Indiana Tribüne, Volume 23, Number 6, Indianapolis, Marion County, 24 September 1899 — Page 9

Znvtans Trtvüne,

ezlaae. Am Scheidewege. Von F. Carmon. Langsam sank der Sommerabend hernieder, in dessen Kühle, dessen Srie den Natur und Menschheit wohlig auf zuathmen schienen vom heißen Tczges leben. Nur Einer hatte noch keinen Feierabend, der Briefbote, der die Äbcndpost nach umliegenden Dörfern und Gehöften zu befördern hatte. Froh der Vollendung seines Tageswerkes ent gcgensehcnd, wanderte er auf der am Flusse entlangführenden Landstraße dahin. .' Leise säuselte ein Mndhauch in dem hohen Weidengebüsch am Uferrande, und die nahen Wiesen und Felder strömten einen süßberauschenden Odem au, eine köstliche Mischung von Lupi nen, Sommerklee und würzigem Heuduft. In der Botentasche Clemens Benoits befand sich nur noch ein einziger Brief, den der junge Postbote nach dem näch sten Weiler zu bringen hatte, dessen Lichter ihm durch das Baumdunkel ent gegenleuchteten. Kurz vor dem Orte machte er Halt, um nachzusehen, für wen der Brief be stimmt sei. Doch beim Lesen der Adresse erbebt er. Louise Mairet!Und eZ klebte eine ausländische Marke darauf. Clemens hielt den Brief dicht vor die Augen, um den Post ftempel zu entziffern, doch nur mit äußerster Mühe vermochte er .New Vort- herauszubuchstabiren. Also auS Amerika! Dann kam das Schreiben zweifellos von Pierre Forget, dem Sohne des alten Müllers, der, enthusiasmirt durch verschiedene Zei tungsartikel über die Entdeckung reich haltiaer Goldminen, außer Lande ae gangen war, um in Amerika sein Glück zu suchen. Seinem Chrge'n hatte das schlichte, ruhige Leben deS LandmanneS nicht ge nügt. Die Mühle ging nicht mehr. T?ilf slnrfiirrnj . s?trth!iflmnl5 hi mit Dampfmaschinen arbeiteten, waren ihr Ruin gewesen, und PierreS Eltern WM0 'Vff V V waren gestorben. Nichts band ihn mehr an sein HeimathSdorf, nichts als Louise. Allein in dem kurzen Kampfe deS Zwan zigjährigen, zwischen seiner Liebe und dem Verlangen, sein Glück zu machen, war die Liebe erlegen. Er war abgereist mit der Versicherun, r nur als reicher Mann zurückzukehren. Und seit sünf Jahren hatte er nichts mehr von stch hören lassen. Louise war lange Zeit untröstlich ge Wesen. War er todt? Hatte er sie ver gessen? Wer konnte es wissen? Clemens Benoit hatte wiederholt um sie geworben, doch ohne zemals eine be stimmte Antwort zu erlangen. Er wußte wohl, warum. Weil ihr Herz trotz allem immer noch an dem Abwe senden hing. Und als er gestern wieder um sie ae worden, hatte sie ihm offen und ehrlich in die Augen gesehen und erwidert: Sie wissen, ich hoffte, PierreS Frau zu werden. Nun aber ist er schon so lange fort Montag werden eS fünf Jahre und Alle sagen, es sei dumm von mir, immer noch auf ihn zu war ten, da er mich längst veraeffen hat. Wohlan, bis Montag, bis diese fünf Jahre um sind, will ich noch warten. Habe ich bis dahin keine Nachricht von Pierre erhalten, so will ich die Ihre werden, Clemens.Sollte er den Brief herausziehen, ihn lesen'i Taö wäre ein amtliches Vergehen, gegen das fein Gewissen sich sträubte. Plökllch, ehe er recht wußte, wie eS ae schehen, lag der Brief entfaltet in der Hand deS bebenden Manne. ES enthielt nur ein paar kurze Zei len: .Meine liebe Louise! Ich fühle mich sehr schuldig und wage es kaum noch, an Dich zu schrei den. Aber vergessen habe ich Dich doch nicht, ich liebe Dich noch immer. Ich bin jet reich. Wenn Tu noch ledig bist und meine Frau werden willst, dann antworte mir. Wenn ich keine Antwort erhalte, so wei ich, daß Du nichts mehr mit mir zu thun haben willst, und werde nie wieder schreiben. Pierre Forget. - Tann folgte die Adresse. Also Pierre war nicht todt! Er war reich, er hatte daS unter tausend Ge fahren gesuchte Gold gefunden. DaS Glück hatte feinen Muth, seine Energie belohnt, und nun sein Leben, seine Zu kunft gesichert war, erinnerte er sich der Liebsten und bat sie, sein Glück mit ihm zu theilen. Und nun würde er kommen und ihm seine Louise nehmen. Ein plötzlicher Gedanke kreuzte sein lHirn. , In seinem Briefe hatte Pierre ge i äußert: .Wenn ich keine Antwort er halte, weiß ich. daß Du nichts mehr mit mir zu thun haben willst, und werde nie wieder schreiben." Und Clemens wirft einen scheuen, unruhigen Blick um sich wohlan er ist allein und unbespäht, und er allein fennt bislang den Inhalt diese Schrei jbenS. Niemand sah ihn. . . . ' Und dennoch unwillkürlich bebte seine Hand vor dem Vernichtungswerke zurück. Er sank am Straßenrande nieder. 1 Wenn er der inneren Stimme Schweigen gebot, wenn er den Brief vernichtete, dann waren Glück und Ge liebte sein. ... ES lag also ganz in sei ner Hand.. .. Er brauchte nur zu wollen.... Erschöpft von diesem Seelenkampf, taumelte Clemens wieder empor. r brauchte seine Schritte jetzt nur

zur Stadt zurückzulenken, so war seir

Glück gesichert. Und nun sollte er dielen Brief an seine Adresse befördern? Nein, und abermals nein, da? wäre nflfiPit! " jawohl aber wenn er eS doch thäte, wie glücklich würde Louise dann sein Sie glücklich und er verzwei selt. Noch eine Minute des Seelenkam pses. Tort lockte der Fluß: Wirf den Brief hinein!" Linker Hand die Stadt, sein Lebens glück, recktö die Lichter des Torfes, Louisens Glück. Ten Kovi tief auf die Brust herab gesenkt, verharrte er sekundenlang in starrer Reglosigkelt. Tann richtete er sich plötzlich mit energischer, fast stolzer Bewegung empor und lenkte seine Schritte entichlojsen den Lichtern, dem Torfe, dem Leide der Pflicht ent: fiesen. Die verhängnisvolle Schleife. flcn L. Tillinq. Line und Phine waren Zwillings schwestern. In der Taufe hatten- su die Namen Eveline und Philippine bekommen; aber ihre Mutter kürzte sie ab, weil sie ihr zu lang waren. Die Mädchen hatten beide hellblon des Haar, dunkelblaue Auaen und niedliche kleine Nasen und glichen ein ander auf ein Haar. Da es selbst ihrer Mutter schwer wurde, si ZU unux scheiden, als sie noch klein waren, band sie Line stets ein rothes und Phim ein blaues Bandchen um den Hals. Nach ihrer Confirmation traten an dieStelle der Bandchen blaue und rothe Busen schleifen. Die Mutter war inzwischen Wittwe geworden. Der Vater war Geheimer Äegierungsrath gewesen, mit einem Gehalt, dessen Kürze der Länge seines Titels entsprach. Als er starb, stickten seine Frau und seine Töchter für eine noch geringere Bezahlung. Die Frau Geheimräthin dachte zu erst daran, ein Pensionat zu errichten, aber belchlok dann, es lieber mitWelß stickereien zu versuch!, denn Pensio nate gibt e heutzutage so viele, daß man nächstens gratis wohnen kann. damit d Zimmer nicht leer stehen bleiben. Das Leben der geheimräthlichen Damen floß still, friedlich und langweilig dahin. Im Sommer gingen sie jeden zweiten Sonntag nach dem Zoologischen Garten. Das war ihr Na turgenuß. Die jungen Mädchen muß ten ja doch auch mal hinaus, und der Zoologische" war die einzige Stelle, wo ihre Mutter sie ausstellen konnte. Sie mußte ja doch auch versuchen, ihre Tochter zu verheuathen, jedenfalls Phine. Sie war als die um zehn Stunden Jüngere, der Liebling ihrer Mutter und unterschied sich nicht allein durch die blaue Schleife von ihrer Schwester: Auf ihrer linken Schulter hatte sie nämlich ein braunes Mutter mal, welches aussah wie eine Chocoladenpastille, und das bedeutete Glück, sagte ihre Mutter. Es war ihr Zukunftstraum, dak ir gend ein reicher Bankier, ein Baron oder ein nicht nothleidender Ritter gutsbesitzer Phine im Zoologischen Garten sehen, sich in sie verlieben und sie heimführen würde. Ihr kam gar nicht der- Gedanke, daß der betreffende Httrathscandldat sich ebenso gut mLme verlieben könnte, die ihrer Schwester doch zum Verwechseln ähnlich war. Die Frau Geheimräthin hatte nämlich die fixe Idee, daß Line ansinge, eine alte Jungfer zu werden, obgleich sie nur z yn Stunden a.ter war als ihre Schwester. Der reiche Bräutigam kam noch, das unterlag keinem Zweifel. Darum saßen sie zeden zweiten Sonntag im Zoo logischen und warteten auf ihn. Aber der Sommer verging, und es kam kein Freier für die Madchen. Einen Abend zeigte sich allerdings ein Segel am Horizont. Ein recht netter, nicht mehr aanz junaer Herr bat um die Erlaubniß, sich an oen Tisch setzen zu dürfen. Aber sehr gern." Die Frau Geheimräthin und er wurden ganz intim mit einander und plauderten von allem Möglichen, und die Mädchen saßen dabei und sahen unschuldig aus. Endlich stand er auf und verabschiedete sich. Er wollte nach dem Bahnhof um seine Frau abzuholen, die um 10 Uhr von Wannsee kam. Die Geheimräthin lächelte bei dieser Mittheilung, als wäre ihr Essig in die verkehrte Kehle" gekommen. Die Töchter waren bleich, aber gefaßt. Der Zoologische Garten schloß seine Sommerpforten und die geheimrathlichen Damen saßen wieder in ihrer Hei nen Wohnung und stickten auf die Zukunft los. Dann aber kam eine Begebenheit, eine großartige Begebenheit. Ein Onkel vom Lande kam nach Berlin, um sich zu amüsiren, und er hatte eine Cousine, die eine Freundin desaß, welche einen Herrn kannte, der Mitglied eines .sehr feinen" Vereins war, von welchem eine Abendunterhaltung mit Ball veranstaltet wurde, und durch diesen Herrn hatte die Freundin der Cousine dem Onkel drei Billets verschafft. r ; Line und Phine sollten nun also einen Ball besuchen, den ersten Ball ihres Lebens! Sie sahen reizend auö in ihren duftigen. weißen Tüllkleidern, Line mit Aosen und Phine rnit Kornblumen :m Haar. Man kann sich vorstellen, daß Line und Phine sich herrlich amüsirten. Der Herr von oer Freundin der Cousine ließ sich gleich vorstellen und war der reizendste Assessor, den man s;ch denken kann. . , .

Dr. Dmhors: so dieß er - hatte

einen hübschen schwarzen Schnurrvart, eine .moderne, kleine Glotze war grenzenlos chn und hatte was d:e Gedeimräthin bald in Erfahrung brachte die äußerst lobenswerthe Eigenschaft, Vermögen zu besitzen. Er tractlrte die Damen mit Eis und iyampagner. Es war das erste Mal in ihrem Leben, daß Line und PhineChampagner tranken. Der Assessor tanzte die ganze Nacht mit den beiden Schwestern und berauscht von Wein, Liebe und Ballmusik verwechselte er sie beständig und war gar nicht im Stande, die rothen Rosen und die Kornblumen von einander zu unterscheiden. Er machte zuerst Line eine Liebeserklärung. nannte darauf Phine ,Du" und brachte dadurch beiden Schwestern das glückliche Bewußtsein bei. heimlich mit ihm verlobt zu sein. Am nächsten Tage machte er der GeHeimräthin seinen Besuch und traf sie allein. Nachdem sie einen Augenblick über gleichgiltige Dinge gesprochen hatten, rückte er damit heraus, er sei gekommen, sie um die Hand ihrer Tochter zu bitten. Welche meinen Sie?" fragte die glückliche Schwiegermutter in spe. Er erinnerte sich nicht so genau ihres Namens er wußte nicht recht .Sie meinen natürlich die Jüngste?" Ja, daö war richtig es war die Jüngste. .Phine?" .Ja, Phine..Die mit der blauen Schleife." Der Assessor wußte wirklich nicht genau, ob sie eine blaue Schleife getragen hatte. .Ach, das ist wahr sagte die GeHeimräthin, sie trug gar keine blaue Schleife. Sie hatte ja Kornblumen im Haar. Meinetwegen können Sie das Kind haben. Sie sind ja ein netter. gebildeter Mann mit gutem Auskommen. Ich kann mir gar keinen besseren Schwiegersohn wünschen." Als die Zwillinge nach Hause kamen, ging die Geheimräthin ihnen in's Entree entgegen, fiel Phine gerührt um den Hals, führte sie in's Zimmer und lieferte sie in die Arme des Assessors ab. Line stand dabei. Sie war sehr bleich, und ihre rothe Vusenschleife zitterte. Dann ging sie mit ihrer Mutter in's Eßzimmer, um die Neuverlobten sich selbst zu überlassen. .Aber Mama!" sagte Line. ..er machte mir ja auf dem Balle einen Antrag." .Das war ein Irrthum, er meinte Phine. Da sahest ja selbst, wie verliebt er in sie war." .Es wäre aber unangenehm, wenn er uns nach der Hochzeit auch noch ver wechselte." .Dummes Zeug. Ein scharfes Auge sieht gleich, daß Du die Aelteste bist. Es ist gut. daß Phine sich verlobt hat. Ein junges Mädchen verändert sich gleich, wenn es verlobt ist. Du sollst sehen, in einem halben Jahre sehen Fremde schon den Unterschied zwischen Euch. Aber Mama, wenn ich mich nun verlobe und mich auch verändere, dann ist ja die Aehnlichkeit wieder da." .Ach. rede doch keinen Unsinn, mein Kind. Bräutigams wachsen heutzutaae nickt auf den Bäumen. war ein reiner Aufall. daß Phine den Assessor kriegte. Und nun wollen wir froh darüber sein. ..Gewik. saate vlne mit einem Seufzer. Als der Assessor eines Abends sein? Braut besuchen wollte und an der Entreethür klingelte, öffnete Line ihm die Thür. Es war ziemlich finster im Entree Dr. Damhorst drückte die bestürzte Line an die Brust und bedeckte ihr Gesicht mit Küssen. Bevor Line zur Besinnung kam, stand Phine schon mit einer Lampe in der Wohnstubenthur. .Na, das ist ja ein recht zärtlicher Empfang. Ihr solltet Euch beide scka men." .Aber ich versichere Dich, mein liebes Herz, es geschah nur aus Versehen. .Ja. er glaubte natürlich. Du wärst eS. Phine." .Und Du hattest natürlich nichts dagegen, Line?" Phine brach in Thränen aus. die Gebeimräthin rana verzweifelt die Hände. .Mein Gott, lieber Schwiegersohn, saate sie.' denken Sie doch an die Schleifen, wenn Sie in Verlegenheit kommen. Lines ist roth und Phines ist blau." .O, wenn er mich wirklich liebte, bedurfte er der Schleife gar nicht." sagte Phine sehr mdrgmrt. Der Abend verging auf höchst uner quickliche Weise. Phine schmollte w'ah rend der ganzen Zeit, Line wagte nicht, von ihrer Stickerei aufzublicken, und Dr. Damborst sah verlegen aus. Endlich stand er auf. um sich zu verabschieden, und die Gehelmrathin be gleitete ihn selbst hinaus. ' .Und nun vergessen Sie nicht, was ich Ihnen gesagt habe, lieber Dam horst. Line ist roth undPhine ist blau.' Auf dem Heimwege sagte er sich die Oflnie.Äejt vor: .Line ist roth. Vbine .,. ' und damit fuhr er sorr. otft er trn Bette lag. Aber als er am nächsten Morgen erwachte, hatte er nicht mehr die entfernteste Ahnung davon, wer roth und wer blau war. Dennoch faßte er Muth. Er nahm seinen Hut und ging zu seiner Braut. Mit einigem Herzklopfen klingelte er an der Entreethür. Wenn er sich nur nicht wieder in den Busenschleifen irrte! t Dann fing er wieder an. seine ec tionen aufzusagen und kam zu den glücklichen Resultat, das Line blau uni tobirg roth wäre.

hinc dsfmte die Mr. .Guten Taa." saat; er kalt, den

Blick auf ihre blaue Busenschleife heftend. .Guten Taq. willst Du nicht nahe? kommen?" J't Deine Schwester nicht zu Haust." N;u. sie ist nicht zu Hause." Er blieb rerleaen mitten im Zimmer stehen. Phine sank schluchzend auf einen Stuhl. -Du bist mir ein netter Bniunaanu Wir sind kaum acht Tage verlobt, und dabei giebst Du mir N'.cht einmal einen Kuß. wenn Du mich besuchst!" .Aber, liebste Phme, ich glaubte . . . .Du glaubtest vielleicht ich wär Line?" .Nein, wie kannst Du so irnc glauben. Ich fürchtete. Du wärest mir noch von neulich böse." Er faßte sich glücklicherweise und brachte Phine durch einiae Liebkosungen bald wieder in gute Laune. Seit der unalucklichenVerwechselung im Entree war ein gespanntes Verhältnlß zwisaii den Schwestern eingetreten. Sie sprachen nur daS Nothwendigste mit einander. Phine war stets mürrisch und gereizt, während die arme Line beständig in Angst war, daß während d:r Besuche des Assessors ir gend etwas passiren könnte. Das Schlimmste aber war. daß sie ihn noch immer liebte. Sie war so glücklich gewesen, als er sich am Ballabend zum ersten Male geirrt" hatte und sie ihm damals ihr junges warmes ?z geschenkt. Es war hart, daß sie dieses Gefühl jetzt in ihrem Herzen ersticken mußte, sehr hart. Line saß allein und weinte. Ihr Onlel vom Lande, ein reicher Gutsbesitzer, kam zufällig zum Besuche und überraschte sie. Sie versuchte schnell ihre Augen zu trocknen, aber es war zu spät. .Was fehlt Dir denn, mein liebes Linchen?" Er war einer der Wenigen, welche die Mädchen zu unterscheiden vermockten. Line wollte erst nicht mit derSprache heraus, aber schließlich erzählte sie doch dem Onkel, sie wäre so unglücklich über alle Unannebmlicbkeiten. welche die Aehnlichkeit verursachte. Sie würden von emem Taae mm andern aroner und machten ihr das Leben zu einer wabren Vlaae. Der Onkel saß einen Augenblick nachdenklich da. .Daaeaen muß etwas aetban wer den. Wir müssen versuchen, für Dich ebenfalls einen Bräutigam zu finden. mein Kmd. .Dann wird eS noch schlimmer. Vielleicht irrt sich meinBrautmam auch und küßt Phine im Entree. und dann erzürnt er sich mit PhineS Bräutigam und ich auch mit Phine. Nein, es ist nicht auszuhalten! Ich gehe noch nach Amerika oder-in irgend ein anderes fernes Land!" - .Höre mal. Linchen. hast Du nicht Lust, Deine eigene Tante zu werden! fragte der Onkel nach einer Pause, verstehe Dich nicht. Onkel." .Ja. sieh mal, wenn Du . . . wenn Du... nun. wenn Du meine Frau würdest. Du kamst dann auS der Stadt fort und auf das Land und wenn es auch kein fernes Land ist, so ist es doch noch immer ebenso gut wie Amerika." .Ja, aber . . . Onkel . . . ich . . . ich weiß wirklich nicht... .Üebrigens bin ich ja gar nicht Dein richtiger Onkel, sondn!! nur ein Vetter Deines Vaters. Die Verwandtschaft wäre uns also knn Hinderniß. So leyr alt bin ich doch auch noch nicht, daß Du nicht noch lernen konntest, mich zu ne den." .Ich habe Dich ja schon sehr lieb. Du bist ia so berzienöaut. ?!ch will aern Deine ??rau werden ... ich komme dann aus der Stadt fort, und dann geht eö wohl vorüber. .Was aeht vorüber?" .Nichts! Das heißt ... ich meine. diese bestandiaen Verwechselunaen. .Ack so! Na. das nebt sich schor zurecht. Jetzt werde ich mit Deiner Mutter svrecken." Darauf umarmte er sie und küßte sie. DaS hatte er oft gethan als Onkel. Jetzt aber war er ihr Braun gam, und nun schmeckte der Kuß ganz anders. Line verbarg err'öthend ihr Gesicht in den Händen und weinte noch ein bis chen. Ihr war so wunderbar zu Sinn, aber sie fühlte sich gar nicht unglücklich. Die Geheimräthin war sehr erstaunt und sehr entzückt über die Verlobung. Es war doch reizend, daß die Line sich auch verheiratete und gar mit dem reichen Vetter, der Perle der Familie. Phine war auch sehr erfreut dar über, daß Line auS der Stadt kam und der glücklichste von allen war Assessor Dr. Damhorst. In Zukunft hatte er nun nicht mehr nöthig, sich mit den unglllckseligenVusenschleifen zu plagen. ,, V a ve r. Zwei Freunde treffen sich nach langen Jahren wieder. Sie sprechen natürlich von der Vergangenheit: .A propos, waS ist denn aus unserem Freunde Lapatte geworden?" Ack. der ist schon seit 12 fahren todt. Ich sage Dir. die ganze Zeit gabs keine Stunde, wo ich seinen Tod nicht beklagte." .Hast Du ihn so seit geliebt?" .Das nicht. Aber ich hab' seine Wittwe aebeiratbet." erecyttgtes Äerlangen. Eohn (zu seinem Schwieger, söhne am Hochzeitstage): Hären Se, Herr Baron, for 'ne halbe Million könnten Se ä bischen glücklicher aussehen!" AuLgiebige Kritik. .Was halten Sie von unserer neuen Primadonna?" .Ein grausames Geh'öpf! Ihre Schönheit zerreißt manzes Hcrz und ihre Stimme manches hr."

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