Indiana Tribüne, Volume 23, Number 2, Indianapolis, Marion County, 20 September 1899 — Page 1
sj sVO xS 0 x ) i( II I I I I f I I llll r V o W W W ' V 'j 95 V irJ i. Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiana Mittwoch, den 20 September (899. Jahrgang 23 No.S
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Lditorielles. ES ist ein sonderbarer, tragischer
! Zufall, daß Scheurer - Kestner, der ' 1? tni m Nkweauna 111 un4J Utlll, wmw ü sten DreysuS' begann, an demselben Tage starb, an dem die Freilassung Dreyfud' beschlossen wurde. Die Mittheilungen, welche Herr Schurman, der Vräsideut der Philip pinen - Commtsfton der aoenrken Presse machte, find sehr interessant und obwohl die SrpanfionSpresse mög lichft viel Kapital aus denselben zu schlagen sucht, so gelingt ihr daS doch selbst mit der größten Mühe nicht. Die große Ausdehnung deS vhiltppinifchen Archipels erklärt er, macht eö sehr schwierig eine wirksame Blockade ausrecht zu erhalten. Sr hätte wohl sagen dürfen, unmöglich; wenigsten unmöglich mit unseren Mitteln. Prak s tisch heißt daS aber, daß wir nicht im Stande find, den Filippinoö die Zufuhr von Munitio und Waffen abzuschneiden. Herr Schurman sagt fern, daß von den civilifirten Stämmen bloß die Tagalen unsere Feinde seien, die anderen seien neutral. Er warnt aber ehr davor, zu glauben, daß die anderen unsere Verbündeten seien. Im Gegentheil, fie find, wie er sagt, sehr mißtrauisch gegen die Weißen. Mit anderen Worten heißt daS, daß wir von eingeborenen Stämmen keine Hilfe zu erwarten haben, daß keine Aussicht für die Möglichkeit vorhanden ist, die britische Politik einzuchlagen und einen Theil der Singeborenen gegen den andern zu gebrauchen. ES geht auS den Mittheilungen deS Herrn Schurman hervor, daß wir nicht m Stande find, Eingeborene anzuwerben und daß wir, selbst wenn wir eS waren, unS nicht auf fie verlassen könnten. Sie zeigen aber auch, daß elbst wenn wir im Stande -sein werden, die Insurrektion niederzuwerfen, mir eS immer noch mit einer Bevölkeung zu thun haben, welche unS als fremde, als Eroberer, als Unterdrücke?, als Feinde betrachtet. Und 0 wird eS selbst unter den allergunftigsten Umständen Jahre lang dauern, biS wir sagen können, die Philippinen sind unser. Herr Schurman spricht allerdings die Anficht auS, daß die nationale Ehre unS verbiete, zurückzugehen, aber er sagt auch, daß die FilippinoS kivlifirt genug seien, um ihre eigenen Lokalangelegenheiten und MunicipalVerwaltungen zu organifiren, wenn on Manila auS eine Oberaussicht stattfindet. Jedenfalls sollte man ihnen irgend ein System der "Korne rule" geben. Schön ! ES ist bei aller Aufrichtigeit und Ehrlichkeit deS Herrn Schurman nicht zu erwarten, daß er als Anhänger der gegenwärtigen Administration dem Ausgeben der Expansion?Politik daS Wort redet. Aber wenn die FilippinoS zur Lokalverwaltung und "Korne rule" befähigt find, darf man auch annehmen, daß fie die Fähigeit zur unabhängigen Regierung deS Landes haben. Sagt er doch selbst: Wenn man sie ausgesprochene intellektuelle Jähigkcit der FilippinoS und ihre bewundernöwerthen häuslichen und persönlichen Tugenden in Erwägung zieht, kann die Einbildungskraft nicht leicht die Grenzen für die fortschrittlichen Lrrungenschsften ziehen, deren fie unter der Inspiration amerikanischer Eiilisation sähig find." DaS ist nun allerdings sehr diplomatisch ausgedrückt, aber eS zeigt doch zum Allermindeften, daß man eS mit ivilifirten Menschen und nicht, wie man daS Volk glauben machen will, mit Halbbarbaren zu thun hat. ES ist unterdeß, ebenfalls durch Herrn Schurman bekannt aeworde, daß Aguinaldo alle Home rule Offerten auSgeschlagen hat und daß er sich mit ichtS Geringerem begnügen will, als mit Unabhängigkeit. So weit sich also die Dinge augenblicklich beurthei len lassen, steht unS, wenn nicht ein besonderer Zwischenfall eintritt, noch ein langer Kamps bevor. Auguinaldo muß seinerseits diesen Kimpf jeden falls nickt für auSficktSloS kalten. Er weiß gut genug, daß wir eine größere und reichere Nation find als die Spanier' Aber er weiß auch, daß wir sei neu Zwang zum militärischen Dienst
haben, daß wir keinen Mensch gegen seinen Willen als Soldat nach den Philippinen schicke können, daß unsere Erpenfionöpolitik auf Widerstand bei unö selbst stößt und daß diese Umstände unS in mancher Hinficht schwächer machen, als eS Spanien war. Daß wir nicht mehr mit Ehren zurück können ist Uafinn. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg". Es kann kommen, daß wir daS müssen, was man jetzt nicht zu können glaubt DaS Geständniß, daß unsere republikanischen Einrichtungen sich nicht für
eine Kolonial- und Eroberungspolitik eignen.würde unS keine Schande machen wohl aber würde unS tat Geständniß. daß unser Volk keine solche Politik will, zur Ehre gereichen. ,, m ArGiMichlen. Wetterbericht. SchöneS Wetter heute Nacht und Donnerstag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 64 Grad, niedrigste 51 Grad. Schifsel'S Badeanstalt-Tempera tur 70 Grad. Das gelbeFieber. Washington, D. E., 19. Sept Die Lage bezüglich deS gelben Fiebers in Key West wird hier als ernst betrachtet, da in drei Wochen daselbst über 400 Fälle sich entwickelt haben Fast täglich treten gegen 30 neue Fälle aus; die Sterblichkeit ist allerding niedrig, aber immerhin greift die Seuche in Besorgniß erregender Weise um sich, und da Key West unter der Frostlinie liegt, so ist ein Ende der Epidemie so bald nicht abzusehen. Der Marine-Hospitaldienst bemüht sich vor Allem, die Epidemie aus die Jusel zu beschränken. Dies ist bis jetzt bis auf einen einzigen in Miama entdeckten Fall gelungen. Alle Verdächtigen in Port Tampa werden in ein DetentionS-Lager gebracht, und wenn nicht neue Fälle vorkommen, so wird daS Lager am Mittwoch wegen Ablaufs der Beobachtungszeit für alle Detinirten geschlossen werden. Die Behandlung der Kranken ist Key West bleibt ganz den Staats - Behörden überlassen. Ein neuer Fall wurde heute wieder aus New Orleans gemeldet. AuS Havana wird berichtet, daß man dort daS gelbe Fieber vollständig unter Controlle hat, und daß in den Hospitälern 9 Soldaten und 11 Civilisten untergebracht find. Key West. 19. Sept. 3n den letzten 24 Stunden wurden hier 31 neue Erkrankungen am gelben Fieber und ein Todesfall gemeldet. Erschütternde FamilienTragödie. P l a t t e C a n 0 n, Eol., 19. Sept. Eine erschütternde Familientragödie hat sich hier zugetragen. Walter BaneS, seine Frau und zwei Kinder wurden in ihrer ärmlichen Hütte lebloS aufzefunden. Der Mann, im Kampfe um'A Dasein verzweifelt, hatte augenscheinlich den Seinigen und dann sich selbst den Tod bereitet. Ein schnell wirkendeS Gift diente ihm zur Ausführung der That. Die Frau scheint mit dem Vorhaben ihres ManneS einverstanden gewesen zu sein; denn keine Spur eineS voraus gegangenen Kampfes war in der Behausung wahrzunehmen. BaneS war seit einiger Zeit beschäftigungslos gewesen. Die Sägemühle, in welcher er angestellt war, war kürzlich geschloffen worden. EinZauberkünfiler. B eaver Dam, 19. Sept. Geo. Roedl und IameS Nau bekneipten sich ganz kannibalisch und Ersterer bildete sich ein, der Zauberkünstler Hermann zu sein. Er erklärte vsau gegenüber, daß er demselben den Kopf vom Rumpfe trennen und ihm denselben wieder auf setzen könne. Rau ging mit ihm eine Wette ein, daß er daS nicht zu thun vermöge. Er setzte sich auf einen Stuhl, und Roedl holte ein große? Messer herbei und begann mit der Operation deS HalSabschneidenS. Rau aber wurde gleich anderen SinneS, als Roedel'S Messer ihm am Halse zwei tiefe Wun den beigebracht hatte. Ein herbeigerufener Arzt conftatirte, daß Roedel aus ein Haar die Schlagader durchschnitten hätte. Die Wunden mußten mit IS Otichen zugenäht werden.
Dreyfus ist frei. R e n n e S, 20. Sept. Kurz vor 3 Uhr heute Morgen, als tiefe Stille in den Straßen der Stadt herrschte fuhr ein Wagen vor daS Gefängniß in dem
sich DreyfuS befand. In dem Wagen faßen zwei Herren in militärischer Kleidung. Einen Augenblick später öffneten sich die Thüren deS GefängnisseS, eine Wache trat herau, und dann folgte DreyfuS. Er bestieg die Kutsche und fuhr dann in der Richtung von Bern, einem Dorfe, acht Meilen südwestlich von RenneS. Von dort fuhr er mit der Eisenbahn weiter in der Richtung von NanteS. Sein Bruder Matthieu begleitete ihn. Nur die Be hörden und die Familie DreyfuS weiß, wohin sich dieser begab. Frau DreyfuS reiste um Mittag bier ab, um sich zu ihrem Gatten zu begeben. DreyfuS. Paris, 19. Sept. Da sozialistische Organ DroitS deS HommeS" sagt: Unsere Ausgabe bleibt dieselbe wie vor der Freigabe DreyfuS'. Die Campagne gegen alle Diejenigen, welche verantwortlich find für die traurige Affaire muß fortgesetzt und die Fälscher. Verräther und falschen Zeugen müssen entlarvt werden, selbst wenn fie glänzende Dekorationen tragen n In ähnlichem Sinne sprechen sich auch noch andere Blätter auS und besonderö die Durore" betont scharf, daß der Vorhang für den Schluß deS DramgS noch nicht gefallen ist. Die gegnerische Presse spricht natürlich auS einem anderen Tone und zieht scharf gegen die Regierung loS. Aber eS gelingt ihr nicht irgend welche Aufregung zu erzengen. DaS Journal deS DebatS" sagt : Wir vernehmen, daß die Familie DreyfuS einen Befehl erhalten wird, RenneS unbemerkt während der Nachtzeit zu verlassen. Die Regierung weiß nicht, oder sagt wenigstens nicht wohin DreyfuS geht." DaS genannte Blatt theilt jedoch ferner mit, daß grau DreyfuS eine Villa bei Folkestone bei Doverin England, gemiethet hat. Dieser Mittheilung wird zwar widersprochen, ober man glaubt allgemein, daß DreyfuS nach England gehen wird. SS ist gcher, daß die Sozialisten die DreysuS-Angelegenheit nach Kräften ausnützen werden. Außerdem steht noch der Prozeß ZolaS und der Prozeh der Wittwe Henry'S gegen Joseph Reinach, w.lch letzterer wegen Ver leumdung deS Andenkens Henrys angestrengt wurde, in Aussicht. Dabei wird die ganze Angelegenheit nochmals durchgehechelt werden. L 0 n d 0 n, 20. Sept. Der Correspondent deS Daily Telegraph" schreibt von RenneS, daß DreyfuS wahrscheinlich schon daS Gefängniß verlassen hat und heute Nacht RenneS verlassen wird. 91 Die Wissenschaft bleibt neutral, D 0 ver, 19. Sept. Der Präsident Und ungefähr 300 Mitglieder der franzöfischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft trafen von Boulogne-sur-Mer kommend, zu einem Besuch der britischen wissenschaftlichen Gesellschaft hier ein. 3n den letzten Tagen war in englischen Blättern viel darüber geschrieben worden, man sollte den Iranzosen die kalte Schulter zeigen", um ihnen die Mißbilligung deS englischen Volkes wegen deS DreyfuS-VerdiktS zu demonftriren. Der Empfang der Franzosen seitens der SuglSnder ließ jedoch erkennen, daß die Letzteren nicht gesonnen find, sich gegen die Franzosen verhetzen zu lassen. Der Empfang war ein äußerst herzlicher. "- Protest Chinas. Washington, 19. Sept. Die Regierung von China hat durch ihren Gesandten Wu Ting Fang bei dem Staatsdepartement eine energischen Protest gegen die von General OtiS erlassene Ordre erhoben, die Chinesen auS den Philippinen ausschließt. Die Handlungsweise OtiS' verstößt, wie China behauptet, gegen daS internationale Gesetz, gegen bestehende Ver träge und gegen die bestehenden freund schaftlichen Beziehungen zwischen den
beiden Regierungen.
Der Verein der Braumeist er. N e w I 0 r k, 19. Stft. Der zweite
Tag der 11. Convention deS VerrinS . der Braumeister begann mit einer Exekutivsitzung, nach welcher die öffent lichen Sitzungen wieder aufgenommen wurden. Den Vorfitz führte wieder der Präsident William Wurster auS PittSburg. Zur Ausführung der Vakanzen im Rathe der TrusteeS werden folgende Herrn gewählt: Sohn Eusenberg, von Chicago ; Edward Waguer, von St. Louiö ; Zohn Knecht, von Baltimore ; Henry Z. Hack, von New Sork; ChaS. Hoffmann, von Cincinnati ; Herman Ä. Huhn, von PittSburg ; ChaS. Grustler, von Boston und Otto Rofenbusch, von Detroit. Die Union der Brauerei - Arbeiter erklärten in einer Zuschrift, die Anfiel lung von Lehrlingen in den Brauereien ei eine Frage von nationaler Wichtigeit und erfordere eine gleichmäßige Ordnung, welche in den ganzen Ver. Staaten durchgeführt werden sollte. Nach einiger Diskussion wurde die Angelegenheit an ein Spezialcomite verwiesen. ES wurde beschlossen, die nächste Convention in Bussalo abzuhalten. Vortrage wurden von Ernst Handtke u Milwaukee und von Dr. FranciS Wyatt in Chicago gehalten. DeS Kaisers Sicherheit. Berlin, 19. Sept. ES wird jetzt bekannt, daß in Stuttgart außergewöhnliche Maßnahmen für die Sicherheit des Kaisers während der Manöderzeit getroffen wurden. So wurden die Laden der Kellerfenster deS köaiglichen Schlosses von einem Glasermeister. zugenagelt, und sowohl bet der Ankunft, wie bei der Abreise deS KaiserS dar der Bahnhof stundenlang gesperrt. ... S S fehlt an der Hauptsache. Köln, 19. Sept. Der Kölner Männer - Gesangverein hat seinebeabfichtigte Amerika-gahrt in Wiedererwagung gezogen, da die meisten Mitglieder deS Vereins keine Kröfusse sind. Troftdem hofft man noch auf eine günstige Lösung der ginanzfrage. SS gilt als sicher, daß diejenigen Beamten, welche Mitglieder des Vereins sind, Urlaub erhalten würden. Böhmische Justiz. Prag, 19. Sept. Ein böhmischer Gerichtshof hat soeben eine Sntscheidung abgegeben, welche unangenehmes Aufsehen erregt, sofern daS Gericht darin ganz ernsthaft den Verdacht auspricht, daß vergangenen März ein christliches Mädchen unweit Polna von Juden zu Ritualzwecken umgebracht worden sei. Die Geschworenen sprachen den Angeklagten, Leo Hilöner, von der Anschuldigung deS thatsächlichen MordeS an Anna Hruza frei, dagegen aber sprachen sie ihn schuldig, bei der Ermordung behilflich" gewesen zu sein, obwohl kein Beweis für die Eristenz von Mitschuldigen beigebracht wurde, und eine solche Annahme lediglich auf der Ritual-Theorie beruht. Obgleich von der Anklage deS eigentlichen MordeS freigesprochen, wurde HilSner zum Tode verurlheilt. Die Farce ist zu Ende. P a r i S, 20. Sept. JuleS Guerin und seine Leute, welche seit vierzig Tagen von Polizei und Militär belagert wurden, haben sich heute Morgen um 4 Uhr ergeben. ES war ihnen mitgetheilt worden, daß um diese Stunde die Verhaftung vorgenommen und, wenn nöthig, daß HauS gestürmt werden würde. Polizei, Militär und Feuerwehr waren in Bereitschaft, auch Ambulanzen hatte man herbeigeschafft. Der Deputirte Millevoge und ein Bruder GuerinS gingen vor der bezeichneten Stunde in das HauS und eS gelang ihnen Guerin zu überreden, sich zu ergeben. Guerin wurde in Haft genommen, seine Leute ließ man lausen. Trotz der frühen Stunde war die ganze Umgegend dicht mit Menschen besetzt, die feine Gesellschaft, sowie die Demimonde hatte sich zahlreich einge funden und über hundert offene Fuhr werke fuhren in der Nachbarschaft hi n und.her. Die Darinsitzenden warteten der Dinge, die da kommen wurden Die CafeS in der Nachbarschaft machten glänzende Geschäfte.
Die Regierung war entschlossen, daS
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