Indiana Tribüne, Volume 22, Number 358, Indianapolis, Marion County, 13 September 1899 — Page 1
o A sVs rlC A Af A Mr i . fe'.i ' f - w iy ly w o w fc.V ?y fe Office : No. 18 Md Alabama Straße. Telephon 1171 Indianapolis. Zndiana Mittwoch, öen o September 1899. Jahrgang No. 358
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Lditorielles
In New Sork fand dieser Tage eine große demoklatische Versammlung statt, in welcher der bekannte Gouvernöe Altaeld eine Rede hielt. Die Rede war in gewissem Sinne sehr rabikal. Er schilderte zunächst, wie in allen großen Freiheitsbewegungen die Regierungen, die Kirche und die poli tisch oder wirthschaftlich Mächtigen diese Bewegungen bekämpften Er schilderte dann eingehend die Lage der Arbeiter von alter Zeit an bis zu dem jetzigen System der freien Concurrenz und ging auf eine eingehende Schilderung des Genossen schaftSwesenS sowohl betreffs der Pro buklion als des ConsumS über, daö er auf daö Höchste prieS. Sodann wandte sich der Redner der Frage der munieipalen Sigenthümerschaft zu und sagte unter Anderm: Die Kinder deS Arbeiters schreien nach Brod, während die Söhne der Ausbeuter da Geld derselben verprassen. Verschiedene AbhilfSmittel sind empfohlen worden, doch scheint nur eineS wirkliche Abhilfe zu schaffen, nämlich der Betrieb aller dieser 3ndustriezweige durch die Regierung. Diese 3dee ist nicht neu, an vielen Orten der Welt hat man sie bereits ausgeführt. Sie ist kein Experiment mehr. Fast alle europäischen Städte iesern ihren Bewohnern nicht allein Wasser, GaS, elektrische Licht, Straßenbahnbetrieb und dergleichen, sondern eignen und betreiben Dockanlagen, Tenementhäuser, Wäschereien und anbere Betriebe. Die Municipalität kann alleS daS für tltoat mehr alö die Haltte dessen liesern, waS die Privatunternehme? dafür fordern Die Angestellten find nicht überarbeitet und önnen besser leben, u. s. w." Ueber Trusts und Monopole jgte er : Sie fragen : Können diese Monopole vernichtet werden ? Ich antworte: Nein, die meisten von ihnen können nicht vernichtet werden. Concentraion und Monopole können die Produktion wesentlich verbilligen, und wenn die große Masse de Volkes Nutzen daraus ziehen kann, so würde dieS die Arbeitszeit verkürzen und die Sache der Civilisation fördern. Die Schwierigkeit jetzt ist, daß diese Vorheile der billigeren Produktion dem Volke nicht zu Gute kommen, sondern die Taschen einiger habgieriger Leute üllen.' Da? Princip der Monopole an sich ist wohlthätig, wenn daS ganze Volk den Nutz:n daraus zieht, eö ist aber ein Fluch, wenn nur einige Wenige dadurch bevortheilt werden. So weit wird man vom fortschrittichen Standpunkte auö völlig mit Herrn Altgeld übereinstimmen. Man wird in konservativen Kreisen seine Ansichten für sehr radikal halten, aber sie stimmen mit den Anschauungen der modernen Bolkewirthschst völlig überein. Soweit bekundet Herr Altgeld eine klare Einficht in die wirthschaftichen Zusammenhänge und den Gang der wirthschastlichen Entwicklung. WaS die praktische Politik betrifft, o sagte Herr Alkgeld : Die Frage kann nur von einer Parei gelöst werden wenn sie fortschrittich und agressiv ist. Die Partei müse sich für verschiedene Maßnahmen entschließen und h.ohe Ideale haben. Eine Partei, die sich aus Compromisse und Schacher einläßt, die nichts andeics erstrebt, all möglichst viele Aemter zu erbeuten, könne der Menschheit nicht von Nutzen sein. Die Frage sei, von welcher der beiden großen politischen Parteien man die Erreichung der vorerwähnten Ziele erwarten kann. Man müsse auch praktische Politik treiben und seien noch andere wichtige Fragen zu entscheiden, so daß nur eine der großen Parteien daS Problem löfen könne. Hier entsteht denn doch die Frage, ob die demokratische Partei eine solche Partei ist, ob sie wirklich die hohen Ideale hat, ob sie sich nicht auf Com promisst und Schacher einläßt, ob sie nicht bestrebt ist möglichst viele Aemter zu erHaschen. Herr Altgeld dürste doch kaum im Stande fein, diese Frage un bedingt m:t 3a zu beantworten. Wir geben ihm völlig Recht, wenn er die republikanische Partei als diedeS organifirten Kapitals bezeichnet, aber steht denn die demokratische Partei so direkt aus der andere Seite ? . Wenn Herr Altgeld die demokratische Partei
aus diesen Standpunkt heben w'.ll, so
wünschen wir ihm ausrichtig Erfolg, aber vorläufig bleibt die Frage doch immerhin eine offene, ob dazu nicht eine neue dritte Partei nöthig ist. Wir haben eS längst aufgegeben, unö an Dogmen und Theorien zu klammern, der Gang der Entwicklung straft sie oft genug Lügen. Jedenfalls bleibt der Versuch deS Herrn Altgeld ein empsehlenSwerther. Denn was man auch immerhin über die Nothwendigkeit einer neuen Partei, einer KlassenPartei denken mag, jedenfalls bietet uns die Geschichte der Vergangenheit für den Gang der Entwicklung der sozialen Kampfe in einem großen un abhängigen Staate mit allgemeinem und gleichem Wahlrechte kein Beispiel. ES fehlt hier für die Theorie die Unterftützung deö praktischen Beweise?. Die Anficht deS Herrn Altgeld ist also in dieser Sache eine wohl begreifliche und in gewissem Sinne auch berechtigte. Waö wir nicht begreifen können, daS ist das Festhalten deS Herrn Altgeld an den Bryinfchen Silbertheorieen. Bei der Klarheit, mit welcher Herr Altgeld sonst die Dinge sieht, müßte er doch auch einsehen, daß keine Maßregel Erfolg versprechen kann, welche' sich dem natürlichen Gange der Entwickelung in den Weg stellt, denselben aufhält, daß niemals ein Rückgreifen auf frühere Zustande helfen kann. 3n dieser Beziehung hat die Silberbewegung Aehnlichkeit mit den Bestrebungen BiömarckS die alte Institution der Innungen wieder zu beleben. ES war auch ein Rückgreifen auf frühere Zustande. BlSmarckS Versuche schlugen fehl, sie mußten fehlschlagen, denn eS giebt in der Entwicklung der Zustände nur ein Vorwärts, kein Rück wäetS. Mit der Silberbewegung kann es daher nicht anders gehen. ArHiMichlen. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht; wärmereS, schöneS Wetter Donnerstag Höchste Temperatur innerhalb der letzen 34 Stunden 79 Grad, niedrigst, 52 Grad. Schissel'S Badeanstalt. Temperaur 7ö Grad. ConsulLange. Washington, Sept. Obgleich der Präsident auf den Bericht deö Staatsdepartements in Sachen deS ConsulS Lange in Bremen, gegen welchen die Anschuldigung erhoben worden ist, sich in Bezug auf die Einnähme der Gebühren Unregelmäßigleiten zu Schulden haben kommen lassen, noch keine Entscheidung getrosfen, im Staatsdepartement erwartet man jedoch, daß ein Personenwechsel in dem Eonsulatamt erfolgen und daß der jetzige Consul in Magdeburg. Hy. W. Duderich, zum Consul in Bremen befördert werden wird. B r e m e n, 12. Sept. Der amerikanische Consul Lange will seine Stelle niederlegen, weil er mit ber imperialisttschen Politik deS Präsidenten McKinley nicht einverstanden ist. 3n seinem Blatte Germania", einem Blatte lutherischer Tendenz (in Milwaukee) hat er stetS Propaganda gegen den Imperialismus gemacht. ,, . - Devey über die FilipvinoS New S ork, 12. Sept. Eine Depesche der World" von Gibraltar enthält ein Interview mit Dewey unuittelba? vor der Abfahrt der Olympia" nach New Fork. Der Admiral äußerte. daß Prof. Schurmann und er in Bezug aus die Philippinen -Frage ziemlich derselben Meinung seien; er werde sich baldigst nach Washington begeben, um einen gemeinsamen Bericht einzureichen. Dann fügte Dewey sehr ernst hinzu : Ich habe meine Meinung, daß die FilippinoS für die Selbstregierung reifer seien alö die Cubaner, nicht geändert. Ich beobachtete daS Volk gevau und war oft überrascht über seine Intelligenz. Unter den richtigen VerHältnissen kann auS den FilippinoS viel werden." (Den Zeitungen, welche Interviews mit Dewey veröffentlichen, ist nicht zu trauen. D. R ) General Wheeler. New Sork, 12. Sept. Wie sich die World aus Hongkonk melden läßt hat General 3se Wheeler ach ernste
Streitigkeiten mit dem General OtiS.
'welcher den alten Krieger bei Seite schieben wollte, eine Stellung im aktiven Dienst erlangt. General Wheeler wird jedoch jetzt aus die Erlaubniß antragen, nach den Ver. Staaten zurück 'kehren zu dürfen, wenn in der Leitung i auf den Philippinen nicht eine Aende, rung eintritt. Cornelius Vanderbilt tod New Sork, 12. Sept. Corne liuS Vanderbilt ist hier heute Morgen um 5 Uhr 15 in seinem Hause an der ö7. Straße und ö. Ave. der Wieder holung eineS Schlaganfalles erlegen welchen er schon im Jahre 1996 erlitten hatte. DaS gelbeFieber. Jackson Miss. 12. Sept. In der Situation bezüglich deö gelben FieberS ist hier keine Aenderung zu verzeichnen. Neue Fülle find nicht ausgetreten und man betrachtet die Lage als ermuthigend. Jacks on v i lle. Fla, 12. Sept. Die amtlichen Berichte der Aerzte in Key West ergeben, daß daselbst heute neun neuegälle von gelbem Fieber und ein Todesfall in Folge der Krankheit zu verzeichnen waren. 3n Miami ist die Situation unverändert und in Fort Tampa hat sich die Panik gelegt. Mehrere Personen, welche sich rzponirt hatten, sind unter Observation und Isolirung gestellt worden, aber man glaubt nicht, daß sich bei ihnen daS Fieber entwickeln wird. Key West, 12. Sept. Die Gesammtzahl der Erkrankungen am gelden Fieber beträgt 218, in den letzten 24 Stunde.i wurden 29 Fälle angemeldet und die Zahl der Todesfälle stieg im Ganzen auf 12. New Orleans, 12. Sept. Hier wurden heute vier neue Falle von geldem Fieber amtlich angemeldet und ein Todesfall. Die Gefammtzahl der Erkrankungen steigt damit auf sieben. Der Gesundheitszustand in der Stadt war niemals besser. um Sozialistische Kundgebungen. Berlin, 12. Sept. Die Polizeibebörde von Weimar, welche kürzlich eine Gedenkfeier anläßlich deö TodeStageS Lassalle'S verbot, hat j'tzt auch die von den dortigen Gewerkschaften geplante Göthefeier verboten und zwar auS dem Grunde, weil ein 3enenser Student NamenS Grunwald vorausfichtlich eine sozialistische Rede gehalten haben würde. 4t" DeS Kaiser Privalge - m ä ch e r. B er lin, 12. Sept. Die Ratio-nal-Zeitung erklärt heute, daß die Privatgemächer deS Kaisers in Berlin und in Potsdam Besuchern nicht mehr zugänglich sein werden, selbst nicht wahrend der Abwesenheit deS KaiserS. Diese Bestimmung ist wahrscheinlich getroffen worden, weil ein gewisser Martin de Mueller vor dem KriegSgericht in Renneö ausgesagt hat, er hätte in dem Schlafzimmer deö Kaisers in dem Schloß in Potsdam eine Pariser Zeitung liegen sehen, welche mit einer Postma-ke versehen war und aus deren Umschlag in deutscher Sprache die Worte geschrieben standen : Dreysus ist verhastet worden." , Brasilien proteftirt. Rio de Janeiro, 12. Sept. Die brasilianische Regierung hat gegen den Verkauf von Land durch den Herzog von Sachsen an die deutsche Regierung proteftirt. , Ein Ultimatum. L o n d o v, 12. Sept. Eine DepeschrauS Pretoria sagt, die britische Note, welche heute im VolkSraad verlesen wurde, wird alS ein thatsächlicheS Ultimatum betrachtet. Der Correspondent sogt : Die Depesche schlägt den Erwerb deS StimmrechtS nach fünfjährigem Wohnsitz vor, ein Viertel der Bertretung im VolkSraad für die Goldfelder, Gleichberechtigung der Briten und Holländer im VolkSraad, Gleichstellung der alten und neuen BurgherS bezüg lich der Präsidenten- und anderen Mahlen. Wenn die Bedingungen angenom men werden, soll eine Conferenz der Vertreter der beiden Regierungen folgen, um einen Entwurf der nothvea-
digen Maßregeln aufzusetzen und d?e
Stellung unnö.'higer Bedingungen feitenö der Regierung von Transvaal .oder die Möglichkeit der Annahme 'neuer Gesetze zu verhindern, die Reformen zu vereiteln. In Anbetracht deS UmondeS, sagt die Note weiter, daß der gegenwärtige Zustand der Dinge nicht fortbestehen kann, wird die desiaitive Annahme dieser Vorschläge ohne Verzug verlangt. Andernfalls wird die britlschs Regierung die ganze Situation sofort tn Erwägunz ziehen und so handeln, daß eine Ordnung der Angelegenheit herbeigeführt wird. Die Situation ist akut. P re t o ri a, 12. Sept. Die Verlesung der britischen Dtpcsche imBolkSraad wurde unter lautlosem Schweigen vorgenommen und nur Herr Tosen und die Ultra-Conservativen unterbrachen sie zuweilen. Aber die Bedingungen haben eine große Aufregung erzeugt. . , ,,, , DaS Dreyfus-Kapital. Lo n d on, 13. Sept. Der Pariser Correspondent deS Daily Chronicle" will auS zuverlässiger Quelle wissen, daß Präsident Loubet nach Erledigung deS Falles DreyfuS vor dem Revifionörathe DreyfuS begnadigen werde. Die Bewegung die Pariser AuSstellung zu boycotten, nimmt hier stetig an Umfang zu. Eine Riefendemonstration wird nächsten Sonntag im Hyde Park stattsiiden. 21 Rednerstände werden aufgeschlagen. B e r l i n. 12. Sept. Die Neueste Nachrichten" sagen, daß .sich die Negierung wahrscheinlich nicht weiter um die DreyuS-Angelegenheit kümmern werde. Sollte jedoch die französische Regierung offiziell die Herausgabe der Dokumente verlangen, so werden sie ohne Zögern herausgegeben werden. Paris, 12. Sept. Der Ministerrath war heule in S'tzunz. Der Premier theilte mit, daß daS Urtheil im ganzen Lande mit Ruhe aufgenommen worden fei. New Sork, 12. Sept. Eine Depesche von Paris sagt, daß Frau DreyfuS fest entschlossen ist. diesmal daS Gefängniß mit ihrem Gatten zu theilen, falls er nicht begnadigt wird. Große Sorge machen ihr ihre Kinder und die Frage, ob sie um Revision einkommen, oder den Präsidenten um Begnadigung angehen soll. Paris, 13. Sept. DaS 3ournal" sagt, daß die englische König?. familie nicht der Hochzeit deS SohneS deS Herzogs von ChartreS beiwohnen werde, daß der König von Belgien den Herzog von Orleans ersucht habe, Belgien zu verlassen, daß der König vön Italien seinen Neffen, dessen Frau eine Schwester deö Herzogs von Orleans ist verboten habe, Letzteren bei seiner Ankunft in Italien zu empfangen. DaS ÄlleS wegen der Haltung deS HerzagS in der DreyfuS-Angelegenheit. Renn eS, 13. Sept. DreyfuS hält sich wacker aufrecht. Er verbringt die meiste Zeit mit dem Lesen der enormen Menge von Beileideschr.iben, welche er empfängt. New I o r k, 12. Sept. Der Board of Aldermen hat Protestbeschlüsse gegen daS Urtheil von RenneS xefaßt. Chicago, 12. Sept. 700 Chicjgocr, welche sich vor einem Jahre zusammenthaten, und seitdem rröäzentliche Einzahlungen machten, um die Pariser Ausstellung zu besuchen, haben daS Projekt ausgegeben. Washington, 12. Sept. Eine von ungefähr tausend Personen besuchte Versammlung hat hier ftattgefunden, um gegen daS Urtheil von Renneö zu protefiiren. Louiö ville, 12. Sept. Bei einer Proiestverfammlung in der Masonie Halle bemerkte einer der Redner, der Baptistenprediger Eaton, daß wenn Frankreich nicht Gerechtigkeit obwalten lasse, er dafür sei, den Namen der Stadt LouiSville abzuändern. (LouiS ville ist französisch und würde auf deutsch Ludwigöstadt, auf englisch etwa LewiStown heißen ) KansaS City, 12. Sept. Der Board of Trade nahm einstimmig Ta delsbefchlüsie betreffs deS Urtheils gegen DreyfuS an. Die Art Association hielt gestern Nachmittag eine Sitzung und beschloß, die Auswahl deö Bauplatzes für daS Kunstmuseum einem Komite zu überlassen, welches in der Oktoberfitzung darüber berichten soll.
uZöete 2W Zahre. LVAA r. Mary LeroiS. Fra eines promi. ZrJ nenten ffarmerS uns wohlbck.inut unter " w allen Bewohnern nah: Belknont. N. fi. schreibt : .Ccit 27 Jawn litt ich scrtwäyrend an nervöser Erschlaffung und bezahlte große Geldsummen für Doktoren und angezeigte Miktel ohne Abhilfe. Vor drei Jahn wurde mein Zu stand beängstigend, der gerinzile Lärm erregte mich und machte mich nervös. Ich konnte nicht schlafen und hatte eine Anzihl dkrdrrblichcr Ln falle und wurde allmählig schlintmcr. Ich begann Tr. MileS' Lteftorative erdine und Nerven und Leber,Pillen jit gebrauchen. Anfangs schien die Mklizia nicht zu wirken, aber nachdem ich einige Flaschen genommen, trat Aenderung ein. Ich rubte Nach: besser, mein Avvetit besserte sich und ich befand mich bald wohler: nun bin ich nahezu wieder gänzlich gesund, wie eine Person meineZ AlterZ eZ erwarten kann. Gott segne a,r. xiies' lerrxne. Tr. MileS' Mittel werden durch alle Apothekkr verkauft unter einer positiven Garantie; die erste iV Mllea 5 lasche nützt oder das eld wird ,urücker ft!ervino? stattet. Buch . über die Krankheiten deZ Herzen! und der Nerven frei. Adresse: Hestores j fr . ... 5 ncaitrt v JSlvS V i Dr. Milei Medieal Co.. Slkhart. Jd. HiI" Die Indianapolis Busineß University. deren Prinzipal Herr Heeb ist. hat ihr fünfzigstes 3ahr mit einer größeren Schülerzahl alö je begonnen -- Wenn Ihr ein guteö Mittel baben wollt. Euer Blut zu reinigen, die Nerven zu starken und die Conftitution zu kräftigen, braucht Hood'S Sarsaparilla. Gebraucht nur Hood'S. Hood'S Villen heilen Brechreiz. Kopfschmerzen auS dem Magen und Unverdaulickkeit. Der f ew Yr tore lEtablirt 1853.) '"W.enf. Butterick Muster I Großartiger Verkauf vrn importlrten Kunstwaaren direkt von unserem Repräsentanten in St. Gallen. 500 Dutzend volies, Center pieces, Shams und Scaxs, zu etwa der Hälfte threS wirklichen Werthes. Versäumen Sie diesen Verkauf nicht eö find viele Sachen hier, welche Sie gebrauchen können. -Ostgang. mn m m mm. Union Trust Co., Office : (ebäude der Gesellschaft) tto. 118 und 122 Ost Market Str. Job fi. Sollida!,, Präsident. Henry Eitel, 2. Vi, Präsident und Schatzmeift. H. VU 55otv. ekrar. County und Municipal Sich' erheiten egocirt. Geschafts'Agcnt in allen Capacitäten. sp:t?ll oder allgemein. Interessen werden an Depositen bezahlt für eine bestimmte, übereingekommene Zeit. Kapital an dem bestimmten Tag zurückbezahlt. ' Versicherungen aller Art in erster Klasse Getelllchaften. Testamente werden ausgefertigt und Vormunbjchaften und persönliche Vertrauensposten aller Art übernommen. Sprechen Sie vor. Rathschläge kosten nichts. föeo Hlen'ii'jniiiaimim MHsnössKMsV, Ofßc:: 26 Süd Delavareftr. Ställe, 220, 222, 224, 226, 228 Ost Pearlstr. Telephon V11. Offen Tag und Nacht.
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