Indiana Tribüne, Volume 22, Number 362, Indianapolis, Marion County, 17 September 1899 — Page 4

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Empfinden brauchen sie nicht zu sein,

daß sie Welten bilden. 3a wohl, wenn einmal die Welten nnerhalb der Welt abgeschaft werden, dann wird Göth-S Jubeltag kommen. Ich möchte ihn wohl mitfeiern, aber ich fürchte, ich werd'S nicht können. Ich bin schon zu alt dazu. Der Plauderer. Heimkehr. Humoreske von Hermann Hamm. Gott sei Senf, nur noch fünf Viertelstunden. dann sind wir wieder in Berlin. Es war wenigstens gut, daß wir beide das Eoupö allein hatten. Na. Mamachen, das ist doch letzt kein Wunder. Jetzt fährt doch noch Niemand zurück, die Ferien schließen doch erst in suns Tagen llrn so besser, daß wlr dem Trubel entgehen. Und dann die Ueberra schung; was Papa für ein Gesicht machen wird, wenn wir so plötzlich anlangen. Wenn er nur zu Hause ist; be: Ueberraschungen " Ach was! Du hast doch selbst den letzten Brief gelesen ... wo habe ich ihn nur?" Die Sprecherin, . Frau Nitschke, eine behäbige Frau Ende der Dreißiger, kramte in einem kleinen Handtäschcher. und fand endlich den Brief, den sie entfaltete, um der Tochter, einer hübschen Blondine von zwanzig Jahren, mit sichtlicher Rührung folgendes vorzulesen: Gestern Abend war ich bei Prachtvollstem Wetter mit Hübners in Hunbefehle, wo ich drei belegte Stullen aß, aber nur zwei Schnitt Aechtes trank. Es that mir leid, daß ich alle diese chonheiten allein genteken sollte. Sonst sitze ich jeden Abend allein zu Hause und schmökere in den alten Länden Gartenlaube, die wir in den ersten Jahre unserer Ehe gehalten haben. Hoffentlich kommt Ihr bald zurück und laßt Euch nicht überreden, die Kur zu verlängern. Denke an Detnen armen Strohwittwer . . . Na, und so weiter! Nein, mein Alterchen, nicht verlängert, sondern verkürzt wird die Kur. Und dann liegt Mtr s auch am Herzen, daß Deine Geschichte, Emma, mit Herrn Krämer m Ordnung kommt, ehe er an die See geht. Es ist schon besser, wenn er sich vorher erklärt. Aber ich will ihn doch nicht." seufzte die schöne Emma." so ein fader Kerl, fast so alt wie Papa und noch dazu aus der Waschebranche." So, er ist höchstens vierzig." Nun. und Papa ist sechsundvier Zig." Aber, er ist in den besten Verhält.iien, mit. Papa gut befreundet, von oestem Ruf. mir gefallt er auch ... Aber mir nicht, und ich bin doch eigentlich die Hauptperson. Neoe nicht so dumm: natürlich bist Dll die Hauptperson, aber geheirathet joixb doch, wie die Eltern es bestimmen. Oder hast Du Dir etwa Jemand An deres in den Kopf gesetzt?" Emma schwieg und erröthete dabei leicht. Sie dachte allerdings an einen Anderen, der zwar schon Reservelleutenant, aber erst Referendar war. Wenn sie die Eltern mit ihren Heirathsplänen wenigstens noch zwei Jahre Hinhalten konnte, bis Konrad Assessor Ware! So blieb sie in tiefem Sinnen, was sie aber nicht verhinderte, alle fünf Minuten bdd aus der eigenen, bald aus der mütterlichen Handtasche ein Stückchen Chokolade zu genießen. Endlich fuhr der Zug in Berlin ein. Ein müder Droschkengaul brachte die Beiden dann mit ihrem sehr reichlichen Reisegepäck kurz vor 10 Uhr an ihr Ziel, nach der 5iurfurstenstraße. So. Kutscher, hier haben Sie eine Mark mehr, da helfen Sie aber, bitte. dem Portier die Koffer mit hmauftrazen." Wird besorgt, Madameken, jehen Sie ruhig bei Ihnen ruff. Siehst Du, Kind," sprach die Mut ter mit leichtem triumphirenden Lä cheln, im Wohnzimmer ist Licht, Papa ist zu Hause. Als die Damen vor der Wohnungs thür standen, schien es, als ob aus der Wohnung lustiges Sprechen und Lachen. von einer weiblichen und einer sehr tiefen männlichen Stimme ertönte. Frau Nitschke stutzte und zog dann scharf an der Klingel. Man hörte un deutlich Gläser- oder Tellerklirren, Stühlerücken, Thürenschlagen; endlich erschien Auguste, das Mädchen für Alles, und öffnete. Jotte doch, die Jnädige, so 'ne Ueberraschlichkeit!" Guten Abend, Auguste! Wo ist mein Mann?" Na, ick habe ihn doch nich; er is doch ausjewachsen Weiß er denn nich, daß die Jnädige un's Fräulein angekommen sein?" Nein, wir wollten ihn überraschen." Ai wai, Backe!" murmelte Auguste mitleidig. Was ist das für eine freche Nedensart? W?s soll daö heißen?" Jott, ick dachte man so; ick meinte, es würde ihn betrüben, det er die schöne Jelegenheit zu'n Willkomm versäumt hat." Ist er denn fortgegangen?" "Nu bei das schöne Wetter, jnädige Frau!" Aber vorn brennt doch die Lampe,im Wohnzimmer." Jewiß doch. Hat der Herr ezpreß gewünscht. Wegen die vielen Einbrüche. Damit die Herren Diebe jlauben, 's wäre immer Jemand da." Auguste athmete noch nicht auf. als Frau Nitschke und Tochter endlich, nachdem die Koffer heraufgebracht waren, das Wohnzimmer betraten. Das Jnquisitorium ging auch gleich wieder loZ. ...... i . i.

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hieß Emma zurückb'eidcn ünv forderte Auguste, die ganz blaß geworden war und einige Male in wenig zärtlichem Tone der Eesel" gebrummt hatte, aus, ? mitzukommen. Aus dem Sopha schlief er" den Schlaf des Gerechten. Frau Nitschke war nur noch Eis, Würde und Hoheit. Entfernen Sie diesen Menschen aus dem Hause und morgen sprechen wir uns weiter, falls Sie nicht vorziehen, gleich mitzugehen, Frau Unteroffizier oder vielmehrFräu- . lein Unteroffizier." Nach diesen Wor- ! ten rauschte sie aus dem Zimmer zu ihrem Tochterchen zurück. Siehst Du, mein Kind, nichts als Aerger hat man von den Dienstboten, morgen muß ich Auguste entlassen!" Warum denn so plötzlich, was hat sie denn gemacht?" Nichts besonderes, ich kann es Dir nicht so erklären, aber sie hat in unserer Wohnung unerlaubte Lustbarkeiten veranstaltet." Aber das wird Papa leid thun; Auguste kocht so gut." Ja, der arme Papa, was er nur dazu sagen wird. Ob er nicht bald von seinem Spaziergang zurückkehrt? Es ist bald elf Uhr." Die Geduld der guten Frau Nitschke wurde aus eine harte Probe gestellt. Endlich 1 Uhr hörte sie den Schlüssel der Korridorthür drehen. Himmel, Herr Nitschke kam nicht allein! Doch Gott sei Dank murmelte sie, wenigstens Männertritte." Offenbar hatte ihr noch Schlimmeres geahnt. Immerhin hielt sie es ' für richtig, sich schnell mit ihrer' Tochter liVs Nebenz'rmmer zurückzuziehen und ton dort die weitere Entwickelung' der Dinge zu verfolgen. Die Schritte zögerten im' Entree. Kommen Sie rein, kommen Sie rein, kommen Sie rein, kommen Sie rein in die gute Stube", horte sie ihren Mann höchst fidel singen. Aber ich kann doch nicht, so spat,' -zur Nachtzeit!" Nu, Krämerchen, thun SiYsich nicht so, seien Sie kein Frosch, meine Alte ist doch Gottlob im Bade, da können wir doch mal fidel fein. Kommen Sie, Krämer, wir trinken noch einen Rothfpohn." Emma stieß ihre Mutter an, die tief seufzte. Das ist nun Dein Schwiegersohn," sagte sie ironisch und triumphircnd. O diese Männer," stöhnte die arme Frau Nitschke.Inzwischen hatte Nitschke eine Flasche Rothwein entkorkt und zwei Glaser vollgegossen. Auf Alles, was wir lieben." rief er mit unternebmendem

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