten suchten mich hcim. ' Aber am andern Morgen war der tolle Spuk verslogen. Nichts destoweniger stellte ich mich am Donnerstag pünktlich zum Fünf' uhrthee ein. Fräulein Smith saß auf einem Polsterstuhl am Fenster und tiefes Roth bedeckte ihre Wangen, als ich mich zu ihr gesellte. Sie stellte mich ihrer Mutter vor. einer einfachen Provinzlerin. der die Bekanntschaft mit einer ltterarischen Größe eben solch: Scheu einzuflößen schien, wie derTochter, und ehe wir uns trennten, hatte ich schon eine Einladung zum Diner angenommen. Drei Monate später waren wir verlobt. Wie ihre Wangen erglühten, als ich ihr sagte, daß ich sie liebte; wie ihre Augen ausleuchteten. Aber schwerfällig wie immer kamen die Worte über ihre Lippen: Jch, ich werde mich Deine? niemals
würdig fühlen," stotterte sie verwirrt und doch trunken vor Seligkeit. Ich weiß nicht, was Du an mir gefunden hast, w?rum Tu mich liebzewonn:n. Ich muß Dir ja so unbeholfen, so nichtssagend vorkommen! Oh Arnold, ich werde so stolz auf Dich sein , so namenlos stolz." Wir h'iratheten und ließen uns in Kensington nieder. Unser Heim war wohl nicht die Verwirklichung meiner Träume, aber jedenfalls luxuriöser, als sich's gewöhnliche Sterbliche wünschen können. Besonders mein Arbeitszimmer war ein Juwel. Es schien, als könne sie darauf nicht genug Geld verwenden. Jeden Tag hatte sie eine neue Idee, eine neue Verbesserung, um rr.tlnt Bequemlichkeit zu erhöhen. Hier wird D'ch Deine Muse aufsuchen pflegte sie zärtlich zu sagen, und Du mußt ihr's gemüthlich machen." Die breiten Doppelfenster gingen aus den herrlichen Park und inmitten dieses fürstlichen Eomforts, den mir liebende Hände geschaffen, begann ich mein viertes Buch. Aber auch während dieser Periode dichterischen Schafsens ward es mir klar, wie wenig wi? beide mit einan der gemein h'ten. Während des Schreibens ist es mir ein Bedürfniß, zu plaudern, und wenn ich auch den Nath meines Zuhörers richt befolgte. seines Verständnisses mußte ich sicher ictil. ein strenger antiler meiner eigenen Erzeugnisse. Ich las mit dramatischem Affekt. und als ich geendet, blickte ich fragend au- PP .. , . . be ib inu anoaazug in Dencgeoß gefalteten Händen da und blickte mich mit verzücktem Lächeln an. Oh ja. ja," flüsterte sie. -Was ja? Willst Du damit sagen, daß Du diese Kapitel gut findest?" Oh, ob ich sie gut finde," murmelt sie, das war schön, sehr schön." Aber sag' mir, ob " Ich kann nicht kritisiren, ich habe kein Talent dazu." Ich begann ungeduldig zu wenden, doch versuchte ich sie zu ermuthiaen. Glaubst Du, daß die Ansichten der ' !l. 1 c t Titelheldin unter den gegebenen Ver-
Eines Abends nahm ich die noch tin. Ehrgeiz war. sich meiner werth zu er-. Me e. daß lch das Vuca tenfeuchten lebten Kapitel meines No. weisen, und dies Streben teß einen 1 nit argecllch bet Seite leate und unmans mit in den Salon, um sie meiner Plan in ihr reifen, von dem ich leine i?1 betrachFrau vorzulesen. Es waren das Ka. Ahnung hatte. his c3 cus TllwUeücr für me nm Un. vitel. die mich befriedigten, und ick, war ' ' mnnrt.Tf.ftnf ,.s r Amrsssrn muth. tauchte die Fede? ein und schrieb.
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haltnlssen wahr und natürlich sind? Es um Zeile mühsam zu Papier brachtest. ll!lb. rooWlttuxnnm, Ich war gewohnt, mich nach dem dte thre Entschuldigung nur tn den Frühstück in mein Studirzimmer einaußergewöhnlichsten Umstanden finden, zuschließen und dort bis zur einbre2)11 "ürlich und unge- chenden Dämmerung zu arbeiten. Sie K. ? ... . ! hatte also den ganzen lieben langcn Mr gefallen sie sehr gut." erw: Tag. und vom Frühling bis Weihnach. derte sie nach Worten suchend. Ich ten arbeitete sie unablässig an ihrem habe mich nicht gefragt ob sie naturlich Werk. Zeile um Zeile, Blatt um Blatt, sind, und wenn lch mich auch gefragt Es war ein Liebeswerk, und so oft auch m ... v..i. c . Nr Muth sank, sie wich und wankte
a;ui äu carucer nacggcoaaji 00er nicht? Das mußt Du doch wissen. Ich habe nicht darüber nachge. dacht." antwortete sie erröthend. Wenn tch mn heute diese Scene vcr gegenwärtige, bin ich geneigt, zu alau.
ben. daß dte Ansichten memer He:- .Ach Mutter, er wird so überrascht dm wohl erwogen und nicht stichhaltig sein, nicht wahr? Ab?r daß Du mich gefunden hatte, aber mich nicht verletzen ja icht verräthst! Von meinen Lippen ir ip t -vi t ti I er's hören. Wie er mich anstarren Damals aber erwiderte ich eisigkalt: wird, mir ist, als sehe ich das Gesicht, Du sagst mit R:cht, daß Du kein Ta- das er machen wird. - Oh, mein ent ur Kritik hast denn die Charak. Weib, mein armes Weib, ich sehe Dein !n""!IfUpt !ar5Inittt treues Antlitz durch . Vrabtuch und tst nebensachlich. Uebngens sprechen Sarg ?T!ni 1; SitCratUr' ??.:n'l Im Januar schrieb sie darunter? plaudern wir über etwas was Dich m. ' ,Ende" - und schickte das Manuftr'pZ teressirt. Ist Dein neues Kostüm schon m einem Verleger, fest entschlossen, daf ttXS?i r n . . . es nur seinem literirischen. Werth dit a3 ? ba3 ?ulamste, was xA Annahme verdanken rollte, thun und sagen konnte und tch sah Die reiche Dame machte dieselbe V.lhre treuen, outen Augen sich mit bitteren Erfahrungen, wie der ärmstThränen füllten, ober ich war selbst zu Pt. der frierend, bunaernd und verärgerlich, um meine Schlußworte wah. zweifelnd des ersten Erfolges harrt, len zu können. Ich hatte Mich zwingen Athemlls den Moment erwartend wollen, m thr eine echte Lebensgefahr, da es im Druck erscheinen würde, ler tin sehen ich wollte sie ZU m-r her. dcnschaftlich erregt der Stunde har. anbilden und siehe, d-e Kluft zwlschm xtnht in b,r üm2in entscheidende, uns wrd tmmer großer und unuber. Verdikt abgeben sollte, that sie nich uabarer. lm Erscheinen des Buches zu S5Ich begann zu bereuen, daß ich ge . schleunigen, henathet hatte. Durch eigenes Verdienst." schried War tch undankbar? Vielleicht. Aber si? ihrer Mutter, durch eigenes Ver rn nichts gewohnt man sich so rasch.' dienst oder aar nicht." als an den Lurus. und was anfangs! Endlich erschien es. Irgendein V.tl
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"-I am 24 years old and was raised in the country, but have lived here about two years." said the conductor on an Indianapolis elecrric street car. " In this business," continued he, " it is catch as catch can in getting one's meals, and this irregulär treatment of my stomach finally gave ne trouble. About six months ao I was at ray worst. Everything I ate distressed me. I went to two different physicians but got no relief. I hen I tried patent medicines, but, instead of iinproving I grevr worse. Finally I bought some
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The relief was immediate. I began thinlc I am cured now, but I keep roended the Tabules to a number of Ich luchte und sanv autzeryaiv' meines Heims manchen Freund, aber trotzdem konnte ich das betrübend: Bewußtsein nicht überwinden, daß ich in meinem ebenen keine verständnißvolle Gefährtin gefunden. Aber wenn ich kein glücklicher Gattt war. so war sie eine noch unglücklichere Frau. Daß ich das erst jetzt erfahre, jetzt, da es zu spät ist! Se hatte nie ein Wort des Tadels für mich, in sich selber nur suchte sie die Ursache aes Uebels. Sie fühlte sich Gott möge mir's verzeihen der Ehre unwürdig, meine ,rau zu lein. :nt tmuatt Ausdrucksweise war mehr eine Folge ' ihrer Nervosität als ihres geistigen UnVermögens, und da sie sich schriftlich mit Leichtigkeit ausdrückte, verfiel sie ! auf die Idee, einen Noman zu schrei hen. Einen NoTian, der gedruckt, und von der Presse belobt und gerühmt werden sollte. Der Noman sollte anonym erscheinen und wenn dann ganz London von dem Lobe des Autors tönen würde, dann wollte sie mir sagen: Liebling, der V:rfasser dieses Werkes bin ich. Dein Weib." Arme Karoline, als ich aestern an Deinem Grabhügel stand, sah ich Dich vor mir. wie Du lanae. lanae Monate r . bindurck. von oebeimem .ffkn k?se?It Dick um Sckttibtis.s, mmiMt imh ,is. . nicht. Oh. diese Briefe, die ich nach ihrem Tod zu Gesicht bekam! Wie erschütternd war die stumme heiße Sehnsucht, das trostreiche Hoffen, das sich darin aussvr. nerer Verleaer entsÄlcß sich zur Q?r uciri -oci:clj;i ciuiuiijj jtu jU( jy:i ausaabe .und an inem sonnenkellen '
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le den, zu allen Zeiten wird jedoch vm V-" "V". -Vl i rVumJ; imot-X -V-T.vi..v-:i to improve with the first dose, and I the remedy handy. I have recom persons, for I believe in them." Sommcrmorgen erhielt ich ein ötecen sionseremplar. Ich erinnere mich, daß Karoline im Studirzimmer war, als ich das Pa6et öffnete, und daß die Farbe auf ihrer Wannen kam und qina. Damals schenkt? tch dem ftliiamcn Blick, mit Dein sie mich ansah, keine Ausmerkjam Zeit. Wie hätte ich abnen können! Ich bin kein nachsichtiger Kritiker, und der Noman schien mir alle jene Mangel zu haben, die m:ch am meisten ärgerten. Außerdem hatte mir die Post unangenehme Nichrichtm gebracht und ich war verdrießlich. DaZ VerWas ich schrieb? Wo?u es wieder. holen, es war das Schärfste und Jronischste, was ich je geschrieben. Ich widmete dem uche fast eine Spalte, spottete seiner Mängel und geißelte die Ambitionen talentloser Dilettanten. Als ich zu Ende war, rieb ich mir be. friedigt die 5)ände. Als die nächste Woüennummer ersckiien, bemerkte ich, daß Karoline hastig danach langte und das Heft aufschnitt. Einige Minuten später erhob sie sich, bleich wie der Tod. Karolme. bist Du krank?" rief ich verwundert. Nein," hauchte sie sanft und verließ das Zin.mer. Jene Wrcrennumme? war's, die ich in ihre.n Nachlaß vorfand. Um den Artikel hatten die todterstarrten Hände einen breiten Trauerrand gezogen: die Trauer um ein begrabenes Hoffen, um eine verlorene Illusion. Sie hat's nicht verwunden. Und nun ist sie todt und an il'rem Grabe habe ich aelernt. sie zu verstehen. Zu spät! Unendliches Geschnatter erfüllt gegenwärtig die Lahnstationen und Landstraßen Sachsens. . Es ist die Zeit, wo die Geflügelgroßhändler an der russischen Grenze von russischen Aufkäufern ganze Heerden Gänse aufgekauft h2ben. die sie nun mit cer Bahn nach Sachsen verschicken. Hier nehmen sie an vielen Orten die KleinHändler in Empfang und treiben sie truppweise jeder übernimmt etwa 200 3C0 Stück in die Qrtfchaften. um sie an die Bauern, Gastwirthe u. f. w. weiter zu verkaufen. In einem Eisenbahnwagen werden in vier übereinander liegenden Abtheilungen 1210 Gänse untergebracht. Auf diese Weise kommen jährlich aus Rußland weit über 300.0)0 Stück de leckeren 2e flägels nach rr-s-t cien. Die Landbevölkerung' ry Vur 11 rt f .r o r - 11 1 v. 1 " wui uitibibii v.iUU lii LZL SZJhc von Czernawada ist durch einen seltsamen Logelkampf in Angst und Schreien verfetzt worden. Wahrscheinlich hat eine mit Amphibien uno Wäutn -sonders reich oesegnete Nieoerung. v:e beide Parteien zu irer Atzung in Anspruch nahmen, den Anlaß zu di:ser Schlacht gegeben, welche ' Zwischen einer Unzahl von Störchen und Adlern zwei Taae lana in den Lüften tobte. Als ihr Resultat fan. den sich fpäter mehr als 100 Vogelleichen und ganze Berge ausgerissener federn vor. Die Lauern sehen nun diesen ungewöhnlichen Vorgang als Anzeichen eines bevorstehenden großen Krieges an, dessen Gefahren sie durch '- ' v., Gebet abzuwenden suchen.
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